Reisebericht

Last Minute nach Namibia zu Corona-Zeiten

von Gabi-Muc · begonnen 10. Nov. 2020 · 3 Teile

Teil 110. Nov. 2020
Hallo,

unser Trip "Spontan für eine Woche nach Namibia" ist schon wieder um. Gestern sind wir wieder mit vielen neuen Eindrücken aus Nambia zurückgekehrt.

Ich möchte hier keinen klassischen Reisebericht schreiben, sondern vielmehr die Eindrücke einer Reise zu Corona-Zeiten schildern. Vorweg: ich kann jeden nur bestärken nach Namibia zu fliegen.

Vorab:
Mitte Oktober ist Namibia kein Risikogebiet mehr - somit müssen wir und vorrangig die Kinder nicht in Quarantäne. Meine 3 Herren zicken, sie halten meinen Vorschlag nach Namibia zu reisen für bekloppt. Die Kids haben Angst, dass sie nicht pünktlich in die Schule dürfen (wie Corona Kinder doch auch verändert 😉 ) und mein Mann hat auch zig Ausreden. Am Wochenende vor Beginn der Herbstferien habe ich meine Familie dann endlich umgestimmt und somit buche ich 6 Tage vor Abreise den Flug. Am gleichen Tag nehme ich dann noch Kontakt mit der Autovermietung sowie mit Voigtland (letzte Nacht) auf. Bis dahin gehen zwar die Corona-Zahlen in Deutschland hoch, aber von einem Light-Lockdown ist noch nicht die Rede.

Am Mittwoch dann die Ansprache unserer Angie: es gibt einen Light-Lockdown. Irgendwie wird mir schwindlig und ich sehe uns schon in Nambia für die nächsten Wochen hängen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die Nacht ist für mich dann doch etwas unruhig, möchte ich doch nicht die Schuld haben, dass wir nicht mehr nach Deutschland zurückkehren können (oder zumindest nicht zu dem Zeitpunkt den wir geplant haben).

Am Donnerstag Vormittag geht es dann zum Hausarzt unseres Vertrauens und am Freitag Nachmittag liegt das Ergebnis vor. Alle negativ. Am Freitag hätte ich noch die Möglichkeit, die Flüge kostenfrei auf einen anderen Termin umzubuchen. Ich hadere schon ein wenig, der neue Lockdown macht mich doch etwas nervös. Aber jetzt bleibt mein Mann hart: wir fliegen. IT mässig sind wir bestens ausgestattet, wir haben beide unsere Firmen-Laptops dabei und für beide Kinder Tablets - für den Fall der Fälle. Inzwischen wissen wir: in dem Estate zwischen Windhuk und dem Flughafen gibt's sogar einen Glasfaseranschluss. 🙂

Nachdem ich die Flüge nur ab Frankfurt buchen konnte, geht es dann am Samstag Mittag per Auto nach Frankfurt. Nach gut 3 Stunden sind wir schon gegen 15.30 Uhr am Flughafen, der Flieger startet erst nach 20 Uhr. Beim Check-In werden uns dann die Einreisebestimmungen für Nambia vorgelesen und darauf hingewiesen, dass man einen negativen Test benötigt. Zeigen mussten wir ihn nicht.

Sehr eindrücklich die Sicherheitskontrolle. Es sind bestimmt 100 Sicherheitskräfte anwesend und wir sind die einzigen Paxe. Dementsprechend gut ist auch die Kontrolle. Die Leute sind froh, dass sie etwas zu tun haben.

Wir vertreiben uns dann die Zeit in den Shops (wo nichts los ist) und verdaddeln die Zeit. Am Gate werden dann alle Passagiere aufgerufen, ihren negativen Corona-Test vorzuzeigen. Eine riesige Schlange, Abstand Fehlanzeige. Das Ergebnis wird dann elektronisch festgehalten.

In Windhuk werden dann die Passagiere nach Sitzreihen aufgefordert das Flugzeug zu verlassen. Wie üblich geht es über die Landebahn. Vor dem Eingang werden dann von allen die negativen Test's kontrolliert und erst dann darf man das Gebäude betreten. Es wird die Temperatur gemessen, dann geht's zur Passkontrolle und bevor man den Sicherheitsbereich verlässt, gibt man den Gesundheitsfragebogen ab und das Testergebnis wird nochmal kontrolliert. Es ist völlig easy.

Die Maschine war mit 180 Personen bestückt. Am Rückflug habe ich ungefähr 100 Passagiere gezählt.

LG

Gabi
Teil 210. Nov. 2020
@ bayern-Schorsch: Dich muss ich ja für Deine besondere Reise im Dezember noch überzeugen. 😉

Unser Auto haben wir wie immer bei Safari Car Rental gebucht. Der Ablauf ist wie immer. Der Fahrer steht pünktlich am Flughafen, bringt uns nach Geld holen und MTC Karte zur Autovermietung. Übergabe und los geht's. Für all diejenigen, die immer die Zeit im Auge haben: Landung war um 08.00 Uhr und um 10.30 Uhr fuhren wir von der Autovermietung los. Wir sind die 5. Gäste, die nach Corona ein Auto bei Safari Car Rental mieten. Von den 90 Auto's, die er vor der Corona-Zeit hatte, wurden 60 Stück verkauft. Die restlichen stehen einsam auf dem Gelände.

Unsere Route sah dann wie folgt aus:

2 ÜN Vreugde
1 ÜN King Nehale
2 ÜN Mushara
1 ÜN Okonjima
1 ÜN Voigtland

LG Gabi
Teil 311. Nov. 2020
Zu den Unterkünften:

Vreugde Guestfarm
Hier waren wir 2 Nächte. In der ersten Nacht waren noch 3 weitere Damen anwesend, in der zweiten Nacht waren wir alleine. Das Essen auf Vreugde war sensationell sowie auch die persönliche Betreuung. Die Zimmer haben keine Klimaanlage, sodass es schon etwas wärmer in der Nacht war. Man hat Dany, seiner Frau und seiner Mutter angemerkt wie froh sie waren, dass Gäste kamen. Dany hat sich auch am zweiten Abend noch sehr lange mit uns unterhalten. Ich kann die Farm jederzeit weiterempfehlen.
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King Nehale
Diese Lodge war für uns neu. Es war noch eine weitere alleinreisende Dame anwesend -somit mehr Personal als Gäste. Das Zimmer mit dem Privatpool ist einfach traumhaft. Wir haben uns Getränke von der Bar geholt und so den Sundowner im eigenen Swimmingpool verbracht. Das war schon echter Luxus. Das Zimmer ist sehr schön eingerichtet und verfügt über eine Klimaanlage und ein großes modernes Bad. Das Essen gab es serviert, man konnte zwischen Beef, Huhn und Fisch wählen. Meine Herren waren zufrieden, mein Huhn bestand leider aus vielen Knochen. Der Manager hat sich auch noch lange mit uns unterhalten.

Am nächsten Tag haben wir noch einen Morningdrive zum eigenen Wasserloch gemacht. Dort ist eine Hütte aufgebaut, wo man über einen kleinen Sichtschutz auf das Wasserloch schauen kann. Wir haben zwar "nur" Huftiere gesehen, aber es war trotzdem ein schöner Ausflug.
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Mushara Lodge
Hier waren wir im Familienzimmer in der Lodge. Das Familienzimmer ist riesig, ein Wohnzimmer, zwei klimatisierte Schlafzimmer und 2 Badezimmer. Das Wohnzimmer war recht warm, sodass es angenehmer auf der Terrasse war. Das Essen war okay, weniger Extravaganz wäre besser gewesen. Von der Mushara Lodge haben wir auch noch einen Halbtagesausflug in den Etosha gebucht (wir finden es auf den Gamedrive-Autos angenehmer als in unserem Auto zu Viert), wo wir kleine Löwenbabys am Wasserloch gesehen haben. Abends waren ca. 5 Tische belegt.
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Okonjima
Okonjima hat sich am meisten in's Zeug gelegt. Wir haben ein Upgrade von einem Standard Room in den View Room erhalten, beim Abendessen gab es eine Flasche Sekt auf Kosten des Hauses und unser Tisch war in einem eigenen Bereich mit Feuerschale. Beim Gamedrive am nächsten Tag durften wir dann noch bei der Löwenfütterung dabei sein. Auch hier hat sich die Managerin mit uns über die allgemein Covid Situation unterhalten. Die Gamedrives finde ich auf Okonjima immer besonders beeindruckend, leider war diesmal der Leopard sehr müde.... Auch hier waren ca. 5 Tische belegt.
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Voigtland
Auf Voigtland war es bumsvoll. Alle 5 Zimmer waren belegt. Zusätzlich bietet Gaby den Einheimischen am Wochenende einen Tag auf der Farm an. Dieser enthält Mittagessen, Kuchen, Nutzung des Schwimmbades, Giraffenfütterung etc. Das wird gut angenommen und sie ist an den Wochenenden damit ausgebucht. Voigtland hat die Zeit genutzt um einige Renovierungsarbeiten durchzuführen.
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LG

Gabi
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