Verhalten bei Notfall

81 Antworten · 8'436 Aufrufe · gestartet 01. Mai 2021 von Bluesbrother928
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Themenstarter123 Beiträge · seit 201901. Mai 2021 · #1
Ich habe leider nichts aktuelles im Forum gefunden nur von ~ 2010 ...

Wir werden demnächst (toitoitoi) in Namibia sein. Ausgerüstet wieder mit SatPhone. Nun bin ich auf den SOS Button beim Inmarsat aufmerksam gemacht worden (Därr Expeditionstechnik.de) und nun stellt sich mir die Frage, wie man nun im besten Fall Hilfe holt:

1. Inmarsat SOS Button drücken (SAT Empfang gewährleisten) am Besten dazu im Vorhinein zumindestens den SAR 50 Plan abschliessen
2. Via SAT Phone bei der Internationalen SOS Nummer anrufen +49 6102 3588 100, oder +264 61 230505 - In dem Fall bin ich aber nicht sicher ob die einen SAR (Search and Rescue Service haben) und wie man das kostenmässig abdeckt.
3. Bei der abgeschlossenen WeltreiseKranken und Unfall Versicherung anrufen ADAC, ÖAMTC oder in unserem Fall Allianz.
4. Oder eine der lokalen Nummern, Spital, Polizei etc kontaktieren.

Ich habe zwar mal beim Öamtc nachgefragt und die meinten das sie einen im Notfall auch aus der Wüste holen, aber Inmarsat mit GEOS/Garmin mit dem SAR 50 Paket um 25 USD/pP/pY erscheint mir überschaubar - selbst wenn sich das mit der Allianz überschneidet.

Was meint Ihr?
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2021 · #2
Nun, ich denke, es hängt stark von der Art des Notfalls und der Region ab.
Wenn Du Dich mit dem Auto überschlagen hast und das Bein halb abgetrennt ist oder Du am Van Zyls Pass von 'ner Puffotter gebissen wirst, dann ist das was anderes als zwischen Sossusvlei und Swakopmund mit Reifenpanne (und defektem Reserverad) liegen zu bleiben.

Wo wirst Du unterwegs sein und auf welche Situation reagieren können?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201901. Mai 2021 · #3
Da hast Du natürlich Recht: Es geht primär um Kaokoveld. Also Opuwo bis camp syncro, runter über Puros und div. Trails bis Swakopmund. Alles davor und danach ist einigermassen überschaubar.
Und - natürlich ist das alles für Worst Case - Also Schlangenbiss, Grobe Verletzung, Unfall mit Verletzten, etc etc. Alles mit dem man eh nicht rechnet, was aber leider passieren kann.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2021 · #4
… nachdem das Vorhaben klar ist, fallen Tipps sicherlich einfacher für die, die sich damit auskennen.
Ich gehöre leider nicht dazu.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'415 Beiträge · seit 201401. Mai 2021 · #5
Hallo Bluesbrothers928,
wichtig:
- eine Liste aller möglichen Notrufnummern im Land dabei haben!
- vor Reisebeginn Kontrolle der Aku-Ladung des Sat-Tel.!
- die Begehbarkeit eures Autodaches prüfen (manchmal muss man etwas höher hinauf...)
- den Radius und die Flugzeit der Rettungsflugwacht checken
rät erfahrungsgemäss die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Gast02. Mai 2021 · #6
@ die Vorkehrungen @ Gefahren in der Wildnis hat Gromi schon alles gesagt, wobei mich schon interessieren würde, weswegen man so hoch hinaus wollte.
Meinerseits ergänzend noch ein paar bewährte Verhaltenstipps für den Umgang mit den wilden Tieren:
Für Katzenbegegnungen empfiehlt sich das gleiche bewährte Verhalten wie dahoam
Killerkatzen.JPG

… und keinesfalls in die Augen schauen oder weglaufen….
…. in folgendem Fall unbedingt die Verhaltenstipps von ADAC und ÖAMTC beachten
Bildsspendewww3-2.jpg

…. aber es kann auch ganz blöd laufen
Elefantenspass-2.jpg

ADAC und ÖAMTC kümmern sich dann um den Rücktransport.
Grüße
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
1'415 Beiträge · seit 201402. Mai 2021 · #7
loser schrieb:@ die Vorkehrungen @ Gefahren in der Wildnis hat Gromi schon alles gesagt, wobei mich schon interessieren würde, weswegen man so hoch hinaus wollte.
...weil Ernst (allen Ernstens) glaubte, dass er da oben dem Satellit näher wäre 🤩 🤩 😄
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
582 Beiträge · seit 202102. Mai 2021 · #8
Ich stelle mir bei solchen Fragen immer vor...
Ich stehe irgendwo im Ugab, erklimme mein Autodach und wähle den Notruf, weil meine Begleitung einen Schlaganfall hat.
Auch wer ein Satelitentelefon mit hat sollte sich bewusst sein, in einem echten Notfall dies nicht zu überleben, auch wenn er es hier in Deutschland überlebt hätte.
Das Risiko in solchen Gebieten ist und bleibt ein vielfach höheres. Da hilft auch die beste technische Ausstattung nichts.
Achtung, der Schlaganfall war als Synonym für alle anderen lebensbedrohlichen Ereignisse gedacht.
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201902. Mai 2021 · #9
Hallo und schönen Sonntag,

Ich bin ja nicht zum ersten Mal dort. Mir geht es schlicht um die Frage wer am effektivsten helfen kann:

Also mal angenommen ich habe im Hartmannstal ein gröberes medizinisches Problem:
- Schlangebiss
- Kreislaufkollaps
- schwerer Knochenbruch
- etc

Transport im eigenen Auto durch Partnerin schwierig, aber ev. machbar, aber in Panik und Stress bis zum nächsten Spital zu fahren, könnte zum zusätzlichen Problem werden.
Ist aber eigentlich egal, ich schreibe das ja nur um eine mögliche Situation zu skizzieren.

Also: wen würdet Ihr kontaktieren?

1. GEOS (Ich nehme an das keiner damit Erfahrung hat, sonst hätte das schon jemand geschrieben)
2. Internationale SOS Nummer
3. ADAC, ÖAMTC, Allianz, etc
4. Lokale Rufnummern (scheiden in dem beschriebenen Gebiet eher aus?)

Bis zur nächsten Flugpiste - sagen wir mal bis Orupembe wird man ev. schon kommen, aber wie organisiert man dann zeiteffektiv einen SAR Einsatz?
Was kann man realistisch von einer Rettungskette erwarten?
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
Gast02. Mai 2021 · #10
Danke Gromi, so 😄 😄 😄 fängt der Tag gut an
Themenstarter123 Beiträge · seit 201902. Mai 2021 · #11
-> Das Risiko in solchen Gebieten ist und bleibt ein vielfach höheres. Da hilft auch die beste technische Ausstattung nichts.

Das ist mir natürlich klar, aber es geht ja darum wie man die zur Verfügung stehende Zeit am effektivsten nützt. Welche Institutionen die kürzesten Wege im Hintergrund haben.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
582 Beiträge · seit 202102. Mai 2021 · #12
Ich hab ja gerade ein neues Thema an Christian dazu auf gemacht. Vielleicht kann er einen Überblick von vor Ort geben. Warten wir mal auf seine Antwort.
Gast02. Mai 2021 · #13
Anschließend an Nyanga: Es ist mE öfters eine Fehleinschätzung nur den BikeAfrica u. a. Hartgesottene als „Abenteuertouristen“ einzuordnen. Sie sind mE weniger Abenteurer als Unbedarfte/Unerfahrene und/oder nicht (mehr) Belastbare in z. B. der Zentralkalahari in der nassen Jahreszeit.
Erstere sind leistungsfähig und erfahren, Letztere nicht und rasch überfordert.

Für einen Erfahrenen mit Ortskenntnis, wie beim TE der Fall zu sein scheint, verstehe ich eigentlich die Fragestellung nicht, war mir nicht sicher, ob ernst gemeint

Irgendwann wird einem der ÖAMTC oder ADAC schon "rausholen", die Frage ist nur, ob es dann noch hilft.
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
155 Beiträge · seit 200702. Mai 2021 · #14
Was mich an der ganzen Diskussion wundert ist, warum immer nach externer Hilfe gerufen wird. Erst in abgelegene Gegenden fahren und sich dann wundern, dass niemand dort ist, der helfen kann.
Ich stelle mir gerade bildlich vor, mir wäre beim Reifenwechsel im Hartmannstal das Fahrzeug vom Wagenheber gefallen und hätte mir den Arm abgetrennt und meine Begleitung steht auf dem Wagendach und versucht krampfhaft einen Satelliten zu finden, um mit dem ADAC zu telefonieren.

Helfen muss jetzt erst einmal der, der vor Ort ist. Externe Hilfe anfordern ist gut, sollte aber nicht mehr als ein Knopfdruck sein ohne weiteres Nachdenken und ohne Zeit zu verschwenden. Alle Aufmerksamkeit hat dem Opfer zu gelten. GEOS kombiniert mit einer SAR50 oder SAR100 Versicherung ist sicher eine gute Option (wer will, kann ja nach Garmin Inreach googlen).

Für mich ist das Wichtigste ist daher die ERSTE HILFE für die häufigsten Probleme wie

- Kreislaufkollaps, Sonnenstich
- schwerer Knochenbrüche
- offene Verletzungen
- allergische Reaktionen auf Bisse, Stiche oder Pflanzenkontakte
- Verhalten bei bekannten Erkrankungen z.B. Diabetes, Epilepsie usw.
- typische Reisekrankheiten wie Durchfall, Erbrechen ...
- ...

Merke: SELTEN IST SELTEN und damit braucht man sich im Vorfeld nicht beschäftigen. Häufig ist das, was eben häufiger auftritt.

Deswegen
1. anständige Ersthelfer-Ausbildung machen (über zwei Tage z.B. beim DRK o.a.) und natürlich immer wieder auffrischen. Man lernt immer noch etwas dazu. (Sofortmaßnahmen am Unfallort reicht sicher nicht aus)
2. sich in einer Arztpraxis zeigen lassen, wie man sicher eine Braunüle oder oder Infusionsnadel legt. Das auch praktisch üben. Dann kann man auch starke Schmerz- und Beruhigungsmittel, Antiallergika, Cortison u.ä. aus Ampullen anwenden und das Opfer ggf. transportfähig machen. Mit einem panischem, vor Schmerz schreienden Beifahrer fährt es sich nicht gut zur nächsten Krankenstation.
3. wegen der Schlangenphobie: sich über Erste Hilfe Maßnahmen bei Schlangenbissen informieren und ggf. ausgedruckt mitnehmen. Die meisten (Schlangen-)Bisse tuen weh, bringen dich aber nicht (sofort) um.
4. eine anständige Reiseapotheke, auch für Notfälle mit stark wirksamen Medikamenten, aber oft hapert es schon an einem simplen Pflaster. Dass man sich im Vorfeld über die Anwendung und Wirkung der einzelnen Medikamente informiert, ist wohl selbstverständlich.
5. alle Reiseteilnehmer sollten diese Ausbildung haben und die technische Hilfsmittel bedienen können.

Wenn ich weiß, dass ich im Ernstfall etwas tuen kann und vor allem was, dann senkt das den Stresspegel im Notfall erheblich und bringt Sicherheit. Ganz wichtig, die vielen Aktionen, die immer wieder in Spielfilmen zu sehen sind wie Ohrfeigen zur Vitalitätsprüfung, Wunden aufschneiden, ausbrennen u.v.m., ganz schnell vergessen.
Vor vielen Jahren habe ich einmal gelesen (daher weiß ich nicht, ob es immer noch zutrifft), das die mittlere Reaktionszeit für den Rettungsdienst in Namibia etwa 6 Stunden beträgt, in Deutschland 20 Minuten (was wirklich sehr sportlich ist).
Wenn du dir also nicht selbst helfen kannst, hilft dir kurzfristig niemand.
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200602. Mai 2021 · #15
adkstr schrieb:
3. wegen der Schlangenphobie: sich über Erste Hilfe Maßnahmen bei Schlangenbissen informieren und ggf. ausgedruckt mitnehmen. Die meisten (Schlangen-)Bisse tuen weh, bringen dich aber nicht (sofort) um.

… haben aber z.T. Langzeitfolgen und/oder führen zur Amputation von Gliedmaßen. Dazu muss man nicht einmal nach Afrika, sondern kann das beispielsweise auch "heimatnah" in Griechenland erleben.
Man muss also keine Phobie haben, um sich über die Folgen von Schlangenbissen mal Gedanken zu machen. Ich freue mich immer, wenn ich Schlangen sehe (vermutlich bereits über 100 Stück), aber auf den Biss einer Puffotter mit anschließender Nekrose und Amputation könnte ich auch verzichten.

Gruß
Wolfgang
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Gast02. Mai 2021 · #16
Hallo adkstr, in wesentlichen Punkten hast du wohl recht, wie
Wenn du dir also nicht selbst helfen kannst, hilft dir kurzfristig niemand.
@ 2. und 4. ist dir, so wie du das andere geschrieben hast, vermutlich zuzutrauen, dass du die „schweren“ Geschütze mit Bedacht einsetzt und damit umgehen kannst.
Für die „Normalverbraucher“, mich eingeschlossen, habe ich da aber Vorbehalte, weil mE potenziell gefährlich. Es gab hier schon mehrere Diskussionen über Ausstattung von Reiseapotheken und über die Jahre habe ich auch bei anderen Leuten gesehen, wie aufmunitioniert sie auf Reisen gehen und das im (selbst bestimmten!!) Bedarfsfall auch einwerfen und die Reise fortsetzen. Obwohl ein Arztbesuch möglich gewesen wäre, allerdings mit Einbußen im Reiseplan. Da bin ich aus dem Staunen nicht herausgekommen.
Ich habe z. B. selber ein Mal ein AB nicht vertragen und war ordentlich krank, mit langen und unangenehmen Folgen. Ich will mir nicht ausmalen, wenn mir das alleine in der Kalahari passiert wäre.
Die „Risiken“ werden auch immer wieder nur in "expeditionshaften" Reisen gesehen. Das ist mE falsch. Risiken definieren sich nicht nur durch Abgelegenheit, sondern u. U. auch durch die persönliche Leistungsfähigkeit. Ich wundere mich immer wieder, wie sehr diese ganz „gewöhnlichen Risiken“ unterschätzt werden. Mit einer kaputten Wirbelsäule kann ein Reifenwechsel ein Problem sein und ein Prolaps werden, für so was ist schon die Kaa-Region extrem abgelegen. Mit schwerer Arthrose in den Händen wird eine festsitzende Radmutter zur Herausforderung. Wenn man solche Probleme hat, sollte man sich vorher überlegen, wo man damit (PS: ernsthaft) konfrontiert werden könnte. Das ist jetzt nur ein von vielen möglichen Beispielen.
Man soll seine Grenzen kennen und anerkennen, bei vielem was ich hier lese, habe ich den Verdacht, dass das manchmal nicht so ist.
Grüße
Risikobewusstsein ist auch keine langzeitige Konstante, es ändert sich mit dem Alter und der Zeit bzw. den Möglichkeiten Risiken zu minimieren. Es ist noch nicht so lange her, dass man auf den hier beschriebenen Standardtouren tagelang kein anders Auto gesehen hat, es keine Versorgung oder Telefon oder irgendwas gab. Aber nie hätten wir uns die Reise ausreden lassen, obwohl total blauäugig. Aber dann gibt es auch den Instinkt, der einem sagt, das reicht jetzt....und natürlich auch das Glück
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
522 Beiträge · seit 201702. Mai 2021 · #17
BikeAfrica schrieb:
adkstr schrieb:
3. wegen der Schlangenphobie: sich über Erste Hilfe Maßnahmen bei Schlangenbissen informieren und ggf. ausgedruckt mitnehmen. Die meisten (Schlangen-)Bisse tuen weh, bringen dich aber nicht (sofort) um.

Man muss also keine Phobie haben, um sich über die Folgen von Schlangenbissen mal Gedanken zu machen.......

Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang

Nur so nebenbei und hat nichts mit Namibia zu tun, fällt mir aber spontan zum Thema Schlangenbisse ein:

Ich kann mich noch sehr gut an den riesigen Kühlschrank bei Oma (in jungen Jahren bei der Army als Krankenschwester ausgebildet) in der Nähe des schlangenversäuchten Kitt Peak (südliches Arizona) erinnern, in welchem mehrere Fläschchen Schlangenserum standen, sollte eines der Kinder beim Spielen auf dem Gelände der kleinen Farm gebissen werden (passierte bislang nicht).

Die Fahrt nach Tucson ins Medical Center hätte vermutlich zu lange gedauert.
16,9k Beiträge · seit 201202. Mai 2021 · #18
adkstr schrieb:
Vor vielen Jahren habe ich einmal gelesen (daher weiß ich nicht, ob es immer noch zutrifft), das die mittlere Reaktionszeit für den Rettungsdienst in Namibia etwa 6 Stunden beträgt, in Deutschland 20 Minuten (was wirklich sehr sportlich ist).
Wenn du dir also nicht selbst helfen kannst, hilft dir kurzfristig niemand.
Vor etlichen Jahren schilderte uns der Eigentümer einer Farm einmal sehr eindrücklich, wie ein Gast einen Herzinfarkt erlitt. Er konnte den Mann zwar reanimieren, doch bis der Rettungsdienst nach 2 Stunden eintraf .....
Im Krankenhaus endlich angekommen, konnte man für den Patienten nichts mehr tun.

LG
Logi
Gast02. Mai 2021 · #19
Bluesbrother928 schrieb:
Ich habe zwar mal beim Öamtc nachgefragt und die meinten das sie einen im Notfall auch aus der Wüste holen, aber Inmarsat mit GEOS/Garmin mit dem SAR 50 Paket um 25 USD/pP/pY erscheint mir überschaubar - selbst wenn sich das mit der Allianz überschneidet.
Ein anderer Aspekt @ Notruf und –hilfe, der noch nicht angesprochen wurde. Für erfahrene hardcore travellers ist das wahrscheinlich kein Thema, weil sie bei Versicherungs- und Nothilfeprodukten versiert und am Laufenden sind. Aber Viele, die sich, ohne Erfahrung, auf’s Sat Phone und Kummernummern verlassen (wollen), ist es das vielleicht nicht. Vielleicht könnten sich die seasoned travellers dazu äußern. Das Reisforum ist ja für Anfänger.... heißt es.
Nothilfe in einer echten Krise muss/soll ja rasch sein und da ist es dann nötig, dass die in Anspruch genommene Organisation VOR ORT kundig, anerkannt und gut vernetzt ist. Und da habe ich mit ADAC, ÖAMTC odgl. eigentlich Zweifel. Dazu gehört ja nicht nur erst die Durchführung einer Notbergung sondern auch und vor allem die VORAB-Organisation und auch -Klärung der Bezahlung. Wer dann nicht einen vor Ort akzeptierten Leistungspartner/erbringer oder seeeeehr hohen KK-Verfügungsrahmen hat, verliert Zeit.
Ich habe ein Mal eine driver-guide (das Wort gefällt mir nicht, kenne aber kein gefälligeres) Tour gemacht. Der Anbieter bestand auf einem in RSA angebotenen Versicherungsprodukt, das bei den in Frage kommenden Notfalldienstleistern anerkannt war, diese also sofort handeln und nicht erst die Bezahlung klären würden. Mein vorhandener Reiseschutz wäre für Notfälle sinnlos und nur gut für den Heimtransport im Ambulanzjet, meinte er, es ist aber schon länger her.
Anderswo ist es eben nicht so wie dahoam, wo die Idealisten und Gutmenschen von der Bergrettung auf alle Fälle ausrücken und danach um die Begleichung der Bergungskosten streiten und prozessieren (müssen) und manchmal überhaupt unbezahlt bleiben.... und für die Beschaffung der Ausrüstung mit der Spendenbüchse ausrücken
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201903. Mai 2021 · #20
@nyanga
Die Antwort von Christian (weiß leider nicht was seine Rolle in Namibia ist) wäre dann in der Tat die Insight Information, um alle Versicherungsversprechen etc etc auf die Praxistauglichkeit zu prüfen.

@adk
Du hast absolut Recht, Erste Hilfe Basiswissen aufzufrischen ist essentiell. Für den Trip ist es leider zu spät.

@loser
Damit bewegen wir uns in die Richtung die ich im Sinn hatte.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ