Frage zu Google Maps

11 Antworten · 3'798 Aufrufe · gestartet 12. März 2023 von Tini___
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Themenstarter107 Beiträge · seit 201712. März 2023 · #1
Hallo!
Man liest ja häufig hier im Forum, dass Google Maps in Namibia nicht so hilfreich ist, und man lieber was anderes zur Routenplanung verwenden soll.
Aber warum eigentlich? Google Maps verarbeitet ja die Standortinformationen der fahrenden Google-Nutzer, daher funktioniert es im Rest der Welt bestens.
Kann mir das jemand verstehen helfen?
Danke & einen schönen Sonntag Abend,
Tini
1'816 Beiträge · seit 200812. März 2023 · #2
Hallo Tini,
Bei den üblichen Touri Strecken bezieht sich das vor allem auf die Fahrtzeiten. Da hat google Maps einen Algorithmus (das nehme ich jedenfalls an), der auf die Straßenverhältnisse in Namibia nicht passt. 60 km sind dort nicht einfach 60 km von der Fahrtzeit her. Da spielen die Strassenbeschaffenheit usw eine sehr maßgebliche Rolle.
Das berücksichtigt Google Maps wenn überhaupt nur unzureichend.

Grüssle Boris
294 Beiträge · seit 200712. März 2023 · #3
Hallo Tini,
😄 Nein, ich kann Dir zu Deiner Frage nicht weiterhelfen.
Wir nutzen hier und da auch GM und das hat für uns immer bestens funktioniert. Die KM-Angaben waren stimmig und was die Fahrzeit angeht, bin ich der Auffassung, dass diese Angaben eher nicht beachtet werden sollten.
Die Erklärung ist für mich ganz einfach: Wenn Du die Route eingibst wird Dir eine Ankunftszeit angezeigt. Mag sein, das GM die zu "sportlich sieht", aber...
Wenn wir unterwegs sind, werden viele Pausen gemacht, auch mal eine längere Zeit.
Oder: Es geht "um Leben und Tod", dann werden die Begrenzungen der Höchstgeschwindigkeit auch nach Möglichkeit ausgenutzt (das bisher noch nicht nötig).
Die App (gleich welche) hat keine Ahnung, wie schnell ich fahre, wie viel und wie lange ich die Fahrt unterbreche und somit sind für uns die angegebenen Zeiten ohnehin nicht von Belang.

Wir sind aber auch nicht in der "Hardcore-Gegenden" (Kaokoveld, Kaudom...) unterwegs. Dazu kann ich (im Bezug auf die Tauglichkeit von GM) nichts sagen 😉

Auch plege ich keine "Freundschaften" zu Apps , egal von wem 😄 😄 😄

Du wirst sicher hier viele gegenteilige Meinungen hören und was für Dich das geeignete Mittel ist, wirst Du dann auch (vielleicht) sicher wissen.
Viel wichtiger finde ich eine Karte 😉

VG
Achim
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Themenstarter107 Beiträge · seit 201712. März 2023 · #4
Ich sollte vielleicht noch dazusagen, dass wir auf der Haupt-Touristenroute zwischen Sossusvlei, Swakop, Spitzkoppe, Etosha und Windhoek unterwegs sein werden 🙂

Ich hab auf der Webseite von T4A nachgelesen, wie die angegebene Fahrdauer ermittelt wird: "...unter Mitwirkung und Einflussnahme einer großen Reise-Community, die immer wieder ihre Daten und Erfahrungen an das Kartenteam in Südafrika übermittelt. ..."
Und ganau das gleiche macht doch GM auch, die Daten der Nutzer werden gesammelt und das fließt dann in die Berechnung der Fahrtdauer mit ein.
Ev. geht das in Namibia nicht so gut, weil es teilw. kein Mobilfunknetz gibt?
7'267 Beiträge · seit 200612. März 2023 · #5
Die Google Maps Daten auf den Hauptrouten sind in der Planung gar nicht so schlecht. Die sind ganz häufig praktisch Deckungsgleich wie die Zeiten von Tracks4Africa. Du musst aber immer bedenken, dass das reine Fahrzeiten sind und alle Arten von Stopps nicht berücksichtigt werden. Außerdem sind es Mittelwerte. Da sind z.T. auch Namibier und Südafrikaner dabei, die in der Regel schneller fahren.

Je höher der Anteil Schotter, D-Strassen, Offroad etc. ist um so schlechter sind die Daten von Google Maps.
Für viele Gebiete die Spannend sind (Damaraland, Kaokoveld, Buschmannland, etc.). Kann GM gar kein Routing machen.

Vor Ort ist für mich GM fast nicht nutzbar, weil einfach das Netz zu schlecht ist und ich keine gesamte Tour von 2500 km und mehr Offline speichern kann.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 12. März 2023
1'095 Beiträge · seit 200913. März 2023 · #6
ergänzend: ich finde Google Maps in Städten sehr praktisch. So häufig, wie in Namibia Strassennamen geändert werden, können Navis gar nicht aktualisiert werden. Insofern ist das Routing in Windhoek oder auch Swakopmund mit Google Maps sehr komfortabel. Überland würde ich ehrlich gesagt nie auf die Idee kommen.

Liebe Grüsse
Guido
33,1k Beiträge · seit 200613. März 2023 · #7
Wobei Google Maps was Veränderungen von Straßennamen angeht meiner Erfahrung nach deutlich langsamer ist, als OSM.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
26 Beiträge · seit 202309. Mai 2023 · #8
Wir sind gerade in Namibia unterwegs und nutzen die kostenlose App Here WeGo. Die Karte von Namibia heruntergeladen und nutzen diese offline nur mit GPS. Funktioniert hervorragend und die Zeitangaben stimmen genau, bei GoogleMaps hätte alles viel kürzer gedauert. Von daher eine unbedingte Empfehlung.
1'425 Beiträge · seit 201510. Mai 2023 · #9
Hallo zusammen,

hier ein gutes Beispiel dafür, warum Google Maps nicht geeignet ist. Diese Route führt über privates Farmland und wenn man sich unwissend darauf verlässt, steht man 30 Kilometer nach Kamanjab vor einem verschlossenen Tor und weiß nicht weiter, wenn man sich nicht auskennt. Solche Touris haben wir mal um die Mittagszeit dort angetroffen. Sie wollten nach Olifantsrus und mussten sich dann ganz schön beeilen, um wieder die 30 Kilometer Schotter zurück zu fahren, übers Galton Gate reinzufahren und noch vor Sonnenuntergang im Camp anzukommen.

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Wenn wir eine Navi App benutzen, dann maps.me. Vertut sich auch hier und da mal mit den Zeiten, aber wir kamen damit super klar.

Liebe Grüße
Laura
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83 Beiträge · seit 201510. Mai 2023 · #10
Gut, meine Erfahrung ist nicht taufrisch, sie stammt aus dem 2019. Damals hatte ich zweimal die Situation, dass mit OSM basierte Apps fehlgeleitet hätten und riesige Umwege vorgeschlagen hatten, einfach weil irgendwo auf der Strecke zwei Strassen nicht zusammenpassten (leider erinnere ich mich nicht mehr, wo das passierte). Google Maps und Here hatten diese Probleme nicht, und die gute alte Papierkarte natürlich auch nicht.
Diese Erfahrung lehrte mich, dass ich bei der Planung mich nicht mehr nur auf eine App verlasse, sondern immer auch mehrere konsultiere und dann meinen gesunden Menschenverstand einschalte. Und so sind alle Apps nützlich, auch Google Maps. Bei den Fahrzeiten nehme ich einen Durchschnitt der verschiedenen Apps und rechne grosszügige Pausen ein.
Vor Ort, unterwegs, bevorzuge ich Maps me, an die Navigation habe ich mich gewöhnt. Und dank der Planung im Voraus weiss ich, dass die Umwege nicht nötig sind und kann entspannt zufahren...
18 Beiträge · seit 202310. Mai 2023 · #11
Hallo Tini,

wir waren den Februar zum x- ten mal im südlichen Afrika unterwegs und fahren wie folgt sehr gut. Ich muss dazu sagen dass wir kaum Camps oder Unterkünfte vorplanen, was im Februar wirklich lässig funktioniert.

Um Strecken gemütlich zu planen, am Tisch mit nem Kaffee oder Wein in der Hand, verwenden wir die T4A Karte. Reissfest und gut zu benutzen. Fast alle notwendigen km- Angaben und voraussichtlich benötigte Zeit sind da leicht einzusehen. Ausserdem ist so eine Gesamtkarte immer besser um sich Überblick, auch über mögliche Alternativrouten und - ziele zu verschaffen. Wenn wir die Haupttangenten fahren ist das fast ausreichen.

Ergänzend habe wir auf Tablet und Handy die zugehörige App von T4A. Das läuft offline, also ohne Telefonnetz. Du siehst immer wo du grade bist. Und da dort wirklich jeder befahrbare Pfad drinnen ist kann man gut navigieren. Navigieren allerdings nicht im Sinne von berechneter Route und Anzeige wann abgebogen werden soll. Weiterhin kannst du dir, dann kostenpflichtig aber absolut ratsam, die Details der einzelnen Länder runterladen und die Camps, Lodgen, Tankstellen, Einkaufmöglichkeiten etc. anzeigen lassen.

Karte und App zusammen sind für uns die optimalen Begleiter im südlichen Afrika.
Hat immer in Kombitation prima funtioniert.

Liebe Grüße von Jenno
Gast10. Mai 2023 · #12
Tini___ schrieb:
Man liest ja häufig hier im Forum, dass Google Maps in Namibia nicht so hilfreich ist, und man lieber was anderes zur Routenplanung verwenden soll.
Aber warum eigentlich? Google Maps verarbeitet ja die Standortinformationen der fahrenden Google-Nutzer, daher funktioniert es im Rest der Welt bestens.
Kann mir das jemand verstehen helfen?
Opuwo oder Tsumkwe sind nicht Hamburg oder New York. Da fahren kaum Menschen mit einem aktivem Google Maps herum und deswegen hat Google da kaum Datenpunkte und eine schlechtere Kartenqualität. In abgelegenen Gebieten wie dem Kaokoveld und ohne Mobilfunkabdeckung wird die Kartenqualität noch mal gravierend schlechter.

Google versucht seine Karten teilweise auch durch alle möglichen "Tricks" zu erweitern und zu verbessern. In Nairobi hat Google z.B. versucht, mich mit dem Auto über einen Trampelpfad zu routen, der einen halben Meter breit und nur für Mopeds geeignet war. Da gab es nie eine Straße. Ich vermute, dass Folgendes passiert ist: Google hat durch Handynutzer automatisch erfasst, dass sich da dauernd Menschen mit einer Geschwindigkeit bewegen, die größer als bei Fahrradfahrern und Fußgängern ist. Logischer Schluss: Da bewegt man sich motorisiert. Da muss es eine Straße, einen Weg geben. Also hat Google das als Straße in seine Karte aufgenommen. Es war aber nur ein Trampelpfad der von zahlreichen Mopeds als Abkürzung benutzt wurde. Mit dem Auto unbefahrbar.

Außerdem scheint Google in entlegeneren Gebieten auf Basis von automatischer Bilderkennung auf Satfotos Straßen in seinen Karten anzulegen. Da habe ich schon Brandschutzschneisen, Pipelines, Kanäle u.ä. gesehen, die in Google Maps als befahrbare Straße erfasst waren.

Die besten Karten für Afrika sind meines Erachtens mittlerweile die von OSM. Diese sind in der Regel detaillierter und aktueller als die Karten von Tracks4Africa. Fehlerfrei sind sie aber auch nicht. In afrikanischen Großstädten benutze ich trotz oben beschriebener Probleme meist Google Maps, weil Google den Echtzeitverkehr am besten abbildet. Kein andere Anbieter hat da so viele Datenpunkte wie Google.

Grüße, Thorsten
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2023