Tag 4: Fahrt nach Mto wa Mbu, Migombani CampsiteStolz wird uns morgens das Ergebnis der abendlichen Schweißaktion gezeigt. Das Dach lässt sich nun mit 2 Personen aufstellen, zur Sicherheit sollen wir eine Eisenstange einhängen, damit das Dach keinesfalls mehr runterkrachen kann. Das Dach hält die restliche Reise lang super und es gab keinerlei Probleme mehr.
Wir machen uns ausgestattet mit Lunchpaketen und einem für uns gebackenen Bananenbrot 😮 recht früh auf den Weg.
DSC07880 Nach einem erneuten erfolglosen Versuch, bei Vodacom in Usa River eine Sim-Karte zu erstehen (bin angeblich immer noch nicht authorized 🤨 ), fahren wir eben nach Arusha rein, statt den Bypass zu nehmen. Ok, das ist afrikanisch hier! Überall Gewusel, wild umherfahrende Mopeds, Minibusse und hier und da läuft mal ein Huhn über die Straße. 😄 Ein Spaß für alle Altersklassen! Ich navigiere uns zielsicher zu einem Airtel Store (mit Vodacom bin ich durch!). Dort gehe ich alleine rein, weil Martin beim Auto bleiben möchte - schließlich ist unser ganzes Gepäck da drin.
Vor Arusha geraten wir auch in unsere erste von insgesamt 5 Polizeikontrollen. Die Konversation besteht aus “Hello! Oh Shaw Safaris, very good, please continue!”. 😄
Im Airtel Shop werde ich super-freundlich begrüßt und die Sim-Karte ist überhaupt kein Problem. Nur den Reisepass sollte man dabei haben. Ich nehme eine Karte, die einen Monat lang gültig ist und 8 GB Datenvolumen hat. Innerhalb von Tansania kann ich damit umsonst telefonieren (natürlich nicht endlos, aber ich weiß leider nicht mehr, wie viel Minuten inklusive waren). Bezahlt habe ich um die 15 USD. Ich musste allerdings in TSh in bar zahlen. Kartenzahlung wird nicht akzeptiert. Der freundliche Verkäufer legt die Karte sogar direkt im Handy ein, wuselt sich durch ein paar Einstellung und voila - Internet! Das ist das Wichtigste! Und zwar so wichtig, dass ich prompt vergesse, nach meiner Nummer zu fragen. Leider konnten wir sie auch nicht herausfinden, denn das Feld, in dem man in den iOs-Einstellungen eigentlich seine eigene Nummer kontrollieren kann, war leer. Als ich versuchte, Martin anzurufen, kam nur eine Durchsage auf Swahili und der Anruf wurde nicht durchgestellt. Vermutlich waren nur nationale Anrufen möglich … Auf der Sim-Karte selbst stand auch nichts und Unterlagen hatte ich nicht bekommen. Hätte ich vielleicht auch mal im Laden fragen sollen. Na ja, bei der nächsten Tansania-Reise dann. 😉
Wir wuselten uns weiter durch das Verkehrschaos und einige Minitaxi-Insassen hatten ordentlich Spaß mit uns! Selbstfahrende Mzungus im Safari-Auto! Sowas hat die Welt noch nicht gesehen. 😄
Außerhalb der Stadt wird es wesentlich ruhiger - hier und da mal ein Dorf, aber wenig Verkehr. Man kann die Straße wirklich gut fahren und die asphaltierte Straße ist gut. Hier und da mal ein Schlagloch, also aufpassen sollte man schon ein bisschen. Das mit Abstand Nervtötendste waren die Bremshubbel, die mega-schlecht erkennbar waren und häufig nicht durch ein Schild markiert wurden. Da wurde mal kurz das Frühstück hochgeschleudert, wenn man die zu spät sieht. 🤢
Am frühen Nachmittag kommen wir in Mto wa Mbu an und der Abzweig zum Migombani Camp ist leicht zu finden, da ausgeschildert. Nur ein paar Meter weiter auf den Hauptstraße befindet sich bereits der Abzweig zum Lake Manyara Nationalpark. Jetzt wäre es natürlich verführerisch, heute schon mal in den Nationalpark zu fahren. Die hohen Gebühren halten einen davon aber ab. 🙁 Wir beschränken uns daher auf einen Besuch im Park, der nur morgen stattfindet.
Der Weg hoch zum Camp hat es dann in sich! Es geht ordentlich steil rauf und auf Pauls Rat hin hauen wir hier mal 4WD Low rein. Das “hauen” ist übrigens nicht im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich gemeint, da gehört wirklich ordentlich Kraft in den Muckis dazu, um Low reinzukriegen.
Das Camp gefällt uns gleich super! Eine total schöne, gepflegte Anlage, wir werden gleich freundlich begrüßt und zu unserem strom- und klofreien Zelt gebracht! Wir haben ein Furnished Tent genommen, das ein hübsches Bett hat. Das war’s auch schon! Für den Toilettengang und zum Duschen muss man zur Gemeinschaftseinrichtung. Per Mail wurde mir versichert, dass diese “always very clean” seien. Na ja, früh am Abend traf das tatsächlich noch zu! Am nächsten Morgen eher nicht so …
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DSC07884Es gibt ein Restaurant und einen wunderschönen Pool neben einem wunderschönen Baobab!
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Lake Manyara, Tanzania
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Lake Manyara, Tanzania
Lake Manyara, TanzaniaWir verbrachten einen schönen ruhigen Nachmittag, futtern den Bananenkuchen, den Erika uns mitgegeben hat und der sehr lecker ist, und beömmelten uns über die badenden Vögel. 😄
Lake Manyara, Tanzania
Lake Manyara, Tanzania
Lake Manyara, Tanzania
Lake Manyara, Tanzania
Lake Manyara, Tanzania Leider wurde es ab dem späten Nachmittag immer voller. Fahrzeug um Fahrzeug kam an, es wurden viele Zelte aufgebaut, die Gemeinschaftsküche wurde von einer großen französischen Gruppe in Beschlag genommen.
Der Blick Richtung Lake Manyara am späten Nachmittag:
Lake Manyara, Tanzania
Lake Manyara, Tanzania Das Abendessen war ganz in Ordnung, aber mehr nicht.
DSC07925 Ich weiß schon gar nicht mehr, was es war. Ich glaube, ein Hähnchencurry.
Wir nutzten ein letztes Mal die Toilette und hofften sehr, dass meine Mädchenblase keinen nächtlichen Besuch nötig machen würde. Ich bereute jetzt schon, keine Urinella gekauft zu haben. 😄
Dann wurde es auf der Campsite immer lauter und lauter … Es schallte sogar von irgendwoher Musik rüber. Ich war angefressen. 😈 Es war mittlerweile 22 Uhr durch und an Schlaf war so nicht zu denken. Zum Glück habe ich für solche Fälle immer Ohropax dabei, die haben wir die Nacht gerettet. Aber in Afrika musste ich die Dinger bisher nie benutzen. Die Party ging bis tief in die Nacht ...
Auf der positiven Seite ist aber zu berichten, dass ich die Nacht ohne Toilettengang überstanden habe! 😄
Übernachtung: Furnished Tent auf der Migombani Campsite, 55 USD pro Nacht für 2 Personen ohne Mahlzeiten.