ich möchte euch gerne an meinem Kurztrip in die Mara teilhaben lassen. Bereits im November letzten Jahres habe ich überlegt in die Mara zu fliegen, nachdem die Lage sich etwas zu bessern schien. Der Dezember wäre ein guter Termin gewesen, da ich sowieso Resturlaub und daher viele freie Tage hatte. Leider war kein günstiger Flug zu erwischen und 1000€ wollte ich nicht bezahlen. So entschied ich mich für Ende Januar wo ich mit Lufthansa einen Direktflug buchen konnte. Leider musste ich diesen Termin aus privaten Gründen absagen. Mit Lufthansa konnte ich kostenlos umbuchen und so verlegte ich die Reise auf Mitte März. Ich versuche diese Mal nicht so viel an den einzelnen Tagen zu schreiben. Vorab einige Informationen:
Tour Operator Zuerst hatte ich mit einem anderen Guide und einem anderen Camp geplant. Das gestaltete sich aber sehr schwierig, weil Zusagen nicht eingehalten wurden, Preise erhöht, wieder verringert oder nicht mehr bekannt waren. Irgendwann wurde mir das zu bunt und ich fragte erneut wecam Safari an, mit denen ich bereits 2017 unterwegs und voll umfänglich zufrieden war. Hier wurde alles für mich organisiert und auch Zusagen eingehalten. Dies war vor allem am Ende der Reise von Bedeutung als sich die Ereignisse plötzlich überschlugen.
Übernachtung Nairobi Für die erste Übernachtung in Nairobi hatte ich das Ibis Styles Hotel ausgesucht. Ich war mit diesem Hotel sehr zufrieden. Es ist zwar ein großes Hotel aber die Zimmer waren sauber und in Ordnung. Frühstück war auch in Ordnung, wenn auch, wie üblich, Britisch geprägt. Für mich unverständlich wie man morgens Speck und Bohnen essen kann 🙂 Auch für die letzten beiden Tage konnte ich mich kurzfristig im Ibis Style einbuchen und da mein Flug erst um 22:25 Uhr ging behielt ich das Hotel auch noch als Tageshotel.
Übernachtung Massai Mara Für die Übernachtungen in der Mara stieg ich wie auch schon 2017 im Aruba Mara Camp ab. Dort hatte es mir damals schon sehr gut gefallen und das Essen war hervorragend. Auch dieses Mal konnte ich mich nicht beklagen. Alles war zu meiner vollsten Zufriedenheit. Das Essen war herausragend gut. Während meines Aufenthalts war ich der einzige Gast. Für mich stellte das kein Problem dar. Der Vorteil ist, dass die Inhaberin eine Deutsche ist und das einem bei Problemen enorm weiterhilft. So auch bei mir als die Entscheidung von Kenyatta mir die letzten beiden Urlaubstage raubte. Die Erklärungen, von Gerdi (der Inhaberin) hätte ich auf Englisch wahrscheinlich niemals verstanden. Aber sie kümmerte sich rührend um alles und organisierte auch zusammen mit meiner Tour Operatorin Merci alles. Also das Aruba Mara Camp kann ich auch ausnahmslos weiterempfehlen und ich werde bei meinen nächsten Besuchen auf jeden Fall dort wieder nächtigen. Das Camp liegt nur wenige Meter vom Talek Gate entfernt, so dass man morgens schnell im Park ist.
Guide, Sichtungen und Fotografieren Mit William, einem Massai, hatte ich einen guten Guide erwischt, der aufgeschlossen und sehr naturverbunden war. Die Sichtungen war wirklich toll. Das im März sehr hoch stehende Gras brachte mich als Hobbyfotograf absolut an meine Grenzen. Das Fokussieren war sehr schwer und immer, ja wirklich immer waren störende Elemente im Bild. Schade, denn bei kürzerem Gras hätten einige tolle Bilder entstehen können. So musste ich mich mit Bildern begnügen, die viel Gras beinhalten ... aber auch die haben ihren Reiz 🙂 Also bitte habt Nachsicht mit mir 😛
Corona Das Hotel in Nairobi und das Aruba Camp gingen vorbildlich mit dem Virus um. Überall wurde desinfiziert und auf Distanz geachtet. Während den Game Drives war Corona nie ein Thema. Überhaupt war die Mara leer wie ich sie noch nie erlebt hatte. Es gab einen Tag an dem wir ein einziges anderes Auto gesehen haben. Allerdings war es dann doch so, dass an den Hotspots sich alle aktuell in der Mara befindlichen Autos versammelten. Aber es war nie so, wie ich es teilweise 2017 erlebt habe. Im Gegenteil ... oft waren wir mit den Tieren völlig alleine. So hatten wir Löwen, Leoparden, Geparden und sogar Nashörner für uns ganz alleine. Ich hatte die Mara noch nie so leer gesehen... das galt für die Autos, aber auch für die Tiere. Wir entdeckten ein einziges Gnu 🙂 Der Bereich kurz nach dem Talek Gate hatte dabei die meisten Tiere. Dort waren große Herden von Topis und Zebras zu sehen. Aber ansonsten waren die Plains wie leergefegt. Teilweise fuhr man stundenlang ohne auch nur ein einziges Tier zu sehen.
Das mit dem Testen vor dem Flug hat bei mir ohne Probleme geklappt. Auch das Einloggen bei Panabios für den QR Code war ohne Probleme. Den Flug selbst hatte ich mir echt schwierig vorgestellt, da man ja die ganze Zeit die Maske tragen musste und ich Brillenträger bin. Aber es ging überraschend gut. Ich verzichtete auf das Entertainmentsystem, zog meine Brille ab und hörte Musik. So ging der Flug in zügigen 7,5 Stunden recht schnell vorbei. Das Flugzeug war zu 80% mit Afrikanern gefüllt, bei einer Auslastung von ca. 70%. .Die Einreise klappte auch sehr zügig, da nicht viel los war am Flughafen in Nairobi. Zuerst wurde der negative Corona Test noch vor dem Flughafengebäude kontrolliert. Danach scannte eine junge Dame den QR Code ein und maß die Körpertemperatur. Dann ging es zur Visakontrolle. Das alles wurde recht zügig abgewickelt. Am Samstag vor meiner Abreise (Dienstags) beschloss die Bundesregierung, dass man ab Dienstag (meinem Abreisetag) nur noch mit einem negativen Covidtest das Flugzeug betreten durfte. Ich musste also einen PCR Test in Nairobi oder hier in der Mara machen. Gerdi vom Aruba Camp hatte eine Möglichkeit den Test in einem Camp in der Mara durchzuführen. Dies könnte man mit einem Game Drive verbinden und das Ergebnis würde per Mail geliefert. Preis ca. 8000Khs. Das hörte sich doch gut an... doch dann beschloss Kenyatta am Samstag einen Lockdown für Nairobi und man musste spätestens am Montag um 12 Uhr in Nairobi sein, denn später würde man nicht mehr in die Stadt gelassen werden. Das bedeute für mich, dass ich am Sonntag, nach einem morgendliche Game Drive, abreisen musste. Am Montag einen PCR Test in Nairobi machen musste und dadurch 2 Tage verlor. Das war zwar sch****, aber so ist das halt wenn man in diesen Zeiten reist. Ich musste mich damit abfinden und die saure Pille schlucken. Wecam Safaris organsierte mir einen Doktor, der den Abstrich in meinem Hotel nahm und mir das negative Testergebnis per Mail zusendete. Der Rückflug begann total chaotisch. Gefühlt wollte jeder fluchtartig das Land verlassen und durch die Überprüfungen der negativen Tests verzögerte sich alles noch mehr. Am Flughafen das totale Chaos. Sowas hatte ich noch nie erlebt und ich war schon viel unterwegs. Der Flieger war wieder mit mehr als 80% mit Afrikanern gefüllt und dieses Mal auch voll. Als wir mit einer Stunde Verspätung starten wollten rollten wir plötzlich wieder auf unsere Parkposition zurück, da sich an Bord ein krankes Kind befand und der Pilot mit diesem Kind nicht abfliegen wollte. Also mussten diese Passagiere raus und das Gepäck gesucht werden. Nochmal eine Stunde die wir warten mussten. Mit 2 stündiger Verspätung flogen wir also in Richtung Germany wo ich natürlich meinen Anschlusszug verpasste. Bei der Einreise wurden wir mehrfach kontrolliert, sowohl auf die Einreiseanmeldung wie auch auf den negativen Covid Test. Schlussendlich hat alles geklappt und wäre das Chaos am Ende der Reise nicht gewesen wäre auch alles einigermaßen easy gewesen. Das war sehr schade, da es einfach zu wenig Tage waren für diesen ganzen Stress.
So, das war jetzt ne Menge Text aber ich versuche später nicht mehr so viel zu schreiben. Ich freue mich wenn einige mich auf diesem "Kurztrip" in die Mara begleiten. Ganz sensible Leser möchte ich vorwarnen, da einige Bilder die wahre Natur unverfälscht zeigen... Also, wer kommt mit? 😄
Teil 216. Apr. 2021
Tag 1 Morgens reisten wir in Nairobi ab und fuhren nach Narok. Dort traf ich mich mit meinem Massai Guide, der mich bis zum Aruba Camp bringen sollte. So hatten wir noch Zeit für einen kleinen Nachmittags Game Drive. Die Fahrt Richtung Narok war langweilig wie immer, außer das Escarpement hinunter ... das ist immer relativ spannend. Was mir auffiel ist, dass uns auf der Strecke in Richtung Narok ganz genau 2 Safarifahrzeuge entgegen kamen. Jedenfalls welche, die eindeutig als Safarifahrzeuge erkennbar waren. Beides waren Landcruiser... Minivans konnte ich keinen einzigen entdecken. Auf der späteren Strecke von Narok bis zum Camp entdeckte ich sogar kein einziges Safari Fahrzeug. Also, der Tourismus ist schon gewaltig eingebrochen, wenn man bedenkt was auf dieser Strecke sonst so los ist. In Narok traf ich mich mit meinem Guide, der mir auf der Fahrt mitteilte, dass die ersten beiden Tage ein anderer, befreundeter Guide mich herumkutschieren würde. Wir fuhren also in Richtung Talek durch die Conservancy wo wir die ersten Tiere sahen. Hier sah ich für lange Zeit die einzigen Gnus auf meiner ganzen Reise. Und die hatten erst vor kurzem gekalbt.
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📎 IMG_9567.jpg Zebras geh´n immer 🙂
Nachdem ich meinen Koffer ins Zelt gebracht hatten starteten wir sogleich mit dem ersten Game Drive. Den kann man ja meistens kaum abwarten. Installieren musste ich mich nicht großartig... das konnte ich auch noch am Abend tun. So fuhren wir um kurz nach halb 4 in den Park ein. Die größten Tieransammlung befanden sich direkt auf der Ebene nach dem Talek Gate, weil dort das Gras relativ kurz war.
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Dort versammelten sich viele Topis, Strauße und Thomson Gazellen. Vereinzelt waren Zebras zu sehen und ein einziges Gnu. Dies war das einzige Gnu, dass ich auf meinen Game Drives im Reserve sah. Vielleicht dachte es, es wäre ein Topi oder so 😄
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William erfuhr dann, dass ein Löwenrudel einen Büffel gerissen hatte und fragte mich doch tatsächlich ob wir da hinfahren sollten. Was für eine Frage ... am ersten Tag gleich einen Kill 😄 In welche Richtung wir fuhren kann ich leider nicht mehr sagen, weil ich dieses Mal die Game Drives nicht getrackt habe. Die Löwen waren ein ziemliches Stück von der Straße entfernt und das hier sehr hohe Gras ermöglichte keine richtig gute Sicht. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis am ersten Tag. Und mit uns standen genau 2 andere Fahrzeuge dort und eins davon waren die Ranger ... also auch kein Gedrängel 🙂
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Wir blieben bis zur Dämmerung bei den Löwen. Auf der Rückfahrt sahen wir wie es in bestimmten Abschnitten anfing zu regnen. Das war meine größte Sorge, dass ich den Anfang der Regenzeit hineinrutschen könnte. Aber um es vorweg zu sagen, wir kamen nur einmal in einen Regenguss ... sonst regnete es immer nur nachts!
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Und schon habt ihr den ersten Tag überstanden 🙂
Teil 318. Apr. 2021
Tag 2
Heute war unser erster kompletter Tag in der Mara. Mit dem Guide war ausgemacht, dass wir nicht wieder über den Mittag zurückfahren. Das war ganz in seinem Sinne, denn das wäre ja auch unnötiger Benzinverbauch. Wir haben uns vorgenommen, und das habe ich im Vorfeld auch so kommuniziert, uns Zeit zu lassen und nicht von Spot zu Spot zu hetzen...
Als wir am Talek Gate einfuhren begrüßte uns die Savanne mit einem herrlichen Sonnenaufgang mit mystischen Farben.
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Wir genossen die Ruhe und die Frische des Morgens. Als wir weiterfuhren entdeckten wir wenig später diese zwei Gesellen, die sich im Gras ihren morgendlichen Familienzärtlichkeiten hingaben.
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Es war die Leopardin Lorian und ihr ca. 4 Monate alter Nachwuchs. Und wir hatten sie für uns alleine. Die beiden lagen im hohen Gras und Lorian fühlte sich ab und an von ihrem Nachwuchs genervt. William entdeckte dann die Überreste einer Antilope im Baum und war sich sicher, dass die beiden noch fressen werden.
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Daher dauerte es nicht lange und der Nachwuchs wollte sein Frühstück einnehmen.
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Während der Junior an seinem Frühstück nagte entschied sich auch Lorian für eine bessere Aussicht auf den Baum zu klettern. Wir hatten die beste Sicht und das morgendliche Licht zaberte eine tolle Stimmung. Noch immer waren wir alleine mit den Beiden.
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Während dem Frühstück fiel dem Nachwuchs plötzlich das Antilopenbein aus dem Mund und zu Boden. Sofort machte sich Lorian, leicht genervt vom Ungeschick des Pelzknäuls, auf den Weg nach unten um das Futter zu sichern. Währenddessen inspizierte der kleine Leopard den Rest des Baums und suchte nach weiteren Essensmöglichkeiten.
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Die Beiden zogen echt eine Show ab und wir blieben ziemliche lange dort stehen. Währenddessen sind zwei weitere Autos eingetroffen. Aber alles blieb im Rahmen und es war einfach schön ohne Stress und Generve die Leoparden zu beobachten. Plötzlich sagte William, dass ein Rudel Löwen mit einer Herde Büffel kämpfen würde und ob wir dort hinfahren sollen. Och... hmmm ... ok 😄 Und los ging´s ... was aber dann kam, ist etwas, das mir heute noch im Gedächtnis geblieben ist und was ich wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen werde...
Teil 420. Apr. 2021
Nachdem sich also Lorian und ihr Nachwuchs ins Dickicht zurückgezogen hatten fuhren wir los und erreichten schon nach wenigen Minuten eine große Büffelherde, die ruhig ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Äsen, frönte. Nichts war zu sehen von einem Angriff oder Kampf mit Löwen. Wir fuhren entlang der Herde bis zum Ende der großen Herde als wir 2 Büffel und ein Kalb entdeckten, die, etwas abseits der Herde, aufgeregt in eine Richtung blickten. Auch wir schauten in die entsprechende Blickrichtung und entdeckten in 100 Meter Entfernung einen Tumult. Als wir näher kamen konnte ich schon an den kurzen, hochgestellten Schwänzen erkennen ... das waren keine Löwen, sondern Hyänen!
Kurzer Zwischeneinschub: Als wir Tags zuvor von Narok zum Camp fuhren unterhielten William und ich uns über meine bisherigen Reisen und was ich denn schon so gesehen und erlebt hatte. Dabei kam das Gespräch auch auf Dinge die er schon so gesehen hatte und ich sagte zu ihm: Das Einzige was ich Live nicht sehen wolle, wäre ein Wildhund- oder Hyänenkill. Denn das wäre mir zu brutal! Ich meine, ich habe das schon oft im TV gesehen, aber Live ist dann doch noch mal eine ganz andere Sache.
Als wir dann also am Tumult ankamen, konnte man eine Unzahl an Hyänen erkennen. Ich schätze es waren um die 30, wenn nicht sogar mehr. Diese waren total aufgeregt und es war sehr laut. Immer wieder spritzten die Hyänen erschrocken auseinander und zwischendrin hörte man das Blöcken eines Büffels. Als wir dann direkt dort standen konnte man das Ausmaß erkennen. Die Hyänen hatten ein Büffelkalb niedergerungen und rissen einzelne Fleischbrocken aus dem armen Tier. Gottseidank konnte man, dank des hohen Grases, nicht alles sehen. Dafür konnte man es hören. Ich werde diese Geräuschkulisse in meinem ganzen Leben nicht mehr vergessen. Der Ton, wenn die Hyänen am Fell zerrten und versuchten Fleischbrocken herauszureißen. Das hörte sich an als ob man an einem ausgeblasenem Luftballon zieht und es schnalzen lässt, nur viel viel lauter ... wahrscheinlich komische Erklärung, aber genauso war es. Und zwischendrin immer wieder die schmerzerfüllenden Schreie des Kalbs. Anfangs konzentrierte ich mich noch aufs Fotografieren aber mehr und mehr stoppte ich das Knipsen. Jetzt fragen sich sicherlich manche, warum wir nicht wieder weggefahren sind. Das ist wie bei einem Unfall, man weiß man soll nicht glotzen aber irgendwie kann man net weggucken. Immer wenn ich dachte, jetzt ist alles vorbei, hörte man das Kalb wieder schreien. Bereits als die Hyänen, die Gedärme herausrissen. Ich dachte bei mir ... bitte stirb doch endlich ... das hört sich echt grausam an, aber die Schreie waren echt übel und ich bekomme heute noch einen Schauer wenn ich daran denke. William hat das Ganze gefilmt und, ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe diesen Film bis heute noch nicht ein einziges Mal angesehen. Ich habe noch heute den Ton der reisenden Haut und das Blöcken des Kalbs in meinen Ohren. Zum Glück ist das alles auf Bildern nicht zu hören, so dass diese, auch wegen des hohen Gras, nicht ganz so schlimm sind.
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Die Hyänen waren sehr nervös, da sie in dem hohen Gras nicht sehr weit sehen konnten und Angst vor Löwen hatten. Bei der kleinsten auffälligen Bewegung rannten alle davon, dafür kamen andere wieder hinzu. Es war ein ständiges Kommen und gehen, Gebeiße und enormer Lärmpegel.
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Dann trafen auch schon, wie aus dem Nichts, die ersten Geier ein. Und ein Schakal traute sich in das Getümmel. Er wurde allerdings von den Hyänen überhaupt nicht beachtet.
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Irgendwann wurde es mir dann doch zuviel und wir entschieden uns weiterzufahren. Aber dieser Moment hatte sich in meinen Kopf gebrannt und ich konnte tatsächlich in dieser Nacht nur sehr schlecht schlafen. Die schmerzerfüllten Schreie des Kalbs haben mich lange verfolgt und tun es ab und an noch heute. Hört sich wahrscheinlich echt seltsam an aber so ist es...
Teil 523. Apr. 2021
Nachdem wir die Hyänen verlassen hatten fuhren wir nicht lange und entdeckten das Black Rock Löwenrudel. Auch sie hatten nur wenige Minuten zuvor ein Büffelkalb gerissen. Gottseidank war hier schon alles vorbei und wir konnten die Löwen bei ihrem Festmahl beobachten. Heute mussten die Büffel viele Leben lassen. Das Black Rock Rudel bestand aus ca. 12 Tieren und da war so ein Büffelkalb nicht wirklich für alle ausreichend. Entsprechend laut und rupig ging es zu. 📎 IMG_0018.jpg
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Einige Löwen gingen und kamen wieder ... aber der Pascha hatte natürlich Vorrang
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Als der Pascha den Kalbskopf davontrug neigte sich das Festmahl dem Ende. Einige Löwen suchten den Schatten unseres Wagens andere hielten Ausschau nach weiteren Opfern, denn das Kalb hatte natürlich nicht für alle gereicht. Es war schon erstaunlich wie schnell das Kalb aufgefressen war...
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Wir verfolgten das Rudel noch eine Weile, da William eine weitere Jagd erwartete. Das Black Rock Rudel war anscheinend dafür bekannt, dass es meistens tagsüber jagt. Es war gar nicht so einfach die Löwen in dem hohen Gras zu verfolgen, weil sie sich, oft einfach hinlegten.
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Geer trafen auch an der Stelle ein, an der das Büffelkalb gestroben war... da konnte ich mich nochmal in Flugaufnahmen versuchen.
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Wie leer es in der Mara war kann man auf diesem Bild erkennen. Keine Gnus, nichts...
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Wir verliessen dann die Löwen, weil sie sich niedergelegt hatten und trafen nur wenig entfernt auf noch 2 Paschas, die ebenfalls zum Black Rock Rudel gehörten.
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Aber da wohl keine Regung zu erwarten war, fuhren wir weiter...
Teil 624. Apr. 2021
Genug Blut für heute. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir noch zwischen einer Elefantenherde, die uns bestens unterhielt. Vorallem die Kleinen sind immer wieder zu lustig.
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Als wir uns auf den Weg machten in Richtung Camp fing es in der Ferne an zu schütten und wir trafen nochmal die beiden Paschas aus dem Black Rock Rudel...
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Und damit wär auch der 2. Tag geschafft...
Teil 727. Apr. 2021
Tag 3
Nach dem einschneidenden Erlebnis am gestrigen Tag gibt es heute, obwohl es ein sehr Katzenlastiger Tag wird, keine Bilder von einem erfolgreichen Riss ... naja fast 🙂
Wie üblich fuhren wir kurz vor 6 Uhr in den Park ein. Es würde ein schöner Tag werden und die Mara begrüßte uns mit einem intensiven Sonnenaufgang. Obwohl kaum Gäste unterwegs waren, konnten wir jeden Tag die Fesselballons entdecken. Auch an diesem Morgen war schon einer unterwegs.
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Als erstes entdecken wir das Black Rock Rudel, das durch die Savanne streifte. Es war deutlich zu erkennen, dass Sie hungrig waren und auf der Suche nach Beute. Mittlerweile hatten sich fast alle Mitglieder beim Rudel eingefunden. Und so trottete das gesamte Rudel durch das hohe Gras immer wieder stoppend und den Horizont scannend.
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Laut William zeigte das ständige Gähnen, dass sie sehr hungrig waren. Wir hofften auf etwas Action am frühen Morgen. Die Löwen streiften aber irgendwie scheinbar planlos durch die Gegend. Liefen Zick Zack. Suchten immer wieder den Horizont ab ... aber da war nichts.
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Dann sahen wir in sehr weiter Entfernung eine Büffelherde. Die Löwen aber ließen sich nieder und bewegten sich nicht mehr.
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Wir warteten noch eine gewisse Zeit, zogen dann aber auch weiter.
Teil 829. Apr. 2021
Ich habe leider wenig Zeit, daher gibt´s nur ne kleine Fortsetzung.
Gut, dass wir uns von den Löwen losreißen konnten. Denn so kamen wir gerade rechtzeitig zu der Leopardin Luluka und deren Nachwuchs, die gerade auf einem Baum ihre Kletterkünste vertiefte. Das machte wirklich Spaß dem kleinen Rabauken zuzusehen ... und wieder waren wir ganz alleine.
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Wirklich erstaunlich mit welcher Leichtigkeit sich die Katze in schwindelnder Höhe bewegte.
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Ihre Mutter war zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig zu sehen. Sie hatte sich noch im Gebüsch versteckt. Aber dann machte sich der Nachwuchs daran nach unten zu klettern und seiner Mama einen Besuch abzustatten.
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Leider war es nun mit dem Alleinsein zu Ende. Es kamen zwei weitere Fahrzeuge angefahren. Aber das war dann trotzdem noch im Rahmen 🙂
Forstsetzung folgt...
Teil 930. Apr. 2021
Nachdem sich die Beiden auf dem Boden getroffen haben, fiel die Entscheidung ein bißchen umherzuwandern 🙂
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Das Ziel war zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt und konnte auch nicht ausgemacht werden, da die Beiden ziemlich verwirrend Zick Zack gelaufen sind. Wieder zurück gelaufen sind usw. Es gab uns jedenfalls die Möglichkeit beide Katzen aus nächster Nähe zu beobachten. Sie waren wirklich nicht scheu und liefen immer wieder direkt am Auto vorbei oder teilweise sogar unter dem Auto durch 😄 😄
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Der Nachwuchs blieb dabei immer mal wieder zurück und wurde dann von Luluka gesucht.
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Immer wieder wurde der Spaziergang unterbrochen und eine kurze Pause eingelegt.
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Das ermöglichte uns immer wieder tolle Aufnahmen.
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Dann entdeckte der Junior einen Sekretär, der in der Nähe herumstolzierte. Er versuchte sich an den Sekretär anzuschleichen... aber nur mit wenig Begeisterung. Der Vogel fand das nur so mittel und suchte schnell das Weite.
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Dann ging der Spaziergang weiter...
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In manchen Situationen ist es schon komisch, dass die Katzen einen im Fahrzeug nicht registrieren und dass da nicht mehr passiert. So nah wie die Fahrzeuge den Raubtieren ab und an waren...
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Als die Beiden dann irgendwo in einem Busch verschwanden, brachen wir auch auf um einen anderen teil des Parks zu erkunden.
Fortsetzung folgt...
Teil 1002. Mai 2021
Nachdem wir die beiden Leoparden verlassen hatten wollte William versuchen einen Geparden zu finden. Wir fuhren also etwas südlich bis zu einer Gegend wo William meinte "This is Cheetah land". Aber zuerst konnten wir außer 3 einsamen Büffeln, die sich in einem Schlammloch suhlten nichts entdecken.
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Am Horizont zog eine Elefantenherde schnurstracks ihres Weges.
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Dann plötzlich meinte William, so ganz lapidar, "Cheetah ... und zeigte mit dem Finger in Richtung der vorbeiziehenden Elefanten. Tatsächlich kamen 2 Geparden gemächlichen Schrittes durch das hohe Gras auf uns zu. Sie wurden dabei von einem Fahrzeug verfolgt. Da die beiden aber einen kleinen Bach durchquerten, war es dem Auto nicht mehr möglich ihnen weiter zu folgen und so waren wir ganz alleine mit den Beiden, die stetig auf uns zu kamen. Sie waren hungrig und hielten ständig Ausschau nach Beute.
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Das Brüderpaar wanderte an uns vorbei und verlor sich im hohen Gras. Wir versuchten sie zu verfolgen aber sie waren plötzlich im hohen Gras verschwunden. Das war wirklich ärgerlich ... aber im Prinzip auch Glück. Denn als wir im hohen Gras herumfuhren und nach den Geparden suchten entdeckten wir ihn:
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Der Serval war ebenfalls auf der Jagd und so konzentrierten wir uns auf die kleine Katze. War es bei Löwen und Leoparden schon schwer diese wegen des hohen Grases zu fotografieren, war dies bei dem Serval noch ungleich schwieriger. William gab sein Bestes... einumsandere Mal verloren wir die Katze kurz, fanden sie jedoch schnell wieder.
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Wir konnten auch zweimal eine erfolgreiche Jagd beobachten, als dier Serval lauerte und mit einem großen Satz etwas fing. Beim ersten Mal war es wohl eine Maus und beim zweiten Mal entweder eine Eidechse oder Schalnge. Die Katze kauerte jedoch so dicht am Boden, dass Aufnahmen so gut wie unmöglich waren. Aber hey, a kill is a kill 🙂
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Wir beobachteten die Katze eine ganze Weile während sich nur ein weiteres Fahrzeug zu uns gesellte, dessen Insassen jedoch schnell von dem Serval gelangweilt waren und sich wieder verzogen. Wir hatten seit wir die Leoparden verließen nur zwei weitere Fahrzeuge gesehen. Das eine, das die Geparden verfolgte und den Bach nicht überqueren konnte und dieses jetzt, das aber schnell die Geduld verlor. Wir hatten jedoch Zeit und erfreuten uns an den Jagdversuchen der Kleinkatze.
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Als der Serval dann im hohen Gras verschwand machten wir uns daran die beiden Geparden wieder zu finden. Noch immer waren wir völlig alleine in dieser Ecke der Mara. Wie weit waren die beiden Cheetahs gewandert? Werden wir sie wiederfinden?
Fortsetzung folgt..
Teil 1103. Mai 2021
Wiliam sah einige Impalas, Topis und Gazellen in etwas weiterer Entfernung stehen und vermutete, dass die Katzen in diese Richtung gewandert waren. Und so fuhren wir auch langsam in deren Richtung während William die Savanne scannte. Tatsächlich konnten wir die beiden Brüder schnell wiederfinden.
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Sie machten einen Anschleichversuch an die Antilopen wurden aber schnell von den Impalas entdeckt, die den Jägern mit lautem Schnauben mitteilten "Ätsch, wir haben euch gesehen" 😄 So zogen die Beiden weiter und durchquerten ein Tal. Wir furhen außenherum und entschieden uns, unseren verspäteten Lunch an einem Baum einzunehmen. Es war mittlerweile sehr warm und William glaubte, dass die Geparden ziemlich lange brauchen würde um das kleine Tal zu durchqueren. "Wir werden sie wiederfinden" versicherte er mir. Wir fuhren also zu einem einsamen Baum auf einer kleinen Anhöhe auf der anderen Seite des Tals und begannen zu essen. Wir unterhielten uns und so verging die Zeit wie im Flug. Gerade als wir alles wieder aufgeräumt hatten und im Auto sitzend einen letzten Plausch hielten, kamen plötzlich die beiden Geparden in Sicht. Und sie hielten direkt auf den Baum zu unter dem wir standen. Wie sich herausstellte, war es ein Reviermarkierungsbaum der Beiden und sie beschnupperten und markierten den Baum eifrig ohne uns zu beachten. Dabei waren wir ca. 1 Meter von den Katzen weg. Ich hätte aus dem Fenster greifen können und den Rücken streicheln. Das war ein wirklich tolles Erlebnis und auch William war ganz hin und weg. Geparden sind normalerweise sehr scheu (mal abgesehen von den 5 Musketeers)... aber die Beiden interessierten sich so gar nicht für uns. Hier zwei Handyaufnahmen und ein kleiner Videoclip. Ich hoffe, dass das funktioniert. 📎 IMG_20210321_142842.jpg 📎 IMG_20210321_142830.jpg
Nachdem die zwei Schönheiten weiterwanderten, folgten wir ihnen. Sie hatten immer noch keinen Jagderfolg und sahen sehr hungrig aus. Aber wir konnten nur ein paar Topis in nächster Nähe erkennen und die waren für die Beiden zu groß
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Es war mittlerweile sehr warm und die Geparden mussten sich immer wieder ausruhen um nicht zu überhitzen.
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Dann sahen wir in etwas Entfernung mehrere Thommys und Impalas stehen. Und auch die Geparden entdeckten die Gazellen.
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Langsam bewegten Sie sich auf die vermeintliche Beute zu. Eine Thompson Gazelle lag im Gras und drehte den Geparden den Rücken zu. Wir plazierten uns in etwas Entfernung hinter der Gazelle, weil William vermutete, dass diese das Angriffsziel bildete. Plötzlich machten die beiden Brüder einen Bogen um die Gazelle und nahmen einige weiter wegstehende Impalas ins Visier.
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Die Gazelle hatte wirklich Glück, da sie nicht entdeckt wurde. Die Geparde liefen einen Bogen um unser Auto und eine der Katzen wurde dabei von Topis entdeckt, die an einem kleinen Waldrand standen. Die Katze versuchte erst gar nicht weiter zu schleichen. Die andere Katze wurde jedoch nicht gesehen und bewegte sich langsam auf die Impalas zu. Wir hielten uns zurück, weil wir nicht dazwischenfunken wollten. Es war extrem spannend wie sich der Gepard Meter für Meter an die Grasfresser heranschob.
Dann raste der erste Gepard los und versuchte ein Impala einzuholen. Die Bilder sind nicht berauschend, weil es einfach zu weit weg und viel zu schnell war.
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Kaum hatte der erste Gepard angefangen zu sprinten, legte auch die zweite Katze los.
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Leider, für die Beiden, war beide Jagdversuche erfolglos. Und im Anschluss wurden die beiden von den Bejagten mit Spott überzogen. So sah es zumindest aus 😄
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Da es noch ein weiter Weg zurück zum Gate war, beschlossen wir auch die Rückreise anzutreten. Das war ein toller Tag an dem wir alle Großkatzen entdecken konnten. Mit der Servalsichtungen war dies ein sehr katzenlastiger Tag ... aber ist es nicht das was wir alle wollen? Ich war jedenfalls zufrieden und war gespannt was der nächste Tag bringen würde. Da wusste ich noch nicht, dass der nächste Tag sehr aufregend werden würde 🙂
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Teil 1205. Mai 2021
Tag 4 Der heutige Tag begrüßte uns mal wieder mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Auch die ersten Ballons waren schon wieder in luftiger Höhe unterwegs.
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Als erstes entdeckten wir wieder das Black Rock Rudel, dass noch immer keine Beute machen konnte. Die Löwen waren unterwegs und suchten nach etwas jagdbarem. Die Löwen schlichen durch´s hohe Gras und scannten den Horizont.
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Dann sahen wir wie 3 Büffel gefolgt von 4 Elen Antilopen durch das Gras wanderten. Zwischen den Büffeln hielten sich schon vereinzelt einige Hyänen auf. Immer wieder sah man einen Kopf in die Höhe recken.
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Auch die Löwen entdeckten die Büffel und die Antilopen. Und schon begann die Jagd. Wir dachten, dass die Löwen sich auf die Büffel konzentrieren würden aber die Elen Antilopen waren das Ziel. Zwei Löwinnen schlichen sich von hinten durch das höhe Gras an die Antilopen heran. Es trotteten also zuerst die Büffel und in einigem Abstand die Elen durch das Gras. Die Löwinnen kamen von hinten und von der Seite auf die Antilopen zu und wurden plötzlich entdeckt. Die Elen suchten das Weite und die Löwinnen versuchten nur halbherzig ihnen zu folgen. Schnell waren die Beutetiere außer Reichweite.
Die Büffel hatten die ganze Situation irgendwie gar nicht registriert und trotteten immer noch ihres Weges. Einer der männlichen Löwen startete dann einen Angriff. Doch die Büffel sprinteten sofort los und der Löwe stoppte augenblicklich mit der Verfolgung.
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William meinte, das läge daran, dass die Büffel zu dritt waren und der männliche Löwe in dem Moment alleine. Daher brach er die Jagd ab... die Büffel konnten fliehen, überquerten eine kleine Furt und schlossen sich einer großen Büffelherde in etwas Entfernung an. Die Löwen bewegten sich langsam in dieselbe Richtung auf die Büffelherde zu. William war sich sicher, dass das Rudel heute nochmals jagen würde.
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Die Löwen überbrückten auch die kleine Furt in Richtung Büffelherde.
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Ein einzelner männlicher Löwe stellte die Nachhut.
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Ob die Löwen einen zweiten Jagdversuch starten würden? Wir werden sehen...
Fortsetzung folgt...
Teil 1308. Mai 2021
Nachdem das Rudel die kleine Fuhrt überquert hatte bewegten sie sich langsam in Richtung der Büffelherde.
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Komischerweise machten es sich das Rudel dann an einem kleinen Hügel bequem und legte erst einmal eine Pause ein. Die Büffelherde bewegte sich währenddessen immer weiter weg. Manchmal muss man das Verhalten von Katzen nicht verstehen. Wir standen mittlerweile schon einige Zeit dort, als die Löwen plötzlich in einiger Entfernung an der Furt einen einsamen Büffel erspähten.
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Sofort war das gesamte Rudel in "Hab Acht" Stellung. Seltsamerweise positionierten sie sich ungeniert auf dem kleinen Hügel und beobachteten den äsenden Büffel. Dieser hatte die Raubkatzen wohl noch nicht registriert während diese langsam, aber zielsicher ausschwärmten. Sie versuchten den Büffel einzukreisen, das konnte man deutlich erkennen.
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Plötzlich wurden die Katzen entdeckt. Der Büffel nahm aber noch nicht reißaus sondern stellte sich zuerst den Katzen.
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Ich vermute, dass er nicht wusste wie groß das Rudel war, da er nur 2 Katzen sehen konnte. Dann aber registrierte der Bulle, dass es wohl doch zu viele sein könnten und flüchtete. Die Löwen hinterher. Leider von uns weg, so dass der Fluchtversuch schwer auf den Chip zu bannen war. Während der Flucht attackierten die Löwen den schwarzen Koloss immer wieder von hinten und versuchten ihn zu Fall zu bringen.
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Der Büffel flüchtete dann über die kleine Fuhrt über die wir zuvor die Löwen verfolgt hatten. Leider war an der Stelle. an der die Jagdgesellschaft den kleinen Bach überquerte für uns keine Möglichkeit das Wasser zu überqueren.
Während wir am Bach entlangfuhren um zu der Stelle zu kommen wo wir wieder auf die andere Seite wechseln konnten konnte ich den Kampf des Büffels mit den Löwen beobachten. Sie versuchten das Rind einzukreisen und attackierten immer wieder von hinten. Leider konnte ich während der Fahrt keine Bilder davon machen. Als wir auf der anderen Seite ankamen, hatte sich das Wildrind in einen kleinen See gerettet und wurde dort von Löwen belagert.
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Es entstand eine Pattsituation. Die Löwen wollten nicht ins Wasser, der Büffel nicht raus. Einige Löwen waren schon überhitzt und zogen sich in den Schatten eines nahen Baums zurück, als der Bulle plötzlich einen Ausbruchsversuch startete. Er rannte aus dem Wasser direkt auf die Löwen zu.
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Diese ergriffen panisch die Flucht. Einige der weiblichen Katzen schnitten dem flüchtenden Tier jedoch den Weg ab, so dass der Attackierte kehrt machte und wieder zurück ins Wasser rannte.
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Wieder entstand eine Pattsituation. Der Büffel war schon verletzt und hatte eine große Wunde am Hinterteil.
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Der Bulle zog sich immer weiter in den See zurück und die Löwen folgten ihm am Ufer. So standen sie sich gegenüber.
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Allerdings war es diesmal so, dass die Löwen alle auf der Seite warteten und keiner den Ausgang des Gewässers im Blickfeld hatte. Das war natürlich ein großer Fehler. Nach einigen Minuten des Wartens watete der Bulle in Richtung Ufer und rannte in Richtung Savanne davon. Die Löwen registrierten ihren Fehler zu spät und konnten den flüchtenden Einzelgänger nicht mehr einholen.
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Jagd missglückt! Der Büffel rannte in Richtung Horizont und die verfolgenden Löwen gaben schnell auf. Jetzt mussten die überhitzten Katzen erstmal was trinken.
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Auch wenn die Jagd erfolglos war, war es sehr interessant das alles zu beobachten. Sowohl die Klugheit des Büffels, wie auch die Dummheit des Rudels. Aber noch immer waren die Katzen hungrig. Aber jetzt war erstmal ruhen angesagt. Und wir machten uns auf die Suche nach neuen Entdeckungen...
Fortsetzung folgt...
Teil 1410. Mai 2021
Nach diesem aufregenden Eerlebnis gesellten wir uns erstmal zu einer Herde Elefanten und beobachteten diese bei ihrem täglichen Schlammbad. Das war die richtige Position um den Lunch zu verbringen...
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Teil 1512. Mai 2021
Nachdem wir uns bei den Elefanten etwas von der morgendlichen Aufregung erholt hatten und wieder auf "Normallevel" angekommen waren, fuhren wir gegen 16 noch einmal zurück zu dem Black Rock Rudel. Mal sehen ob diese sich von der morgendlichen Blamage erholt hatten. An der Stelle an der sie getrunken hatten konnten wir sie nicht finden. Sie waren tatsächlich wieder auf dem kleinen Hügel von dem aus sie am Mittag den Büffel gejagt hatten. Das Rudel war fast vollzählig und überwachte die umliegende Savanne. Aber es war weit und breit nichts zu sehen und die große Büffelherde vom Morgen war längst weitergezogen. Nach kurzer Zeit konnte man plötzlich einen schwarzen Punkt erkennen, der vom Bach direkt auf die Löwen zusteuerte. Es war ein einsamer Büffelbulle, der durch das hohe Gras direkt auf die Katzen zusteuerte. Augenblicklich duckten sich alle Löwen in das hohe Gras und beobachteten das Wildrind, dass mit gemächlichen Schrittes durch die Savanne stapfte. Immer verfolgt von Löwenaugen.
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Dann konnte man sehen, wie die Katzen ausschwärmten. Sie machten sich sogar die beiden Safarifahrzeuge zu Nutze indem sie diese als Deckung benutzten. Einer der Paschas lief außen an unserem Fahrzeug vorbei und schnitt dem Büffel auf unserer Seite den Rückweg ab. Andere Löwen kreisten den Bullen ebenfalls ein. Der Büffel war immer noch ahnungslos und lief schnurstracks weiter.
Dann entdeckte der Koloss die Raubkatzen. Doch anstatt zu flüchten, attackierte er die Löwen.
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Darauf hatten die Jäger nur gewartet. Das komplette Rudel griff den Büffel nun an. Eine Flucht war nicht mehr möglich. Jetzt hieß es kämpfen um zu leben.
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Der Büffel versuchte durch kurze Sprints zu entkommen aber die Katzen schnitten immer wieder den Weg ab und attackierten von hinten. Allerdings konnte man auch deutlich den Respekt sehen, den die Löwen vor dem Bullen hatten.
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Die Katzen griffen immer wieder das Hinterteil an. Und man konnte sehen wie sie sich abwechselten, so dass der Büffel keine Verschnaufpause hatte. Mal waren es die Weibchen, dann wieder einer der großen Paschas der versuchte sich am Hinterteil festzubeißen.
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Aber der Büffel war nicht ohne und schmieß immer wieder seine Kopf mit den mächtigen Hörnern herum so daß die Löwen panikartig flüchteten. Es benötigte das gesamte Rudel um den Bullen immer wieder zu attackieren.
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Es erforderte eine Menge Kraft und der Büffel war noch lange nicht bereit aufzugeben. Viele Rudelmitglieder waren schon ausgepowert, während das Wildrind noch immer schnaubend die Hörner von einer Seite zur anderen warf. Mit riesigen Sätzen sprangen die Weibchen immer wieder auf den Rücken des Bullen und versuchten sich festzubeißen.
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Wer wird diesen Kampf gewinnen? Können die Löwen den Büffel erlegen oder kann der Bulle den Raubkatzen ein Schnippchen schlagen ... seid gespannt ... Fortsetzung folgt...
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Teil 1614. Mai 2021
Der Büffel lieferte dem Löwenrudel nun schon seit mehr al einer halben Stunde einen großen Kampf. Aber die Weibchen im Rudel attackierten immer wieder von hinten.
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Noch immer machte den Büffel einen guten Eindruck und war nicht willens aufzugeben.
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Mit großen Sätzen sprangen die Katzen immer wieder auf den Rücken des Bullen und bießen sich fest. Das sah teilweise aus wie bei einem Rodeo.
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Aber auch die Löwen bekamen langsam Probleme. Der Bulle brachte sie an ihre Grenzen und einige der Weibchen musste dem großen Kampf Tribut zollen. Einer der drei Paschas musste nun seinen Part übernehmen.
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Aber auch der ermüdete schnell und die Weibchen übernahmen wieder. Der Büffel hatte jetzt schon ein große Wunde am Rücken. Ja, da war schon ein regelrechtes Loch aus dem stetig Blut ran. Und die Katzen attackierten weiter. Es ging drunter und drüber... 📎 IMG_0807.jpg
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Die Löwen verbissen sich immer wieder an der selben bluttriefenden Stelle und rissen so die Wunde immer größer auf.
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Aber der Bulle stand noch immer und versuchte mit seinen Hörner durch wilde Schwenkbewegungen einen Löwen aufzuspießen. Er erwischte auch ein- oder zweimal eine Katze, jedoch nicht so schlimm, dass die Löwen den Angriff aufgaben.
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Die Wunde wurde immer größer und mittlerweile klaffte ein riesiges Loch am Hinterteil des Büffels. Unvorstellbar, dass das Wildrind diese Attacke überleben würde. Aber noch immer gab er sich nicht geschlagen.
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Die kurioseste Situation sah ich dann als ein Löwenweibchen den Büffel wieder attackierte in die Wunde biss und während der Bulle sich wand und versuchte den Angreifer abzuschütteln sie aus der Wund Blut trank. Das sah wirklich absurd aus.
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Dann verbissen sich die Löwen in der Achillessehne des Bullen und versuchten so eine Flucht zu verhindern. Jetzt wurde auch dem Büffel klar, dass es dem Ende zu ging, denn er brüllte um Hilfe. Zuvor war von ihm nichts zu hören außer ab und an ein wildes Schnauben. Jetzt konnte man die Schmerzen hören...
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Nach ca. 45 Minuten fiel der Bulle und musste sich geschlagen geben. Er hatte den Löwen einen großen Kampf geliefert aber es waren einfach zu viele und der Hunger wahrscheinlich zu groß. Sofort als der Bulle fiel, stürzten sich die Löwen auf ihn um zu verhindern, dass er sich wieder aufrichten konnte.
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Sie drehten das Wildrind auf den Rücken und attackierten sofort die untere weiche Seite des Büffels. Währenddessen versuchte eine Löwin den Büffel augenblicklich zu ersticken.
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Noch immer war der Bulle am Leben und während eine Löwin versuchte ihn zu ersticken fingen andere bereits an zu fressen.
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Mit einem letzten schweren Schnauber wich das Leben aus dem großen schwarzen Koloss. Seine Beine fingen an zu zittern und zu verkrampfen und dann war der Kampf verloren. Die Löwen hatte die Schlacht gewonnen und konnten sich nun ausgiebig sattfressen. Der Kampf hatte von Jagdbeginn bis zum Erlegen etwa 1 Stunde gedauert. Es war aufregend aber gleichzeitig auch emotional ergreifend auch wenn es die Natur ist. Wir blieben noch etwas bei dem Riss aber es fing schon an zu dämmern und so mussten wir aufbrechen und zum Camp zurückfahren.
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Mir ist natürlich klar, dass einige Bilder wirklich sehr grausam sind, aber ich wollte sie euch nicht vorenthalten. Auch weil das keine alltägliche Sichtung ist und man sowas wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben sieht. Ich hoffe ihr fandet es trotzdem genauso interessant wie ich ...
Teil 1721. Mai 2021
Tag 5
Am Abend haben William und ich beim Essen über das Gesehene diskutiert. Am ersten Tag, als wir über meine Sichtungshöhepunkte gesprochen hatten, habe ich wohl mal erwähnt, dass ich gerne mal eine Keilerei zwischen Löwen und Hyänen beobachten würde. Ich hab das schon so oft im Fernsehen gesehen und da war immer richtig was geboten. In meiner Vorstellung war es immer so, dass kaum hatten die Löwen ein Tier gerissen auch sofort die Hyänen da standen ... innerhalb von Minuten 😛 Leider habe ich die Erfahrung bisher nie machen können. William meinte, dass an dem Kill mit Sicherheit Hyänen auftauchen würden und so wollte er morgen noch eine halbe Stunde früher in den Park fahren. Für mich kein Problem ... also ging´s an diesem Tag schon um 5:30 in den Park. Es war stockdunkel und wir verfuhren uns prompt kurz 😄 😄 Als wir an der Stelle ankamen wo die Löwen erfolgreich ihre Jagd beendeten, war es noch dunkel aber die Sonne fing gerade an aufzugehen. Um die Stelle war auch eine Hyänen unterwegs aber das Rudel mit seinen mittlerweile 3 Paschas (der Dritte ist wohl in der Nacht eingetroffen) war zu groß und zu stark als dass die Hyänen sich zu weit vor wagten. Vom Büffel war nur noch die Hälfte übrig.
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Viele der Löwen waren schon satt gefressen aber dennoch hielten sich einige am Kadaver auf und schlugen sich den Bauch voll.
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Plötzlich wurden alle Löwen aufmerksam. Ich dachte schon jetzt kämen die Hyänen. Aber es war nichts zu sehen. Die Löwen waren in Habachtstellung und lauschten angestrengt in die Weite.
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Ich konnte nichts erkennen. Dann sagte William, dass dort eine Löwin kommen würde. Ich dachte ... ok ... na und 🙂 Dann meinte er aber, dass sie nicht zu diesem Rudel gehören würde. Das war also der Grund warum die Löwen so aufmerksam waren. Die Löwin war sicherlich hungrig und kam immer näher. Plötzlich rannten zwei des Black Rudels los und verfolgten den Störenfried. Diese ergriff sofort die Flucht verfolgt vom halben Rudel. Auch wir fuhren der Flüchtenden hinterher, die jedoch fliehen konnte und dann auch nicht mehr weiter verfolgt wurde. Da waren die Bäuche wohl doch zu voll...
In der Zwischenzeit wagt sich doch tatsächlich eine Hyäne an den Kadaver um schnell ein paar Fleischbrocken runterzuwürgen. Sie war aber sehr aufmerksam und schreckhaft. Kein Wunder bei dieser Anzahl an Löwen..
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Die Löwen kehrten lieber wieder zu ihrer Beute zurück um sie nicht an Hyänen zu verlieren. Die kurze Verfolgung hatte wohl bei einigen wieder den Hunger vorangetrieben, denn jetzt wurde wieder mehr gefressen.
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Manche Löwen verschwanden komplett im Körper des toten Büffels um ganz besonders saftige Stücke zu ergattern. Streit gab es komischerweise nicht. War wohl genügend Fleisch für das gesamte Rudel.
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Langsam hatten afst alle vom Rudel genug ... und legten sich nieder zum Ausruhen. Wahnsinn wieviel Fleisch schon weg war. Wenn man mit ca. 700 kg bei so nem Bullen rechnet war er sicherlich zu 70% aufgefressen. Das bedeutet die Löwen haben in einer Nacht über 400 kg gefressen. 🤩 😮
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Zum Schluss kam noch ein Pärchen zum Riss, das sich vorher aufgrund von Hochzeitsaktivitäten abgesondert hatte. Aber viel Sex regt den Appetit an und so wollten sich die Beiden auch noch etwas zu Leibe führen. Alle anderen Löwen hatten sich mittlerweile zurückgezogen. Da kein Schatten in unmittelbarer Nähe war mussten meist die Fahrzeuge der Schaulustigen herhalten.
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Teil 1825. Mai 2021
Wir konnten ja nicht ewig den Löwen beim Frühstück zusehen und so entschieden wir weiterzufahren um zu sehen, was dieser Morgen sonst noch so bringen würde. Zuerst entdeckten wir wieder die Elefanten vom Tag zuvor. Die hatten sich noch nicht besonders weit bewegt.
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Dann fuhren wir weiter zu einem kleinen Bach, der gesäumt von ziemlich viel Gestrüpp war. William wusste, dass sich Lorian hier oft aufhielt und wollte versuchen sie zu entdecken. Auf dem Weg dorthin überraschten wir einen Serval, der durch das hohe Gras schlich. Leider war die Kleinkatze sehr nervös und gab uns keine Möglichkeit sie zu fotografieren. Es wäre in dem hohen Gras völlig aussichtslos gewesen und der Serval traute uns nicht, bewegte sich immer von uns weg, so dass wir ihn alsbald in Ruhe ließen und weiterfuhren.
An dem kleinen Bach angekommen, fuhren wir das Ufer entlang, konnten aber nichts entdecken. So fotografierte ich halt mal ein paar Vögel...
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In dem Gestrüpp war wirklich nur sehr schwer was zu erkennen. Angestrengt scannten wir die Büsche. Dann war da plötzlich eine Bewegung ... William hatte sie nicht gesehen, doch ich war mir sicher. Und tatsächlich ... mitten im Gestrüpp entdeckte ich den kleinen Leoparden. Von der Mutter war keine Spur. Wahrscheinlich war sie auf der Jagd und hatte den kleinen alleine zurückgelassen. Bilder waren in diesem Wirrwarr aus Zweigen und Ästen nicht möglich. Es war auch viel zu dunkel in dem Gestrüpp. Die Katze war fast nicht zu sehen. Wir verhielten uns still und warteten... da wir alleine waren war es auch kein Problem und Zeit war genügend vorhanden.
Dann tat uns der Zwerg den gefallen und kletterte auf das Geäst eines Baumes und legte sich dort kurz hin. Jetzt war sie viel besser zu sehen.
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Sie fixierte uns und überlegte augenscheinlich was wir denn für ein komisches Tier waren. War jedoch völlig entspannt... Dann blickte sie wieder in die Ferne, um zu sehen ob ihre Mutter irgendwo zu sehen war.
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Anschließend kletterte sie noch weiter nach oben in dem Baum um einen neuen Rastplatz zu finden.
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Sie kletterte in dem Baum herum und hatte sichtlich Spaß. Auch wenn sie ganz alleine war.
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Als sie wieder nach unten kletterte, wussten wir, dass der Spaß vorbei war, denn in dem Dickicht war fotografieren unmöglich und sie war auch sehr schnell entschwunden...
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Wir verließen den Nachwuchsjäger und suchten uns eine Stelle um unseren Lunch einzunehmen.
Teil 1931. Mai 2021
Nachdem wir unseren Lunch eingenommen hatten und uns etwas ausgeruht hatten entdeckten wir bei unserem Stöbern durch die Savanne ein Löwenpärchen, das sich gerade den schönsten Dingen des Lebens widmete. War allerdings in dem hohen Gras nicht so prickelnd anzusehen.
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Anschließend fuhren wir wieder zum Kill der Löwen wo sich mittlerweile einige Hyänen eingefunden hatten. Ein großer Clan schlich um den Kadaver herum und eine ganz besonders vorwitzige Hyäne traute sich sogar an den toten Büffel heran.
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Allerdings war sie sehr nervös und blickte sich nach jedem Bissen angestrengt um. Nicht ohne Grund! Im Moment waren keine Löwen zu sehen. Sie hatten sich alle ins hohe Gras zurückgezogen. Da wir sie aber vom erhöhten Auto aus nicht sehen konnten, war es für die Hyäne ungleich schwieriger überhaupt etwas zu sehen. Für ein paar Bissen sein Leben zu riskieren ist dann doch wohl nicht jedermanns Sache. Aktuell war aber nichts zu sehen und riechen, daher würgte das Raubtier einige weitere Bissen hinunter.
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Dann konnten wir von unserem erhöhten Standpunkt aus einen männlichen Löwen entdecken der direkt auf den Kadaver zuging. Für die Hyäne war die Katze definitiv nicht zu sehen. War ja so schon schwer überhaupt etwas zu erkennen. Der Löwe kam immer näher während sein Wiedersacher immer noch genüßlich am Fleisch herumkaute.
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Wird die Hyäne ihre Frechheit mit ihrem Leben bezahlen?
Teil 2005. Juni 2021
Der Löwe kam langsam immer näher. Die Hyäne hatte bisher noch nichts erkennen können. Die Katze war vielleicht noch 10 Meter weg als die Hyäne sich ein großes Stück der Beute nahm und mit diesem im Maul direkt auf den Löwen zulaufen wollte.
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Der Löwe war noch 5 Meter entfernt ... plötzlich entdeckte die Hyäne das Männchen, ließ die Beute fallen und rannte wie von der Tarantel gestochen los. Zu schnell für meine Kamera 😄 😄
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Der Pascha machte sich nicht mal die Mühe den Dieb zu verfolgen. Er trottete langsam zu dem Diebesgut und brachte es zurück zum anderen Teil der Beute.
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Die Hyäne hatte richtig Glück ... denn viel gefehlt hatte nicht. Und wäre der Pascha nicht so vollgefressen gewesen, wäre es womöglich anders ausgegangen. So sortierte das Löwenmännchen erstmal alle Einzelteile des Büffels und drehte ihn auf die andere Seite. Unglaublich was für eine Kraft in diesen Tieren steckt.
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Hyänen erschrecken macht anscheinend hungrig. Der Pascha nahm sein Abendessen zu sich. Im Moment war er ganz alleine. Die anderen Löwen waren nicht zu sehen, weil sie sich irgendwo im hohen Gras versteckten und auf ihrer faulen Haut lagen. Daher konnte sich das große Männchen ausgiebig und ohne Stress seinem Abendmahl widmen.
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Wahnsinn wieviel Fliegen um den Kadaver herumschwirrten. Man konnte die regelrecht hören.
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Dann bekam der Pascha Besuch von seiner Lady, die plötzlich wie aus dem Nichts auftauchte. Augenblick überließ er die Beute der Löwin und zog sich etwas zurück.
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Plötzlich kamen aus allen Richtungen auch die anderen Mitglieder des Rudels zum Riss. Von allen Seiten trudelten die Löwen ein.
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So richtig hungrig war aber keines der Tiere. Ich glaube, das war wohl eher ein Zeichen an die Hyänen. Mehrere der Katzen ließen sich direkt neben unserem Auto nieder und fingen an zu dösen. Dabei hatte ich mehrmals das Vergnügen, dass die Katzen mir direkt in die Augen schauten und mich hechelnd fixierten. Man konnte regelrecht sehen wie es im Hirn ratterte und manchmal war mir nicht ganz wohl in meiner Situation.
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Eines der Weibchen war übersät mit Fliegen. Die Arme tat mir regelrecht leid...
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An der Beute war ein Kommen und gehen. Jeder wollte noch einen Happen abhaben.
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Auch wir verließen die Löwen, da es schon anfing zu dunkeln...