Reisebericht

Familien-Camping-Abenteuer in Namibia und Botswana

von binca75 · begonnen 29. Aug. 2022 · 65 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir campen drei Wochen im August und September 2022 mit unseren beiden Söhnen (14) durch Namibia und Botswana – unser erstes Dachzelt-Abenteuer als Familie. Vor der Reise mache ich mir Sorgen: Passt das Zelt für alle vier, wird uns nachts kalt, gibt es einen Rückzugsort für mich allein? Die Sorgen erweisen sich als unbegründet. Das Dachzelt bietet überraschend viel Platz, mit zusätzlichen Decken friert niemand mehr, und mein Rückzugsort ist am Ende einfach der Campingstuhl in der Natur. Unsere fast erwachsenen Söhne bauen das Zelt bald allein auf und ab, arbeiten dabei im Team und packen überall mit an – etwas, das ich ihnen in ihrer streitlustigen Pubertät nicht zugetraut hätte. Nur beim Feuerholzsammeln ohne Handschuhe holt sich jeder einen Splitter, und der Wunsch nach W-Lan begleitet uns durch beide Länder. Vom Caprivi mit seinen Bootssafaris am Kwando geht es weiter an die Chobe-Riverfront in Botswana, wo wir Elefanten in Mengen erleben, und schließlich nach Maun, wo wir das Okavango-Delta aus der Luft und still im Mokoro erkunden. Einmal bleiben wir im Tiefsand stecken und müssen das Auto gemeinsam freischieben. Auf einer Gästefarm feiern wir mitten in der Reise den 14. Geburtstag der Zwillinge. Am Ende sind wir uns einig: Für den Einstieg ins Camping war das Alter unserer Söhne genau richtig, mit jüngeren Kindern wäre es für uns nicht so entspannt gewesen.

Reisezeitraum
20. August bis ca. 9. September 2022 (3 Wochen)
Länder
Namibia, Botswana
Gruppe
Ehepaar mit Zwillingssöhnen (14, wurden während der Reise 14)
Reiseart
Selbstfahrer mit Dachzelt, dazu einzelne gebuchte Aktivitäten (Bootssafari, Mokoro, Rundflug, Farm-Gamedrive)
Fahrzeug
Toyota Hilux mit Dachzelt (Namibia Car Rental)
Veranstalter
Buchung von Fahrzeug, Campingplätzen und Einzelunterkünften über Namibia Click&Travel
Unterkunftsart
Campingplätze (Dachzelt) im Wechsel mit Guesthouses, Cottages und Gästefarm
Route
Windhoek – Otjiwarongo – Grootfontein – Ngepi Camp (Kavango) – Mavunje Camp/Kwando (Bootssafari) – Livingstone's Camp/Sangwali – Nambwa Community Campsite (Bwabwata-NP) – Grenze Ngoma – Muchenje – Chobe Riverfront/Kasane – Elephant Sands – Planet Baobab – Boteti River Camp (Khumaga) – Maun (Discovery B&B, Okavango-Rundflug, Mokoro) – Thakadu Bushcamp – Grenze Mamuno – Hohewarte Gästefarm – Windhoek
Fahrstrecke
keine Gesamtkilometerangabe im Bericht; belegte Einzeletappen: ca. 460 km, ca. 510 km, ca. 200 km
Flug/Anreise
Linienflug Frankfurt–Windhoek (Eurowings)
Besonderheit
Erste Dachzeltreise der Familie; die Zwillingssöhne kamen als Frühchen in der 27. Schwangerschaftswoche zur Welt und feierten während der Reise ihren 14. Geburtstag auf der Gästefarm
Gebiete
Caprivi · Bwabwata-Nationalpark · Chobe-Nationalpark · Okavango-Delta · Makgadikgadi
Orte
Grootfontein · Kasane · Maun · Sangwali · Ngoma-Grenzübergang · Mamuno-Grenzübergang
Unterkünfte
Ngepi Camp · Nambwa Community Campsite · Muchenje Campsite · Chobe River Cottages · Planet Baobab · Boteti River Camp · Discovery Bed&Breakfast · Thakadu Bushcamp · Hohewarte Gästefarm
Reiseart
Dachzeltcamping · Familienreise mit Teenagern
Bedingungen
Tiefsand-Feststecken · Splitter im Brennholz · Meerkatzen als Nahrungsdiebe · Grenzformalitäten Mamuno · kalte Nächte im Dachzelt
Natur
Sitatunga · Letschwe-Moorantilope · Weißstirnspint-Kolonie · Nilwaran · Rappenantilope · Bergzebra

Automatisch aus dem Bericht erstellt. Massgeblich ist der Bericht selbst.

Teil 129. Aug. 2022
Liebe FoMis,
3 Wochen Namibia und erstmalig Botswana… Und so sah sie aus, unsere erste Campingreise:

APS Guesthouse (1N)
Maori Restcamp (1N)
Ngepi Camp – Treehouse (2N)
Mashi River Safaris – 1Night Floodplain Special
Livingstone`s Camp (1N)
Nambwa Community Campsite (2N)
Muchenje Campsite (2N)
Chobe River Cottages (2N)
Planet Baobab (2N)
Boteti River Camp (1N)
Discovery B&B (2N)
Thakadu Campsites (1N)
Hohewarte Guestfarm (2N)

Was habe ich mir im Vorfeld für Gedanken gemacht… 😗
Camping mit meiner Familie im Dachzelt…, mit meinem Mann, dem die meisten Betten gefühlt zu kurz erscheinen, mit zwei Pubertieren mit bunter Knete im Kopf, mit meinem Hang zu Unordnung, einem lädierten Rücken, mit meiner Frösteligkeit am Abend und keiner Rückzugsmöglichkeit in einen Raum. Mag komisch klingen, aber das hat mir durchaus Stress verursacht…

Nun sind wir schon ein paar Wochen wieder zu Hause und es geht mir so wie nach jeder Namibia-Reise bisher: Afrika wirkt nach… Es fühlt sich für mich anders an als nach jedem anderen Urlaub – egal ob nach Griechenland, Mallorca oder Baltrum.
Ich habe dieses Schild letzte Woche gefunden und es ziert jetzt eine Wohnzimmerwand:

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Vielleicht ist das der Schlüssel für mein Empfinden und die Magie einer Afrikareise. Nach der Rückkehr ist mein Herz angefüllt mit Erinnerungen. Es gab irgendwie 3 Wochen voller Glücksmomente - das sind bei mir oft die ganz kleinen Momente und nicht unbedingt die „großen“ Sichtungen. So, jetzt aber genug der Gefühlsduselei… Ich habe mich jetzt schon wieder vertüdelt und das wollte ich gar nicht…
Vielleicht hat jemand von euch trotzdem lust, uns bei unserem ersten Familien-Camping-Abenteuer zu begleiten!
Liebe Grüße
Bianca
Teil 231. Aug. 2022
PLANUNG:
Eigentlich sollte unsere Reise schon 2020 stattfinden. 2019 hatten wir von meinen Eltern den Rundflug übers Okavango-Delta geschenkt bekommen und es war eine einigermaßen günstige Tour durch Namibia und Botswana geplant. Unsere Jungs wären noch 11 Jahre alt gewesen zu dem Zeitpunkt. Tja, dann kam alles anders und wir mussten auf 2021 umbuchen. Glücklicherweise hatten wir wieder über Namibia Click&Travel gebucht. Nina hat alle Umbuchungen für uns erledigt und konnte durch geschicktes Verhandeln die Preise des Vorjahres für 2021 (inklusive Kinderermäßigung) erhalten. Irgendwann war klar, dass es auch 2021 keine Afrikareise für uns geben würde. Im August diesen Jahres sind unsere Jungs 14 geworden. Wir haben die „alte“ Reise in Absprache mit Nina dann komplett storniert und überlegt. So kam der Campinggedanke auf, denn Botswana mit 4 Vollzahlern in festen Unterkünften kam für uns nicht in Frage. Mit Unterstützung und viel Zusprache von Maike von Tracks4Africa entwickelte ich einen Plan, aus dem sich dann unsere jetzige Reise ergab. Wir hatten noch eine Anzahlung bei Namibia Click&Travel und so buchte Nina für uns wieder Fahrzeug und Campingplätze mit ein paar festen Unterkünften.

CAMPINGBEDARF:
Kurz gesagt: Für uns alle war Camping absolutes Neuland. Ich war ein Mal im Leben Zelten in Bayern, aber das zählt nicht so richtig für mich. Auf den Forumstreffen im Norden wurde mir immer begeistert vom Camping in Afrika erzählt, aber so richtig vorstellen konnte ich es mir für uns bisher nicht… Hier nun ein paar Utensilien, die sich als äußerst praktisch erwiesen haben:

Im Winter habe ich mir einen POTJIE für zu Hause bestellt, da wir die Feuerstelle im Garten sehr gerne nutzen. Und Üben kann ja nie schaden… Nun denn… Ich habe spontan ein sehr leckeres „Kartoffel-Kabanossi-Paprika-Ei-Allerlei“ in diesem Zaubertöpfchen gezaubert. War super! Dann hatte ich hier in Reiseberichten gelesen, dass auch Pizza geht. Lenni hatte einen suuuper Pizzateig von einem Youtuber ausprobiert und meine Pizzaportion landete im Potjie auf und unter den Kohlen. Nach etwa 12 Minuten wollte ich nachschauen und entdeckte im Topf eine einzige verkohlte Masse… Das Abschätzen der Hitze muss wohl gelernt sein… Pizza gab es also während unserer Reise nicht. Ich bin aber offen für Tipps! Dennoch haben wir beim Autovermieter einen Potjie bestellt und es auch nicht bereut.

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Mikrofaser-Handtücher – etwas gewöhnungsbedürftig in der Haptik und im Abtrocknungsgebrauch – waren für uns perfekt. Klein im Gepäck, schnell trocken und einfach praktisch.

Urinella für Frauen: Tja, da kam ich mir schon recht komisch vor, als ich diese Pinkelhilfe als Campingbedarf und Festivalutensil bestellte, aber es erschien mir notwendig, falls die Blase sich des Nachts im Zelt mal zu heftig meldet. Mir wurde geraten, es vorher auszutesten und ich fand das Teil tatsächlich vom Gebrauch her recht einfach und praktisch. Vor Ort gab es dann das Problem, dass es zuunterst in der Tasche lag und ich in der ersten Campingnacht keinen Zugriff darauf hatte. Später suchte ich dann eine kleine Flasche und habe damit im Zelt noch einmal „Trockenübungen“ gemacht. Dabei stellte sich der Gebrauch im Dachzelt um einiges schwieriger heraus als im heimischen Badezimmer, da es ja eine Begrenzung nach oben gibt. Ich konnte zwar knien, aber knapp nach oben war es trotzdem… Dieses Bild überlasse ich eurer Phantasie. 😗 Ich lagerte von da an das von meiner Familie liebevoll als „Mamas Pipihütchen“ bezeichnete Utensil oben im Zelt, habe es aber tatsächlich nie real benutzt. Ein gutes Gefühl hat es mir trotzdem gegeben. Wichtig war für mich: Niemals zuviel Alster am Abend!

Stirnlampen mit Rotlicht: Waren sehr hilfreich. Hier hatte ich doch gelesen, dass die Rotlichtfunktion sinnvoll sei, da es im Unterschied zu weißem Licht keine Insekten anlockt. Wir hatten 2 solcher Stirnlampen dabei und das funktionierte wirklich total gut. Wir haben doch einige Male im Dunkeln gegessen und der Unterschied zu normalem Taschenlampenlicht war riesig. Im übrigen sind die weißen Campingteller diesbezüglich eigentlich auch unklug… Ich weiß nicht, was wir da zwischendurch so mitgegessen haben. Aber es war dunkel und ich denke lieber nicht länger drüber nach…

Sandwich-Toast-Rost für Grill: Haben wir in der Maerua Mall gekauft und täglich genutzt. Namibischer „Labbertoast“ belegt mit Tomatenscheiben und von zu Hause mitgebrachtem Gouda frisch geröstet über Lagerfeuer. Lecker!

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Multifunktionswerkzeug: Unsere Jungs haben zur Konfirmation einen „Leatherman“ geschenkt bekommen. War praktisch…

Panzerband/Kabelbinder erwiesen sich als praktisch in unterschiedlichen Situationen. Kabelbinder halfen bei den teilweise störrischen Reißverschlüssen am Dachzelt als zusätzliche Öse. Panzerband wurde mehrfach zum Fixieren unterschiedlicher Dinge genutzt.

Schlafsack mit Ärmeln und Beinen: Dieses geniale Teil hätte ich jetzt fast unterschlagen... Dieser richtig gute Tipp kam von Maike (Tracks4Africa), da mir doch nachts so schnell kalt ist. Und so sieht er aus, unser so genannter "Teletubbi-Anzug":

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Man kann prima mit Anzug aus dem Zelt klettern, um morgens beispielsweise bei frischen Temperaturen Kaffee zu kochen. 🤩 "Füße" und Handüberzieher sind übrigens auch dabei. Man kann diese praktischerweise mit Reißverschluss abmachen oder anbringen.

So, das nun vorneweg... Morgen geht es dann richtig los... 🤪
Teil 301. Sept. 2022
ANREISE am Mittwoch, 20.08.22: APS Guesthouse

Kurz vor unserer Abreise beginnt das Chaos an den Flughäfen. Wir packen drei Reisetaschen und versuchen, die wichtigen Dinge gut zu verteilen, falls eine Tasche nicht mitkommen sollte. Glücklicherweise haben wir keinen Zubringerflug gebucht… 😗
In Frankfurt sind wir bereits seit gestern, so dass wir sehr zeitig am Flughafen sein können. Tatsächlich gibt es an der Gepäckabgabe keine Menschenschlangen. Der Flug geht pünktlich und kommt auch pünktlich in Windhoek an. Eine weitere Eurowings-Maschine war eine Stunde vor uns Richtung WDH gestartet, aber nur etwa eine halbe Stunde früher als wir gelandet. Somit ist in der Ankunftshalle einiges los. Es schlängelt sich also ein Lindwurm aus Menschen mit mehreren Enden von Absperrband getrennt durch den Raum. Wirklich verstanden, warum wir uns wo anstellen sollen, habe ich nicht, aber irgendwann sind wir „durch“ und auch unser Gepäck ist komplett. Puh, welch ein Glück! 🤩
Ein Mitarbeiter von Namibia Car Rental nimmt uns sehr nett in Empfang, muss aber noch auf eine weitere Familie warten. Zeit für einen Kaffee und den ATM… Angekommen beim NCR-Büro dauert es dann auch noch ein wenig. Macht nichts, wir sind in Afrika! Die Fahrzeugübernahme dauert natürlich auch etwas länger durch die Erklärung des gesamten Dachzelt- und Campinggetüdels. Mir fällt auf, dass 1,20 m Breite pro Zelt nicht so ganz viel Platz für 2 Personen ist… Hoffentlich geht das mit der Länge für Matthias mit seinen 1,96m… Schließlich können wir einpacken und uns auf den Weg Richtung APS Guesthouse machen.

Einkauf in der Maerua-Mall:
Unser erster Gedanke: Wo parken wir mit dem Dachzelt? Alles kein Problem… 😗
Wir waren noch nie hier und müssen uns erst einmal orientieren. Nach dem Einkauf eines Sandwich-Grillrosts, mehreren Geschirrtüchern und zwei großen Bettdecken ist klar: Unsere Teenie-Jungs haben so großen Hunger, dass zuerst ein Burger her muss, bevor in Frieden das Thema Lebensmitteleinkauf angegangen werden kann. 😎 Letztendlich haben wir auch das erledigt. Den Einkaufszettel hatte ich zu Hause geschrieben. Natürlich wandert auch einiges an Süßkram in den Wagen, einschließlich der leckeren Minzschokolade… 😁
Anschließend wird alles oberflächlich verstaut und es geht zurück ins Guesthouse. Die Jungs freuen sich über W-LAN und Matthias und ich lesen noch ein wenig. Ins Bett geht es heute ziemlich früh.

APS Guesthouse: Ursprünglich wollte ich die Arebbusch Travel Lodge buchen. Die war aber ausgebucht. Das Guesthouse erschien mir als Alternative klug, da es ganz in der Nähe der Maerua Mall liegt, wo der erste Einkauf geplant war. Die Zimmer bieten nicht wirklich einen gemütlichen Wohlfühllook, aber für unseren Zweck war das Gebotene absolut ausreichend. Es gibt sogar einen funktionierenden und sauberen Kühlschrank. Die Mitarbeiter sind sehr nett und hilfsbereit. Das inkludierte Frühstück ist großartig. Die Pancake- Portionen sind so großzügig bemessen, dass wir welche für unterwegs mitnehmen können. 🤩
Wer eine einfache Unterkunft in Windhoek in zentraler Lage mit gutem Frühstück sucht und nicht viel Geld ausgeben möchte, der wird hier zufrieden sein.

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Frühstücksraum

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Sitzmöglichkeiten draußen

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Pool
Teil 402. Sept. 2022
Donnerstag, 21.08.22: Fahrt zum Maori Restcamp

Wir genießen das Frühstück im APS Guesthouse

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und packen danach zusammen - eine ganz schöne Herausforderung mit 4 Personen im Auto. Ich habe mir überlegt, eine Reisetasche mit aktuell benötigten Kleidungsstücken und Dingen zu bestücken, damit wir nicht immer in allen Taschen kramen müssen. In einem Rucksack befinden sich unsere Schlafsachen und die Waschbeutel. Das Auto ist voll- bis oben hin... Die Jungs sitzen hinten auf den neu erworbenen Bettdecken, dazwischen ein Rucksack und eine Tüte mit Proviant.
Wie immer haben wir einige Hörbücher dabei. Diesmal sollen uns die „Tribute von Panem“ die langen Fahrstrecken versüßen. Leider hat das Herunterladen nicht richtig geklappt… Also müssen wir auf Alternativen zurückgreifen: Wir hören Radio und verlassen zu den Klängen von Udo Jürgens Windhoek Richtung Norden.
Lenni und Matthis nutzen die Zeit und spielen im Handy rum. Wir haben tatsächlich vorher überlegt, ob sie diese nicht zu Hause lassen sollten. Aaaaber Matthias und ich haben unsere Handys auch dabei, machen Fotos damit und nutzen Whatsapp etc. Zu Hause lassen ging irgendwie nicht. Dieses leidige Thema „Handy“ und Pubertier soll mich nun also auch in Afrika beschäftigen… 😗
Kurz vor Otjiwarongo kommt auf der hinteren Sitzbank Hunger auf. Hier zeigt sich ein großer Unterschied zu unseren vorherigen Familienabenteuern: Das Bedürfnis nach Nahrungsmittelaufnahme und das Verhalten währenddessen ist bei fast 14jährigen Jungs völlig anders als bei 9jährigen. 😛 Es ist klar: Möglichst schnell muss was zu essen her! Wir entdecken zu Beginn des Ortes…

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… fahren aber erstmal weiter… Das Gemaule von hinten wird größer… Ich erinnere mich an das Schild von eben und überlege, ob wir dort irgendwo gut parken können. Also, drehen wir um und fahren zurück zu „Kari`s Coffeeshop“. Parken kann man direkt vor der Tür – zumindest ist dort Platz.
Sehr praktisch, dass wir vom Tisch aus den perfekten Blick auf unser voll beladenes Auto haben.

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Wir sind die einzigen Gäste und die beiden Damen im Cafè freuen sich. Während wir aufs Essen warten, wird Uno gespielt. Weiter hinten im Garten ist ein kleiner Spielplatz. Für Familien mit Kindern ist das Cafè unserer Ansicht nach sehr gut geeignet.

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Wir lassen uns Zeit. Es ist schön hier. Als ich auf die Uhr schaue, ist es 15 Uhr. Wir müssen noch nach Grootfontein und wir haben unseren ersten echten Campingabend vor uns. Also schnell weiter… Der Plan war eigentlich: Zelt aufbauen, Feuer machen und essen am besten vor Sonnenuntergang. Tja nun… Mit Hilfe von Mapsme (ein Tipp von Nina – Click&Travel) finden wir zum Maori Restcamp – kurz vor Sonnenuntergang. Hier werden wir begrüßt von einem Herrn mit den Worten: „Die Sonne geht schon unter – Kommt ihr auch noch?“ oder so ähnlich… Ich krame noch schnell nach dem Voucher und höre: „Ist der desinfiziert? Sonst nehme ich den nicht in die Hand.“ Ähm… Nein? 🙄 So, jetzt erstmal ankommen. Wir stellen fest: Wir sind die einzigen Gäste. Ein geeigneter Platz wird gesucht und schnell geparkt. Viel Zeit zum Überlegen haben wir nicht, denn mir wird gesagt: „Jetzt schnell den Turm hoch! Von dort kannst du den Sonnenuntergang besser beobachten.“ Sooooo richtig nach „Sonnenuntergang beobachten“ ist mir eigentlich gar nicht…, aber natürlich laufe ich den Turm hoch… 😗 Hier entsteht dieses Foto:

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Inzwischen beschäftigen sich Matthias und die Jungs mit den Zelten. Das geht erstaunlich schnell.

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Der nette Herr kommt zurück und erzählt uns etwas von einem Wachmann. Von einem Wachmann auf einem Campingplatz hatte ich im Vorfeld im Forum noch nie gelesen… Muss das? 🤨 Ich mache inzwischen Feuer. So langsam komme ich zur Ruhe. Es gibt hier zwei Hunde, mit denen sich unsere Jungs schon angefreundet haben.
Irgendwann kommt unser Wachmann, stellt sich vor (ich habe leider seinen Namen vergessen) und verzieht sich dann unauffällig in das überdachte Gebäude, das es hier auch noch gibt. Wir überlegen noch, ob er hier wirklich die ganze Nacht verbringen will… Währenddessen werden die Zelte gerichtet. Als unser Holz einigermaßen „durch“ ist, ist es stockdunkel. Wir sitzen um das Feuer und lassen eine Dose Alster kreisen. Ja, auch unsere fast 14jährigen Jungs dürfen mittrinken. Wir bringen unserem Wachmann auch eine Dose. Gegrillt werden Würstchen und dazu gibt es Sandwiches mit geschmolzenem Goudakäse. Ich hatte mir den ersten Campingabend etwas anders vorgestellt, aber so geht es auch. Mittlerweile ist es deutlich kühler geworden. Dem Wachmann bringen wir auch Würstchen und Sandwich vorbei. Wir hätten ihn vielleicht auch zu uns einladen sollen, waren diesbezüglich aber unsicher. Die Stirnlampen sind super. Leider haben wir nur zwei… Schnell zeigt sich, dass Insekten weißes Licht lieben und ihnen rotes ziemlich schnuppe zu sein scheint. Die Stirnlampen mit Rotlichtfunktion waren also eine gute Investition. Generell stehen die Insekten auf „Weiß“. Dummerweise ist das Campinggeschirr auch weiß… 😛 Ich versuche das auszublenden. Dafür gibt es noch ein Alster… 🤪
Nach einem Besuch im Waschhaus ziehen wir uns in die Zelte zurück. Die Abmachung war: Lenni schläft bei Papa, Matthis bei mir. So machen wir es in der ersten Nacht auch. Die Teletubbi-Anzüge liegen in unserem Zelt, aber ich bin unsicher, ob wir sie brauchen. Die extra gekauften Bettdecken lege ich auf die Matratze, um diese etwas aufzupolstern. Das klappt auch gut. Mein erster Eindruck im Zelt: Es liegt sich eigentlich besser als erwartet. Dreht sich jemand im Nachbarzelt um, wackelt das komplette Auto… Gute Nacht!
Teil 502. Sept. 2022
Freitag, 22.08.22:
Ich werde wach, aber es ist noch dunkel. Mir ist kalt… Besonders unangenehm finde ich den kühlen Wind, der über mein Gesicht streicht. Außerdem muss ich zur Toilette… Na, toll… 😗 Das so genannte „Pipi-Hütchen“ befindet sich unten in der Reisetasche hinten im Auto. Bis dahin habe ich eigentlich gut geschlafen, aber damit ist es nun vorbei. Ich lausche den Geräuschen und hoffe, dass es schnell hell wird. Irgendwann schreit ein Esel. Beim ersten Lichtschein krabbele ich aus dem wirklich komfortablen und geräumigen Schlafsack und fummele mir die Schuhe an die Füße. Rückwärts mit einem Fuß vortastend geht es dann die Leiter herunter Richtung Toilette. Anschließend schlüpfe ich in Fleecejacke nochmals in den Schlafsack. Tatsächlich kann ich noch kurz einschlafen, bevor auf unserer Seite durch Bewegungen im Nachbarzelt Vibrationen zu spüren sind. Aha, da ist also auch jemand wach. Mittlerweile erkenne ich, warum mein Gesicht so kalt wurde. Vorne und hinten ist Durchzug, d.h. wir sind nur durch das Mückengitter von der Außenwelt getrennt. Im Sommer sicher angenehm… 🙄
Der Rest der Familie hat aber super geschlafen und es war sonst auch niemandem kalt. Puh, mir fällt ein Stein vom Herzen… Das Zelt ist groß genug für meinen Mann. 😁
So langsam machen wir uns mit der Küche vertraut. Lennard will mit mir Frühstück machen,

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Matthis und Matthias räumen schon einmal die Zelte aus. Kaffeewasser kochen mit dem Gaskocher funktioniert tadellos. Es gibt hier nette kleine, überdachte Sitzmöglichkeiten – perfekt als Frühstückstisch.

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Da fällt mir unser Wachmann ein, aber der ist tatsächlich schon gegangen. Kurz vor Frühstücksende gesellt sich der Herr von gestern zu uns und erzählt uns allerhand. So langsam werde ich ein bisschen wärmer mit ihm. Ich als Ostfriesin brauche vielleicht ein etwas länger, um mit dem süddeutschen Humor klar zu kommen. Er kennt jemanden aus Ostfriesland, der Liköre herstellt mit wohlklingenden Namen wie „Buschmannsheil“ und „Buschbaby“. 🤩 Nun ist das Eis gebrochen und wir erfahren viel über Moringabäume und andere Sachen. Matthias packt nebenbei, ich höre zu und räume den Frühstückstisch ab.
Während wir vor uns hin werkeln, kommt eine Angestellte mit einer Gießkanne vorbei. Ihr wird mit mürrischen Kommentaren und eindeutigen Handzeichen klar gemacht, dass sie schleunigst zu arbeiten und hier nichts zu suchen hat.
Für uns wird es Zeit, uns zu verabschieden. Wir bekommen am Ende Avocados, Kumquats und je einen Buschmannsheil- und Buschbaby-Likör zum Abschied geschenkt.

Fazit: Maori Restcamp
Die Waschräume sind sauber. Die Campsite ist schön angelegt mit überdachten Sitzmöglichkeiten. Den Sundownerturm fanden die Jungs besonders cool. Im Gespräch mit dem sehr kommunikativen Besitzer gibt es einiges spannendes zu erfahren. Aaaaaaber… 😗
Ich habe heute die Jungs nochmal gefragt, wie sie es auf Maori fanden und es kam von Matthis: „Der Turm war cool, die Hunde auch. Aber es war irgendwie nicht so nett, wie der Typ mit seinen Angestellten umgegangen ist…“ Das ist Matthias und mir tatsächlich auch aufgefallen. Es fehlte uns der wertschätzende Umgang mit den Menschen vor Ort.
Teil 604. Sept. 2022
... Fortsetzung:
Wir haben heute nochmal gute 460 km vor uns. Es geht zum Ngepi Camp ins Treehouse, auf das ich mich besonders freue. Doch bevor es richtig los geht, fahren wir kurz zurück nach Grootfontein zum Tanken. Aber dann geht es endlich Richtung „Caprivi Highway“.

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Hier zeigen sich auch schnell die üblichen Verdächtigen und das typisch afrikanische Leben an der Straße.

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Angekommen im Ngepi Camp schauen wir uns eine Tafel mit möglichen Aktivitäten an und entscheiden uns für eine Bootsfahrt am folgenden Nachmittag. Um zu den Treehouses zu kommen, läuft man parallel zum Okavango an den Campsites vorbei. Hier ist ordentlich was los. Unser Häuschen ist das erste. Es besteht aus 2 einzelnen halb offenen Hütten mit gemeinsamem Deck und in der Mitte liegender Dusche und Toilette - wunderschön direkt am Fluss mit ordentlicher Entfernung zum nächsten Treehouse. Nach vorne hin ist es komplett offen, so dass man vom Bett aus direkt auf den Okavango blickt:

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Ein Traum! 🤩
Vom Okavango aus blickt man aber auch direkt auf unsere Betten und letztendlich auch auf die Dusche. Ich überlege mir zu duschen, bevor die Bootstour losgeht. Die Hippos dürfen mir gerne zuschauen… 😗 Es ist irgendwie ein herrliches Gefühl, so mitten in und umgeben von der Natur zu sein. Wir machen Feuer, bevor die Dämmerung sich über den Fluss legt.
Als ich die Moskitonetze über den Betten ausbreiten möchte, entdecke ich, dass eines unserer Häuschen bereits bevölkert ist… 🤨 Direkt über meinem Bett in der Ecke des Reetdaches nisten zwei große Gruppen schwarze, wespenartige Insekten.

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Sie sind so etwa 4 cm groß und einige sind schon aufs Bett geplumpst. Dort scheinen sie zu verenden…

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So richtig begeistert bin ich nicht, mein Bett mit ihnen teilen zu müssen. 🙁 Ich überlege, wie ich damit umgehen soll. Ist es möglich, das Moskitonetz so zu platzieren, dass die netten Tierchen nicht unbedingt neben meinem Kopf dahinscheiden? Die Vorstellung gefällt mir gar nicht und ich bekomme sie nicht aus meinem Kopf. Wir beschließen nachzufragen, ob es möglich ist, das Häuschen zu wechseln, auch wenn es mir unangenehm ist. Leider klappt es mit dem Zimmerwechsel nicht, da alles ausgebucht ist. Uns wird vorgeschlagen, die Nester am nächsten Tag abzusaugen. Ja, und nun wird es wieder praktisch, dass wir unser Bett immer direkt dabei haben. Matthias und Matthis beschließen, spontan im Dachzelt zu übernachten und Lenni und ich schlafen im insektenfreien Zimmer. Also, alles kein Problem. 🙂
Vorher wird aber noch gegessen. Eingeschlafen wird heute zum „Sound oft he Hippos“. Auch Elefanten sind in nicht allzu weiter Entfernung zu hören. 🤩 Gute Nacht!
Teil 704. Sept. 2022
Samstag, 23.07.22 Elis, Hippos, „Käfigschwimmen“…

Jetzt habe ich ganz vergessen zu erwähnen, dass wir gestern noch einen ganz netten Abend an der Bar hatten – samt W-Lan. Naja…, Mama, Papa und Lennard hatten WLan, Matthis nicht… Warum auch immer… Da war die Stimmung nicht ganz so rosig. 😵
Auf dem Rückweg zum Treehouse kamen wir an einer Campsite vorbei, wo jemand ein weißes Laken aufgespannt hatte und dieses mit bläulichem Licht in Szene setzte. Es waren so einige Insekten darauf zu erkennen.
Unsere Nacht verlief entspannt und ruhig, wenn man vom Hippogegrunze mal absieht. 😗

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Wir haben keinen Wecker gestellt und gehen am morgen gemütlich zur Bar zurück und fragen uns durch, wo wir unser Frühstück einnehmen können. Das funktioniert hier alles ganz unkompliziert. Bestellt wird von der Karte, einen Platz können wir uns frei wählen. Lenni kommt natürlich nicht ohne Probeliegen an der Hängematte vorbei.

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Während wir warten, macht Matthis Fotoversuche mit dem Handy und Selbstauslöser. Hier das Resultat:

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Das Frühstück ist lecker und wir beschließen, einen Ausflug in den Mahangu NP zu machen. Mudumu ist uns zu aufregend, da wir zeitlich begrenz sind durch die Bootstour um 16 Uhr. Komplizierte Tiefsandgeschichten brauchen wir da nicht vorher… 😗
Sehr praktisch, dass wir nur das Zelt zusammenklappen müssen und ein Großteil des Gepäckgetüdels im Treehouse bleiben kann. Während Matthias und ich die Sachen wegräumen und das Bad nutzen, machen sich die Jungs an den Abbau des Dachzeltes. Wir können es kaum glauben, aber das ging im Zwillingsteam wirklich ruckizucki und sogar ohne Streitigkeiten. 🤩 Es wird etwas Proviant eingepackt und schon sind wir auf dem Weg. Lenni und Matthis sitzen allerdings nicht nicht IM Auto, sondern AUF den Zelten.

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Begeistert bin ich darüber zunächst gar nicht, aber meine Jungsmannschaft – einschließlich mein Mann – meint, dass sich das Verletzungsrisiko bei gaaaanz vorsichtigem Fahren und offenem Fenster auf der Sandpad bis zur C48 in Grenzen hält…
Angekommen im Park werden wir begrüßt von diesem putzigen Kollegen:

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Kurze Zeit später tobt Familie Pavian über den Weg,,,
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Fortsetzung folgt...
Teil 805. Sept. 2022
Eigentlich ist der Plan, den zerstörten Baobab zu besuchen und evtl. auch noch das Wasserloch. Hier haben wir 2017 eine ordentliche Elefantenherde beobachten dürfen.

Zuerst aber sichten wir unsere ersten Impalas...

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... und einen hübschen Rallenreiher (?) im Papyrus.

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In sicherer Entfernung zum Auto erkunden wir die Umgebung. Hier zeigt sich ein recht zutrauliches Hörnchen, das sich auf eine Fotosession mit Jungs einlässt bzw. das Hörnchen posiert und Lenni und Matthis fotografieren...

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Wir halten uns die ganze Zeit links vom Fluss. Zwischendurch sieht man nur Busch und manchmal blitzt der Fluss durch. An einer solchen Stelle sehen wir unsere ersten
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Elefanten. Einfach so und völlig alleine. Natürlich halten wir und alle Autoinsassen starren nach rechts auf den Fluss.
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Plötzlich weist Matthias nach vorne links.
Teil 905. Sept. 2022
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Gefühlt reicht der Abstand zwischen Auto und Tier. Es wird nicht das einzige Mal bleiben, dass uns diese wunderschönen und leisen Tiere von der Seite überraschen... 🙄
Wir stehen einfach und warten ab. Der nächste Schwung Elis ist durch und man spürt richtig ihre Freude auf und über das kühle Nass. Es wird geplantscht und bestäubt...

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Von hinten nähert sich ein Fahrzeug. Es bleibt aber nicht stehen, sondern fährt an uns vorbei... Entweder sie haben die Eli-Herde nicht gesehen oder sie hatten heute schon genug Elefanten... 😗
Kaum sind sie vorbei, passiert das:

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Wir können also auch nicht weiter..., was mich aber so gar nicht stört... Elefanten kann man gar nicht genug sehen, finde ich. 🤩
Irgendwann ist also auch der dritte Schwung Elis durch und wir tasten uns im Schritttempo voran.
Das Wasserloch sparen wir uns, beschließen wir. Diese Eli-Sichtung kann dort gar nicht übertroffen werden.
Also, nix wie hin zum großen Baobab... 😁
Was uns dort erwartet, ist aber echt traurig. 🙁 Ich wusste zwar, dass der mächtige Baum 2018 von einem Blitz zerstört wurde, das Elend dann aber mit den eigenen Augen zu sehen, ist nochmal ganz was anderes:

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So sah das Prachtexemplar noch 2017 aus:

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Wir spazieren hier ein wenig herum. Der Blick in die Überschwemmungsebene offenbart die reiche Tierwelt der Gegend. 2017 haben wir an der gleichen Stelle gestanden, aber nun scheint hier irgendwie noch mehr los zu sein:

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Büffel, Impalas, unzählige unterschiedliche Vögel,

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Red Lechwe,


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und wirklich Massen an Pumbas, die sich hier im Schlamm suhlen.
Den hier finde ich irgendwie besonders putzig:

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Fortsetzung folgt...
Teil 1006. Sept. 2022
Nu man to… Jetzt wird es wirklich Zeit aufzubrechen. Unterwegs sehen wir noch diesen lädierten Baumstamm:

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Wer macht sowas? Sind das Elefantenspuren? Aber die fressen nicht am Stamm rum, oder?
Zebras bekommen wir auch noch zu sehen.

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Plötzlich kommen Wolken auf.

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Die letzten Kilometer wollen die Jungs natürlich wieder aufs Dach…

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Auf dem Weg zum Ngepi Camp laufen viele winkende kleine Kinder an der Pad, die vom Autodach mit einem fröhlichen „Moro, Moro“ begrüßt werden…Das haben wurde hier neu gelernt und ich nehme an, das bedeutet soviel wie ein „Moin Moin“ hier bei uns im Norden. Sie scheinen zu verstehen und so ertönt es laut „Moro-Moro“ zurück.
Wir möchten noch einen Kaffee trinken und dann müssen wir uns auch schon auf den Weg zur Bar machen, wo wir mit unserem Bootsführer verabredet sind. Aber halt! Es gibt hier doch diesen traumhaften Pool mitten im Okavango! 🤩 Nee, nee, ohne da einmal drin gewesen zu sein, kann man doch eigentlich nicht abreisen morgen früh. Und wir müssen sehr früh los morgen früh... 😗 Also wäre jetzt die letzte Möglichkeit. Ich scheuche die Jungs in ihre Badehosen. Wir haben eine halbe Stunde. Aaaber wir müssen von unserem Treehouse zum „Badekäfig“ und zurück laufen (da läuft man bestimmt 5 Minuten) und uns danach noch umziehen. Schweren Herzens entscheide ich mich gegen ein Bad im Okavango. Matthias wollte eh nicht mit. Aber die Jungs sind schon unterwegs. Das ist hier echt ne megacoole Sache:

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Wir stellen fest: Warm ist das Wasser nicht… 🙄 Also, entweder sofort ganz rein oder gar nicht. Zeit zum Zaudern gibt es nicht.
Nach einem vorsichtigen Blick in Richtung der zeitgleich badenden Flusspferde…

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… wagt Lennard den Sprung ins kalte Nass…

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… und findet sich gefühlte 2 Sekunden später auf der gegenüberliegenden Käfigseite wieder. Die Strömung scheint enorm zu sein. Lenni hat nun Zeit sich gegen den Strom zur Leiter zurückzukämpfen, um dann direkt die Beine in die Hand zu nehmen. Matthis ärgert sich. Wir müssen los und er konnte sich nicht überwinden. Das Problem haben wir häufiger und es soll auch auf dieser Reise nicht das letzte Mal sein, dass Matthis mit sich selbst zu kämpfen hat. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nun allerdings nicht.
Fortsetzung folgt...
Teil 1107. Sept. 2022
Und los geht`s auf unsere erste Bootstour...
Hier lasse ich einfach mal Bilder sprechen:

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Frühstücksraum des Ngepi Camps

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Diese beiden hier sind besonders entzückend... 🤩
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Fortsetzung folgt...
Teil 1207. Sept. 2022
Es geht vorbei an Wohnhöhlen in der Uferböschung,

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einer Gruppe Ellipsen Wasserböcken mit der typischen hellen Klobrille am Hinterteil,

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einem Schlangenhalsvogel, der seinem Namen alle Ehre zu machen scheint…,

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und einem Krokodil – einem ziemlich stattlichen Exemplar. Leider bin ich zu langsam mit der Kamera…

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Dieses besenderte hier, das wir etwas später entdecken, hält ein bisschen besser still:

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Schließlich sehen wir noch einen fliegenden Schwarm Glockenreiher (Black Heron?)

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und eine riesige Büffelherde.

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Weißstirnspinte haben wir auch gesehen, aber die Fotos erspare ich euch lieber. 😗
Teil 1308. Sept. 2022
Und hier kommen noch zwei Erstsichtungen für uns:

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Einen Hammerkop 🤩 hatten wir vorher noch nie gesehen und

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ein solches geflecktes Etwas ebenfalls nicht. Ich nehme an, es ist ein Buschbock?

Red Lechwe haben wir vor dieser Reise auch noch nie bewusst wahrgenommen. Durch Dan lernte ich schließlich Impalas und Lechwe unterscheiden. Gibt es für Lechwe eigentlich einen deutschen Namen?

Nach Sonnenuntergang

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heißt es für uns wieder „Grillen im Dunkeln“

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und vorher gibt es noch die „Dusche im Dunkeln“. Das ist auch spannend. Anschließend geht es nochmal kurz an die kuriose Bar auf ein Alster, Cola und für mich einen Amarula.

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Ein Mitarbeiter des Camps hatte sich übrigens unserer kleinen schwarzen Mitbewohner angenommen mit Hilfe eines großen Saugers. Als wir nach der Bootstour zurückkommen, haben sich bereits wieder einige Wespen unters Reetdach gehängt… Auch sie mögen diesen Ort scheinbar sehr. 😗 Kein Problem… Das Dachzelt ist schnell aufgebaut. Morgen früh klingelt der Wecker um 6 Uhr.
Gute Nacht!
Teil 1409. Sept. 2022
Sonntag, 24.07.22: 1-Night-Floodplain-Special oder "mit Dan auf dem Kwando"

Der Wecker klingelt. Es ist 6 Uhr und wir müssen zum Mavunje Camp, da dort zwischen 10 und 11 Uhr unsere Flusssafari mit Dan beginnt. Lenni wickelt den schweren Vorhang aus Naturmaterialien, den wir für die Nacht doch heruntergelassen haben, hoch und fixiert ihn.

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Wir kochen Kaffee auf unserem Frühstücksdeck, während die Sonne sich langsam über den Okavango erhebt.

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Es herrscht mal wieder eine ganz besondere Stimmung so früh am Morgen. 😁
Unsere Jungs beschließen, das Dachzelt auch alleine abbauen zu können und machen sich an die Arbeit. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist… 😵 Ein paar Minuten später sind sie fertig. Kann das sein? Wir gehen gucken. Das Dachzelt ist komplett eingeklappt und die Hülle in Perfektion darübergestülpt und festgezogen. Unsere beiden Pubertiere haben es also geschafft, gemeinsam und in Teamarbeit eine Sache zu erledigen und zu beenden (!), ohne sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. 🤩 Ich kann es kaum glauben, habe aber keine Zeit, länger darüber nachzudenken.
Die paar Dinge, die wir für unser 1-Night-Special mit Dan benötigen, sind in 2 Rucksäcken verstaut. Der Rest wird nach schneller Katzenwäsche ins Auto geladen. Für ein ausgiebiges Frühstück bleibt uns leider keine Zeit.
Wir kommen um kurz nach 10 Uhr im Mavunje Camp an und eine nette Dame zeigt uns, wo wir den Wagen abstellen können. Dann geht es schon direkt aufs Boot. Wir lernen Clement kennen, der uns begleiten wird. Kurz darauf springt auch schon Dan aufs Boot und es kann losgehen. Wir sind zu viert und werden es auch bleiben. An Bord ist eine große Proviantkiste und einiges an Gepäck. Wir sitzen bequem auf Campingstühlen,

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während das flache Boot über den Kwando gleitet. Schnell sehen wir die ersten Flusspferde.

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Unzählige mehr sollen es noch werden. Unser Blick ist ständig auf die Wasseroberfläche gerichtet, denn man kann nie wissen, ob ein Flusspferd gerade schlecht drauf ist, und so halten wir uns stets in sicherer Entfernung.

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Es geht durch Schilf und Papyrus und ich stelle schnell fest: Für mich sieht hier erstmal jeder kleine Flussarm genauso aus wie der andere und ich würde mich hier nie zurechtfinden… 😗
Die Landschaft am Ufer wechselt. Mal scheint es eine weite Fläche mit sumpfigem Boden zu sein und dann sieht man einiges an Baumbewuchs und viel Totholz.

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Mir gefällt die Landschaft sehr. Das Boot ist zudem leise und Dan fährt sehr rücksichtsvoll. Ich bin jetzt schon glücklich, mich für „Mashi River Safaris“ entschieden zu haben und merke, dass auch Matthias mit Dan als Mensch sehr gut harmoniert. Man versteht sich. Clement hingegen wird immer stiller...

Es zeigt sich ein Hagedasch-Ibis. Ich mag diesen schimmernden Vogel...

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Und ein kleines Krokodil:

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Teil 1509. Sept. 2022
Impalas stehen oft dekorativ am Ufer herum…

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oder üben sich im Kämpfen.

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Auch Giraffen sehen wir beim Vorbeischippern…

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Dekorativ sind auch die Letschwe-Moorantilopen,

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die sich auch gerne mal im Sprung zeigen:

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Dan hat uns mehrfach springende Letschwe gezeigt, aber ich war oft einfach zu langsam mit der Kamera… 😗

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Ist das ein Senegalkiebitz? Ich habe ewig gebraucht, um diesen Vogel zu bestimmen, denn in meinem Vogelbestimmungsbuch ist er nicht drin…
Teil 1610. Sept. 2022
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Weißstirnspint

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Blaustirnblatthühnchen

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Graufischer

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Sattelstorch im hohen Gras
Es entstehen kaum scharfe Fotos, da sich immer irgendwelche Gräser oder Äste in den Focus mogeln. 😗

Und dann weist Dan uns erfreut auf mehrere Tiere in der Ferne hin.

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Es handelt sich um Sitatungas, die wohl nicht so häufig anzutreffen sind. Fotografieren ist auf die Entfernung für mich fast nicht möglich, aber es gibt zwei „Beweisfotos“: Dan erklärt, dass die Ohren der Sitatunga – oder Wasserkudu - recht rund sind.
Schließlich setzen sie sich in Bewegung, was sehr seltsam aussieht, fast wie ein „Hoppeln“.

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An einem Leberwurstbaum kommen wir auch noch vorbei:

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Teil 1710. Sept. 2022
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Paviane

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Büffel

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Ich vermute, in der Mitte steht ein Goliathreiher.

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Krokodile entdecken wir so einige.

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Und noch einmal springende Letschwe-Antilopen…

An einem schönen Platz halten wir und es gibt frisch angemachten Salat, Oliven, superleckeres Vollkornbrot und diversen Aufschnitt. Seitdem essen unsere Söhne Vollkornbrot. 🤩
Teil 1814. Sept. 2022
Schließlich halten wir. Dan und Clement beginnen, das Gepäck auszuladen. Wir sind angekommen an unserem Schlafplatz für die Nacht. Jeder von uns schnappt sich also irgendein Gepäckstück, eine Kiste oder einen Campingstuhl und so tragen wir gemeinsam die Sachen auf die Insel.
Dan erzählt uns, dass die Jungs Badehosen anziehen sollen. Er würde uns eine sichere Stelle zum Baden im Kwando zeigen. Wir haben genau EINE Badehose dabei und Lennard zieht sie an. Und dann geht es auch schon los. Das Boot wird angeschoben und wir fahren ein kleines Stück zur Badestelle. Dan zeigt uns, wo wir uns gefahrlos im Wasser bewegen können, und bugsiert Lennard schließlich mit einem kleinen Trick komplett ins Wasser.

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Dieses ist an dieser Stelle so flach, dass weder Krokodile noch Flusspferde lust haben, sich hier aufzuhalten. Das Wasser ist so braun durch den hohen Eisengehalt des Kalahari-Sandes. Auch der Rest der Familie genießt das Wasser mit aufgekrempelten Hosenbeinen.

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Wir haben richtig Spaß. Ich ärgere mich, keine Badesachen dabei zu haben. Mittlerweile hat Dan Gin-Tonic gemixt und Cola ausgeschenkt. Ich übernehme den Gin-Tonic und Dan meine Kamera…

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Schließlich geht es zurück aufs Boot. Dan hat für Lenni sogar ein großes Handtuch an Bord.

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Es geht vorbei an einem Haufen Kudus.

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Sie beschäftigen sich mit einem Salzleckstein, der von der Namushasha Lodge dort strategisch gut platziert wurde. Auch die Boote von Namushasha kommen gewöhnlich an dieser Stelle vorbei…
Teil 1915. Sept. 2022
Wir waren eigentlich gar nicht darauf eingestellt, dass es direkt nach dem Baden sofort wieder auf den Fluss hinaus geht. Lenni wickelt sich ins Handtuch, da er keine Wechselkleidung dabei hat.

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Und so geht es herrlich entspannt auf dem Kwando weiter. Wir fahren noch an vielen Letschwe-Antilopen, Hippos, Impalas und anderem Getier vorbei und genießen einfach, ohne weitere Fotos zu machen. Dan zeigt uns den berühmten „Horseshoe“. Einzig Elefanten scheint es hier nicht zu geben… 😗 Wir bleiben hier noch ein wenig, trinken noch ein bisschen und warten…
Schließlich fahren wir weiter zu einer Stelle, an der laut Dan regelmäßig Elefanten den Fluss überqueren - normalerweise und regelmäßig…, aber nicht heute und jetzt… 😛
Dan möchte warten… Wir beobachten gespannt das linke Flussufer. Nichts tut sich. Die typischen Abendgeräusche Afrikas sind mittlerweile zu hören und die Sonne taucht die Umgebung in ein wunderschönes Licht.

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Mehr braucht es eigentlich nicht, um glücklich zu sein. Dieser Ort hat schon etwas Magisches – auch ohne Elefanten. Im Übrigen werden Elefanten sowieso überbewertet… 😗

Schließlich ist die Sonne weg und wir müssen zurück Richtung Camp. Auf dem Weg zeigt sich, dass auch die Hippos um diese Zeit eine gewisse Bettschwere erreichen…

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Zurück auf unserer Insel wartet Clement bereits auf uns mit dem Abendessen. In der Zwischenzeit hat er alle Zelte aufgebaut und auch die Toilette hergerichtet:

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Bilder vom nächsten Morgen

Nachdem Dan kurz mit ihm gesprochen hat, fragt er uns nach einer Schmerztablette. Clement hat Zahnschmerzen… Dan erzählt uns, dass er bereits einmal so krank davon war, dass er mit einem Rettungswagen in die Klinik musste. Wir holen schnell unsere kleine Apotheke und statten Clement mit Ibuprofen aus. Der Arme kann kaum essen. Uns schmeckt der angenehm gewürzte Eintopf mit Hähnchen gut. Als Nachtisch gibt es Kuchen mit Vanillesoße, glaube ich zu erinnern. Clement „schicken“ wir schnell ins Bett und die Jungs und ich übernehmen den Abwasch.
Danach bewundern wir den Sternenhimmel und Dan fragt nach der Kamera. Er stellt sie mir ein und so entstehen folgende Bilder:

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Den Jungs geht es wie dem Flusspferd und so gehen wir bald ins Bett. Gute Nacht!
Teil 2015. Sept. 2022
In unserem gemütlichen Schlafsack liegend lauschen wir den typischen Buschgeräuschen… und hören Musik. Hin und wieder unterbrochen von einer Stimme. Seltsam… Es sind zwar Geräusche, die hier hier so gar nicht hinpassen, aber nicht so störend, als dass man nicht einschlafen könnte. Anscheinend findet im am nächsten gelegenen Dorf eine kirchliche Veranstaltung statt, wird vermutet.

Montag, 25.07.22: Auf David Livingstone`s Spuren

Am folgen den Morgen werden wir geweckt von Dan, der mit dem Telefon am Ohr im Camp herumläuft. Offensichtlich geht es Clement schlechter und er organisiert eine Begleitung für das nächste Floodplain Special, das direkt im Anschluss stattfinden soll. Wir sprechen über die Möglichkeiten der Zahnbehandlung und wären sofort abgefahren, hätten wir Clement damit helfen können. Leider würde das auch nichts nützen. 🙁 Zahnärzte sind in der Gegend schlicht nicht vorhanden. Es ist klar, dass Clement zur Behandlung seines Zahns nach Katima Mulilo muss, aber auch damit ist Dan nicht glücklich, denn die zahnmedizinischen Möglichkeiten sind auch hier wohl begrenzt. Hier und jetzt können wir nicht helfen, außer Clement weiterhin mit Schmerzmitteln zu versorgen… 😐
Wir trinken erstmal einen Kaffee.
Ich muss an unsere Reise in den Caprivi 2017 denken. Damals bekam ich zum Schuljahresende kurz vor den Sommerferien wahnsinnige Zahnschmerzen… Zahnwurzelentzündung… 🙄 Mein Zahnarzt hat damals alles gegeben, um mit der Wurzelbehandlung vor Reisebeginn so weit zu sein, dass ich in Namibia keine Probleme bekommen würde. Hat gut geklappt glücklicherweise… Ich leide mit Clement…
Dan lässt uns aber nicht lange nachdenken, sondern scheucht uns zum Boot.

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Graufischer

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Rotkappenschwalbe

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Malachit-Eisvogel

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Wasserbock im hohen Gras
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