Durchquerung des Lower Zambezi NP möglich?

15 Antworten · 2'234 Aufrufe · gestartet 04. Feb. 2024 von Schokostern
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Themenstarter57 Beiträge · seit 201604. Feb. 2024 · #1
Hallo zusammen 🙂 ,
kann uns vielleicht jemand sagen, ob es möglich ist durch den Lower Zambezi Nationalpark nach Shingela zu fahren ?
Wir möchten dann weiter in den South Luangwa.
Oder muss man immer über Lusaka fahren ?
Vielen Dank für eure Hilfe
und herzliche Grüße
74 Beiträge · seit 202105. Feb. 2024 · #2
Im Prinzip sind die Möglichkeiten besser geworden, den LZNP zu durchqueren, von der Chirundu-Seite kommend würde ich allerdings nicht das Escarpment nach Shingela hochfahren, sondern den Park gleich ganz Richtung Osten durchqueren. Allerdings schätze ich, daß es frühestens ab Mitte Mai problemlos möglich ist. Die Durchquerung ist dann relativ einfach, allerdings ist es ein langer Fahrtag, da es bislang innerhalb vom Park noch keine Campingmöglichkeit gibt (es besteht aber Hoffnung, daß sich das irgendwann ändern könnte). Auf der Ostseite gibt es inzwischen sogar ein Gate, sodaß man davon ausgehen kann, daß die Piste nach der Regenzeit auch gewartet wird. Aus zweiter Hand habe ich erfahren, daß die Company "Tusk and Mane", die ein temporäres Zeltcamp im Zentrum unterhält, Selbstfahrer zu einem relativ fairen Preis für eine Nacht unterkommen läßt. Man trifft auf der Ostseite auf den Luangwa und eine gute Teerstraße führt zur Luangwabrücke. Von dort aus ist die Great North dann langsam in einem besseren Zustand.
Hoffe, der Input ist hilfreich.
Isidor
58 Beiträge · seit 201905. Feb. 2024 · #3
Hallo an die Reisenden,

wir sind vor 2 Jahren von Kapoche (Osten) aus in der Lower Zambezi NP gefahren.
Ja es gibt ein nagelneues Gate und wir hatten die Ehre als erste Besucher in die Unterlagen der Parkverwaltung eingetragen zu werden. Dieses hat uns gut 1 Std. gekostet weil die Ranger keine Übung hatten und sich das ganze erarbeiten mussten.
Die Strecke schafft man aber kaum in einem Tag und so haben wir für 2 Tage bezahlt. Wir haben dann irgendwo campiert
Der Weg ist eigentlich nur sehr, sehr selten befahren! Meist durch Ranger.
Unser Fahrzeug wurde ziemlich gebürstet.
Mit Mietwagen gibt es dann sicher Diskussionen mit der Verleih Firma.
Abenteuerlich und wild aber genau das macht es aus.
Man sollte auch keine Angst vor 4x4 Fahrbereichen haben. Vielleicht mit 2 Fahrzeugen fahren..... Für den Fall der Fälle
Also als wirkliche Abkürzung eher nicht zu empfehlen.
Viel Spaß
Michael
Themenstarter57 Beiträge · seit 201605. Feb. 2024 · #4
Vielen Dank ,
das hilft uns schon sehr weiter .
Wir werden im August dort sein.
Du schreibst " langer Tag ", was denkst du ,wie viele Stunden man ungefähr braucht .

Herzliche Grüße
Uli
Themenstarter57 Beiträge · seit 201605. Feb. 2024 · #5
Hey Michael,
auch dir vielen Dank für deine genaue Ausführung .
Du schreibst man sollte 2 Tage einplanen , da sparen wir uns nix. 🙁 Wahrscheinlich werden wir in Lusaka auch unsere Vorräte auffüllen .
Zwei Fahrzeuge wären immer nice 😛 , aber unsere Freunde, halten unsere Art zu reisen ,für
verrückt 🤪 deshalb wären wir alleine unterwegs.
Aber aufgeschoben , ist nicht aufgehoben , - deshalb nochmal Danke für den Tipp 🙂
Liebe Grüße
Uli
1'223 Beiträge · seit 201005. Feb. 2024 · #6
Schokostern schrieb:Hallo zusammen 🙂 ,
kann uns vielleicht jemand sagen, ob es möglich ist durch den Lower Zambezi Nationalpark nach Shingela zu fahren ?
Wir möchten dann weiter in den South Luangwa.
Oder muss man immer über Lusaka fahren ?
Vielen Dank für eure Hilfe
und herzliche Grüße
Wir haben das hinter uns. Ob Du durchkommst im nördlicheren Teil auf der Hauptstrecke, hängt vom jeweiligen Wasserstand des Zambesi ab, und wie weit er das Wasser hoch drückt. Wir mußten ungefähr bei 80% der Strecke abdrehen auf eine einzelne Spur im Gras, die mir ein Warden zeigte. Wir sind dann diese Dichtbuschstrecke das Escarpment hoch gefahren, und sind tatsächlich nach Dunkelheit erst auf die Hauptstrecke gelangt, und dann am Ausgangstor angekommen. Wir hatten viel Zeit verloren, da die einzelne Spur immer wieder verschwand und man diese suchen mußte. Aufregend war eine Herde Büffel, die uns verjagte. Dieser Track das Escarpment hoch war recht anspruchsvoll, aber trocken. Den Track habe ich aufgezeichnet, Du findest ihn auf dem Kartenmaterial von Tracks4Africa. Eventuell habe ich den noch. Wir sind dann auch am nächsten Tag die Abkürzungsstrecke zum South Luangwa gefahren, aber auch dort kannst Du aufgrund Verspülungen nicht jeden Track fahren und mußt bereit sein auch mal Tracks zu wechseln. Aufpassen vor Wasserlöchern an Furten. Diese Strecke war so wildreich außerhalb des Parkes, wie Du es im South Luangwa nicht vorfindest.
Und: Nimm Dir Polierwachs mit für das Auto. Es zerkratzt am Escarpment gewaltig!
Rechne für beide Strecken jeweils einen Tag.
Lohnt sich auf alle Fälle.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Themenstarter57 Beiträge · seit 201605. Feb. 2024 · #7
Hallo Swakop,
vielen Dank für die genaue Beschreibung .
Das klingt grass spannend und abenteuerlich 😮
Findet man die Abkürzung zum South Luangwa auch auf der Tracks4Africa Karte ?

Liebe Grüße
Uli
74 Beiträge · seit 202106. Feb. 2024 · #8
Mit einem langen Fahrtag meinte ich, daß man von einem der Camp auf der Ostseite sehr früh starten muß,und leider unterwegs nicht viele Möglichkeiten hat, sich länger mit Tiersichtungen aufzuhalten. Die Piste selbst fanden wir nicht sehr schwierig, inzwischen findet man sie auch auf den neueren Versionen der T4A-Karten. Im August sollte es auch kein Problem mit Wasserdurchfahrten geben. Die größte Tierdichte findet man im Zentrum während der Trockenzeit, wo es ganze Wälder von Anabäumen gibt, im Oktober kann man da kaum entlangfahren ohne permanent Tiere zu sehen.
Den Vorschlag, sich einfach über Nacht irgendwo hinzustellen, kann ich persönlich nicht gutheißen, da es in JEDEM Nationalpark verboten ist, wild zu campen, außer bei wenigen Ausnahmen, die aber dann von der Behörde gebilligt werden.
Isidor
58 Beiträge · seit 201906. Feb. 2024 · #9
Moin Isidor,
nur zu deiner Info.
Die Park Ranger haben uns extra darauf hingewiesen, dass die Strecke weit und lang ist und wir hätten die Freigabe zur Übernachtung an einem Platz unserer Wahl. Deshalb auch der Eintrag in die "Kladde"
samt Permit für 2 Tage incl. der Übernachtung. Sonst wie gesagt nur mit maximalen Streß zu fahren und deshalb ist man ja wirklich nicht unterwegs.
Bon voyage
Michael
74 Beiträge · seit 202106. Feb. 2024 · #10
Hallo Michael, wir sind im Oktober 2022 auch von Osten durch den Park gefahren und haben leider die gleiche Info nicht bekommen. Zuvor haben wir versucht, alles herauszufinden, was für die Durchquerung vielleicht nützlich sein könnte. Da wurden wir mehrfach davor gewarnt, ja nicht wild zu campen, da wir Gefahr laufen könnten, einer Wildererpatroullie zu begegnen. Stattdessen gab man an, daß es bei Tusk and Mane eine Campingmöglichkeit gibt, was aber nicht gestimmt hat.
Vielen Dank für den Hinweis, der Park hat uns sicher nicht zum letzten Mal gesehen.
Isidor
1'223 Beiträge · seit 201006. Feb. 2024 · #11
Schokostern schrieb:Hallo Swakop,
vielen Dank für die genaue Beschreibung .
Das klingt grass spannend und abenteuerlich 😮
Findet man die Abkürzung zum South Luangwa auch auf der Tracks4Africa Karte ?

Liebe Grüße
Uli
Uli, wenn Ihr vom South Zambesi hoch kommt, dann fahrt Ihr die Strecke T4 Richtung Chipata.
Am Luangwa River gibt es das Bridge Camp als Campingmöglichkeit. War in Ordnung.
Statt die Asphaltstrecke über Chipata zum South Luangwa zu fahren, gibt es eine "Abkürzung" an Petauke vorbei mit den Strecken D139 - D513 - D514 Richtung Lupande, immer längs der Grenze des South Luangwa Parks.
Es gibt Streckenabschnitte, wo der Weg plötzlich abgeschnitten ist. Zurück und anderer Spur folgen. Kein Risiko eingehen, Ihr seid allein! Die Gegend füllt sich am späteren Nachmittag plötzlich mit Wild. Traumhaft. Eine Tücke gibt es für Besucher: Wasserfurten immer zu Fuß durchlaufen auf beiden Spuren, denn es gibt Schlammlöcher die man wegen des Wassers nicht sieht, wo Du trotz 4x4 alleine nicht mehr rauskommst. Sind aber normalerweise leicht zu umfahren. Und aufpassen bei Dunkelheit, da steht plötzlich ein grauer Klotz vor einem, ein Elefant. Da braucht man Geduld, denn die mögen es nicht, wenn man auf sie zu fährt oder vorbei fährt. Da gibt es schon mal ein Tropetenkonzert. Und übrigens, Chipata kommt einem vor wie in Klein-Südafrika zu sein. Da gibt es vom Pit Stop bis zum Spar alles, und am Spar einen erstklassigen Kaffee aus italienischer Kaffeemaschine.

Grüsse,
Hajo
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2024
Themenstarter57 Beiträge · seit 201607. Feb. 2024 · #12
Hallo Hajo ,
auf das "Steckenbleiben" haben wir dieses Jahr keine Lust 😛 🤪 .
Vielleicht eine dumme Frage , aber gibt es in den Furten Krokodile ? 🤩
Mit einem weiteren Fahrzeug würde ich die Strecke aber wirklich gern mal fahren 🙂

Gibt es dort im Spar auch Fleisch , dass du bedenkenlos ( Thema Anthrax) kaufen würdest,
oder kannst du auch einen Metzger empfehlen ?

Vielen Dank schon mal !
Herzliche Grüße
Uli
1'223 Beiträge · seit 201007. Feb. 2024 · #13
Schokostern schrieb:Hallo Hajo ,
auf das "Steckenbleiben" haben wir dieses Jahr keine Lust 😛 🤪 .
Vielleicht eine dumme Frage , aber gibt es in den Furten Krokodile ? 🤩
Mit einem weiteren Fahrzeug würde ich die Strecke aber wirklich gern mal fahren 🙂

Gibt es dort im Spar auch Fleisch , dass du bedenkenlos ( Thema Anthrax) kaufen würdest,
oder kannst du auch einen Metzger empfehlen ?

Vielen Dank schon mal !
Herzliche Grüße
Uli
Uli, die Krokodile gibt es, am Luangwa River richtig große. Habe an den Furten nie eines gesehen. Häufig stehen da auch Einheimische, die für ein paar Kwacha durchwaten wollen. Sie kennen aber auch die Löcher. Wir würden jederzeit wieder alleine fahren. Da sind die Strecken in den oberen Teil des Parks je nach Jahres- und Regenzeit sehr viel kritischer zu sehen für eine Alleinfahrt. Der Wildreichtum auf der Strecke außerhalb des Parks war das Ausschlaggebende.

Wenn Du Angst hast vor Steckenbleiben, dann fahre die Asphaltstrecke über Chipata.

Fleisch: In einem Spar habe ich weniger Sorgen als bei manchem der einheimischen Schlachter. Dort weiß ich daß viel vom verkauften Fleisch gefroren aufgeschnitten und verpackt wird. Und außerdem: Wenn Du Dein Fleisch richtig garst. passiert Dir rein garnichts. Es ist ein Risiko, wenn Leute mit ihren aus der Zivilisation Europas unterentwickelten Immunsystemen mitten im Busch bluttriefende Steaks essen wollen. Der Spar gehört weißen Südafrikanern. Rede mit denen über Deine Ängste. Kannst Dir ja für den Notfall einige Dosen Gulasch und Corned Beef kaufen.

Grüße
Hajo
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2024
180 Beiträge · seit 200607. Feb. 2024 · #14
Hallo Hajo, Hallo Uli,

hier möchte ich mich einmal kurz einklinken. Ich interessiere mich auch für die Strecke von Petauke zum South Luangwa.
Da wir unseren Wagen morgens in Lusaka bekommen und noch einkaufen müssen wollte ich (wir machen nur South Luangwa) lediglich bis zum Bridge Camp fahren. Ich glaube Chipata wäre kaum zu schaffen.
Ist die Strecke vom Bridge Camp nach Mfuwe über die Petauke Road an einem Tag zu schaffen und könnte man notfalls unterwegs wild campen? Wir fahren im September, glaubst du die Fuhrten haben dann noch Wasser oder sind schlammig?
Oder anders gefragt, wenn man in Mfuwe ist, könnte man in die Richtung auch Gamedrive machen (Nachtsafari?, ist ja für Selbstfahrer im SL nicht möglich)?

Danke für die Antwort
Jürgen
www.travel4pictures.com -youtube: https://www.youtube.com/travel4pictures -Reisebericht Serengeti: http://www.travel4pictures.com/blog/2016/5/serengeti -zu den Haien Südafrikas: http://www.travel4pictures.com/blog/2016/7/Tauchen_ohne_Kaefig_mit_Haien_in_Suedafrika_und_Mosambik -Reisebericht Uganda: http://www.travel4pictures.com/blog/2015/5/eine-reise-zur-perle-afrikas -Reisebericht Mabuasehube/KTP unter: http://www.travel4pictures.com/blog/2014/5/kgalagadi-transfrontier-national-park-teil-1 und folgende -Bericht Gorillatrekking: http://www.travel4pictures.com/blog/2014/10/gorillas-ohne-nebel
1'223 Beiträge · seit 201007. Feb. 2024 · #15
J.R. schrieb:Hallo Hajo, Hallo Uli,

hier möchte ich mich einmal kurz einklinken. Ich interessiere mich auch für die Strecke von Petauke zum South Luangwa.
Da wir unseren Wagen morgens in Lusaka bekommen und noch einkaufen müssen wollte ich (wir machen nur South Luangwa) lediglich bis zum Bridge Camp fahren. Ich glaube Chipata wäre kaum zu schaffen.
Ist die Strecke vom Bridge Camp nach Mfuwe über die Petauke Road an einem Tag zu schaffen und könnte man notfalls unterwegs wild campen? Wir fahren im September, glaubst du die Fuhrten haben dann noch Wasser oder sind schlammig?
Oder anders gefragt, wenn man in Mfuwe ist, könnte man in die Richtung auch Gamedrive machen (Nachtsafari?, ist ja für Selbstfahrer im SL nicht möglich)?

Danke für die Antwort
Jürgen
Hallo Jürgen,
man müßte Hellseher sein um Dir Deine Fragen beantworten zu können. Keiner weiß wie es noch regnet, und keiner weiß ob und wie weggespülte Wege instand gesetzt werden. Für die Strecke würde ich mal 1,5 Tage entspannt ansetzen. Campingplätze habe ich keine gesehen, wild campen sollte kein großes Problem sein. Das würde ich aus Sicherheitsgründen dann eher weg von menschlichen Siedlungen machen. Es ist wohl machbar an einem Tag wenn Du früh losfährst und konstant "dran" bleibst.
Grüsse
Hajo
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
1'068 Beiträge · seit 201307. Feb. 2024 · #16
Hallo zusammen,
interessantes Thema!
Betrifft uns auch für Oktober/November

Die Durchquerung des LZNP ist auch im 4x4 community-forum Thema hier

Vielleicht dort auch mal reinschauen

Und es gab noch einen Faden...den find ich aber auf die Schnelle nicht


Salü
Mabe
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2024