17.05.2023 St. Lucia The Sandpiper / Tagestour mit Birdguide Temba
Hier ist alles dicht bewachsen und urig.
Wir stellen das Auto am Straßenrand ab und pirschen los. Temba ist sofort wieder im Jagdmodus.
Im Entdecken der Birds können wir ihm nicht ansatzweise das Wasser reichen. Er kann es schon und pfeift und zischt die ganze Zeit vor sich hin. Und das nicht ohne Erfolg. Hadeda Ibis
Golden-rumped Tinkerbird
Green-backed Camaroptera
Und dann im schwierigen Licht zwei Purple-crested Turacos und zwar direkt über uns im Baum.
Wir schleichen zu dritt hin und her, um eine gute Fotoposition zu ergattern.
Nebenbei noch ein „Beifang“, ein Black-bellied Glossy Starling.
Dann landen im gleichen Baum wie die Turacos noch zwei Trumpeter Hornbills,
die dann ganz kurz sogar mit den Hornbills sehr nahe zusammen sitzen.
So langsam steigen die Temperaturen und es wird schwüler.
Die Gegend hier lohnt sich nicht nur wegen der Vögel.
Es einfach schön, in der dichten Vegetation herumzulaufen, die Urwaldgeräusche zu hören und all die kleinen Dinge und Pflanzen bewundern zu können.
Vogeltechnisch wird es nun ruhiger. Temba ist auf der erklärten Suche nach einem Green Malkoha. Er hört einen, der allerdings unsichtbar im Baum pfeift. Alle Bemühungen nutzen nichts. Dafür entdeckt er einen Green Twinspot, der allerdings in richtig schlechtem Licht und weit weg sitzt, aber trotzdem eine Erstsichtung ist.
Wir kommen an der Lagune an. Temba erzählt uns traurig, dass diese ziemlich schnell mit Binsen zuwächst. Die tollen Beobachtungsmöglichkeiten für Wasservögel wären hier Vergangenheit und seiner Meinung nach würde die Lagune recht schnell komplett zuwachsen. Dann wären auch die Bootstouren Vergangenheit. Ursache sei die manuelle Öffnung der Mündung durch den Menschen.
Cape Whiteeye
Auf dem Rückweg zum Auto treffen wir auf eine wuselige Zebramangusten-Familie.
Hoch oben im Baum freuen wir uns übe reinen Livingston’s Turaco.
Danach frühstücken wir im Wimpys und planen den Rest des Tages.
Ein Wort zu Temba. Er ist unbestritten ein Birdguide mit extrem hohem Wissen und einem Faible für die Natur. Auch geht er auf unsere Wünsche ein. Menschlich springt der Funken bei uns nicht über. Das ist aber keinesfalls negativ gemeint. Es stört uns nichts an ihm und die Tour ist wirklich schön. Aber dieses „wir sind Freunde Gefühl“ wie bei Mondli in den Drakensbergen stellt sich nicht ein. Das mag aber auch an uns gelegen haben.
Unser Auto scheppert inzwischen schon bei langsam Anrollen erheblich. Unser Gefühl sagt uns, dass wir das Auto besser in Richards Bay tauschen sollten. Natürlich beeinflusst diese Situation auch unsere eigene Laune. Zudem merken wir, dass ein, zwei Stunden intensives Birding wirklich Spaß machen. Aber eine dreiviertel Stunde vor einem Baum zu stehen und Malkoha Sounds zu hören ist dann doch zu viel für uns. Dieser Fakt unterscheiden uns von den richtigen, supergeduldigen Birdern, die wir wahrscheinlich niemals werden.
Nach dem Frühstück geht es auf unseren Wunsch hin in den Westteil des Isimangaliso. Hier waren wir noch nicht. Nach einem Gate sind wir auf der geschotterten Pad alleine. Die Gegend sieht urig aus und überall steht von den Überschwemmungen der letzten Monate noch viel Wasser.
Tiersichtungen sind eher rar und das Licht wird gegen Mittag nun grell.
Zebras sind wie ihr wisst immer ein nettes Fotomotiv
und wenn dann noch ein Red-billed Oxpecker ins Spiel kommt, dann erst Recht.
Neben einigen Hippos sehen wir noch eine Common Moorhen
[Lesser Moorhen (Danke Maddy 😘 )
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Reed Cormorant
African Pipit (?)
Senegal Lapwing = Erstsichtung
Purple Heron
Unser Auto scheppert immer mehr und ist immer wieder Gesprächsthema. Im Park sind einige Pads gesperrt, da die Wege neu gemacht werden. Im Prinzip ist der Westteil im Mai 23 eine große Baustelle.
Wir fahren wieder aus dem Park heraus und weiter in die Gegend um Mtubatuba.
Auf Forststraßen, die wir niemals selbst gefunden hätten, sehen wir noch einen Little Bee-Eater
und eine Emerald Spotted Wood-Dove und einiges mehr.
Mitten im Wald haben wir guten Empfang und beschließen, bei Europcar wegen eines Autotausches anzurufen. Der morgige Tag (eigentlich ganzer Tag Isimangaliso mit Cape Vidal) ist dann zwar zum Teil im Eimer, aber für den Rest der Reise ist die Entscheidung vernünftig. Der Fleet Manager von Europcar will sich in Richards Bay nach einem Ersatzwagen umhören und meldet sich später. Vorweggenommen, er rief später am Tag zurück und meldet uns, dass man morgen ein Ersatzfahrzeug aus Durban zu uns bringen würde. Das sind richtig gute Nachrichten, denn wir brauchen nun nicht durch die doofe Baustelle auf der N2 mindestens zwei Stunden zusätzlich im Auto verbringen. Da wir inzwischen echt gerädert sind, brechen wir die Ganztagestour am Nachmittag nach Abstimmung mit Temba ab. Auf dem Heimweg halten wir direkt an der Verbindungsstraße zwischen St. Lucia und Mtubatuba an einem See.
Temba will uns wenigstens noch ein Paar Wasservögel zeigen. Es ist brüllend heiß und es gibt null Schatten.
Etwas lustlos und im Gegenlicht halten wir Black-headed Heron,
Red-billed Teal,
White- faced Duck
und Yellow-billed Ducks auf der Speicherkarte fest.
Dann geht es zurück nach St. Lucia. Wir verabschieden uns ziemlich sachlich von Temba. Er ist eine hundertprozentige Weiterempfehlung, heute lag es wahrscheinlich zum guten Teil an uns selbst! Gelernt haben wir, dass zukünftige Birdingtouren auf keinen Fall ganztägig sein werden. Das ist uns zu lang. Im Sandpiper relaxen wir ein wenig und gehen doch wieder ins Brazzas. Eine Fischplatte wird es heute nicht werden. Wir verbringen einen netten Abend und gehen dann müde ins Bett.
Die Nacht sollte dann alles andere als erholsam werden, dieses Mal lag es aber nicht am Essen, sondern an irgendeinem elektrischen Gerät des Nachbarhauses. Leider war gerade heute Nacht nur kurz Loadshedding. Das Brummen von nebenan zermürbt unsere Nerven und wir schlafen jeweils vielleicht zwei, drei Stunden.
Teil 2202. Sept. 2023
18.05.2023 St.Lucia Sandpiper Estuary Boardwalk und Autotausch
Trotz der üblen Nacht stehen wir vor acht auf und fahren zum Estuary Boardwalk. Temba hatte uns ja vorgewarnt. Die Lagune ist dort komplett mit Binsen zugewachsen. Auf der kurzen Fahrt durch den noch verschlafenen Ort und durch den üppigen Küstenwald sehen wir einen Golden-rumped Tinkerbird
Und einen African Golden Weaver.
Die zahlreichen Souvenirhändler bauen gerade ihre Stände auf, während wir den Boardwalk betreten.
Die Sonne scheint schräg durch die dichte Vegetation.
Mehrfach können wir Dusky Flycatcher sichten, sonst aber leider keine weiteren Vögel.
Temba meinte, man könne mit extrem viel Glück Mangrove Kingfisher sehen. Das blieb uns verwehrt. Trotzdem ist es ein kleiner, entspannter Morgenspaziergang. Kurz bevor der Boardwalk im Sand endet, baut ein ziemlich runtergekommener, weißer Freak seinen kleinen Souvenirstand auf. Wir reden kurz mit ihm, irgendwie ist er uns aber unheimlich. Dann drehen wir um und gehen zu unserer Klapperkiste zurück.
Der Wald hier unten ist wirklich unglaublich schön.
Ein kleine Affenbande wird gerade wach.
African Hoopoe
Warthogs laufen unbekümmert im Ort herum
und unser Weg führt uns mal wieder durch die Katonkel Street zum Sandpiper. Den Namen Katonkel finden wir ziemlich lustig und fragen uns, was das heißt. Später werden wir einen Fahrer von der Kosi Forest Lodge danach fragen. Seine trockene Antwort: „it’s a fish!“. Im Sandpiper setzen wir uns auf die überdachte Terrasse und bekommen ein wirklich leckeres Frühstück.
Unser Ersatzauto soll am späten Vormittag kommen. Wir sind skeptisch und bereiten uns auf einen längeren Vormittag in der Lodge vor. Tja, das Sandpiper….. Das Personal ist sehr nett, das Zimmer OK, die Einrichtung gar nicht so schlecht!
Der Garten und der Pool richtig schön…
und trotzdem springt der Funke nicht über.
Mein Fazit zu St. Lucia schreibe ich aber später…. Wir verbringen einen herrlich relaxten Vormittag und sind ganz alleine. Zwischendurch wird noch schnell getankt und dann klingelt kurz vor 11 tatsächlich unser Handy. Der Fahrer ist gleich da. Wow, das klappt wirklich wie am Schnürchen! Ein dickes Lob an Europcar! Der Fahrer ist ein ganz netter und noch wichtiger, er übergibt uns einen schicken, von uns so geliebten Fortuner. Ein 2x4, aber für die restlichen Nationalpark-Fahrten das perfekte Gefährt.
Wir sind happy 🙂 Jetzt geht es noch einmal los in Richtung Cape Vidal. Das Wetter ist wieder mal trübe, aber wir sind trotzdem bester Laune.
Nach einem kurzen Besuch im kleine Sparmarkt fahren wir guten Mutes los in Richtung Isimangaliso. Der Check In ist gewohnt bocklos. Bei stahlgrauem Himmel fahren wir in den sehr feuchten und grünen Park.
Überall steht Wasser. Sorry, nun wird es etwas Vogel lastig.
Wir freuen uns über einen Striped Kingfisher.
Red-billed Teal
Dabchick
Brown-hooded Kingfisher
White Helmet Shrike
African Stonechat
Black-breasted Snake Eagle
Malachite Kingfisher
Burchell’s Coucal
Wir sind übrigens fast das einzige Auto auf der Pad und so genießen wir die Zeit sehr. Das satte grün ist eine Augenweide. Nach rechts folgen wir einem kleine Loop, der wegen einer Überschwemmung in einer Sackgasse endet.
Und genau dort stehen zwei wunderhübsche Wooly-necked Storks direkt vor uns.
Notgedrungen kehren wir um. Auch einige andere Tiere sind zu sehen.
Dann erreichen wir einen Elephant Roadblock. Der große schwarze hat viel Zeit und wird von den vier deutschen Insassen eines Wohnmobils bewundert.
Den Kormoran stört das nicht.
Letztendlich hat der dicke ein Einsehen und macht die Straße frei.
Um die nächste Ecke erwartet uns eine emotionale Sichtung, die ich aus bekannten Gründen nicht näher beschreibe. Wir haben wirklich Tränen in den Augen und sehen die „+3“ des Reiseberichttitels. Recht lange stehen wir direkt neben ihnen. Eine intensive, sehr schöne und bewegende Begegnung. Immer wieder die gleichen Gedankenspiele um die Zukunft der majestätischen Tiere und nun ganz besonders die Frage, wie das kleine weiter leben darf ?
Die Tiere laufen dermaßen auf dem Präsentierteller herum, dass wir uns auch darüber Gedanken machen. Böse Menschen brauchen einfach nur den Park hoch und runter zu fahren und mit dem Handy Bescheid geben. Da dürfte es auch nichts ändern, wenn man keine Pics einstellt. Ich beschränke mich auf eines. Die restliche Strecke bis Cape Vidal bleibt fast ohne besondere Sichtungen. In Cape Vidal ist alles ziemlich heruntergekommen. Die Ablutions, die Tankstelle. Das hat fast nur noch Schrottwert. Der Strand ist ziemlich leer. Das Rauschen des Meeres begleitet unseren kleinen Spaziergang.
Wie sehr mögen wir diesen Ort!
Auch wenn es heute frisch ist. Die kleinen Krabben sind total knuffig und sehr, sehr fotogen.
Grey-headed Gull
Auf einer Bank essen wir die gekauften Sandwiches und genießen den Moment. Inzwischen sind wir hier ganz alleine.
Nun aber zurück nach St. Lucia! Die Fahrt bringt einige kleinere Sichtungen, die ich hier mal weglasse. Nicht weglassen tue ich diesen stattlichen Büffel!
Wir durchqueren eine überflutete Stelle und erreichen St. Lucia.
Dort kaufen wir schon einmal die wichtigsten Sachen fürs Selfcatering der nächsten Tage ein. Den Abend verbringen wir dann wieder bei Brazzas, diesmal aber ohne Fischplatte!
Das Essen ist OK und die Rechnung (Flasche Weißwein und zwei Hauptspeissen) mit 618 Rand bei einem Kurs von ca. 1:20,5 wirklich sehr übersichtlich.
Wir sind uns einig, dass es trotz des bedeckten Himmels ein schöner Tag war und dass der Fortuner einfach unser optimales SA-Urlaubsgefährt ist.
Teil 2409. Sept. 2023
19.05.2023 St. Lucia Sandpiper nach Hluhluwe Umfolozi Nselweni Bush Camp
Die letzte Nacht war Gott sei Dank ruhig und wir sind gut ausgeschlafen. Die anderen Reisenden sind alle früh raus und so können wir das gute Frühstück bei völliger Ruhe genießen. Heute geht es in Richtung Hluhluwe und wir sind gespannt auf Nselweni, in dem wir bisher noch nie waren.
Nun Mal unser ganz persönliches Zwischenfazit zu St. Lucia und dem Sandpiper. Das Sandpiper ist wirklich OK, aber nach unseren (zugegen ziemlich hohen) Ansprüchen eben auch nicht mehr als OK. In ganz St. Lucia hat meine Esmeralda nicht eine einzige Wow- Unterkunft finden könne. Das Gleiche gilt für die Restaurantauswahl. Die Lagune wächst langsam aber sicher zu. Vom Boardwalk aus sieht man im Prinzip kein Wasser und damit keine Wasservögel mehr. Dafür ist es ein perfekter Ausgangspunkt für Touren in den Isimangaliso und man hat den tollen Strand, den wir diesmal gar nicht besucht haben. Die Vogelwelt und die Pfade durch den Wald sind extrem schön und reich an seltenen Vögeln. Für einen Erstreisenden sicher ein lohnendes Ziel, wir sind nach drei Besuchen glaube ich durch…….
Im kleinen Sparmarkt kaufen wir noch einige frische Sachen,
dann noch eine etwas lustlose Autorunde
in Richtung Boardwalk, aber dann zieht es uns doch in den Hluhluwe.
Die Warthogs laufen wieder unbekümmert durch den Ort.
Ein Hippo haben wir auch diesmal nicht gesehen. Auf der Fahrt nach Mtubatuba kommen wir wieder an einem ausgebrannten Autowrack an. Temba hatte uns vorgestern erzählt, dass dort Wilderer in Streit geraten wären und das Auto nach einer Messerstecherei in Brand gesteckt wurde. Es hatte wohl Tote gegeben. Die offizielle Version sei anders…..
Die Strecke behagt uns nicht zu 100%, obwohl sie letztendlich unproblematisch und eigentlich auch ganz interessant ist.
Auch hier ist die Gegend um einiges zersiedelter, als wir es von früheren Reisen in Erinnerung hatten.
Und so sind wir froh, als wir das Nyalazi Gate erreichen.
Es fängt gerade an zu regnen. Im Bericht von Graskop hatten wir von dem Centenary Center, einem Souvenirshop einer Frauenkooperative gehört.
Er ist hier um die Ecke. Was wir dort vorfinden, ist ein absoluter Souveniroverflow. Wer lokales Kunsthandwerk sucht, ist hier absolut richtig! Wir kaufen einige kleine Holzflugzeuge und andere Sachen. Die Frauen sind gut drauf und irgendwie hat man das Gefühl, hier sein Geld am richtigen Ort auszugeben. Wir müssen uns echt bremsen und irgendwann muss ich meine Esmeralda fast gewaltsam hier herausbitten…
Die weitere Fahrt in Richtung Mpila Camp, dort ist die Rezeption für Nselweni, regnet es ununterbrochen.
Ein betröppelter Coucal
und ein Kingfisher
sind zusammen mit einigen einzelnen, nass geregneten Huftieren die Ausbeute des Tages.
Wir beobachten noch den Start eines Anti Poaching Hubschraubers.
In Mpila checkt Kerstin ein und wir bekommen den View Bungi NR. 1. Die 5 KM lange private Zufahrt nach Nselweni führt fast ausnahmslos durch aktuell satt grünes Busch- und Baumland. Zudem ist die leicht kurvige Pad recht unübersichtlich und nicht wirklich sehr breit.
Und so sind wir froh, das wir diesen kapitalen Elefanten etwas neben der Pad sehen. Er sollte am nächsten noch eine Hauptrolle spielen. 😣 🤩
Im Camp ist wenig los. Ich rufe einige Male „Haaaallooo“, bis ein wirklich sehr netter, fröhlicher und bemühter Campattendant kommt und uns begrüßt. Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr. Ich soll hinter ihm her über den Fußweg in Richtung Nr. 1 fahren. Echt? Yeeees, it‘s absolutely OK! Als es nicht mehr weiter geht, soll ich nach rechts auf den Rasen fahren. Mit einem Rollwagen hilft er uns mit den schweren Sachen und so ist das Ausräumen schnell erledigt.
Nun möchte ich den Wagen wieder herausfahren. Er hat kein 4x4 und obwohl ich nach dem Drehen echt vorsichtig agiere, glitscht das schwere KFZ nur so über den matschig, pampigen Untergrund. Ich rutsch immer weiter nach links und breche den Versuch dann ab, um nicht endgültig in den Büschen zu landen. Mist! Nach einiger Zeit finde ich den Attendant wieder. Er schaut sich die Situation an und meint „thaaaat*s nooo probleeem!“ I tell you what to do! Einmal kurz vor, einmal kurz zurück, Räder gerade stellen (ich hatte sie leicht eingeschlagen) und schon habe ich es geschafft.
Er genießt den Erfolg sichtlich, während ich wieder einmal etwas dazugelernt habe.
Das Chalet ist recht klein, hat aber eine unschlagbar schöne Alleinlage und einen wunderbaren Buschblick.
Die Küche ist etwas abgerammelt, aber das Bett sehr bequem. Wir sind richtig begeistert und wollen bei dem schlechten Wetter nicht mehr raus fahren. Und so verbringen wir einen dieser unbezahlbar schönen, relaxten Braiiabende mit Nyalabesuch
und den Geräuschen der Natur.
Sehr weit entfernt brummt ein Generator, aber der stört uns nicht. Später wird es recht frisch, aber das Feuer wärmt uns!
Teil 2510. Sept. 2023
20.05.2023 Hluhluwe Umfolozi Nselweni Bush Camp - Morgen
Wir werden vom herrlichen und extrem virtuellen Gesang eines unbekannten Vogels geweckt. Er muss direkt hinter unserem Canvas sitzen.
Ein wirklich wunderschöner Weckton! Wir machen Katzenwäsche, kochen Kaffee, packen ein paar essbare Sachen ein und fahren los. Ganz vorsichtig verlassen wir das Camp. Das Wetter ist gut und die Vögel zwitschern überall.
White-browed Scrub Robin
Nach einer kleine freieren Fläche fahre ich um die Ecke und was steht da ?
Ein dicker Elefant, der sich fast so erschreckt wie wir!
Mir bleibt das Herz stehen. Ich mag solche Situationen an solch unübersichtlichen Stellen nicht. Was dann geschieht, ist ziemlich sicher meiner You Tube Videorecherche in den letzten Jahren geschuldet. Eigentlich bin ich ja ein ruhiger, besonnener Zeitgenosse, Jetzt allerdings geht irgendetwas mit mir durch! Der Elefant ist echt beeindruckend groß! Er dreht sich um und trottet auf uns zu. Ich haue den Rückwärtsgang rein und fahre viel zu schnell weg. Kerstin versucht mich ohne Erfolg zu beruhigen. Ich zische rückwärts in einen Haufen aus Ästen. Vorwärtsgang rein und wieder zu schnell rückwärts. Und wieder krache ich ziemlich unehrenhaft mit Karacho in einen Busch. Dann kann ich drehen und wir fahren weg. Kerstin ist total verwundert. Ich weiß, dass ich mich gerade extrem dumm verhalten habe, konnte meine Angst aber nicht kontrollieren. Das ist mir auf all den Reisen noch niemals passiert. Der Elefant fand es vermutlich cool, denn er hatte seine Chefrolle eindeutig behalten.
Wir pirschen und ganz langsam wieder heran. Ich bleibe bewusst auf der freien Fläche und zwingen mich, diesmal besonnener zu reagieren! Nun reihen sich mehrere Annährungsversuche aneinander. Immer das Gleiche! Wenn wir ca. 50 Meter an den Elefanten herangekommen sind, dreht er sich auf derPad stehend herum, schwenkt die Ohren und trabt auf uns zu. Ganz nach dem Movie Ritter der Kokosnuss „An mir, an mir kommt niemand vorbei!“.
Wir geben auf und fahren zum Frühstück zurück. Nun kommen uns vier Autos hintereinander entgegen. Zwei Ladys aus Südafrika. Sie standen gestern bei ihrer Anreise ins Camp 1 Stunde in Mitten einer Elefantenherde und hatten dort richtig Angst. Nein, das brauchen sie auch nicht noch einmal. Auch sie drehen um. Genauso die nächsten beiden Südafrikaner. Der letzte, ein kerniger Farmer will es versuchen. Wir beobachten ihn noch aus einigem Abstand, aber auch er kommt immer wieder rückwärts aus dem Busch zurück. Im Camp zurück sehen wir, dass die Heckschürze beim Einschlag ins Gebüsch Schaden genommen hat. Gut, dass wir Vollkasko haben.
Das Zwangsfrühstück ist ausgiebig und gemütlich. Die Campzufahrt und die verschobenen Gamedrivepläne stehen im Mittelpunkt unserer Unterhaltungen.
Teil 2613. Sept. 2023
20.05.2023 Hluhluwe Umfolozi Nselweni Bush Camp - Gamedrive Mittag
Erst kurz vor 10 wagen wir den nächsten Versuch. Der Elefant hatte im Prinzip das ganze Camp vom Gamedrive abgehalten. Vom Attendant erfahren wir, dass er in der vergangenen Nach den Schlauch des Wassertanks herausgerissen hatte und das frische Wasser genoss. Der Rest versickerte im Park. Ganz vorsichtig und mit einem unguten Gefühl im Bauch bringen wir die 5 KM bis zur Teerstraße hinter uns. Und wir sind heilfroh, dass diesmal alles glatt geht!
Zuerst fahren wir ein kleines Stück links, um auf der Brücke nach dem Rechten zu schauen.
Trotz aller Anspannung haben wir die Vogelwelt im Blick.
Three-banded Plover
Crowned Plover
Lapped-faced Vulture
Brown Snake Eagle
Speckled Mousebird
Red-faced Mousebird
Bei herrlich blauem Himmel müssen wir ob der sich uns darbietenden Vogelvielfalt die Strecke etwas im Auge behalten. Wir fahren auf die Loops, die in dem Teil des Parks hinter dem Mpila Camp liegen und sind wegen des Elefanten spät dran.
Aber es geht weiter mit Birds. White-fronted Bee-Eater
Brown-hooded Kingfisher
Striped Kingfisher
Crested Barbet
Fork-tailed Drongo
White-browed Scrub Robin
Brown-crowned Tchagra
Black-crowned Tchagra
Fortsetzung folgt
Teil 2714. Sept. 2023
20.05.2023 Hluhluwe Umfolozi Nselweni Bush Camp - Gamedrive Nachmittag und Abend
Auf der weiteren Fahrt durch den Park sehen wir den zweiten Teil des Reiseberichträtsels.
Die 35, auf die wir nach all den Berichten über die Wilderei nicht mehr zu hoffen wagten. Für Wild…. Sind sie ein einfaches Ziel. Ich befürchte, das Nichteinstellen von Bildern wird ihnen nicht viel helfen.
Gut sichtbar, friedlich und unbedarft sehen wir sie über den ganzen Nachmittag verteilt oft direkt neben der Pad. Wir sind seelig und auch gleichzeitig traurig. Landschaftlich gefällt uns dieser Teil des Hluhluwe ausgesprochen gut.
Auch wenn man am Horizont die sich immer weiter ausbreitende Zivilisation sehen kann.
Immer wieder sehen wir Huftiere, den Vögeln habe ich mich ja schon im letzten Teil gewidmet.
Und so haben wir einen herrlichen, ereignisreichen Nachmittagsgamedrive.
So können wir es verschmerzen, dass in den besuchten Hides so gar nichts los ist. Yellow-eyed Canary
Red-billed Oxpecker
Blue Waxbill
White-bellied Sunbird
So langsam kehren wir zurück nach Nselweni. Der Shop in Mpila ist (ohne Foto) eine absolute Katastrophe.
Den Rest des Tages verbringen wir im Camp. Feuerchen machen, Braiien und das übliche Parkprogramm…..
Einfach ein Träumchen. Das View Tent hier ist echt ein Platz, an dem man es leicht länger aushalten könnte.
Wenn nur die buschige Zufahrt entspannter wäre……
Teil 2816. Sept. 2023
22.05.2023 Hluhluwe Umfolozi Nselweni Bush Camp nach Mkhuze NP Mantuma Camp Auf unser heutiges Ziel freuen wir uns besonders, weil wir noch niemals im Mkhuze waren. Hinter dem Zelt schmettert wieder unser gefiederter Wecker. Wir werden in Ruhe Packen, Frühstücken,
die letzten Minuten im so schönen Camp genießen und uns dann langsam auf den Weg machen.
Bei herrlichem Wetter bringen wir die 5 KM Campzufahrt hinter uns und freuen uns tatsächlich, mal keine Elefanten zu sehen !
Auf der Hauptpad sind sie uns dann wieder willkommen!
Auch hier hätten wir gut und gerne noch einen oder zwei Tage länger brauchen können. Landschaftlich ist der Hluhluwe einfach wunderschön und aktuell auch nicht so voll. Leider soll Hilltop ja inzwischen ziemlich runtergekommen sein. Vor dem Memorial Gate nehmen wir noch einen Loop.
Er bringt wenig Sichtungen, begeistert uns aber trotzdem.
Es gibt viel Wasser, die Pad ist eng und spannend und es ist rein gar nichts los hier in der Ecke!
Nachdem wir die Teerpad wieder erreicht haben, sehen wir die Nr. 35 des Reisebericht-Titels, ein besonders prächtiges Exemplar.
Durch das Memorial Gate verlassen wir den Park und fahren durch ländliche, zersiedelte Gegend in Richtung N2 und dem Ort Hluhluwe.
Dort haben wir Allens Butchery im Netz gefunden. Nachdem Maddy uns diese dann auch noch ans Herz gelegt hatte, wollen wir hier für die letzten 2 Nächste Selbstversorgung die Vorräte aufstocken.
Die Metzgerei sieht von außen unscheinbar aus. Kerstin bleibt im Auto, während ich das etwas finster Innere betrete. Sofort werde ich freundlich von einem Metzger begrüßt. Die Auswahl ist gigantisch. Natürlich kann ich frisch vakuumierte Boerewors haben. Dann noch etwas Biltong, zwei Steaks und Salami. Diese Metzgerei ist wirklich sehr zu empfehlen! Am liebsten hätte ich noch viel mehr gekauft! Auf dem Rückweg zur N2 halten wir dann noch am Hluhluwe Farmstall an.
Dieses Mal bleibe ich im Auto.
Kerstin kommt irgendwann begeistert wieder heraus. Einige Kleinigkeiten hat sie auch eingekauft. Auf den Feldern läuft die Ananasernte gerade in hohem Gang.
Auf der N2 ist es einigermaßen erträglich. Es sind zwar einige Kohletrucks unterwegs, aber man kann sie ganz gut überholen. Da haben wir scheinbar Glück!
Mit etwas gemischten Gefühlen verlassen wir die Teerpad nach rechts.
Vor einigen Jahren bekamen wir hier von netten bettelnden Schulkindern einen kapitalen Stein in die Windschutzscheibe. Die Gravelroad ist gut und es ist nur wenig los.
Die letzten Meter führen uns dann durch ein ganz einfaches Dorf.
Die uns entgegen kommenden Schulkinder mustern uns skeptisch. Nur wenige erwidern unser Winken. Das Gate ist wie in St. Lucia außen ziemlich mondän. Innen dann leere Regale und eine sehr, sehr nette jungen Angestellte. Sie hat viel Zeit und wir unterhalten uns ein wenig mit ihr. Momentan sei hier fast gar nichts los, klärt sie uns auf.
Die Zufahrt zum Park überrascht uns landschaftlich. Wir fahren durch eine kleine Schlucht durch die Berge. Wir hatten es hier eigentlich eher flacher erwartet und freuen uns nun. Unterwegs sehen wir einige Zebras und Giraffen
und noch einen African Hoopoe.
Andere Autos sind Fehlanzeige. Es ist wie erwartet sehr grün. In Mantuma sehen wir an der Tafel, dass wenig los ist. Im riesigen Camp werden wir in den nächsten Tagen gerade mal zwei weitere belegte Hütten sehen. Wir haben ein Safari Tent gebucht. Das Camp soll wie bei den KZN Resorts meist üblich ziemlich abgerockt sein. Und so sind wir positiv überrascht, als wir ein ganz nett eingerichtetes, recht sauberes Safaritent mit einer ordentlichen Sitzecke vorfinden. OK, die offene Küche ist wirklich recht runtergewohnt, aber hier werden wir es gut aushalten. Das Zelt liegt in Mitten von Büschen und Bäumen.
Wir fahren noch eine dreiviertel Stunde auf einen kleinen Loop, natürlich wieder ganz alleine. Es ist total urig hier. Hohe Bäume, dichtes Grün und etliche Vögel.
Lila-breasted Roller
Burchell’s Coucal
und dann sogar noch ein schöner Crowned Hornbill.
Nach einem kurzen, erfolglosen Besuch eines neu renovierten Hides geht’s zurück ins nahe Camp.
Wir richten uns ein und bereiten das Braii vor. Es wird leider wieder gegen 18:30 stockdunkel.
Als ich so aus dem Dunkeln ins Feuer starre, bewegt sich direkt hinter mir etwas ziemlich großes. Mir fährt ein ordentlicher Schreck, ich würde fast sogar sagen Schock in die Glieder ! Dann erkenne ich, was es ist. Ein Nyalabock, der wie ich ins Feuer schaut und die Wärme genießt. Von mir nimmt er keine Notiz, obwohl ich ihn fast angreifen könnte. Boah! Was ist denn hier los?
Wenig später sitzen wir gemütlich mit einem Weinchen am Tisch, als ich hinter uns irgendetwas bemerke. Mit der Taschenlampe leuchtend bekomme ich fast so große Augen, wie der pelzige Zeitgenosse auf unserer Kühltasche. Das größte Buschbaby, welches uns bisher untergekommen ist. Es schaut mich etwas bockig an! Als ich mich etwas nähere, läuft es seelenruhig über unsere Arbeitsfläche.
Später inspiziert es dann noch den Außenpapierkorb und verschwindet irgendwann in den Bäumen.
DAS ist das Coole an diesen Buschcamps. Uncool ist allerdings, dass die von Menschen angefütterten Tiere fast komplett ihre Angst vor uns verloren haben. Bei einer köstlichen Flasche Red Jasper und einer ebenso köstlichen Boerewors genießen wir den herrlichen Abend im Busch.
Die aus der Entfernung herüberwehenden Geräusche einiger Angestellter verstummen schnell. Wir freuen uns auf den morgen Tag. Das Wetter soll gut sein und wir werden früh aufstehen. Das Bettchen ist richtig bequem und wir schlafen beide sehr gut!
Teil 2917. Sept. 2023
21.05.2023 Hluhluwe Umfolozi Nselweni Bush Camp - vorher vergessener Tag Diesen Tag hätte ich ja fast vergessen. Wir stehen früh auf, frühstücken aber ganz gemütlich.
Letzte Nacht hatten wir wieder hervorragend geschlafen. Es wird ja ziemlich kühl und durch das Canvas besonders. Dank warmer Decken ist das aber kein Thema! Diese Selbstversorgungsfrühstücke sind einfach phantastisch! Die Natur und ihre Geräusche erwachen langsam. Die Sonne gewinnt langsam an Kraft und die Mahlzeit schmeckt dann irgendwie besonders gut!
Dann geht es mit Bildern von dem Elefantenbullen im Kopf auf die Pad. Gut, dass wir anstatt ihm nur einen Wooly -necked Stork entdecken.
Das Wetter ist herrlich! Heute wollen wir die Loops im nördlichen Teil des Parks erkunden und vielleicht im Hilltop Camp Lunchen.
Auf der Teerstraße gibt es weite Ausblicke über die Hügellandschaft. Ein Eye-Candy!
Von den Tiere her ist es eher beschaulich: Burchell’s Coucal
Crowned Hornbill (stark vergrößert)
In einiger Entfernung zieht ein großer Elefant durch den Busch.
Auf einigen Stellen des Loops sind wir froh in unserem Fortuner sitzen zu dürfen. Wir lieben ihn! Er dieselt ganz gemütlich in der Automatik die stark ansteigende und etwas ausgewaschen Pad hoch bis auf einen Aussichtspunkt.
Von hier aus haben wir einen echten 360 Grad Rundumblick. Ein guter Platz für einen Pinkelstop.
Dabei verzweifelt Kerstin fast bei dem Versuch, einen etwas zu weit entfernt sitzenden Scarlet-chested Sunbird zu fotografieren.
Weiter geht es an einigen Elefanten vorbei.
An einem Wasserloch ist dann etwas mehr los.
Crested Barbet
Bulbul
Ein unbestimmtes Sunbirdmädchen
Einer der zahlreichen und sehr hübschen African Stonechats.
Giraffen
Und etliche schöne Pflanzen.
Einer der zahlreichen Common Fiscals
Dann geht es wieder weiter runter ins Tal. Urig ist es hier.
Palmen, gurgelnder Fluss und es wird schnell heißer.
Dann erreichen wir die Teerpad zum Hilltop Camp. Der hübsche Roadblock lässt sich in der prallen Mittagssonne nicht von uns stören.
Im Hilltop Camp ist die Bedienung mal wieder ultralahm. Irgendwann bekommen wir dann aber doch unseren absolut essbaren Lunch.
Leider hat inzwischen eine große Burenfamilie mit etlichen Kindern die Terrasse geentert. Erwachsene und Kinder sind recht laut und „all over the place“. Schade, denn die Terrasse bietet wirklich herrliche Ausblicke über den Hluhluwe.
Auf der Rückfahrt sehen wir dann den bekannten Roadblock und sogar noch ein N…
Den Nachmittag wollen wir dann einfach im Camp relaxen, welches wir ohne weitere Sichtungen sicher erreichen. Während ich ein Schläfchen mache, zieht auf der anderen Flussseite ein Elefant vorbei.
Kerstin sagt mir Bescheid und wenig später zeigt sich dann sogar noch ein N….. In solchen Momenten denkt man dann immer an die Reisebericht, durch die man selbst zum Besuch inspiriert wurde!
Der Abend wird von einem Sauvignon Blanc begleitet wieder eine herrliche Angelegenheit.
Teil 3021. Sept. 2023
23.05.2023 Mkhuze
Wir stehen früh auf, kochen Kaffee und fahren mit einem kleinen Frühstück to go los in Richtung des Loops von gestern Abend.
Die Betten waren einfach, aber sehr bequem. Der Morgen ist herrlich. Wir werden den gesamten Vormittag lang kein einziges weiteres Auto, geschweige denn einen Menschen zu Gesicht bekommen! Das ist der Vorteil der Nebensaison. Der Nahe Kumasinga Hide ist brandneu und man hat einen herrlichen Rundumblick auf einen kleinen See und dessen Ufer.
Die meisten Vögel sind alte Bekannte. Besonders freuen wir uns aber über einen sich ganz kurz zeigenden Red-billed Helmet Shrike, den wir vor vielen Jahren einmal in Olifants im Krüger hatten.
Überall hüpft etwas herum und die Morgenstimmung und die herrliche Ruhe sind einfach toll. Puffback
Crested Barbet
Three-banded Plover.
Brown-crowned Tchagra
Wir fahren weiter in Richtung der Nsumo Pan.
Der Park ist landschaftlich wirklich ein Augenschmaus, durch das dichte Grün sind die Sichtungen allerdings schwierig.
Yellow-bellied Greenbul
Unterwegs haben wir dann doch einige richtig intensive Sichtungen. Impalas mit Oxpeckern.
Total schöne und entspannte Speckled Mousebirds
Und schließlich eine unserer allerschönsten Mangustensichtungen ever.
Einfach ein kleines, cooles Raubtier, welches in der Morgensonne auf einem Ast herumpost und uns ziemlich glücklich macht!
Schließlich erreichen wir die Gegend der Nsumo Pan. Was soll ich sagen. In echt ist alles dann doch ganz anders, als wir es uns nach den gelesenen Reiseschilderungen vorgestellt haben! Mit gutem Gewissen kann ich behaupten, dass hier und jetzt an diesem Morgen alles nicht perfekter sein könnte.
Keine weiteren Touris, bestes Wetter, überall kleine Entdeckungen, phantastische Vegetation und zwei Namibia-Fomis in Bestlaune! Melba Finch
Black Crake
Brown-hooded Kingfisher
Gleich geht es weiter in den Hide……
Teil 3121. Sept. 2023
23.05.2023 Mkhuze Fortsetzung
Wir laufen das kurze Stück in den ersten Hide.
Der See liegt glatt und friedlich vor uns.
Weit weg vor dem gegenüberliegenden Ufer Sitzen Reiher auf den Köpfen einiger Hippos.
Ansonsten ist es relativ ruhig. Die Pfanne ist voll mit Wasser. Normalerweise gibt es wohl mehr flaches Wasser.
Kerstin pirscht anschließend an den naheliegenden Büschen nach Vögeln. Was sie hier in vielleicht 20 Minuten im Umkreis von vielleicht 20 Metern vor die Linse bekommt, kann man ruhigen Gewissens als sensationell beschreiben. Natal Robin
Chin-spot Batis
African Pygmy Kingfisher
Orange breasted Bush Shrike
African Paradise Flycatcher
und einige alltägliche Birds mehr. Die Stimmung steigt weiter! Wir fahren ein Stück weiter und freuen uns nach kurzer Verfolgungsjagd über unseren ersten Red-fronted Tinkerbird.
Dark-backed Weaver und einige andere kleine Dinge.
Malachite Kingfisher
Green-winged Pytylia
und African Golden Weaver
und Cardinal Woodpecker kommen noch hinzu.
Wir rollen im Standgas an der Uferstraße entlang und sind restlos begeistert! In einer Art Hecke bewegt sich direkt neben mir etwas gepunktetes. Ich sage „Eastern Nicator!!!“. Aber wir erwischen nicht ein ordentliches Bild. Oh Mann! Der steht gaaanz oben auf meiner Liste! OK, erzwingen können wir es nicht. Nach zwei drei Kilometern Weiterfahrt drehen wir wieder um und im gleichen Gebüsch wie eben noch erwischen wir ihn dann gerade noch so.
Hach wie schön und natürlich eine Erstsichtung! Nun fahren wir beseelt zurück nach Mantuma. Hier wartet eine ziemlich zahme Nyalaherde auf uns.
Sie lassen sich sogar anfassen!
Wir wissen gar nicht, ob wir das gut finden sollen, aber natürlich freuen wir uns über die hübschen Nachbarn.
Auf dem abgeratzten Herd bekomme ich mit Müh und Not Eier mit Speck hin.
Den Rest des Tages verbringen wir bis zum späten Nachmittag im Camp. Es ist wieder total ruhig.
Abwechslung bringt ein Trupp Crested Guineyfowls, echte Schönheiten!
Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir auf eine ganz kurze Runde raus.
Auf dem Weg zu einem Hide sichten wir einige Huftiere
und einen Black-headed Oriole.
Im Hide selbst, wir sind natürlich wieder alleine, gibt es lediglich ein Dabchick,
eine Schildi
und einen Water Dikkop
zu vermelden. In schönem Abendlicht fahren wir zurück zum Braii.
Und heute Abend bieten die Bushbabys eine riesige Show.
Sie sind kaum aus unserer Küche wegzubekommen.
Obwohl sie unfassbar knuffig sind, gehen sie uns nach einiger Zeit fast ein wenig auf den Wecker!
Nebenan sitzt noch den ganzen Abend lang ein Ginsterkatze
und einige Meter weg steht eine kleine Gruppe Impalas. Das ist schon ein wenig verrückt hier.
Dadurch, dass das Camp so leer ist, konzentriert sich die ganze Tiermeute auf uns.
Und so genießen wir den letzten Grillabend sehr. Mantuma ist gerade so urig und ruhig. Nicht auszudenken, wie es hier bei vollem Camp sein mag! Morgen geht es nach Kosi Bay und auf dem Weg dorthin freuen wir uns extrem auf ein kurzes Treffen mit Maddy und ihrem Mann Colin.
Teil 3222. Sept. 2023
24.05.2023 Mkhuze nach Sodwana Bay Besuch Maddy und weiter nach Kosi Forst Lodge
Mkhuze ist schon wieder vorbei denken wir, als wir unser Frühstück richten und mit Blick auf die Uhr unsere Sachen zusammen räumen.
Der Höhepunkt des Tages soll ein Treffen mit Maddy und Colin werden, auf die wir uns sehr freuen. Sehr gerne wären wir länger in diesem gerade so herrlich relaxten Park komplett ohne Overtourism geblieben.
Die heutige Strecke führt uns komplett durch für uns unbekanntes Land abseits der Hauptrouten.
Aber zuerst frühstücken wir im Nebel! Eine mystische Stimmung um gibt uns. Die Morgensonne durchbricht nur ganz langsam den Bodennebel!
Dann geht es los.
Gleich um die Ecke entdecken wir erneut einen Red-billed Helmet Shrike.
In den Spinnennetzen hängt der von der Sonne beschienene Morgentau.
Die Impalas grasen friedlich. Der Park macht uns den Abschied nicht leicht!
Echt schwer zu erwischen ist eine weitere Erstsichtung, ein Grey Waxbill.
Dann hören wir den vorher einstudierten Gesang eines Georgius Bushshrike. Er sitzt unsichtbar keine 5 Meter entfernt unsichtbar im Busch und gibt uns keine Chance. Dann werden wir von einer großen Gruppe vorbeifliegender Pelikane abgelenkt. Wow!
Mit schwerem Herzen verlassen wir den Mkhuze, der unser Herz gewonnen hat! Nach dem Parkausgang fahren wir länger durch sehr ländliches Gebiet.
Obwohl es sicher unbegründet ist, sind wir etwas angespannt. Bevor die Teerstraße erreicht wird, wird die Gegend richtig urig. Malachate Kingfishers sitzen am Rande der zahlreichen Wasserflächen.
Bearded Scrub Robin
Green Woodhoopoe (?)
White Helmet Shrike
Little Bittern im schwierigen Licht.
Es ist wirklich sehr schön hier!
Dann erreichen wir die gut ausgebaute, verkehrsarme Teerpad.
Am vereinbarten Treffpunkt wartet bereits ein weißer Pickup mit Maddy und Colin. Sie fahren vor uns her zu ihrem Haus, welches Abseits in den Dünen liegt.
Da wir nur einen 2x4 Fortuner fahren, ist es doch ein wenig spannend, durch die zum Teil tiefsandigen Feldwegen zu fahren. An einer besonders sandigen Stelle versperren Colin einige Kühe den Weg und wir müssen fast anhalten. Der Automatik Fortuner schafft es gerade so hindurch! Uff!
Bei Maddy und Colin zu Haus nehmen wir auf der tollen Terrasse Platz und unterhalten uns richtig gut. Der Hausridgeback ist müde und ruht mit deinem großen Kopf auf meinem Knie. Ein toller Hund! Wir unterhalten uns prächtig und tauschen Afrikalatein aus. Die beiden haben selbst redend schon einiges erlebt. Ihre Birdlist liegt bei über 700!!! Waaaahnsinn!
Colin hat ein Gourmet Bobotie im Ofen. Es schmeckt grandios gut und die Zeit verfliegt leider viel zu schnell! Ganz herzlichen Dank ihr beiden, wir hoffen unsere Wege kreuzen sich irgendwann wieder!
Mit einem Säckchen mitgegebenem Cape Malay Curry verlassen wir die beiden wieder in Richtung Kosi Forest Lodge. Die Straßen sind hervorragend. Uns fallen die Massen an Schülern auf, die in endlosen Karawanen nach Hause laufen.
Die Straße führt uns bis nach Manguzi,
wo wir an einer quirligen Tankstelle wie verabredet auf die verabredete Abholung durch die Kosi Forest Lodge treffen. Als sie unser Auto sehen meinen sie, wir könnten locker selbst zur Lodge fahren. Echt ? Jaajaa! Mit etwa grummeligem Gefühl im Mage geht es los. Allien hätten wir den Weg über ein Gewirr von Sandspuren im Nirgendwo niemals selbst finden können.
So geht es ganz gut. Kerstin ist etwas angespannter als ich. Aber schließlich werden wir sehr herzlich in Kosi Forest empfangen. Hundert Prozent waren wir vorher nicht von der Lodge überzeugt. Das ändert sich jetzt. Ein schöner Restaurantbereich, urige Alge mitten im Busch und das Chalet zwar wie erwartet nicht riesig roß, aber sehr geschmackvoll eingerichtet mit großem und extrem bequemen Bett. Uns wird die Sunddowner- Terrasse empfohlen, wo wir mit einem „Wooow“ auf den Liegen Platz nehmen. Man kann es schlechter treffen, oder?
Als wir dann beim Dinner völlig unerwartet an eine einzelnen Tisch an einem Lagerfeuer unter einem urigen Baum Platz nehmen dürfen, sind wir richtig beseelt! So etwas hatten wir vor Jhren nur Mal in Mowani. Die Angestellten sind wirklich rührend nett und erfreuen sich an unserer Begeisterung!
Für diesen Abend gibt es volle 10 Punkte!
Leider ist das Wetter für Morgen nicht so, dass wir eine Tour zum Kosi Mouth machen können. Es soll zu windig werden! Schauen wir mal!
Teil 3322. Sept. 2023
25.05.2023 Kosi Forest Lodge – Knautour und Relaxen
Der Wecker klingelt. Das ultra bequeme Bett zu verlassen, fällt uns nicht einfach. Ich mag die Außendusche sehr, auch wenn es außerhalb des Duschstrahls etwas frisch ist.
Beim Frühstück erfahren wir vom Campmanager Jabulani, dass die Tour zum Mouth wegen zu starkem Windes nicht möglich ist. Anstatt dessen machen wir die im Preis inbegriffene Kanutour.
Das Frühstück ist hervorragend, die Lodge gefällt uns wirklich super!
Nach dem Frühstück werden wir von einem ebenfalls fröhlichen Guide empfangen. Mit dem offenen Gamedriveauto geht es los. Und zwar über nicht hier erwartetes, offenes Grasland.
Ein Augenschmaus!
Vielleicht nach einer Viertelstunde stoppt der Fahrer und hält am Waldrand.
Die folgenden 15 Minuten Fussweg durch den Küstenwald sind ein wahres Erlebnis.
Die in den Baumwipfeln unsichtbar singenden Vögel erschaffen eine richtige Urwaldkulisse.
Überall exotische Pflanzen. In Botanik kennen wir uns nicht aus, aber solche Wälder mögen wir sehr!
Da die Temperatur noch moderat ist, sind wir extrem happy!
Wir erreichen die Kanus und steigen vorsichtig ein.
Langsam geht es durch die Lagune, die Teil eines miteinander verbundenen Seensystemes ist.
Die Palmen rascheln im Wind. Ansonsten herrscht totale Stille!
An Vögeln sichten wir einen African Darter
und einen Giant Kingfisher.
Der Black-crowned Night Heron versteckt sich leider unfotografierbar in den Mangrovenwurzeln.
Als wir langsam den Bereich des nächsten großen Sees erreichen, können wir den Wind spüren. Der Guide erklärt uns, dass wir dort leider nicht hinkönnen, weil wir zu 100% kentern würden. Das wollen wir nun wirklich nicht und drehen um.
Die Tour ist durch den Wind nicht zu lange, aber wirklich schön! Zurück geht es wieder durch den verwunschenen Wald. Auf der Rückfahrt zeigt uns der Guide noch African Apples und Oranges.
Wie sie schmecken, könnt ihr an diesem Bild erkennen!
Den Rest des Tages verbringen wir in der Lodge, sortieren Bilder aus, genießen die Ruhe und enden am Abend wieder auf der tollen Sundowner-Terrasse am Pool.
Zum wieder köstlichen Dinner müssen wir heute mit dem „ordinären“ Restaurantbereich Vorlieb nehmen, denn es gibt nur zwei Tische an den Feuerstellen.
So versucht man jedem Gast einen besonders schönen Abend zu bescheren. Jabulani ist sich nicht sicher, ob wir morgen die Kosi Bay Mouth Tour machen können. Der Wind sei grenzwertig und der Skipper würde erst morgen entscheiden. Das wäre wirklich extrem Schade! Und so geht der schöne Urlaubstag mit dieser Sorge im Kopf zu Ende!
Teil 3421. Okt. 2023
25.05.2023 Kosi Forest Lodge – Bootstour – Kosi Bay Mouth
Am gestrigen Abend hatten wir erfahren, dass die Durchführung der geplanten Bootstour wegen des Windes noch nicht sicher wäre. Und so stehen wir mit etwas bangem Gefühl aus unserem ultra bequemen Bettchen auf und gehen mit gepacktem Equipment zum Frühstück. Und es klappt, Juhuu ! Wegen des Kosi Bay Mouth sind wir in erster Linie überhaupt hier.
Zusammen mit einer Schweizerin und ihrer Mutter geht es im offenen Gamedriveauto in Richtung des großen Sees.
Im Innenland des Kosi Bay Mouth sind mehrere Seen durch natürliche Kanäle verbunden und bilden eine einzigartige Landschaft.
Nach einer guten halben Stunde Fahrt erreichen wir die kleine Bootsanlegestelle.
Unterwegs sind einige Alltags-Szenen zu beobachten.
Unser Guide ist ein ganz netter.
Er erzählt während der Fahrt einige interessante Fakten und findet dabei die für uns genau richtige Dosis.
Wir genießen die gepamperte Zeit.
Der Fahrtwind weht angenehm um die Nase und es ist noch nicht zu heiß.
Wir erreichen den ersten Kanal. Die Binsen rascheln im Wind.
Auch hier sind immer mal wieder Einheimische zu sehen, die fast ausnahmslos gut drauf sind!
Nun halten wir an einer der zahlreichen Fischfallen.
Sie sind „handgemacht“.
Auch hierzu gibt es einige interessante Geschichten.
Wir sind bester Laune und genießen die neuen Eindrücke!
Am Ende dieses Sees treffen wir auf einige Flamingos.
Die hätte ich hier gar nicht erwartet!
Mit gemischten Gefühlen sehen wir, wie unser Guide aus dem Boot aussteigt und die Vögel zum Wegfliegen bewegen möchte!
Das hätten wir nicht gemacht!
Dann kommt ein etwas ernüchternder Moment. Der Guide erklärt uns, dass wir nun umdrehen würden und unsere Tour auf dem Seensystem nun dem Ende zuginge. Die Schweizerinnen und auch wir schauen ungläubig aus der Wäsche! Waaas? Das ist doch unser Main-Event heute?
Nachdem wir uns mit den Schweizerinnen abgestimmt haben, fragen wir ihn, ob er uns gegen einen Aufpreis zum Mouth fahren könnte. Er zögert etwas und willigt dann ein. Was sind wir vier nun erleichtert!
Auf der Rückfahrt sehen wir dann sogar einige Vögel. Green-backed Heron
Cormorant
Purple-Heron
Pied Kingfisher
Und einen schönen Waran.
Nun steigen wir wieder ins Gamedrive-Auto. Wir werden am Mouth nicht sehr viel Zeit haben und mehr oder weniger nur einen kurzen Blick darauf werfen können. An einem Aussichtspunkt können wir einen ersten Blick auf den letzten See werfen.
Herrlich! Da hätten wir wirklich etwas verpasst!
Auch ist es schön, die zahlreichen Fischfallen von oben sehen zu können.
Nach der Weiterfahrt stellt der Guide das Auto ab und begleitet uns zum Rand des Wassers.
Am Ufer der glasklaren Lagune laufen putzige Krebse herum.
Ich wate alleine hindurch und mache einige Bilder.
Ein traumhaft schöner Platz hier.
Obwohl wir nun viel zu wenig Zeit haben, sind wir sehr glücklich. Dann müssen wir zurück in die Kosi Forest Lodge.
Unser Guide wird sich einen ordentlichen Rüffel abholen, da er im Camp wegen fehlendes Empfanges nicht Bescheid sagen konnte. Dort macht man sich ziemliche Sorgen um uns. Auf der Rückfahrt kommen wir direkt an der Grenze nach Mozambique vorbei.
Kühl wird es nun,
aber die üblichen Regenponchos machen es später erträglich.
Zufrieden und etwas wehmütig gehen wir zum wieder guten und stimmungsvollen Dinner. Die Kosi Forest Lodge gefällt uns total gut und zwar eigentlich alles hier! Heute Nacht und eine Zwischen-Nacht in Wakkerstrom…. Das ist nun noch übrig von unseren drei Wochen.
Teil 3505. Nov. 2023
26.05.2023 Kosi Forest Lodge nach Wakkerstrom De Koetzenhof
Leider neigt sich der Urlaub dem Ende zu. Heute heißt es von der herrlichen Kosi Forest Lodge Abschied zu nehmen. Ein längerer Fahrtag wartet auf uns und wir freuen uns nicht gerade sehr darauf. Ein letztes Frühstück und nach einem herzlichen Abschied fahren wir einem Gamedriveauto hinterher zur Stadt.
Der Himmel ist heute bedeckt. Die weitere Strecke ist ganz OK.
Es geht durch etliche Dörfer in Richtung Jozini. Kurz vor Jozini geht es dann so langsam mit den Trucks los.
Natürlich haben wir den Angriff von Wilderern auf Bootstouristen auf dem nahen Pongolapoort Nature Reserve im Hinterkopf.
Auf der N2 wird es dann richtig heftig.
Gott sei Dank sind die vor uns her fahrenden Trucks leer. Trotzdem gibt es etliche, die an Steigungen vielleicht noch 20-30 KM schnell sind.
Am Ortseingang von Piet Retief schauen wir auf ein Stauende. Da es bergab geht, erahnen wir die Ursache. Eine Ampel. Da die Gegend ganz Ok aussieht, versuchen wir durch ein Wohngebiet abzukürzen…….. und landen dem Navi folgend in einer sagen wir mal nicht so vertrauenerweckend aussehenden Gegend. Kein Township, aber wir fühlen uns nicht wohl. Bestimmt 10 Minuten und nicht immer dem Navi, sondern dem Sicherheitsgefühl folgend landen wir dann tatsächlich auf der R543. Uff! Und die ist nun wesentlich leerer, als die N2. LKW’s sind hier heute eigentlich gar keine unterwegs, wir werden sie nicht vermissen!
Für uns etwas unverhofft landen wir kurz vor Wakkerstrom auf gut 2.000 Meter Höhe und in den Wolken. Deswegen gibt es keine Bilder!
Dann sind wir wirklich sehr froh in Wakkerstrom anzukommen.
Am Ortseingang steht eine alte Dampflok.
Wir orientieren uns etwas und checken im De Koetzenhof ein. Er liegt direkt an der Durchgangsstraße.
Unser kleines Chalet ist OK und wir werden außergewöhnlich nett empfangen.
Das Auto können wir direkt neben dem Chalet im Garten parken.
Wakkerstrom wäre total sicher und man reserviert im Restaurant auf der anderen Straßenseite einen Tisch für uns. Dann laufen wir zu der um die Ecke liegenden kleinen Ladenzeile.
Sie ist wirklich ganz hübsch.
Kerstin ist total begeistert, während bei mir irgendwie die Luft raus ist. In einem museumsähnlich wirkenden Kaffee essen wir ein Stück Kuchen.
Kerstin ist echt richtig happy! Leider haben gerade nicht alle Geschäfte offen. Es ist totale Nebensaison und im Ort ist fast nichts los.
Wir schlendern noch etwas auf der Straße herum. Das Licht in der Abendstimmung ist wirklich cool.
Leider verderbe ich Kerstin mit meiner Lustlosigkeit etwas die Laune. Das geht uns fast nie so, aber irgendwie ist der Mix aus der anstrengenden Fahrt, dem grauen Himmel und dem Ende dieses tollen Urlaubes in meinem Kopf. Das ist echt doof von mir!, ich kann es in diesem Moment leider nicht ausschalten.
Also gehen wir zurück in den Koetzenhof, packen unsere Sachen und so langsam wird die Stimmung auch wieder besser. Zum Dinner überqueren wir die Straße in das Thyme OutRestaurant.
Und das ist für den letzten Abend der perfekte Platz. Der Empfang ist nicht anders als überragend zu bezeichnen. Unser Tisch liegt am offenen Kamin. Unser Dinner schmeckt phantastisch und als Wein zahlen wir Korkgeld für einen übrig gebliebenen guten Roten.
Die Besitzerin kommt etwas länger an unseren Tisch und wir unterhalten uns ewig. Und so klingt der Abend sehr, sehr nett aus.
Morgen wollen wir auf eigene Faust noch etwas nach Vögeln schauen, bevor es dann final zum Airport nach Johannesburg geht. Und das sollte sich noch einmal lohnen!
Teil 3608. Nov. 2023
27.05.2023 Wakkerstrom De Koetzenhof nach Joburg Flughafen und ab nach Hause
Der Wecker klingelt das letzte Mal in diesem Urlaub. Ich koche schnell einen Kaffee, denn vor dem eigentlichen Frühstück möchten wir auf eigene Faust in ein oder zwei Birdhides fahren.
Es ist ein ausgesprochen schöner, sonniger Morgen in Wakkerstrom.
So einen richtigen Plan haben wir nicht. Auf gut Glück fahren wir quer durch den verschlafenen Ort ins Wetland NR. Aus einem Plan haben wir uns auf gut Glück einen Hide ausgesucht, der schnell erreichbar ist.
Mit Sonne wirkt der Ort ganz anders auf uns. Wir stellen das Auto ab und laufen am Wakkerstrom entlang zum Hide.
Wir sind hier ganz alleine in dieser herrlichen Landschaft.
Die ersten Birds sind junge Common Moorhens (oder?)
Dark-capped Bulbbul
Cape White-Eye
Die Birds sitzen in schönem Morgenlicht und in farbenprächtigen Büschen.
Wir schlendern weiter zum Hide.
Von hier aus können wir einen See beobachten. Er ist allerdings ein Stück weit weg. Auf ihm schwimmen verschiedene, uns bereits bekannte Wasservögel herum.
Im Hide checke ich übers Handy für den Heimflug ein. Dann machen wir uns langsam auf den Rückweg. Das ist wirklich ein schöner Abschluss des Urlaubes. Natürlich benötigt man hier viel mehr Zeit!
Fiscal Shrike
Mit dem Auto geht es dann ein Stück an der ruhigen Landstraße durch die Wetlands.
Im Standgas beobachten wir die sehr zahlreichen Vögel. Und hier entdecken wir eine weitere Erstsichtung, eine Purple Gallinule Purple Swamphen, Danke Champagner. Wow!
Fast genau an der gleichen Stelle zeigt sich dann ganz kurz die zweite Erstsichtung, eine schöne African Rail.
Hier könnten wir Stunden verbringen. Aus dem Auto heraus zeigen die Birds fast kein Fluchtverhalten.
Red-knobbed Coot
Leider drängt wegen des vereinbarten Frühstücks die Zeit. Im Schilf zeigen sich noch einige LGJ’s, die ich mich nicht zu bestimmen traue. Sie werden Stück für Stück in den Vogelbeobachtungs-Thread eingestellt. Auf dem Rückweg drehen wir noch eine kleine runde durch den schönen Ort.
Im De Koetzenhof bekommen wir von den extrem herzlichen Gastgebern ein sehr gutes und liebevoll zubereitetes Frühstück. Der De Koetzenhof könnte hier und da eine Renovierung gebrauchen, aber irgendwie ist er sehr sympathisch.
Nach der Verabschiedung räumen wir die bereits gepackten Sachen ins Auto und nach einer weiteren kleinen Runde durchs Ort geht es im Zickzack in Richtung Joburg.
Die Strecke hatten uns die Gastgeber empfohlen.
Und so kommen wir bis Joburg ziemlich stressfrei durch den ruhigen Sonntag-Mittags-Verkehr.
In Johannesburg steuern wir dann auf einen kapitalen Stau zu. Das Navi leitet uns in letzter Minute nach Benoni. Hier kennen wir uns null aus und eigentlich mögen wir nicht unvorbereitet durch irgendwelche Gegenden in Joburg fahren. Als wir dann an High Risk Highjacking Schildern vorbeifahren, ist es mit unserer Entspanntheit vorbei. So ein Mist! Wir fühlen uns echt richtig unwohl und sin heilfroh, als wir irgendwann dann doch den Airport erreichen. Die Mietwagen Abgabe verläuft problemlos. Der lustige Europcar Angestellte schmunzelt bei unserer Elefantengeschichte und schaut sich amüsiert die zerlöcherte Heck-Stoßstange an. Also nach einem Elefantenproblem hätte er schon ganz andere Autos gesehen, wir sollten uns mal keine Sorgen machen. Wir sind dankbar und geben gerne ein Trinkgeld. Die Zeit bis zum Rückflug verbringen wir wie beim letzten Mal in der Airport Craft Brewers.
Hier gibt es super Bier vom Fass und ordentliches Essen. Der Flug verläuft dann ohne besondere Vorkommnisse. Bei einem Gin and Tonic lassen wir den Urlaub ausklingen und sind sehr dankbar für die tolle Zeit in Südafrika.
In den nächsten tagen gibt es noch ein Fazit, dann schreibe ich den stecken gebliebenen Marokko Bericht fertig und zwischendurch kämpfen wir mit den USA Bildern.
Teil 3713. Nov. 2023
Fazit:
Ach Südafrika! Unser Herzensland, dieses abwechslungsreiche Paradies mit Fehlern….. Ich versuche unser Reisefazit in Worte zu packen.
Unterkünfte:
Clarens House Wunderschön eingerichtetes Haus in zentraler, ruhiger Lage mit herrlichem Blick in die Berge. Liegt direkt gegenüber der Polizeistation. Würden wir sofort wieder buchen
Karkloof Hideout Gemütliches Haus mit etwas einfacherer Ausstattung am Waldrand. Etwas Abseits des Midlands Meander, aber recht nahe am Karkloof Conservation Center, wo wir drei Kranicharten sichten konnten. Tolle Vogelwelt! Giants Cup / Duckbay Lodge Kein Schnäppchen, aber (eigentlich für vier Personen) phantastisch eingerichtetes Haus mit Out of this World View! Einer der schönsten Plätze, an denen wir sein durften! Allerdings auch etwas Abseits und nur mit mindestens einem SUV über eine sehr holprige Pad zu erreichen. Beim nächsten Mal würden wir die nebenan liegende Otter Cove buchen.
The Gorge /Orbi Gorge Luxuslodge mit wahnsinnig tollem Blick, stilvoller Einrichtung, extrem nettem Personal und ambitioniertem Preis.
St. Lucia The Sandpiper: Die Lodge hat unsere (vielleicht zu hohen) Erwartungen nicht ganz erfüllt. Nettes Personal. Nicht ganz so stylish, wie im Netz dargestellt. Aber alles in allem OK. In einer Nacht konnten wir kaum schlafen, weil beim Nachbarn irgendein Elektrogerät extrem laut brummte. Nselweni Camp / Hluhluwe Umfolozi View Tent Nr. 10 Eine echt positive Überraschung. Allerdings an KZN und Sanparks Maßstäben gemessen. Wunderschöner Blick in den Busch. Schöne Terrasse. Zeltdach. Küche ziemlich herunter geritten, aber gerade noch OK. Sehr netter Camp Attendant. Hier zählt Lage, Lage, Lage!
Mkhuze Mantuma Safari Tent Hier hatten wir nach den Reviews das Schlimmste erwartet! Bei unserem Besuch war extrem wenig los. Das Wohnzelt mit Bad war nach KZN und Sanparks-Maßstäben echt in Ordnung. Das offene Küchenzelt und dessen Ausstattung waren benutzbar aber zum großen Teil extrem renovierungsbedürftig. Das Setting mitten im Busch hat uns trotzdem sehr gut gefallen. Hier kommt echtes Buschfeeling auf. Allerdings haben wir unsere Zweifel, ob das bei voller Belegung des richtig großen Camps auch so gewesen wäre.
Kosi Forest Lodge Auch hier extrem nettes Personal. Die Lodge hat unser Herz erobert. OK, das Zelt ist nicht so groß, dafür aber auch mitten im Busch und stilvoll eingerichtet. Die Wege Nachts mit Fackeln beleuchtet, Pool und Sundowner-Deck mit schönem Blick auf den See. Romantisches Dinner am Lagerfeuer. Uns hat es hier sehr gut gefallen!
De Koetzenhof Wakkerstrom Einfache, aber auch recht günstige Unterkunft bei (ja schon wieder) extrem netten Gastgebern. Lage mitten im Ort gegenüber eines netten Restaurants. Ladengeschäfte um die Ecke. Es muss nicht immer Luxus sein!
Regionen/Parks Clarens / Golden Gate NP Perfekter Ort um anzukommen. Wir mögen den gemütlichen Ort in schöner Umgebung sehr. Wegen des schlechten Wetters haben wir uns erneut nicht in Ruhe den nahen Golden Gate NP anschauen können. Midland Meander / Karkloof Für Birder und Liebhaber ländlicher Idylle verbunden mit dem Midlands Meander ein echt lohnendes Reiseziel. Kunsthandwerk, kulinarisches, schöne Landschaft, relaxte Menschen und eine phantastische Vogelwelt. Benvie Garden ist für Liebhaber ein Muss! Die Gegend hat unser Herz erobert! St. Lucia Für Erstreisende sicher ein sehr lohnendes Reiseziel. Ein Birderparadies. Wir waren nun mehrfach in St. Lucia und werden vermutlich nicht mehr dort hin fahren. Nach unserem Geschmack ist hier alles Mittelmaß. Restaurants und B&B’s. Wir haben allerdings inzwischen auch einen sehr speziellen Geschmack.
Hluhluwe Umfolozi Für Selbstversorger ein richtig schöner Park. Allerdings ohne Raubtiergarantie. Dafür ist der Hluhluwe landschaftlich ein Traum. Die KZN Camps scheinen so langsam immer weiter herunter zu kommen. Nselweni war gerade noch OK.
Mkhuze Wir waren wie gesagt in der Nebensaiso da. Uns hat der zu unserem Besuch total einsame Park total gut gefallen. Allerdings ist er für die Liebhaber von Katzen und Großwild eher nicht so ergiebig. Die Gegend an der Nsumo Pan hat uns völlig begeistert! Die Vogelwelt ist sagenhaft! Kosi Bay Einzigartig schönes Seen- bzw. Lagunensystem. Unbedingt sehenswert. Teil der unglaublichen landschaftlichen Vielfalt Südafrikas.
Wakkerstrom Viel zu kurzer Stopover auf dem Weg nach Joburg. Für Birder ein Schlaraffenland.
Reiseroute insgesamt An fast allen Orten hätte man gut und gerne länger bleiben können. Eine unserer abwechslungsreichsten Reiserouten. Südafrika ist so vielschichtig…… Für uns hat es gut gepasst.
Mietwagen Kia Sorrento und nach Tausch Toyota Fortuner von Europcar. Bis auf den Aussetzer mit der telefonischen Aufforderung zur Rückkehr nach Joburg wegen einer angeblich fälligen Inspektion war alles wunderbar. Problemloser Autotausch mit Lieferung des Ersatzfahrzeuges in die Unterkunft in St. Lucia. Der Fortuner ist und bleibt unser Lieblingsauto für Reisen ins südliche Afrika. Flug Mit unserer altbekannten B747-800 in der Bretterklasse. Sehr nettes Personal und etwas sparsamen Service. War so OK.
Fazit Wir hatten wieder eine extrem abwechslungsreiche Reise mit tollen Unterkünften, gutem Essen, herrlichen Landschaften, tollen Menschen, gutem Preis- Leistungsverhältnis und einer phantastischen Tierwelt. Auf das Loadshedding waren wir vorbereitet. Wie die Menschen und die Gewerbetreibenden auf Dauer damit zurechtkommen sollen? Für sie muss es richtig schwierig sein. Fast ausnahmslos alle Südafrikaner mit denen wir ins Gespräch kamen, sprachen das Thema Kriminalität und auch Loadshedding an. „Warum kommt ihr in ein Land mit solch einer Vielzahl von Problemen?“, das wurden wir mehrmals gefragt. Wir hatten erneut keine einzige doofe Situation, aber die Gedanken an diese Gespräche und verschiedene Pressemeldungen haben diesmal Kerstin mehr beschäftigt als mich. Wie immer ist das alles sehr Subjektiv. Dieses Gedankengut schränkt unsere Freude auf Reisen nach Südafrika leider, leider immer etwas mehr ein. Ohne das Thema Kriminalität wäre Südafrika ohne jeden Zweifel unser Reiseland Nr. 1. Das ist einfach nur Schade und noch einmal, unser ganz subjektives Empfinden!
Ich Danke allen Mitlesern, ob still oder öffentlich ganz herzlich! Wie immer durfte ich die Reise ein zweites Mal erleben, aber nun geht sie auch virtuell zu Ende. Anfang nächste Jahres geht es in den KTP und dann im Laufe des Jahres vermutlich nach Frankreich und auf die Lofoten/Vesteralen. Und für 2025 haben wir auch schon eine grobe Idee für Südnamibia und den Richtersveld, wenn es klappt tatsächlich mit dem Bushcamper……. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Main hinunter!