Hallo Ihr Lieben,
es soll diesmal keinen RB geben, aber ausführliche Infos.
Wer nur die Infos lesen will, klicke auf die Sonne. (Andererseits stecken in den Antworten der Fomis tw. auch interessante Informationen.
An- und Abreise:
Der Plan:
Fahrt mit DB HH- FRA und zurück.
Flug mit Turkish Airlines von FRA - JRO, 28.6. hin, 17.7. zurück.
Tatsächlich:
Flug mit Ethiopian Airlines von FRA - JRO, 27.6. hin, 18.7. zurück.
Grund: Als wir mit allen Buchungen (Auto und Unterkünfte) durch waren, überraschte uns TA mit drastischen Flugzeitenänderungen. Wir wären mitten in der Nacht angekommen und auch abgeflogen. Wir konnten aber die Flüge problemlos umbuchen.
Preis für 2 Personen BC: 3637 €
Unser Eindruck von der EA BC: Essen auf dem Flug in Ordnung, mehr nicht. Die Betreuung sehr zuvorkommend. Die Lounges sehr angenehm, Essen besser. Der Vergleich mit der Lufthansa BC (nach NBO) fällt allerdings deutlich zugunsten von letzterer aus. Das war aber Sept. 2020 mitten in der Pandemie. Wir hatten praktisch unseren persönlichen Steward.
Das Auto:
Wir hatten das letzte Mal bei Serengeti Select Safaris gebucht (über Tanzanian Pioneers – Daniel Staub) und waren sehr zufrieden. Unsere Buchungswünsche wurden erfüllt, alle Formalitäten wurden für uns erledigt, wir bekamen sogar ein Handy mit. Nur das Auto (ein Landrover 110) war doch schon sehr betagt. Aber die Reifen waren sehr gut, und er brachte uns zuverlässig überall hin und wieder zurück.
Dieses Mal hatten wir uns für Adventure Kaskazini entschieden, zum einen wegen des günstigen Preises. (Zwar auch 105 $/d, aber 18% VAT war inkludiert sowie die Flughafentransfers). Die zusätzliche KM-Pauschale bei SSS hätte uns nicht getroffen, da wir insgesamt nur ca. 1600 km gefahren sind.) Vor allem aber gab es 2 enthusiastische Besprechungen der Firma hier im Forum.
Das Fahrzeug, ein Toyota Landcruiser 6-Sitzer, war ebenfalls recht alt, die Reifen in hervorragendem Zustand und letztendlich hat auch er uns überall hin und wieder zurück gebracht. Einen gravierenden Mangel will ich aber nicht verschweigen: die Handbremse zog so gut wie gar nicht. Das hat mich auf einer nassen, abschüssigen Wiese im Arusha NP ganz schön ins Schwitzen gebracht, als das Auto rückwärts den Abhang herunterrutschte. Hier habe ich zum einzigen Mal L4 gebraucht. Nicht ganz so ärgerlich: die vordere Dachluke war offenbar nachträglich ersetzt worden. Jedenfalls schloss sie nicht richtig. Aber da es nicht geregnet hatte, störte uns das nicht so. Was aber störte: im offenen Zustand lies sie sich nicht richtig fixieren (die Gummi-Pröppel passten nicht zu den Halterungen), was zur Folge hatte, dass sie während der Fahrt ab und an mit Getöse zuklappte. Wir haben sie dann festgebunden, mussten sie aber natürlich wieder entfesseln, wenn wir das Dach schließen wollten.
Die Buchungen:
Wir hatten bestimmte Vorstellungen. So wollten wir wieder zu Barbara ins Kiota Nest, auf jeden Fall in die Tarangire Safari Lodge (Zelt 22!) und ins Ikoma Tented Camp. Letzteres kannten wir aus dem Jahr 2000, hieß damals Ikoma Bush Camp, liegt knapp außerhalb des Serengeti NPs. So sparte man die Eintrittsgebühren. Inzwischen muss man dort zwar auch Community Fees entrichten, aber mit 59$/d für 2 Personen ein Schnäppchen. Ansonsten waren wir nur auf die Region festgelegt, wir wollten in den Western Corridor und in die Seronera-Gegend, in der Hoffnung, vielleicht ein wenig von der Migration mitzubekommen. Meine Idee war noch, Sound of Silence wegen der hervorragenden Kritiken hier im Forum. Stey’s (AK) hatte auch einige Ideen, von denen es nur Mbalageti Tented Camp in die Endauswahl geschafft hat. (Ich kann schon verraten: ein Volltreffer!) Die Kommunikation, die anfangs sehr prompt war, verlangsamte sich leider, je mehr eigene Vorschläge ich bezüglich der Unterkünfte hatte. So ging ich dazu über, die Unterkünfte selbst zu buchen. Bei SOS konnte ich leider nur 2 Nächte buchen, die 3. war angeblich ausgebucht. Als ich Stey’s das mitteilte, konnte sie mir die fehlende 3. Nacht besorgen. Das war natürlich sehr positiv. Andererseits behauptete Stey’s, dass sie keinen Kontakt zu Kiota bekommen hätte. Barbara erzählte aber, dass sie keine Mail von AK bekommen hätte. Wie dem auch sei, es begann, ein wenig zu haken. Nun gab es noch das Problem mit den 2 zusätzlichen Nächten wegen der Flugumbuchungen. Wir wollten diese zum geruhsamen Ankommen und Entspannen nutzen, so dass wir den Mietzeitraum des Autos unverändert ließen (19 Tage). Vorteil: die Autoübernahme kann ganz entspannt und ausgeruht am Tag nach der Ankunft vonstatten gehen. Für die 1. Nacht schlug Stey’s Arusha Under the Shade vor. Auch dies ein Volltreffer, das kann ich schon verraten. Als alles in trockenen Tüchern schien, las ich in der Bestätigungsmail vom Mbalageti TC, dass die Fahrzeit von Karatu dorthin 7 Stunden dauern sollte. Da ich der alleinige Fahrer bei uns bin und ich die Straßenverhältnisse kenne, bekam ich Panik. Das wäre mein Tod gewesen. Also musste ein Zwischenstopp her. Meine Wahl fiel auf die Ndutu Lodge, die wir sehr gut kennen. Auch wenn die Gegend um diese Zeit eher tierarm ist, aber Alternativen sah ich nicht. Ich konnte Ndutu schließlich auch auf 300$ für die eine Nacht herunterhandeln. Für die fehlenden Nächte in Karatu habe ich auf Booking.com die Tanzanice Farm Lodge gefunden, und für die letzte Nacht in Arusha das Arusha Holiday Safari für sage und schreibe 30$ (!) das Zimmer mit VP.
Jetzt sah unser Plan also so aus:
Ankunft JRO 28.6. 12:50 Abholung AK, Under the Shade
29.6 Fahrzeugübernahme, Kiota Nest
30.6. Arusha NP, Kiota Nest
1.7. Karatu, Tanzanice Farm Lodge
2.7. Ngorongoro CA, Ndutu Lodge
3.7. – 6.7. Western Corridor, Serengeti NP, Mbalageti TC
7.7. – 9.7. Grumeti Game Reserve, Ikoma TC
10.7. – 12.7. Central Serengeti, Sound of Silence
13.7. Karatu, Tanzanice Farm Lodge
14.7. – 16.7., Tarangire Safari Lodge
17.7. Arusha Holiday Safari, Autorückgabe
18. 7. Flughafentransfer
tbc
LG aus HH
Karsten
PS: Wieso bin ich denn in Namibia gelandet? 😈
Wir waren pünktlich in JRO, ebenso Abuu (Manager) von AK, um uns abzuholen. Leider holte er uns entgegen der Absprache mit unserem „Zukünftigen“ ab. 😗 Er brachte uns zu Under the Shade und machte dort die Autoübergabe. Ich hätte lieber eine Dusche genommen und mich erholt. Obwohl ich eine Liste hatte, habe ich dann einiges vergessen zu fragen, anderes habe ich später nicht mehr erinnert. So hatte ich keine Fahrzeugpapiere. 🤩 An einem Gate wollte der Officer diese wegen des Fahrzeuggewichts sehen. An allen anderen Gates wurde ohne Nachfrage < 2000 kg eingetragen. Auf meinen Anruf bei AK hin wurde mir gesagt, dass die Papiere auf der Heckscheibe klebten. Der Officer fand dort entweder diese Papiere oder die Gewichtsangabe nicht, aber schließlich übernahm er die Angaben auf den anderen Papieren. (Auf diesen O. werde ich später noch eingehen.)
Ärgerlich war, dass AK 112$ für die Transfers berechnet hat, obwohl im Vertrag ausdrücklich stand, dass diese inklusive seien. 😈 Begründung: die Brückentage zwischen Mietzeitraum und An- bzw. Abflug. Nicht so schlimm fand ich, dass man uns auch die versprochene Sim-Karte nicht gegeben hat. Ich habe aber auch vergessen, nachzufragen.
Und noch ein letzter Punkt, bei dem es sehr gehakt hat: Als wir in die NCA für die Übernachtung in Ndutu einfahren wollten, fragte man uns nach unserer „Quote“. Große Augen bei mir. Bei den TANAPA NPs brauchte man das Papier nicht. Der Officer erklärte mir, dass AK uns das hätte mitgeben müssen. Wieder ein Anruf bei AK. Schließlich schickte man mir das Papier auf mein Handy. Hat natürlich auch so seine Zeit gedauert. 😈 (Ich habe dann herausgekriegt, dass es sich um eine Vorausrechnung für die Eintrittsgebühren handelt, aber nur, wenn man in der NCA übernachtet. Auf der Rückfahrt brauchten wir das Papier nicht.)
Fazit Autovermietung Adventure Kaskazini:
Bis auf die Handbremse altes, aber vernünftiges Auto. Die Organisation und die Einhaltung von Versprechen ließen aber sehr zu wünschen übrig.
tbc
LG aus HH
Karsten
Noch schnell einige Bemerkungen zum Selbstfahren auf dem Northern Circuit in TZ:
Orientiert haben wir uns mit der Tansania-Karte von Reise Know How und den speziellen Karten von Veronica Roodt Publications "Tourist Map of the Ngorongoro CA", "Serengeti NP" und "Tarangire NP". Sehr empfehlenswert. Außerdem habe ich noch alte Broschüren mit groben Karten von Ende der 80er, Anfang der 90er über diese Parks und den Arusha NP. Zusätzlich hatten wir Tanzania sowohl von Osmand als auch MapsMe heruntergeladen. Damit sind wir sehr gut zurecht gekommen. Das einzige Mal, dass wir uns verfahren haben, war auf dem Weg zu den Nyamara Kopjes. Laut Karten (Papier und digital) kann man sowohl rechts als auch links vom Seronera River fahren. Ich bin rechts gefahren, um dann auf die linke Seite zu wechseln. Irgendwann überkamen mich Zweifel und ich habe die Karten intensiver studiert. Da kam ein Guide mit einem Auto voller Touristen vorbei. Den habe ich angehalten. Er bestätigte mir, dass wir richtig seien, er wolle auch zu den Kopjes. Ich bin dann hinter ihm her, er war allerdings schnell aus meinem Blickfeld verschwunden. Irgendwann kam er mir allerdings in hohem Tempo entgegen. Er bedeutete mir, dass ich wenden müsse. Auch die Guides verfahren sich also manchmal. 🤩 Weil es schon später war, sind wir allerdings nicht mehr zu den Kopjes.
Außerhalb der NPs ist das Fahren viel einfacher geworden. Einmal ist viel mehr asphaltiert als früher (bis zum Ngorongoro-Kraterrand), und dann gibt es eine tolle Neuerung seit 2018: den Arusha Bypass, eine hervorragend ausgebaute Straße, die von Usa River 40 km südlich um Arusha herum führt Richtung Lake Manyara und Serengeti. Sie kommt in der Nähe des domestic Airports raus. So vermeidet man den irren Verkehr in Arusha. (Ich vermute, dass er seit 2015 noch viel extremer geworden ist. Jedenfalls haben wir gemerkt, dass Arusha stark gewachsen ist.) Für Einkäufe muss man jetzt nur noch vom Western Bypass ein kurzes Stück Richtung Stadt.
Und dann noch ein trauriges Kapitel, das sich nicht vermeiden lässt: die Eintrittspreise für die Parks.
Was man wissen muss: Zu den eigentlichen Eintrittspreisen kommen seit einigen Jahren noch die Concession Fees. Das sind Gebühren, die „eigentlich“ die Unterkünfte zahlen müssen. TANAPA ist aber wohl irgendwann aufgefallen, dass die Unterkünfte diese Gebühr nicht abgeführt haben. Sie haben das System dann so geändert, dass die Touristen die Gebühr direkt zahlen müssen. Wer jetzt denkt, dass die Lodges die Preise entsprechend gesenkt haben, muss sich wohl als extrem naiv bezeichnen lassen.
Ich nenne jetzt die Eintrittspreise für 2 Personen plus Auto unter 2 t inklusive 18% VAT und 1,5% für Kartenzahlung pro Tag. (Den letzten Posten finde ich besonders witzig, weil Kartenzahlung die einzig erlaubte Zahlweise ist.)
Arusha NP 130,55 $ (Keine Concession Fee, da Kiota Nest außerhalb des NP liegt.
Ngorongoro CA ca. 142 $ + 120 $ CF (Rückfahrt ohne CF, da keine Übernachtung)
Serengeti NP 178,46 $ (nur Daytrip) + 143,72 $ CF
Tarangire NP 130,55 $ + 95,82 $ CF
Grumeti Game Reserve: 59 $
LG aus HH
Karsten
Ein Nachtrag:
Zum Selbstfahren gehört ja auch immer der Umgang mit Offiziellen, speziell Polizei und NP-Officers.
Die Polizei war außerordentlich angenehm:
Wir wurden nur ein einziges Mal angehalten, und das zu recht. Wir kamen aus dem Serengeti NP, und ich hatte nach den Tagen ohne Gurt vergessen, selbigen anzulegen. Nachdem der Polizist mich darauf hingewiesen hatte, ließ er uns ohne Strafe weiterfahren. Das hatten wir in früheren Jahren auch ganz anders erlebt. Da wurde versucht, aus tatsächlichen oder auch erfundenen Übertretungen ein Bestechungsgeld zu generieren. Auf der Rückfahrt zum Flughafen habe ich unseren Fahrer darauf angesprochen. Er erzählte, dass die neue Präsidentin seit einiger Zeit durchs Land tourt (kann man auf den vielen Plakaten auch nicht übersehen), und den Verantwortlichen klar macht, dass der Tourismus eine wesentliche Einnahmequelle des Landes ist. Das scheint zu wirken!
Und der 2. Berührungspunkt mit Offiziellen, die Gates:
In der Regel war die Abfertigung effizient. Bei großem Ansturm musste man aufpassen, dass die Guides sich nicht vordrängelten. Aber ein freundlicher Hinweis hat gereicht. Wahrscheinlich waren sie es auch einfach nicht gewohnt, dass da ein Tourist für das Eintritts-Procedere anstand. Die Guides waren übrigens erheblich schneller durch als ich – die hatten wohl über ihre Firma Konten und brauchten wenig mehr als ihren Fingerabdruck abgeben. Ich musste meine Daten auch nur in Arusha in aller Ausführlichkeit angeben, später habe ich nur noch mein Arusha-NP Eintrittsformular vorgezeigt und brauchte dann nur noch sagen, für wie viele Tage ich den Eintritt wollte.
Aber keine Regel ohne Ausnahme, hier sogar 2:
Als ich im Tarangire NP ankam, quoll der Parkplatz über von Autos und auch das NP-Büro von Guides. Das Internet war zusammengebrochen. Ein inoffizieller Mitarbeiter (IM?) lotste mich in ein Nachbarbüro, indem eine Frau saß, die meine Daten per Hand aufnahm. Meine Hoffnung war, dass ich dadurch schneller durchkam. Allerdings dauerte die Aufnahme meiner Daten endlos. Mit meinen Eintrittsformularen von Arusha oder der Serengeti konnte oder wollte sie nichts anfangen (LRS?). Dafür verlangte sie Informationen, die ich noch nie angeben musste, z.B. meine Führerscheinnr. Der IM nahm dann den Zettel an sich und ging mit mir zurück in das NP-Büro. Dort war es inzwischen auch leerer geworden, das Internet funktionierte wieder. Der IM reichte den Zettel an einen Officer weiter, ich reichte mein Eintrittsformular vorsichtshalber hinterher. Ich bekam dann auch mein Permit. 😎 Der IM begleitete mich nach draußen und bot an, mich auch noch durch das weitere Procedere zu begleiten. Ich habe ihn nur groß angeguckt. 😕 Das weitere Procedere besteht darin, dass man zum Gate fährt, sein Permit zeigt und durchgewunken wird. Offensichtlich hatte er sich ein Trinkgeld erhofft. Mir schien dieses merkwürdige Extrabüro eine Trinkgeldmelkmaschine zu sein, die bei mir aber leider nicht funktioniert hat.
Und die 2. Ausnahme:
Es gibt – zu meinem großen Erstaunen – jetzt ein neues Serengeti Entrance Gate. Wenn man, wie wir, über Ndutu zur Serengeti fährt, ist jetzt direkt an der Grenze zur Serengeti ein Gate. Früher fuhr man 20 km durch die Serengeti (ohne zu zahlen, Skandal!) zum Naabi Hill Gate und zahlte dort. An diesem neuen Gate saß nun in einem kleinen Raum der oben schon erwähnte Officer mit seinem Assistenten. Ich reichte ihm mein Arusha Entry Permit, aber irgendwie reichte ihm das nicht. Wegen des Fahrzeuggewichts musste ich bei AK anrufen, angeblich stand die Info auch nicht auf den Papieren auf dem Fenster, schließlich gab er sich aber doch zufrieden, dann telefonierte er, dann tippte er wieder auf seinem PC herum, und es dauerte und dauerte. Schließlich kam er damit raus, dass es ein Software-Problem gäbe, aber spätestens nach 10 Minuten sollte die Zentrale das behoben haben. 😗 (Das Problem lag darin, das seine Software noch nicht auf die neuen, erhöhten Gebühren umgestellt war.) Ich machte dann den Vorschlag, dass ich doch bei der Ausfahrt aus der Serengeti zahlen könnte. Nein, das ginge nicht, aber in 10 Minuten … Aber ich müsste aus der NCA auschecken, sonst müsste ich wegen Overstay einen Extratag Gebühren zahlen. Das würde er durch einen Anruf bei den Kollegen regeln. Und in 10 Minuten … Etliche 10 Minuten später, inzwischen war der Zeitpunkt zum Auschecken in der NCA lange abgelaufen, ließ er sich dann erweichen. Er stellte mir ein provisional Permit aus, ich solle dann bei der Ausfahrt am Ikoma Gate zahlen. Endlich konnten wir also zum 😈 Naabi Hill Gate fahren und dort Auschecken. Dort wurde ich gleich darauf aufmerksam gemacht, dass ich wegen Overstays einen Tag extra zahlen müsste. (Ich glaube, dass, auch wenn die Zeiten auf die Sekunde genau notiert sind, bis zu einer Stunde akzeptiert wird, da bin ich aber nicht sicher.) Von einem Anruf war natürlich nichts bekannt. Große Diskussion, Anruf bei dem Ndutu Gate, schließlich konnte ich ohne Extrazahlung gehen. Schnell zum Gate, um in die Serengeti einzufahren, und mein provisional Permit gezeigt. Nein, damit könne ich nicht in den Park, ich müsse erst bezahlen. Am liebsten hätte ich mir in den Allerwertesten gebissen! 😈 Mir hätte klar sein müssen, dass das Naabi Hill Entrance Gate natürlich nicht abgeschafft worden ist, und ich hätte darauf bestehen sollen, dort zu zahlen, wenn beim Ndutu Gate nichts funktioniert. Also noch mal die Prozedur, die diesmal glücklicherweise schnell ging. Was das Problem mit diesem Officer war, ob er einfach nur unfähig war oder sich langweilte (in dieser Jahreszeit sind nicht viele in der Ndutu-Region, wir waren die ganze Zeit (ca. 2 ½ Stunden) die einzigen, die an diesem Gate waren) oder beides, weiß ich nicht.
tbc
LG aus HH
Karsten
Die Unterkünfte:
Under the Shade: Sehr günstig nicht weit vom Western Bypass gelegen, wenn man Richtung Serengeti startet, hat man Arusha schon hinter sich. Fährt man auf die Anlage, wird man erschlagen von der Vielzahl an exotischen Pflanzen. Die Fotos werden dem nicht annähernd gerecht. (Die Anlage ist noch nicht so bekannt bei internationalen Touristen, aber dafür um so beliebter bei Einheimischen: Fotoshootings aufgebrezelter Mädchen sind der große Hit!) Die Zimmer sind groß, sehr geschmackvoll eingerichtet, mit allem ausgestattet was es braucht, die Angestellten sind freundlich und hilfsbereit. Die Rezeptionistin spricht Deutsch – sie hat 2 Jahre in Hamburg gelebt. Das Essen ist gut und reichlich, Dinner war sehr günstig. (20 $ für 2?)
Preis für die Unterkunft: 110 US$ BB/d.
Es hat uns so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, die letzte Nacht wieder hier zu verbringen und auf die Erfahrung, ein Zimmer mit FB für 30 US$ zu bewohnen (Arusha Holiday Safari), zu verzichten. Wir hatten das über booking gebucht, aber jetzt darauf verzichtet, zu stornieren, in der Hoffnung, dass der Besitzer das Geld bekommt und nicht booking.
https://www.undertheshadesafarilodge.co.tz/Im
Kiota Nest, kurz vorm Eingang zum Arusha NP gelegen, waren wir jetzt zum 2. Mal:
Auf einem großen Grundstück liegt ein riesiges Haus mit 2 großen Schlafzimmern, jeweils mit 2 großen Betten, Wannen-/Duschbad und WC. Ein ebenfalls sehr großes Wohnzimmer mit großem Esstisch, bequemen Sitzgelegenheiten, Kamin und einer Küche, in der Flora sehr leckere Mahlzeiten zubereitet, ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Eine Treppe führt aus dem Wohnzimmerin in ein offenes Obergeschoß. Und mit Barbara kann man sehr interessante Gespräche führen, nicht nur über Tansania und Afrika im Allgemeinen, sondern über Gott und die Welt.
Preis für die gesamte Unterkunft: 170 US$ BB/d, Dinner 20 US$ p/p. (Barbara hat auch ein €-Konto, auf das ich überwiesen habe. Sie hat mir trotz des horrend schlechten Kurses nur 200 €/d berechnet)
Hier habt Ihr Fotos:
https://www.kiotanest.com/Tanzanice Farm Lodge habe ich wieder über booking gebucht, trotzdem waren die Preise unterschiedlich: auf der Hinfahrt 117, zurück 106 US$ HB. Die Unterkunft ist einfach, aber völlig korrekt mit allem, was man braucht. Gleiches gilt fürs Essen. Was aber außergewöhnlich ist: die Hilfsbereitschaft der Angestellten. Ich konnte den Wagenschlüssel nicht mehr finden. Erst haben nur Véro und ich gesucht, dann haben wir die Angestellten um Hilfe gebeten. Ich hatte das Telefon schon in der Hand, um AK zu bitten, einen Fahrer mit Ersatzschlüssel zu schicken, als eine Angestellte mir mit dem Schlüssel vor der Nase herumwedelte. Er war in meiner kurzen Hose, von der ich ganz, ganz sicher wusste, dass ich sie gestern nicht anhatte, weil es zu kalt war.
https://www.tanzanice.net/accomodation/Die
Ndutu Lodge kenne ich seit meinem ersten Aufenthalt auf dem afrikanischen Kontinent (1992) und habe sie seitdem jedes Mal besucht, wenn ich im Norden Tansanias war. Diesmal wollte ich sie eigentlich auslassen, aber mich wegen der zu großen Strecke doch entschlossen, sie als Zwischenstopp einzubauen.
Weil ich emotional so mit der Lodge verbunden bin, sehe ich mich nicht in der Lage, ein einigermaßen objektives Urteil abzugeben. Das Essen war jedenfalls sehr gut.
Ich hatte hart verhandelt für eine Nacht HB und schließlich eine Rate von 300 US$ bekommen. (Wie ich zu spät gemerkt habe, war der Preis für FB. Als man uns ein Lunch-Paket mitgeben wollte, hatte ich es deshalb zurückgewiesen. Aber wir haben auf der Reise sowieso zu viel gegessen.)
https://www.ndutu.com/tbc
LG aus HH
Karsten
Nächste Station auf unserer Tour war das
Mbalageti Tented Camp.
https://www.mbalageti.co.tz/gallery/Von den Unterkünften, die für uns neu waren, war diese zweifellos die schönste. Die riesigen Zelte (falls das Wort noch angemessen ist: auf einem Podest, mit gemauertem Nassbereich) liegen auf einem Hügel, mit ausreichend Abstand zu den Nachbarn. Der Blick ist durch die Bäume vor den Veranden tw. etwas eingeschränkt. Das Essen war ausgezeichnet, die Angestellten nett und efizient, und das Managerpaar hat sich bei uns besonders beliebt gemacht, weil sie uns für die 4. Nacht ein upgrade für das Luxury Tent gegeben haben. (Das sollte normalerweise je nach Saison zwischen 1100 und 1800 US$ in FB/n kosten 🤩 . Man kann dort aber auch gut mit 2 Familien unterkommen, es hat je 2 separate Schlaf- und Badezimmer sowie Veranden, eine der beiden mit Outdoorbadewanne - uneinsehbar. Außerdem ein gemeinsames riesiges Wohnzimmer, ebenfalls mit Veranda.)
Die Anlage ist landschaftlich sehr schön gelegen. Wir hatten das Glück, noch Reste der migration zu sehen.
Der Preis: 285 US$ FB/n. Hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis!
tbc
LG aus HH,
Karsten
Das
Ikoma Tented Camp https://www.moivaro.com/?page_id=126 hatte ich aus mehreren Gründen in unsere Tour integriert:
1. Es liegt knapp außerhalb des Serengeti NPs, man spart also die horrenden Parkgebühren. Allerdings muss man eine Community Fee von 29,5 US$ ppn zahlen. (das ist im Vergleich zu den NP-Gebühren natürlich lächerlich wenig.)
2. Es liegt so nah am nicht eingezäunten NP, dass die Tierwelt sich nicht groß von der in der Serengeti unterscheiden sollte.
3. Wir kannten das Camp. Auf unseren Touren 2000 und 2003 sind wir dort gewesen. Damals hieß es Ikoma Bush Camp (es gibt immer noch Hinweisschilder mit dem Namen), gehörte einem britischen Paar, und wir hatten uns dort sehr wohl gefühlt. Auf Ausflüge in den NP konnten wir gut verzichten.
Nun, der letzte Punkt ist ein Beispiel dafür, dass man seine eigenen Erfahrungen nach so vielen Jahren kritisch hinterfragen sollte. 🤩 😈
Unseren ersten "Gamedrive" haben wir Richtung Norden gemacht. Ich hatte natürlich vorher keine Infos eingeholt, ich kannte mich ja aus! 😗 In den ca. 20 Jahren, die verstrichen waren, hatte sich eine Streusiedlung entwickelt. Statt Tierbeobachtungen hatten wir interessante Begegnungen mit Einheimischen, wenn eine Piste wieder vor einer Hütte endete. 😄
Am 2. Tag sind wir in den NP gefahren. Das geht schnell und man spart immerhin noch die Concessionfee. Und am Abreisetag haben wir noch (wegen der 24h-Regelung wollten wir nicht zu früh im Park sein) einen Gamedrive unmittelbar vor der Parkgrenze gemacht, der war landschaftlich sehr schön.
Das Camp selbst ist größer geworden, aber die Zelte haben immer noch genügend Abstand zum Nachbarn mit Blick in die Ebene. Die Ausstattung ist basic, aber völlig ausreichend. WLAN gibt es nur im Restaurantzelt für 2 Stunden am Tag. Da dann alle Gäste gleichzeitig ins Netz wollen, ist Internetzugang mehr als Glückssache.
Das Essen ist in Ordnung, unsere Bedienung war sehr witzig, wir haben viel geflachst, und der für den Restaurantbereich zuständige Manager war sehr hilfsbereit. Gleiches kann ich nicht für den 2. Manager sagen, der für den Empfang und die Abrechnung zuständig war. Als wir ankamen, war weit und breit niemand zu sehen. Ich musste erst mal über das Gelände irren, bevor ich jemanden fand, der ihn holte. Unser Voucher mit der Bestätigung unserer Anzahlung (außer Kaskazini das einzige Mal, dass wir vor der Reise eine Anzahlung leisten mussten), den wir ihm dann übergaben, war 3 Tage später nicht mehr auffindbar. Deshalb hatte er wohl nicht auf dem Schirm, dass wir bisher nur 25% gezahlt hatten. Er war sehr verblüfft, dass wir darauf bestanden, nicht nur unsere Getränke, sondern auch die restlichen 75% zu zahlen. Andererseits hatten wir bei ihm den Eindruck, dass er geldgierig war. Vielleicht tue ich ihm ja unrecht, aber dass wir die Community Fee (177 US$ für 2 Personen und 3 Nächte) ohne jede Quittung zahlen sollten ... Am nächsten Tag kam er dann mit einem Einheimischen und einem Zettelchen an. Wir haben dann gezahlt, aber hatten beide den Eindruck, dass die beiden sich das Geld geteilt haben.
Der Preis: 170 US$/n.
Für Leute, die aufs Geld gucken müssen, eine Alternative. Man spart die Concessionfee, muss dann aber täglich durchs Gate. (Das ging aber am Ikomagate recht fix.)
tbc
LG aus HH
Karsten
Hallo,
ich muss mich langsam etwas beeilen, um mit dem Thread fertig zu werden, bevor wir wieder nach Teneriffa verschwinden.
Aufgrund der positiven Besprechungen hier im Forum hatten wir als nächstes 3 Nächte im
Sound of Silence geplant. Leider teilte man mir mit, dass die 3. Nacht fully booked war. Als ich Stey’s von Adventure Kaskazini nach einer Alternative fragte, hat sie es geschafft, von SoS die fehlende Nacht zu bekommen. Zum gleichen Preis wie wir: 370 US$ FB/n. So weit, so gut. 2 Wochen vor unserer Ankunft im SoS Camp schrieb mir Stey’s, dass SoS sie kontaktiert hätte, weil wir keine Anzahlung geleistet haben und wir riskieren würden, unsere Reservierung zu verlieren. Warum sie uns nicht direkt geschrieben haben 😕 ? Bis dahin war von einer Anzahlung auch keine Rede gewesen. Ich schrieb dann an SoS, dass wir es vorziehen würden, die gesamte Rechnung bei Ankunft zu zahlen. Bis auf Kaskazini und Ikoma Bush Camp hätte niemand eine Anzahlung verlangt, wir würden gerne die Überweisungsgebühren sparen und außerdem seien wir ja schon in TZ, so dass sie sicher sein könnten, dass wir bei ihnen eintreffen würden. Das wurde abgelehnt mit dem Hinweis auf ihr Buchungssystem. Daraufhin schrieb ich, dass sie das System doch sicher überstimmen könnte. Keine Antwort! 3 Tage vor unserer geplanten Ankunft schrieb ich noch mal, wieder keine Antwort. Jetzt wurde ich langsam panisch 🤩 und versuchte, auf die Schnelle eine andere Unterkunft für 3 Nächte zu finden. Das war gar nicht so einfach. Schließlich wurde ich auf der Website der
Serengeti Serena Safari Lodge fündig. Dort war zu dem Zeitpunkt die Serengeti Suite günstiger als die normalen Suiten, aber immer noch stolze 569 US$ FB/n, also 199 US$ mehr pro Nacht als SoS. 😈
https://www.serenahotels.com/serengeti/accommodation/serengeti-suite Die Übernachtungen musste ich auch sofort bezahlen. Leider, denn kaum hatte ich gezahlt, kam eine Nachricht von SoS, dass sie sich auf uns freuen würden! 🤪
In der Lodge hatten wir dann jeden möglichen Luxus (den wir nicht brauchten), hervorragendes Essen (das wir sehr genossen haben) und freundliche Mitarbeiter. Die Suite war allerdings eine Enttäuschung: nur ein kleiner Balkon statt einer Terrasse. Überhaupt war die sehr schöne Anlage eng bebaut, gemauerte Unterkünfte an Stelle von Zelten, kurz: wir haben uns nicht sehr wohl gefühlt. 🙁
tbc
LG aus HH
Karsten
Von der SSS Lodge sind wir dann in einem anstrengenden Ritt mit Pause am Ngorongoro View Point bis nach Karatu zur Tanzanice Farm Lodge gefahren. Einziger Unterschied zur Hinfahrt: die Unterkunft war 15 US$ günstiger. Beschrieben habe ich sie ja schon weiter vorne. Am nächsten Tag ging es dann ganz entspannt zum Tarangire NP. Die Probleme aufgrund des Internets am Gate habe ich auch schon beschrieben. Betroffen waren davon nicht nur wir, sondern auch die Guides. (Ich erwähne das, weil in einem Beitrag behauptet wurde, einer der Vorteile des Fahrens mit Driver/Guide sei, dass man an den Gates nicht von Internetproblemen betroffen ist.)
Die
Tarangire Safari Lodge ist eine unserer Lieblingslodges in Afrika, so wie der Tarangire einer unserer liebsten NPs ist.
https://www.tarangiresafarilodge.com/Und wenn dann noch die Reservierung unserer Lieblingszeltes (No. 22) ganz am Ende klappt, ist das Glück vollkommen. (Was ich nie verstanden habe, warum so viele Leute möglichst nah am Restaurant/ an den Ablutions schlafen möchten. 😵 Je einsamer, je besser ist unser Motto!)
Eine erfreuliche Neuerung gab es auch noch: direkt neben unserem Zelt gab es eine Vogeltränke, an der sich nicht nur diverse Vögel, sondern auch Impalas und Dikdiks bedienten. (Einmal haben wir nachts neben unserem Zelt einen Löwen gesehen, diesmal haben wir sie nur gehört.)
Bezahlt haben wir 353 US$/n HB.
Nach 3 Nächten sind wir dann wieder nach Arusha ins Under The Shade gefahren. Diese Unterkunft habe ich ja auch schon beschrieben. Wagenrückgabe verlief ohne Probleme. Am nächsten Tag konnten wir unser Zimmer ohne Aufpreis länger benutzen, bis der Fahrer von AK kam, um uns zum Flughafen zu bringen.
Das war’s. Ich hoffe, einige von Euch können nützliche Informationen aus meinem Bericht mitnehmen.
LG aus HH
Karsten