BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 ·
1.10.2018 Nach dem Frühstück verlassen wir gegen 8.15 Uhr die Lodge. Nach 8 km auf Farmgelände geht’s auf der D2359 den gleichen Weg zurück, auf dem wir vor 2 Tagen gekommen waren. An der Einmündung zur C35 biegen wir heute links ab und folgen der Piste in nördlicher Richtung.
Am Straßenrand sehen wir immer wieder mal Verkaufsstände der Herero bzw. Himba. An einigen Verkaufsständen der Herero legen wir einen Stopp ein. Wir kaufen einige nette selbst gemachte Täschchen und auf die Frage, ob ich Fotos machen kann, nicken die beiden, netten Damen freundlich.
Vor dem Weiterfahren schenken wir ihnen bzw. einem kleinen Jungen eine Tüte Chips, Mineralwasser und einen Apfel. Kurz vor 11.00 Uhr erreichen wir die geteerte C39, auf die wir in rechts in östlicher Richtung abbiegen. Nach 45 km Teerstraße biegen wir rechts auf die D2743 ein. Wir legen einen kurzen Fotostopp ein, denn hier stehen viele, aus ganz hellem Sand erbaute, Termitenhügel herum.
Um 11.50 Uhr haben wir unser Ziel für heute, die Vingerklip Lodge erreicht. Sie liegt auf einer 3.000 ha großen Farm, idyllisch auf einem Bergrücken. 186 km sind wir heute gefahren, davon 142 km Schotterpiste. Zur Begrüßung bekommen wir ein kühles Fruchtgetränk. Da wir auf unser Chalet noch ½ Stunde warten müssen, gibt’s am kleinen Pool im Schatten ein kühles Bier bzw. einen Rock Shandy.
Unser Häuschen ist diesmal wieder etwas luxuriöser eingerichtet. Eine große Terrasse mit 2 Liegen und Sonnenschirm gehört dazu. Alle Gebäude sind reetgedeckt.
Gegen 14.00 Uhr trinken wir im Haupthaus einen kostenlosen Kaffee, dazu gibt’s ein Stück Kuchen. Dann relaxen wir am kleinen Pool mit seinem erfrischenden Wasser. Hin und wieder läuft eine Felsenratte (??) vorbei. Auch eine hübsche Eidechse wird fotografiert.
Hallo Rudi, jetzt habe ich Euren Bericht in einem Rutsch durchgelesen und bedanke mich ganz herzlich vor allem für die wirklich wunderbaren Fotos. Es sind Motive dabei, die ich so noch nie gesehen habe (z.B. das sich bettende Perlhuhn). Also danke und ich freue mich noch auf den Rest der Tour. Liebe Grüße Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 ·
Hallo Rudi, jetzt habe ich Euren Bericht in einem Rutsch durchgelesen und bedanke mich ganz herzlich vor allem für die wirklichen wunderbaren Fotos. Es sind Motive dabei, die ich so noch nie gesehen habe (z.B. das sich bettende Perlhuhn). Also danke und ich freue mich noch auf den Rest der Tour. Liebe Grüße Anne
Hallo Anne, danke für die sehr netten Worte. Knapp 10 Tage liegen ja noch vor uns.
LG Rudi
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 ·
Was das Abendessen betrifft, gibt es hier zwei Restaurants – das Hauptrestaurant und das „Eagles Nest“ mit 22 Sitzplätzen auf einem hohen Felsenplateau. Gleich bei unserer Ankunft haben wir einen Platz für heute Abend reserviert. Um 18.00 Uhr steigen wir nach oben, schöne Blicke nach unten begleiten uns.
Dann gelangen wir an die steile Felswand. Jetzt geht’s ca. 350 Treppen auf einer Art Feuertreppe, die im senkrechten Fels befestigt ist, nach oben.
Oben angekommen bin ich ganz schön außer Puste. Aber der wahnsinnige Blick in die Tiefebene, einige Felsterrassen und Felsenfinger waren die Anstrengung wert. Eine nette Angestellte der Lodge fragt uns gleich, was wir zum Sundowner trinken wollen. Den imposanten Sonnenuntergang genießen wir mit einem Bierchen bzw. Glas Rotwein.
Das anschließende Abendessen ist eines der besten bisher. Es gibt Hähnchen, Lamm, Zebrasteak (Super!) und Springbockwürstchen, dazu Gemüse, Salate, Knoblauchbrot und Folienkartoffeln. Auch Monika bekommt eine sehr gute vegetarische Platte. Als Nachtisch kann man sich an einer Käseplatte oder einem Bananenmousse bedienen.
Doch ein Höhepunkt folgt noch. Audrey, die nette Bedienung entpuppt sich als wahres Gesangstalent. Sie gibt einige Songs zum Besten. Bei „Amazing Grace“ stellen sich bei mir die Haare auf – was für eine Stimme. Wie sie uns später erzählt, will sie im Dezember eine CD herausbringen. Ich reserviere mir auf jeden Fall schon mal eine.
Nach einigen Zugaben von Audrey steigen wir wieder hinunter. An der Bar nehmen wir uns noch Mineralwasser, Cola und ein großes Glas Eiswürfel mit und ziehen uns auf unsere Terrasse zurück. Hier machen wir es uns auf den Liegen bequem und trinken Baccardi-Cola mit Eis. Heute ist es so warm, dass ich nur mit Badehose bekleidet bis 23.00 Uhr draußen liege.
Champagner8’765 Beiträge · seit 201015. Dez. 2018 ·
Guten Abend Rudi,
angelockt durch die Kommentare von Anne & Co. habe ich mir deinen Bericht nun "gesonnt" gegönnt - und ich muss sagen: meine Vorschreiber haben Recht 🙂 . Tolle Fotos und eine seeeeehr gemütliche Tour, die zum Teil schöne Erinnerungen weckt. Danke für die Mühe, die du dir mit dem Schreiben und den Fotos machst! Und auf die nächsten Stationen bin ich schon sehr gespannt!
Du bekommst auch noch eine PM von mir, ich habe eine Bitte an dich 😎 !
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201815. Dez. 2018 ·
Guten Abend Rudi,
angelockt durch die Kommentare von Anne & Co. habe ich mir deinen Bericht nun "gesonnt" gegönnt - und ich muss sagen: meine Vorschreiber haben Recht 🙂 . Tolle Fotos und eine seeeeehr gemütliche Tour, die zum Teil schöne Erinnerungen weckt. Danke für die Mühe, die du dir mit dem Schreiben und den Fotos machst! Und auf die nächsten Stationen bin ich schon sehr gespannt!
Du bekommst auch noch eine PM von mir, ich habe eine Bitte an dich 😎 !
Liebe Grüße von Bele
P.S.: Felsenratte stimmt!
Hallo Bele, freut mich, dass dich mein Bericht nebst Fotos angesprochen hat. Es macht mich als Ersttäter, der sich sicher 1 1/2 Jahre im Forum herumgetrieben hat und viele sehr wichtige Informationen und Erfahrungen für unsere eigene Tour herausgezogen hat, ein bisschen stolz, wenn sich auch "alte" Hasen bei meinem Bericht einfinden. Danke auch für die Bestätigung der "Felsenratte"
LG Rudi
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201816. Dez. 2018 ·
2.10.2018 Die letzte Nacht war nicht so entspannend, da es im Zimmer ganz schön warm war. Außerdem piesackten einige Mücken. Nach dem Frühstück starten wir gegen 9.00 Uhr zu einer Wanderung, dem sog. „Northern Terrace Hike“. Es ist der längere Weg zur Vingerklip und führt um die Nordterrasse herum, auf der wir gestern Abend beim Essen waren. Der Weg ist schön angelegt und man hat eine super Sicht in das weite Tal. Tiersichtungen gibt es heute, außer einigen Tokos und Erdhörnchen, keine. Die Landschaft steht im Mittelpunkt.
Am Anfang sind die Temperaturen noch recht angenehm. Als wir uns nach ca. 1 Stunde dem 35 m hohen Felsenfinger nähern, haben wir sicher wieder über 30oC.
Wir steigen zur Basis der Felsformation hinauf und umrunden sie einmal. Dann setzen wir uns in den Schatten und genießen den tollen Blick über die flache Savanne mit den steil aufsteigenden Felsterrassen. Uns erinnert die Szenerie etwas an Arizona in den USA.
Nachdem wir die eindrucksvolle Aussicht einige Zeit auf uns wirken gelassen haben, steigen wir wieder hinunter und gehen auf direktem Weg zur Lodge zurück. 2 ½ Stunden waren wir unterwegs.
Wir kühlen uns zuerst etwas mit einem Bierchen bzw. Rock Shandy von innen, dann geht’s an den größeren Pool, um Kühlung von außen zu erlangen.
Ich fotografiere noch einige Vögelchen, dann gibt’s im Haupthaus Kaffee und Kuchen.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201816. Dez. 2018 ·
Nach dem Duschen steht der „Sunddowner Drive“ auf dem Programm. Wieder ist es eine private Tour, denn wir sind die einzigen, die mit Guide Denzy losfahren. Er ist ein sehr sympathischer Typ, der viel Wissenswertes über Pflanzen, Tiere und die ganze Gegend zu berichten hat. Die Terrassen erscheinen in einem wunderschönen Licht.
Dann sehen wir unser erstes Zebra auf der Rundfahrt. Da wissen wir noch nicht, dass wir im Etosha Hunderte davon sehen werden.
Auf einem kleinen Hügel stoppen wir für unseren Sundowner. Denzy packt alle möglichen Getränke aus, sogar südafrikanischer Champagner ist dabei. Monika und Denzy schenken sich Champus ein, ich bevorzuge ein kühles Bier.
Obwohl es mit dem Sonnenuntergang wegen Wolken heute nichts wird, haben wir mit unserem Guide ein sehr interessantes Gespräch.
Gegen 19.00 Uhr fahren wir zur Lodge zurück. Aus der Ferne können wir gut sehen, wo wir gestern auf das Plateau zum Abendessen gestiegen sind.
Jetzt wartet schon das Abendessen auf uns. Das 3-Gänge-Menü besteht aus Gemüsesuppe, sehr gut gegrilltes Oryxfilet und mit Minze verfeinertes Gnufleisch nebst vielen Beilagen und einen Malva-Pudding – alles wieder sehr, sehr lecker.
Auf unserer Terrasse endet der Tag, fast wie immer mit einem Baccardi Cola, Bericht schreiben und einem Brandy. Draußen ist es viel angenehmer als im Zimmer bei gefühlten fast 30oC.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201816. Dez. 2018 ·
3.10.2018 Nach dem Frühstück fahren wir auf der D2743 zur C39 zurück. Wir sind heute zu dritt im Auto, da wir den Manager der Lodge mit nach Outjo nehmen, denn sein Auto ist kaputt. Unterwegs halten wir bei einem Verkaufsstand von drei Himbadamen. Wir kaufen einige Armreifen und können auch Fotos machen.
Auf der geteerten C39 kommen wir zügig voran und sind um 10.00 Uhr in Outjo. Wir haben einiges zu erledigen – tanken, Geld abheben und im Supermarkt und Bottle Store etwas einkaufen.
Eine knappe Stunde später verlassen wir die Stadt auf der C38 in nördlicher Richtung. Kurz vor 12.00 Uhr erreichen wir nach insgesamt 196 km (davon 174 km Teerstraße) unsere Unterkunft, das Taleni Etosha Village, das nicht weit vom Anderson Gate entfernt ist. Diese Anlage ist mit 45 Bungalows die mit Abstand Größte auf unserer Rundreise. Deshalb sind wir etwas skeptisch, wie es hier so zugeht. Unser Häuschen Nr. 33 macht einen sehr guten Eindruck, sehr geräumig, modern eingerichtet und hat Klimaanlage.
Gegen 14.30 Uhr starten wir zu unserer ersten Fahrt in den Nationalpark. Vom Anderson Gate geht’s zunächst auf Teerstraße bis zum Rastlager Okaukuejo. Von hier fahren wir eine Reihe von Wasserlöchern östlich des Gates an – Pan – Gemsbokvlakte – Olifantsbad – Aus – und zurück. Unterwegs sehen wir eine Vielzahl an Tieren, wie z.B. Giraffen, Zebras, Springböcke, Orycx, Gnus, Schwarznasenimpalas und andere Antilopenarten. Auch verschiede Vögel, wie Trappen, sind zu sehen.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201816. Dez. 2018 ·
An einem Wasserloch (Name ist mir entfallen) die erste Löwin. Leider ist das Fotografieren hier sehr schwierig, da viele große Touri-Busse den Blick fast verstellen.
Einige Minuten später treffen wir auf eine Elefantenherde, die, nur wenige Meter vom Auto entfernt, herumstreift.
Bei einem anderen Wasserloch beobachten wir eine trinkende Giraffe und ein Spitzmaulnashorn (?), das auch recht durstig ist.
Auf der Rückfahrt sehen wir einige hundert Meter vor uns etwas auf der Straße liegen. Monika meint, dass es ein totes Tier sei. Wir nähern uns langsam. Als wir nur noch ca. 20 m entfernt sind, erhebt sich das scheinbar „tote“ Tier und entpuppt sich als Löwe. Wir stoppen und er wackelt ganz langsam über die Straße. Dann geht er einige hundert Meter parallel zur Straße, bis er in der Savanne verschwindet.
Wenig später steht eine Tüpfelhyäne am Straßenrand. Sie bleibt auch stehen, als ich, nicht mal 1 m von ihr entfernt, den Motor ausmache und einige Fotos schieße.
Außerdem erblicken wir noch einige Ohrengeier (?) in den Bäumen.
Wegen der vielen Tiersichtungen haben wir uns verspätet. So erreichen wir das Gate gerade noch rechtzeitig, bevor es schließt. Beim Abendessen ist natürlich wegen einiger größerer Gruppen ganz schön was los. Die Organisation ist aber recht gut. Wir haben einen festen Tisch für die nächsten 2 Tage bekommen. Die größeren Gruppen sitzen weiter von uns entfernt. Es steht ein umfangreiches Buffett zur Verfügung. U.a. werden sechs verschiedene Fleischsorten nach Wunsch frisch gegrillt. Ich probiere heute Oryx, Gnu und Eland-Antilope – es schmeckt mir.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201817. Dez. 2018 ·
4.10.2018 Heute frühstücken wir schon um 6.30 Uhr. ½ Stunde später starten wir zu unserer zweiten Etosha-Erkundung. Wir halten uns heute westlich von Okaukuejo auf – Okondeka – Natco – Leeubron – Wasserloch Okaukuejo – Ombika. Wieder sehen wir viele Tiere, wie Springböcke, Gnus, Oryx, Zebras, Schabrackenschakale, Warzenschweine, aber auch viele Vögel, wie Turmfalke, Mäusebussard, Riesentrappe, Weißflügeltrappe, Rotschopftrappe, Brustbandprinie oder Strauß.
An manchen Bäumen haben die Siedlungsweber riesige Nester errichtet.
Zwischendrin machen wir in Okaukuejo Mittagspause. Am hiesigen Wasserloch tummeln sich große Gruppen an Springböcken, Kudus und Gnus, dazwischen einzelne Oryxe, die bis zum Bauch im Wasser stehen. Interessant ist, dass sich die einzelnen Tierarten am Wasserloch meistens abwechseln. Hat die Gnuherde z.B. ihren Durst gestillt, ziehen sie wieder von dannen und sofort treten die Kudus ans Wasserloch.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201817. Dez. 2018 ·
Auch am letzten Wasserloch treiben sich wieder mehrere Tierarten in großer Stückzahl herum. Wenn man den Motor ausmacht, gehen manche von ihnen direkt am Auto vorbei.
Nach 5 Stunden ist unsere zweite Tour beendet. Wir sind heute 122 km gefahren. Jetzt sind kühle Getränke angesagt. Dann mache ich einige Fotos von Blättern und Samen der Bäume, die um unser Häuschen herumstehen – wie z.B. Mopane, Kameldorn oder Moringa.
Am Nachmittag geht’s zum Baden und Relaxen an den Pool. Ein schöner Schmetterling und einige Gelbschnabeltokos leisten Gesellschaft.
Vor dem Abendessen genießen wir einen schönen Sonnenuntergang.
Beim Essen probiere ich heute gegrillte Eland-Antilope, Kuhantilope und Impala – sehr gut. Bei unserem Häuschen gibt’s noch mehrere Absacker.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201817. Dez. 2018 ·
5.10.2018 30 Minuten nach dem Frühstück starten wir gegen 8.00 Uhr wieder in den Etosha. Heute wollen wir vom Anderson Gate den Park in Richtung Osten durchqueren. Von Okaukuejo geht’s nach Sueda, direkt an den Rand der großen Salzpfanne, wo wir wieder einige Trappen sehen.
Auf dem Weg nach Charitsaub sehen wir eine Herde Kuhantilopen.
Nach dem Wasserloch Salvadora, an dem nur einige Strauße Wasser trinken, gelangen wir nach Rietfontain. Hier ist ganz schön was los. Es halten sich gerade größere Gruppen Zebras und Elefanten auf.
Im Halali Camp legen wir eine Pause ein. Einige Glanzstare machen auf sich aufmerksam. Auch ein kleines Erdhörnchen traut sich ganz nah an uns heran.
Beim Wasserloch in Halali sind nur einige Zebras, die sich schön im Wasser spiegeln und Impalas anwesend.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201817. Dez. 2018 ·
An den nächsten beiden Wasserlöchern ist nicht viel los. Erst bei der Weiterfahrt sehen wir eine kleine Gruppe Elefanten, die sich unter einer Baumgruppe vor der Hitze zu schützen versucht. Es kann auch sein, dass sie ein junges Tier beschützen, das man auf dem Boden erkennt.
Nicht weit davon entfernt, bewegt sich ein „weißer“ Elefant durch die Savanne.
Zwischen den Wasserlöchern Goas und Springbokfontain treffen wir auf Gruppen von Gnus und Zebras, auch Kuhantilopen und ein Raubvogel (?) sind zu sehen.
Im Osten des Parks gibt es auch wieder schöne Termitenhügel aus hellem Sand.
Wir verlassen den Nationalpark durch das von Lindequist Gate. Gleich dahinter geht’s links ab in die Onguma Reserve, ein 20.000 ha großes Privatreservat. Wir haben noch 12 km sehr schmale Piste vor uns, bis wir unser Quartier für die nächsten 3 Nächte, das sog. Tree Top Camp erreichen. Hier gibt es nur 4 Baumchalets mit einem privaten Wasserloch vor der Nase. In der Sprache des hererostammes bedeutet Onguma soviel wie „der Ort, den man nicht mehr verlassen möchte“. Unser erster Eindruck ist, dass an dem Spruch was dran sein könnte. Wir werden mit einem kühlen Getränk und einem heißen Tuch begrüßt. Nach der Einweisung können wir unser Baumhäuschen in Augenschein nehmen. Die Wände sind aus stabilem Zeltstoff, die Vorderseite ist offen (das bleibt auch während der Nacht so). Die Dusche ist außen, neben der Terrasse untergebracht.
Nach kostenlosem Kaffee und Kuchen schreibe ich meinen Reisebericht weiter, immer wieder mal durch Tiere unterbrochen, die zum Wasserloch kommen.
Vor dem Abendessen erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Wir sitzen beim Abendessen mit weitern 6 Touristen an einem großen Tisch. Dann wird uns das 3-Gänge-Menü serviert, das hier eigens für uns zubereitet wird. Es besteht aus Kürbissuppe, Krabbenfleisch mit Beilagen und Eis mit Amarulasoße – vom Feinsten. Später sitze ich noch bis kurz vor Mitternacht bei angenehmen Temperaturen auf unserer Terrasse, trinke etwas und schaue einigen Tieren (u.a. Springböcke, Schakal, Hyäne) beim leicht beleuchteten Wasserloch zu.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201818. Dez. 2018 ·
6.10.2018 Nach einer Tasse Kaffee starten wir gegen 6.30 Uhr mit unserem Guide Jakob zu einer Morgenwanderung – wie schon so oft sind wir die einzigen Touristen. Da es hier auch gefährliche Tiere gibt, lädt Jakob erst mal seine Waffe mit 6 Patronen. Bevor es losgeht, belehrt er uns zunächst, wie wir uns bei gefährlichen Tieren verhalten sollen. Obwohl wir keine Tiere sehen, wird es eine interessante Wanderung. Jakob erklärt uns die unterschiedlichsten Dinge, wie z.B. einige Tierspuren im Sand, u.a. auch von Löwen. Auch das unterschiedliche Ausscheidungsverhalten ist ein Thema. Mache Tiere (z.B. Oryx) bleiben stehen, das ergibt demnach einen Haufen. Andere Tiere (z.B. Kudu, Impala) gehen weiter, sodass nur einzelne Bällchen am Boden zu finden sind.
Sehr interessant sind seine Geschichten über Termiten. So geht ein Bau, der z.B. 2 m in die Höhe ragt, auch 2 m in den Boden hinein. Vorsicht ist geboten, wenn im Bau Löcher zu sehen sind. Dann ist der Bau verlassen, wird aber oft zum Aufenthaltsort einer Giftschlange. Deshalb sollte man an solche Bauten nie näher als 2-3m herangehen.
Nach 1 ½ Stunden sind wir zurück. Jetzt haben wir uns ein Frühstück verdient. Wir wissen gar nicht, was wir alles probieren sollen, bei der Riesenauswahl.
Den Rest des Vormittags bringen wir auf unserer Terrasse zu und können auch wieder einige Tiere (Zebras, Schwarzfersen-Antilopen, Warzenschweine, Gnus) beobachten, die zum Wasserloch kommen.
Auch in den Bäumen um uns herum ist der eine oder andere interessante Vogel (Rotschnabel-Frankolin, Weißscheitelwürger, Graulärmvögel, Specht) zu sehen.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201818. Dez. 2018 ·
Um 14.15 Uhr starten wir wieder in den Etosha. In Kalkheuwel, unserem ersten Wasserloch, ist ganz schön was los. An die 100 Zebras umlagern das Waser, dazwischen einige Springböcke. Wir fotografieren beobachten die Tiere, die wieder ganz an das Auto herankommen.
Als wir schon überlegen, nach über 20 Minuten weiterzufahren, springen plötzlich alle Tiere 5 bis 10 m zurück. Was ist der Grund? Der zeigt sich, nachdem sich der aufgewirbelte Staub verzogen hat. Ein großer Löwe kommt von der anderen Seite des Wasserlochs heran. Die anderen Tiere starren gebannt zu ihm hinüber. Der Löwe verharrt einige Minuten, dann kehrt er um und geht zurück zu einem Baum. Erst jetzt sehen wir, dass dort ein zweiter Löwe faul herumliegt.
Es dauert einige Zeit, bis sich die ersten Tiere wieder ans Wasserloch trauen. Eine Gruppe Impalas ist sich der Sache immer noch nicht sicher und starrt zu den Löwen hinüber.
Nach diesem schönen Erlebnis fahren wir weiter. Die Savanne zeigt sich durch die langsam tieferstehende Sonne recht farbenfroh – Gelbtöne wechseln mit Brauntönen. In der Ferne gehen zwei einsame Giraffen ihres Weges.
Bei Chudob, dem nächsten Wasserloch tut sich wieder etwas. Auf der einen Seite trinken einige Impalas, während auf der anderen Seite ein Schakal für Trouble sorgt. Viele Perlhühner laufen in sicherer Entfernung aufgeregt umher. Auch sieben Giraffen verharren einige Meter entfernt und trauen sich nur langsam näher.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201818. Dez. 2018 ·
Zwei Riesentrappen wissen auch nicht so genau, was sie machen sollen.
Erst nachdem sich der Schakal verzogen hat, kommen die anderen Tiere ans Wasserloch. Einige der Giraffen gehen beim Trinken in die Knie – mit verschiedenen Techniken.
Wir sind auf dem Weg nach Klein-Namutoni, unserem letzten Wasserloch für heute, als wir einige Fahrzeuge am Straßenrand sehen. Im Gebüsch liegt ein Leopard. Zwar ist er nicht sehr gut zu erkennen, aber jetzt haben wir auch dieses Mitglied der „Big Five“ gesehen.
Am Wasserloch sind nur einige Giraffen zu sehen.
Jetzt geht’s noch den ca. 6 km langen „Dik-Dik-Drive“ entlang. Wir entdecken auch einige dieser kleinen, putzigen Geschöpfe.
Auf der Heimfahrt lassen sich noch zwei große Kudus und ein kleines Dik Dik, das direkt am Straßenrand steht, fotografieren.
Auch ein wunderbarer Sonnenuntergang erfreut uns. So stellt man sich die untergehende Sonne in Afrika vor.
Kurz danach sind wir zurück. Heute sind wir 107 km gefahren. Das Abendessen – Blumenkohlsuppe, Springbockfilet mit Beilagen, Zitronencreme – ist wieder ausgesprochen gut. Der Tag klingt wieder auf unserer Terrasse aus.
Flash20101’425 Beiträge · seit 201518. Dez. 2018 ·
Hallo Rudi,
jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden als bisher stille Mitleserin! Du schreibst so entspannt, wie ihr bestimmt auch unterwegs wart, so etwas habe ich selten gelesen. Man merkt richtig, dass es für euch die pure Erholung war und ihr große Genießer seid. Die White Lady Lodge weckt tolle Erinnerungen, wir waren auch mit Helmuth unterwegs.
Tolle Aufnahmen zeigt ihr selbstverständlich auch und der Leo ist ja wohl noch die Krönung 🙂 Glückwunsch! Und danke, dass du uns teilhaben lässt.
BayernrudiThemenstarter84 Beiträge · seit 201818. Dez. 2018 ·
Flash2010 schrieb:
Hallo Rudi,
jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden als bisher stille Mitleserin! Du schreibst so entspannt, wie ihr bestimmt auch unterwegs wart, so etwas habe ich selten gelesen. Man merkt richtig, dass es für euch die pure Erholung war und ihr große Genießer seid. Die White Lady Lodge weckt tolle Erinnerungen, wir waren auch mit Helmuth unterwegs.
Tolle Aufnahmen zeigt ihr selbstverständlich auch und der Leo ist ja wohl noch die Krönung 🙂 Glückwunsch! Und danke, dass du uns teilhaben lässt.
Liebe Grüße Laura
Hallo Laura, vielen Dank für Deine sehr netten Worte. Du hast es wirklich getroffen. Ich kann nur jedes Wort von Dir unterschreiben, genauso haben wir uns gefühlt.
LG Rudi
Conny + Micha1’055 Beiträge · seit 201618. Dez. 2018 ·
Hallo Rudi , nachdem ich in letzter Zeit hier nicht so sehr aktiv war , muß ich dir heute doch einmal schreiben . Danke für den schönen Bericht und die tollen Bilder . Deine Tour erinnert mich an unsere 1. Reise nach Namibia im Jahr 2016 . An vielen deiner aufgesuchten Orte waren wir auch , nur hatten wir leider nicht so viel Zeit . 🙁 Dein Bericht hat mich dazu animiert , unsere Fotos von 2016 mal wieder anzuschauen . Wieviele Erinnerungen kamen da . Habe richtig Lust bekommen , auch über diese Reise zu schreiben . Nun freue ich mich aber erstmal auf deine Fortsetzung und den Waterberg . Liebe Grüße , eine schöne Restadventszeit und Frohe Weihnacht .
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
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