Nachdem ich jetzt nicht wie geplant in Südafrika, Swaziland und Mozambique unterwegs sein kann würde ich zum Trost statt dessen gerne von unserer Reise nach Südafrika und Botswana im Juli/August 2019 von einem Dreiländereck zum anderen berichten.
So sah unsere Reiseroute aus:
28.07. – 29.07.2019 Sekala Private Game Lodge im Welgevonden Game Reserve/Waterberg
30.07. – 01.08.2019 Leshiba H12 “Venda Village” in den Soutpansberg Mountains
01.08. – 03.08.2019 Pafuri Return Africa Camp im äußersten Norden des Krüger NP
03.08.2019 Mapungubwe NP, Leokwe Camp
04.08. – 06.08. 2019 Serolo Safari Camp, Tuli Block, Botswana
06.08.2019 Bushwa Game Lodge, Vaalwater
Der Schwerpunkt der Reise lag auf der Tierbeobachtung und kleineren Wanderungen und auch die Gespräche mit unseren Guides und anderen Gästen waren für uns sehr interessant.
Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar interessierte Mitreisende einfinden würden!
Stefanie
P.S.: Ein paar Bilder vorab;
Teil 204. Aug. 2020
Anreise nach Südafrika am 27.07.2019
Am 27.07.2019 abends um 20:30 Uhr ging unser Flug nach Südafrika mit South African Airways. Es war ein sehr heißer Nachmittag und bis zum Boarding lief alles normal. Um 20:30 Uhr waren wir bereit für den Abflug, aber nichts geschah. Es wurde immer heißer in der Maschine. Per Durchsage wurden wir informiert, dass im Süden Europas ein Streik der Fluglotsen stattfand und es deswegen zu Verzögerungen käme. Zwischenzeitlich wurden die Türen der Maschine geöffnet, um für etwas Durchzug in der Maschine zu sorgen und die Passagiere wurden gebeten, sitzen zu bleiben und sich von den Türen fernzuhalten. Es war einer von diesen ganz heißen Tagen letztes Jahr und in der Maschine war es ohne Lüftung kaum auszuhalten. Mit 2 Std. Verspätung ging es für uns los. Die Maschine war ausgebucht.
Nach einem ruhigen Flug und ein paar Stunden Schlaf in der Nacht landeten wir mit 2 Stunden Verspätung in Johannesburg. Wir hatten einen Hilux 4x4 Zweisitzer über Hertz gebucht und nachdem wir unser Gepäck hatten und ein paar Rand abgehoben waren, ging es für uns erst mal zum Hertz Schalter, um unseren Wagen abzuholen. Hertz hatte etwas in den internen Abläufen im Computersystem geändert, was zu Verzögerungen im Ablauf sorgte, es gab lange Schlangen und alle mussten sehr lange warten. Nun ja, irgendwann waren auch wir dran und standen am Counter. Dummerweise hatte man vergessen die Unterlagen für unseren Grenzübertritt nach Botswana vorzubereiten. Nun sollten wir die Unterlagen unterwegs einsammeln und es wurde entschieden das Polokwane auf unserem Weg lag und wir dort in 3 Tagen vorbeischauen sollten und unsere Unterlagen für den Grenzübertritt nach Botswana bekommen sollten. Es war spät bis wir unseren Wagen bekamen – einen tipptopp nagelneuen weißen Hilux – und wir uns auf den Weg nach Sekala machten.
Am Sonntag morgen kurz nach 11 Uhr waren die Straßen ziemlich ausgestorben, das war wirklich angenehm. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Pretoria. Johannesburg sah trostlos aus nach dem Winter, viele vertrocknete gelb-graue und oft auch verbrannten Grasflächen rechts und links. Wir hätten um 13:00 Uhr am Gate im Welgevonden Game Reserve sein sollen, bei unserer normalerweise für 6:45 geplanten Ankunft wäre das auch kein Problem gewesen, aber es war klar, dass wir dies nun nicht mehr schaffen würden. Über unsere deutsche Sim-Karte im Handy gelang es uns nicht die Lodge anzurufen. Nach gut 4 Stunden Fahrt kamen wir am Gate des Welgevonden Game Reserve an, wo Patrick - unser Guide - seit gut 2 Stunden auf uns gewartet hatte. Glücklicherweise hatte er so lange ausgeharrt! Alle anderen Guides hatten ihre Gäste bereits längst abgeholt. Patrick begrüßte uns mit einem Welcome Drink (wir wählten Gin & Tonic).
Wir parkten unser Auto auf dem kommunalen Parkplatz, wo es für die Dauer des Aufenthalts blieb und wir stiegen auf den offenen Safari Wagen von Patrick um.
Eigentlich sind wir eher Selbstfahrer, aber wir waren erstaunt, wie entspannend es war umzusteigen und uns fahren zu lassen. Es hat sich mit dem Umsteigen schnell ein Urlaubsgefühl bei uns eingestellt und wir haben uns während der 2 Tage auf Sekala wirklich sehr entspannt. Die Fahrt zur Lodge dauert circa eine Stunde und ist auch gleich eine erste Safarifahrt. Zunächst fährt man durch die Breeding Section, in der Antilopen nachgezüchtet werden (ohne Raubtiere) und dann kommt man in den Hauptteil des Parks in dem Räuber und Gejagte gemeinsam leben. Kurz vor Sekala liegt eine große freie Ebene und ein Dam, ein kleiner See.
Die Sekala Lodge ist die älteste Lodge im malariafreien privaten Welgevonden Game Reserve in der Waterberg Region in Südafrika. Der Name Sekala bedeutet „Kalebasse“ in der Sprache der Zulu. Die Sekala Lodge liegt ungefähr in der Mitte des Welgevonden Game Reserves.
Teil 306. Aug. 2020
28.07.2019 – Ankunft in der Sekala Lodge/Erster Gamedrive
Die Lodge besteht aus dem Hauptgebäude mit Kamin und Terrassen, Pool und Boma.
Im Hauptgebäude werden die Mahlzeiten eingenommen. Daneben gibt es eine Villa für 4 Personen und 5 Chalets für 2 Personen. Es dürfen aber nie mehr als 10 Personen gleichzeitig in der Sekala Lodge übernachten (mehr Kapazitäten gibt es nicht auf dem Safari Fahrzeug).
Wir sind in der Villa in der Nähe des Hauptgebäudes untergebracht mit 2 Schlafzimmern und Bädern, eigener Terrasse und eigenem Pool für 4 Personen. Es gefällt uns sehr.
Am späteren Nachmittag unternehmen wir noch einen kleinen Gamedrive und sehen Nashörner aus der Ferne und statten dem Hippo Pond einen Besuch ab, bevor es auch schon Zeit für den Sundowner ist.
Es gibt ein sehr leckeres Abendessen in der Lodge und nach dem Essen schauen wir noch kurz die Sterne an. Wir konnten uns am Nachmittag ein Gericht aussuchen und hatten uns beide für Steak entschieden. Es gab Suppe, Steak und Dessert und alles war sehr lecker.
Nach dem Abendessen bleiben wir noch ein bisschen draußen. Der Himmel ist wolkenlos, weit und voller Sterne und die Nachtluft ist wunderbar kühl und klar. Wir sind die einzigen Gäste der Lodge. Wir sitzen noch ein wenig auf der Terrasse, aber um länger draußen sitzen zu bleiben war es dann doch ein bisschen zu frisch.
Also ab in unsere Villa! Die Villa ist nicht geheizt, aber während unserer Abwesenheit wurden nachmittags sämtliche Vorhänge zugezogen – es gibt viele große Glasflächen ringsherum – und so wird die Wärme des Tages gut im Raum gehalten (mein Mann hatte etwas Sorge ob es nicht zu kalt sein würde im südafrikanischen Winter, er mag nicht so gerne frieren).
Teil 408. Aug. 2020
29.07.2019 - Morning Gamedrive im Welgevonden Reserve
Wir hatten eine sehr ruhige Nacht, das Bett war super bequem. Draußen war es still und keinerlei Zivilisationsgeräusche waren zu hören. Auch die Tierwelt verharrte still. Aus irgendeinem Grund klingelt der Handywecker nicht, welchen mein Mann hatte stellen wollen und so wachten wir um 5:15 Uhr durch das Blubbern eines Motors auf, der die Stille der Nacht durchbrach.
Oh nein! Unser erster Safarimorgen und wir hatten verschlafen! Wir sprangen aus dem Bett und in unsere Sachen, schnell Zähne geputzt und 15 Minuten später saßen wir bei Patrick im Fahrzeug. Es war stockfinster und kalt. Nachtaktive Tiere haben wir leider nicht gesehen. Im Licht der ersten Morgendämmerung begegnete uns ein Nashorn.
Während der Fahrt durch die Berge ging die Sonne auf und wir sahen einen Schakal und einige Zebras.
Wir machen eine kurze Pause mit Muffins und Kaffee und unterhalten uns mit Patrick. Er ist ein ruhiger und freundlicher Charakter. Er gehört zu den Tsonga und stammt aus der Nähe des Krüger NPs, wo auch seine Frau und seine beiden Kinder leben. Seine Frau ist Grundschullehrerin. Seine Kinder haben oft die Ferien auf Sekala bei ihrem Vater verbracht, aber jetzt wo sie ins Teenager Alter kommen, lässt das Interesse an Busch-Aufenthalten wohl etwas nach.
Dann ging es weiter und wir hatten eine schöne Begegnung mit einer Nashorn Dame und ihrem Nachwuchs. Wir konnten sie lange beobachten.
Erst grasten beide rechts von uns, dann wechselten sie die Seite und grasten links von uns weiter, dann gaben sie plötzlich Gas und stoben in eine Staubwolke gehüllt davon…..
Im Anschluss sahen wir noch ein Warzenschwein und eine Gruppe Zebras mit einem sehr müden Fohlen, dass nicht so recht aufstehen wollte.
Dann verbrachten wir einige Zeit am Dam wo sich die Hippos in der Morgensonne aufwärmten. Die Mutter des Jungtiers schlief im Stehen.
Gegen 10:00 Uhr waren wir zurück an der Lodge. Wir bestellten Omelettes und frühstückten sehr ausgiebig mit Cappucino, Waffeln und Obst. Das Buffet war reichlich bestückt.
Während dessen hielten sich Zebras am Wasserloch auf.
Nun war für uns ein wenig Siesta angesagt.
Teil 512. Aug. 2020
......Fortsetzung.... Nach der Mittagspause und dem reichlichen Frühstück hatten wir keine Lust auf einen richtigen Lunch (es gab eine Karte mit diversen Gerichten) und mein Mann ließ die Mahlzeit ganz ausfallen, ich bestellte einen Salat.
Dann ging es auf Nachmittags-Safari. Wir sahen ein Rotte Buschschweine, die vor uns die Straßenseite wechselten, inklusive Jungtiere. Das war eine Erstsichtung für uns, Warzenschweine hatten wir schon oft gesehen, Buschschweine noch nie… Leider ging die Begegnung so schnell vonstatten, dass es kein Bild davon gibt.
Im weiteren Verlauf des Game Drives beobachteten wir ein paar Vögel an einem Bachlauf.
Bienenfresser:
Webervogel: Cape Longclaw/Kappieper
Zebras im Nachmittagslicht:
Und Pferdeantilopen Kuhantilopen/Hartebeest kurz vor Sonnenuntergang:
Den Sundowner nahmen wir in den Bergen zu uns.
Die Lodge hatte abends ein Boma Dinner für uns vorbereitet, es gab eine Suppe vorweg, viel gegrilltes Fleisch und Würstchen, jede Menge verschiedener Salate und Beilagen und Frans – normalerweise Hausmeister der Lodge – sorgte für musikalische Untermalung an den Trommeln. Alles schmeckte hervorragend. Die Portionen waren für uns etwas zu groß, aber alles sehr, sehr lecker. Als Nachtisch gab es die beste Melktart, die wir je gegessen haben. Ich denke für das Team fiel auch noch ein super Abendessen ab!
Die Angestellten der Sekala Lodge sind besonders nett und auch untereinander sehr harmonisch miteinander. Der Service hier war der freundlichste und persönlichste auf unserer Reise – beim Verhältnis von 5 Angestellten zu 2 Gästen vielleicht kein Wunder, aber obwohl alle sehr aufmerksam waren, waren sie nicht steif dabei und wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Teil 614. Aug. 2020
30.07.2019 Letzte Safarifahrt auf Sekala/Weiterfahrt zum Venda Village
Am nächsten Morgen – gleichzeitig auch schon unserem letzten Morgen hier – hatten wir noch einen richtig langen Gamedrive mit Patrick. Es ging über eine Stichstraße durch die Berge in den Süden des Game Reserves. Auf dieser Straße kann jeweils nur ein Wagen fahren, weil sie so eng ist und es keine Ausweichmöglichkeit gibt. Die Durchfahrt muss vorher den anderen Fahrzeugen per Funk angekündigt werden. Wenn man hier Elefanten begegnet, könnte es spannend werden und hoffentlich kann der jeweilige Fahrer gut Rückwärts-Fahren... 🤩 . Auf der Straße selbst trafen wir keine Elefanten, aber am Ende der Stichstraße begegnete uns ein Teenager Elefanten Bulle, der den Kontakt zu seiner Truppe verloren hatte und etwas gestresst darüber war, seine Augen tränten und er war sehr nervös. Es war leider noch zu dunkel für Fotos, die sind alle nichts geworden.
Die Sonne ging auf und wir erreichten eine Ebene im Süden des Reserves.
Wir machten eine Kaffee Pause mit Blick auf Gnus.
Blue Wildebeest/Streifengnus
In der Nähe wurden Löwen gesichtet. Im Welgevonden Game Reserve sind – bei besonderen Sichtungen - nur 3 Fahrzeuge an einer Sichtung erlaubt, wenn ein weiteres Fahrzeug dazu stoßen will, muss es warten, bis eines der 3 seinen Platz aufgibt und die Guides verständigen sich per Funk darüber. Wir stehen jetzt also auf Warteliste für die Löwen und sind unterwegs dorthin. Leider, leider verpassen wir die Löwen knapp.
Das Rudel steht auf und verschwindet im dichten Gebüsch. Wir positionieren uns eine Zeitlang auf der anderen Seite des Waldes, in dem sie verschwunden sind und warten. Sie tauchen aber nicht mehr auf. Die Straßen darf man hier im Game Reserve nicht verlassen.
Dafür beobachten wir jetzt eine Geparden Mutter mit ihren Jungen am Kill, allerdings sehr weit weg.
Die offene Landschaft im Süden des Reserves ist sehr ansprechend.
Wir müssen zurück zur Lodge durch die Berge.
Auf dem Rückweg zur Lodge sehen wir einen Klippspringer in den Bergen.
Und entlang eines Bachlaufs ein paar Zebras und einen Wasserbock sowie Vervet Monkeys.
Vervet Monkey/Südliche Grünmeerkatze
Dann machen wir noch einen kurzen Abstecher zu den Hippos, die dank der kühlen Winterzeit immer noch aktiv sind und grasen, obwohl es schon auf 10:00 Uhr zugeht.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und nachdem wir unsere Drinks bezahlt und Trinkgelder verteilt haben checken wir aus und machen uns mit Patrick auf den Rückweg zu unserem Wagen. Schön war’s!
Teil 720. Aug. 2020
..... Fortsetzung.... 30.07.2019 Fahrt zum Venda Village
Es war Nachmittag bis wir in Polokwane ankamen.
Bei Hertz wusste niemand von den Papieren, die hier auf uns warten sollten und so kostete uns der Stopp eine gute Stunde, bis die Papiere da waren. Die Stunde haben wir mit Softdrinks auf dem Parkplatz verbracht, im Industriegebiet am Rand von Polokwane. Die Gebäude dort sind zumeist aus den siebziger Jahren und der Baustil zusammen mit dem Ausblick auf die gelben Gräser und das beginnende Grasland hat mich an Gaborone erinnert, wo wir einige Jahre gerne gelebt haben.
Bis wir am Parkplatz von Leshiba am Fuß des Soutpansberg Mountain eintrafen, dämmerte es schon. Man kann seinen Wagen hier stehen lassen und sich abholen lassen, oder selbst fahren, wenn man ein geeignetes Fahrzeug hat. Es gibt einige tiefe Schlaglöcher auf der Piste, so dass der Wagen einen hohen Randstand haben sollte. 4x4 haben wir nicht gebraucht und steil ist die Strecke eigentlich auch nicht. Auf halber Höhe gibt es ein Tor, das geöffnet werden muss und wir hatten den Code am Vormittag per WhatsApp von Joyce bekommen. Joyce ist Köchin und Empfangsdame im Venda Village und sie hat uns sehr freundlich begrüßt. Vom Eintreffen am Parkplatz bis zur Lodge haben wir gut eine Stunde gebraucht.
Während des Abendessens hatten wir Gesellschaft eines unsympathischen Zeitgenossen der etwas cholerisch war und am Schimpfen über die Mitmenschen, die er am letzten Tag getroffen hatte (alles depperte Idioten). Der Versuch einer Unterhaltung sollte schwierig bleiben. Das hat uns die Stimmung ein bisschen verhagelt, sollte aber glückweise unser einziges Erlebnis dieser Art auf unserer Reise bleiben. Das Essen war lecker. Eigentlich sitzen die Gäste bei Leshiba jeweils an einem eigenen Tisch, aber da keine Musik läuft und an diesem Abend keine weiteren Gäste dort waren, war es etwas schwer sich zu ignorieren.
Wir waren in der Mwedzi Suite untergebracht, die wirklich sehr charmant ist und viel Platz bietet mit Kühlschrank und Küchenecke und großem Bad.
Am nächsten Morgen gingen wir direkt zum Sonnenaufgang mit dem Guide Peter auf eine Wanderung. Es gab einen schnellen Kaffee und ein paar Kekse und dann ging es los.
Leshiba liegt in einem Hochtal. Hier leben viele der großen, grauen stark bedrohten Tiere, die uns auch während der Wanderung oft begegneten. Wir haben uns angeregt mit Peter unterhalten. Er hat uns viele der Pflanzen, die wir gesehen haben, erläutert und ihre Wirkung beschrieben.
Peter zeigt uns die San Paintings.
Peter gehört zu den Venda People und wir haben uns über die Kultur der Venda und der Tswana unterhalten und einige kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen beiden gefunden (wir haben ja länger in Botswana gelebt und so ist uns die Tswana Kultur nicht fremd). Außerdem hat er uns auch einiges zu Landreformen erzählt, und den politischen Fragen, die Südafrika beschäftigen.
Auf dem Weg zurück in das Hochtal hatten wir sehr schöne Ausblicke.
Um 10 Uhr gibt es wieder ein ausführliches Frühstück mit frischem Obst, Joghurt und Marmeladen und Eiern und Toast.
Wir machen über Mittag eine längere Pause. Hier zwitschert und flattert es überall in den Büschen, aber die Vögel sind für uns zu schnell, um sie auf ein Foto zu bannen.
Ein paar Eindrücke von der Mwedzi Suite:
Um 14:30 Uhr gibt es Kuchen und Kaffee auf der Terrasse.
Danach geht es zum Gamedrive. Eigentlich soll es pro Tag nur eine Aktivität geben, aber da wir gestern für den Game Drive zu spät waren, dürfen wir ihn heute noch mit machen.
Auf dem Gamedrive sehen wir wieder viele der großen grauen Tiere mit dem einzelnen Horn – man wird aber gebeten, keine Porträtaufnahmen von diesen Tieren zu zeigen aus Sicherheitsgründen. Wir freuen uns, dass Peter wieder uns Guide ist.
Während des Sundowners sind mein Mann, Ralf, und Peter wieder schwer am Lachen und Erzählen. Ich unterhalte mich derweil mit dem holländischen Ehepaar, welches mit uns auf Gamedrive ist. Ihr Sohn war lange Jahre Auslandskorrespondent in Johannesburg und die beiden haben ihn oft besucht während dieser Zeit. Auch nicht schlecht, wenn die Kinder interessante Jobs haben, kommen auch die Eltern rum.
Teil 930. Aug. 2020
01.08.2019 Leshiba Venda Village
Am nächsten Morgen ist es etwas bedeckt und das Frühstück wird drinnen angerichtet. Es wird sehr liebevoll dekoriert.
Wir unterhalten wir uns noch bisschen mit den anderen Gästen und mit Catherine, der Managerin von Leshiba. Wir bekommen einen kleinen Rundgang und sie erzählt uns ein wenig über die Geschichte vom „Venda Village“.
Anfang der neunziger Jahre war Catherine's Vater in Johannesburg recht erfolgreich als Architekt. Er erwarb dieses Stück Land in der noch jungen Demokratie als eine Art Herzensprojekt und begann die Lodge zu entwickeln.
Es gibt hier eine kleine Galerie, die sich der Entstehung der Lodge, der Künstler und der Kunstwerke widmet. Noria Mabasa ist die bekannteste Künstlerin, deren Werke hier gezeigt werden und die an der Entstehung der Lodge beteiligt war.
Kunst von Noria Mabasa.
Präsident Mbeki hat eine Woche hier verbracht. Das Foto zeigt ihn mit Catherine's Tochter.
Weitere Künstler...
Wir überreden Catherine noch, für ein Foto zu posieren und verabschieden uns dann von Catherine und Joyce und brechen auf. Das Venda Village ist ein spannendes Projekt und eine tolle Abwechslung zum reinen Safari Programm. Während wir dort waren, wurde auch diskutiert, die Straße auf den Berg hoch "zu machen". Ich persönlich mag es, das man langsam auf den Berg hoch fahren muss. Man hat das Gefühl ein Refugium zu erreichen.
Ich hoffe, sie kommen dort alle gut durch diese andauernde Krise.
Teil 1007. Sept. 2020
Fortsetzung 01.08.2019 – Fahrt nach Pafuri
In Louis Trichardt halten wir, um Geld zu ziehen und Getränke für unterwegs einzukaufen. Es gab lange Schlangen an Geldautomaten und Geschäften.
Wir fahren weiter auf der A1 bis die R525 auf der rechten Seite kommt. Dann geht es immer geradeaus bis zum Krüger. Die Strecke bis zum Krüger ist eine ordentliche geteerte Straße und die Fahrt ist recht ereignislos.
Es ist fruchtbares Land hier ganz im Norden Südafrikas und Landwirtschaft wird betrieben. Was uns auffällt – und freut – ist, dass viele Bauern junge Baobabs inmitten ihrer Felder stehen lassen. Es macht die Feldarbeit ja schließlich komplizierter, wenn man um die Baobabs herum ernten muss. Baobabs leiden unter dem Klimawandel und so können zumindest junge Bäume nachwachsen und sie brauchen ja sehr, sehr lange bis sie zu mächtigen Giganten werden.
Am nördlichsten Eingang zum Krüger - dem Pafuri Gate - ist nicht viel los, der Check-in geht schnell und gegen 15:00 Uhr kommen wir im Pafuri ReturnAfrika Camp an. Diese Konzession wurde früher von Wilderness Safaris geführt und nachdem sie bei einer Flut zerstört wurde, von ReturnAfrica übernommen. Es gibt 19 Zelte. Die ganze Anlage ist sehr weitläufig entlang des Flussufers auf einem 2 Meter hohen hölzernen Unterbau gestaltet. Überall gibt es Sitzecken und Plätze zum Relaxen.
Wir bekommen eine Einführung und ein Begrüßungsgetränk von einer Mitarbeiterin. Dann lernen wir unseren Guide Ezaya kennen, der uns zum Zelt bringt. Man läuft hier auf Stegen zwischen den Zelten.
Tagsüber darf man allein hin- und herlaufen, nachts wird man vom Guide begleitet. Die Zelte stehen weit auseinander und man sieht und hört nichts von seinen Nachbarn. Wir verabreden uns mit Ezaya für unseren erste Game Drive am Nachmittag.
Im Flussbett kann man ein ständiges Kommen und Gehen von Tieren beobachten und Vervet Monkeys turnen um die Zelte herum.
Direkt vor unserem Zelt liegt ein Krokodil am Fluss.
Das Zelt ist unfassbar komfortabel. Das Bett breit genug für 4 Personen mit Rückenlehne und Ablageflächen dahinter. Es ist alles sehr durchdacht angelegt.
Dann geht es auf Game Drive. Wir sind heute Ezaya's einzige Gäste. Wir beobachten einen Elefanten beim Fressen.
Die Sonne beginnt spektakulär am Himmel zu versinken.
Wir steuern einen Platz für den Sundower am Fluss an. Ezaya berichtet: In der Makuleke Concession befindet sich das weltweite größte zusammenhängende Waldgebiet aus Fieberbäumen. Die europäischen Einwanderer gaben den Bäumen diesen Namen, da man sich entlang der Flussläufe, die mit diesen Bäumen bewachsen sind, leicht mit Malaria anstecken kann und Fieber bekommt. Da man damals nicht wusste, wie Malaria übertragen wird, gab man den Bäumen die Schuld für das Fieber. Das Land gehört dem Stamm der Makuleke, die eine Untergruppe der Tsonga darstellen. Zu dieser Gruppe gehört auch Ezaya. In einer Versammlung wurde die Nutzung des Landes als Naturschutzgebiet beschlossen. Die Lodge zahlt eine Pacht an die Makuleke für die Nutzung des Landes als Naturschutzgebiet. Ezaya hat als Guide in vielen anderen Gegenden und Naturschutzgebieten gearbeitet und ist nun wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Bislang entscheidet allein der Chief über die Verwendung der Gelder. Offensichtlich funktioniert ein Chiefdom wie eine Erbmonarchie und es wird nicht demokratisch über die Verwendung der erwirtschafteten Gelder entschieden. Man kann sich vorstellen, dass dies nicht immer auf Zustimmung trifft, vor allem nicht unter den gut gebildeten, jungen Menschen. Nach dieser für uns sehr interessanten Unterhaltung fuhren wir zurück zur Lodge.
Wir hatten bei der Buchung um einen Gamewalk gebeten und Ezaya informierte uns, dass dies nur am nächsten Morgen möglich sein würde, da man 2 bewaffnete Guides für eine Fußwanderung brauchen würde und sie nur am nächsten Morgen genug Personal dafür hätten. Also vereinbarten wir, uns am nächsten Morgen zum Game Walk zu treffen. Nach einem entspannten Abendessen eskortierte Ezaya uns zurück zum Zelt. Ein Leopard "hustete" währenddessen auf der anderen Seite des Flusses. Wir waren sehr gespannt auf die Fußwanderung am nächsten Morgen! 😄 🤩
Teil 1127. Sept. 2020
……..Pafuri Return Africa Camp..... Am 01.08.2019
Wir werden um 5:30 Uhr von Ezaya geweckt. Der Himmel ist etwas bedeckt an diesem Morgen.
Es gab noch einen schnellen Kaffee und einen Muffin auf dem Deck und dann waren wir unterwegs mit Zane und Ezaya – offenbar waren wir die einzigen Gäste, die sich einen Bushwalk gewünscht hatten.
Das erste Stück fuhren wir mit dem Auto und wir trafen auf einen einzelnen Elefantenbullen.
Kurz bevor wir aussteigen mussten, entdeckten unsere Guides Fußspuren, die nicht hier hingehörten. Wilderer.
Ezaya gab diese Info erst mal per Funkgerät an die Anti Wilderer Einheit weiter, die in der Nähe unterwegs war. Dann bekamen wir eine Einweisung zum Verhalten während des Bushwalk (in einer Reihe hintereinander gehen, nicht sprechen, Handzeichen zum Stehenbleiben, Laufen und in-die-Hocke-gehen) und es ging los. Heute war der erste richtig warme Morgen, seid wir in Südafrika angekommen waren. Der bewölkte Himmel war zum Fotografieren zwar nicht ganz so toll, aber zum Wandern war das Wetter sehr angenehm.
Unsere erste Station war eine ehemalige und verlassene Siedlung der Makuleke, mit Resten von Feuerstellen und den Umrissen alter Gebäude, von denen aber nur mehr der Grundriss zu erkennen war. Von dem Hügel aus hat man einen guten Rundumblick in die Landschaft.
Hier waren die Elefanten fleissig gewesen...
Dann ging es weiter in den Fieberbaumwald und entlang des Flussufers. Wir sahen Spoonbills, Grey Heron und Yellow billed Storks.
Und Geier...
Die Ranger von der Anti Wilderer Patrouille kamen uns entgegen und es gab einen Austausch zwischen den Rangern.
Wir sehen noch einige Hippos und dann müssen wir wieder umdrehen.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem Trupp Pavianen vorbei.
Bei der Rückkehr gegen 11 Uhr in das Camp gibt es ein sehr gutes großes Frühstück und danach hat man Freizeit, die wir erst mal größtenteils verschlafen haben.
Die Monkeys turnen wieder ums Camp herum.
Nach der Mittagspause will mein Mann seine Fotos anschauen und stellt fest, dass er gestern Abend die SD-Card nicht wieder zurück in die Kamera gesteckt hat! Oh, nein!!
Alle seine Bilder von diesem Morgen sind verloren! Darüber ist er so frustriert, dass er seinen Kummer mit ein paar Gin Tonic an der Bar ertränken geht. So sieht die Pool/Bar Area aus...
So gibt es nur die Bilder, die ich mit meiner kleinen Hosentaschen Sony gemacht habe, von diesem schönen Vormittag in Pafuri.
Teil 1208. Okt. 2020
…. 01.08.2019 Nachmittagsausfahrt in Pafuri…
Am Nachmittag waren wir nicht mehr allein mit Ezaya, sondern hatten nun eine Frau mit ihrer Tochter im Grundschulalter als Beifahrer.
Zunächst sahen wir einen einzelnen Elefanten.
Dann eine Gruppe Nyalas.
Dann erfuhr Ezaya per Funk, dass Wildhunde gesichtet worden waren. Die wollten wir natürlich gerne sehen!
Nachdem wir das Wäldchen, in dem sie lagerten, erreicht hatten, war es nicht so einfach, einen Blick auf sie zu erhaschen, denn sie lagen tief in den Mopane Büschen verborgen. Außer uns war noch ein anderer Wagen dort. Wir konnten etwas näher heran, um sie zu beobachten.
Nach einer Weile erhoben sich die Wildhunde. Wir folgen Ihnen und sie trabten noch eine ganze Zeit lang vor uns auf der Straße her, bevor sie im Busch entschwanden.
Den Sundowner gab es dann auf der Brücke über den Luvuvhu im Park.
Im Flußbett kamen und gingen Elefanten, um ihren Durst zu löschen.
Unsere Mitfahrer stellten sich als Deutsche heraus, die in Johannesburg leben und arbeiten. Während des Sundowners traf der dazu gehörige Ehemann/Vater auf der Brücke ein, der wohl noch etwas länger hatte arbeiten müssen und Mutter und Tochter stiegen um – vom Game Drive Wagen in den Wagen des Vaters.
Teil 1308. Okt. 2020
....02.08.2019... Morgen Safari in der Makuleke Concession...
Am nächsten Morgen fuhren wir in derselben Besetzung (wir plus die Kleinfamilie aus Johannesburg) mit Ezaya als Guide in Richtung Crooks Corner.
Zurück im Fieberbaumwald.
Ein Impala..
...und eine Gruppe Paviane...
Ein Stückchen weiter durften wir das Fahrzeug verlassen und uns die Beine vertreten.
Danach – wieder im Wagen unterwegs - sahen wir 2 alte „Dagga Boys“, ältere Büffel, die die Herde verlassen haben. Ezaya meinte, denen wolle man zu Fuß lieber nicht begegnen. Sie seien wirklich reizbar. Momentan waren sie aber relaxed.
Als nächstes trafen wir auf eine richtig große Herde Elefantenmütter mit vielen Kälbern. Sie zogen seitlich von uns durch den Wald.
Die Gruppe umfasste sicherlich 60 – 100 Tiere. Sie waren sehr nervös. Sie wollten zum Fluss zum Trinken und nun standen wir ein paar hundert Meter weiter auf der Straße, die sie überqueren wollten, sozusagen im Weg. Sie sammelten sich und man konnte sehen, wie sich mit sich kämpften und überlegten, ob es sicher sei, trotz unserer Anwesenheit die Straße zu überqueren.
Nach 10 – 15 Minuten des Wartens gaben sie sich einen Ruck und es war ein tolles Spektakel, als sie alle vor uns die Straße überquerten.
Teil 1413. Okt. 2020
....Fortsetzung der Morgen Safari am 02.08.2019....
Nachdem die Elefanten davon gezogen waren entdeckten wir zwei Trumpeter Hornbill Vögel ganz in der Nähe.
Dann kamen wir am Limpopo River bei Crooks Corner an. Hier treffen der Luvuvhu River und der Limpopo aufeinander und hier verläuft die Grenze nach Mozambique im Osten und Zimbabwe im Norden. Für Besucher auf der Seite des öffentlichen Krüger NP ist hier an einem Aussichtspunkt auf den Limpopo Schluss, aber als Besucher der Makuleke Concession durften wir aussteigen und über die Böschung in das trockene Flussbett des Limpopo heruntersteigen.
Der trockene Limpopo River.
Ezaya hatte einen Klapptisch dabei und Verpflegung und es gab Kaffee, Kakao und Muffins im Flussbett. Wir tranken Kaffee und aßen unsere Muffins und beobachteten währenddessen die Hippos im Luvuvhu River.
Ein Baby Hippo schläft Piggyback Style.
Auf dem Rückweg zum Camp sehen wir noch ein Kudu
einen white-fronted bee eater
und diesen kleinen Kerl hier, vielleicht ein brown-hooded Kingfisher?
Ich finde die jungen Fieberbäume ganz faszinierend. An den großgewachsenen Exemplaren sind kaum Stacheln zu sehen, aber die jungen Bäumchen sind über und über mit Stacheln besetzt.
Dann gibt es noch das große Frühstück in der Lodge, wir packen unsere Sachen, werfen einen letzten Blick auf unser „Haus Krokodil“ und verlassen das PafuriReturn Africa Camp in Richtung Musina und Mapungubwe NP.
Uns hat es hier gut gefallen. Der Bushwalk und die Ausfahrt nach Crooks Corner waren tolle Highlights.
Teil 1521. Okt. 2020
….02.08.2019… Fahrt von Pafuri nach Mapungubwe….
Wir halten in Musina, um für den Grillabend in Mapungubwe einzukaufen.
Musina empfinden wir als stressig. Das Stadtbild ist geprägt von vielen hoffnungslos überladenen sehr alten Pkw. Auf manch einem kleinen alten Pkw wurden 15 Matratzen auf dem Dach festgezurrt. Andere sind mit 20 Passagieren und Gütern vollgestopft. Ich denke es ist die Versorgungskrise in Zimbabwe, die hier sichtbar wird, es ist ja nicht weit bis zur Grenze. Wir suchen uns einen kleinen Spar, Ralf bleibt lieber beim Auto und ich gehe schnell einkaufen.
Dann erreichen wir den Mapungubwe NP.
Es ist landschaftlich sehr schön hier.
Auf dem Weg zum Leokwe Camp begegnet uns ein kleiner Klippspringer.
Das Leokwe Camp ist nicht eingezäunt, eher eine Seltenheit in SA.
Die Terrasse ist mit einer hüfthohen Mauer umzogen und man hat schöne Ausblicke. Wir entzünden ein Feuer und wollen grillen.
Es stellt sich aber heraus, dass meine schnelle Einkaufsaktion in Musina ohne Zettel für eine Nacht als Selbstversorger etwas ungenügend war und ein paar Sachen, die das Ganze etwas schmackhafter machen würden, wie z. B. Öl oder Gewürze und anderes fehlen. Die Menge Feuerholz ist nicht ausreichend, um in dem riesigen San Parks Grillkorb ausreichend Glut zu erzeugen und wir müssen die halb gegrillten Steaks in der Pfanne (ohne Öl) fertig braten. Urrghs… Na ja, Schwamm über dieses Abendessen.
Zumindest haben wir Wein. Wir sind heute etwas sentimental. Dies ist das erste Mal seit vielen Jahren das wir ganz ohne Kind(er) verreisen und heute vermissen wir unsere Kinder. So sinnieren wir bei Rotwein über die (viel zu schnell?) vergangenen Familienjahre.
Am nächsten Morgen ist die Melancholie verflogen, die Sonne geht auf über dem Leokwe Camp.
Es gibt hier eine Outdoor Shower und sie hat auch warmes Wasser mit ordentlichem Druck. Sehr angenehm, trotz der am Morgen noch winterlichen Temperaturen.
Wir fahren direkt nach dem Aufstehen und Duschen zum Treetop Walk, zum Frühstücken haben wir ja sowieso nichts. Hier auf dem Treetop Walk hat man einen tollen Ausblick.
Hier führt der Limpopo noch etwas Wasser.
Es ist viel los im Flussbett.
Teil 1623. Okt. 2020
... Fortsetzung Treetop Walk Mapungubwe NP am 03.08.2019...
Wir bleiben gut anderthalb Stunden auf dem Treetop Walk und schauen den Tieren beim Kommen und Gehen zu. Es sind viele Elefanten hier, in der Ferne sieht man die Kühe, die wohl eigentlich nicht hier sein sollten. Impalas und Eland kommen zum Trinken.
Und ein Buschbock bleibt ganz in der Nähe des Treetop Walks...
Als wir gehen, kommt eine südafrikanische Familie zu uns auf den Steg. Ansonsten waren wir hier allein.
Wir fahren zurück ins Leokwe Camp, packen unsere Sachen zusammen, schauen uns noch ein wenig um. Beim Einpacken erzählt uns der Nachbar im Camp das gestern Nachmittag eine ganze Herde Elefanten durch das Camp gezogen ist, quer über die Felsen und um die Häuser herum.
Der Pool sieht spannend aus, nicht eingezäunt, aber immerhin durch Felsen rechts und links eingerahmt.
Dann fahren wir noch zum Confluence Lookout Point und gehen hier oben spazieren. Man hat einen schönen Ausblick.
Langsam brauchen wir aber wirklich mal ein Frühstück und es zieht uns zum Restaurant beim Besucherzentrum. Hier gibt es ein Restaurant, mehr so eine Art Kiosk mit ein bisschen Fastfood. Mit Karte bezahlen können wir nicht, aber unser Bargeld reicht für ein englisches Frühstück.
Danach gehen wir in die Ausstellung. Die Ausstellung ist klein und sicherlich kein Grund um gesondert hier her zu fahren, aber wenn man schon mal da ist, ist es eine nette Abwechslung zum Programm. Das goldene Rhino darf aber nicht mehr fotografiert werden.
Einen Geldautomaten gibt es hier auch nicht. Man sollte besser genug Geld dabei haben, aber da wir uns in Musina nicht so wohl gefühlt haben, waren wir dort nicht noch mal Geld abheben. So gegen Mittag wollen wir den Weg bis zur Grenze nach Pont Drift in Angriff nehmen und machen uns auf den Weg.
Beim Rausfahren aus dem Park sehen wir eine Giraffe und ihr Junges.
Noch ein letzter Blick zurück und wir sind wieder unterwegs.
Teil 1701. Nov. 2020
03.08.2019 Weiterfahrt über Pont Drift nach Botswana in die Tuli Region……
Nach unkomplizierter Weiterfahrt kommen wir in Pont Drift an der Grenze an.
Während unserer Botswana Jahre in Gaborone sind wir fast jedes Jahr im Winter für ein Wochenende im Juli in den Tuli gefahren, waren aber bislang nur auf der botswanischen Seite der Region. Im restlichen Land in Botswana im Süden ist es dann ganz schön kalt, aber im Tuli sind es immer noch ein paar Grad mehr.
Wir haben aber nie hier die Grenze nach Südafrika überquert und es hat mich immer interessiert, wie das funktioniert. Das Flussbett kann man hier nur durchqueren, wenn der Fluss trocken ist. Das kann man im Vorfeld bei der Unterkunft, bei der man gebucht hat, erfragen. Wenn der Fluss fließt, kann man sein Auto hier, auf südafrikanischer Seite parken und überquert den Fluss in einem Korb, um die Lodges im Tuli zu besuchen. Das klingt abenteuerlich!
Wenn man weiter nach Botswana hinein will während der Limpopo fließt, müsste man einen der südlicheren Grenzübergänge, die permanent nutzbar sind, wählen.
An der Grenze ist nicht viel los. Wir kommen direkt dran.
Gäste von Mashatu werden hier abgeholt.
Durchfahrt durchs Flussbett des Limpopo. Der Sand im Flussbett ist schon ziemlich fest festgefahren, dadurch braucht man hier jetzt keinen 4x4.
Auf der botswanischen Seite.
Der Grenzbeamte sieht die mittlerweile abgelaufene frühere Residence Permit für Botswana im Pass meines Mannes und begrüßt uns mit: "Welcome back home!". Man muss eine kleine Straßennutzungsgebühr bei Einreise bezahlen, wir haben noch ein altes Guthaben im System, um das der Betrag für uns reduziert wird und wir können mit Karte bezahlen. Moderne Zeiten!
Dann schauen wir uns noch den Korb an, in dem man über den Fluss gezogen wird, wenn er Wasser führt.
Wir fahren in Richtung Süden, passieren einen Veterinärkontrollpunkt und müssen Reifen und und Schuhe desinfizieren.
Dann sehen wir Strauße, Paviane und eine Giraffe.
Bei Solomon's Wall durchqueren wir den trockenen Moloutse River. Hier nutzen wir den 4x4.
Wir passieren noch ein paar Tore und erreichen dann das Serolo Safari Camp.
Teil 1801. Nov. 2020
03.08.2019 Weiterfahrt über Pont Drift nach Botswana in die Tuli Region……
Nach unkomplizierter Weiterfahrt kommen wir in Pont Drift an der Grenze an.
Während unserer Botswana Jahre in Gaborone sind wir fast jedes Jahr im Winter für ein Wochenende im Juli in den Tuli gefahren, waren aber bislang nur auf der botswanischen Seite der Region. Im restlichen Land in Botswana im Süden ist es im Juli schon ganz schön kalt gewesen, aber im Tuli ist es immer noch ein paar Grad wärmer als im Süden.
Wir haben aber nie hier die Grenze nach Südafrika überquert und es hat mich immer interessiert, wie das funktioniert. Das Flussbett kann man hier nur durchqueren, wenn der Fluss trocken ist. Das kann man im Vorfeld bei der Unterkunft, bei der man gebucht hat, erfragen. Wenn der Fluss fließt, kann man sein Auto hier, auf südafrikanischer Seite parken und überquert den Fluss in einem Korb, um die Lodges im Tuli zu besuchen. Das klingt abenteuerlich!
Wenn man weiter nach Botswana hinein will während der Limpopo fließt, müsste man einen der südlicheren Grenzübergänge, die permanent nutzbar sind, wählen.
An der Grenze ist nicht viel los. Wir kommen direkt dran.
Gäste von Mashatu werden hier abgeholt.
Durchfahrt durchs Flussbett des Limpopo. Der Sand im Flussbett ist schon ziemlich fest festgefahren, dadurch braucht man hier jetzt keinen 4x4.
Auf der botswanischen Seite.
Der Grenzbeamte sieht die mittlerweile abgelaufene frühere Residence Permit für Botswana im Pass meines Mannes und begrüßt uns mit: "Welcome back home!". Man muss eine kleine Straßennutzungsgebühr bei Einreise bezahlen, wir haben noch ein altes Guthaben im System, um das der Betrag für uns reduziert wird und wir können mit Karte bezahlen. Moderne Zeiten!
Dann schauen wir uns noch den Korb an, in dem man über den Fluss gezogen wird, wenn er Wasser führt.
Wir fahren in Richtung Süden, passieren einen Veterinärkontrollpunkt und müssen Reifen und und Schuhe desinfizieren.
Dann sehen wir Strauße, Paviane und eine Giraffe.
Bei Solomon's Wall durchqueren wir den trockenen Moloutse River. Hier nutzen wir den 4x4.
Wir passieren noch ein paar Tore und erreichen dann das Serolo Safari Camp.
Teil 1913. Nov. 2020
03.08.2019 Serolo Safari Camp und die Tuli Wilderness
Die Tuli Wilderness ist das Community Project von Lentswe-le-Moriti. Früher wurde das Project über die Tuli Lodge gemanagt, mittlerweile leiten die Südafrikaner Julie und Stuart Quinn die Tuli Wilderness.
Hier ein Bild von den Quinn's mit ihrer Tochter Ellie.
Zur Tuli Wilderness gehören das Molema Bush Camp (Holzhütten und Camping für Selbstversorger), das Serolo Safari Camp (alles inklusive außer Getränke mit 2 täglichen Aktivitäten) und das Mohave Bush Camp (Camping für Gruppen). Außerdem werden auch mehrtägige Wandertrails durch die Tuli Wilderness angeboten.
Julie Quinn hat uns eingeladen, das Serolo Safari Camp kennen zu lernen. Das Molema Bush Camp kennen wir gut, noch aus der Zeit, als es von der Tuli Lodge gemanagt wurde, das Serolo Safari Camp besuchen wir zum ersten Mal.
Das Serolo Safari Camp liegt am Flussufer des Limpopo. Es besteht aus 5 Zelten für Gäste, die mit einem Doppelbett, einer Terrasse und einem en-suite Badbereich ausgestattet sind.
Es gibt einen überdachten und einen offenen Aufenthaltsbereich im Freien für die Gäste des Camps und eine Boma mit Lagerfeuer, sowie einen kleinen Plunge Pool zum Erfrischen. Das Camp ist nicht eingezäunt, Wildtiere können sich hier frei bewegen. Vor dem Aufenthaltsbereich befindet sich ein Wasserloch.
Im Preis sind alle Mahlzeiten und Kaffee und Tee sowie die Safariaktivitäten mit inbegriffen. Soft Drinks, Bier, Cider und Gin und Tonics kann man einer „Honesty Bar“ entnehmen und trägt die Drinks in eine Liste ein.
Es wird zusammen an einem Tisch gegessen, die Atmosphäre ist relaxed und wir haben schnell eine schöne Gruppendynamik. Dann geht es zum ersten Gamedrive. Unser Guide Jerry ist sehr erfahren und weiß viel über Tiere und die Natur zu berichten und er hat einen guten Humor.
Wir sehen Giraffen, Impalas und Elenantilopen.
Safarifahrten im Tuli sind eine wilde Angelegenheit – die Ranger dürfen hier die Wege verlassen und querfeldein fahren und sie tun dies auch wirklich. Es wird durch die ausgetrockneten Flussbetten gefahren und es geht hoch und runter durch die Flussbetten und quer über felsigen Untergrund und Bäume.
Wir haben einen sehr schönen Sundowner und lernen uns besser kennen. Zwei südafrikanische Brüder sind mit von der Partie, der jüngere von beiden muss eine Scheidung verarbeiten und sein Bruder unterstützt ihn dabei. Ein Belgier gehört zu unserer Gruppe, der vor ein paar Jahren als freiwilliger Helfer zur Tuli Wilderness kam und seitdem jedes Jahr 4 Wochen als Gast hier verbringt. Außerdem sind Astrid und Jan mit ihrem Sohn Floris dabei. Die beiden sind vor fast 20 Jahren aus den Niederlanden nach Südafrika ausgewandert. Floris ist mittlerweile zurück in Europa und besucht seine Eltern gerade. Astrid ist eine ansteckend fröhliche und liebenswerte Person und ich bleibe mit ihr in Kontakt nach dieser Reise.
Teil 2018. Nov. 2020
04.08.2019... Tuli Wilderness Serolo Safari Camp...
Am nächsten Tag sehen wir viele Elefanten, meisten Gruppen von Elefantenkühen mit ihrem Nachwuchs.
Es geht wieder wild durch das Gelände. Der Belgier – sozusagen als „Super-Stammgast“ – sitzt immer direkt vorne neben Jerry und hat jede Menge „Busch-Ausrüstung“ dabei. Er sägt Äste weg, die den Weg versperren und ähnliches.
Das ist das andere Fahrzeug vom Molema Bush Camp - nur die beiden Fahrzeuge - je Camp eines, sind in der Tuli Wilderness unterwegs.
Nachmittag ziehen Gnus über die Ebene....
Wir sehen Elen Antilopen, einen Toko, Klippschliefer und einen Schakal.
Gegen Abend verfolgt Jerry die Fährte der ansässigen Löwenfamilie. Jerry trackte die Spur querfeldein. Mir war vorher nicht bewusst wie biegsam Mopane Bäume sind. Wir fahren über die Bäume drüber und sie stellen sich hinter uns wieder auf. Der Pascha war dabei seinen jetzt halbwüchsigen Sohn aus dem Revier zu vertreiben und es herrschte eine große Unruhe unter den Löwen, die Löwin wollte sich noch nicht von ihrem Nachwuchs trennen. Wir folgten den Spuren über eine lange Zeit bis es Jerry gelang, - fast schon im Dunkeln – die Löwin zu finden.
Am Abend wurde ein Buschdinner für uns veranstaltet.
Auf einer Lichtung im Busch brannte ein Lagerfeuer, die Lichtung war mit Fackeln beleuchtet, ein Buffet mit Salaten war aufgebaut und ein Tisch für alle Gäste und es wurde natürlich für uns gegrillt. Während wir zusammensaßen, uns unterhielten und tranken und aßen zogen Elefanten an der Lichtung vorbei – im Dunkeln kaum zu erkennen. Jeder der schon einmal des Nachts Elefanten aus der Nähe gesehen hat, weiß wie sehr sie mit der Nacht verschmelzen. Wir hatten einen tollen Abend und führten alle miteinander erstaunlich tiefgründige Gespräche.