Warnhinweis:HIER GIBT ES KEINE KATZEN ZU SEHEN Abflug 8.4. FFM – Windhoek Ankunft – ASCO-Car Value, Dachzelt Einkauf Übernachtung Caotina Guest Cottage
Kleine, gemütliche Unterkunft, Auto kann auf dem Grundstück direkt vor der Unterkunft stehen. Praktisch zum Einräumen, Sortieren, Verwerfen, Ausräumen, Einräumen……und liegt günstig, wenn man in Richtung Norden fährt.
Frühstück wird in dieser
kleinen Küche serviert, in der man sich ansonsten auch selbst etwas zubereiten kann.
Das kleine Gärtchen war hübsch grün – bei näherem Hinsehen entpuppte sich das vermeintliche Gras allerdings als Plastikrasen…….auch eine Methode, Wasser zu sparen.
10.- 13.4. Grootfontein, Maori Camp bei Peter + Conni Reimann
Übernachtung im kleinen Rondavel, Dusche + WC, einfach, aber nett. Wie fast überall im Bad zu wenig Haken. Hier gelang es Peter und Claus, den kaputten Engel zu reparieren. Er kühlte nur bei Anschluss ans Netz, nicht über die Extrabatterie. Grund: Verkabelungsschrauben hatten Kontakt zur Karosserie, so dass es bei der Ruckelei immer zu Kurzschlüssen kam. Hat bis zum Ende der Reise prima gehalten. Außerdem klappten wir das muffig riechende Dachzelt auf, zerrten die Matratze raus und ließen alles gründlich auslüften. Der Himmel sah gelegentlich verheißungsvoll nach Regen aus, aber außer ein paar wenigen Tropfen mit Gewitteruntermalung kam nichts runter. Während die Männer mit solch wichtigen Dingen beschäftigt waren, spielten Friederike + Conni für 34 Kindergartenkinder „easterbunny“ im Park des Museums. https://vimeo.com/354497509 https://vimeo.com/354497556 https://vimeo.com/354497593
Teil 221. Aug. 2019
13.4-14.4. Oppi Koppi, Kamanjab „Luxus-Chalet“ – war o.k.
Essen auch, leider wegen Fremdschämens vermiest durch blöde „Führer-und Hitler“-Sprüche von Gäste zu den jungen, darob etwas verstörten Serviermädchen. Auf die angebotene Showfütterung der Stachelschweine mit Essensresten haben wir dankend verzichtet.
14.4.-16.4. Terrace Bay (NWR) Über den Grootbergpass durch diese Weite
war wohl nix zu h olen.........
Vorbei an Welwitschias
Zum Springbok-Gate, wo wir erst einmal um Bier angebettelt wurden. Sorry: Weintrinker. Auf der Weiterfahrt unglaubliche Ödnis, in der doch ab und zu Blümchen blühten, Dollarbüsche standen, Fata Morganas in flimmernder Ferne. Die einzige grüne Stelle war am Kamib-Mouth, wo wir ein paar Nilgänse, Rotschnabelenten, Regenpfeifer und kleine Greben sahen. Hiervon gibt es seltsamerweise keine Fotos.
Und hier endlich der wilde Atlantik
Den schönen geschliffenen Steinen, Muscheln, Schnecken und Seeigelgehäusen widerstehen zu müssen, sie nicht mitnehmen zu können - das kostete große Überwindung....
Unterkunft: Unterirdisch abgerockt - NWR eben…..
Essen im Restaurant am ersten Abend: ungenießbares Fleisch. Unsere Enttäuschung darüber, dass es keinen Fisch gab, bekamen drei südafrik. Angler mit und nach einer halben Stunde erschien der Koch mit einem Stück gegrilltem Kabeljau – spendiert von ebenjenen Anglern. Sie hatten wegen der starken Brandung innerhalb von drei Tagen nur einen einzigen Kabeljau gefangen, doppelt nett also, dass sie ein Stück für uns geopfert haben. Das war am nächsten Abend - wohl dank einer Busreisegruppe erheblich besser. Stimmung beim Abendspaziergang:
Ein paar Impressionen vom nächsten Tag:
Einsamer Schakal Für tierische Unterhaltung wurde auch gesorgt:
Auf der Fahrt nach Cape Cross
16.4. – 17.4. Cape Cross Lodge Wir bekamen ein schönes Self-Catering-Chalet (die Zimmer waren uns zu teuer), nahmen aber das Restaurant in Anspruch: Gutes Essen, perfekter Service. Unangenehm an dem kleinen Strandabschnitt, der zum Hotel gehört, war der Gestank von toten Robben, die in größerer Zahl dort herumlagen. Räumt wohl keiner weg….
Damit der Tag nicht ganz ohne Federvieh ausklingt...
Teil 324. Aug. 2019
18.4. Cape Cross
Steinwälzer (Ruddy Turnstone)
Mittlerweile liegen die Viecher schon außerhalb des Zauns. Die Bullen waren allesamt auf See und überließen den Weibchen die Kinderaufzucht. Es blökte und mähte (und roch etwas streng)… Erfrischung gefällig? Hier gibt es eine Hörprobe: https://vimeo.com/355699952
21.4.-23.4. Camp Gecko Am Morgen des 21.4. ging es via Walvish-Bay, am Vogelfederberg über den Kuiseb-Paß zum Camp Gecko.
Wir lassen den Ozeannebel hinter uns.
Am Vogelfederberg war gerade eine Hochzeitsgesellschaft eingetroffen, so daß wir nicht hinaufgingen.
Der Kuiseb-Paß
Im Hintergrund sieht man den Brandberg
Das war das höchst originelle Häuschen im Camp Gecko.
Am ersten Abend verwöhnte uns Heidi mit einem köstlichen Oryxgulasch, sie „speiste“ auch mit uns und im Gespräch erfuhren wir viel über die derzeitigen Lebensumstände. Von der auf dem Berg gelegenen Lapa aus genossen wir den spektakulären Himmel
Ans Wasserloch kamen im Laufe des Tages einige Pferde, sehr scheue Springböcke, wenige Oryxe, ein paar Schakale. Auf den Nachbarfarmen wird heftig gejagt (auch nachts mit Scheinwerfern, während die Kühllaster schon bereitstehen), so dass wir uns über das äußerst scheue Wild nicht mehr wunderten. Anderntags gingen wir den Zebratrail
Der pure Überlebenswille
Von diesem Grat aus kann man links unten die kleinen Häuschen erkennen. Keine Zebras zu sehen, nur ältere Hinterlassenschaften, aber es gibt ja auch nichts mehr zu fressen. Die Trockenheit und Dürre ist erschreckend. Auch am zweiten Abend war der Sonnenuntergang beeindruckend. Heidi erzählte uns, dass es in der jetzt vergangenen Regenzeit genau 60 mm geregnet habe. Sie haben alles Vieh aufgegeben, nur noch die Pferde behalten.
Nachtrag: Hier im Forum haben wir erfahren, daß das Camp Gecko ab September einen neuen Betreiber haben wird, weil der Pachtvertrag nicht verlängert worden sei. Wir fragen uns natürlich nach den Gründen. Soweit wir wissen sind Heidi und ihr Mann seit 19 Jahren dort ansässig und während unseres Aufenthaltes war keine Rede davon, dort nicht mehr bleiben zu können. Sehr schade!
Im nächsten Beitrag geht es über Helmeringhausen endlich ins Richtersveld. Allen Formis wünsche ich eine erfreuliche Woche!
Teil 508. Sept. 2019
23.4.-24.4. Helmeringhausen Komischer Empfang durch einen gegelten Jüngling, etwas unfreundlich. das Zimmer war o.k.. Etwas befremdlich fanden wir die schriftlichen Hinweise, dass man Bettbezüge, Laken, Vorhänge ersetzen muss (mit Preisliste), wenn man damit Schuhe oder Autos putzt. Was haben die denn für Gäste? Der Gin war ihnen ausgegangen, deshalb nahmen wir zum sundowner auf dem Hügel hinter dem Anwesen unseren eigenen mit.
Ansonsten war das Dinner o.k., das Frühstück etwas dürftig. Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg Richtung Oranje.
24.4. – 29.4. Richtersveld NP Nachdem wir in Rosh Pina noch eingekauft und eine Kleinigkeit gegessen hatten, kamen wir an der Fähre in Sendlingsdrift an:
1. Nacht Chalet Nr. 6 Sendlingsdrift Sauber und ordentlich, gut ausgestattet – allerdings fehlte ein Tisch auf der Terrasse, den wir uns dann vom - unbewohnten - Nachbarbungalow holten. Wir konnten White-Throated Canary, Cape Wagtail, African Pied Wagtail, Nektarvögel, Karoo-Drosseln beobachteten. Mit Blick auf den Fluß genossen wir unser saftiges Steak und zum Abschluß den Islay Single Malt Bowmore 15 und freuten und schon jetzt auf die Fahrt durch das Richtersveld zur Kookerboomkloof-Campsite.
und Pied Kingfischer. Lt. Prospekt dürfen zu bestimmten Zeiten die Einheimischen zweimal täglich ihre Burenziegen-und Schafherden am Oranje entlang treiben. D.h. es gab zweimal täglich enorme Staubwolken, vollgeköttelte Wege, bettelnde Hunde – die allerdings gut gegen die Baboons waren, die immer mal wieder versuchten, von den Bergen herunterzukommen und an den Segnungen der Zivilisation (Müll) teilzuhaben. Der Müll wurde übrigens täglich von Rangern eingesammelt. Leider stürzten sich auch zweimal täglich die Schafe und Ziegen mit Gier auf das Ried und rupften es mampfend weg.
Teil 717. Sept. 2019
@ Old Woman Moin, Moin, liebe Beate, schön von Dir zu hören! Ich hoffe, Ihr genießt sowohl Kultur, Spezialitäten und Natur im Elsaß. Auf dem grand ballon kann man den Menschenmassen übrigens gut entgehen... @ Busko Es freut mich, lieber Uli, daß wir Dir hier begegnen. Am Projekt "Hermannburg" arbeite ich noch 😗 @Martina56 Gell, es ist doch immer wieder anregend und nicht so anstrengend ( z.B. durch das Hartmannstal B)) , sich auf anderer Leute Reisen mitnehmen zu lassen..... Liebe Grüße Friederike
Teil 819. Sept. 2019
Am 28.4. fuhren wir wieder Richtung Sendlingsdrift
und statteten den botterbloomtrees Besuche ab – sehen aus wie kleine Flaschen mit Pinseln.
Außerdem fanden wir auch die halfmen-Pflanzen, die zu suchen wir nach der Lektüre der kleinen Broschüre über das Richtersveld wegen der darin enthaltenen Legende der Damara über deren „Entstehung“ eigentlich gar keine Lust mehr hatten.
und andere Pflanzen
Auch sahen wir blühende Köcherbäume, deren Blüten geschickt von Nektarvögeln geöffnet wurden
Dieser Rätselvogel flog uns unterwegs vor die Linse - wir können ihn nicht identifizieren. Evtl. wieder ein Warbler, nur welcher? Vielleicht können Konni oder Matthias ergründen, um welchen es sich handelt. Leider ist er etwas unscharf geraten.... 🙁 Es scheint ein African Stonechat zu sein - den hätten wir hier nicht vermutet! Dank an Matthias und Maddy! Ihr seid SPITZE!
In Sendlingsdrift
bekamen wir das Chalet Nr. 2, das etwas verkommener als das Nr. 6 war.
Wieder konnten wir einen fulminanten Sonnenuntergangshimmel erleben.
Morgens, beim Zusammenpacken, fanden sich auch einige Krabbeltiere, die man je nach eigener Nationalität den anderen zuschlägt und sie also auch „Franzosen“, „Russen“, „Schwaben“ oder „Preußen“ nennt….eigentlich heißen sie Kakerlaken.... 😗
Teil 922. Sept. 2019
Fahrt von Sendlingsdrift bis Fishriver Canyon Logde 29.4. bis 1.5.2019
Früh am Morgen des 29.4. fuhren wir am Oranje entlang
und durch den Gamchab-Rivier, der an manchen Stellen noch etwas feucht war.
vorbei an Ai-Ais durch trostlos dürre, öde Weite.
Es gab keinen einzigen grünen Halm. Wir versuchten, in Hobas, das nach einer Schlammlawine im Februar zerstört worden war, Permits für den Canyon am nächsten Tag zu bekommen, was nicht möglich war.
29.4. – 1.5. Fishriver Canyon Logde
In dieser schönen Lodge, die wunderbar angelegt ist – wobei wir lieber nicht wissen wollen, wieviel Wasser für die Außenanlage täglich verbraucht wird -, richteten wir uns erst einmal ein.
Die Chalets sind geschmackvoll eingerichtet, in die Kullerfelsen geschmiegt, komfortables Badezimmer. Unseren Kühlschrankinhalt konnten wir in den Vorratsräumen der Lodge bunkern. Auf dem Gelände grasten Oryxe, waren Klippschliefer, Nektarvögel, Namaquatauben, Stare, Spatzen, Mousebirds und Bergschmätzer zu sehen.
fanden wir noch eine Stachelagame, die uns wie ein Alien erschien…. Das Foto ist aus dem - schlechten - Video herauskopiert, da ich nur die Videokamera dabeihatte und Claus weit, weit weg im Gelände herumlief 😎
Teil 1023. Sept. 2019
1.5.-2.5. Messosaurus Fossil-Camp Als wir am frühen Nachmittag dort ankamen und der Driver schwungvoll die Kurve auf das Gelände neben der „Rezeption“ nahm, dachte die Beifahrerin F. noch : „Fahr da über die Bretter lieber nicht drüber, das sieht nicht gut aus“ – aber wie es so ist, als Beifahrer hat man sich nicht einzumischen und prompt saßen wir im Loch…….
Das viereckige Loch (gibt’s das – ein viereckiges Loch? Ist ein Loch nicht per se rund?)), das in grauer Vorzeit mal irgendwas mit dem Abfluss eines Waschhäuschens zu tun gehabt hatte, war mit selbstgemachten, sehr dünnen Betonbrettern abgedeckt und die hielten leider unserem schweren Landcruiser nicht stand. Sie brachen durch und wir hingen mit dem rechten Vorderrad in der Luft. Nun war guter Rat teuer. Wir beratschlagten mit Giel und einem weiteren Gast. Es kamen noch zwei andere Gästepaare dazu, alles ringsherum vorhandene Holz und Steine wurden in das Loch geschmissen, Giel holte zwei lange, mit sehr spitzen Nägeln versehene Bretter von der Farm und dann kam der große Moment, wo der Lift Jack (in einem anderen Thread hier als „Witwenmacher“ bezeichnet) angesetzt werden sollte. So gelang es, dass Auto hochzukurbeln, die Bretter – mit den Nägeln nach unten! – unter das Rad zu schieben, aber dann standen wir wieder auf dem Schlauch – wie kurbelt man den Lift Jack wieder runter? Zum Glück waren die neu angekommenen Gäste alle aus dem Schwabenländle und einer davon technisch hochbegabt, wenn auch kein "Inscheniör". Er fand den richtigen Dreh und Giel konnte den Wagen rückwärts rausziehen. Zu unserem großen Glück war nichts beschädigt. Hier hat sich einmal mehr erwiesen, dass Manfred Rommel mit seinem Gedicht die Ursache für die schwäbische Findigkeit richtig definiert hat:
„Der Schwaben Klugheit ist kein Rätsel, die Lösung heißt schlicht: Laugenbrezel. Schon trocken gibt dem Hirn sie Kraft, mit Butter wirkt sie fabelhaft! erleuchtet mit der Weisheit Fackel noch das Gehirn vom letzten Dackel.“
So sah das Loch nach der Rettungsaktion aus.
Also, liebe Mitleser*innen: Immer ganz genau hingucken und hinhören, wenn der Autovermieter den "Witwenmacher" vorführt 😎 In der Aufregung hatte keiner daran gedacht, Fotos zu machen. Nachmittags unternahmen wir eine Führung mit Giel – ein sehr witziger, alter Herr voller Begeisterung und Stolz über seine „Schätze“
Die Campsite ist sehr einfach, liegt aber hübsch unter Köcherbäumen, die z.T. mit Siedelwebernestern behängt sind, inmitten von schönen roten Felsen.
Morgenhimmel mit Mondsichel und Jupiter Am Morgen machten wir auf dem Gelände noch eine Rundfahrt und fanden einen Köcherbaum, an dem ein riesiges Siedelwebernest hing.
Außerdem gab es unzählige Klippschliefer. Auf einem Köcherbaum als Sitzwarte saß ein beeindruckend großer Kaffernadler (Verreaux Eagle). Den hatten wir bislang nur ein einziges Mal im Erongo hoch am Himmel beobachten können. Da der Kamerarucksack schon verstaut und weggeschlossen war, gibt es von dem Prachtexemplar nur ein kleines Video. Verreaux Eagle https://vimeo.com/361311162 Kurz vor dem letzten Tor sprangen noch Löffelhunde davon.
Da unsere Gasflaschen leer zu sein schienen, frühstückten wir nicht, sondern fuhren nach Keetmannshoop, wo man bei Pupkewitz feststellte, dass in beiden Flaschen Wasser war, das auch die Düsen des Kochaufsatzes verstopft hatte. Nachdem das behoben war, trafen wir Giel noch einmal, der uns sein bevorzugtes Frühstückslokal verriet, wo wir dann auch eines zu uns nahmen. Nach kleineren Einkäufen machten wir uns langsam auf den Weg zum Hardapdamm.
Teil 1124. Sept. 2019
2.5.- 5.5. Hardap NP und Hardapdam Ressort
Hier ließen wir uns „upgraden“, da das reservierte Chalet keinen Blick auf den – spärlich gefüllten – Damm bot. So kamen wir in den „Genuss“ eines VIP-Chalets. Das war ein besonderes highlight: eine Haustür, drei Terrassentüren, vier verschiedene Schlüssel. Zwei Schlafzimmer, drei Nachttischlampen, zwei davon ohne Birne, keine Möglichkeit (außer draußen auf der Terrasse am Grill oder mit dem eigenen Gaskocher), innen etwas zu kochen, Sprünge in den großen Glasscheiben, selbstabsenkende Toilettenbrille, aber leider zu klein für das Toilettenbecken, im separaten WC zwar ein Händewaschbecken, aber keine Möglichkeit, ein Handtuch aufzuhängen Nach der Renovierung wurde das Ressort 2016 wiedereröffnet und schon finden sich massive Anzeichen von Schlamperei und Vernachlässigung. Gut, Nachttischlampen sind nicht lebensnotwendig, für fehlende Haken kann man improvisieren, aber es drängt sich das Gefühl auf, dass es den Mitarbeitern, Managern oder wer auch immer zuständig sein sollte, komplett gleichgültig ist, dass die Anlage langsam wieder vergammelt und verkommt. Ekelig waren die Massen von großen Kakerlaken, die wir nächtens durch die Räume huschen sahen. Wir sprachen die Mitarbeiterinnen in der Rezeption bei Abreise darauf an. Der lapidare Kommentar war, dass die aus den Abflüssen kommen. So what!
Das Frühstück im Restaurant haben wir nur 1x getestet, Essen gar nicht. Sonnenuntergangsstimmung
Die Rundfahrten boten Erschreckendes: ein paar Giraffen, Springböcke, panisch flüchtende Zebras und Oryxe, .Gackeltrappen, ein reglos auf dem Ansitzbaum hockender Kampfadler, Mahaliweber, alles braun und vertrocknet, kein einziges grünes Hälmchen.
Diesen Vogel haben wir als Long-billed Pipit (Langschnabelpieper) identifiziert und stellen ihn hier als solchen ein, bitten aber ggf. um Berichtigung. Fotomatte hat uns berichtigt: Typisch, daß er den vermeintlichen Pieper als Sabotalerche enttarnen konnte! Danke!
Gruselig waren die vielen Tierkadaver in unterschiedlichsten Verwesungszuständen. Aasfresser fehlten gänzlich. Morgendämmerung
Unterwegs auf dem sog. „fishpad“, sahen wir nur einen Stelzenläufer, ein paar sehr weit entfernte Pelikane und einen Pied Kingfisher.
Vom sog. Birderparadies war das Wasser so weit entfernt, dass es Wasservögel überhaupt nicht gab.
Wir liefen dort ein wenig herum, sahen ein paar Nektarvögel, Siedelweber und andere, sehr scheue Vögel, die wir auf die Schnelle nicht identifizieren konnten.
Ein Oryx hatte uns nicht bemerkt und näherte sich dem Wasser - hohe Flucht, als es uns gewahr wurde.
Des Abends von der Terrasse aus konnte man mit dem Fernglas 20-30 Springböcke am Ufer erkennen und ein paar wenige Oryxantilopen.
Diese Tagen haben uns sehr bedrückt.
Morgen geht es zur letzten Station unserer Reise - zur Hakos Astrofarm.
Teil 1224. Sept. 2019
5.5.-7.5. Hakos Astrofarm Leider gab es hier keine Zimmer mehr, dafür aber eine wunderschön gelegene Campsite mit geschmackvoll eingerichteten und perfekt angelegten Wasch-und Toilettenräumen. Sehr empfehlenswert!
Leider ist die Campsite weit vom Haupthaus entfernt.
Dinner gibt es wegen der Sternengucker und -fotografen schon um 18.00 Uhr und wenn man danach zur Campsite zurückgeht, empfiehlt es sich – wegen der Gefahr, gelyncht zu werden - ausschließlich eine Rotlichttaschenlampe zu benutzen, denn überall stehen die Freaks hinter ihren Fotoapparaten und Sternenguckerquipment. Es herrschte große Aufregung, denn ein paar Tage vorher war eine Supernova entdeckt worden und alle waren erpicht darauf, die nun auch selbst sehen zu können. So war für unsere Sternenführung nur ein etwas wirr und unorganisiert wirkender Hobbyastronom übriggeblieben, der sich in unverständlichen Fachausdrücken verlor. Außer ein paar Nebeln bot er uns nichts Neues und mit dem Ausdruck „Teekännchen“, das zu zeigen wir ihn gebeten hatten, konnte er nichts anfangen. Das ist eben kein wissenschaftlicher Begriff! Später auf der Campsite haben wir es selbst wiederentdecken können. Es war sehr still hier, selbst die typischen Taubenrufe fehlten. Außer ein paar Bülbüls sahen wir keine Vögel.
Auf der Campsite blühten überall diese kleinen Pflänzchen
Die aufgefalteten Hakos Berge sind beeindruckend, noch mehr der mächtige Gamsberg, dessen Plateau man nicht alleine befahren darf.
Aber auf eine sechsstündige Tour dorthin mit dem farmeigenen Auto hatten wir angesichts der Hitze keine Lust. Die abendlichen Tischgespräche waren interessant, das Essen schmackhaft. Der Umgang der Betreiber und mancher Sternenhimmelexperten – oder was sich dafür hält - mit „normal Sterblichen“ ist allerdings gewöhnungsbedürftig bis ruppig. Der Sonnenuntergang des letzten "richtigen" Abends in Namibia mußte natürlich ausgiebig fotodokumentiert werden!
Und die Morgenstimmung auch:
Am Morgen des 7.Mai fuhren wir die zwei Stunden nach Windhoek, gaben das Auto ab, konnten unseren Kram dort stehen lassen und uns noch ein bisschen in der Stadt verlustieren. Am frühen Nachmittag wurden wir zum Flughafen gebracht – und am Mittag des nächsten Tages waren wir wieder zu Hause. Selten sind wir mit so zwiespältigen und uneindeutigen Gefühlen wieder zurückgeflogen. Die Regenzeit ist vorüber – wie werden die Menschen und Tiere die nächsten Monate überstehen?
Vielen Dank an alle Leser*innen, Dankedrücker*innen, Kommentatoren*innen und "Bestimmer*innen. Friederike + Claus