Sehr geehrter Rik,
von Windhoek zur Bagatelle Kalahari Campsite:von der D 1463 kommend, geht es nach Dordabis.
Farm Ibenstein ist die " Jagdhütte" des Diamantenfinders von 1908 August Stauch, der gar nicht so arm verstorben ist, wie es heisst.
https://www.ibenstein.com/accommodationIm Laden an der Tankstelle wird man noch zumeist von einem echten Stauch-Enkel bedient. Kaufempfehlung.
An der Kreuzung C15 zur D 1448 kommt man am "Mäuseturm" direkt vorbei der rechts von der Straße liegt. In Wikepedia ist er Klein Nauas oder Hindenburgturm aufgeschrieben. Die haben wahrscheinlich nicht das Namibia-Wikipedia genutzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klein-Nauas-SchutztruppenturmHier ist in der Nähe die Kiripotip Gästefarm, auf der man Sternenteleskopgucken und Ultraleichtflugzeug Flüge unternehmen kann.A
Außerdem gibt es dort eine eigene Juwelierin.
https://www.youtube.com/watch?v=reibsuJZYYIDas Segelflugmekka Bitterwasser, Heimat vieler Weltrekorde, mag manchmal Laufkundschaft, manchmal nicht. Die reichen Schweizer Besitzer (ca. 7) wollen in der Regel keinen Schachtelhalm bei sich, die ärmeren Besitzer versuchen Touristen mit einzubeziehen. Das wechselt häufiger als die Wasserhaltigkeit der Reviere.
https://bitterwasser.com/Hoachanas bietet dann die zweitälteste christliche Kirche in Namibia ( gebaut 1857, 1902 renoviert)
https://www.youtube.com/watch?v=f9Dg_Z2l5hcund man kann sich von der sehr guten Arbeit eines deutsch geprägten Kindergartenprojektes überzeugen.
https://www.hoachanas.de/wie-wir-helfen/von Berseba - Fish River & Hobas:davor kann man noch den Sockelrest des auf Grund eines Erdbebens in Armenien / Spitak eingestürzten Finger Gottes anschauen und raufkraxeln. Jetzt einfacher als bei der Erstbesteigung 1957.
https://de.wikipedia.org/wiki/MukurobDer Brukkaros Krater kann mutig befahren werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/BrukkarosDem würde ich den Vorzug geben vor Seitenstraßenfahrten. Wenn die Regenzeit gut war, gibt es dort sogar einen kleinen Wasserfall, ca. 1km vom Camping/Parkplatz entfernt, hinter den man sich unter einem Felsvorsprung stellen kann. Zeitbedarf Fahrt auf den Abstellplatz - Besteigen bis an die Kraterrandkante, Abstieg und Abfahrt ca. 5 Stunden. Die Aussicht lohnt sich.
Hier ein kleines Hochfahr-Video mit Bwana am Steuer:
https://www.youtube.com/watch?v=JxFmRWzHhII&t=8sDann schnell über Teerstraße bis ca. 10km vor Keetmanshoop, den Köcherbaumwald mit skurilen Figuren besuchen.
Garas Park Camp und Quivertree Camp.
Von den Figuren mit Zahnersatz kann man sich dann schon gut auf der Naute Destillery am Naute Damm erholen.
Warum dort Dattelschnaps für Saudi-Arabien produziert wird, kann der Besitzer Michael Weder dann selber erzählen.
https://bwana.de/blog/naute-damm-und-dandy-datteln.htmlKolonialfans werden dann bei Holoog um den Bereich des Eisenbahnstationsfundaments und links vom Kalkofen, der einem riesigen Ameisenhaufen ähnelt, fündig. Daneben auf einem Hügel die Reste einer alten deutschen Polizeistation.
Es liegen dort noch jede Menge alte Dosen der Polizisten und der Eisenbahnkunden herum.
In der Nähe der Holoog-Station überquert die Eisenbahnlinie das ausgetrocknete !GAB-Flussbett über eine beeindruckende Stahlbrücke.
Am Ufer des Flusses befinden sich zwei einsame Gräber der deutschen Schutztruppe mit einem einsamen Grab eines Kindes auf der anderen Seite des Flusses. Sie werden alle 4 Jahre durch die Kriegsgräberfürsorge Namibia gewartet.
Am Bahnhof ist nur noch der Sockel eines alten Wasserturms erhalten. Neben dem Bahnhof befindet sich ein vergessener Haufen gebrannter Kalk, der bereit ist, auf einen Zug geladen zu werden, der nie kam.
Fish River Canyon: Von oben in ein Lock schauen und dazu viele Kilometer zurückzulegen. Die Einheimischen halten uns für verrückt.
Fish River - Klein Aus Vista:
Die spannendste Abkürzung von Hobas an den Orange River ist über den Gamchab Canyon.
Das Fish River Canyon permit sollte dann noch gültig dafür sein.
https://www.bwana.de/blog/der-gamchab-trail.html29 km nördlich von Witputs geht es rechts in die D727-D446. Diese Route nennt man "Kyk-in-die-pot-Route" und ist landschaftlich deutlich abwechslungsreicher, als auf der Teerstraße LKW´s zu überholen. Entlang der D727 gibt es eine Farmhausruine, in der ein Topf auf einem Herd steht. Dort guckt man rein und hinterlässt einee Nachricht. Sozusagen das Gipfelbuch eines Geo-caching- Vorläufers.
Einen Teil dieser Strecken ist in diesem beiden Reiseberichten bebildert:
https://www.bwana.de/blog/apollo-11-als-waere-es-eine-reise-zum-mond.htmlhttps://www.bwana.de/blog/apollo-11-als-waere-es-eine-reise-zum-mond-landy-edition.htmlKurz vor Aus gibt es auf der rechten Seite bei Kubub einen größeren Friedhof und ein paar Ruinen aus der Zeit, als das der zentrale Omnibusbahnhof für die Ochsenwagenfahrer war. Man muss ca. 2 km reinfahren.
Das ehemalige Kriegsgefangenenlager bei Aus ist fast neben der Straße.
In Aus ist dann wenig bekannt das Kaiser Wilhelm Denkmal zum 25jährigen Thronjubiläum des Kaisers.
Ereignisreiche Nebenstrecken wünscht
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle