"Tierschutz"farmen

37 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 14. Sept. 2020 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200614. Sept. 2020 · #1
Naankuse hat es nun als erste der großen "Tierschutz"farmen getroffen. Sie müssen umgehend alle 217 in Gefangenschaft befindlichen Tiere auswildern oder töten (darunter 5 Löwen, 5 Leoparden und 24 Wildhunde). Hintergrund sind Verstöße gegen Naturschutzgesetze (hatten wir hier schon häufiger auch angesprochen, z. B. enger Kontakt mit unqualifiziertem Personal mit den Tieren) und fehlende Lizenzen. Dagegen geht Naankuse nun aber vor: https://www.republikein.com.na/nuus/n-aan-ku-s-217-dierelewens-in-weegskaal-2020-09-10/

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'737 Beiträge · seit 201014. Sept. 2020 · #2
Eine Gleichdruckmaschine genauso wie Harnas.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'159 Beiträge · seit 200714. Sept. 2020 · #3
travelNAMIBIA schrieb:Naankuse hat es nun als erste der großen "Tierschutz"farmen getroffen. Sie müssen umgehend alle 217 in Gefangenschaft befindlichen Tiere auswildern oder töten (darunter 5 Löwen, 5 Leoparden und 24 Wildhunde).
Danke Christian,

da ist wohl jemand in "Ungnade" gefallen...

Was ist denn mit dem "Swakop Elefanten", den das Ministerium (zu meinem Erstaunen) dort hin gebracht hat? Die haben doch noch mehr Elefanten, wenn ich mich nicht irre und davon steht in dem Artikel nichts...

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200615. Sept. 2020 · #4
Die haben doch noch mehr Elefanten, wenn ich mich nicht irre und davon steht in dem Artikel nichts...
das ist/war ein wilder Elefant. Es geht um die als "Haustiere" angeblich zur Wiederauswilderung gehaltenen Tiere. Problematisch ist da eben, dass praktisch nie eines ausgewildert wird/wurde...

Viele Grüße
Christian
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544 Beiträge · seit 201415. Sept. 2020 · #5
travelNAMIBIA schrieb:Es geht um die als "Haustiere" angeblich zur Wiederauswilderung gehaltenen Tiere. Problematisch ist da eben, dass praktisch nie eines ausgewildert wird/wurde...

Viele Grüße
Christian
Moin,

nur mal kurz, um das einordnen zu können:
Von Geparden steht ja nichts in dem Artikel. Fallen die 'Foto-Geparden' z. B. auf Kanaan auch in die Rubrik, also werden die offiziell auch zur Auswilderung gehalten oder gibt es für deren (legale?) Haltung noch eine andere Rechtsgrundlage?


Gruß
Henning
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200615. Sept. 2020 · #6
Hi Henning,

insbesondere das Halten von großen Raubkatzen ist generell verboten, außer man hat sie wirklich gefunden und lässt sie so schnell wie möglich wieder frei. Das Halten für "scheinbar wissenschaftliche Zwecke", was faktisch aber in den meisten Fällen der Belustigung von Touristen und/oder Praktikanten gilt, ist verboten.

Viele Grüße
Christian
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241 Beiträge · seit 201616. Sept. 2020 · #7
Hallo zusammen,

ich kenne die Hintergründe der aktuellen Entwicklung und auch die Situation in den Farmen zu wenig, um eine fundierte Aussage zu treffen. Meine persönlichen Eindrücke speisen sich aus einem 5-tägigen Naankuse-Aufenthalt und aus den Angeboten verschiedener Lodges für (Raubkatzen-Spaziergänge/-Streichelangebote).
Ich fand diesen Zirkus etwas befremdlich und den Tierschutzaspekt sehr fragwürdig. Entsprechend scheint mir die aktuelle Entwicklung richtig zu sein.
Wenn ich eingesperrte Tiere sehen will, gehe ich in den Zoo. In ihrer Heimat finde ich es schöner, die Tiere sind frei.

Gruß

Thomas
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16,9k Beiträge · seit 201216. Sept. 2020 · #8
ThF schrieb:
...Wenn ich eingesperrte Tiere sehen will, gehe ich in den Zoo. In ihrer Heimat finde ich es schöner, die Tiere sind frei.
Und was möchtest Du mit den ganzen Handaufzuchten machen? Einschläfern, erschießen, vergiften?

Alle wollen die Tiere retten, nur die Konsequenz daraus ist, dass die Tiere - einmal an den Menschen gewöhnt - nicht wieder auszuwildern sind. Die Tiere suchen immer wieder die Nähe der Menschen und da ist der nächste Mensch-Tier-Konflikt vorprogrammiert.

LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200616. Sept. 2020 · #9
Alle wollen die Tiere retten, nur die Konsequenz daraus ist, dass die Tiere - einmal an den Menschen gewöhnt - nicht wieder auszuwildern sind.
korrekt, das Problem ist aber, dass man das dann auch klar kommunizieren muss und nicht immer wieder betonen sollte, dass man alles nur zum Wohle des Tieres mit dem Ziel der Auswilderung macht. Ein handaufgezogenes Tier, z. B. wie bei Okambishi’s Rest (https://www.okambishi.com/) ist auf Antrag beim Ministerium meist kein Problem. Dann bringt man die Tiere aber auch nicht eng mit Touristen in Kontakt, fördert das Streicheln und nutzt Praktikanten zur Betreuung aus.

Viele Grüße
Christian
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16,9k Beiträge · seit 201216. Sept. 2020 · #10
travelNAMIBIA schrieb:. Dann bringt man die Tiere aber auch nicht eng mit Touristen in Kontakt, fördert das Streicheln und nutzt Praktikanten zur Betreuung aus.
Wie sagte meine Oma immer: Tierschutz muss man sich leisten können.

Keine der "Organisationen" würde existieren, wenn mit den Tieren nicht Geld zu verdienen wäre. Und was für Naankuse, Harnas und Co. gilt, muss dann auch für den international hoch gelobten Cheetah Conservation Fund umgesetzt werden. Ich bin gespannt, ob sich der Staat Namibia da auch dran traut, oder ob es dann plötzlich doch Ausnahmen gibt. 😉

LG
Logi
1'159 Beiträge · seit 200716. Sept. 2020 · #11
travelNAMIBIA schrieb:Dann bringt man die Tiere aber auch nicht eng mit Touristen in Kontakt, fördert das Streicheln und nutzt Praktikanten zur Betreuung aus.
die dann auch noch 28-63 tausend NAD dafür bezahlen dürfen...

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
5'479 Beiträge · seit 200916. Sept. 2020 · #12
Ich kann ja nachvollziehen, dass man diesen Touristenrummel unter dem Deckmantel des Tierschutzes im Sinne des Tierwohls regulieren muss. Das Töten der in den meisten fällen nicht auswilderungsfähigen Tiere kann aber auch nicht im Sinne des Tierwohls sein. Da wird mal wieder der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben. 😈 😈 😈
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200627. Okt. 2020 · #13
"Der bekannten Wildtierfarm N/a’an ku sê und seinen Eigentümern droht weiterer rechtlicher Ärger. Das Umweltministerium MEFT bestätigte laut dem Namibian eine weitere Anzeige. Erneut geht es um den illegalen Transport und die Züchtung von bestimmten Wildtierarten. Die Anzeige sei das Ergebnis von intensiven Überprüfungen durch des MEFT im Mai dieses Jahrs. Dies hatte bereits zu einer Anzeige geführt, wonach N/a’an ku sê einige der Wildtiere, vor allem Großkatzen, freilassen und 217 Tiere töten müsse. Gegen diese Auflage legten die Eigentümer bereits Einspruch ein. Man sei bisher nicht über eine weitere Anzeige informiert worden und bezweifle die angebliche Quelle beim MEFT, heißt es von N/a’an ku sê weiter." (Hitradio Namibia, 27.10.2020)
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16,9k Beiträge · seit 201227. Mai 2022 · #15
Harnas owner says she is ready for defence against conservation charges https://informante.web.na/?p=320138

THE owner of Harnas Guest Farm and Wildlife Sanctuary, Marieta van der Merwe (72), who stands accused of three counts of contravening the Nature Conservation Ordinance, has stated that she will defend herself against all charges.
According to Van der Merwe, officials from the Protected Resource Unit of the Ministry of Environment, Forestry and Tourism came to Harnas on Sunday and said that they needed to take photos for an ongoing investigation that they have against Van der Merwe. ...


LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201222. Juli 2022 · #16
UMSIEDLUNG EIN PROBLEM:Gerichtsstreit um Vögel zwischen MEFT, N/a'ankusê und REST
https://www.az.com.na/umwelt/umsiedlung-ein-problem2022-07-22

Der Oberste Gerichtshof hat das Umweltministerium angewiesen, mehrere geschützte Vogelarten, die unter der Obhut des „Rare and Endangered Species Trust" (REST) stehen, nicht zu entfernen, solange ein Gerichtsverfahren in dieser Angelegenheit anhängig ist. ...

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201226. Juli 2022 · #17
UMWELTMINISTERIUM MELDET SICH ZU WORT https://www.az.com.na/umwelt/umweltministerium-meldet-sich-zu-wort2022-07-26?fbclid=IwAR0pzviLBUkX1RNeyYjfHXI4vQ0geV1GNYl6VO0D3tHFCMBM2Lx1Lb8xp-0

Das Umweltministerium hat gestern Einspruch gegen das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof wegen des Transports und der Entfernung geschützter Vogelarten unter der Obhut des „Rare and Endangered Species Trust“ (REST) eingereicht. Der Oberste Gerichtshof hatte letzte Woche dem Ministerium untersagt, geschützte Vogelarten aus der Obhut des REST zu entfernen, solange das Gerichtsverfahren in dieser Angelegenheit anhängig ist ...

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201225. Aug. 2022 · #18
N/A’AN KU SÊ WILL KLARHEIT SCHAFFEN: Widersprüchliche Tierschutzgesetze verursachen Unstimmigkeiten
https://www.az.com.na/umwelt/naan-ku-se-will-klarheit-schaffen2022-08-25?fbclid=IwAR26mRDSpOpl6ZTBbsh3t2HbVA3PNOCsVQYzUN4n3ZI28F_BINvn9xM0SNk

Immer wieder wurde N/a'an ku sê in den vergangenen Jahren vonseiten gewisser Beamter im Umweltministerium aufs Korn genommen und schikaniert. Darunter leidet das Ziel der N/a'an ku sê-Stiftung, Tiere zu schützen und ihnen zu helfen. Jetzt schaltet die Umweltstiftung das Gericht ein. ...

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201212. Sept. 2022 · #19
FUNDRAISING STARTS FOR NAANKUSE ACTION AGAINST MINISTRY: Legal action to cost N$3.5m
https://www.erongo.com.na/environment-ero/fundraising-starts-for-naankuse-action-against-ministry2022-09-12

Planned legal action by the Naankuse Foundation against the environment ministry is estimated to cost US$200 000 (N$3.5 million at Friday's exchange rate). The foundation wants to take government to task over laws governing animal welfare in the country. It has therefore resolved to raise funds, with an animal welfare legislation campaign fundraising event set to take place in Brühl, Germany, on 16 and 17 September. Executive director of the foundation, Marlice van Vuuren, will be in Europe on a Namibia Tourism Board roadshow, and while she is there, she will be the guest speaker at the fundraising event. ...

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201213. Sept. 2022 · #20
Heute dazu auch in der AZ:

SPENDENSAMMLUNG FÜR NAANKUSE-KLAGE GEGEN MINISTERIUM GESTARTET https://www.az.com.na/umwelt/spendensammlung-fur-naankuse-klage-gegen-ministerium-gestartet2022-09-13?fbclid=IwAR06GclClNBsG3gMlBL_A3coliT9MrYaTe3djWXFsiM9MpYtF3lbJkz5rXI

Die geplante Klage der Naankuse-Stiftung gegen das Umweltministerium wird etwa 3,5 Millionen N$ kosten. Die Stiftung will die Regierung wegen der Tierschutzgesetze des Landes zur Verantwortung ziehen. Sie hat daher beschlossen, Geldmittel zu beschaffen. Am 16. und 17. September findet in Brühl, Deutschland, eine Veranstaltung zur Beschaffung von Mitteln für die Tierschutzgesetzgebung statt. ...

LG
Logi