Liebe Fomis, gestern sind wir aus Botswana zurückgekommen. Auch wenn uns die „SAA Geschichte“ ein paar Bauchschmerzen gekostet hat (der Streik wurde zwei Tage vor unserem Abflug beendet und jetzt die Unruhe vor dem Heimflug), sind wir – wenn auch mit ca. 1 ½ Stunden Verspätung – sicher in Frankfurt gelandet. Wie bereits angekündigt stelle ich ab heute einen etwas verschobenen Kalender ein. Türchen 1 startet also am 17.12.2019, Türchen 24 beendet den Kalender am 09.01.2020.
Ein paar Türchen werden Bilder mit kleinen Geschichten dazu enthalten, andere werden sich auf Fotos beschränken. Im Grunde habe ich nur einen groben Plan, wie sich der Kalender entwickeln soll, ich werde mich also auch selbst überraschen. 🤩 Die Bilder stammen alle aus dem Zeitraum März / April und November / Dezember 2019. Die besuchten Orte waren: Chobe Riverfront, Savute, Okavango Delta (hauptsächlich Khwai) und Makgadikgadi Pans.
Ich werde mich bemühen - so gut es eben möglich ist – nicht nur einfach Fotos von Tieren zu präsentieren, sondern vielleicht auch das eine oder andere etwas ungewöhnlichere Foto zu zeigen. Ob mir das gelungen ist, das müsst am Ende ihr entscheiden. Liebe Grüsse und eine schöne Restwoche Walter
Türchen 1
Das erste Türchen gehört einer meiner liebsten Spezies, den Elefanten. Immer wieder nehme ich mir vor, keine Bilder von Elis zu machen (ich habe einfach zu viele davon) und dann kann ich es doch wieder nicht lassen. Was solls! Zum Glück nehmen die virtuellen Sammlungen nur Platz auf der Festplatte weg, damit kann ich leben.
Eine seltene Spezies: Der Weissrüsselelefant
Grössenunterschiede
Auch ziemlich selten: Der Doppelrüsseleli
Die Leitkuh sagt: Stopp! Bis hierhin und nicht weiter!
Wasserspiele
Ich halt dich fest!
Abendstimmung am Chobe
Teil 218. Dez. 2019
Türchen 2
Dieses Türchen widme ich den grazilen Wassernixen, die – besonders wenn sie etwas genervt sind – anmutig durchs Wasser gleiten, uns hin und wieder einen Blick auf ihr gut entwickeltes Kauwerkzeug gestatten und uns besonders nachts mit ihrem melodischen Gesang erfreuen. Natürlich! Das können nur die Hippos sein 😄
viele Grüsse Walter
Ziemlich beste Freunde
Auch die Jugend ist schon flink auf den Beinen
Rolle rückwärts (1) Leider waren die Lichtverhältnisse extrem schlecht 😵
Rolle rückwärts (2)
Schau mal, was ich gerade esse
Ich seh dich !
Hinterm Wasservorhang
Teil 319. Dez. 2019
Zunächst einmal möchte ich mich bei allen Kommentatoren / innen und "Danke" Knopf Drückern/innen bedanken. Natürlich motiviert mich das bei der täglichen Aufbereitung der Bilder. 🤩
Türchen 3
Während z.B. Elefanten eine sehr deutliche Körpersprache haben, gilt das für die heutigen Spezies nur sehr eingeschränkt 😉 Trotzdem finde ich, ihnen kann man ruhig mal ein Türchen widmen, auch wenn die Kaltblüter vermutlich eher eine Minderheit der Betrachter wirklich ansprechen.
Hier wird gechillt
Dieses Croc müsste dringend mal zum Zahnarzt
Unverhoffte Annäherung an unser Boot
Croc auf der Flucht (1)
Croc auf der Flucht (2)
Nilwaran auf der Suche nach Beute
Leopard Tortoise versucht, uns zu überholen 😗
Teil 420. Dez. 2019
Türchen 4
Heute versuche ich es mit einigen "gefiederten Freunden" in ganz unterschiedlichen Situationen. Teilweise habe ich die Entstehung der Bilder etwas ausführlicher kommentiert.
Bei den Cape Turtle Doves hat mir die Spiegelung sehr gut gefallen - auch wenn sie wegen der Schlammreste im Vordergrund nicht ganz perfekt ist.
Auge in Auge: Wenn die Geier sich bei einem toten Tier einfinden, sind Zänkereien vorprogrammiert. Jeder will der erste sein und jeder will das beste Stück. Ich mag es, wenn sie sich mit ausgebreiteten Flügeln gegenüber stehen, um den Gegener einzuschüchtern.
Die African Fisheagle sind das (inoffizielle) Wahrzeichen der Chobe Riverfront. Ihre Rufe sind eigentlich ständig zu hören und wenn man genau hinschaut, findet man sie sozusagen an jeder Ecke.
Dieses Bild schaut vielleicht nicht besonders spektakulär aus, es hat mich aber extrem viel Zeit und Geduld gekostet. In der Nähe des Sedudu Parkeingangs (per Boot) stehen drei hohe Bäume. Sie werden auch gerne als Fotomotiv beim Sunset benutzt, weil - in einem bestimmten Winkel - die Sonne genau dort untergeht. Auf diesen Bäumen versammeln sich zu bestimmten Jahreszeiten viele Bee-Eater. An einem heissen Nachmittag stürzen sie sich in atemberaubender Geschwindigkeit von oben in die Fluten des Chobe, um sich abzukühlen. Die Kunst ist es, die lieben Vögelchen an der Wasseroberfläche "einzufangen". Natürlich weiss man vorher nie genau, an welcher Stelle sie wohl eintauchen.
Einen Pied Kingfisher mit Beute zu fotografieren, ist da viel einfacher. Etwas Geduld am richtigen Platz - und schon ist das Bild "im Kasten".
Sandpiper mögen auch mal etwas buntes 🙂
Zeternde Guineafowls auf einem Baum? Das kann nur heissen: Hier ist Gefahr unter Baum! Diese zwei Perhühner beschwerten sich lautstark, weil ein Leopard gerade ihren Kumpel erwischt und vor ihren Augen verzehrt hatte.
Teil 521. Dez. 2019
Hallo Bele, es freut mich, dass du Motive gefunden hast, die dich interessieren. Na dann kannst du - mit etwas Zeit und Geduld - in 2020 dein Glück versuchen. An der Chobe Riverfront kennst du dich ja inzwischen auch sehr gut aus 🙂
Hi Gromi, einen Tagflug haben wir noch nie gehabt. Wir fliegen (fast) immer SAA. Die hatte ja diesmal - sozusagen als Bonus - noch etwas Herzklopfen zu bieten 😗 😄
Türchen 5
Zum heutigen Türchen gehört eine kleine Geschichte. Savute im März 2019. Es ist später Nachmittag. Wir entdecken beim Gamedrive ein Löwenpaar, dass sich beim Liebesspiel durch uns nicht besonders stören lässt.
Die beiden sind Mitglieder eines grösseren Rudels. Am nächsten Vormittag fahren wir in die gleiche Gegend. Tatsächlich kann Guide Baba einen Teil des Rudels aufspüren. Sie haben sich in den Schatten einiger Büsche gelegt und dösen. Wir fahren zum Wasserloch in der Nähe. Hier haben sich zahlreiche Gnus und Zebras versammelt. Der Wind bläst scheinbar den Löwengeruch hinüber, denn die meisten Tiere sind sehr nervös und starren gebannt in Richtung der Löwen.
Ein Gnubulle hat sein Revier in der Nähe der Löwen abgesteckt und wartet auf eine interessierte Dame. Stattdessen taucht ein Nebenbuhler auf. Der Bulle wartet nicht lange, läuft im Halbkreis und treibt den Neuankömmling genau in Richtung der Raubtiere. Sofort gehen zwei Löwinnen in Angriffsposition.
Guide Baba startet den Wagen und wir fahren zum „Tatort“. Jetzt können wir ein Stöhnen hören. Als wir um die Büsche herum fahren, haben die Katzen den Gnubullen bereits gepackt und zu Boden gerissen. Er wehrt sich heftig und es dauert einige Zeit, bis er sein Leben endgültig aushaucht.
Damit ist die Geschichte aber nicht zu Ende, denn jetzt können wir ein abgehacktes Grollen hören und kurz darauf erscheint der Löwenmann, den wir bereits gestern beobachten konnten. Ohne zu zögern greift es die anderen Katzen an, die sich gerade den Bauch vollschlagen.
Der Sand spritzt und die Luft vibriert, denn die kämpfenden Raubtiere machen einen Höllenlärm. Über zu wenig Adrenalin im Blut können wir uns nicht beklagen! Nach wenigen Minuten ist der Kampf vorbei und das Rudel ist vertrieben.
Jetzt erscheint die Dame seines Herzens, sie darf sich ganz alleine an dem toten Gnu bedienen. Während sie frisst, entschliesst sich der Pascha, mit dem Liebesspiel fortzufahren.
Nicht nur wir sind überrascht, auch Guide Baba hat einen Löwen, der seine „Flamme“ beim Fressen beglückt, bisher noch nicht gesehen. Meine Frau ärgert sich gewaltig über das Verhalten des Löwenmannes („Die Frauen leisten die ganze Arbeit und dieser Macho bedient sich einfach!“), trotzdem sind wir beeindruckt von diesem – wenn auch gewalttätigen – Schauspiel, das wir miterleben durften. AFRICA IS NOT FOR SISSIES 😗
Teil 622. Dez. 2019
Guten Morgen, liebe Fomis! Zitat Gromi: Mannohmann blutdrünstiges Gemetzel, bachantisches Fressgelage, Sexorgien... und das alles in der "friedvollen" Vorweihnachtszeit ...nix für Weichei & Co
Natürlich habe ich mir Gromis "Kritik" zu Herzen genommen und stelle heute - statt Sex und Gewalt - ein paar ruhigere Bilder von unseren nächsten Verwandten ein. Aber ich verspreche heute schon: Irgendwann in den nächsten Tagen wird es wieder etwas mehr Action geben 😗 Einen entspannten Sonntag wünscht Walter
Familienfoto
Paviankind beim Frühstück
Immer wieder Balgereien
Wirklich? Schon wieder Gemüse?
Oder doch mal was handfestes !
Los Mama! Antenne hoch! Ich brauche W-Lan!
Die kleinen Diebe von Serondela können auch ganz lieb gucken...
Teil 723. Dez. 2019
Guten Morgen 🙂 heute früh bin ich etwas in Zeitnot, deshalb gibt es (fast) keinen Kurzkommentar zu den Büffel-Bildern.
Türchen 7
Das letzte Einhorn ?
Weihnachtssingen bei Büffels 😄
Teil 824. Dez. 2019
So, zum Heiligabend gibt es nur ein Tierbild, die restlichen Fotos sind eher für ein entspanntes Gefühl gedacht, wie sich das für Weihnachten gehört 😉 Ich wünsche allen Fomis einen ruhigen, hoffentlich angenehmen Heiligabend 😘 Gruss Walter
Türchen 8
Ein neues Leben! Khwai im November 2019. Auf dem Weg zum Airstrip treffen wir auf dieses neugeborene Impalababy mit Mutter. Es war wohl ihre erste Geburt, denn sie näherte sich dem Kind sehr vorsichtig und zuckte immer wieder zurück, wenn es sich bewegte. Leider hatten wir nur einige Minuten Zeit, dieses seltene Schauspiel zu beobachten, denn wir mussten ja unseren Buschflieger erreichen.
Sunset mit Eli im Khwai Gebiet. An diesem Abend hatten wir tatsächlich keinen roten, sondern eher einen violetten Himmel.
Sunset am Chobe - hier in den klassichen Farben. Wer genau hinschaut, der kann sogar einen Elefanten auf der linken Seite entdecken.
Sunset - wieder im Khwai Gebiet. Es gibt tatsächlich schlimmeres, als am Ende eines Gamedrives von einer kleinen Crew mit Sundowner Getränken und Häppchen erwartet zu werden. Und das an einer wunderschönen Stelle irgendwo im Busch.
Sunset im Khwai Gebiet
Sunset in den Makgadikgadi Pans. Ein herrlicher Platz! Nur der Guide und wir zwei waren vor Ort. Später hat er uns noch sehr detailliert den Sternenhimmel erklärt. Zu unserer Verteidigung: Von der aufgebauten Getränkebatterie haben wir nur den Weisswein getrunken !!! 😗
Und zum Schluss noch den Chobe-Sunset-Klassiker. Die drei Bäume am Parkeingang bzw. Parkausgang wurden vor der untergehenden Sonne schon tausendfach fotografiert. Aber immer wieder ist es der schöne Abschluss eines Boatcruises am Nachmittag.
Teil 925. Dez. 2019
freshy schrieb:Leofant schrieb: Zu unserer Verteidigung: Von der aufgebauten Getränkebatterie haben wir nur den Weisswein getrunken !!! 😗
Hüstel! Seit ich selber ein bisschen lüge, glaube ich auch nicht mehr alles! 😄
freshy
Hallo Freshy, ich bin gerade etwas um unseren guten Ruf besorgt (falls jemand aus unserer Familie / von unseren Freunden mitliest) 😕 Ja, wir werden normalerweise vor einer Pirsch gefragt, was wir denn zum Sundowner trinken wollen. ABER DIESE GETRÄNKEBATTERIE WAR NICHT UNSERE BESTELLUNG! ICH SCHWÖR! 😉 Unser Standardgetränk ist wirklich entweder Weisswein oder Rose´- das war es dann auch schon. Liebe Grüsse Walter
... kommen wir zum
Türchen 9
Heute - am 1. Weihnachtsfeiertag - zeige ich Bilder zum Fest der Liebe. Also lautet das Motto heute: Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb 😄 Habt einen geruhsamen 1. Feiertag!
Impalamütter und Kinder reiben sehr oft die Köpfe aneinander, um ihre Verbundenheit zu erneuern
Kein Zweifel! Auch diese beiden haben sich lieb
Was sich liebt, das neckt sich...
Wenn das kein Liebesbeweis ist!
Kuduliebe
Zebraliebe
Mutterliebe
Teil 1026. Dez. 2019
Hmmm ... welches Thema kann ich an Weihnachten denn sonst noch mit ein paar Fotos abhandeln ? Ach ja! Bilder mit Tierkindern gehen eigentlich immer 😄
Türchen 10
Wasserbock Geschwister am Chobe
Durstiges Lechwe in Khwai
Stolze Gänseeltern am Chobe
Aufmerksame Zebrafamilie im Chobe NP
Wilddog Grossfamilie in Khwai. Sechs Jungtiere! Das bedeutet einen Haufen Arbeit für die Eltern.
Trautes Familienleben bei der Braunen Hyäne, Makgadikgadi Pans
Die Löwen sind los! Savute NP
Teil 1127. Dez. 2019
Das heutige Türchen ist einer der erfolgreichsten Spezies gewidmet: den Impalas. Auch wenn man sie praktisch täglich an "jeder Strassenecke" sieht, beobachte ich sie immer wieder gerne und mache auch immer wieder gerne ein paar Fotos von ihnen. Besonders am Anfang der Regenzeit, wenn die jungen Impalas geboren werden, bin ich jeden Tag mit der Kamera auf "der Jagd", um eventuell ein paar schöne Bilder mit nach hause zu nehmen.
Türchen 11
Impala Roadblock im Chobe NP
Impalas auf der Blumenwiese (1): davon kann ich nicht genug bekommen 🙂
Impalas auf der Blumenwiese (2)
Impalas auf der Blumenwiese (3)
Hörnersalat
Reflektionen
Die Putzkolonne ist da!
Teil 1228. Dez. 2019
Hallo Ute, Hallo Simone, lieben Dank für eure Kommentare. Ich werde mich bemühen, auch in den nächsten Tagen (hoffentlich) einige Türchen zu präsentieren, die eure Zustimmung finden 🤩 @ Simone obwohl ich finde, dass es keine hässlichen Tiere gibt und ich den Begriff "ugly five" nicht ok finde, muss ich gestehen: ich fotografiere lieber braune Hyänen, als Tüpfelhyänen. Die "Braunen" gucken immer so traurig ... 😉
Türchen 12
Heute ist Halbzeit! Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Egal, ein paar Bilder habe ich ja noch. Heute kommen wir zu zwei Arten von Raubkatzen, auch dabei hat sich der Spruch bewahrheitet: Wenn man entspannt ist und keine grosse Erwartungen hat, dann passieren öfter unerwartete Sichtungen 🙂
März 2019 in Savute. Wir hatten gerade unseren Sundowner beendet und wollten zurück zur Lodge, da kam der Funkspruch: Die längere Zeit vermissten Geparden-Brüder sind wieder aufgetaucht. Auch wenn es schon ziemlich dunkel war und das Licht für akzeptable Fotos eigentlich nicht mehr ausreichend war - ich musste die "Rennkatzen" auf dem knorrigen Baum einfach fotografieren. Glücklicherweise sahen wir sie am nächsten Tag noch einmal.
Nächster Tag am frühen Morgen. Alle Mitglieder einer Impalaherde starren gebannt in eine Richtung! Das kann eigentlich nur eins heissen... Richtig! Ein Leopard war unterwegs. Also, nichts wie hin und das Tier bei seinem morgendlichen Rundgang beobachtet.
Diesen Leopardenmann mit Beute konnten wir in Moremi aufspüren. Auch wenn meine Frau den Anblick mit leichter Kritik kommentierte "wie sieht der denn aus? abgefressene Ohren und eine kaputte Nase", war ich begeistert von der Situation und den Lichtverhältnissen.
Dieses Leopardenmädchen erspähten wir im November im Khwai Gebiet. Unser Guide hatte ein "gutes Näschen" für den Aufenthalt des Kätzchens.
Bei unserer ersten Ausfahrt in Savute am Nachmittag lag dieser Leo einfach so am Wegesrand. Totzdem hätten wir ihn fast übersehen. Es ist unglaublich, wie er sich im Schatten fast unsichtbar machte und gespannt ein paar grasende Impalas beobachtete. Leider wechselte er dann den Standort, ohne zu jagen 😕
Teil 1329. Dez. 2019
Guten Morgen liebe Fomis, frisch motiviert durch die netten Kommentaren öffne ich das nächste Türchen 🤩 Heute geht es nicht hauptsächlich um Tiere, sondern um ein kleines Abenteuer, das wir im Frühjahr erlebten.
Türchen 13
Okavango Delta im März 2019. Wir verlassen das Camp Moremi und fliegen zu unserem nächsten Ziel, dem Camp Okavango
Was uns beim Einsteigen in den Buschflieger auffällt: Die Maschine ist fast voll besetzt. Allerdings sind wir die einzigen Gäste. Alle anderen Passagiere sind augenscheinlich Angestellte von benachbarten Unterkünften. Der Flug dauert nicht besonders lange, deshalb fliegen wir ziemlich niedrig über die Landschaft
Kurz bevor wir das Camp erreichen, sehen wir grosse Rauchschwaden, die vom Boden aufsteigen. Wir landen auf dem Airstrip von Camp Okavango. Beim Aussteigen ist klar. Hier riecht es stark verbrannt. Im Camp werden wir informiert, dass in der Nähe ein Buschfeuer ausgebrochen ist. Aus diesem Grund wurden alle verfügbaren Angestellten eingeflogen, denn sie sollen mithelfen, das Camp vor dem Feuer zu schützen. Zunächst müssen wir uns aber keine Gedanken machen, der Boatcruise am Nachmittag findet statt. Im goldenen Licht tuckern wir durch die Kanäle und geniessen eine entspannte Fahrt
Beim Dinner am Abend treffe ich einen guten Bekannten. Er ist mitverantwortlich für die D&D Camps, kam aus Maun heraufgeflogen und hilft bei der Organisation der „Feuerwehr“. Die Bilder, die er uns auf seinem Smartphone zeigt, lassen nichts Gutes erahnen. Als Grund des Brandes nennt er einen Gewittersturm, der zwar wenig Regen, aber viel Blitze mit sich brachte. Das wurde der Gegend zum Verhängnis. Am nächsten Morgen steht ein Bushwalk auf dem Programm. Wir fahren per Boot nach Buffalo Island, dort starten wir unseren Fussmarsch. Ich kann zwei interessante Situationen auf der Speicherkarte festhalten. Zunächst nähert sich ein Elefantenbulle, der uns erst im letzten Moment bemerkt und erschrocken das Weite sucht
Ich finde, Aufnahmen aus der Perspektive eines Wanderers vermitteln die Grösse eines (noch nicht wirklich ausgewachsenen) Elis noch etwas besser. Auch der Blickwinkel auf dem folgenden Bild ist eher ungewöhnlich. Ein Kudubulle, der uns sehr nahe herankommen lässt
Als er dann doch aufsteht, erkennen wir den Grund für seine „Gelassenheit“. Er hinkt sehr stark und hat deshalb kein Bedürfnis, wegzurennen. Armes Kudu. Buffalo Island wird auch hin und wieder von Löwen besucht, es ist also völlig unklar, wie lange sein weiteres Leben mit dieser starken Beeinträchtigung wohl noch dauern wird.
Als wir am späten Vormittag ins Camp kommen, sind die dunklen Rauchschwaden schon ziemlich nah. Ab und zu können wir auch Flammen erkennen. Wir werden gebeten, unsere Sachen zu packen und uns – für den Fall der Fälle – reisefertig zu machen. Immer wieder kommen Mitglieder der Staff in die Main Area. Sie sind total ausgelaugt vom Kampf gegen das Buschfeuer und wollen nur eins: KÜHLES WASSER! Nach dem Brunch erkunde ich die Gegend. An einem Holzsteg, der dem Camp etwas vorgelagert ist, kann man das Inferno ganz gut erkennen. Es ist unglaublich, wie schnell das Buschwerk Feuer fängt
Eigentlich ist es ja kurz nach der Regenzeit, aber die war nicht wirklich ergiebig und speziell das Riedgras ist staubtrocken und enthält eine ölige Substanz, die dem Feuer zusätzlich Nahrung gibt. Was mir noch auffällt: Die Feuerwand, die da auf uns zukommt, ist sehr laut. Es knackt, knistert und rauscht ununterbrochen. So langsam wird mir etwas unheimlich. Nahe an der Feuerwand kann ich Personen erkennen, die mit grossen Feuerschippen versuchen, einzelne Brandherde auszulöschen. Ein Traktor versucht, eine Feuerschneise zwischen Camp und der Feuerwand zu ziehen. Und das bei dieser enormen Hitze!
Ich gehe zurück zur Main Area und komme gerade richtig. Mein Bekannter teilt mir mit, dass die Gäste des Camps ausgeflogen werden. Bei der Brandbekämpfung mithelfen dürfen wir aus versicherungstechnischen Gründen auch nicht, also bleibt uns nur noch die Abreise. Die einzelnen Gruppen werden – je nach Reiseziel – aufgeteilt, dann wird das Gepäck markiert, wir verabschieden uns von unserem Bekannten Walter (ja, er heisst genauso wie ich) und laufen den kurzen Weg zum Airstrip. Auch hier kann man das Desaster erahnen
Etwa eine halbe Stunde später landet ein Buschflieger, der uns nach Savute bringt. Als wir abheben, können wir das Ausmass der Zerstörung gut erkennen. Überall sehen wir pechschwarze Flächen, aus denen immer noch Rauch hervorquillt. Wie soll das nur weiter gehen? Die nächste Regenzeit wird noch Monate auf sich warten lassen. Am nächsten Tag in Savute erfahren wir, dass es der Staff tatsächlich gelungen ist, das Camp vor der Vernichtung zu bewahren. Das hatte ich – wenn ich ganz ehrlich bin – eigentlich nicht geglaubt.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal erwähnen, wie perfekt der Evakuierungsplan erstellt und auch umgesetzt wurde. Es war nicht einfach für die Staff, gegen das Feuer zu kämpfen und gleichzeitig auch noch einige hysterische Gäste zu beruhigen, die sich schon als Opfer der Flammen sahen. Vielen Dank Leute, ihr habt das wirklich SUPER gemacht!
Teil 1430. Dez. 2019
Hallo CuF, Freshy und Old Woman, vielen Dank für die (positiven) Rückmeldungen. Wie bereits geschrieben: Damit macht die Präsentation des Kalenders noch vieeel mehr Spass 🤩 Guten Morgen Freshy, du hast meinen Eindruck, den ich hatte, als wir durch den Kanal tuckerten und diese Stelle erreichten, exakt wiedergegeben! Wie gerne hätte ich hier den Anker geworfen und versucht, mit einem Stativ und längerer Belichtungszeit noch ein paar Eindrücke im goldenen Sonnenlicht zu dokumentieren, aber das war leider nicht möglich.
Türchen 14
Die meisten Situationen, in denen wir Raubtiere wie Löwen oder Wildhunde aufgespürt haben, waren eher entspannt. Die Tiere haben gedöst oder miteinander gespielt, diese Momente erinnern dann eher an ein friedliches Miteinander.
Das wir uns am Ende aber immer noch in der Wildnis befinden und es eigentlich um fressen und gefressen werden geht, kann man dann schon mal vergessen. Dieses Jahr hatten wir die „wilde Seite“ mit einem Löwenrudel erlebt und jetzt im November sollten wir die Wildhunde in Aktion sehen. Das solche Situationen eher nichts für zartbesaitete Menschen sind, liegt auf der Hand.
Tatort Okavango Delta, Khwai Gebiet. Wir besuchten das Camp Hyena Pan. Am frühen Morgen waren wir aufgestanden, draussen herrschte noch Dämmerlicht. Plötzlich hören wir Managerin Riley rufen: „Kommt schnell, die Wilddogs jagen gerade ein Kudu am Wasserloch!“ Zum Glück waren wir bereits abmarschbereit, ich schnappe meine Kamera und sprinte los. Von der Main Area haben wir einen guten Blick auf das Wasserloch, auch wenn es etwas entfernt ist. Was war passiert? Die Wildhunde hatten eine Kudumutter aufgescheucht und quer durch das Camp gejagt. Das Kudu flüchtete ins Wasserloch, aber das war nur eine trügerische Sicherheit, denn die Hunde folgten ihr ins Wasser, um sie zu töten. Bei meiner Ankunft konnte ich gerade noch sehen, wie das Kudu verzweifelt ums Überleben kämpfte, aber keine Chance hatte. Der Rand des Wasserlochs war schlammig, deshalb war es nicht einfach für die Hunde, die Kudumutter an den Rand zu ziehen und den Körper zu öffnen. Inzwischen war unser Guide vor Ort und schlug vor, näher heranzufahren. Gesagt, getan. So wurden wir unmittelbare Zeugen eines blutigen Spektakels. Woher ich weiss, dass es eine Kudumutter war? Naja, sie hatte ein ungeborenes Kalb, das von den Wilddogs natürlich auch gefressen wurde. In solchen Momenten bin ich froh, dass ich die Szene nur durch den Sucher meiner Kamera sehe und ganz mit den Aufnahmen beschäftigt bin. Managerin Riley, die mit uns gefahren war, verdrückte ein paar Tränen und meine Frau Ruth hatte drei Nächte danach noch Albträume. Ich verzichte bewusst darauf, die blutigen Bilder hier einzustellen, denn das ist nicht der Sinn des Adventskalenders.
Auch wenn diese Aktion aus menschlicher Sicht betrachtet ziemlich brutal war, sollte man nicht vergessen, dass auch die Wilddogs ein Recht darauf haben, zu überleben und das wir Touristen nur Zaungäste sind, die sich mit Urteilen zurück halten sollten.
Das es auch völlig anders ausgehen kann, erlebten wir einen Tag später. Auf dem Gamedrive kamen wir an eine Stelle, an der bereits ein weiteres Fahrzeug stand. Da musste also etwas Interessantes zu sehen sein. Im Schatten einiger Büsche lag ein kleines Rudel Wildhunde, darunter sechs Jungtiere. Die Hunde hatten einen kleinen Wasserbock erlegt und stillten jetzt ihren Hunger. Nicht weit entfernt stand die Wasserbockmama und beobachtete die Szene. Sie konnte zwar sehen, dass ihr Kind gerade gefressen wurde, aber sie wollte einfach nicht weggehen. Die Fleischmenge war für das Rudel nicht wirklich genug, also beschlossen die Erwachsenen, die Mutter zu attackieren. Das war eine falsche Entscheidung! Die Mutter zögerte nicht lange und griff ihrerseits die Jäger an. Man konnte ihre Wut über den Tod ihres Kindes förmlich spüren. Nach drei Attacken beschlossen die Hunde, die Jagd abzubrechen. Leider war ich auf diese Situation überhaupt nicht vorbereitet, deshalb sind mir nur zwei Fotos in schlechter Qualität gelungen. Uns hat diese Situation gezeigt: Auch wenn man schon viel erlebt hat, Mutter Natur ist jederzeit in der Lage, überraschende Bilder zu präsentieren!
Teil 1531. Dez. 2019
Hallo Löwenseele, Lieber Walter, die beiden Geparden-Jungs kenne ich! Und ich glaube, dass ich genau an der gleichen Stelle - nur mit einer anderen Perspektive - ein Bild gemacht habe. Ich glaube, damit liegst du richtig! Soweit mir bekannt ist, inspizieren Geparde ja auch ganz gerne ihr Revier und markieren bestimmte Revierpunkte (z.B. Bäume). Da kommt so ein abgestorbener Baum in einer Ebene gerade recht! Dann hattest du auch Glück, denn die beiden Brüder sind nicht immer vor Ort. Liebe Grüsse Walter
Nach den Raubtiergeschichten von gestern geht es heute wieder etwas entspannter zu. Ach ja - und einen GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR wünsche ich auch noch 🙂 🙂
Türchen 15
Achtung! Zebrastreifen!
Wer ist hier der Boss? (1)
Wer ist hier der Boss? (2)
.... und ich muss dir noch was lustiges erzählen ...
sie mögen sich
Zebra mit eigener Gummiente ?
Abendstimmung in Makgadikgadi
Teil 1601. Jan. 2020
Guten Morgen liebe FoMis, ich hoffe, ihr hattet einen guten Start ins neue Jahr 2020 🤩 🤩
Hallo Anne, ich freue mich sehr, dass ich dir mit meinen Bildern eine tägliche kleine Freude bereiten kann 🙂
Am ersten Tag in 2020 lasse ich es etwas ruhiger angehen, heute sind ein paar Piepmätze an der Reihe.
Türchen 16
Blue-cheeked Bee-eater - ein Flugakrobat
Red-billed Hornbill - er lässt die Nahrung meistens erst einmal "fliegen"
Black Heron in Tanzlaune 😉
Guineafowl - ein klräftiger Schluck nach einem heissen Tag
Pied Kingfisher - ob das wohl schmeckt ?
African Fisheagle auf einem etwas ungewöhnlichen Aussichtspunkt
Marabou Stork - den Stier bei den Hörnern packen 😗
Teil 1702. Jan. 2020
Guten Morgen 🙂 Heute gibt es - kurz und knapp - ein paar Fotos rund um die Giraffe.
Türchen 17
Giraffen Rangelei
Giraffen Portrait
Giraffen Spiegel
Grössenvergleich (1)
Grössenvergleich (2)
Giraffen Chill-Out Area
Teil 1803. Jan. 2020
Hinter dem heutigen Türchen verstecken sich ein paar weiter Elefanten Impressionen. Ich hatte es bereits gschrieben, dass die grauen, roten oder auch manchmal weissen Rüsseltiere eine besondere Faszination auf mich ausüben.
Türchen 18
Auge in Auge
Falten über Falten
Offensichtliches Vergnügen im Chobe-Schwimmbad
Mini Eli
Nach dem Wasserbad gibt´s ein Staubbad
Eli mit Bodyguards
Abendstimmung am Wasserloch
Teil 1904. Jan. 2020
Am heutigen Tag habe ich noch ein paar Löwenbilder anzubieten. Ein schönes WE wünscht Walter
Türchen 19
Doppelter Löwenmann
Gut gelaunter Löwe ? (1)
Gut gelaunter Löwe ? (2)
Müder Löwe
Aufmerksamer Löwe (er betrachtet ganz genau die Fliegen auf seiner Nase)
Satter (oder geschminkter) Löwe
Verliebter Löwe mit toller Frisur 😉
Teil 2005. Jan. 2020
Heute gibt es eine NICHT ERNST GEMEINTE Bildersammlung von aussergewöhnlichen Tieren. Das Motto heisst: Nicht alles was schwimmt, ist ein Fisch und nicht alles was fliegt, ist ein Vogel 😗
Türchen 20
Gibt es doch Wasserbüffel in Botswana ?
Ein Verwandter des Wasserbüffels, der Wasserbock 😄
Seeschlange im Chobe gesichtet !
See-Elefanten gibt es nicht nur im Meer 😄
Fliegender Riedbock
Flug-Impala
Und am Schluss: Eine neue Unterart wurde entdeckt! Der Flug-Löwe 😄 😄