Reisebericht

In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania

von Nadine3112 · begonnen 08. Jan. 2021 · 49 Teile

Teil 108. Jan. 2021
Hat jemand Lust auf einen Reisebericht einer Selbstfahrerreise in Tanzania im November 2020? Wir waren im Landrover als Nicht-Camper und Lodgeluschen, äh Lodgehopper unterwegs. In dieser Kombination gibt es nicht so viele Berichte, daher hoffe ich, dass es für den einen oder anderen interessant sein könnte. Die Reise fand zwar zu Coronazeiten statt, aber wirkliche Einschränkungen haben wir eigentlich nirgendwo erlebt, daher denke ich, dass der Bericht auch später noch eine gewisse Aktualität haben wird. Es war - wie man sich vielleicht denken kann - sehr leer und vom sonstigen Massentourismus keine Spur.

Wir waren auf bekannten Pfaden im Northern Circuit unterwegs vom Arusha NP, über Lake Manyara, Lake Natron, Serengeti, Ngorongoro und zurück über den Tarangire NP.

Ich hoffe, es finden sich ein paar Mitfahrer. Ich werde hier und da im langatmigen ersten Kapitel schon ein paar Bilder einstreuen, damit es hoffentlich nicht zu langweilig wird. 😄
Teil 208. Jan. 2021
Vorwort

Eigentlich war was ganz Anderes geplant. Botswana sollte es werden! Unsere erste Reise mit dem Camper. Geplant und gebucht war schon alles Anfang Januar 2020. Leider hatte eine Pandemie andere Pläne und durchkreuzte somit unsere. Wir hofften sehr lange … weit länger als die meisten anderen Touristen, die wohl größtenteils ihre Reisen für 2020 schon gecancelt oder verschoben hatten. Wir hielten bis Mitte Oktober durch und hofften, dass Botswana endlich die Grenze öffnet. Leider vergeblich. Am 15. Oktober zogen wir die Reißleine und cancelten die Campsites (für die wir Voucher bekamen) und verschoben die Camper-Reservierung auf ein noch unbestimmtes Datum. Selbst die Lufthansa erwachte irgendwann aus ihrem Dornröschenschlaf und stornierte unseren Flug, der sogar schon 3 Tage später erstattet war.

Über Alternativen hatte ich mir schon seit Sommer Gedanken gemacht. Afrika sollte es auf jeden Fall sein. Der November war leider in Stein gemeißelt. In Südafrika waren wir schon 4 x, in Namibia waren wir erst im letzten Jahr für 4 Wochen. Simbabwe ging noch nicht, wäre uns aber aufgrund der unklaren Versorgung mit Diesel auch zu heikel gewesen. In Sambia überzeugten mich die Nationalparks nicht so wirklich, außer South Luangwa und Kafua. Über Ostafrika haben wir schon häufiger nachgedacht, aber ich fand irgendwie verdächtig, dass so gut wie niemand selbst fährt. Dafür muss es doch irgendeinen Grund geben … 🙄 Mit einem Guide in der Gegend 3 Wochen am Stück rumzuzuckeln, kommt für uns nicht in Frage. Ich stelle es mir sehr anstrengend vor, mit einer im Grunde genommen völlig unbekannten Person den ganzen Tag zu verbringen und zwar jeden Tag von morgens bis abends. Nein, danke. 😵 Zu groß das Risiko, dass man sich nicht sympathisch ist, dass er nicht gut fährt (haben wir vor Ort leider zur Genüge erleben müssen) oder der Fahrer lieber in seinem eigenen Zeitplan unterwegs ist.

Ich fing also an, mich zu informieren. Kenia oder Tansania sollte es sein. Der erste Preisschock kam schnell. Wenn man die Nationalparkpreise und Lodgepreise des südlichen Afrikas kennt, bekommt man Schnappatmung! Aber gut, Botswana wäre auch nicht gerade billig geworden. Kenia schien mir noch einen Tick teurer zu sein, und mein Eindruck war, dass Selbstfahren zumindest in der Massai Mara noch etwas anspruchsvoller ist, als in Tansania. In Tansania sprachen uns nicht nur die Klassiker Serengeti und Ngorongoro an, sondern auch Lake Manyara und Tarangire. Gerne wollte ich auch zum Kilimanjaro, aber der Zahn wurde mir hier im Forum gezogen (was wir nicht bereuen). Die Reisezeit ist für beide Länder nicht ideal. November ist die kleine Regenzeit. Soweit ich das im Internet und über Freunde in Erfahrung bringen konnte, ist das aber meist nur ein kurzer Schauer. Im Internet gab’s durchaus Wetterstatistiken, die in Jahren, in denen es heftig regnete, schon mal ordentlich was runterkommen kann. Wir hofften einfach mal aufs Beste (kleiner Spoiler: es sollte ZIEMLICH nass werden!). 😵
Teil 308. Jan. 2021
Mietwagen

Ich begann im Spätsommer, Mietwagenanbieter anzuschreiben. Das sind gar nicht mal so wenige! Es gibt einige, die auch normale SUVs vermieten, wie Toyota RAV4, aber damit darf man nicht in die Serengeti fahren. Was mir zuhause total übertrieben vorkam, machte später vor Ort total Sinn. 😄 Die meisten Anbieter haben Toyotas (meist Land Cruiser) und/oder Landrover (Defender) im Angebot. Der Preis bewegte sich je nach Angebot bei zwischen 120 und 180 € pro Tag. Bei manchen waren nur 100 km pro Tag inklusive, bei manchen waren alle Kilometer inklusive. Ich war vor der Reise der Meinung, dass 100 km pro Tag uns nicht ausreichen - hier im Forum war man anderer Meinung. Letztlich wären wir drüber gewesen, aber wären bei 110 km pro Tag gelandet. Das nachzuzahlen, wäre nicht so teuer gewesen. Jedoch unterschieden sich auch die inkludierten Versicherungen und der Selbstbehalt gewaltig und auch die Ausstattung variierte stark.

Letztlich haben wir uns für Shaw Safaris direkt am Arusha Nationalpark entschieden und hier für einen Landrover Defender mit großem Safari-Dach. Hier stimmte das Gesamtpaket. Gezahlt haben wir 134 € pro Tag für einen Landrover, unbegrenzte Kilometer, keine Selbstbeteiligung, alles versichert außer Windschutzscheibe und Reifen, GPS mit T4A war dabei, außerdem ein Handy mit 2 lokalen Sim-Karten, Kühlschrank (hat ab Tag 3 nicht mehr funktioniert, brauchten wir aber sowieso nicht), Streckerleiste mit USB und Steckdosen, High Jack, normaler Jack, Reifenflick-Set, Motoröl sowie alle anderen Flüssigkeiten, die man so brauchen könnte (Servolenkflüssigkeit, Wasser, Bremsflüssigkeit), alle möglichen Werkzeuge und sogar Ersatzteile, die man am wahrscheinlichsten brauchen könnte sowie Kompressor für die Reifen, der über die Autobatterie lief. Klimaanlage gibt es (natürlich!) nicht! Diesen Faktor hielt ich vor der Reise für vollkommen irrelevant, aber ich unterschätzte, wie sehr es schlaucht, wenn man den ganzen Tag in einem bulleheißen Auto sitzt. Und wenn man dann aufgrund der Tsetses noch nicht mal die Fenster öffnen kann, dann gute Nacht. 😏

Der Preis ist dieses Jahr 20 oder 25 % niedriger, als sonst. Ob der günstige Preis auch für 2021 gilt, weiß ich nicht. Shaw Safaris hat im gesamten Northern Circuit ein Netzwerk aus bekannten Werkstätten, die man bei einem Problem anfahren kann bzw. von denen aus sie jemanden zur Hilfe schicken können. Da wir zum Glück keinerlei Probleme mit dem Auto hatten, können wir nicht sagen, wie gut das funktioniert. Die Fahrzeuge sind GPS-überwacht, d.h. sie gucken jeden Abend, ob man irgendwo in der Walachei liegen geblieben ist oder ob man in Sicherheit ist. Wir fanden das sehr beruhigend. Nachts zu fahren ist streng verboten! Shaw Safaris schickt einem vorab ein Safari-Handbuch mit allerlei Tipps und Tricks, was wir mega-praktisch und toll fanden. 🙂

Vor Ort gab es eine sehr ausführliche Einweisung. Alles wurde erklärt - vom Reifenwechsel, der mit High Jack sogar demonstriert wurde, über Nachfüllen aller Flüssigkeiten, Benutzung des Kompressors, wie man einen Reifen flickt usw. Dann gab’s eine erste gemeinsame Fahrt ins nächstgelegene Dorf. Das Auto fährt sich komplett anders, als alles, was wir bisher so gefahren sind! Es ist eher ein Lkw oder Traktor und nicht so sehr wie ein Auto im 21. Jahrhundert. Aber man gewöhnt sich dran!

Insgesamt kann ich wirklich sagen, dass wir uns bei Erika und Paul von Shaw Safaris super aufgehoben gefühlt haben. Peter, der die Einweisung und erste Fahrt mit dem Auto mit uns gemacht hat, ist ebenfalls sehr kompetent und nett.

Teil 408. Jan. 2021
Flug

Die Verbindung mit KLM über Amsterdam direkt zum Kilimanjaro Airport war für uns am praktischsten. Wichtig war uns, dass wir zur Not - falls KLM aus irgendeinem Grund nicht mehr fliegen sollte, mit anderen Airlines nach Hause kommen. Das wären Emirates, Qatar und Ethiopian Airlines gewesen. Gebucht haben wir den Flug DUS-AMS-JRO schon Anfang Oktober, schlicht und ergreifend, weil dann der Preis am günstigsten war und weil KLM die Garantie gab, dass man bei Stornierung des Tickets durch den Passagier das Geld zurück bekommen würde. Bezahlt haben wir 480 € pro Nase mit für uns guten Flugzeiten.

Eine Besonderheit bei dieser Flugverbindung ist, dass der Flieger nach dem Stopp in Kilimanjaro noch weiterfliegt nach Daressalam und zwar mit der gleichen Crew. Auch die Passagiere, die dorthin fliegen, bleiben einfach sitzen. Wie im Bus! Auf dem Rückflug bedeutet das, dass man von Kilimanjaro erst mal nach Daressalam fliegen muss. Dort steht man eine gute Stunde und ein Crewwechsel findet statt. Das macht die Rückreise gut 2 Stunden länger, als die Hinreise.
Teil 508. Jan. 2021
Route

Zuerst wollte man natürlich erst mal alles - Serengeti, Ngorongoro, Kilimanjaro, Tarangire, Lake Manyara, Ruaha, Mikumi, Selous Game Reserve. Nach dem Lesen der ersten Reiseberichte war aber schnell klar, das können wir knicken. 😎 Gerade, weil wir als Selbstfahrer unterwegs sind und wir noch nie dort waren, ist weniger mehr. Schnell war klar, dass wir uns auf den Northern Circuit beschränken sollten. Viele verbinden den Northern Circuit mit einer anschließenden Reise nach Sansibar. Da stand für uns schnell fest, dass wir das nicht möchten. Die Eindrücke, die ich von dort gesehen hatte, fand ich nicht sonderlich überzeugend, es sprach mich einfach nicht wirklich an. Außerdem fahren wir in erste Linie für Safari nach Afrika und nicht für Strandurlaub.

Nach der Hilfe einiger aus dem Forum stand diese Route fest. Vielen Dank an dieser Stelle vor allem an @picco, @sadie und @Rehema!

Tag 1: Flug von DUS über AMS nach JRO, Ankunft abends, Twiga Lodge
Tag 2: Fahrzeugübergabe, Einkauf, Twiga Lodge
Tag 3: Arusha Nationalpark, Twiga Lodge
Tag 4: Fahrt nach Mto wa Mbu, Migombani Campsite (Furnished Tent)
Tag 5: Lake Manyara Nationalpark, Migombani Campsite (Furnished Tent)
Tag 6: Fahrt zum Lake Natron, World View Campsite (Chalet)
Tag 7: Lake Natron, World View Campsite (Chalet)
Tag 8: Fahrt nach Lobo, Serengeti, Lobo Wildlife Lodge
Tag 9: Lobo, Serengeti, Lobo Wildlife Lodge
Tag 10: Fahrt in die Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 11: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 12: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 13: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 14: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 15: Fahrt nach Karatu, TanzanIce Farm Lodge
Tag 16: Ngorongoro Crater, TanzanIce Farm Lodge
Tag 17: Fahrt zum Tarangire Nationalpark, Tarangire Safari Lodge
Tag 18: Tarangire Nationalpark, Tarangire Safari Lodge
Tag 19: Tarangire Nationalpark, Tarangire Safari Lodge
Tag 20: Fahrt nach Arusha, Autorückgabe, Rückflug abends
Tag 21: Ankunft in Deutschland

Im Vorfeld hatte ich nach dem 1. Routenentwurf Lake Natron ganz schnell wieder aussortiert. Der Weg dorthin und vor allem von dort zur nördlichen Serengeti hörte sich recht haarig an und ich war der Meinung, dass ein Tansania-Newbee sich das nicht unbedingt antun sollte. Dann wurde in der Routenplanung ein wenig da “reingequatscht”. 😄 Vor Ort haben wir euch wirklich verflucht! 😛 Das will ich mal gesagt haben! Aber wir sind euch auch sehr dankbar, denn die Gegend um den Lake Natron herum gehört landschaftlich mit zur schönsten, die wir auf der Reise gesehen haben! Umwerfend schön!



Aber im Nachhinein muss man schon echt sagen, dass die Route über Lake Natron eher für die ganz Hartgesottenen ist. Ansonsten kann ich die Routenführung so uneingeschränkt weiterempfehlen.

Übrigens möchte Shaw Safaris bei selbst organisierten Routen vorher über die Route schauen, um zu gucken, ob das überhaupt realistisch ist - fanden wir auch toll. Sie meinten, da hätten sie schon die tollsten Sachen erlebt … Wenn man sich selbst keine Route überlegen möchte, machen sie das übrigens auch für einen.
Teil 608. Jan. 2021
Lodges

Das Thema war wirklich schwierig … In diesem Jahr haben viele Lodges nach der Regenzeit gar nicht erst wieder geöffnet und viele Lodges sind leider komplett über unserem Budget. Lodge-Übernachtungspreise in Höhe von 300 - 500 € pro Nacht sind leider keine Seltenheit, wenn man innerhalb der Nationalparks übernachten möchte. Somit haben wir doch recht lange gesucht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lodges eigentlich gar nicht auf Selbstbucher eingestellt sind, d.h. dass flexible Stornobedingungen und Zahlung per Kreditkarte eher die Ausnahme sind, nicht die Regel. Die meisten Lodges wollten spätestens 30 Tage vorher den vollen Betrag per Überweisung haben. Da zahlt man sich an Gebühren natürlich dumm und dämlich und daher haben wir einige Unterkünfte erst ganz knapp vor der Abreise gebucht bzw. erst, als wir in Tanzania angekommen waren. Mit einigen Unterkünften konnten wir Zahlung vor Ort vereinbaren (entweder in bar oder zwei Fällen per Kreditkarte), sodass wir letztlich nur noch 2 Lodges vorab per Überweisung zahlen mussten, was 50 € pro Überweisung Gebühr pro Transaktion gekostet hat. 35 € hätte man für eine normale Überweisung gezahlt, wir haben aber eine Schnellüberweisung gemacht, was noch mal 15 € gekostet hat. Diese Lodges haben leider gar keine Zahlung vor Ort akzeptiert.

Bei einigen Unterkünften bekamen wir die Resident Rate bzw. die Rate von 2019, weil erwartungsgemäß wenig los war. Gefragt hatten wir danach nicht, die wurde uns direkt nach der E-Mail-Anfrage angeboten.

Normalerweise wäre eine Zahlung bis 30 Tage vorher vollkommen in Ordnung, aber in Covid-Zeiten muss man bis zur letzten Minute flexibel bleiben. Da wir fast in jeder Unterkunft die einzigen Gäste waren, waren die Last-Minute-Buchungen überhaupt kein Problem. Da hätten die Lodges in diesem Jahr vielleicht besser etwas mehr Flexibilität bei den Storno- und Zahlungsbedingungen zeigen sollen, um ein mehr Touristen anzulocken.

Übrigens sollte man als Selbstfahrer bei der Buchung darauf hinweisen, dass man ohne Fahrer kommt. Durch die Bank weg war jede Lodge davon ausgegangen, dass wir einen Fahrer mitbringen! 😏 Wir sind überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass wir das ausdrücklich hätten sagen müssen - man sollte doch eher meinen, dass die Leute explizit darauf hinweisen, dass sie mit Fahrer kommen, damit auch für ihn eine Unterkunft vorbereitet werden kann. ABER: selbstfahren ist (noch) so exotisch, dass alle ganz selbstverständlich davon ausgegangen sind, dass wir einen Fahrer mitbringen. Übrigens haben wir uns zuhause gefragt, ob wie eigentlich in jeder Unterkunft für 3 Personen gezahlt haben … Und wo schlafen die Fahrer eigentlich? 😄
Teil 708. Jan. 2021
Permits

So schön einfach wie in Südafrika, Namibia und Botswana ist das leider nicht. Ehrlich gesagt blicke ich beim Thema Permits in Tansania bis heute noch nicht so 100 %ig durch! 🙄 Die Website von Tanzania National Parks (Tanapa) fand ich sehr lückenhaft … da findet man lediglich eine Preisübersicht (und die ist schon recht unübersichtlich gestaltet), aber das war’s eigentlich auch schon. Recht hilfreich zu dem Thema fand ich den Reiseführer “Northern Tanzania Safari Guide” von Bradt (englisch). Leider waren da aber auch schon einige Infos wieder veraltet.

Natürlich braucht man ein Permit, um in die Nationalparks fahren zu dürfen, aber darüber hinaus braucht man auch für die Fahrt zum Lake Natron ein Permit und für die Fahrt von Seronera (Serengeti) durch die NCAA (Ngorongoro Conservation Area Authority) braucht man auch ein Permit, ebenso natürlich, um den Krater selbst reinfahren zu dürfen. Welche Permits man davon zwingend vorher haben muss, da sie nicht am Gate gekauft werden können, kann ich gar nicht sagen. Shaw Safaris hatte gleich angeboten, uns alle Permits vorab zu besorgen und somit mussten wir uns mit dem Thema gar nicht weiter rumschlagen. Die Gebühr in Höhe von 50 USD für die Vermittlung der Permits fanden wir sehr fair. Shaw hat uns die Gebühren für die Permits auf die Fahrzeugrechnung gesetzt.

Man zahlt die Nationalparks pro Person, pro Auto (die Gebühr richtet sich nach dem Gewicht) und dann noch mal eine Concession Fee oben drauf, wenn man innerhalb des Parks übernachtet. Auf den Betrag kommen dann noch mal Steuern oben drauf. Die Permitgebühren für die einzelnen Parks pro Tag schreibe ich im jeweiligen Reisetag mit dazu.

Blöd ist: mit den Permits kann man keine multiple entries machen - d.h. Man man kann nur 1x mit einem Permit rein- und rausfahren, danach müsste man ein neues Permit kaufen. Somit kann man keinen frühmorgendlichen Game Drive machen, dann wieder in die Unterkunft fahren zum Frühstücken (wenn diese außerhalb des Parks ist) und dann wieder reinfahren.
Teil 808. Jan. 2021
Selbstfahren in Tansania - geht das?

Mein kleines vorweggenommenes Fazit dazu lautet: Ja, kann man gut machen! Wenn man 4x4 Erfahrung hat (Neulinge sollten meiner Meinung nach erst mal in einem einfacheren Land anfangen) und ein gutes Fahrzeug gemietet hat und seine Route keinesfalls zu voll packt, kann man das sogar sehr gut machen. Die 4x4-Erfahrung aus dem Süden Afrikas hat uns nur bedingt geholfen. Wir fanden die 4x4-Erfahrungen, die wir im Südwesten der USA gesammelt haben, viel hilfreicher. Die schlammigen, nassen, extrem glatten Straßen waren hingegen neu für uns. Das eine oder andere Mal stand das Fahrzeug quer, obwohl wir vielleicht 10 oder 15 km/h gefahren sind und im Prinzip nur haben rollen lassen. Bei so mancher Straße macht man einfach als Fahrer nix mehr. Die vereisten Straßen im Norden von Norwegen im tiefsten Winter waren nichts dagegen! Ok, da fährt man mit Spikes, das macht es einfach.

Hätte es in diesem Jahr nicht so viel geregnet und wären die Straßen nicht so nass gewesen, wäre das Fahren eigentlich gar kein großes Problem gewesen. In der Trockenzeit sehe ich da auf unserer Route überhaupt kein großes Problem, vielleicht mit Ausnahme der Strecke von Lake Natron nach Lobo.

Warum es sich so wenige trauen? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so richtig. Wir haben auch zusammen mit den Shaw Safaris darüber gerätselt. Wir können es uns nur mit Tradition erklären. “Man macht es halt dort so”. “War schon immer so.” Sonst können wir keine wirkliche Erklärung finden.

Teil 908. Jan. 2021
Literatur-, Kartenempfehlungen und Navigation

Es ist nicht leicht, einen guten Reiseführer für Selbstfahrer zu finden. Die deutschen habe ich mir fast alle angesehen, die taugen meiner Meinung nach nichts. Der Bradt Safari Guide hat mich schon für Botswana begeistert, also habe ich mir den besorgt. Er ist leider schon ein paar Jahre alt, daher waren einige Infos nicht mehr aktuell. Trotzdem muss ich sagen, dass es der beste Guide war, den ich finden konnte.

Northern Tanzania: Serengeti, Kilimanjaro, Zanzibar (BRADT NORTHERN TANZANIA SAFARI GUIDE) (Englisch) Taschenbuch – 28. Juni 2017

Karten sind wirklich schwer zu finden - vor Ort leider genauso wie hier. Zum Glück wurden wir von Shaw Safaris vor Ort mit Karten für alle Nationalparks versorgt, ich hatte mir vorab zur Planung aber auch diese Karten gekauft und kann sie alle empfehlen:

Serengeti: Official Map & Visitor Guide (African Map) (Englisch) Landkarte – Gefaltete Karte, 24. November 2008

SERENGETI – Masai-Mara – Ngorongoro – Lake Manyara – SAFARI HANDBOOK: Touring Atlas 1:250.000 (Afrikanische Nationalparks) (Englisch) Spiralbindung – 15. Dezember 2014

Dann hatten wir noch diese Karte für Gesamt-Tanzania dabei, die wir aber tatsächlich nicht einmal benutzt haben:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID26149334.html

Von Shaw Safaris hatten wir ein GPS-Gerät mit Tracks 4 Africa bekommen. Die meisten POIs, Lodges und Hotels waren da schon hinterlegt. Außerdem hatten wir uns die Offline-Karte von Tansania für MapsMe und Here fürs iPhone runtergeladen. Benutzt von diesen 3 Tools haben wir zu 95 % Maps Me. Damit findet man fast alles. Selbst die entlegensten Schlammpisten wurden von Maps Me dargestellt, da guckte man selbst bei T4A teilweise in die Röhre.


Teil 1008. Jan. 2021
Und was ist mit Covid?

Tja, was ist mit Covid? Wenn man die Tansanier fragt, sagen sie alle, wirklich alle, “wir haben kein Covid hier” und unser Eindruck war, die glauben das wirklich. Masken trägt so gut wie niemand (wir haben in der Serengeti eine Reisegruppe mit Fahrer gesehen, die Maske trugen, sonst niemanden), Abstand hält man auch nicht wirklich. Die Pandemie ist ein Problem der restlichen Welt und nur insofern ein Problem Afrikas, als das keine Touristen mehr kommen (das ist die Wahrnehmung unserer Meinung nach). Da Tansania keine Zahlen herausgibt (und vermutlich sowieso nicht systematisch testet), erfährt man nichts zur Lage. Vor Ort hat man das Gefühl, alles geht seinen normalen Gang. Die Lage in den Krankenhäuser ist laut Aussage der Locals wie immer und hat sich durch die Pandemie nicht nennenswert geändert.

Zur Einreise muss man lediglich eine Health Surveilance Form ausfüllen, die aber bei der Einreise praktisch gar nicht kontrolliert wurde. Fieber wurde gemessen - das war’s. Das Visum hatten wir uns schon von zu Hause auf elektronischem Weg besorgt und dann füllt man noch das ganz normale Einreiseformular aus. Ein negativer PCR-Test ist derzeit (Stand November 2020) nicht vorgeschrieben zur Einreise. Achtung, manche Airlines verlangen zur Beförderung einen Test! Auch die KLM verlangt mittlerweile (Stand Januar 2021) einen negativen Test für den Umstieg in AMS.

So, genug schwadroniert, im nächsten Kapitel fliegen wir endlich ab!

Teil 1109. Jan. 2021
Dann wollen wir mal abreisen!

Tag 1: Flug von DUS über AMS nach JRO, Ankunft abends, Twiga Lodge

Was war das für ein Herzschlagfinale. Noch NIE waren wir vor eine Reise so hypernervös wie vor dieser. Die Lage ist einfach so surreal. In Deutschland drehen alle durch, der Teillockdown ist da und wir zwei Vollhonks fliegen in den Urlaub. 😉 Es fühlt sich seltsam an und man kann gar nicht glauben, dass wir wirklich dort ankommen und es absolut toll wird.

Da unser Flug in Düsseldorf bereits um 6:45 Uhr geht, wollten wir eigentlich in einem Hotel in Flughafennähe übernachten. Aber da alle Hotels geschlossen wurden, wird da nichts draus. Es gibt Schlimmeres und so müssen in aller Herrgottsfrühe in Köln los. Vorteil, in Corona-Zeiten zu verreisen: die Parkplätze direkt am Terminal sind endlich bezahlbar! Für 3 Wochen zahlen wir um die 100 €. Am Flughafen selbst wie erwartet die gähnende Leere. Die Flüge für den gesamten Tag (!) werden gerade mal auf 1 ½ von 4 Monitoren dargestellt. 🤨

Das Boarding war unorganisiert wie immer. Nach Reihen zu Boarden hätte auch keinen Sinn ergeben, denn es gibt Busboarding. 😕 Der Flieger nach Amsterdam war ziemlich gut gefüllt. Hinten gab es noch vereinzelte Plätze. Der Hopser dauert gerade mal gute 30 Minuten und wir landen schon in Amsterdam. Dort müssen wir einmal quer durch’s Terminal laufen und ich werde rausgewunken für einen gesonderten Sicherheitscheck. Hat aber letztlich auch nicht lange gedauert. Martin durfte gleich durchgehen ohne weiteren Check. In Amsterdam ist ordentlich was los am Flughafen. Hier passen die abgehenden Flieger keinesfalls auf 1 ½ Monitore. Wir sind doch sehr überrascht darüber, ein so gut gefülltes Terminal zu sehen.

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Der Flieger nach JRO ist ebenfalls ziemlich gut gefüllt. Auch hier gibt es kein organisiertes Boarding, sondern ein Call nach dem Priority Call, Feuer frei. Wir haben uns extra hinten in der Maschine Plätze reserviert beim Checkin, in der Hoffnung, dass hinten gähnende Leere herrscht. Dem ist nicht so! 😮 Es gibt ganz hinten nur noch vereinzelte Plätze, aber zum Glück bleibt in unserer 3er Reihe der 3. Platz frei. Die Business Class muss komplett ausgebucht gewesen sein. Wir hatten nämlich mit einem Upgrade geliebäugelt, da es gerade mal 500 € pro Nase gekostet hätte. Als wir uns dazu fast durchgerungen hatten, gab es schon keine Plätze mehr.

Kurz nach dem Start gibt’s was zu essen, dann bis zur Landung nichts mehr. Stattdessen werden leicht kontraproduktiv riesige Snacktüten gefüllt mit Nüssen, Chips, Crackern, Käse, Müsliriegel usw. ausgegeben. 🙄 Wenn man diese riesige Tüte komplett verspeist hätte, hätte man sicher gute 1 ½ Stunden keine Maske getragen. Warum muss sowas in Covid-Zeiten sein?! Warum nicht einfach ein Sandwich vor der Landung?

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Ansonsten sind wir aber von KLM Economy zum wiederholten Mal recht angetan. Wie immer bei KLM war der Service total nett.

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Wir landen pünktlich und bei sintflutartigen Regen am Kilimanjaro Airport. So einen Regen haben wir vermutlich noch nirgendwo vorher erlebt … 😐 Selbst die Flugbegleiter guckten vollkommen entsetzt raus. Ganz zu schweigen von den mitleidigen Blicken der anderen Passagiere, die noch nach Daressalam weiterflogen (die Glücklichen!). Der Dreamliner parkt quasi nur wenige Meter vor dem Terminal, aber für die vielleicht 30 Meter zum Terminal wurde allen ernstes zwei Busse herangekarrt für die Passagiere. 😄 Die Treppe runter war überdacht und auf den 2 Meter zwischen Treppe und Bus sind wir nass bis auf die Knochen geworden. Im Bus wurden die Menschen quasi übereinander gestapelt. Lustig war’s!

Dann wurde erst mal die Health Surveillance Form einkassiert (aber nicht kontrolliert), Fieber wurde gemessen - Karibu! Willkommen in Tansania!

So sieht die Health Surveillance Forma aus (leider ist das Bild was unscharf geworden, aber ich hoffe, man kann es trotzdem lesen).

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Zum Visumsschalter mussten wir nicht gehen, da wir unser Visum schon online bekommen haben, also direkt ab zum Immigration Schalter, wo wir nur kurz anstehen mussten. Hier wird ein hübsches (NICHT!) Bild gemacht, die Fingerabdrücke werden genommen. Dann musste das Gepäck einmal durchleuchtet werden und dann stand man quasi schon voll im Abholer-Chaos. Zum Glück fanden wir unseren Fahrer Tom sehr schnell und auf den 10 Metern zum Auto werden wir noch mal kräftig geduscht und die Füße stehen knöcheltief im Wasser. Inzwischen hat sich auf der Straße ein Fluss gebildet. Na herzlichen Glückwunsch und willkommen in der “kleinen” Regenzeit. Der Begriff ist echt die Untertreibung des Jahrhunderts, wenn das so bleibt. 😄

In einem abenteuerlichen Ritt über die stockdüstere Straße gespickt mit fiesen Schlaglöchern, die als solche in diesen Regenfluten natürlich nicht mehr erkennbar sind, geht es munter nach Usa River. Was sind wir froh, dass wir an diesem Abend noch nicht selbst fahren müssen. Tom jedoch plaudert munter drauf los, ihm scheint das alles gar nichts auszumachen. Gut gelaunt zuckelt er mit seiner Limousine über die unasphaltierte Buckelpiste auf den letzten 2 km zu Shaw Safaris, wo wir in der zugehörigen Twiga Lodge übernachten werden. Dieser Abschnitt war noch nicht mal für den Landrover ein Vergnügen und der fährt hier mit einem ganz normalen Pkw drüber, als ob es nichts leichteres gäbe.

In der Lodge werden wir freundlich von Erika und Paul empfangen, auch hier wird Fieber gemessen, Desinfektionsmittel und Wasser zum Händewaschen steht auch bereit. Wir quatschen noch ein wenig und trinken was. Sie beruhigen uns, morgen wird das Wetter bestimmt schön! Wir hoffen es sehr, denn zu diesem Zeitpunkt sehe ich uns hier in dieser Regenschlacht absolut nicht selbst fahren. 😕

Ein paar Eindrücke der Twiga Lodge:

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Das Zimmer erstreckt sich über 2 Stockwerke und gefällt uns sehr gut! Hier der Gemeinschaftsraum, in dem man TV gucken kann.

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Die Terrasse oben (unten gab es auch noch mal eine schöne Terrasse):

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Übernachtung: Twiga Lodge, 143 USD pro Nacht für 2 Personen inklusive 3 Mahlzeiten
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Tag 2: Fahrzeugübergabe, Einkauf, Twiga Lodge

Einen langweiligen Tag müssen wir noch hinter uns bringen, dann sehen wir endlich Tiere. 🙂

Wir starten ganz gemütlich in den Tag, denn außer der Fahrzeugeinweisung und ein Einkauf ist nichts geplant. Wir nehmen freudig zur Kenntnis, dass es nicht mehr wie aus Eimern schüttet! Eigentlich wollten wir für den Einkauf nach Arusha, aber Paul meinte, dass wir auch in Usa River alles bekommen. Peter kam mit uns, damit er uns auch gleich das Fahrzeug während der Fahrt noch mal erklären konnte.

Nach dem Frühstück besprechen wir ausgiebig die Route.

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Paul gibt uns noch jede Menge Tipps und redet uns ins Gewissen, dass wir für die Strecke Lake Natron - Lobo 9 Stunden einplanen sollen. Ich dachte, der spinnt, im Internet und Reiseführer war je nach Quelle die Rede von 4 - 7 Stunden, aber egal, so oder so wollten wir sehr früh morgens los, damit wir genug Puffer haben, falls was passiert. Das stand also außer Frage. Ich kann schon mal vorwegnehmen, dass wir auch mit 9 Stunden Fahrt nicht hingekommen sind; wir stellen einen neuen Rekord auf! 😄 Wir gehen alle Karten für die Nationalparks durch und er erklärt, wie wir zu unseren Unterkünften kommen. Wirklich top! Anschließend machen wir einen Spaziergang durch den Garten, wo wir diese hübsche und riesige Schnecke sehen:

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Vom Ausguck aus kann man theoretisch den Kilimanjaro sehen, aber meist verhüllt er sich in Wolken. Der Mount Meru ist durchaus häufiger ohne Wolken zu sehen - hübsch! Der Mount Meru ist der dritthöchste Berg Tansanias und hat eine Höhe von 4.562 m.

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Ein großer Schmetterling landet auf Martins Hose. Zum Glück bei ihm und nicht bei mir. Ich habe Angst vor Schmetterlingen. Ja, jetzt ist es raus. Ich finde sie einfach gruselig. 🤢

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Dann geht der Ernst des Urlaubslebens los und Peter weist uns in die wundersame Welt des Landrover Defenders von 1997 ein!

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Es wird alles detailliert gezeigt, sogar den High Jack demonstriert er einmal in Gänze, außerdem wird ausführlich gezeigt, wie man den Reifen selbst reparieren kann.

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Die Reifen sind übrigens tubeless und wir sollten keine einzige Reifenpanne auf der gesamten Reise haben! Generell hatten wir übrigens noch nie eine Reifenpanne, wir scheinen da vom Glück verfolgt zu sein (kann gerne so bleiben!). Ebenso sollen wir eine morgendliche Routine machen und Reifen checken, Motoröl, Ventilator/Lüfter im Motorraum, Wasser prüfen, Bremsflüssigkeit prüfen. Servolenkflüssigkeit wird 1x pro Woche gecheckt. Wir haben es tatsächlich jeden Tag gemacht! Manchmal versammelten sich neugierige Lodge-Mitarbeiter um ums herum, die wohl noch nie gesehen haben, dass Mzungus sowas tatsächlich selbst machen! Verrückt! 😎

Die folgenden Fotos vom Auto habe ich im späteren Verlauf der Reise gemacht, sie passen aber jetzt ganz gut.

Von Innen wird die Zeitreise noch mal deutlich. Paul hat nicht nur den Land Rover höher gelegt, sondern auch drinnen fast alles an Elektrik ausgebaut, somit gibt es auch keine Heizung. Es gab zu meiner Überraschung ein Radio, das hatten wir aber nie an.

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Praktisch: die bereits eingebaute Gopro-Halterung (auf dem Bild unten über dem kleinen roten Aufkleber zu erkennen).

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Mit hochgestelltem Dach:

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Blick in den Kofferraum:

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Die Koffer hatten wir auf der Rückbank stehen.

Einer der zwei Rücksitze:

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Anschließende Testfahrt mit Peter ins Städtchen. Es ist wohl gut, dass uns auf den ersten Metern niemand entgegen kommt, denn Martin lernt nun Traktorfahren! Das geht mit ein paar Kollateralschäden einher, aber alles in allem kriegt er es gut hin und würgt den Motor tatsächlich nicht einmal ab! Gar nicht mal so übel für jemanden, der seit Jahren Automatik fährt. 😎

Wir decken uns nun endlich mit Schilling ein am Bankautomaten, tanken voll (die erste Ladung geht auf Shaw, man bringt den Wagen später vollgetankt zurück), tanken auch den Ersatzkanister mit 20 l voll und kaufen ein paar Snacks und Wasser. Außerdem wollte ich bei Vodacom eine Sim-Karte kaufen, aber leider wollen die mir nach einem Check des Fingerabdrucks (???) keine Sim-Karte verkaufen mit dem Hinweis “not authorized”. 😮 Peter verhandelt ein wenig mit den Schneckchen, aber meint, sie hätten gesagt, man müsse als Ausländer mindestens 3 Tage im Land sein. Seltsam! Auch Erika und Paul sagen, dass sie das noch nie gehört hätten. TIA! Da hier sonst kein Sim-Anbieter ist, verschieben wir das ganze auf übermorgen (also der ominöse Tag 3).

Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit Vogelbeobachtung auf der Veranda, himmeln den schönen Mt. Meru an und erledigen die Überweisungen für die beiden Lodges, die keine Vor-Ort-Zahlung akzeptieren. Martin zischt ein Bierchen.

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Das Essen in der Lodge war übrigens mega-lecker und gehörte zum besten der gesamten Reise!

Übernachtung: Twiga Lodge, 143 USD pro Nacht für 2 Personen inklusive 3 Mahlzeiten
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Tag 3: Arusha Nationalpark, Twiga Lodge

Das Wetter ist richtig schön! Morgens scheint die Sonne, nachmittags zieht es zu. Das sollte sich quasi täglich ab heute so wiederholen. Nachmittags war dann alles drin. Von bewölktem Himmel ohne Regenfälle bis hin zu sintflutartigen Regenfällen.

Heute geht’s endlich richtig los! Unser erster Tag alleine mit Vern! Ja, die Karre heißt Vern haben wir gestern erfahren. Das steht sogar auf seinem Namensschild am Schlüssel. Niedlich. 😊 Der Arusha Nationalpark liegt direkt nebenan, man ist also ziemlich flott da.

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Am Gate tauschen wir unsere Permit Reservierung gegen das richtige Permit ein. Man kann das eigentliche Permit wohl vorab nicht kaufen, sondern bekommt online nur eine Reservierung. Diese ist aber schon bezahlt, man muss aber immer zum Office rein, um die Reservierung gegen das eigentliche Permit zu tauschen. Und natürlich muss man sich auch in einer Liste eintragen. Das kennen wir ja schon aus Namibia und Botswana zur Genüge. Wir fragen uns ja immer, was die bloß mit den all den Listen machen, aber wir glauben, wir kennen die Antwort. 😄 Wir haben für diese Prozedur bei keinem Nationalpark normalerweise länger als 10 Minuten gebraucht. Lediglich am Kleins Gate in der Serengeti haben wir länger gewartet (weil der Drucker nicht wollte).

Wir hatten übrigens am Morgen das Safaridach hochgestellt, das aber mit einem lauten Krach runterknallte, nachdem wir nur ein paar Meter auf der Buckelpiste gefahren sind. Mein lieber Herr Gesangsverein, da will ich nicht meinen Schädel dazwischenhaben! Da müssen wir heute Abend was machen …

Aber erst einmal genießen wir den Nationalpark - unseren ersten in Tansania! Wir fahren als Erstes zum Ngurdoto Crater und genießen die Aussicht.

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

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Unten sehen wir Büffel, Hippos und Waterbucks.

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Die Straße hier hoch ist schon recht verschlammt und leicht abenteuerlich, aber mit Vern überhaupt kein Problem.

Der Boma La Megi Viewpoint mit Blick auf den Mt. Meru gefällt uns ebenfalls sehr gut. Die Fahrt hoch ist recht steil und steinig, aber gut zu machen.

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Zu den Momella Seen fahren wir natürlich auch. Ein paar Autos sehen wir hier in der Gegend, aber nicht wirklich viele. Die Momella Seen sind - wie viele andere Seen in Tansania - alkalisch und salzhaltig.

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Die Wasservögel hier sind erstaunlich zutraulich und wir sehen sogar Flamingos.

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Unseren Mittagslunch von der Lodge nehmen wir auf einem Picknick-Platz mit Blick auf den See zu uns. Eine Horde Ameisen verspeist hier auch gerade ihr Mittagessen. 😮

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Innerhalb weniger Minuten ist das große Insekt komplett zerlegt. Absolut beindruckend! Auch eine kleine Echse sehen wir.

Arusha National Park, Tanzania

Danach fahren wir zum Fig Tree, durch den man fahren kann. Die Straße hierhin war schon etwas ruppiger und kostet daher Zeit. Wenn unter dem Fig Tree die Straße aufgeschüttet wurde, passen manche Autos wohl nicht unten durch, aber für uns passt es. Man könnte sonst auch drum herum fahren.

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Auf den Weg hierhin sehen wir mein Lieblingstier - ein Dik Dik! Auf den Weg hierhin sehen wir mein Lieblingstier - ein Dik Dik! Kleine Warnung: ihr werdet in diesem Bericht noch viele Fotos von Dik Diks ertragen müssen. 😊

Arusha National Park, Tanzania

Auch ein paar Zebras, Waterbucks und Bushbucks sehen wir.

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Danach geht’s noch durch die “kleine Serengeti”. Leider sind die Tiere alle sehr weit weg und kommen uns recht scheu vor.

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Arusha National Park, Tanzania

Noch ein paar Eindrücke der Straßen:

Arusha National Park, Tanzania

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Insgesamt war der Park gut zu fahren und relativ einfach. Lediglich die Fahrt zum Fig Tree und Boma La Megi View Point war was ruppinger.

Landschaftlich hat uns der Park sehr gut gefallen! Durch die dichte Vegetation ist es allerdings schwer, die Tiere zu sehen. Bis zum Krater am Morgen haben wir tatsächlich kein einziges Tier gesehen. Für den Einstieg ist der Park gut, für den Abschluss eine Tour wohl eher nicht so!

Als wir gegen 17 Uhr zur Lodge zurückkommen, informieren wir Paul über die Probleme mit dem Dach. Er und Peter machen sich sofort an die Arbeit. Nach einer Weile wird Vern weggebracht und wir hören Schweißgeräusche. Ups, das scheint wohl eine größere Aktion zu werden! Als sie fertig werden, ist es schon dunkel, aber sie haben eine Lösung gefunden und das Dach funktioniert am nächsten Tag wieder!

Übernachtung: Twiga Lodge, 143 USD pro Nacht für 2 Personen inklusive 3 Mahlzeiten
Permit: 118 USD für 2 Personen und Fahrzeug für einen Tag
Teil 1413. Jan. 2021
Tag 4: Fahrt nach Mto wa Mbu, Migombani Campsite

Stolz wird uns morgens das Ergebnis der abendlichen Schweißaktion gezeigt. Das Dach lässt sich nun mit 2 Personen aufstellen, zur Sicherheit sollen wir eine Eisenstange einhängen, damit das Dach keinesfalls mehr runterkrachen kann. Das Dach hält die restliche Reise lang super und es gab keinerlei Probleme mehr.

Wir machen uns ausgestattet mit Lunchpaketen und einem für uns gebackenen Bananenbrot 😮 recht früh auf den Weg.

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Nach einem erneuten erfolglosen Versuch, bei Vodacom in Usa River eine Sim-Karte zu erstehen (bin angeblich immer noch nicht authorized 🤨 ), fahren wir eben nach Arusha rein, statt den Bypass zu nehmen. Ok, das ist afrikanisch hier! Überall Gewusel, wild umherfahrende Mopeds, Minibusse und hier und da läuft mal ein Huhn über die Straße. 😄 Ein Spaß für alle Altersklassen! Ich navigiere uns zielsicher zu einem Airtel Store (mit Vodacom bin ich durch!). Dort gehe ich alleine rein, weil Martin beim Auto bleiben möchte - schließlich ist unser ganzes Gepäck da drin.

Vor Arusha geraten wir auch in unsere erste von insgesamt 5 Polizeikontrollen. Die Konversation besteht aus “Hello! Oh Shaw Safaris, very good, please continue!”. 😄

Im Airtel Shop werde ich super-freundlich begrüßt und die Sim-Karte ist überhaupt kein Problem. Nur den Reisepass sollte man dabei haben. Ich nehme eine Karte, die einen Monat lang gültig ist und 8 GB Datenvolumen hat. Innerhalb von Tansania kann ich damit umsonst telefonieren (natürlich nicht endlos, aber ich weiß leider nicht mehr, wie viel Minuten inklusive waren). Bezahlt habe ich um die 15 USD. Ich musste allerdings in TSh in bar zahlen. Kartenzahlung wird nicht akzeptiert. Der freundliche Verkäufer legt die Karte sogar direkt im Handy ein, wuselt sich durch ein paar Einstellung und voila - Internet! Das ist das Wichtigste! Und zwar so wichtig, dass ich prompt vergesse, nach meiner Nummer zu fragen. Leider konnten wir sie auch nicht herausfinden, denn das Feld, in dem man in den iOs-Einstellungen eigentlich seine eigene Nummer kontrollieren kann, war leer. Als ich versuchte, Martin anzurufen, kam nur eine Durchsage auf Swahili und der Anruf wurde nicht durchgestellt. Vermutlich waren nur nationale Anrufen möglich … Auf der Sim-Karte selbst stand auch nichts und Unterlagen hatte ich nicht bekommen. Hätte ich vielleicht auch mal im Laden fragen sollen. Na ja, bei der nächsten Tansania-Reise dann. 😉

Wir wuselten uns weiter durch das Verkehrschaos und einige Minitaxi-Insassen hatten ordentlich Spaß mit uns! Selbstfahrende Mzungus im Safari-Auto! Sowas hat die Welt noch nicht gesehen. 😄

Außerhalb der Stadt wird es wesentlich ruhiger - hier und da mal ein Dorf, aber wenig Verkehr. Man kann die Straße wirklich gut fahren und die asphaltierte Straße ist gut. Hier und da mal ein Schlagloch, also aufpassen sollte man schon ein bisschen. Das mit Abstand Nervtötendste waren die Bremshubbel, die mega-schlecht erkennbar waren und häufig nicht durch ein Schild markiert wurden. Da wurde mal kurz das Frühstück hochgeschleudert, wenn man die zu spät sieht. 🤢

Am frühen Nachmittag kommen wir in Mto wa Mbu an und der Abzweig zum Migombani Camp ist leicht zu finden, da ausgeschildert. Nur ein paar Meter weiter auf den Hauptstraße befindet sich bereits der Abzweig zum Lake Manyara Nationalpark. Jetzt wäre es natürlich verführerisch, heute schon mal in den Nationalpark zu fahren. Die hohen Gebühren halten einen davon aber ab. 🙁 Wir beschränken uns daher auf einen Besuch im Park, der nur morgen stattfindet.

Der Weg hoch zum Camp hat es dann in sich! Es geht ordentlich steil rauf und auf Pauls Rat hin hauen wir hier mal 4WD Low rein. Das “hauen” ist übrigens nicht im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich gemeint, da gehört wirklich ordentlich Kraft in den Muckis dazu, um Low reinzukriegen.

Das Camp gefällt uns gleich super! Eine total schöne, gepflegte Anlage, wir werden gleich freundlich begrüßt und zu unserem strom- und klofreien Zelt gebracht! Wir haben ein Furnished Tent genommen, das ein hübsches Bett hat. Das war’s auch schon! Für den Toilettengang und zum Duschen muss man zur Gemeinschaftseinrichtung. Per Mail wurde mir versichert, dass diese “always very clean” seien. Na ja, früh am Abend traf das tatsächlich noch zu! Am nächsten Morgen eher nicht so …

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Es gibt ein Restaurant und einen wunderschönen Pool neben einem wunderschönen Baobab!

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Lake Manyara, Tanzania

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Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Wir verbrachten einen schönen ruhigen Nachmittag, futtern den Bananenkuchen, den Erika uns mitgegeben hat und der sehr lecker ist, und beömmelten uns über die badenden Vögel. 😄

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Leider wurde es ab dem späten Nachmittag immer voller. Fahrzeug um Fahrzeug kam an, es wurden viele Zelte aufgebaut, die Gemeinschaftsküche wurde von einer großen französischen Gruppe in Beschlag genommen.

Der Blick Richtung Lake Manyara am späten Nachmittag:

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Das Abendessen war ganz in Ordnung, aber mehr nicht.

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Ich weiß schon gar nicht mehr, was es war. Ich glaube, ein Hähnchencurry.

Wir nutzten ein letztes Mal die Toilette und hofften sehr, dass meine Mädchenblase keinen nächtlichen Besuch nötig machen würde. Ich bereute jetzt schon, keine Urinella gekauft zu haben. 😄

Dann wurde es auf der Campsite immer lauter und lauter … Es schallte sogar von irgendwoher Musik rüber. Ich war angefressen. 😈 Es war mittlerweile 22 Uhr durch und an Schlaf war so nicht zu denken. Zum Glück habe ich für solche Fälle immer Ohropax dabei, die haben wir die Nacht gerettet. Aber in Afrika musste ich die Dinger bisher nie benutzen. Die Party ging bis tief in die Nacht ...

Auf der positiven Seite ist aber zu berichten, dass ich die Nacht ohne Toilettengang überstanden habe! 😄

Übernachtung: Furnished Tent auf der Migombani Campsite, 55 USD pro Nacht für 2 Personen ohne Mahlzeiten.
Teil 1514. Jan. 2021
Tag 5: Lake Manyara Nationalpark, Migombani Campsite TEIL 1

Während auf der Campsite morgens um 6 Uhr Totenstille herrscht (endlich mal!), schleichen wir uns zur Dusche und Toilette, wo so früh morgens zum Glück noch niemand ist. Kein Wunder, denn bei dem Lärm konnte sicher kaum jemand schlafen.

Als wir gestern Frühstück für 7 Uhr bestellten schlug uns nicht gerade die blanke Begeisterung entgegen. Frühaufsteher ist man hier wohl eher nicht gewohnt. 😐 Es dauert dann auch noch eine ganze Weile bis wir unser schon vorbestelltes Essen bekommen. Immerhin stehen schon die Lunch Boxes da und wir können danach direkt los.

Als wir vom Berg runterfahren, begrüßt und eine Pavianparade. Gestern haben wir vom Pool aus übrigens beobachtet, wie ein Pavian völlig unbemerkt von Angestellten in die Küche lief und mit Beute wieder auskam. Ausgebufft bis hinter die Ohren!

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Wenige Minuten später sehen wir schon den Eingangs des Nationalparks.

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Schon vor dem Office - wo wir unsere Permit Reservierung wieder gegen das eigentliche Permit umtauschen - sehen wir die ersten Tiere.

Lake Manyara, Tanzania

Im Office ist alles schnell erledigt, nur ein anderes Fahrzeug kommt an, als wir schon wieder fahren. Über den Tag verteilt, haben wir vielleicht eine handvoll Fahrzeuge gesehen.

Es geht los durch dichten Wald! Wir sehen recht schnell Büffel und Blue Monkeys.

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Auch Elefanten schlagen sich durch den Wald.

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Durch das offene Dach hatte man einen tollen Blick in den Wald hinein.

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Paul hatte uns bereits gewarnt - wir können vermutlich keine Loops fahren, weil der Wasserstand des Sees viel zu hoch ist und alles geflutet hat. Genau so ist es dann auch leider. Wir kamen weder zur Hot Springs, noch zum Hippo Pool oder irgendeinem der Aussichtspunkte am See. Alles geflutet, alles Schlammlandschaft. 🙁

Ja, hier würde die Straße weiterführen ...

Lake Manyara, Tanzania

Durch das Hochwasser ist leider auch viel Müll angespült worden, auf dem Bild oben kann man das ganz gut erkennen.
Teil 1614. Jan. 2021
Tag 5: Lake Manyara Nationalpark, Migombani Campsite TEIL 2

Lake Manyara ist für seine Baumlöwen bekannt - leider sehen wir überhaupt keine Löwen. Wir hätten auch welche ganz langweilig am Boden genommen, aber leider ist das Glück nicht auf unserer Seite. Ich vermute, dass die Bäume, auf denen sich die Löwen gerne aufhalten, eher am Rand des Sees zu finden sind. Im Wald hatten die Bäume unserer Meinung nach zu dünne Äste. Und da wir leider gar nicht an den See heran kamen, wurde nichts aus den Baumlöwen. Oder Hippos … oder Wasservögeln. Obwohl, das stimmt nicht ganz. Immerhin konnten wir einen Kingfisher sehen. Und auch viele andere Vögel.

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania


Und einen Nilwaran auf der Straße! Erstsichtung für uns. 🙂

Lake Manyara, Tanzania

Auch Zebras, Giraffen, Buschböcke, Vervet Monkeys und Impalas ließen sich blicken.

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Auf der Hauptstraße kamen wir so etwa 15 - 20 km weit und dann war leider die Straße weggespült. Auf der anderen Seite waren keine frischen Reifenspuren erkennbar. Also Abbruch, Abbruch, Abbruch.

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Lake Manyara, Tanzania

Die Lust, hier zu versinken, hält sich in Grenzen, mal abgesehen davon, dass die Abbruchkante vorne nicht von schlechten Eltern war.

Die Loops haben allerdings auch jede Menge Zeit gekostet, denn wir sind fast jeden reingefahren, um dann irgendwann wieder flott in ca. 15 Zügen zu wenden und zurückzufahren, weil es nicht weiterging. Das typische Ende eines Loops:

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Teil 1714. Jan. 2021
Tag 5: Lake Manyara Nationalpark, Migombani Campsite TEIL 3

Die Lunchboxen verspeisten wir auf dem recht netten Picknickplatz.

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Nach einer Weile gesellte sich noch ein Auto dazu. Kennt ihr das, wenn ihr gefühlt die einzigen Menschen auf dem ganzen Supermarktparkplatz seid und dann kommt ein Auto und das stell sich DIREKT neben euch? Da fragt sich doch immer “warum?”. 😄 Genau so war das hier auch. Allerdings könnte der Guide gedacht haben, “niemals von der Herde trennen. Ist sicherer.” Von den Gästen übrigens kein Wort des Grußes. Schönen Guten noch.

Immerhin hielt das Panoramadach sehr zuverlässig durch! Heute war schließlich der erste Tag des Einsatzes. Die Schweißarbeiten hatten sich bezahlt gemacht.

In diesem Nationalpark machten wir zum ersten Mal die Bekanntschaft mit Tsetse-Fliegen. Die Begeisterung füreinander war recht einseitig. Das war übrigens der erste und letzte Tag in Flipflops. Notiz an mich: nur für den Pool zu gebrauchen.

Immerhin hatten wir unter 5 Stiche pro Person am Ende des Tages. Wir stellten auch fest: stichsichere Kleidung ist NICHT stichsicher. Die Kohle kann man sich getrost sparen.

Lake Manyara, Tanzania

Paviane sorgten den ganzen Tag über für Unterhaltung. 😄

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Einige Tiere nahmen es mit der Körperpflege seeehr genau!

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Auf dem Weg zurück zum Gate haben wir noch ein paar schöne Blue Monkey Sichtungen.

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Lake Manyara, Tanzania

Hier zusätzlich noch ein paar Eindrücke der Wege im Park.

Hier sind wir links vorbeigekommen:

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Die Beschilderung im Park war ganz in Ordnung.

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Landschaftlich hat uns der Park gut gefallen, auch wenn wir den See nicht sehen konnten. Die Sichtungen waren ok, aber haben uns nicht umgehauen. Leider hatten wir hier durch die Überflutung der Straßen etwas Pech. Wir holen uns am Gate unseren Exit-Stempel - diesen braucht man unbedingt, sonst muss man nachzahlen - und verlassen den Park.

Gegen 16 Uhr fahren wir aus dem Park raus und fahren zur African Galleria in der Nähe von Karatu. Das ist ein vollkommen überteuerter Touri-Nepp-Laden, der aber verdammt schöne Sachen hat. Eigentlich wollten sie gerade schließen, aber in diesen schweren Zeiten hält man den Laden nur für uns zwei offen. Gelohnt hat es sich aber nicht. Also für sie, für uns schon. 😄 Wir erstehen einen Magneten für die Kühlschrank-Kollektion! Sie bereuten wohl bitter, dass wir sie dafür 20 Minuten lang vom Feierabend abgehalten haben. Allerdings schauten wir 2 Wochen später noch mal vorbei … 😏

Auf dem Rückweg tanken wir die Karre voll und stellen erstaunt fest, dass gar nicht viel reingeht. Später sollte sich dann noch zeigen, dass der alte Landy deutlich weniger Hunger hat, als wir erwartet hatten. Er brauchte gerade mal 10 - 12 Liter auf 100 km. Übrigens darf man auch in Tansania nicht selbst tanken, das macht ein Tankwart. Diesen bezahlt man auch direkt. Man kann nur bar in Shilling zahlen.

Auf der Campsite angekommen, stellen wir äußerst freudig (nicht) fest, dass der Pool proppenvoll ist. Der eine oder andere Besucher auch. 🙄 Diese Nacht dürfte wohl kaum ruhiger werden, als die vorherige.

Immerhin zeigt sich ein wunderschöner Regenbogen am späten Nachmittag.

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Zu Abend essen wir gegen 19, dann in der Dunkelheit mit vielen fiesen Viechern die schnelle Paniktoilette. Wir finden einen toten Skorpion auf den Rasen … Au weia! Direkt vor unserem Zelt dann ein winziger, lebender Skorpion! 😮

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Es regnete inzwischen und dann scheinen sie wohl gerne mal rauszukommen und sich zu zeigen. Zum Glück erfuhren wir erst viel später, dass die kleinen die gefährlichsten sind. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich “ach ja, ein kleines Baby. Der kann einem doch nichts tun.” 😊 Sicherheitshalber wurde natürlich trotzdem ein großer Bogen drum gemacht und wir warteten, bis er den Weg zu unserem Zelteingang wieder frei gab.

Wie erwartet ist bis in die frühen Morgenstunden Rambazamba und wir fragen uns, warum wir nicht einfach in der Hochsaison an den Ballermann gefahren sind. Die Campsite an sich ist wirklich schön, aber wenn man solche Mitbewohner hat, ist das einfach ätzend. 😵


Übernachtung: Furnished Tent auf der Migombani Campsite, 55 USD pro Nacht für 2 Personen ohne Mahlzeiten.
Permit: 118 USD für 2 Personen und Fahrzeug für einen Tag
Teil 1815. Jan. 2021
Tag 6: Fahrt zum Lake Natron, World View Campsite Teil 1

Nach einer weiteren verohropaxten Nacht stehen wir um 6 Uhr auf und reißen mit unserer frühen Morgendusche sicher den einen oder anderen aus dem bierseeligen Schlaf.

Frühstück wurde (zähneknirschend) um 7:15 Uhr serviert und um 8 Uhr sind wir nach Begleichung der Schulden “on the road”.

Bei der Fahrt runter zur Hauptstraße schlagen wir uns durch die Pavianmassen, die äußerst unbeeindruckt sind und die null Respekt vor dem Auto haben. Die sind so lustig, ich könnte ihnen ewig zusehen. 😁

Wir fahren erst mal zum Geldautomaten, denn so schnell werden wir keine Zivilisation mehr sehen.

Den Abzweig zur 110 km langen unasphaltierten Strecke nach Lake Natron finden wir sehr schnell. Die Strecke führt erst mal an ein paar Massai-Dörfern vorbei und besteht aus einer recht guten Oberfläche mit ganz kleinen Steinchen. Dass es in Tansania Tuktuks gibt, hat uns überrascht!

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Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Diesen Baum fand ich wunderschön.

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Hier und da gab es mal ein paar Hindernisse.

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Lake Natron, Tanzania

Nun gesellt sich hübsches Washboard zu den Steinchen. 🤨 Schnell ist klar: Vern mag Washboard gar nicht! Er fängt sehr schnell an zu schwimmen, selbst bei geringen Geschwindigkeiten, also zuckeln wir vor uns hin und spüren quasi jede Welle einzeln am Körper. That’s why they call this African massage!

Nach einer Weile wird die Landschaft wirklich total schön!

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Zu unserer Überraschung sehen wir hier richtig viele Tiere! So viele Trappen haben wir noch nie auf einem Haufen gesehen! Überall Riesentrappen, eine nach der anderen … 🙂

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania
Teil 1915. Jan. 2021
Tag 6: Fahrt zum Lake Natron, World View Campsite Teil 2

Dann sehen wir sogar noch Sekretäre. Die haben wir im südlichen Afrika schon seit Jahren nicht mehr gesehen.

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Auch Zebras sehen wir, die meine Toilettenpause sichern (da wo Zebras sind, können ja keine Raubtiere in unmittelbarer Nähe sein, unerschütterliche Frauenlogik). 😄

Lake Natron, Tanzania

Keine Angst, Fotos von der Toilettenpause erspare ich euch. 😉

Auch immer mal wieder Massais mit ihrem Vieh.

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Die meisten gucken uns an, als ob gerade ein Ufo gelandet wäre, wirken aber eigentlich immer fröhlich zurück.

Und dann kommt der Klopper! Paul sagte uns schon, dass wir mit etwas Glück eine kleine Gnu Migration zwischen Lobo und Seronera in der Serengeti sehen können. Und dann sehen wir bereits hier welche! Wir sind vollkommen fasziniert und begeistert. 😁

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Wie in einer Schnur rennen sie hintereinander her. Sowas kennen wir nur aus Dokumentationen im Fernsehen! Toll, sowas mal in echt zu sehen.

Erwähnte ich bereits, dass die Landschaft der Hammer war? 😁 Genau so hatten wir uns eigentlich die Serengeti und die Plains dort vorgestellt, aber da waren wir noch lange nicht.

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Auf einem Hügel machen wir Mittagspause und genießen die Aussicht. 3 Massai-Frau kommen auf die Straße und gucken uns neugierig mit großen Augen an. Wir grüßen sie und danach lachen sie sich ca. 10 Minuten lang tot und bleiben mit sicherem Abstand hinter uns stehen und reden noch sehr lange über uns. Manchmal muss man die Sprache gar nicht verstehen, um zu wissen, dass über einen geredet wird. Wir fanden es total amüsant! Da hatten die drei im Dorf vermutlich was zu erzählen. 😄

Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass auf der Strecke einige (Polizei-)kontrollen wären. Wir hatten allerdings keine einzige.

Schon alleine weil wir so viele Tiere sehen und die Landschaft einfach so toll ist, dass wir ständig anhalten müssen, kommen wir nur sehr langsam voran. Aber egal, wir haben den ganzen Tag Zeit. Auf den letzten ca. 20 km wird die Straße etwas abenteuerlicher. Hier und da muss man mal durch trockene Furchen fahren, mal ist die Straße weggespült (die Strecke war allerdings insgesamt total trocken). Dann fährt man über Lava-Untergrund und da wir wissen, dass die spitzen Steine echte Reifenkiller sein können, fahren wir hier auch sehr langsam. Hier ist übrigens bei weitem nicht so wenig Verkehr wie wir erwartet hatten. Wir werden regelmäßig von Lkw und Linienbussen (!!!) abenteuerlich überholt. Ja, hier fahren Linienbusse. Wir können es auch kaum glauben. Uns kommt ein Tanklaster entgegen und das nehmen wir als beruhigendes Zeichen dafür, dass wir in 2 Tagen in Wasso tatsächlich was bekommen an der Tankstelle.
Teil 2015. Jan. 2021
Tag 6: Fahrt zum Lake Natron, World View Campsite Teil 3

Der wunderschöne Lengai zeigt sich, als wir uns Lake Natron langsam nähern.

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Hier noch ein paar weitere Bilder von der Strecke, um einen Eindruck zu geben.

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Kurz vor Lake Natron müssen wir dann am Office halten, unser Permit zeigen (wird abgestempelt) und noch die Local Fee in Höhe von 71 $ zahlen. Wir haben bar gezahlt, aber hier hätte man tatsächlich auch Kreditkarte akzeptiert. Außerdem natürlich wieder 2 Listen, die nun um 2 Einträge reicher sind.

Die World View Campsite ist schnell gefunden und man erwartet uns bereits. Wir bekommen hier zum ersten Mal 3 Erfrischungstücher gereicht. Eins für den Fahrer. Das 3. Erfrischungsgetränk nehmen wir nach der langen Fahrt allerdings sehr gerne auch noch entgegen. Ok, wir hätten wohl explizit sagen sollen, dass wir keinen Fahrer mitbringen. 😊 Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Man sollte doch meinen, dass Gäste eher explizit ankündigen, wenn sie zu dritt statt zu zweit aufschlagen, allerdings ist ein Fahrer hier für die meisten absolut selbstverständlich. Ist aber überhaupt kein Problem. Die Campsite wird von Massai betrieben, ein Amerikaner ist (Mit-)Eigentümer. Mit ihm hatten ich übrigens sehr unterhaltsamen E-Mail-Verkehr und hatten uns schon in den buntesten Bildern ausgemalt, was für ein Typ das wohl ist (wir hatten auf einen Typ a la Gnu aus Zootopia getippt: https://zootopia.fandom.com/wiki/Yax) . Aber leider werden wir es so nie erfahren!

Wir haben ein Zimmer im Chalet genommen. Das Chalet sieht von außen erst mal recht schön aus, aber Innen wäre mal eine Renovierung fällig.

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Es ist einfach. Sehr einfach. Gut, dafür ist es für eine schmale Mark zu haben. Wenn das Bad nicht quasi offen gewesen wäre (und somit auch allerhand Viehzeug reinkriechen konnte), wäre es ganz ok gewesen. Aber das war echt ein Killer für uns. Ich war wirklich froh, dass ich das hier dabei hatte: https://www.amazon.de/Care-Plus-Fliegengitter-impr%C3%A4gniert-Person/dp/B01EJHHD22/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=care+plus+moskito+dom&qid=1608723652&sr=8-1
Martin beneidete mich in den kommenden 2 Nächten sehr darum. Zumal es abends immer ordentlich schüttete und dann das ganze Krabbelzeug reinkam. Psychologisch ist der Moskitodom Gold wert. 😄

Das Chalet hat eine schöne Terrasse, von der aus man einen wunderbaren Blick hat.

Lake Natron, Tanzania

Im Verlauf des Nachmittags zog es immer mehr zu und es regnete.

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Lake Natron, Tanzania

Das Essen war tatsächlich ganz gut. Das Frühstück und Mittagessen waren super, das Abendessen war einmal super und einmal nur so mittel. Da gab es Ziege. Sehr zähe Ziehe. Die Katze hat sich drüber gefreut (ist uns etwas peinlich, aber so viel wollten wir nicht liegen lassen und die Katze hat gebettelt und uns mit großen Kulleraugen angesehen - bitte erzählt es niemandem! 😊 ).

Lena, unser Hauptansprechpartner hier, der eigentlich anders heißt, es den westlichen Touris aber leicht machen möchte und sich daher Lena nennt (das wir den Namen für einen Mann recht verwirrend finden, sagen wir ihm lieber nicht), kümmert sich wirklich super um uns. Fragt, ob alles in Ordnung ist, ob wir noch was brauchen, usw. Da ich eine flotte Renovierung innerhalb von 2 Stunden wohl nicht bekomme, sage ich, dass alles prima ist.

Abendessen:

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Als wir vom Abendessen zurückkommen, muss Martin die Hütte erst mal “entspinnen”, was ihn eine Weile beschäftigt. Dann gehe schon in Erwartung an nichts Gutes ins Bad. Aus dem “Fenster” kriecht etwas herein, dass so groß ist, dass ich es für eine Schlange halte. Martin hat quasi vor nichts Angst, aber vor Schlangen schon … Aaaber Entwarnung: es ist keine Schlange, sondern “nur” ein riesiger Tausendfüßler. Ganz ehrlich, das Ding ist doch im Labor gebaut worden. 🙄 Die Viecher hier in Tansania sind einfach riesig! Auch die Käfer und die Falter. Das ist quasi die Texas-Variante der Insekten (wart ihr mal in den USA und habt Texas-Toast im Supermarkt gesehen? Dann wisst ihr, was ich meine. Ich glaube, in Texas nennen sie es nur “Toast”.). Solche riesigen Viecher kennen wir aus den Ländern des südlichen Afrikas sooo nicht unbedingt. Hätte ich das gewusst, hätte ich für den Urlaub eine Gefahrenzulage des Staates Tansania verlangt. Aber zurück zu unserem Freund, den Tausendfüßler. Martin kann ihn irgendwie davon überzeugen, den gepflegten Rückzug anzutreten und ich kann die nächtliche Paniktoilette machen. Schönen Gruß an meinen Zahnstein, der auf das Konto dieses Urlaubs geht.

Mein Vorschlag, die ganzen Ritze mit Panzerband abkleben, kommt nur semi-gut an. Martin meinte, bei der Bauweise müsse man davon ausgehen, dass wir bei unserem Auszug die Wände einreißen müssen, um das wieder runterzukriegen. Könnte sein.

Die Nacht erinnert uns aufgrund der ganzen Viecher gepaart mit unseren schwachen Nerven eher an eine Dschungelprüfung bei RTL, als an Urlaub. Aber ein Schuss Abenteuer darf schon mal sein!

Übernachtung: World View Campsite, Chalet 125 € inklusive 3 Mahlzeiten für 2 Personen pro Nacht
Permit: 141,60 USD für 2 Tage plus 71 USD Local Fee vor Ort zahlbar
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