PEpeterwThemenstarter69 Beiträge · seit 201026. Feb. 2019 · #1
Hallo zusammen, weiß jemand von Euch wie es um die Genozid Klage der Herero und Nama in New York steht? Davon hat man lange Zeit nichts mehr gehört. Viele Grüße Peter
siehe Thread zum Thema. Da tut sich nichts/nicht viel (und wird es vermutlich auch nicht mehr).
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
DRDreamliner90 Beiträge · seit 201826. Feb. 2019 · #4
Es geht bei dem Fall bislang nicht um etwaige Schuld und etwaigen Schadensersatz. Es geht bislang juristisch ausschließlich um die vorprozessuale Frage, ob das US-Gericht überhaupt zuständig ist. Am 31.07.2018 fand in New York eine mündliche Anhörung statt, bei der der Anwalt der Herero vortragen durfte, warum denn das Gericht in New York zuständig ist. Der Anwalt von Deutschland durfte vortragen, warum das Gericht in New York nicht zuständig ist. Die Richterin hat in der Sache keine Entscheidung getroffen und den Fall auf unbestimmte Zeit vertagt. Mehr ist nicht bekannt und seitdem ist nichts passiert.
Irgendwann wird es da weiter geben und zumindest die vorprozessuale Frage der Zuständigkeit entschieden werden. Egal wie diese Frage entschieden wird: die unterlegene Partei dürfte versuchen, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Vermutlich wird deshalb allein die Klärung der Frage, ob US-Gerichte zuständig sind, noch Jahre dauern.
Nach Monaten der Vorbereitung traf gestern eine deutsche Delegation mit Bibel und Peitsche des namibischen Nationalhelden Hendrik Witbooi in Windhoek ein...
Die Peitsche ist dann sicher auch wichtig für den Kulturaustausch. „Unser bester u. discipliniertester Eingeborenenstamm sind … fraglos die Witbois ⦋sic⦌. Und kein Kapitän im Schutzgebiete macht in solch’ ausgiebiger Weise von d. Prügelstrafe Gebrauch, wie der alte Witboi“. (Zitat Leutwein 9.3.1901 aus K. F. R. Budack Krieg und Frieden im Basterland)
Mit sonnigen Grüßen von Tour aus Gießen Carsten Möhle
Carsten Möhle schrieb:Die Peitsche ist dann sicher auch wichtig für den Kulturaustausch. „Unser bester u. discipliniertester Eingeborenenstamm sind … fraglos die Witbois ⦋sic⦌. Und kein Kapitän im Schutzgebiete macht in solch’ ausgiebiger Weise von d. Prügelstrafe Gebrauch, wie der alte Witboi“. (Zitat Leutwein 9.3.1901 aus K. F. R. Budack Krieg und Frieden im Basterland)
Für den größten Teil der Öffentlichkeit im Lande der Braven und Bravourösen isses muhts ´ne Überraschung, dass zwei Kultobjekte nach Hause kommen, die 1893, zu Zeiten des Landeshauptmanns Curt von Francois in einem Gefecht auf Hornkranz, im Ostbereich Gamsberg auf dem Khomas Hochland, erbeutet wurden....
Wie LPM-Chef Bernardus Swartbooi am Montag bei einer Pressekonferenz mutmaßte, sei das plötzliche Interesse der SWAPO am Thema Ahnenland nur mit wahlkampftaktischen Überlegungen zu erklären und werde nach der Stimmabgabe...
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PEpeterwThemenstarter69 Beiträge · seit 201001. März 2019 · #10
Guten Morgen, danke, ich glaube auch dass dabei nichts herauskommt. Selbst wenn in der ersten Instanz ein Schadensersatzanspruch durch das Gericht bestätigt würde, kippt bestimmt eine höhere Instanz dieses Ergebnis, allein schon wegen der Länderimunität. Sonst wäre das ein Präzedenzfall der alle ehemailigen Kolonialmächte, England, Spanien, Frankreich, Portugal usw. betrifft. Auch die USA, die mit den Indianern ein äußerst "unsauberes Spiel" getrieben haben, wären selbst davon betroffen. Man kann nur hoffen dass die Kläger nicht zu viel Geld in Anwälte stecken -die das natürlich dick aufblasen- und nachher wird eine Maus geboren. Die Gerichts und Anwaltskosten sind bei der Höhe der Forderungen/Streitwert der Herero und Namas erheblich. Mal sehen wie die Sache ausgeht. Wünsche einen schönen Tag, viele Grüße aus Mainz Peter
persönliche Anmerkung: Da bin ich ja mal gespannt wo und wie die Exponate zukünftig aufbewahrt werden und wie deren Erhaltungszustand in, sagen wir mal 2-3 Jahren, sein wird....
DRDreamliner90 Beiträge · seit 201801. März 2019 · #12
peterw schrieb:Man kann nur hoffen dass die Kläger nicht zu viel Geld in Anwälte stecken -die das natürlich dick aufblasen- und nachher wird eine Maus geboren. Die Gerichts und Anwaltskosten sind bei der Höhe der Forderungen/Streitwert der Herero und Namas erheblich.
Die Herero zahlen vermutlich nichts für die US-Anwälte. Die US-Kanzlei von Kenneth McCallion oder externe Prozessfinanzierer dürften den Prozess finanzieren. Im Erfolgsfall gibt es nicht nur das übliche Anwaltssalär, sondern einen signifikanten Anteil an der erstrittenen Summe. Ist wei Venture-capital bei Startups: Wenn es gut geht, gibt es den ganz großen Reibach, wenn es schlecht läuft, gibt es gar nichts.
Die Herero hatten bereits 2001 vor genau dem gleichen US-Gericht (United States District Court for the Southern District of New York) Klage auf 2 Milliarden US-Dollar Entschädigung gegen Deutschland eingereicht. Damals wurde das abgewiesen. Jetzt meinen US-Anwälte, eine neue juristische Herleitung zu haben, warum Deutschland zahlen muss und US-Gerichte zuständig.
problematisch (für die OvaHerero) ist, dass sie sich selber intern auf keine Linie verständigen können. Die einen wollen in den USA die Klage durchdrücken, andere setzen ganz klar auf den Dialog wie er jetzt auf bilateraler Ebene läuft, wiederum andere wollen beim Dialog direktes Mitsprachrecht haben usw. Und solange der Streit innerhalb der Kläger scheinbar stärker ist als der Wille gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wird es meinem Eindruck nach auf das Ergebnis herauslaufen, was der aktuelle bilaterale Dialog bringt, der vielleicht in diesem Jahr zum Abschluss kommen kann.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Guten Tag Logi, die Wette hast du gewonnen. Wie mit Exponaten in Namibia umgegangen wird ,haben wir 2011 vor der Schließung der Alten Feste 2014 gesehen.Unter anderem war dort eine Bibel eines deutschen Einwanderers zusehen in der jeder, den es gejuckt hat, blättern konnte. Dementsprechend sah das Exponat auch aus. 2014 große Ankündigung, die alte Feste wird wieder hergerichtet, bis zum heutigen Tage wurde nicht damit begonnen. Das was da zurück gegeben wurde, wird mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit sang und klanglos verschwinden. Gruß Georg
Drechselschorsch schrieb:Guten Tag Logi, die Wette hast du gewonnen. Wie mit Exponaten in Namibia umgegangen wird ,haben wir 2011 vor der Schließung der Alten Feste 2014 gesehen.Unter anderem war dort eine Bibel eines deutschen Einwanderers zusehen in der jeder, den es gejuckt hat, blättern konnte. Dementsprechend sah das Exponat auch aus. 2014 große Ankündigung, die alte Feste wird wieder hergerichtet, bis zum heutigen Tage wurde nicht damit begonnen. Das was da zurück gegeben wurde, wird mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit sang und klanglos verschwinden.
Da braucht sich niemand irgendwelche Illusionen machen: alles was zurückgegeben wird, wird keine 5 Jahre überstehen, geschweige denn 100 Jahre.
Noch so ein wunderbares Beispiel ist dieser tolle "Gedenkstättenfriedhof" in Swakopmund. Wir wohnen ja da quasi immer gegenüber und können uns alljährlich von der zunehmenden Verwahrlosung überzeugen. Was jedoch dort sehr gut gepflegt wird, sind die umherfliegenden Flaschen der diversen Spirituosenhersteller. Daran sieht man schlichtweg, wie es bei den Ethnien um das "Gedenken" tatsächlich bestellt ist.
Die Rückführung einer Peitsche und Familienbibel des ehemaligen Nama-Führers Hendrik Witbooi hat eine weitere Auseinandersetzung zwischen der SWAPO und dem Chef der Landless People´s Movement (LPM), Bernardus Swartbooi, ausgelöst...
LG Logi
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201107. März 2019 · #18
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201107. März 2019 · #19
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