Reisebericht

Vom Winde verweht - Skeletoncoast-Campingtour

von regsal · begonnen 28. Nov. 2021 · 29 Teile

Teil 128. Nov. 2021
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Prolog
Vor 2 Jahren waren wir bereits im Kaokofeld und nah an der Grenze zur Sperrzone der Skeletoncoast. Irgendwie liess uns sowohl das Kaokoveld und den Wunsch einmal der Skeletonküste entlang als Camper bis zum Kunenemund zu fahren nicht mehr los. Als dann 2 Monate später unser Reiseanbieter eine geführte Camping-Tour an die Skeletoncoast im Programm hatte, überlegten wir nicht lange und buchten kurzerhand diese Tour für Oktober 2020. Es war der 20. Februar 2020..., nur ein paar Wochen später dachte niemand mehr an Reisen nach Namibia.... 🙁
Anfangs waren wir, wie viele überzeugt, dass alles vorbei sei im Oktober 2020 aber - 1. kommt es anders und 2. als man denkt...
Dieser Satz wird sich auch während unserer Reise bewahrheiten. Irgendwann entschieden wir uns, die ganze Reise einfach ein Jahr zu verschieben, was problemlos machbar war. Dann während des Sommers 2021 erneutes Bangen, ob die Reise so stattfinden kann. Aber so wie es vielen von euch ergangen ist, hofften wir ganz fest, dass wir trotz aller Umständen..., Corona-Tests, Virusvariantengebiet, etlichen Formulare ausfüllen etc. nach Namibia reisen werden.
Diese Tour war auch eine Jubiläums- und Geburtstagstour,...., vor 10 Jahren sind wir das erste Mal nach Namibia gereist und waren so begeistert, dass es dieses Jahr bereits die 6. Reise wurde. Dazu kommt, dass wir dieses Jahr beide den 60. Geburtstag gefeiert haben (Covid bedingt natürlich ohne grosse Feier).
Bisher waren wir immer als Lodgehopper unterwegs und so kam nun die neue Erfahrung vom Camping in Namibia dazu, was alles noch aufregender machte.... 😉

Und so sah unsere Tour aus.
1. Tag Übernahme Fahrzeug Bushlore und Übernachtung Voigtland
2. Tag Fahrt nach Swakopmund über Bosuapass Übernachtung Meikes Gästehaus
3. Tag Fahrt nach Capcross - Übernachtung Capcross-Campsite
4.-11. Tag Begleitete Tour Skeletoncoast und Kaokoveld
12.-13. Tag Campsite Palmwag
14. Tag Vingerklip Lodge
15.-16. Tag Brandberg White Lady Campsite
17.-18. Tag Spitzkoppen-Campsite
19.-21. Tag Erindi Old Traders Lodge
22. Tag Voigtland

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Obschon nicht alles nach Programm lief, sind wir heute sehr dankbar, dass es geklappt hat mit dieser Reise! Die Erlebnisse waren grandios und vielfältig, von der rauhen Skeletoncoast bis in die Luxuslodge im Erindi...., wer möchte, darf uns gerne auf dieser fazettenreichen Tour begleiten.
Teil 228. Nov. 2021
1. Tag - Es ist soweit - 21. Oktober 2021 -

Die Koffern sind gepackt, der Coronatest ist negativ und bei schönstem Herbstwetter geht's vorerst mit der Bahn nach Zürich. Wir können es noch gar nicht recht glauben, dass wir nun tatsächlich nach dieser verrückten Zeit nach Namibia reisen. Über Frankfurt geht’s mit Eurowings nach Windhoek.

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Wir haben ziemlich viel Negatives über diese Flüge gelesen und waren recht positiv überrascht. Wir hatten Sitze mit "moore legroom" und das Essen war ganz ok. An Schlaf war trotzdem nicht zu denken, die Aufregung war viel zu gross. Der Flug verlief ruhig und wir landen pünktlich in Windhoek bei wunderbarem Wetter. Welch ein Gefühl beim Aussteigen und überqueren des Flugfeldes - wir sind da! 🙂

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Beim Einreiseprozedere geht alles nur schleppend voran. Endlich wird auch der letzte Stempel aufgedrückt, die Koffern sind bereits auf dem Rollband und ein Chauffeur von Bushlore wartet auf uns. Noch schnell etwas Geld wechseln und dann geht's Richtung Windhoek. Bei Bushlore müssen wir das Prozedere mit langen Erklärungen über das Fahrzeug und die Ausrüstung über uns ergehen lassen. Endlich können wir losfahren Richtung Voigtland. Wir werden im Voigtland herzlich begrüsst, es ist bereits fast zur Gewohnheit geworden, dass wir die erste und die letzte Nacht auf unseren Namibia-Reisen hier verbringen.

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Dann fahren wir noch einmal in die Stadt zum Einkaufen. - Hans findet, dass unser Landcruiser V6, Diesel etwas wenig Leistung hat, damit wir unsere Skeletoncoast-Tour im Sand fahren können... Da die Tour jedoch mit Fahrzeug angeboten wurde, sind wir zuversichtlich, dass dies sicher berücksichtigt wurde.
Nach einem leckeren Abendessen im Voigtland, Oryxsteak mit überbackener Kürbis und zum Dessert Schokolademousse war es Zeit das Schlafmanko von letzter Nacht nachzuholen. Morgen geht es weiter Richtung Swakopmund.
Teil 328. Nov. 2021
2. Tag – Fahrt von Windhoek nach Swakopmund über den Bosua-Pass

Wir haben herrlich geschlafen. Wie immer geniessen wir das mit viel Liebe hergerichtete Frühstück im Voigtland auf der Terrasse. Nachdem wir unsere sieben Sachen und die Einkäufe für die Camping-Tour im Fahrzeug verstaut haben, verabschieden wir uns für die nächsten 3 Wochen. Unsere Fahrt geht Richtung Bosua Pass

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mit einem kurzer Halt beim Von François Fort.

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Die Landschaft ist sehr trocken und dürr und dennoch ist diese Fahrt als Einstieg für uns eine schöne Strecke.

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Ausser diesem Velotransport haben wir kein einziges Fahrzeug gekreuzt.

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Das lieben wir auch an Namibia, diese Weite.

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Es ist schon halb sechs als wir in Meikes Gästehouse ankommen. Es windet sehr stark, trotzdem wollen wir noch schnell bis ans Meer. Wir sind hungrig und kürzen unseren Strandspaziergang etwas ab. Es ist Samstag und da im Tug kein Tisch mehr frei war, spazieren wir zurück und stillen unseren Hunger in einer Pizzeria.
Schon ein wenig aufgeregt für die nächsten Tage und die letzte Nacht in einem richtigen Bett, bevor das Abenteuer Skeletoncoast beginnt, geht dieser Tag zu Ende.
Teil 429. Nov. 2021
3. Tag – Von Swakopmund nach Cap Cross

Bervor es richtig los geht, noch eine kurze Erklärung zu unserer Tour:
Das Datum für die begleitete Camping-Tour haben wir selber wählen können und grundsätzlich wäre die Tour mit maximal 6 Fahrzeugen durchgeführt worden. Da es jedoch zu diesem Datum keine weiteren Buchungen mehr gab, waren wir allein mit dem Begleitfahrzeug, d.h. ein Fahrer und ein Tour-Guide - also so zu sagen eine Privat-Camping-Tour…. 😉 ,
Gemäss Programm und so gebucht, wäre der Start unserer geführten Tour mit Begleitfahrzeug ab Swakopmund gewesen, Richtung Ugab Save the Rhino Camp für die erste Übernachtung. Ein paar Tage vor unsere Abreise erhielten wir eine Meldung, dass die Tour nun am Eingang der Skeletoncoast einen Tag später starten werde und dass der Guide uns dort erwarten wird. Eine Übernachtung sei in Cap Cross beim Camping der Lodge reserviert. Somit hätten wir gar nicht zwingend die Nacht in Swakopmund einplanen müssen… Das war bereits die erste Enttäuschung, schade dass wir im windigen und kalten Cap Cross übernachten müssen anstatt im Save the Rhino Camp.
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Ein typischer Morgennebel liegt über Swakopmund. Trotz grauem Himmel leuchten die Blumen vor unserem Zimmer.

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Es sind nur sehr wenige Gäste in Meikes Gästehouse und wir sind allein beim Frühstück. . Wir geniessen das reichhaltige und schön präsentierte Frühstücksbuffet. Wir verabschieden uns und fahren direkt zur Tankstelle. Auch die 4 Kanister auf dem Dach müssen noch gefüllt werden, auf der langen Strecke der Skeletoncoast entlang über die Dünen und zurück bis nach Puros gibt’s nur noch eine Tankstelle – in Terrace Bay. Beim Spar kaufen wir noch Wasser für die nächsten Tagen. Gemäss Programm sind Getränke auch inbegriffen und wir müssen uns nicht um Speis und Trank kümmern. Aber wir wollen auf Nummer sicher gehen und kaufen trotzdem genügend Wasser.
Dann geht's weiter Richtung Norden - schnurgerade Richtung Cap Cross. Wir halten kurz beim ersten Schiffswrack.

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Kaum ausgestiegen, werden uns die farbigen Steine angeboten. Ich kaufe 4 kleine Steine, welche ich ins Auto an einen speziellen Platz lege. Sie sollen uns bei unserer Skeletoncoast-Tour als Talisman begleiten…
Ausser ein paar Fahrzeuge mit Angelruten, ist es auch heute recht einsam auf der Strasse. Der Himmel bleibt grau und wir spüren deutlich, dass wir Richtung Skeletoncoast unterwegs sind. Eine trostlose Gegend.

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Am frühen Nachmittag halten wir bei der Robbenkolonie. Wir haben bereits in früheren Reisen nach Namibia hier einen kurzen Halt eingelegt, es ist immer wieder eindrücklich wie viele Robben sich hier aufhalten.

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Ein paar Kilometer noch bis zur Lodge und zu unserem ersten Campingtag. Erste Herausforderung – Dachzelt aufstellen. Ist gar nicht so einfach und braucht auch ein wenig Kraft. Aber wir schaffen es und sind gespannt wie wir die erste Nacht schlafen werden.

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Es windet ziemlich stark und die Sonne bleibt heute mehrheitlich hinter den Wolken. Trotzdem machen wir einen Spaziergang dem brausenden Meer entlang.
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Dann wird es Zeit dass wir mit einem GT auf unsere Camping Tour anstossen. Wir freuen uns, dass es endlich los geht.
Das Nachtessen gibt’s für uns im Restaurant der Lodge. Feiner grilled Kingklip Fisch mit Süsskartoffeln und Gemüse.

Beim Dessert erscheint ein Tour-Guide und verkündet uns, dass er von Karibu Tours sei und er unser Guide sein werde für die Camping Tour – er und sein Begleiter seien nun auch schon heute Abend nach Cap Cross gekommen. Sie würden uns morgen nach dem Frühstück beim Camping Platz abholen. Wir sind etwas erstaunt, wir sind nicht informiert worden, dass die Guides von Karibu Safari Tours sind, gemäss Reiseanbieter und Unterlagen hatten wir Rafiki Tours erwartet. Wir haben dann später erfahren, dass Karibu Safari die Konzession hat für die Tours in die Skeletoncoast, aber das hätte uns eigentlich im Vorfeld auch mitgeteilt werden müssen….
Was wird wohl der morgige Tag für weitere Überraschungen bringen? Beim Ausgang in der Lodge fällt mir dieser Schriftzug über dem Eingang auf

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Genau das werden wir machen und mit diesen Gedanken steigen wir in unser Dachzelt und das Rauschen des nahen Meeres wiegt uns in den Schlaf.
Teil 501. Dez. 2021
4. Tag - Von Cap Cross bis Moewe Bay – Das Abenteuer beginnt…

Wir haben erstaunlich gut geschlafen in unserem Dachzelt. Wir schlüpfen bei Tagesanbruch aus dem Zelt da wir ja schon um 8 Uhr bereit sein müssen zur Abfahrt. Die Handgriffe beim Zelt zusammenpacken sind noch verbesserungsbedürftig… 😉
Es ist auch heute bewölkt. Unser Guide Elago kommt noch einmal vorbei beim Frühstück. Wir sollen eigenständig bis ans Gate von der Skeletoncoast fahren. Sie würden dort auf uns warten. So fahren wir los und treffen Moses und Elago am Gate mit ihrem vollbepackten Fahrzeug. Die beiden sind uns sofort sehr sympatisch. Moses ist vor allem zuständig für die Mahlzeiten, wir haben während der ganzen Tour wunderbar gegessen. 🙂
Elago ist etwas erstaunt, dass wir ein Landcruiser Diesel haben und kein Turbo. Sie haben ein Benzin Landcruiser welcher viel mehr Leistung hat für über die Dünen zu fahren. Wir sind dennoch zuversichtlich, ändern können wir nichts mehr und wir wollen nicht schon jetzt beunruhigt sein….
Wir müssen uns eintragen im Park-Verzeichnis im Office. Dann wird ein Funkgerät in unserem Auto installiert und Elago gibt uns die nötigen Erklärungen dazu.
Ein letztes Bild beim Tor und los geht’s auf der C34 bis Endstation Terrace Bay.

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Auf dem Weg treffen wir auf Überreste einer alten, verlassenen Ölbohranlage, die in den späten 60er und frühen 70er Jahren in Betrieb war. Die Bauherren waren überzeugt, dass es dort Öl gab, aber als sie eine Tiefe von 1700 Metern erreichten, stellten sie fest, dass es hier kein Öl gab. Der Turm wurde lange vor der Ausrufung des Nationalparks errichtet.
Es erinnert ein wenig an Szenen im Film Mad Max 🙂

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In Terrace Bay wird noch einmal Diesel getankt und das Begleitfahrzeug tankt für uns auch noch ein Reservekanister mit 25 Liter.
Es ist bereits Mittag und Moses zaubert in kürzester Zeit ein Lunch auf den Tisch. Einen frischen gemischten Salat und Brötchen und zum Dessert eine Frucht.

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Elago meint, dass wir hier noch Getränke kaufen können wenn wir möchten. - Aber wir waren doch der Meinung, gemäss Reise-Programm, dass die Getränke inbegriffen seien? Da müsse ein Missverständnis vorliegen und Elago muss bereits mit dem Tourbüro telefonisch Rücksprache halten. Zum Glück haben wir genügend Wasser selber eingekauft und auch noch einige Getränke.
Elago bekommt das Einverständnis vom Büro, dass er noch ein paar Bier und Savanna dry im Shop in Terrace Bay auf ihre Kosten einkaufen könne, sie werden diese dann mit Rafiki Tours abrechnen…,
So ist auch dieses Problem gelöst und mit einem Kühlschrank voller Getränke geht die Fahrt weiter Richtung Möve Bay.

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Schon bald treffen wir erneut auf weitere Schiffswracks – wir sind definitiv an der Skeletoncoast angekommen.

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In Möve Bay müssen wir Luft in den Reifen ablassen, jetzt gibt es keine offizielle Strasse mehr, die Spur macht unser Begleitfahrzeug.

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Wir kommen nicht weit und bleiben bereits stecken im Sand, das fängt ja gut an.... Per Funk melden wir uns zum Begleitfahrzeug und schon kommen sie uns zu Hilfe. Etwas schaufeln und dann geht’s schon wieder weiter.

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Wir realisieren schon bei der ersten Fahrt, dass wir mit unserem Fahrzeug viel weniger Leistung haben als das Begleitfahrzeug, das macht uns doch etwas Sorgen... 🙁

Bald wird es Zeit ein Übernachtungsplatz zu finden – wir halten direkt am tosenden Atlantik – ringsum nur Sand, Wasser und Himmel und hier schlagen wir unser Nachtlager auf. Ich bin sehr beeindruckt von dieser wilden aber sehr schönen Landschaft.

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Wir stellen unser Zelt auf und freuen uns auf ein gemütliches Ausklingen des Tages.
Die Freude dauert jedoch nicht lange. Mit Schrecken stellen wir fest, dass ein Reifen platt ist bei unserem Fahrzeug. Aufgrund des tiefen Sandes haben wir es nicht sofort entdeckt. Zum Glück ist schnell sichtbar wo der Schaden ist, glücklicherweise ein kleinerer Schaden auf der Aussenseite des Reifens und Elago kann den Reifen gleich reparieren. Uff, wir sind froh, dass wir nicht schon am ersten Tag im Sand einen Reifen wechseln müssen.

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Jetzt ist es endlich Zeit für ein kühles Savanna Dry aus dem Kühlschrank – aber da erwartet mich schon die nächste schlechte Überraschung – ein Teil der Flaschen hatten schlechte Deckelverschlüsse und durch das Rütteln beim Fahren ist viel Flüssigkeit aus den Flaschen geflossen. – Also muss alles ausgeräumt und geputzt werden – was für ein Tag….

Es reicht gerade noch für einen kurzen Spaziergang am Meer bis Moses schon das Abendessen aufgetischt hat. Heute gibt es Lammeintopf, Reis und Gemüse und zum Dessert ein Stück Kuchen. Die Sonne versinkt langsam im Meer und es wird langsam dunkel.

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Hinter einer kleinen Sanddüne leuchten zwei Augen einer braunen Hyäne, welche auf der Suche nach Futter ist (häufig schwache oder junge Robben). Wir sind müde von diesem ereignisreichen Tag und steigen bald in unser Zelt. Auch der tosende Atlantik kann uns nicht hindern, dass wir bald im Traumland sind.

Ein kleiner Ausschnitt unserer Fahrt zum Nachtlager:
https://youtu.be/h8FN3bXObkg
Teil 603. Dez. 2021
5. Tag – 1. Teil - Test Dünenfahrt

Es ist ein spezielles Erwachen heute – mit direktem Blick auf den weiten Atlantik und die schäumenden Wellen. Es ist recht kühl bevor die Sonne aufgeht - die rosa Mütze bringt doch ein wenig Farbe in die eher grauen Morgenstunden… 😉

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Um 7 Uhr gibt’s bereits Frühstück, von den gerösteten Getreideflocken bis zum Nutella hat es alles um uns für die weiteren Abenteuer zu stärken. Um 8 Uhr ist bereits Abfahrt. Elago informiert uns, dass wir heute eine Testfahrt machen werden für die Dünenfahrt. Da sind wir ja gespannt wie das unser Fahrzeug meistern wird…?

Wir haben Glück, der berühmt berüchtigte Nebel der Skeletoncoast ist heute nicht erschienen. Vorerst fahren wir dem Strand entlang.

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Wir treffen erneut auf ein Schiffswrack. Alle Schiffe sind aufgrund von unsichtbaren Sandbänken und dem häufigen Nebel an der Küste gestrandet.

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Etwas weiter liegen verrostete Teile von einer vergangenen Diamantenmine, welche jedoch nicht lange aktiv war.

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Ein weiterer Halt machen wir bei den Überresten eines Ventura Bombers, welcher im Jahre 1942 bei der Rettung von Schiffsbrüchigen des Dunedin Star abgestürzt ist. Der Bomber ist jedoch nicht bei der Rettung abgestürzt. Nach der Landung bei den Schiffsbrüchigen im nördlichen Teil der Skeletoncoast haben sich die Räder im Sand eingegraben und er konnte nicht mehr starten. Erst viel später haben Mechaniker den Bomber wieder startbereit machen können. Nach dem Start verlor ein Triebwerk jedoch an Leistung und es stürzte weiter südlich ins Meer.

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Und jetzt fahren wir etwas landeinwärts Richtung Dünen.

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Von weitem sehen wir bereits eine recht hohe Düne und diese sollen wir nun hinauffahren…. 🤨
Elago erklärt Hans die Fahrweise für eine solche Dünenfahrt. Hans ist bereits überzeugt, dass das Fahrzeug diesen Aufstieg auf diese Düne nicht schaffen wird…
Vorerst startet Elago mit seinem Fahrzeug. Der erste Versuch scheitert, wieder rückwärts zurück und ein weiterer Versuch mit Anlauf und Vollgas. Ganz knapp erreicht das Fahrzeug von Elago den Dünenkamm.
Dann sind wir an der Reihe. Beim ersten Versuch kommen wir recht weit die Düne hoch, aber es sind nicht die Räder, die sich in den Sand eingegraben haben, sondern es ist der Motor - abgewürgt, aufgrund ungenügender Leistung. Nach mehrmaligen Versuchen und etwas strapazierten Nerven, kommt Elago die Düne runter und setzt sich hinter das Steuer. Er schafft’s auch nicht ... zuletzt muss ein Umweg gefahren werden, die Düne schräg anfahren um auf die Höhe zu gelangen. Ich bin die ganze Düne hochgestiegen und realisiere, dass dieser erste Test vielleicht ein wenig übertrieben war, die Düne ist wirklich steil. Aber nicht desto trotz - das fängt ja gut an, schon die erste Düne schaffen wir mit unserem Fahrzeug nicht, das bereitet uns echt Sorgen und die Stimmung ist etwas getrübt. 🙁
Wir fahren auf der Höhe der Düne etwas weiter, es ist fast wie eine sandige Hochebene. Wir halten wieder an, Elago steigt aus und bittet uns, zu Fuss mit ihm kommen. 10 Meter weiter stehen wir auf einem weiteren Dünenkamm und erblicken ganz weit unten das breite Flussbett vom Hoarusib kurz vor der Mündung ins Meer. Überwältigend dieser Ausblick.

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In der Ferne liegt die Shipwreck-Lodge.

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Aber gleich gibt’s der nächste Adrenalinschub.. 😉 😉 wir müssen über diesen Dünenhang in den Hoarusib hinunterfahren. Ich glaube vorerst dass Elago dies zum Spass sagt, aber nein es ist ernst gemeint. Er fährt mit seinem Fahrzeug voraus, sehr eindrücklich, es sieht aus wie auf einer langsamen Rutschbahn. Auch Hans schafft die Abfahrt mit Elago als Co-Pilot.

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Den Dünen-Test hat das Fahrzeug jedoch nicht bestanden, ohne Aufstieg gibt’s auch keine Abfahrt.
Vorerst gibt’s keine hohen Dünen mehr zu überqueren, wir fahren nämlich weiter landeinwärts durch den Hoarusib.
Teil 703. Dez. 2021
5. Tag – 2. Teil - Vom Hoarusib in den Khumib und zur Sarusa Quelle

Diese Fahrt lässt uns unsere Sorgen ein wenig vergessen. Es ist einfach traumhaft. Immer wieder ändernde Landschaften, spezielle Felsformationen, sandige Abhänge und im Flussbett der Kontrast des wenigen grünen Gras.

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Wir treffen auf zwei Wüstenelefanten, welche sehr friedlich an den Sträuchern fressen. Eine Herde Oryx schaut verwundert den Fahrzeugen nach.

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Etwas weiter einige Oryx, erstaunlicherweise flüchten sie nicht wie es oft der Fall ist, wenn ein Fahrzeug in ihre Nähe kommt.

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Wir entdecken sogar Löwenspuren, welche sich jedoch wieder im Gebüsch verlieren. Wir möchten eigentlich hier Mittagsrast machen, aber es ist zu gefährlich 😉

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Wir verlassen den Horuasib wieder innerhalb der Sperrzone der Skeletoncoast und fahren durch ein Seitental Richtung Khumib. Erneut eine grandiose Landschaft, es ist schon ein spezielles Gefühl, dass wir privilegiert in dieser verlassenen Landschaft und nur mit unseren zwei Fahrzeuge unterwegs sein dürfen.

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Wir erreichen den Khumib und finden ein schattiges Plätzchen für unsere Mittagspause.

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Moses bereitet erneut blitzschnell einen köstlichen gemischten Salat vor. Er begleitet diese Touren seit über 20 Jahren und bekocht die Teilnehmer mit Leidenschaft. Das spürt man bei jeder Mahlzeit.

Wir besprechen auch mit Elago unsere heutige Dünenfahrt. Abgesehen von der ungenügenden Leistung kommt noch ein weiteres Problem dazu. Das Fahrzeug hat in den Sandfahrten, auch auf der Ebene viel zu viel Diesel verbraucht. Wir wissen, dass Sandfahren mehr Diesel braucht, aber 30lt/100km ist nicht normal. Wenn dies so weiter geht, werden unsere Reserven zu knapp sein.
Die Reserven vom Begleitfahrzeug nützen uns auch nichts, da sie ein Benzin-Fahrzeug haben und wir ein Diesel. Wir sind gerade ein wenig ratlos. In dieser abgelegenen Gegend können wir nicht einfach den Fahrzeugvermieter kontaktieren und verlangen, dass sie uns ein anderes Fahrzeug liefern. Dazu würde es Tage dauern und diese Zeit haben wir leider nicht. Elago versucht uns zu beruhigen und meint, dass wir schon eine Lösung zusammen finden werden, er und Moses würden ihr Möglichstes tun, dass wir diese Tour geniessen können.

Gestärkt fahren wir noch ein Stück durch den Khumib, wieder in westlicher Richtung und verlassen dann das Flussbett.
In Mitten von Dünen liegt die Sarusa Qelle. Eine Oase für die Tiere. Eine Herde Oryx flüchtet hinter die Dünen bei unserer Ankunft. Moses und Elago füllen ein Kanister mit Wasser, zum Geschirr und Gemüse waschen.

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Immer wieder ändert sich die Landschaft - wir können uns nicht satt sehen an diesem Wechselspiel.

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Dann treffen wir auf die Sarusa Mine. Hier wurde ab 2004 nach Amethyst-Edelsteinen gegraben. Im verlassene Minendorf sieht es fast so aus, als hätten die Arbeiter dieses wie fluchtartig verlassen müssen, sogar der Grillrost steht noch draussen und in den «Iglus» hat es noch einige Möbel und vergilbte Poster hängen an den Wänden.

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Die Sonne ist schon tief und wir fahren nicht mehr weit um unser Nachtlager zwischen kleinen Sandhügeln aufzuschlagen.

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Ein aufregender, erlebnisreicher Tag geht zu Ende. Es windet heute recht stark, wir sind nicht sehr weit vom Meer entfernt. Während Moses unser Nachtessen vorbereitet, geniessen wir den Sonnenuntergang mit einem Gin Tonic und zum Entspannen versuche ich ein paar Yogaübungen…, mit Wind etwas schwieriger… Wir sind einfach glücklich hier sein zu dürfen.

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Zum Abendessen gibt’s, Pouleteintopf, Teigwaren und Gemüse, zum Dessert Guava-Frucht mit Schockolade-Sauce und natürlich immer ein Glas südafrikanischen' Rotwein dazu 😉 . Es wird schnell dunkel und es windet stark. Müde verziehen wir uns in unser Zelt und das Sandmännchen hat den Weg bis ins Zelt schnell gefunden….

... und weil's einfach so schön war heute 😉 ...
https://youtu.be/Q7fPVMwRZns
Teil 806. Dez. 2021
6. Tag - Fahrt zum Kunene Mund und schwierige Entscheidung
1. Teil - Agate Mountain bis Angra Fria



Die Nacht war aufgrund des starken Windes etwas unruhig. Heute Morgen ist es bewölkt, die Sonne begrüsst uns nur zaghaft durch die Wolken.

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Nach dem Morgenessen haben wir «Krisensitzung» mit Elago ---das Thema Fahrzeug. Wir haben ganz klar realisiert, dass unser Fahrzeug zu wenig Leistung hat und dass wir auch zu wenig Diesel haben, trotz den 4 Kanistern auf dem Dach. 🙁
Elago telefoniert mit seinem Chef, Karibu Safaris haben ein Camp in der Nähe des Kunene Mund und er will sich erkundigen, ob dort evtl. einige Kanister Diesel vorhanden wären. – Und ja es hat Diesel beim Camp. Also entscheiden wir uns heute auf jeden Fall bis zum Kunene Mund zu fahren. 🙂
Wir fahren los und es regnet sogar ein paar Tropfen - was eigentlich sehr aussergewöhnlich ist dieser rauhen Gegend.
Trotz der heutigen Bewölkung, scheint die Landschaft in einem ganz speziellen Licht, immer wieder andere Farben, manchmal braun, dann eher rot oder eher grün und wieder sandig zwischen dem Vulkangestein. Wir fühlen uns wie auf einem anderen Planeten…., diese Bodenschätze welche hier so präsent auf der Oberfläche sichtbar sind, lassen uns nur staunen. Für Geologen ist das hier ein Paradies. Welch ein Glück, dass die ganze Skeletoncoast ein geschütztes Gebiet ist, damit diese Natur erhalten bleibt.

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Wir erreichen Agate Mountain mit den freiliegenden weissen Achaten – Wundervolle Steine aus Quarz und anderen mineralische Stoffe welche in Hohlräumen in sauren und intermediären vulkanischen Gesteinen über Jahrtausende entstanden sind. Ein weiteres Wunder der Natur.

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Nun geht unsere Fahrt wieder Richtung Atlantik - bevor wir die Ebene erreichen, müssen wir diese unendliche Weite noch einmal in uns aufnehmen.

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In Angra Fria tummeln sich zahlreiche Robben. Es gibt an der gesamten Skeletoncoast mehrere Robbenkolonien. Hier sollte in den 1960er- Jahren ein Hafen entstehen, doch die Gegend erwies sich als unbewohnbar... 😉

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Unsere gefahrene Strecke seit heute morgen - ich finde, es ist einfach lebendiger, wenn die Fahrt mit filmen nachvollzogen werden kann - die Filmqualität ist natürlich nicht professionell. 😉
https://youtu.be/HJw2ath8eqE
Teil 906. Dez. 2021
6. Tag - Fahrt zum Kunene Mund und schwierige Entscheidung
2. Teil - Küstenfahrt bis Kunene Mund


Bei Angra Fria hat es viele Spuren von Braunen Hyänen - auch Strandwolf genannt. Sie sind sehr scheu und eigentlich nachtaktiv. Nur bei bewölktem Wetter gehen sie tagsüber auf Nahrungssuche.

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Und das ist heute unser Glück - auf der Weiterfahrt erscheint ganz plötzlich hinter einem Sandhügel eine Braune Hyäne. Sie flüchtet jedoch schnell wieder in die gegengesetzte Richtung - die Fotoqualität ist sehr dürftig... 😉

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Durch sandige Spuren erreichen wir die Stelle des gestrandeten Dampfers Dunedin im November 1942.

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Der Dampfer war unterwegs von England nach Südafrika. Ein Kleinkind, welches beim Schiffsbruch erst 2 Jahre alt war und sein späteres Leben in Australien verbrachte, hat im Alter von 75 Jahren gewünscht, an dieser Stelle eine Gedenktafel setzen zu dürfen.

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Dies sind die Überreste der notdürftig eingerichteten Schutzes für die Passagiere, welche bei Wind und Kälte zwei Wochen ausharren mussten bis sie gerettet wurden.

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Der Ventura Bomber, welcher weiter südlich ins Meer abgestützt ist, war bei dieser Rettung beteiligt.
Wer mehr erfahren möchte über diese spektakuläre Rettung: – Wikipedia http://www.dunedinstar.com/History.htm

Wir verstehen immer besser, warum diese Küste Skeleton Coast genannt wird. Es sind nicht nur Schiffe, welche gestrandet sind, sondern auch Wale, welche immer wieder zu nah an den Strand schwimmen und dann im Sand verenden. Diese riesigen Knochen sind Zeugen davon.

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Jetzt ist es Zeit unser Mittagsrast zu machen - einmal mehr direkt am Strand des tosenden Atlantiks.

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Nach der Mittagsrast am Strand geht’s nun direkt am Strand entlang – es ist Ebbe. Es macht wahnsinnig Spass über diesen festen Sand ganz nahe am Wasser zu fahren - immer mit einer Achtsamkeit auf die Robben, welche sich am Strand aufhalten... 😉

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Wir treffen noch einmal auf ein Walkadaver...

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Kurz vor unserem heutigen Ziel, dem Kunene Mund, kreuzen wir eine Gruppe südafrikanischer Fahrzeuge, welche ebenfalls eine geführte Tour in die Skeletoncoast machen. – Sind wir froh, dass wir nicht mit einer sooo grossen Gruppe unterwegs sind!

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Eine Diamantenmiene, welche jedoch auch verlassen scheint. Das Gebiet um die Miene ist Sperrzone.

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Wir sind am Kunene angelangt. Auf der anderen Seite des Flusses ist Angola. Obschon zu dieser Jahreszeit der Kunene nicht die Menge Wasser führt wie nach der Regenzeit ist des dennoch sehr eindrücklich wie dieser Fluss in den wilden Atlantik fliesst.

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Elago und Moses holen erneut Süsswasser aus dem Kunene und Elago fängt dabei ein Fisch ohne Angelrute – der Fisch schwamm ihm fasst in die Hand 😄

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Wir verweilen an dieser speziellen Stelle und schauen dem Treiben der vielen Vögel zu. Dann müssen wir wieder etwas zurück fahren und biegen ab Richtung Camp von Karibu Safaris. Eigentlich war vorgesehen, dass wir hier unser Nachtlager aufschlagen würden. Da jedoch die grosse Gruppe Südafrikaner auch dort übernachten, entschied Elago, dass wir nicht dort bleiben werden. Schade, wir wären gerne am Fusse dieser grossen Düne übernachtet. (die Fahrt dorthin habe ich auch gefilmt - es ist sehr eindrücklich, dieses Camp mitten in den Dünen).

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Wir wissen, dass wir jetzt eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Eigentlich wäre nun gemäss Programm am nächsten Tag die Überquerung der Dünen am Kunene entlang bis ins Hartmannstal vorgesehen. Wir machen uns jedoch echt Sorgen, - was passiert wenn wir mitten in diesem Dünenmeer nicht mehr weiterkommen, da das Fahrzeug ganz eindeutig zu wenig Leistung hat? Wir sind hin und her gerissen, besprechen noch einmal mit Elago. Er möchte uns eigentlich diese Dünenfahrt wirklich ermöglichen, aber wir spüren, dass auch er sich Sorgen macht. Es wäre Stress pur und wir wollen das Risiko einfach nicht eingehen mit diesem Fahrzeug.
Zusammen mit Elago entscheiden wir uns schweren Herzens, dass wir die Dünenüberquerung nicht machen werden, das Risiko ist es uns nicht wert. 🙁
Das heisst, das Reiseprogramm muss total geändert werden. Wir müssen wieder zurück, der Skeletoncoast entlang Richtung Süden bis zur Einmündung des Khumib und durch dem Khumib nach Puros.

Wir füllen noch 25 Liter Diesel in unseren Tank, wir haben erneut enorm viel Diesel verbraucht bei diesen Sandfahrten. Natürlich kostet hier der Diesel ein Viertel mehr als an der Tanksäule, was auch verständlich ist, hierher kommt kein Tankwagen…

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Etwas bedrückt kehren wir den Dünen den Rücken und fahren wieder Richtung Süden. Elago versucht ein windgeschütztes Plätzchen zu finden für unser Nachtlager, was jedoch schwierig ist, es windet erneut sehr stark.

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Während Moses unser Nachtessen vorbereitet, spazieren wir die paar Schritte bis zum Strand, das Rauschen des Atlantik wirkt beruhigend. Wir versuchen die ganze Situation etwas zu vergessen und einfach dankbar zu sein, dass wir überhaupt hier sein dürfen.

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Ich betrachte die wunderschönen Formen des Sandes und mir kommt wieder der Spruch von der Cap Cross Lodge in den Sinn:
The present is here, live it

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Ich verewige meinen Fussabdruck im Sand bevor wir wieder guten Mutes zu unserem Camp zurückkehren.

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Als wir zurückkommen sind Moses und Elago bereits am Grillieren - Boerwurst und Lammsteak, dazu gibt es Mieli Pap und Spinat, und zum Dessert Früchte mit Vanillesauce. Elago und Moses sind immer fröhlich und zu Spässen aufgelegt, heute tut das richtig gut.

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Einfach zwei ganz tolle Menschen. Wir geniessen das köstliche Essen und heute gibt's etwas mehr als ein Glas Shiraz 😉
Wir erhalten noch Besuch von zwei Schakalen, sie sind sehr neugierig und kommen beim Nachtessen immer wieder in die Nähe.
Auch heute verziehen wir uns früh ins Zelt, es ist draussen recht kühl und windig.

Ein Filmzusammenschnitt der heutigen Fahrt am Strand entlang;
https://youtu.be/4lv6wu0IT68
Teil 1010. Dez. 2021
7. Tag - Richtungswechsel – gen Süden der Küste entlang und durch das Khumib Flussbett

Es war eine windige Nacht und heute Morgen ist es richtig kalt. Aber es hat auch heute kein Nebel und die Sonne kommt wunderschön hinter dem Horizont hervor.

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Wir besprechen mit Elago den heutigen Tag. Wir möchten heute soweit wie möglich fahren, der Küste südlich entlang und durch das Khumib Flussbett Richtung Puros. Ich äussere den Wunsch, ob es eine Möglichkeit gäbe in der Nähe des «Grizzly-Felsen» zu übernachten. Wir sind vor zwei Jahren dort durchgefahren und ich war total fasziniert von dieser Gegend.
Elago findet diese Idee sehr gut und wenn wir keine Zwischenfälle haben, sollte es bis dorthin reichen.
Was wir in den restlichen 4 Tage der geführten Tour unternehmen werden, entscheiden wir nun Tag für Tag.

Die Fahrt der Küste Ist recht eintönig – Sand, Sand, Sand,…. Die parallel Strecke im Landesinneren , welche wir vor 2 Tage gefahren sind, ist eindeutig abwechslungsreicher.

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Erneut treffen wir auf einen toten Wal....

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....viele Schwimmkrabben und eine Hyäne hinter einem Sandhügel..

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Unser Tank ist schon wieder leer. Jetzt brauchen wir die Kanister vom Dach, das Fahrzeug hat sage und schreibe 30 Liter/100km verbraucht 😈

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Wir kommen gut vorwärts, am frühen Nachmittag sind wir bereits beim Khumib Flussbett angelangt.

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Dort machen wir Mittagsrast am Fusse einer Sanddüne. Wir erfreuen uns halt jetzt zu Fuss auf die kleineren Dünen zu steigen…, als Ersatz zu der verpassten Dünenfahrt im Norden… 😉

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Die Fahrt geht nun durchs Flussbett.

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Erneut sind wir total begeistert von der stetig wechselnden Landschaft.

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Zwischen durch verlassen wir das Flussbett einen Moment für kurze Zeit um etwas weiter erneut ins Flussbett einzutauchen.

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es hat sogar Giraffen im Flussbett... 🙂

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Wir erreichen wieder die Sarusa Quelle, diesmal von der anderen Seite. Ein Halt wird auch hier wieder benutzt um Süsswasser aufzufüllen.

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Eine Herde Oryx schaut verwundert, wer den da in dieser einsamen Gegend daher kommt...

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Am späteren Nachmittag verlassen wir das Flussbett und wir erreichen das Skulpturental.

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Wir haben es tatsächlich geschafft bis zum Grizzly-Felsen – Wir sind total happy!

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Wir spüren, dass wir die Skeletoncoast hinter uns gelassen haben, es windet nicht und die Temperatur ist um etliches wärmer.
Wir machen es uns gemütlich, installieren uns für das Nachtlager und genehmigen uns ein Gin Tonic.
Vor dem Sonnenuntergang steigen wir noch auf den Hügel gegenüber dem Grizzly-Felsen, - welch ein Ausblick in alle Richtungen!

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Moses ist schon wieder am Kochen. Heute meint er es besonders gut und bäckt Frites, Maiskolben und Lammsteak vom Grill.

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Wir sind rundum zufrieden und geniessen diesen Ort in vollen Zügen. Die Enttäuschung der nicht durchgeführten Dünenfahr ist etwas in den Hintergrund geraten.

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Teil 1112. Dez. 2021
8. Tag – Puros Diesel tanken und Fahrt ins Hartmannstal

Wir haben sehr gut geschlafen beim Grizzlyfelsen. Die erste Nacht ohne Wind, fast etwas ungewohnt. Ein wunderschöner Morgen, die Sonne beleuchtet die Felsen in einem besonderen Licht und es ist bereits angenehm warm.

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Wir müssen noch unser Tagesprogramm besprechen. Wir wären ja nach der Dünen Fahrt durch das Hartmannstal zurückgekommen. Elago schlägt uns vor, dass wir nach Puros fahren können um etwas Diesel aufzutanken und dann Richtung Hartmannstal fahren, wenn wir möchten. Ja sicher das möchten wir sehr gerne, obschon es eine recht lange Fahrt sein wird. Wir haben uns auch auf diesen Abschnitt der Tour sehr gefreut, da wir bei unserer letzten Reise nur bis Etambura gekommen sind. Also fahren wir nach dem Morgenessen Richtung Puros. Wir fahren wieder etwas zurück damit wir noch ein Stück im Khumib Flussbett fahren können bis zur D3707.

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erneut treffen wir auf Giraffen und ein Oryx

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Auch dieser Abschnitt des Khumib ist sehr schön zum Fahren.

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In Puros wird Diesel mit Kanistern eingefüllt, eine spezielle private «Tankstelle» zum Glück wusste Elago in welcher Hütte diese zu finden war.. 😉 -

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Die Kinder sind neugierig und wollen, dass ich sie fotografiere und ihnen die Bilder zeige. Eigentlich schade, dass ich die Bilder ihnen nicht geben kann - in diesem Moment wäre eine Instant Kamera willkommen.

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– Unser Tank ist wieder voll und wir füllen noch einen zusätzlichen Kanister. Wir müssen auch noch für das Begleitfahrzeug für 20 Liter Benzin bezahlen, da diese Route so nicht im Programm war. Unser Bargeld schwindet langsam durch den Verbrauch von den Unmengen Diesel - bei Terrace Bay haben wir auch bereits recht viel bar bezahlt für den Diesel und wir müssen ja dann bei der Rückfahrt auch noch einmal Diesel kaufen in Puros.
Nach einem kurzen Stopp im Shop, geht die Fahrt nun wieder Richtung Norden auf der D3707.

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In der Ferne die Okahirongo Elephant Loge - sehr schöne Erinnerungen an unsere letzte Tour vor zwei Jahren..

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Wir fahren nicht bis Orupembe, etwas vorher biegen wir links ab und fahren die westliche Route Richtung Orange Drum,
Unterwegs machen wir Mittagsrast – die Hitze ist etwas ungewohnt nach der kühlen Skeletoncoast.

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Dann geht's Richtung Hartmannstal. Die Strecke hat teilweise sehr viele Querrillen und teilweise sehr steinig - es schüttelt und rüttelt.

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Die Befestigung von einem Reserverad ist auch locker und bei diesem Gerüttelt öffnet sie sich immer….
Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass das Fahrzeug auf dieser Strecke weniger Diesel verbraucht als im Sand, aber leider ist der Verbrauch erneut viel zu hoch. – Ach, dieses Fahrzeug ist einfach Sch…. 🙁

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Bei der Orange Drum machen wir selbstverständlich ein Fotostopp. Auf der einen Seite geht es ins Hartmannstal und auf der anderen Seite ins Marienflusstal.

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Ich bin überwältigt von diesem riesigen Tal mit den Bergen auf beiden Seiten. Einfach traumhaft durch dieses unendliche Tal zu fahren.

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Es wird bald Zeit ein Übernachtungsplatz zu suchen und Elago findet erneut ein wunderbares Plätzchen.

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Wir spazieren vor dem Nachtessen erneut auf die Felsen in der Nähe unseres Camps.

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Wir sind so dankbar, dass wir einen so tollen Guide haben und vor allem dass wir alleine mit dem Begleitfahrzeug unterwegs sind. Wir fragen uns, was wohl geschehen wäre, wenn wir mit mehreren Fahrzeugen unterwegs gewesen wären. Dann hätten wir nicht entscheiden können, dass wir die Dünen nicht überqueren und wir wären wohl ein riesiges Problem für alle andern geworden…

Auch heute geniessen wir erneut ein super Nachtessen. Fischeintopf mit Mais und zum Dessert Aprikosen mit Vanillesauce. - und natürlich die obligate Flasche Wein dazu... 😉


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Wir sitzen heute bis spät am Feuer und plaudern über Gott und die Welt mit Elago und schauen zusammen Fotos von der Tour an die Skeletoncoast. Es ist ein wundervollen Abend und wir sind glücklich, dass wir diese Fahrt ins Hartmannstal machen konnten.
Teil 1215. Dez. 2021
9. Tag - Das Fahrzeug bestimmt den Tag – zurück nach Puros Campsite

Ein wunderschöner Morgen im Hartmannstal. Hier könnten wir es noch ein paar Tage aushalten… 🙂 🙂 🙂
Wir hatten gestern mit Elago bereits besprochen, dass wir heute wieder zurück zur Orange Drum und dann noch einen Tag ins Marienflusstal fahren würden. Ich freute mich sehr noch einen Tag im Marienflusstal zu verbringen.
Aber erneut zu früh gefreut – die Tankanzeige zeigt klar – nicht genug Diesel für das Marienflusstal und deshalb zurück nach Puros.
Wir haben es langsam satt, dass an jedem Tag von Neuem das Fahrzeug das Hauptthema Nummer 1 ist. Hans versucht noch den Luftfilter herauszunehmen, vielleicht ist dieser sehr verschmutzt und könnte ein Grund des grossen Dieselverbrauchs sein. – Der Filter wird ersetzt durch die rosa Mütze… 😉

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Also entscheiden wir vorerst bis zur Orange Drum zu fahren um dort definitiv zu entscheiden in welche Richtung uns das Fahrzeug heute führen wird…
Bei der Orange Drum machen wir Halt und beraten von Neuem – der Luftfilter entfernen hat nichts genützt die Tankanzeige ist wieder ein gutes Stück zurückgegangen…. was so viel heisst – kein Marienflusstal sondern zurück nach Puros.... 😈
Unser Stimmungsbarometer sinkt ziemlich in den Keller. In Puros wollen wir Bushlore kontaktieren und verlangen, dass wir für unsere zwei weiteren Wochen, in denen wir noch allein unterwegs sein werden, ein anderes Fahrzeug erhalten, es braucht auch nicht ein Landcruiser zu sein.
Wir versuchen dennoch bei der Rückfahrt die schöne Landschaft noch zu geniessen….

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Wir halten bei diesem Loneman – er passt einfach wunderbar zu unserer Situation.

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Wir erreichen Puros Campsite am frühen Nachmittag. Hier werden wir noch zwei Nächte bleiben und dann nach Sesfontein fahren, wo unsere geführte Tour endet.

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Das Mobiltelefon hat keinen guten Empfang, somit benutzen wir das teuer gemietete Sat-Telefon. Elago hat uns angeboten, dass er das Telefon mit Bushlore machen würde, da mein Englisch, vor allem Auto technisch, nicht wirklich grandios ist. Heute ist Samstag und wir müssen die Notfallnummer anrufen. Wir schildern dem Herrn von Bushlore die Probleme mit unserem Fahrzeug und dass wir ein anderes Fahrzeug spätestens in Sesfontein verlangen.
Seine Antwort u.a. ist: «we are fully booked, we have no cars – you must phone the boss in South Africa.» - nur noch Kopfschütteln. 🙁 🙁 Elago wählt die andere Nummer. Doch auch diese Person (soll der Boss sein von Bushlore) ist noch unfreundlicher und seine Antwort - es sei ja jetzt Wochenende, er könne nichts machen und das Fahrzeug sei ja nicht brack down, wir sollen am Montag, wenn wir in Sesfontein seien, noch einmal anrufen. – Der Typ wollte Elago nicht glauben, dass wir ein seriöses Problem haben, was Dieselverbrauch und ungenügende Leistung für den Sand anbetrifft. 😈
Wir sind masslos enttäuscht von diesem Anbieter und wir fragen uns, was wohl passiert wäre, wenn wir ein Unfall mit dem Fahrzeug hätten, wenn die Unterstützung gleich Null ist… 😠
Ohne Fahrzeug geht gar nichts, wenn man als Selbstfahrer in Namibia unterwegs ist. Wir haben bisher auf unseren Namibia Reisen noch nie einen so unfreundlichen Service gehabt wie bei Bushlore.

Also werden wir nun hier in Puros 2 Nächte bleiben, unter dem schönen schattigen Baum, ein wenig relaxen, morgen eine Tour in den Hoarusib machen und übermorgen nach Sesfontein fahren - die Campside ist super, es gefällt uns sehr gut hier.

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Nach 6 Tagen wieder einmal zu duschen, das ist richtig Luxus. 😉

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Nach der Dusche schreibe ich eine Email an unseren Reiseveranstalter und schildere ihm die Situation mit dem Fahrzeug und dass wir die gebuchte Tour nicht nach Programm fahren konnten. Da es ein grosser deutscher Reiseveranstalter ist, mit langjähriger Erfahrung im südlichen Afrika, erhoffe ich etwas Unterstützung von seiner Seite. Schliesslich war diese Tour nicht gerade Discountpreis.

Moses ist wieder im Element... 🙂

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Leider ist es etwas lärmig auf dem Campingplatz – eine Gruppe hat bis in die Nacht gefeiert und um 22 Uhr kommen noch einmal 3 Autos. Ein Auto sei stecken geblieben im Hoarusib.
Als es endlich ruhig ist, streicht noch eine Hyäne umher, auf der Suche nach Nahrungsresten.

Hartmannstal --- hin und zurück... 😉
https://youtu.be/Axa1xeTOOzI
Teil 1319. Dez. 2021
10. Tag - Fahrt in den Hoarusib und relaxen auf der Puros Campsite

Heute haben wir einen Ruhetag. Wir stehen etwas später auf und frühstücken richtig gemütlich. Nach dem Frühstück plaudern wir lange mit Elago und über die Geschichte und Politik Namibias und auch über die Projekte die Karibu Safari im Kaokoveld unterstützt. Die Puros Comunity gehört auch dazu, mit der Campsite und der Bushlodge. Viele gute Ideen wie z.B. die Bevölkerung von Puros dabei zu unterstützen, wie sie eigenständig Gemüsegärten anlegen können und dieses auch für die Touristen in der Lodge oder der Campsite zu verkaufen. Das Wasser würde vom Hoarusib genügen. Er führt im Untergrund immer Wasser.

Elago macht uns den Vorschlag mit dem Safarifahrzeug der Bushlodge eine Tour in den Hoarusib zu machen. Er würde fahren, wir müssen nur das Benzin für das Safari Fahrzeug bezahlen. Dieses Angebot nehmen wir gerne an, somit können wir unser Fahrzeug auf der Campsite stehen lassen. Wir fahren vorerst wieder zum "Tankwart" und dann geht's in die westliche Richtung des Hoarusib.

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die Schule von Puros

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Wir geniessen diese Fahrt im Flussbett, auch wenn wir leider keine Wüstenelefanten antreffen.

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Der Waschtag wird auch am Fluss gemacht....

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Wir sind etwa 3 Stunden unterwegs und als wir zurück auf die Campsite kommen, hat Moses schon den Lunch vorbereitet. Am Nachmittag ist relaxen angesagt, wir geniessen die Ruhe auf der Campsite und ich schreibe am Reisetagebuch.

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Es bleibt sehr ruhig auf der Campsite, wir sind heute allein – auch in der Bushlodge ist gähnende Leere.

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Heute ist unser letztes Abendessen mit Elago und Moses. Wir werden die beiden vermissen und sind fast etwas wehmütig.

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Teil 1420. Dez. 2021
11. Tag - Weiterfahrt nach Sesfontein und das Fahrzeug muss in die Garage

Wir brauchen auch heute nicht so früh aufzustehen, wir fahren ja heute nur nach Sesfontein. Also heisst es wieder alles zusammenzupacken. Noch ein letztes Foto mit unseren beiden Guides Moses und Elago.

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Wir sind startbereit – aber unser Fahrzeug springt nicht an – die Batterien sind beide leer, Kühlschrank und Startbatterie… 🙁
Das hat jetzt noch gefehlt, wie wenn es noch nicht genug wäre mit der Leistung und dem Diesel.
Elago versucht die Batterien zu überbrücken – es geht gar nichts. 😠 Wir müssen mit dem Abschleppseil unser Fahrzeug vom Begleitfahrzeug anschleppen lassen.
Wir hoffen nun, dass wir in Sesfontein mit Bushlore vereinbaren können, dass wir ein anderes Fahrzeug erhalten.
Wir haben eine Nacht im Fort in Sesfontein vorgebucht, nach 9 Tagen im Dachzelt, wieder einmal ein richtiges Bett ist sicher auch nicht schlecht.
Die Strecke von Puros nach Sesfontein kennen wir bereits, da wir vor 2 Jahren diese auch gefahren sind.

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In Sesfontein angekommen habe ich bereits ein Anruf von Bushlore auf meinem Handy und ein Email von unserem Reiseanbieter, dass sie Bushlore ebenfalls kontaktiert hätten. Ich rufe zurück und Elago führt erneut das Gespräch mit Bushlore.
Bushlore ist nach wie vor nicht einverstanden uns ein Ersatz-Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Sie hätten kein Reserve-Fahrzeug, wir sollen mit dem Fahrzeug in eine Garage in Sesfontein und die sollen dort den Diesefilter wechseln und schauen was mit dem Fahrzeug nicht ok sei. – Elago und wir geben uns mit diesem Vorschlag nicht zufrieden, es sei nicht an uns eine Garage in Sesfontein zu suchen und es sei nicht sicher dass sie hier ein Dieselfilter wechseln können und überhaupt, die Batterien seien auch noch platt gewesen heute morgen. 🙁
Doch Bushlore zeigt kein Verständnis, sie würden nun eine Garage in Sesfontein benachrichtigen und uns einen Mechaniker schicken….,
Was bleibt uns anderes übrig als den Vorschlag zu akzeptieren.....

Jetzt müssen wir definitiv Abschied nehmen von Elago und Moses. Wir würden gerne noch länger mit ihnen unterwegs sein und können die beiden nur wärmstens empfehlen!
Dann beziehen wir unser Zimmer und setzen uns in den Garten. Etwa eine Stunde später taucht ein Mechaniker auf und sagt, dass er das Fahrzeug mitnehmen und am späteren Nachmittag wieder zurückbringen werde, Bushlore habe sein Chef kontaktiert.
Da sind wir ja gespannt, wie das Fahrzeug zurückkommen wird.....

Wir sind die einzigen Gäste im Fort und es ist angenehm im Garten, ausser dem Gezwitscher der Vögel ist es ruhig.

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Um 18 Uhr ist das Fahrzeug immer noch nicht zurück – ich habe zum Glück die Telefonnummer vom Mechaniker und rufe ihn an – er habe Verspätung er komme erst um 19 Uhr…, Afrika halt…
Als wir gerade zum Abendessen wollen, kommt das Fahrzeug zurück. Der Mechaniker meint er habe den Dieselfilter gewechselt und habe eine Testfahrt gemacht, die Leistung sei jedoch nicht besser geworden. Er habe auch gesehen, dass die Batterien nicht gut seien. Die Garage würde später noch jemand vorbei schicken und eine Batterie mitnehmen, damit diese während der Nacht aufgeladen werden kann. Keine Ahnung warum er dies nicht gleich gemacht hat, während das Fahrzeug in der Garage war…

Aber vorerst möchten wir jetzt unser Abendessen geniessen – auf der Terrasse beim Swimmingpool und es ist richtig angenehm warm. Es gibt Rindssteak, grüne Bohnen und Bratkartoffeln, zum Dessert Erdbeermousse. Wie gewohnt, begleitet mit einem guten Tropfen Rotwein. 🙂

Als wir am Dessert sind, es ist unterdessen bereits 21 Uhr und dunkel geworden, kommt ein anderer Mechaniker mit seinem etwa 7-jährigen Sohn. Er müsse die Batterie holen im Fahrzeug und bringe sie morgen um 9 Uhr wieder. Der Chef von Bushlore habe mit seinem Chef telefoniert….
Er meint, wenn die Batterie wirklich schlecht sei, müsse entweder in Opuwo oder in Khorixas eine neue Batterie geholt werden. Ach so, das ist ja gerade nicht um die Ecke….. 🙁
Mit Taschenlampe und etwas umständlich hat er dann die Batterie vom Kühlschrank ausgebaut (es ist ja gar nicht sicher ob es diese Batterie ist..)und ist zu Fuss mit seinem Sohn mit der schweren Batterie in der Nacht verschwunden.
Wir müssen einfach vertrauen, dass wir die Batterie morgen früh wieder haben… und unsere Reise weitergehen kann.
Teil 1521. Dez. 2021
12. Tag – Unser «Sorgenkind» Fahrzeug wird uns weiter begleiten – heute bis nach Palmwag-Campsite

Ich habe nicht gut geschlafen, ob es das harte Bett im Fort war oder die Sorgen um das Fahrzeug? Um 7.30 Uhr gibts Frühstück. Dann warten wir einmal mehr auf den Mechaniker mit der Batterie vom Kühlschrank.
Als er endlich da ist, stehen bald auch mehrere Angestellte vom Fort um das Fahrzeug und jeder wollte besser wissen was wohl an diesem Fahrzeug fehlt. Alle diskutieren und es geht nicht vorwärts mit dem Einbau der Batterie 🙁

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Als der Mechaniker endlich die Batterie einsetzen will, bemerkt er, dass er seine Werkzeuge vergessen hat 🙁 …, also brauchen wir den Werkzeugkasten vom Fahrzeug.
Auf die Frage wie wir evtl. zu einer neuen Batterie kämen meint er: – Ah er wisse nicht was sein Chef mit Bushlore vereinbart habe…

Ich habe langsam genug von diesem hin und her und rufe direkt bei Bushlore an. Es ist derselbe Herr am Telefon wie gestern mit Elago. Er meint die Batterie sei ja nun wieder geladen, so müsse keine neue eingesetzt werden. Wenn sie wieder entladen sei, müssen wir halt unterwegs selber eine neue Batterie kaufen, sie würden uns diese dann am Schluss bezahlen.
Ziemlich verärgert über seine Gleichgültigkeit entgegne ich ihm, dass wir noch weitere 12 Tage unserer Reise vor uns hätten und wir brauchen dringend ein Fahrzeug, welches uns nicht jeden Tag im Stich lässt. Wir hätten ein Vertrag und sie seien verpflichtet uns bei Problemen zu unterstützen. Er lacht mir nur ins Telefon und meint, dass er vorerst nichts Weiteres machen kann, da das Fahrzeug ja fahrtüchtig sei 😈 ….., was soll ich da noch anfügen und ich beende das Telefongespräch enttäuscht und frustriert.

Also fahren wir endlich los mit geladenen Batterien und versuchen uns mit der Tatsache abzufinden, dass wir uns weiterhin mit unserem «Sorgenkind» Fahrzeug begnügen müssen. Eigentlich wäre unser Plan gewesen durch den Hoanib und durch die Palmwag Concession zu fahren mit einer Übernachtung in der Concession und erst anschliessend bis zur Palmwag Campsite. Aber es ist zu unsicher mit diesem Fahrzeug. Also fahren wir auf der C43 bis zur Palmwag Lodge und entscheiden, dass wir hier 2 Nächte bleiben werden.

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Wir erhalten einen schönen Platz mit Aussicht auf das ausgetrocknete Flussbett.

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Wir machen es uns gemütlich. Es ist recht heiss, aber unter dem Schattendach ist es gut auszuhalten.
Heute müssen wir wieder selber kochen, vorerst muss ich jedoch alle Küchenutensilien reinigen von den Sandresten der Skeletoncoast.

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Gegen Abend wird es recht windig.
Heute gibt’s einen doppelten Gin und stossen an, auf unsere weiteren Abenteuer in Namibia…
Wir machen Feuer und ich backe ein Brot für unser Frühstück. Es gelingt ganz gut für das Erste Mal.

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Zum Abendessen gibt es Spaghetti mit Tomatensauce und Thon.

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Mein Namibia-Mobilphone klingelt. Es ist der Chef der Garage in Sesfontein. Er erkundigt sich, ob die Batterie noch ok sei. Wir, das heisst Hans hat entschieden, dass er die Batterien am Abend voneinander trennen wird, damit sie sich gegenseitig leer saugen. Ich bedanke mich bei ihm für seine Bemühungen. Er ist der einzige, welcher unser Ärger versteht und er wünscht uns weiterhin gute Reise.
Mit einem Glas Wein geniessen wir den wunderschönen Abend

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und als es dunkel wird und wir in die Sterne des namibischen Himmels schauen, ist doch die Welt wieder in Ordnung 🙂
Teil 1623. Dez. 2021
Tag 13 – Palmwag-Campsite - Energie auftanken für unsere weiteren Etappen

Es hat abgekühlt in der Nacht, sobald die Sonne aufgeht wird es wieder wärmer. Wir können unser Frühstück bereits bei schönstem Sonnenschein geniessen.

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Gespannt wird gewartet, ob etwas von unserem "Müesli" übrigbleibt oder ein Stück Brot runterfällt... 😉

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Auch ein Waschtag muss eingeplant werden.... 😉

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Dann fahren wir zur Tankstelle und füllen auch die 4 Kanister auf, so sind wir auf der sicheren Seite in den nächsten Tagen…

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Am Nachmittag wird es wieder heiss und wir profitieren vom Swimmingpool der Lodge für eine Abkühlung.
Bei einem Rockshandy machen wir Bekanntschaft mit einem jungen Paar aus Frankreich. Sie sind das erste Mal in Namibia und sind froh uns ein paar Fragen stellen zu können. Da sie auch nicht gut Englisch sprechen, haben sie etwas Mühe sich zu verständigen während ihrer Tour. Sie haben nicht den richtigen Adapter mitgenommen für ihre Batterien aufzuladen. Wir leihen ihnen doch gerne unseren Adapter aus, damit sie all ihre Batterien wieder aufladen können. Etwas scheu fragen sie uns auch, ob wir einen Büchsenöffner haben, sie hätten in ihrer Campingküche kein Büchsenöffner, was für sie ein Problem sei, da sie eine Menge Konservenbüchsen eingekauft haben. 😉 Ist doch schön, wenn man sich aushelfen kann auf den Campsite.

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Heute gibt es das erste Mal einen Eintopf auf dem Feuer zum Abendessen. Auf dem Feuer kochen ist für mich neu und ich muss noch ein wenig ausprobieren. Es geht ganz gut und ich backe auch wieder Brot für das Morgenessen. Gelingt gar nicht so schlecht.

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Erneut geniessen wir den wunderschönen Abend und freuen uns auf unsere nächste Etappe Richtung Vingerklip-Lodge.

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Teil 1725. Dez. 2021
14. Tag – Fahrt zur Vingerklip-Lodge und Nachtessen im Eagles Nest

Heute Morgen weckt uns das Gezwitscher der Vögel und die Sonne hat auch bereits die abgekühlte Nachtluft aufgewärmt. Heute gibt’s nicht Brotkrummen für die Vögel, aber Apfelschale scheinen sie auch zu lieben… 🙂

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Wir verabschieden uns von der Palmwag-Lode und fahren Richtung Osten.

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Über den Grootberg-Pass und dann auf die D2650 bis in die C35 Richtung Khorixas. Wir sind es gar nicht mehr so gewohnt, auf ganz «normalen» Gravelroads zu fahren, nach den Fahrten an der Skeletoncoast….. 😉

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In Fransfontein nehmen wir die Abkürzung D2744 Richtung Westen bis zur C39 und schon sind wir bei der Abzweigung zum Vingerklip.

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Bald tauchen bereits diese speziellen Felsformationen auf.

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Nach einem Fotostop steige ich etwas schnell wieder ins Auto und schlage mir den Kopf oben am Türrahmen hart an, mit der Sonnenbrille auf dem Kopf. Tut natürlich weh und als ich die Hand auf die schmerzende Stelle lege, merke ich das es ziemlich blutet. Oh je, so eine Dummheit. Zum Glück kann ich die Blutung stillen, aber der Kopf surrt noch eine Weile und die Vertiefung spüre ich heute noch…. 🙁

Wir kommen bereits am frühen Nachmittag in der Lodge an. Es ist brütend heiss. Unser Bungalow liegt schön, mit Blick in die weite Ebene. Irgendwie sind wir nun schon ans Campieren gewöhnt - wir müssen uns gerade ein wenig an die Luxus-Einrichtungen gewöhnen 😉

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Eine kurze Abkühlung im Swimmingpool mit Blick auf den Vingerklip ist eine richtige Wohltat.

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Wir haben für das Abendessen im Eagles Nest gebucht oben auf dem Felsen.

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Es ist immer noch heiss, als wir den Aufstieg um 17.30 Uhr ins Eagles Nest in Angriff nehmen.

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Sehr eindrücklich die Treppen am steilen Felsen entlang.

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Die rundum Aussicht auf dem Felsen ist spektakulär, leider windet es auch hier sehr stark.

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Nach dem Sundowner können wir das geschmacksvoll zubereitete Grillbuffet geniessen. Beim Wein sind wir sehr gemässigt, wir müssen ja die steile Treppe wieder runtersteigen… 😉

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Es ist jedoch alles gut beleuchtet und wir kommen wieder gut in unseren Bungalow.

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Es hat noch nicht viel abgekühlt und ich habe Mühe den Schlaf zu finden.
Ich stehe wieder auf und gehe auf unsere Veranda. Welch ein Glück, am Wasserloch sind gerade 4 Giraffen aufgetaucht.

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Ich finde es immer ein Schauspiel, wie sich die Giraffen bemühen müssen, damit sie mit ihrem langen Hals bis ans Wasser kommen.
Als sie wieder in der Dunkelheit verschwunden sind, lege auch ich mich schlafen, morgen fahren wir bereits wieder weiter Richtung Brandberg.
Teil 1827. Dez. 2021
15. Tag – Fahrt nach Brandberg White Lady Campsite

Ein wunderschöner Morgen, das Licht ist traumhaft und die Sonne beleuchtet den die Felsen des Eagle’s Nest.

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Nach dem Morgenessen packen wir unsere Sachen wieder zusammen. Vorerst machen wir noch einen kurzen Halt beim Vingerklip.

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Dann geht's Richtung Khorixas zum Einkaufen und Tanken für unser "Sorgenkind" das immer noch zu viel Diesel braucht. 😉 Durch die abendliche Trennung der Batterien ist der morgendliche Start auch kein Problem mehr. 🙂

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Dann fahren wir Richtung Süden auf der C35 und die D2319 Richtung Brandberg. Dann biegen wir ab in westlicher Richtung auf einem Pad querfeldein immer vor uns das Brandbergmassiv.

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Die Campsite mit grossen Standplätzen ist auf der anderen Seite des Ugab. Wir können unseren Platz auswählen und finden einen schönen Platz am Schatten. Wir sind fast allein auf der Campsite.

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Am Abend machen wir Feuer und grillieren Boerewors und baked potatoes.
Beim Einnachten kommt eine Gruppe aus dem Dorf und macht die Runde auf der Campsite. Sie singen Ihre Lieder gegen eine kleine Spende. Heute versuchen wir uns zum ersten Mal mit der Fotografie des Sternenhimmels - ist gar nicht so einfach - aber Übung macht der Meister 😉 .

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Teil 1929. Dez. 2021
16. Tag – Rund um das Brandbergmassiv auf 4x4 Tracks

Da wir zwei Nächte auf der Campsite gebucht haben, können wir heute gemütlich frühstücken. Wir wollen heute rund um das Brandbergmassiv mit dem höchsten Berg Namibias (2606m) fahren. Wir starten Richtung Westen durch das Ugab-Flussbett.

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Es hat zahlreiche Elefantenspuren, aber leider haben wir kein Sichtungsglück. Wir kommen jedoch nicht sehr weit, da bei einer Verengung ein richtiges Wasserloch vor uns liegt. Wir müssen wieder ein Stück zurück, verlassen das Flussbett und fahren auf dem Twee Spoor Track weiter.
Es geht etwas bergauf in recht steiniges Gelände bevor auch diese Spur Richtung Westen weiterführt.

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Erstaunlich wie die Steine in der Sonne glänzen. Es überrascht uns immer wieder, diese Vielfalt von Farben der verschiedenen Steine in Namibia.

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Weiter westlich führt der Track erneut ein Stück durchs Flussbett bis wir den Ugab definitiv verlassen.

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Es geht weiter über Stock und Stein, zum Teil führen Spuren in eine Art Seitentäler bis nah ans Gebirge. Eine immer wieder wechselnde faszinierende Landschaft taucht vor uns auf, was natürlich zu zahlreichen Fotostopps führt.

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Auf der westlichen Seite des Brandbergmassiv kommen wir über eine Ebene mit Welwitschas soweit das Auge reicht.

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Wir fahren bis kurz vor der D2342 und biegen ab wieder Richtung Osten, auf der anderen Seite des Brandbergmassivs.

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Wir wählen eine Spur zwischen der D2342 und dem Brandbergmassiv. Eine sehr steinige und ruppige Piste.

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Wir überqueren mehrere kleinere ausgetrocknete Rivieren bis wir bei der Riviere «Amis» wieder in einen Twee Spoor Track gelangen, welcher zum Messum-Flussbett führt. Es ist eine Herausforderung, immer die richtige Spur zu finden mit den zahlreichen Abzweigungen Richtung Gebirge.

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Ohne grosse Umwege erreichen wir die östliche Seite des Brandbergmassivs und es geht wieder Richtung Campsite.

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Am Wegrand werden die schönen farbigen Steinen angeboten - es ist jedoch weit und breit niemand zu sehen.

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Auf der Weiterfahrt etwa 20 km entfernt von der Campsite – irgend etwas stimmt mit dem Fahrzeug nicht. Wir halten an und – oh je, welch eine Bescherung, ein Reifen ist richtig aufgeschlitzt. 🙁 So können wir keinen Meter mehr weiterfahren. Eigentlich nicht verwunderlich bei den teilweise sehr spitzigen Steinen auf den Tacks.
Nun braucht es Kraft und Nerven. Bei der Hitze und dem starken Wind, dazu ist der Standort recht sandig, braucht es einige Schweisstropfen, bis der Reifen gewechselt ist. 😉 Es ist unser erster Reifenwechsel in unseren 6 Reisen im südlichen Afrika, bis jetzt hatten wir wohl immer Glück….. 🙂

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Nun geht’s zurück auf die Campsite, vorbei an einer Siedlung der hiesigen Bewohner. Jedes Haus ist umlagert mit zahlreichen Autowracks..

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An unserem schattigen Platz auf der Campsite brauchen wir als Erstes einen kühlen Drink und erholen uns von unserem ersten kräfteraubenden Reifenwechsel…
Die Tour rund um das Brandbergmassiv ist etwas mehr als 100 km und ist als Tagestour wirklich lohnenswert.
Nach einer erfrischenden Dusche machen wir wieder ein Feuer und grillieren Steaks, baked potatoes und Kürbis.

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Auch heute geniessen wir den Sternenhimmel und die afrikanische, liegende Mondsichel.

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Teil 2030. Dez. 2021
17. Tag – Fahrt zur Spitzkoppe

Unser heutiges Ziel ist die Spitzkoppe. Wir waren bereits vor 2 Jahren eine Nacht in der Spitzkoppen-Lode und es war ein Wunsch von mir, bei diesen wunderschönen Steinformationen einmal zu campieren. Wir fahren zuerst ein Stück im Ugab Richtung Osten und sammeln noch ein paar trockene Holzstücke für unser nächstes Lagerfeuer 😉

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Wir verlassen den Ugab und fahren Richtung C35 auf einer Spur, welche uns unser GPS empfiehlt.. 😉 .

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Dann geht die Fahrt Richtung Uis. Unsere Plan wäre eigentlich gewesen durch den Messum Krater zu fahren mit einer Übernachtung. Aber die Unsicherheit mit unserem Fahrzeug lässt uns nicht in Ruhe und so verschieben wir diese Route für einen nächsten Namibia-Urlaub… 😉

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In Uis genehmigen wir uns einen feinen Kaffee mit Apfelstrudel im Kaktus Kaffee.

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Dann geht die Fahrt weiter Richtung Spitzkoppe, wo wir bereits am frühen Nachmittag eintreffen.

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An der Reception bedient uns eine Frau Viollier. Ich sage ihr, dass wir in der Schweiz ein grosses, bekanntes Labor haben mit demselben Namen wie sie. Das bringt ihr ein Schmunzeln über die Lippen. 🙂
Wir können den Standplatz auswählen wählen, die Plätze in der Nähe des Felsenbogens sind bereits besetzt und so wählen wir ein Platz am Fusse der grossen Spitzkoppe, etwas erhöht mit einer wunderschönen Aussicht auf die Ebene.

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Die Nachmittagshitze ist brütend heiss und wir sind froh um den kleinen Felsvorsprung, der uns etwas Schatten spendet. Darunter ist eine Art kurzer Höhleneingang.
Wir richten uns gemütlich für die nächsten zwei Tage ein und machen einen kleinen Spaziergang.

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Gegen Abend fegt in der Ferne ein Sandsturm über die Ebene und es wird etwas bewölkt.

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Wir machen Feuer und ich koche Eintopf, Rindfleisch mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Kürbis.

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Wir geniessen den Abend an diesem wundervollen Ort beim Feuer und einem feinen Tropfen Rotwein.

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