Wir stehen heute etwas früher auf. Es hat abgekühlt in der Nacht. Das Licht ist traumhaft schön und die Felsen sind ganz rot nach Sonnenaufgang.
Heute gibt’s ein kurzes Frühstück, wir wollen eine Rundwanderung um die ganze Campsite und zum Felsenbogen machen. Sobald die Sonne richtig aufgegangen ist, sind die Felsen wieder viel heller.
Dennoch ist es wunderschön in diesen frühen Morgenstunden über das Gelände zu wandern. Wir steigen hinauf zum Rockpool und zum Felsenbogen.
Dort sind wir ganz allein. Es ist erst 9 Uhr, aber die Temperatur steigt schnell an. Trotzdem bleiben wir einen Moment auf diesem speziellen Felsen....
So wandern wir wieder zurück auf unseren gemütlichen Platz und geniessen den Rest des Vormittags am schattigen Fuss der Spitzkoppe.
Der Sand bei der Feuerstelle ist immer noch warm von gestern Abend – genügend warm um ein Ei darin hart zu kochen.. 😉
Heute ist unser letzter Camping-Tag und die Mahlzeiten gibt’s aus den Resten der Vorräte. Gegen Abend mache ich noch einen Spaziergang und erschrecke dabei 3 Klippspringer. Sie bleiben jedoch ganz lange auf einem Felsvorsprung und beobachten mich von oben herab. 😉
Zurück auf der Campsite machen wir zum letzten Mal ein Feuer und geniessen den letzten Abend in dieser wundervollen Stille unter dem Sternenhimmel in vollen Zügen und haben auch unsere kleine «Höhle» romantisch beleuchtet…. 🙂
Morgen geht unsere Fahrt Richtung Erindi - und wir hoffen zum Abschluss unserer Tour noch ein paar Tiere zu sehen, obschon wir die wunderschönen Landschaften sehr genossen haben.
Teil 2205. Jan. 2022
19. Tag – Fahrt nach Erindi Game Reserve mit Abstecher zur Bulls Party bei der Ameib Ranch
Heute müssen wir leider den wunderschönen Ort bei der Spitzkoppe wieder verlassen. Da wir unsere Kanister noch voll haben, profitieren wir hier, diese vollständig zu leeren, wir fahren ja nicht mehr in abgelegene Gegenden.
Wir beobachten heute Morgen noch einmal die 3 Klippspringer am gegenüberliegenden Felsen. Es ist erstaunlich wie sie ohne Mühe den steilen Felshang hoch springen können. Dann geht unsere Fahrt Richtung Usakos mit einem letzten Blick Richtung Spitzkoppe.
Wir entscheiden ganz spontan einen Abstecher Richtung Ameib Ranch und die Bull’s Party zu machen. Diese Felsformationen mit den Granitkugeln sind sehr beeindruckend.
Dann fahren wir auf der B2 bis Karibib. Hier sind gerade viele Schulkinder unterwegs nach Hause.
Weiter geht die Fahrt auf der C33 bis kurz vor Omaruru. Dort steht der Wegweiser für in den Erindi.
Der GPS hat uns zuerst eine falsche Route angegeben und so mussten wir einen kleinen Umweg fahren, da wir vor einem verschlossenen Parktor landeten.
Nach weiteren 70 km kommen wir endlich bei der Old Traders Lodge an.
Es ist ziemlich hektisch bei unserer Ankunft, da gerade Game Drive angesagt ist und sich 2 Reisegruppen bereit machen. Wir möchten jedoch vorerst richtig ankommen und unsere Suite beziehen, da wir doch gespannt sind, wie diese Livingston-Suite aussehen wird 😉 Vorerst müssen wir noch zweimal Fieber messen, einmal zeigt es bei mir nur 32° an – eine ziemliche Unterkühlung bei einer Aussentemperatur von fast 40°…. 😄
Dann werden wir zu unserer Suite geführt und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, - es übertrifft alles was wir bisher an Lodge’s in Namibia erlebt haben. 🙂 Wir hatten grundsätzlich nicht diese Suite angefragt bei der Buchung. Alle Bungalows waren jedoch bereits ausgebucht (sehr wahrscheinlich Gruppenreisen) - Das Angebot für 3 Nächte für die Suite mit all inklusive (auch 2 Gamedrives pro Tag) schien uns ganz korrekt und so sind wir hier gelandet…. 😉
Die Suite ist etwas abseits der anderen Bungalows in der Nähe des Restaurants und hat einen eigenen Eingang.
Ein Strohdachhaus mit einem traumhaften Blick über das Wasserloch.
Durcheinen eigenen Eingang kommen wir auf eine Holzveranda, welche direkt über dem Wasser hängt. Die ganze Front ist aus Glas, was sowohl vom Schlaf- wie vom Wohnzimmer einen direkten Blick auf das Wasserloch und den Busch erlaubt. Einfach überwältigend. Die Suite hat ein Wohn- und Schlafbereich und ein grosszügiges Badezimmer, überall mit Aussicht auf das Wasserloch.
Im Wohnbereich gibt es auch eine kleine Küchenzeile mit einer grossen Schale mit frischem Obst und eine Espresso-Maschine. Der Kühlschrank ist voll mit einer Vielzahl von Getränken mit und ohne Alkohol. Daneben ist ein Schrank mit verschiedenen Spirituosen, wie Gin, Whisky, Amarula, etc. ---All das ist ALL INKLUSIVE! Und dann ist da noch der Außenbereich. Eine Terrasse mit Pool und Liegestühlen.
Welch ein Kontrast nach unserer Skeleton-Coast-Campingtour…. – Gewöhnungsbedürftig soo viel Luxus… 😉 😉 Wir machen es uns gemütlich auf der Terrasse und genehmigen uns einen doppelten GT zur Feier des Tages… Im Pool können wir die Hippo-Familie beobachten und auf der Sandbank des Wasserloch’s sonnen sich Krokodile.
Nach Sonnenuntergang kommt ein Elefant aus dem Busch.
Im Restaurant wird das Abendessen in Buffet-Form serviert – eine grosse Auswahl an leckeren Gerichten. Auch hier ist die Aussicht auf den Busch und das Wasserloch – etwas weniger exklusiv als von unserer Veranda… 😉 Es wird langsam dunkel, das Wasserloch wird beleuchtet und die Hippos gehen auf Futtersuche... 😉
Wer wird wohl ans Wasserloch kommen in der Nacht...?
Teil 2307. Jan. 2022
20. Tag – 1. Teil - Erindi Game Reserve – Morning Game-Drive
Die Nacht verlief recht ruhig – als ich einmal aufwachte, sah ich gleich eine Familie Giraffen am Wasserloch.
Wir müssen heute früh aufstehen für den Gamedrive. Um 6.00 Uhr gibt’s Kaffee und Toast und um 6.30 Uhr ist Abfahrt. Wir sind nur 4 Personen mit unserem Guide, das ist toll. Es ist noch recht kühl und wir fahren vorerst ein gutes Stück in den Park hinein.
Dann verlässt unser Guide den Pad und fährt einfach zwischen den Sträucher durch den Busch. Der Busch ist zum Teil richtig dicht und nicht ideal für Tiersichtungen. Doch bald entdecken wir ein Elefant hinter den Büschen und etwas weiter ein stolzer Oryx.
Wir kurven weiter durch den Busch – ich staune, dass der Guide die Orientierung nicht verliert. – Hie und da steigt er aus und muss einen abgebrochenen Ast entfernen, damit er überhaupt weiterfahren kann. Natürlich kennt er sicher den Park sehr gut aber diese Büsche sehen alle gleich aus. Und da, irgend etwas bewegt sich im Steppengras - ein Leopard. Er scheint auf Nahrungssuche zu sein, aber wir interessieren ihn nicht. 😉
Wir können ihm recht lange folgen, er ruht sich bei einem Termitenhügel etwas aus und verschwindet wieder im dicken Gebüsch. Trotz dem Sendehalsband ist es eindrücklich dieses elegante Raubtier hier in dieser Wildnis in nächster Nähe beobachten zu können.
Auf der Weiterfahrt kommen wir auf eine grosse weite Ebene. Ein paar Springböcke, Wasserböcke, aber keine grossen Herden.
Wir fahren weiter zu einem anderen Wasserloch im Park. Eine Hippo-Familie steht am Ufer – 4 Hippos von gross bis ganz klein – das Kleinste ist so süss!
Ein Krokodil liegt faul an der Sonne und beachtet uns überhaupt nicht, auch wenn wir recht nah mit dem Fahrzeug anhalten.
Inzwischen steht die Sonne schon recht hoch am Himmel und es ist heiss geworden. Jetzt gibt's vorerst eine Kaffee Pause.
Anschliessend geht es noch weiter in den Busch. Unter schattigen Bäumen treffen wir auf eine Löwenfamilie, faul dösend im Steppengras. – Die Löwen kennen natürlich das Fahrzeug und sie lassen sich nicht stören – für uns doch sehr eindrücklich so nah im offenen Safari-Fahrzeug den König der Savanne zu beobachten und natürlich zahlreiche Bilder zu schiessen.
Nach diesen tollen Tiersichtungen fahren wir wieder zur Lodge, wo ein spätes aber vielseitiges, feines Frühstück auf uns wartet. Dann haben wir Zeit unsere Suite und die Terrasse zu geniessen. Die Abkühlung in unserem Pool ist sehr angenehm.
Am Wasserloch ist es recht ruhig, erstaunlicherweise steigen die Hippos zwischendurch auch aus dem Wasser und legen sich auf die Sandbank.
Auch ein paar Giraffen und Springböcke halten es an der Nachmittagssonne aus und die Krokodile lieben es auf die Böschung zu liegen
Teil 2407. Jan. 2022
20. Tag – 2. Teil - Erindi Game Reserve – Afternoon Game-Drive
Um 16.00 gibt’s Kaffee und Kuchen und dann fahren wir wieder los mit unserem Guide. Es ist richtig heiss und schwül, es könnte heute ein Gewitter geben.
Es ist nicht viel los, ein paar Impalas springen davon, eine Riesentrappe verschwindet im Steppengras – ob die Tiere spüren, dass es ein Gewitter gibt? Da wir heute morgen gutes Sichtungsglück hatten, ist es nicht so tragisch.
Dieser Schädel und die Knochen stammen von einem Elefanten, welcher aufgrund seines hohen Alters gestorben ist. Der Guide erzählt uns, dass eine Gruppe Elefanten tagelang Totenwache gehalten haben. Sehr eindrücklich.
Doch auf einmal sehen wir eine graue Bewegung hinter den Büschen – ein Spitzmaul-Nashorn!
Der Guide kann recht nahe an das Tier fahren. Der Wind bläst in unsere Richtung und somit bemerkt das Nashorn unser Fahrzeug nicht.
Die Abendstimmung ist heute sehr schön
Wir geniessen den speziellen Sundowner bei einem GT bevor es zurück in die Lodge geht. In der Ferne zieht eine Gewitterfront über den Park.
Bei unserer Ankunft ist es bereits dunkel. Am zweiten Wasserloch hinter der Lodge präsentiert sich in der Abendbeleuchtung ein weiteres Nashorn.
Beim Abendessen ist es ziemlich lärmig, da mit den beiden Reisegruppen das Restaurant voll ist. Es ist auch sehr schwül und ich bin ganz froh, dass das Essen in Buffetform serviert wird, so kann man auswählen was bei dieser Hitze Lust zum Essen macht.
Bald ziehen wir uns in unsere Suite zurück und geniessen den Abend auf der Veranda. Wir sind doch recht müde und morgen geht’s erneut früh los. Ich habe jedoch Mühe einzuschlafen und auf einmal gibt’s Betrieb am Wasserloch. Es ist schon ein Privileg, wenn man aus dem Schlafzimmer direkten Blick auf das Wasserloch hat…. 🙂 Eine Elefantenfamilie kommt ans Wasserloch und ich stehe noch einmal auf und geniesse einfach dieses Schauspiel der grossen und kleinen Elefanten.
Teil 2509. Jan. 2022
21. Tag – Morning Game Drive und tolle Tiersichtungen am "privaten"Wasserloch
Auch heute stehen wir vor Sonnenaufgang auf für den Morning Game Drive. Unser erster Blick auf das Wasserloch in der Morgendämmerung und wir sind hellwach – Zebras und Gnus sind am Wasserloch und ziehen sich in den Busch zurück.
Nach Kaffee und Toast geht’s wieder los. Wir fahren diesmal in eine ganz andere Richtung im Park.
Hinauf auf einen Hügel mit einer wunderschönen Aussicht über den Park. Das Morgenlicht lässt die Landschaft immer in seinem schönsten Kleid leuchten!
Noch ganz eingenommen von der Landschaft überrascht uns ein mächtiges Nashorn. Wir fahren so nah dran, dass es fast neben uns steht. Ich wage kaum zu atmen, obschon ich weiss, dass es schlecht sieht habe ich das Gefühl dass es uns gewittert hat.
Weiter geht die Fahrt in eine offene Steppenlandschaft. Wir entdecken Giraffen und etwas weiter 2 Geparden.
Es hat eine Art Wasserreservoir mit einer Mauer, fast 2 Meter hoch. Die zwei Geparden schleichen um die Mauer und versuchen hinaufzuspringen. Der Guide meint, dass sie wohl ins Wasser fallen würden, der Rand der Mauer sei nur schmal. Aber ganz plötzlich gelingt es einem Gepard doch hinauf zu springen und er fällt nicht ins Wasser. Akrobatisch löscht er seinen Durst und balanciert sogar ein Stück auf dem Mauerrand 🙂
Nach einer Kaffeepause fahren wir wieder zurück zur Lode. Wir sind jedoch recht weit davon entfernt und die Fahrt führt uns durch den nördlichen Teil, wo im September ein furchtbarer Buschbrand gewütet hat. Der Guide sagt, dass zum Glück kein Wild zu Schaden gekommen sei – die Tiere hätten vor dem Feuer flüchten können.
Fortsetzung - 21. Tag - Nachmittag in der Old Traders Lodge
Nach dem gemütlichen Frühstück verbringen wir den Tag in unserer Suite. Heute ist recht viel Betrieb am Wasserloch. Impalas, Springböcke, Giraffen und zwei Elan kommen auch noch dazu, es ist richtig spannend. Wir haben Logeplatz auf unserer Veranda.
Eine Elefantenfamilie kommt aus dem Busch und vergnügt sich im Wasser. Es ist so lustig wie die Kleinsten spielen. Die Krokodile stören sie überhaupt nicht, auch wenn diese in der Nähe sind.
Sie waren über eine halbe Stunde am Wasserloch und als sie sich wieder auf den Rückzug machen, passt dies einem «Teenager»-Elefanten gar nicht. Er schlägt mit dem Rüssel ins Wasser und will noch länger bleiben. Als er auf einmal merkt, dass die Familie schon abgezogen ist, rennt er ihnen nach, ganz und gar nicht zufrieden.
Ich habe versucht das Elefantenspektakel in einen kleinen Film zusammenzustellen.
Gegen Abend zieht ein Gewittersturm über die Lode, wir entscheiden nicht auf Gamedrive zu gehen, wir haben unsere Tiersichtungen am Nachmittag am «privaten» Wasserloch seehr genossen.
Es stürmt und regnet richtig. Nach dem erfrischenden Regen sind auch die Hippos wieder wach.
Ein Hippo ist richtig übermütig und rollt sich im Wasser – richtige kunstvolle Präsentation.. 😄
Nach dem Gewitter zeigt sich noch einmal die Sonne und die Abendstimmung ist traumhaft schön – wir sind total glücklich – so ein Tag als Abschluss von unserem Aufenthalt in unserer Luxus Suite…. 🙂
Wir sind heute etwas früher beim Abendessen, die Reisegruppen sind noch nicht zurück vom Gamedrive. Somit ist es nicht so lärmig und wir geniessen diesen Abend noch in vollen Zügen.
Der Abschied von unserer Reise rückt näher, morgen geht es bereits wieder Richtung Windhoek.
Teil 2713. Jan. 2022
22. Tag – Fahrt nach Windhoek – Abgabe Fahrzeug und letzte Nacht im Voigtland
Sehr gemütlich fangen wir heute den Tag an und sitzen etwas länger beim Frühstück. Wir haben es nicht eilig, wir fahren heute direkt nach Windhoek und geben unser «Sorgenkind» Fahrzeug ab. Wir haben es geschafft, dass die Batterien sich nicht gegenseitig leeren und wir so unsere Tour ohne weitere Probleme beenden konnten. Der Abschied von Erindi und natürlich von unserer Luxus-Suite fällt uns nicht leicht.
Wir fahren über die D2121 und D2110 nach Okahandja und dann auf der B1 nach Windhoek.
Die von Bushlore angegebenen Koordinaten stimmen leider nicht und wir irren ein wenig umher, bis wir endlich das Depot von Bushlore gefunden haben. 🙁 Es ist brütend heiss und es herrscht eine Hektik im Vorhof von Bushlore. Viele Fahrzeuge zur Über- und Rückgabe stehen umher. Wir haben gehofft den Chef anzutreffen, aber es hiess er sei nicht da… - Vielleicht wollte er uns auch nicht antreffen… 🤨 Wir rapportieren die ganze Geschichte noch einmal und schreiben alles genau auf das Abnahme-Protokoll. Der Angestellte von Bushlore, welcher das Fahrzeug abnimmt, empfiehlt uns, unbedingt die Reklamation beim Hauptsitz in Südafrika zu deponieren. Das Abnahmeprotokoll wird ohne weiteres unterschrieben und der Angestellte fährt uns ins Voigtland mit «unserem» Fahrzeug. Er bestätigt, dass das Fahrzeug auch auf der Schnellstrasse zu wenig Leistung hat. Wir sind eigentlich ganz froh, als wir endlich das Thema Fahrzeug abschliessen und den letzten Tag in Namibia auf Voigtland noch richtig geniessen können. Wir werden einmal mehr herzlichst begrüsst von Gaby und Kim.
Nach Kaffee und Kuchen im Garten haben wir Zeit unser Hab und Gut zu sortieren und für den Rückflug zu verpacken. Es zieht ein Gewitter auf – ein richtiger Sturm mit Regen fegt über Voigtland, aber der Sturm dauert nicht lange. Dann ist es Zeit für die Giraffenfütterung – das ist schon eindrücklich, wenn eine Giraffe mit der langen Zunge aus der Hand frisst. 🙂
Für den Sundowner serviert uns Stefan, der Herr des Hauses, «sein» Gin-Tonic und wir stossen auf unsere vielseitige, zum Teil etwas abenteuerliche aber sehr schöne Tour an.
Die Abendstimmung ist auch heute traumhaft schön.
Zum Abendessen werden wir mit einem leckeren Elansteak verwöhnt. Der ausgezeichnete Rotwein gibt uns die nötige Müdigkeit, damit wir die letzte Nacht in Namibia tief und fest ins Traumland versinken… 😉
Teil 2816. Jan. 2022
23. Tag - Relaxen im Voigtland und es geht wieder nach Hause
Ein wunderschöner Morgen im Voigtland. Wir haben heute den ganzen Tag Zeit und so bleiben wir schon beim Frühstück länger sitzen und beobachten die Vögel im Garten. Wir machen es uns gemütlich im Garten und träumen vor uns hin.
Am Nachmittag treffen bereits neue Gäste ein und bald wird es Zeit uns bereit zu machen für den Transport an den Flughafen. Der Chauffeur von Voigtland bringt uns zum Flughafen. Wir sind recht früh da und so können wir gleich ohne Wartezeit unser Gepäck einchecken und gemütlich im Wartebereich einen letzten Drink geniessen. Kurz bevor das Boarding beginnt, heisst es im Lautsprecher, dass die Frauen auf einer Seite anstehen sollen und die Männer auf der anderen Seite. Es versteht niemand was genau passiert, eine riesige Aufregung geht durch den ganzen Raum. Sicherheitsbeamte kontrollieren noch einmal das Handgepäck und fragen, ob wir das Gepäck selber vorbereitet haben…, niemand hat eine Ahnung was das soll. 🙁 Ausser einer grossen Aufregung hat niemand verstanden was diese Übung für einen Grund hatte, dazu kommt, dass nicht alle der Aufforderung in die Schlange zu stehen gefolgt sind.. 😵 Dann endlich geht es raus über das Flugfeld Richtung Flugzeug, welches im letzten Sonnenlicht für uns bereitsteht.
By by Namibia – es war aufregend und einmal mehr wunderschön…. 🙂
Der Flug durch die Nach verläuft ruhig und wir kommen pünktlich in Frankfurt an. Wir müssen durch den Transitbereich, da wir weiter fliegen nach Zürich. Noch einmal müssen wir durch die Sicherheitskontrolle des Handgepäcks und alles wird erneut ausgepackt. Es ist ein riesiges Durcheinander, unfreundliche Sicherheitsbeamten und mein IPad landet bei einem anderen Passagier in seinen Sachen. Zum Glück merkt er es und gibt ihn mir zurück. Ich ärgere mich über diesen unnötigen und wahrlich übertriebenen Sicherheitscheck. Ein kurzer Flug nach Zürich und im Intercity zurück nach Basel und schon sind wir wieder zu Hause. Wir sind müde aber glücklich und sehr dankbar, dass wir diese Reise machen durften.
Und das war unsere Tour auf der Karte eingezeichnet:
Ein Fazit unserer Reise folgt noch… 🙂
Teil 2917. Jan. 2022
Und zum Schluss das Fazit unserer Reise
Gewohnt als Lodgehopper unterwegs zu sein, waren wir diesmal das erste Mal, auch aufgrund der Tour an die Skeletoncoast, mit dem Dachzelt unterwegs. Das Campieren hat uns riesig Spass gemacht. Die Nähe zur Natur ist beim Campieren noch spürbarer. Einfach unter dem namibischen Sternenhimmel am Feuer mitten in dieser grandiosen Natur zu sitzen ist ein Privileg. Was uns am Meisten gestört hat ist das Dachzelt jeden Morgen erneut zu «verpacken». Wir würden bei einem weiteren Mal sicher ein Bushcamper vorziehen. 🙂 Wir haben ganz bewusst auf unserer Tour zwischendurch eine Übernachtung in einer Lodge gebucht, was wir auch sehr genossen haben. Die geführte Campingtour an die Skeletoncoast war trotz dem «untauglichen» Fahrzeug und verpasster Dünenfahrt ein unvergessliches Erlebnis. Die verschiedenen wilden, unberührten Landschaften beeindruckten uns sehr. Diese Einsamkeit hat sehr beruhigend auf mich gewirkt und zugleich wurde mir bewusst, wie winzig klein wir sind gegenüber dieser jahrtausend währender Veränderungen unserer Erde. Wir haben am Schluss 3 Tage Erindi gewählt, weil der Etosha irgendwie nicht in unsere Route passte und wir trotzdem ein paar Tiere sehen wollten. Mit dem Angebot der Livingstone Suite und dem Wasserloch vor der «Haustür» war das natürlich ein wunderschöner Abschluss. 🙂
Gesamthaft sind wir 3400 km gefahren mit unserem «Sorgenkind»- Fahrzeug. Unsere Beanstandung wurde gleich nach unserer Rückkehr dem Reiseveranstalter schriftlich mitgeteilt. Er hat uns bestätigt, dass sie mit Bushlore in Kontakt seien. Leider haben wir bis heute noch keine konkrete Rückmeldung oder Entschädigung erhalten. Wir sind geduldig und bleiben dran…. 😉
Vielen Dank an alle, die uns bei der virtuellen Reise begleitet haben, sei es mit dem Zeichen des Danke-Buttons, den verschiedenen Mitteilungen oder als stille Mitleser/Mitleserin. Ein Reisebericht schreiben ist für mich jeweils wie eine «Zusatz-Reise». Ich erlebe beim Schreiben und Bilder auswählen jeweils die Tour noch einmal mit allen Hoch’s und Tief’s… 😉
Ich beende somit unsere Reise mit einem Zitat von Sir David Attenborough, welches sehr gut zu unserer Reise passt:
«It seems to me that the natural world is he greatest source of excitement, the greatest source of visual beauty and the greatest source of intellectual interest. It is the greatest source of so much in life that makes life worth living.»