Landcruiser - reicht Benzin für Routing?

16 Antworten · 4'620 Aufrufe · gestartet 11. Dez. 2018 von Tanja73
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Themenstarter95 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #1
Hallo zusammen

In einem anderen Thread habe ich euch bereits meine gebuchte Route aufgeführt: seht unten

Wir haben hierfür einen Toyota Landcruiser reserviert. Angeblich werden wir dann auch noch Ersatz-Kanister dazu erhalten (Anzahl weiss ich nicht). Nun meine Frage: Wieviel Ersatz-Kanister müsste ich dabei haben, damit wir über genügend Benzin verfügen? Es gibt ja unterwegs keine Tankstelle, somit muss ich ja von Anfang an genügend Benzin dabei haben - und natürlich lieber zu viel als 1 Tropfen zu wenig. Wir werden ja an den Tagen, wo wir 2 Nächten übernachten, tagsüber auch noch in der jeweiligen Gegend untewegs sein.

19.-20.10.19 / 1 N Kubu Lodge Kasane und Übernahme Landcruiser
20.-21.10.19 / 1 N Chobe Safari Lodge Campsite
21.-22.10.19 / 1 N Ihaha Campsite
22.-23.10.19 / 1 N Muchenje Campsite
23.-24.10.19 / 1 N Savute Campsite
24.-26.10.19 / 2 N Mbudi Community Campsite
24.-28.10.19 / 2 N Xakanaxa Campsite
28.-30.10.19 / 2 N 3rd Bridge Tented Camp Self Caterin
30.-31.10.19 / 1 N Crocodile Camp Maun und Rückgabe Fahrzeug

Kann mir jemand aus seinen Erfahrungen allenfalls eine Rückmeldung geben?

Danke euch und liebe Grüsse, Tanja
1'086 Beiträge · seit 200911. Dez. 2018 · #2
Hallo Tanja,

Gegenfrage: Was ist das für ein Modell und wie groß ist der Tank?

Gruß Klaus
Gast11. Dez. 2018 · #3
Hallo Tanja73, zu deiner Frage erscheint mir vorab wichtig zu klären ob du tatsächlich Benzin und nicht etwa Diesel einfüllst. Das hat erstens Relevanz für die Lebensdauer des Motors, schlimmsten Falls erübrigen sich nämlich dann Gedanken über die Reichweite. Und wenn das und der Tankinhalt geklärt ist, wirst du Schätzungen zu Verbrauch und Reichweite kriegen.
Werner
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
569 Beiträge · seit 201311. Dez. 2018 · #4
Hallo Tanja,

wo hast Du denn gebucht, sprich sind schon Ersatzkanister dabei?

Also um es mal "auszurechnen": Bushlore gibt an: 130 Liter-Tank + 2 Ersatzkanister á 20l, macht insgesamt 170 Liter.
Verbrauch wird mit etwa 13 l/100km angegeben. Der Erfahrung nach stimmen die Verbrauchsangaben auch in etwa, macht also reine Normalreichweite 1.300 km, da Du den Tank nicht leer fahren wirst also etwa 1150/1200 km.

Jetzt rechne die Fahrstrecke zusammen. Reine netto-Fahrstrecke sind das etwa 500/ 550 km, wenn ich das mal überschlage. Pro Tag habt ihr sicherlich nochmal 20-50km game-drive, je nach Lust und Laune. Dabei sicherlich nicht an jedem Tag, aber bestimmt an den Orten, an denen ihr 2 Nächte plant. Also nochmal mindestens 200, eher 250 km, dazu, macht mindestens 750-800km effektive brutto-Fahrstrecke.

Als letzte Unwägbarkeit: wie oft brauch ihr den 4x4 Modus, L4, Tiefsand grundsätzlich usw.? Da steigt der Verbrauch natürlich entsprechend.

Mein Ergebnis wäre: ja, mit dem Landcruiser + 2 Ersatzkanister (Variante Bushlore) kommt Ihr in der Strecke durch. Zumindest in Moremi kann man - je nach Jahreszeit - wenigstens Streckenweise den 4x4 auch ausschalten und 2x4 fahren.

Sollte Dir das zu knapp berechnet sein, würde ich noch einen Kanister mehr mitnehmen, sicher ist sicher, dann habt ihr nochmal etwa 100 km Reichweite (gerechnet schon mit Tiefsandverbrauch) mehr, das sollte dann unproblematisch sein. Hieße also Cruiser 130 Liter + 3 Ersatzkanister.

LG Mogambo
4'984 Beiträge · seit 201611. Dez. 2018 · #5
Hi Tanja,

die effektive Streckenlänge mit all deinen Stationen schätze ich auf etwa 500 km exkl. game drives.

Die Puma Tankstelle in Muchenje hat nicht immer Treibstoff, und das Bezahlen mit Karte ist auch nicht immer möglich.
Gruß Gina
Gast11. Dez. 2018 · #6
Mogambo schrieb:

Als letzte Unwägbarkeit: wie oft brauch ihr den 4x4 Modus, ...... Zumindest in Moremi kann man - je nach Jahreszeit - wenigstens Streckenweise den 4x4 auch ausschalten und 2x4 fahren.
Auf so einer Route (aber auch i.A.) besteht mE kein Sparpotenzial für Treibstoff durch Minimierung des (zuschaltbaren) Allradantriebs. Für ungeübte Fahrer ist es mE auch keine gute Idee. Der höhere Spritverbrauch unter diesen Bedingungen kommt nicht von den paar Kilos bewegter Masse in der Vorderachse, sondern vom Fahren in den niedrigen Gängen und dem Rollwiderstand.
Also Tanja73, verwende den 4x4, dazu ist er da, genießt den Urlaub und fülle vor allem das richtige ein 😗 und verzeihe bitte die leichte Ironie (obig)
Werner
PS und bevor alle über mich herfallen, es war von Allrad und nicht von Untersetzung die Rede.
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
106 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #7
GinaChris schrieb:Die Puma Tankstelle in Muchenje hat nicht immer Treibstoff, und das Bezahlen mit Karte ist auch nicht immer möglich.


Als wir am 15.11. dort waren, war sie komplett außer Betrieb, inkl. Papierzettel "no fuel, no diesel". Man sollte lieber nicht damit rechnen, dort tanken zu können. Wir hatten zum Glück genug Diesel dabei.

P.S.: Wir haben für 5 Nächte ab Kasane bis Maun (2xSavuti-2xXakanxa-South Gate) mit unserem Nissan Hardboy D/C einen Tank (soll angeblich ein 70l Tank gewesen sein) plus 25 Liter Diesel aus Kanistern gebraucht, sind aber auch nicht den ganzen Tag rumgefahren. Z.B. am vollen Xakanaxa-Tag sind wir morgens 3-4 und abends 2 Stunden unterwegs gewesen für Game Drives. Da wäre natürlich deutlich mehr möglich gewesen und dann wäre der Verbrauch auch höher. Ich würde lieber großzügig zu viel mitnehmen, am Ende stresst man sich nur und verzichtet auf Game Drives, aus Sorge, dass es nicht reicht, nur um sich hinterher zu ärgern, dass es doch gepasst hätte. Falls ihr keine Außenhalterung habt, die Kanister am besten mit Panzertape zukleben, mit mehreren Müllsäcken umwickeln und gut fest "einbauen", damit nichts ausläuft.
Südmarokko März 2012 | Südafrika & Swasiland September 2014 | Namibia & Botswana November 2018
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2018
569 Beiträge · seit 201311. Dez. 2018 · #8
loser schrieb:
Auf so einer Route (aber auch i.A.) besteht mE kein Sparpotenzial für Treibstoff durch Minimierung des (zuschaltbaren) Allradantriebs. Für ungeübte Fahrer ist es mE auch keine gute Idee. Der höhere Spritverbrauch unter diesen Bedingungen kommt nicht von den paar Kilos bewegter Masse in der Vorderachse, sondern vom Fahren in den niedrigen Gängen und dem Rollwiderstand.
Hallo Werner,

im Grunde volle Zustimmung. Es macht wenig Sinn nach Sparpotential in der Fahrweise auf der Strecke zu suchen und noch weniger Freude macht es.

Insoweit lass es mich vielleicht so formulieren: die abschließende Unwägbarkeit im Spritverbrauch ist die jeweilige individuelle Fahrweise 😉 Das ganze dann immer mit Blick auf die jahreszeitlichen Streckenverhältnisse. 🙂

LG Mogambo 🙂
Themenstarter95 Beiträge · seit 201811. Dez. 2018 · #9
Hallo zusammen

Meine Anfrage kam vermutlich etwas zu früh, denn ich weiss in der Tat noch nicht, welches Landcruiser-Modell für uns gebucht wird (habe die Bestätigung noch nicht erhalten, ist aber in Abklärung). Die Buchung läuft über einen lokalen Agenten von uns (ich arbeite selber in dieser Branche, die Buchung läuft aber über unseren Hauptsitz), welcher schon mal erwähnt hat, dass wir dann noch Ersatzkanister bräuchten. Ich versichere mich aber lieber gerne selber, wieviel Kanister ich noch mitgeliefert erhalten soll, als dass ich mich voll und ganz auf den Agenten verlasse.

Ich werde somit mal abwarten, welcher Typ Landcruiser für uns dann im Oktober bereit stehen soll und JA, wir werden dann natürlich das richtige tanken 🙂 Hab einfach mal Benzin geschrieben, damit meinte ich jedoch eher einfach Treibstoff im Allgemeinen. Hatte in der Schweiz schon mal das Falsche getankt und sogar hier ist es nicht lustig, nach 300m stehen zu bleiben. Geschweige denn in Botswana, wo ja dann mein Traumurlaub beginnen soll.

Werde mich wieder melden, wenn ich mehr zum Fahrzeugtyp weiss.....

Lieber Gruss an alle, Tanja
5'480 Beiträge · seit 200911. Dez. 2018 · #10
Hallo Tanja,

ich bin die Strecke vergleichbare Touren von Kasane nach Maun schon viele Male mit einem gemieteten Landcruiser gefahren. Das Standardmodell ist der 4,2l Saugdiesel. Den empfehle ich Euch sehr. Nehmt bloß keinen Benziner. Ein guter Landcruiser Mietcamper sollte dann auch einen Longrange-Tank mit min. 160l Volumen aufweisen. Wenn das der Fall ist, könnt Ihr Euch die Sauerei mit den Ersatzkanistern sparen. 160l reichen bei o.g. Modell auf jeden Fall.

Ich kann Euch nur dringend davon abraten, nach verlassen der Asphaltstraße zwischendurch auf 2x4 umzuschalten. Die zu erwartende Ersparnis steht in keinem Verhältnis zum Mehrverbrauch und Mehrarbeit, wenn man sich dadurch dann doch mal festfährt. Das passiert schneller als man denkt, denn das Geläuf wechselt teilweise von Meter zu Meter und das Einlegen des 4x4 geht nicht während der Fahrt.

Alles Gute
Thomas
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2'530 Beiträge · seit 201112. Dez. 2018 · #11
Topobär schrieb:
Das passiert schneller als man denkt, denn das Geläuf wechselt teilweise von Meter zu Meter und das Einlegen des 4x4 geht nicht während der Fahrt.

Alles Gute
Thomas
Folgende Info hierzu: (Betrifft Land Cruiser.)
Manche haben vorne an den Radnaben Auto Locks, mit Auto- und Lockstellung und andere haben auch die manuellen Hubs mit Free- und Lockstellung. Ich rate das die, egal welche Version, auf Lock gedreht werden, dann kann man zwischen 2 und 4 Rad schalten ohne anzuhalten, auch ohne Kupplung, nur kurz das Gas lupfen und dann einschalten. Bei den Auto Hubs geht das nicht in der Autostellung, da macht man die Radnaben kaputt, also immer anhalten, es geht aber sehr wohl in der Lockstellung, wie schon geschrieben. Wir nennen das 'Shift on the Fly'. So mach ich das auch auf Gravelroads bei 80km/h. Die Autohubs können mit dem Radmutterschlüssel verstellt werden. Es macht auch überhaupt nichts aus in der Lockstellung auch mal größere Strecken auf Asphalt zurückzulegen, aber mit dem Schalthebel in der 2WD Stellung. Man verbraucht aber mehr Sprit, ungefähr 1l/100km mehr.



Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2018
2'530 Beiträge · seit 201112. Dez. 2018 · #12
Ich muß hier aber noch ergänzend erwähnen, das dies nicht möglich ist zwischen H4 und L4. Hier muß man zum absoluten stehen kommen.
Dead stop.

Nicht das mich oben jemand falsch verstanden hat und dann sein Transfergetriebe zersägt. 🤩
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1'042 Beiträge · seit 201612. Dez. 2018 · #13
Hallo Cruiser,
Cruiser schrieb:
Es macht auch überhaupt nichts aus in der Lockstellung auch mal größere Strecken auf Asphalt zurückzulegen, aber mit dem Schalthebel in der 2WD Stellung.
Es macht aber auch keinen Sinn so größere Strecken auf Asphalt zurück zu legen. Wenn man auf Asphalt unterwegs ist, dann kann man beim Verlassen dieses Untergrundes ja in der Regel anhalten ohne dass man sich dort dann "eingraben" wird.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch der Schaltheben MUSS auf Asphalt zwingend in der 2 WD Stellung sein (jedenfalls bei den meisten Allradsystemen die in Namibia Verwendung finden).
Cruiser schrieb:
Man verbraucht aber mehr Sprit, ungefähr 1l/100km mehr.
Eben deswegen macht der Vorschlag wenig bis keinen Sinn. Vielleicht für ein kurzes Stück über Asphalt, wo man geschwind einmal ein paar Meter im 2 WD fährt um dann sofort wieder auf "losem" Untergrund wieder in 4 WD zu schalten ist der Tipp hilfreich, vor allem wenn das ein paar Mal hintereinander vorkommt, dann muss man nicht dauernd anhalten und ein- aussteigen. Aber sonst, für was soll das gut sein? Mit gesperrten Freilaufnaben läuft doch der vordere Antriebstrang dauernd mit und damit hat man einen Verbrauch als wäre der 4 WD sowieso eingelegt (naja beinahe).

Bevor jetzt einer auf eine ganz dämliche Idee kommt: Beide Naben werden immer gleichzeitig bedient, also nicht die eine Seite gesperrt und die andere offen, das wäre Gift für das Vorderachsdifferential!

Gruß Markus
2'530 Beiträge · seit 201112. Dez. 2018 · #14
Hallo Markus, es war kein Vorschlag sondern eher Info falls man die Hubs nicht unlocked. Und bei mir steht 2WD und nicht 4WD.
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Gast12. Dez. 2018 · #15
Bei derartigen Themen holen sich doch hauptsächlich die mit Derartigem wenig Versierten Informationen und Tipps und für diese ist die Expertendiskussion @ Freilaufnabe mE verwirrend geführt. Daher mein Vorschlag, dies unmissverständlich zu erklären. Hilfreich wären auch Hinweise, welche Modelle im heute üblichen Mietfahrzeugpark überhaupt noch manuell zu bedienende VorderradFreilaufnaben haben (LC vom Cruiser wurde schon erwähnt), ich habe nämlich die Vermutung, dass diese schon eher selten sind.
Grüße
Mit 2x4 und gesperrter VorderradFreilaufnabe kann man mE unbegrenzt auf jedem Untergrund fahren ohne irgendwas zu beschädigen, weil es nämlich genauso ist, als wäre gar keine montiert. Man hat nur etwas mehr Reifenverschleiß vorne und Benzinverbrauch, wobei sich das im Vergleich zu „früher“ durch den technischen Fortschritt auch verringert hat.
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2018
Themenstarter95 Beiträge · seit 201813. Dez. 2018 · #16
Hallo zusammen

Ich versteh grad nur Bahnhof und werde mich im Laufe des nächsten Jahres genauer mit eurem Fachwissen auseinandersetzen 🙂

Folgende Meldung habe ich mittlerweile per Mail erhalten:

The vehicle booked for your clients is a Toyota Land Cruiser 79 series 4.2 diesel double cab.
The standard fuel tank is 130L plus 40L as standard for our cruisers and we will give them another 40L extra with the extra Jerry cans - Total fuel 210L

Somit müssten wir hier auf der sicheren Seite sein, was die Menge an Diesel (jetzt weiss ich dass es Diesel und nicht Benzin ist :-)) ....

Lg Tanja
5'480 Beiträge · seit 200913. Dez. 2018 · #17
Hallo Tanja,

dann ist das genau das Modell, was ich erwartet hatte. Wie ich in meinem ersten Post schon geschrieben hatte, brauchst Du die beiden Ersatzkanister nicht. Ich würde drauf verzichten. Gibt nur Sauerei.

Alles Gute
Thomas
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