Hallo, jemand Interesse an einen Reisebericht über Marokko? Wir waren im November als Selbstfahrer für drei Wochen im Land und fanden es ganz fantastisch.
Hier einige Fotos zur Einstimmung
Teil 215. Jan. 2024
Wir waren insgesamt zwei Tage in Fez. Unsere nächste Zwischenstation sollte dann Erfoud sein.
In Marokko gibt es unendlich viele Polizeikontrollen. Zuerst kommen Schilder zur Temporeduzierung und danach das Stoppschild. Wir wurden eigentlich bisher immer durchgewunken und deshalb fuhren wir diesmal auch nur sehr langsam zum Kontrollpunkt. Das reichte aber den Polizisten kurz vor Erfoud nicht. Er hielt unser Auto an und meinte wir hätten nicht gestoppt. Der Fahrer sollte aussteigen und hinters Auto kommen. Die Strafe fürs nicht anhalten sollte 40€ betragen. Als wir um eine Quittung baten, waren nur noch 20€ fällig. Als kleine 'Anerkennung' gab es Nüsse und marokkanischen Tee. Es war schon früh am Abend und wahrscheinlich mussten die Einkünfte noch etwas verbessert werden
Der Weg Richtung Süden
Durch kleine Ortschaften
Teil 319. Jan. 2024
Als nächste Station wurde von uns Zagora im Draa-Tal anvisiert. Da wir gerne abseits der Hauptstraßen reisen, fuhren wir die asphaltierte Tazazert über den Tizi n'Tazazert Pass. Nach einer kurzen Pause im Cafe oben auf dem Pass - mit tollem Ausblick auf die Berglandschaft - ging es weiter über die N12 nach Zagora. Dort hatten wir ein wundervolles Riad, das Riad Sofian, nahe der Dattelpalmenplantage reserviert. Der Besitzer spricht auch Deutsch. Schon recht spät, hatten wir nur noch Zeit für einen kurzer Besuch im Ort und ein Spaziergang in der Palmenplantage. Aufgrund der Dürre im Draa-Tal sind die Palmen allerdings völlig vertrocknet und der Weg ist extrem staubig… wie auf den Fotos zu sehen.
Das Cafe auf dem Tizi n'Tazazert Pass
Riad Sofian
Riad Sofian
Spaziergang in der vertrockneten Plantage
Zagora, 52 Tage bis Timbuktu
Teil 422. Jan. 2024
Da wir bisher nur eine sehr kurze Strecke der 'Straße der Kasbah' erkundet hatten, fuhren wir etwas umständlich nach Skoura. Skoura ist bekannt für seine Kasbah Amridhil, die als Museum umfunktioniert wurde. Sie ist eine der schönsten Kasbahs des Landes. Ansonsten ist nicht viel los im Ort. Wir wohnten für zwei Tage in der Auberge Kasbah Triguirute, etwas außerhalb und waren wieder mal die einzigsten Gäste in diesem wundervollen alten Gebäude. Frühstück und Abendessen waren hervorragend. Den nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung auf eigener Faust. Der Weg führte uns entlang verfallener Kasbahs und der Palmeraie de Skoura. Die Olivenernte war gerade im vollen Gang. Dank Wikilocs konnten wir uns nicht verlaufen
Einige Bilder der Auberge Kasbah Triguirute
Unser Apartment
Die Haupsehenswürdigkeit im Ort 'Kasbah Amridhil'
Stampflehm Technik erklärt im Museum
Fotos von der Wanderung in der Palmeraie
Die verfallenen Kasbahs
Teil 525. Jan. 2024
Natürlich durfte auf unserer Rundreise das Lehmdorf 'Ait Benhaddou' nicht fehlen. Auf dem Weg nach Taroudant machten wir dort einen kurzen Halt. Der Ort ist übersäht mit Souvenirshops und anderen Touristenläden. Da noch recht früh am Morgen waren allerdings kaum Touristen unterwegs. Den besten Ausblick hat man von der anderen Uferseite… von einem der Restaurants oder Cafes. Den Weg auf dem kleinen Hügel oberhalb des Ortes haben wir uns gespart. Nach einem marokkanischen Tee fuhren wir weiter nach Taroudant, wo wir in einem Riad in der Medina die Nacht verbrachten.
Wo sind sie denn, die Touris?
Platz in Taroudant
Teil 626. Jan. 2024
Von Taroudant wollten wir ins Valley de Ammeln. Wieder führte uns das Navi über eine wenig befahrene Route durch die Berge. Die Landschaft wunderschön aber die Fahrt dauerte eine Ewigkeit.
Am späten Nachmittag erreichten wir dann endlich die Auberge Kasbah Chez Amaliya, ein kleines Resort geführt von einer Holländerin. Für den nächsten Tag erkundigten wir uns nach einer Wanderung zum Lost Place Oumesnat. Dank Wikolocs war der Treck auch online. 12 km wanderten wir zwei dann durch den Palmenhain und vorbei an bizarr geformten Granitfelsen zum verfallenen Geisterdorf Oumesnat. Am Nachmittag war shopping in der hübschen Oasenstadt Tafraoute angesagt, der Ort ist noch sehr verschlafen, ziemlich untouristisch und total sauber.
Eine wunderschöne aber endlose Strecke durch die Bergwelt.