FishRiver Canyon und/oder KTP

21 Antworten · 1'577 Aufrufe · gestartet 11. Juni 2023 von Dirk.R
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Themenstarter118 Beiträge · seit 202311. Juni 2023 · #1
Hallo zusammen,
ich bastele weiter an unserer Strecke für Mitte Okt. bis Mitte Nov. diesen Jahres und habe mal 2 Fragen an Euch.

1. Mir stellt sich aktuell die Frage, ob es sich für uns überhaupt lohnt zum Fish River Canyon zu fahren? Aufgrund vieler Reisen in unserem Leben haben wir schon einiges sehen dürfen und sind deswegen ein wenig verwöhnt. Wir waren u.a. auch schon am Grand Canyon und in den Canyonlands in Utah. Bspw. waren wir an den Niagarafällen sehr enttäuscht, da wir früher schon die Iguazu-Wasserfälle in Argentinien/Brasilien besucht hatten.

2. Bei den Recherchen hier bin ich über den KTP gestolpert. Den hatte ich bisher gar nicht auf meiner Agenda. Ich habe schon gelesen, dass es sehr schwierig wird dort ÜN zu buchen. Allerdings liegt der Park ja auch sehr nah an der Kalahari Game Lodge. Ist es problemlos möglich von der Game Lodge einen Tagesausflug in den KTP über Mata Mata zu machen und macht das im letzten Drittel des Oktober auch Sinn? Falls ja, gibt es bzgl. der Grenzen irgendwas im Vorfeld zu berücksichtigen?

Im voraus vielen Dank für Eure Antworten.
Liebe Grüße Dirk
zuletzt bearbeitet 11. Juni 2023
324 Beiträge · seit 201811. Juni 2023 · #2
Hallo Dirk,

schwer zu sagen, ob ihr vom Fish River Canyon begeistert sein werdet, nachdem ihr schon im Grand Canyon wart. Ich fand ihn schön, aber nicht beeindruckend, bin aber auch kein Landschafts-Mensch, sondern beobachte lieber Tiere und war auch noch nicht am Grand Canyon. Ich vermute er wird euch nicht umhauen, aber wie gesagt: schwer zu beurteilen, weil stak im Auge des Betrachters.

Zum KTP: der ist toll, finde ich. Von der Kalahari Game Lodge (auch sehr schön, die Löwentour fand ich sehr gut) ist es nicht weit bis Mata Mata und man kommt recht schnell in den KTP. Beachte allerdings, dass man von dort nur einen kleinen Teil des KTP erreichen kann, wenn man zur Grenzschließung (16:30?) wieder ausgereist sein muss. Wird aber schwer jetzt noch was zu finden, aber jeden Tag nachschauen lohnt sich, Viele ändern kurzfristig ihre Route und dann kann doch noch was frei werden. BTW: kurz vor Mata Mata gibts noch die Torgos Lodge. Die probiere ich dieses Jahr im Oktober mal aus.

VG
Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
24 Beiträge · seit 202311. Juni 2023 · #3
Hallo Dirk,

ich kenne den Grand Canyon nicht, aber da es der größte Canyon der Welt ist, wird er noch beeindruckender sein, als der Fish River Canyon. Vor allem das Farbenspiel stelle ich mir im GC beeindruckender vor.
Aber wenn Ihr zum Beispiel die Fish River Lodge nehmt, dann habt Ihr die Möglichkeit, einen Tagesausflug in den Fish River Canyon zu machen. Das wird von der Lodge aus angeboten. Wir wollten das eigentlich auch bei unserer Tour mit rein nehmen, daber in der FRL war zu unserem Reisetermin nichts mehr frei.

Viele Grüße
Sunny
1'394 Beiträge · seit 200911. Juni 2023 · #4
Hallo Dirk,

ich kenne sowohl den Grand Canyon als auch den Fish River Canyon. Ebenso durfte ich schon andere Canyons sehen, wie z. B. den Colca Canyon in Peru. Für mich hatte jeder dieser Canyons etwas und ich gehe nicht mit dem Anspruch dran, höher, größer, weiter. Würde ich das tun, würde ich mir nur diese Punkte aussuchen und alle anderen gar nicht mehr bereisen. Zugegeben, im Laufe der Zeit mit zunehmenden Reisen wird man (ich) auch verwöhnter und auch ich komme nicht immer umher, zu vergleichen.

Ein großer Unterscheid zwischen Grand Canyon und Fish River Canyon, wobei beide Besuche schon viele Jahre zurückliegen und ich zuerst am GC war, war für mich, dass schon damals so viel mehr Tourismus am GC waren und halt die großen/bekannten Parks, wie Grand Canyon, USA-like erschlossen sind … und wohl auch mittlerweile dermaßen überlaufen sind.

Eleanor Roosevelt hatte bereits schon vor Jahrzehnten den Vergleich Iguazu vs. Niagara mit einem bekannten Spruch geprägt.

Was den KTP betrifft, ist es sicherlich auch Geschmackssache. Es kommt auf die Erwartung an. Wir waren zweimal für jeweils etwa 6 Nächte im Park. Wir sind auch mal stundenlang ohne eine nennenswerte Sichtung gefahren, dann hatten wir wieder klasse Sichtungen gehabt. Für mich machen die Wilderness-Camps auch einen großen Teil des Flairs aus. Dieser Park hatte für mich immer einen riesigen Erholungswert. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, was die eigene Erwartung ist.

Viele Grüße
Sabine
33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2023 · #5
1. Mir stellt sich aktuell die Frage, ob es sich für uns überhaupt lohnt zum Fish River Canyon zu fahren? Aufgrund vieler Reisen in unserem Leben haben wir schon einiges sehen dürfen und sind deswegen ein wenig verwöhnt. Wir waren u.a. auch schon am Grand Canyon und in den Canyonlands in Utah. Bspw. waren wir an den Niagarafällen sehr enttäuscht, da wir früher schon die Iguazu-Wasserfälle in Argentinien/Brasilien besucht hatten.
Ich finde den FRC beeindruckend, war aber auch noch nie am GC.
2. Bei den Recherchen hier bin ich über den KTP gestolpert. Den hatte ich bisher gar nicht auf meiner Agenda. Ich habe schon gelesen, dass es sehr schwierig wird dort ÜN zu buchen. Allerdings liegt der Park ja auch sehr nah an der Kalahari Game Lodge. Ist es problemlos möglich von der Game Lodge einen Tagesausflug in den KTP über Mata Mata zu machen und macht das im letzten Drittel des Oktober auch Sinn? Falls ja, gibt es bzgl. der Grenzen irgendwas im Vorfeld zu berücksichtigen?
Ich bin absolut kein KTP-Fan und mir würde ein Tagesausflug reichen. Das ist zeitlich von der KGL oder Torgos Lodge auch kein Problem. Aber es gibt hier im Forum jede Menge KTP-Liebhaber, die Dir zu tagelangem Aufenthalt im Park raten würden. Für mich persönlich gehört der KTP aber nicht zwangsläufig zu einer Tour durch Namibias Süden.

Viele Grüße aus WIndhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. Juni 2023
1'096 Beiträge · seit 200911. Juni 2023 · #6
Ich gebe Christian Recht - was die südafrikanische Seite betrifft. Botswana ist eine andere Geschichte!

Mein Fazit nach 22 Tagen auf der SA-Seite in 2022/23 in Auszügen aus unserem Blog

Die südafrikanische Mentalität ist nicht unsere. Die Camps sind eng, die Regularien sehr starr und streng und die Preise für das Gebotene überhöht. Das wirklich Positive ist die Wildcard, die das Preisgefüge -bei intensiver Nutzung – auf ein sehr attraktives Niveau absenken kann. Die regulären Tagespreise kämen aus unserer Sicht niemals infrage.

Der Morgen-Drive am zweiten Tag verlief genauso ruhig wie der Abend-Drive am Vortag. Eines der grössten Nachteile in Kgalagadi besteht darin, dass man nur eine einzige Strasse, die entlang des Flussbettes verläuft, befahren darf. Es gibt keine Tiefe und keinen Abzweiger. Es sollte sich noch zeigen, wie einflussreich diese Gestaltung wirklich ist.

Dennoch kommt hier unser grösster Kritikpunkt erneut zum Tragen: Das Wegenetz ist einfach zu dünn. Ein kleiner Loop im(!) Flussbett, wo wir im Juni mit 12 Fahrzeugen quer gestanden haben, um im gegenüberliegenden Dünenhang einen männlichen Löwen zu beobachten, war nun auf einmal scheinbar geschlossen – ohne äussere Kennzeichen. Wir wurden jedenfalls von einem SanParks-Fahrzeug aufgefordert, auf den Weg zurückzukehren. Ohne Erläuterung und in einem Ton, als wäre es nie erlaubt gewesen, sich in diesem Loop aufzuhalten.

Nach vier Tagen fuhren wir in Richtung Twee Rivieren, wo wir zwei Nächte verbrachten, bevor wir uns nach Nossob aufmachten. Während dieser Zeit hatten wir gute Sichtungen, die allesamt unter einem Aspekt litten: Sie waren einfach zu weit weg und es gab keine Möglichkeit, näher heranzukommen. Guido hat die Möglichkeit, mit 700 mm im Vollformat zu fotografieren, mit einem Sensor von max. 61 MP (Sony A7 RIV). Das hat nicht gereicht, um Bilder zu erstellen, die unseren Ansprüchen genügen.

Diese Auszüge spiegeln unsere Einschätzung gut wieder. Wenn dir Fotografie nicht so wichtig ist und du auch nicht unbedingt beim besten Licht draussen sein willst, dann kann dir der KTP „SA“ gut gefallen und einen Mehrwert bringen. Über die Lächerlichkeit, das Permit wie ein Kleinkind tgl. abgeben zu müssen, hüllen wir den Mantel des Schweigens 😁

Liebe Grüsse
Guido
zuletzt bearbeitet 11. Juni 2023
794 Beiträge · seit 201311. Juni 2023 · #7
Ich finde den Fish River Canyon auch beeindruckend und war aber ebenfalls noch nie am Great Canyon. Habe also keinen Vergleich...

Den KTP Park finde ich ebenfalls toll, besonders die kleinen Bush Camps. Tagesausflüge von der Kalahari Game Lodge machen m.E. jedoch keinen Sinn, denn man muss über die Grenze und die ist nur von 08.00 - 16:30 geöffnet und damit verpasst man die besten Game View Zeiten morgens und abends im Park. Als Zwischenunterkunft vor oder nach einem KTP Besuch ist die Kalahari Game Lodge aber durchaus zur empfehlen.

BG
André
725 Beiträge · seit 201712. Juni 2023 · #8
Ich kenne den GC und den Fish River Canyon.
Einen Vergleich kann man nicht ziehen. Der GC ist um einiges eindrucksvoller und auch farbenfroher. Am GC kann man mehr Aussichtspunkte abfahren und entlang laufen, ggfs. auch wenig hinabsteigen.

Das ist beim Fish River eingeschränkter. Es gibt ein paar View Points und man kann auch an der Kante entlang laufen, aber eben nicht so viel und so spektakulär wie am GC. Etwas hinabsteigen ist nicht möglich, dafür benötigt man ein Permit, welches man nur in den Wintermonaten erhält.

Wenn man in der Gegend ist, finde ich, sollte man ihn sich anschauen. Auf Tipps, welcher ist besser, schöner ...., ist schwer einzugehen, denn jeder sieht das anders.
Wenn es in die Route passt, nimm ihn mit.

In der Signatur ist mein Reisebericht verlinkt, dort sind auch ein paar Bilder vom Fish River Canyon.
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) http://www.stenders-reisen.de/Namibia%202022/Namibia_2022.html
486 Beiträge · seit 202012. Juni 2023 · #9
Dirk.R schrieb:...für Mitte Okt. bis Mitte Nov. diesen Jahres und habe mal 2 Fragen an Euch.

1. Mir stellt sich aktuell die Frage, ob es sich für uns überhaupt lohnt zum Fish River Canyon zu fahren? Aufgrund vieler Reisen in unserem Leben haben wir schon einiges sehen dürfen und sind deswegen ein wenig verwöhnt. Wir waren u.a. auch schon am Grand Canyon und in den Canyonlands in Utah. Bspw. waren wir an den Niagarafällen sehr enttäuscht, da wir früher schon die Iguazu-Wasserfälle in Argentinien/Brasilien besucht hatten.

2. Bei den Recherchen hier bin ich über den KTP gestolpert. Den hatte ich bisher gar nicht auf meiner Agenda. Ich habe schon gelesen, dass es sehr schwierig wird dort ÜN zu buchen. Allerdings liegt der Park ja auch sehr nah an der Kalahari Game Lodge. Ist es problemlos möglich von der Game Lodge einen Tagesausflug in den KTP über Mata Mata zu machen und macht das im letzten Drittel des Oktober auch Sinn? Falls ja, gibt es bzgl. der Grenzen irgendwas im Vorfeld zu berücksichtigen?
ich kenne zum Glück Fish River + Grand Canyon.
Bei beiden würde ich heute sagen, ich habe es gesehen, das reicht jetzt. Beide sind sehr beeindruckend von oben gesehen (Grand Canyon natürlich größer und tiefer) .

Ich würde für Namibia den Fish River Canyon auch heute noch mitnehmen, wenn ich eh in der Nähe vorbei komme. Mit einer Übernachtung im Canyon Roadhouse sind wir gut klargekommen (Zwischenstop auf dem Weg nach Lüderitz oder auf dem Weg nach Mata Mata). In ein paar Stunden haben wir eine Tour zum Canyon und zurück gemacht, das war jeweils nur 1 Vormittag oder 1 Nachmittag für uns.

KTP sieht für mich anders aus, da würde ich immer 2 Tage oder mehr verbringen. Mata Mata reichte für uns völlig aus, an den River View Chalets abends auf der Terrasse zu sitzen und die Tiere zu beobachten, die im Flusstal zu den Wasserlöchern laufen ist schon eine Show manchmal. Und jedes Mal eine Grenzkontrolle am Morgen oder Abend (namibische Seite) + die Registrierung auf der Südafrikanischen Seite in der Rezeption (keine Einreise) brauche ich dann auch nicht. Dazu kommt es allerdings wenn man in Namibia übernachtet und jedes Mal aufs neue rein+raus fährt.
Ich bin ein Fan vom KTP und würde, wenn es die Gelegenheit ergibt, da immer wieder für 2 Tage oder mehr reinfahren, allerdings nur mit Übernachtung im Park in einer der ersten erreichbaren Camps.
Gruß Burkhard
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2023
Themenstarter118 Beiträge · seit 202312. Juni 2023 · #10
Burkhard schrieb:
KTP sieht für mich anders aus, da würde ich immer 2 Tage oder mehr verbringen. Mata Mata reichte für uns völlig aus, an den River View Chalets abends auf der Terrasse zu sitzen und die Tiere zu beobachten, die im Flusstal zu den Wasserlöchern laufen ist schon eine Show manchmal. Und jedes Mal eine Grenzkontrolle am Morgen oder Abend (namibische Seite) + die Registrierung auf der Südafrikanischen Seite in der Rezeption (keine Einreise) brauche ich dann auch nicht. Dazu kommt es allerdings wenn man in Namibia übernachtet und jedes Mal aufs neue rein+raus fährt.
Ich bin ein Fan vom KTP und würde, wenn es die Gelegenheit ergibt, da immer wieder für 2 Tage oder mehr reinfahren, allerdings nur mit Übernachtung im Park in einer der ersten erreichbaren Camps.
Danke für den Hinweis.
Wir haben zwar ganze 30 Reisetag, aber eben auch nur 30 Tage. Alles geht da leider auch nicht.
Ich habe jetzt Fish River aus unserem Plan gestrichen und vorläufig einen Tagesausflug nach Mata Mata eingeplant. Ich werde aber mal sehen, ob ich noch irgendwie 1-2 ÜN in Mata Mata gebucht kriege. Muss mal recherchieren,wo ich buchen könnte.
1'111 Beiträge · seit 201612. Juni 2023 · #11
Hallo,

Wir haben im April einen Tagesausflug von der Kalahari Game Lodge aus in den KTP gemacht... An diesem Tag, zu dieser Jahreszeit und für uns war das ein verschwendeter Tag. Wir haben praktisch keine Tiere gesehen, nicht mal die üblichen Verdächtigen. Man darf die Fahrzeiten echt nicht unterschätzen, man kommt wirklich nicht weit, wenn man rechtzeitig wieder in Mata Mata am Gate sein muss.
So würden wir es nicht mehr machen. Aber aus vielen Berichten hier erscheint uns ein längerer Aufenthalt schon lohnenswert, wenn man es denn schafft, Unterkünfte im Park zu ergattern.

GC und Fish River Canyon kann man nicht vergleichen und sollte es auch nicht. Wir waren für eine Nacht in der Canyon Lodge und fanden es toll da. Der Canyon war nett für einen kurzen Besuch, aber die Lodge an sich hat uns auch so gefallen und wir wären gerne länger geblieben.

LG
Tanja
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
486 Beiträge · seit 202012. Juni 2023 · #12
Dirk.R schrieb:
ob ich noch irgendwie 1-2 ÜN in Mata Mata gebucht kriege. Muss mal recherchieren,wo ich buchen könnte.
Ich habe es bis jetzt an sich immer geschafft über die Homepage von Sanparks Südafrika ..... https://www.sanparks.org/
Notfalls einfach mehrfach nachsehen alle paar Tage....
Mata Mata erscheint mir da auch noch eher verfügbar als die anderen Camps, vermutlich weil viele eben noch weiterfahren wollen in den Botswana Teil zum Campen oder eben gerne die Wilderness Camps nutzen wollen.
Meine klare Empfehlung: River Front Chalets, die sind schon klasse gelegen direkt am (Trocken)-Fluss.
Gruß Burkhard
486 Beiträge · seit 202012. Juni 2023 · #13
earlybird71 schrieb:Wir haben im April einen Tagesausflug von der Kalahari Game Lodge aus in den KTP gemacht... An diesem Tag, zu dieser Jahreszeit und für uns war das ein verschwendeter Tag. Wir haben praktisch keine Tiere gesehen, nicht mal die üblichen Verdächtigen.
Das deckt sich mit meiner Erfahrung (auch wenn man da keine Tierdichte wie im Krugerpark erwarten sollte), tagsüber ist da an den Auto-Routen im Park meistens wenig(er) los.
Erst gegen Abend nahm der Tierbetrieb dann zu, von unseren Terrassen gut zu sehen, wie die Tiere über die Dünen angewackelt kamen zum Wasserloch.

Aufgrund der Öffnungszeiten der Grenze dort (8:00 - 16:30????) ist man dann leider in der falschen Tageszeit vor Ort für eine Tages-Schnuppertour.
Gruß Burkhard
7'272 Beiträge · seit 200612. Juni 2023 · #14
Ich war schon in praktisch jedem Monat im KTP. Dabei habe ich festgestellt, dass es weniger vom Monat als von den Regenfällen und der Temparatur abhänig ist ob es gute oder schlechte Sichtungen gibt. Am schönsten war der Park für mich einmal während und nach heftigen Regenfällen im Februar.

Wenn es gut regnet, dann ist im April und Mai das Gras recht hoch. Da können sich die Tiere auch sehr leicht verstecken. Ausserdem gibt es vielleicht noch die eine oder andere Pfütze, so dass ein Besuch der Wasserlöcher nicht nötig ist. Andererseits gibt es in der Zeit meist viele Juntiere.

Wenn es kaum regnet ist der April nicht schlecht. Es wird etwas kühler die Tiere gehen ans Wasser und das Gras ist nicht so hoch. Dennoch wird es etwas grün haben und es ist auch weniger staubig als Ende der Trockenzeit.

Im KTP wirst du nicht so viele Tiere sehen wie in Etosha oder Krüger. Dennoch ist es ein sehr toller Park und wenn ihr Sichtungen habt, sind diese mit den roten Dünen meist besonders toll.


Weitere Bilder aud dem Kgalagadi

Ich würde auf jeden Fall im Park übernachten und nicht von aussen reinfahren. Da bist du zu den besten Sichtungszeiten immer aussen vor.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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1'127 Beiträge · seit 202212. Juni 2023 · #15
Seyko schrieb:.... Eines der grössten Nachteile in Kgalagadi besteht darin, dass man nur eine einzige Strasse, die entlang des Flussbettes verläuft, befahren darf. Es gibt keine Tiefe und keinen Abzweiger. Es sollte sich noch zeigen, wie einflussreich diese Gestaltung wirklich ist. Dennoch kommt hier unser grösster Kritikpunkt erneut zum Tragen: Das Wegenetz ist einfach zu dünn. ....
Diese Situation ergibt sich mE zwangsweise durch die Geographie und das Klima.
Wenn es geregnet hat, stimmen die Pflanzenfresser mit den Füßen ab, wo sie sich bevorzugt aufhalten, und das muss sich nicht mit dem Wegenetz bzw. den Möglichkeiten der Touristen decken. Für die Zeit dazwischen und ganzjährigen Besuch ist der KTP einer der „künstlichsten“ Parks überhaupt, weil Klima und Geographie halt so sind, wie sie sind. Es gibt ca. 80 bis 90 Bohrlöcher, mit denen Tiere im Park verteilt und ganzjährig „bewässert“ werden können (auch wenn sie das nicht gebraucht hätten). Ob das ursächlich mit den Veränderungen des Bestandes über die Jahre, zu weniger Grasfresser und mehr Katzen, zusammenhängt, beschäftigt die wissenschaftliche Gemeinschaft schon länger, ist aber ein eigenes Thema.
Dass es zu den Brunnen in den Dünentälern beidseitig der Flüsse auch Pisten geben muss und diese nicht öffentlich sein müssen, erklärt vielleicht den Frust wegen Sperrungen.
Der "große" Wasserverbrauch kommt aber vom Tourismus und dafür führen nur die zwei Täler „genug“*) Grundwasser für Mensch und Tier. Für die touristische Nutzung hätten mehr Wege durch die Dünen und das flachere Gelände im Norden wenig Sinn, weil die Grasfresser aus den Tälern dort nicht ganzjährig konzentriert vorkommen und die Bedingungen für touristischen Erlebniswert (nach heutiger Erwartungslage) schlechter sind. Es würde die Landschaft nur noch mehr leiden als schon jetzt, wenn noch mehr Leute rumkurven könnten.
Es ist mE gut so, dass vieles nicht erschlossen wird. Für Naturliebhaber, die auch ohne drei spektakuläre Sichtungen täglich glücklich sind und keine perfekten Beweisfotos brauchen gibt es ja die Möglichkeit der Trails, in RSA nur geführt möglich, in BW auch alleine.
Grüße

*) mit Anführungszeichen, weil die Wasserentnahme für immer mehr Touristen über dem natürlichen Regenerationsvermögen liegt. Die wasseranalytischen Indikatoren deuteten schon vor Jahren auf eine Übernutzung bzw. Erschöpfung des über dem Salzwasser liegenden Süßwassers hin.
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2023
1'162 Beiträge · seit 201212. Juni 2023 · #16
Hallo Chrigu,
ich kenne ja etliche Deiner Fotos, eines ist besser als das andere. Aber: dieser Löwe toppt so ziemlich alle.
Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
161 Beiträge · seit 201513. Juni 2023 · #17
Fish River oder KTP , beides hat seinen Reiz.
Im KTP ist es vorallem die Tierwelt die bezaubert.
Löwen , Erdmännchen u.v.m. , aber man sollte sich dort schon ein paar Tage Zeit nehmen.
Der Fish River ist dafür landschaftlich etwas besonderes.
Dort im Süden sind man sehr häufig auch die Köcherbäume.
Man könnte den Fish River auch gut mit dem Richtersveld-Nationalpark verbinden.
Landschaftlich ist es dort schon einmalig.
Allrad ist in dem Park allerdings Pflicht.
Aber es macht auch einen riesen Spaß auf den Wegen durch den Park im Allradgang durchfahren.
Also mit dem passenden Fahrzeug zum Fish River und in den Richtersveld-Nationalpark.
Landschaftlich ist es dort super.
Von der Tierwelt ist der KTP wiederum super.
Muß man jetzt natürlich selber entscheiden was man möchte.
Themenstarter118 Beiträge · seit 202313. Juni 2023 · #18
chrigu schrieb:
Ich würde auf jeden Fall im Park übernachten und nicht von aussen reinfahren. Da bist du zu den besten Sichtungszeiten immer aussen vor.
Erstmal danke für die Info.
Jep, das haben einige vor dir auch schon geschrieben. Allerdings ist das natürlich schwer Planer, wenn man jetzt -also scheinbar schon sehr spät- mit Planung und Buchung für seine Okt/Nov-Reise anfängt. Ic/ könnte höchstens bei der Kalahari Game lodge eine Nacht verfallen lass3n, wenn ich doch noch kurzfristig in Mata Mata kriegen sollte.

PS: Ist bei mir sowieso mal ne ganz andere Vorgehensweise zur Planung. Jetzt warte ich auf meine EW-Kreditkarte, um dann rauszufinden für welchen Zeitraum ich noc/ einen Wagen ergattern kann. Dazu brauche ich dann die passenden Flüge. Und um sicherzugehen Plane und Buche ich dann erstmal die Unterkünfte für die ersten und letzten (wegen Etosha) 7 Tage unserer Reise. Und danach fülle ich die übrigen 16 Tage ein wenig entspannter aus.

Liebe Grüße Dirk
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2023
Themenstarter118 Beiträge · seit 202313. Juni 2023 · #19
Hallo zusammen,
noch eine kurze Frage zum KTP.
Wenn ich in Mata Mata rein- und rausfahre und 1-2 Nächte im Park übernachte, sind dann irgendwelche Grenzformalitäten erforderlich?
Und muss ich das im Mietwagenvertrag wegen Grenzüberschreitung angeben?

Vielen Dank und liebe Grüße Dirk
1'096 Beiträge · seit 200913. Juni 2023 · #20
Nein, kein offizieller Grenzübertritt. Du reist zwar offiziell aus Namibia aus, aber nicht in Südafrika ein - sofern du wieder über Mata Mata nach Namibia zurückkehrst.

Liebe Grüsse
Guido