Auf dem Weg zur Waterberg Wilderness machen wir in Okahandja halt, um Geld zu ziehen, zu tanken und Einzukaufen. Wir haben ausgemacht, wenn wir in einer Stadt sind, unsere Wertsachen nicht im Auto zu lassen und so haben wir beide unsere Rucksäcke mit allem Wichtigen drin auf dem Rücken als wir zum ATM gehen. Dort ist eine lange Schlange und wir sind nicht die einzigen, die Geld ziehen wollen. Ein Security Mann steht neben dem ATM. Vor uns steht eine weiße Namibianerin und hinter uns ein junger schwarzer Mann. Beide wollen sich mit uns internationalen Besuchern unterhalten und so geht die Wartezeit schnell rum. Wir erfahren, das eine Kaltfront im Anmarsch ist. Dann geht es für uns noch zum Tanken und zum Einkaufen in Spar. Im Spar hängt sich ein Hawker an uns ran und will irgendetwas verkaufen. Das verhagelt Inga so richtig die Stimmung und sie faucht noch eine ganze Weile. Ich bin der Meinung, sie soll das nicht so persönlich nehmen. Es gibt hier halt keine Sozialhilfe und manche Leute werden aggressiv bis an die Grenze zur Belästigung, bei ihren Versuchen etwas zu verkaufen.
So, nun sind wir auf dem Weg gen Norden, ausgestattet mit Knabberzeug, Obst und Getränken für unterwegs. Die Straße ist super. Ein bisschen gefahren und gequatscht, da kommt auch schon rechts der Abzweig auf die Schotterpiste zur Waterberg Wilderness. Man kann den Tafelberg schon von weitem sehen und es ist landschaftlich ganz schön hier.
Die erste Nacht verbringen wir in der Valley Lodge in den festen Zelten.
Inga gefallen die Zelte gar nicht, weil sie nicht komplett abgedichtet sind, zur Terrasse hin gibt es einen kleinen offenen Spalt unten.
Über den Betten hängen Moskitonetze, sie könnten ein bisschen größer sein, um komplett dicht zu sein, ein paar Wäscheklammern wären dafür nicht schlecht, um sie zu verschließen.
Jetzt ist es allerdings Winter, und Krabbelviecher, vor denen Inga sich sorgt, bekommt man jetzt kaum zu sehen. Ich finde es eigentlich ganz hübsch hier.
Warmes Wasser wird in Donkeys mit Feuerholz erzeugt und am frühen Abend riecht es schön nach den Feuern, mit denen die Donkeys beheizt werden und ganz romantisch sieht das auch aus. Umweltfreundlich ist es auch. Die Vegetation sieht hier komplett anders aus, als alles, was ich bisher im südlichen Afrika gesehen habe und eine Pflanze, die ein bisschen wie Aloe aussieht, bedeckt hier oft die Ebene.
Das Ganze ist praktisch umschlossen von Felswänden und bildet eine Art Talkessel.
Als ich auf meine Terrasse komme und herunterschaue, sitzt ein Hase direkt davor. Nein, wie süß! Und mir gelingt sogar ein Foto!
Riechen tut es auch gut – ich mag den Geruch der Vegetation hier im Tal.
Nach einem kurzen Abendspaziergang ist es schon Zeit für das Abendessen, das im Hauptzelt serviert wird.
In dem offenen Restaurant wird ein Lagerfeuer angezündet, da der angekündigte kalte Ostwind eingesetzt hat. Es gibt Suppe, einen kleinen Salat, Bobotie, das südafrikanische Nationalgericht und ein Dessert. Es schmeckt alles sehr lecker.
Wir unterhalten uns nach dem Essen noch ein bisschen mit den Angestellten. Sie erzählen uns, das ihre Familien weiter weg leben und dass sie, wenn sie hier arbeiten, auch hier übernachten. Das geht wohl immer so im Wechsel von ein paar Wochen arbeiten und dann haben sie 1-2 Wochen frei. Obwohl sie ihre Familien nicht immer sehen können sind sie froh über das Einkommen. Nachdem wir eine Weile geschnackt haben, fordern sie uns auf, doch mal mit zu kommen, sie möchten uns etwas zeigen! Hinter der Küche hofft ein Stachelschwein darauf, dass etwas Essbares abfällt und eine Ginsterkatze sitzt im Baum. Wahnsinn! Das ist meine allererste Ginsterkatze überhaupt. Eine Kamera habe ich natürlich nicht dabei und es ist auch viel zu dunkel für Fotos.
Die Tür an Inga’s Zelthäuschen lässt sich nicht richtig schließen und so kommt noch ein Mechaniker, der den Mechanismus wieder an der richtigen Stelle anschraubt – offensichtlich hatte das Holz sich verzogen…. dann ziehen wir uns jede in ihr eigenes Zelt zurück.
In der Nacht rüttelt der Ostwind an den Zeltwänden und mitten in der Nacht bricht ein wahnsinniges Geschrei los, welches in dem Talkessel wirklich ohrenbetäubend widerhallt. Für mich klingt es nach Pavianen. Nachdem das Geschrei aufhört, schlafe ich weiter. Das Bett ist sehr gemütlich und kalt ist es auch nicht unter der dicken Decke. Das Klappern der Zeltwände durch den Wind nervt mich etwas. Inga hat wohl die meiste Zeit kein Auge zugetan wegen der Geräusche und der ungewohnten Umgebung.
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Beim Frühstück fragen wir den Kellner, was denn da so geschrien hat in der Nacht? Er antwortet: „Das waren die Paviane, die ihre Babys gegen die Leoparden verteidigen wollen.“ Leoparden?? Oh, oh. Inga schaut äußerst alarmiert drein. Paviane? Leoparden? Der Kellner sagt, sie müsse sich aber keine Sorgen machen, die Paviane seien total scheu und würden weglaufen, wenn sie Menschen sehen und die Leoparden würde man normalerweise auch nicht zu Gesicht bekommen.
Nach dem Frühstück ziehen wir um in die Wilderness Lodge, das ehemalige Farmgebäude, aus der Zeit, als die Waterberg Wilderness eine Farm war.
Die Gebäude sind schon etwas älter, es gibt einen künstlichen Teich und tolle Bepflanzung rund um die Lodge.
Inga ist sehr froh, jetzt in einen Raum mit gemauerten Wänden umzuziehen.
Um die Mittagszeit gehen wir wandern, das Wetter ist jetzt, während der Kaltfront, auch Mittags angenehm zum Laufen.
Nachmittags schläft Inga ein bisschen, während ich versuche, ein paar dringende Emails loszuschicken. Das versuche ich schon seit gestern – ohne Erfolg! Das Netz ist hier im Restaurantbereich „am besten“.
Was das angeht, muss ich immer wieder auf dieser Reise an den Hummeldumm Roman denken. Der Roman ist zwar schon älter, aber das Problem des nicht vorhandenen Netzes ist so aktuell wie eh und je. Na ja, es hat ja auch was, mal ein paar Tage nicht erreichbar zu sein. Während der erfolglosen Versuche, Emails zu verschicken, trinke ich Kaffee und unterhalte mich mit ein paar Niederländern, die hier ebenfalls Kaffeepause machen.
Dann kommt Inga und schon bald werden wir abgeholt zum Gamedrive und verlassen das Gelände. Auf dem Gamedrive sehen wir Giraffen, Zebras und Gnus, Perlhühner und Nashörner. Die Nashörner hier sind fast zahm und ich bin noch nie so nah dran gewesen. Wir dürfen den Wagen verlassen und sie ziehen um uns herum…. Das ist schon beeindruckend.
Mit uns sind hauptsächlich ein paar Paare in ihren Zwanzigern unterwegs, die sehr viel miteinander quatschen. Der Guide ist recht nett und erzählt ein paar Anekdoten aus der namibischen Politik.
Perlhühner im Abendlicht
Ein Nashorn läuft ganz lange vor uns her.
Dann wird es langsam zu dunkel für Bilder.
Wir kehren im Dunkeln zurück und gehen direkt zum Essen. Das Abendessen mit der üblichen Speisefolge (Suppe, Salat, Hauptgericht, Dessert) ist lecker und wir kommen langsam auf einen neueren Stand im Leben des anderen.
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kalaharicalling schrieb: Im Spar hängt sich ein Hawker an uns ran und will irgendetwas verkaufen. Das verhagelt Inga so richtig die Stimmung und sie faucht noch eine ganze Weile. Ich bin der Meinung, sie soll das nicht so persönlich nehmen. Es gibt hier halt keine Sozialhilfe und manche Leute werden aggressiv bis an die Grenze zur Belästigung, bei ihren Versuchen etwas zu verkaufen.
Da empfehle ich der guten Inga doch mal einen 14-tägigen Aufenthalt beispielsweise in Kairo, um ein wenig die Perspektiven gerade zu rücken.... 😉
kalaharicalling schrieb: Im Spar hängt sich ein Hawker an uns ran und will irgendetwas verkaufen. Das verhagelt Inga so richtig die Stimmung und sie faucht noch eine ganze Weile. Ich bin der Meinung, sie soll das nicht so persönlich nehmen. Es gibt hier halt keine Sozialhilfe und manche Leute werden aggressiv bis an die Grenze zur Belästigung, bei ihren Versuchen etwas zu verkaufen.
Da empfehle ich der guten Inga doch mal einen 14-tägigen Aufenthalt beispielsweise in Kairo, um ein wenig die Perspektiven gerade zu rücken.... 😉
Dagegen ist Namibia doch Kinderkacke....
LG Logi
Na ja, so hat Sie das halt empfunden - und es war schließlich auch ihre erste Reise auf diesem Kontinent. Ich fand es ganz schön, mit einer Freundin unterwegs zu sein, für die alles komplett neu ist.
LG Stefanie
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Am nächsten Tag fahren wir hoch zur Waterberg Plateau Lodge. Der freundliche Manager der Wilderness Lodge hat uns den Tipp gegeben, das dort das Netz funktionieren soll und außerdem wollen wir uns die Lodge sowieso noch anschauen. Die Auffahrt zur Lodge ist steil und so eng, das nur ein Auto auf die Straße passt. Ich bin froh, dass mir weder beim Hochfahren noch beim Runterfahren jemand entgegen kommt. Ich hasse Rückwärtsfahren und auf dieser Straße müsste jemand rückwärtsfahren.
Oben genießen wir die tolle Aussicht von der Restaurantterrasse über das Land,
schauen ein paar Klippschliefern beim Spielen in den Felsen zu,
trinken ein paar Rock Shandys und - yeah – ich kriege meine Emails endlich losgeschickt!
Viel auf eigene Faust rumlaufen kann man hier oben nicht, auf das Plateau aufzusteigen ist nur mit Guide erlaubt.
Ein paar Klippspringer Antilopen sind hier unterwegs.
Nachmittags laufen wir den History Trail über die Geschichte der Vertreibung der Herero vom Waterberg in die Wüste durch General Trotha während der damaligen kriegerischen Handlungen. Das ist ein kleinerer Wanderweg entlang dessen immer wieder Tafeln aufgebaut sind, auf denen man die Ereignisse der damaligen Zeit nachlesen kann.
Es ist jetzt keine tagfüllende Beschäftigung, aber die Tafeln sind ganz informativ gestaltet und ich finde es auch passend, dass sich an diesem Ort mit der Geschichte auseinander gesetzt wird.
Wir haben das Auto am Eingang zum Wanderweg geparkt und kommen auf der anderen Seite des Hügels wieder heraus. Dann wollten wir um den Hügel herum zurück zum Auto gehen und verlaufen uns dabei aber. Irgendwie sind wir viel länger unterwegs als gedacht, wir haben kein Wasser dabei und Inga hatte vor ein paar Monaten einen Bänderriss – sie soll zwar laufen, aber nicht sooo lange.
Als wir irgendwann die Waterberg Valley Lodge entdecken, freut uns dass dann doch ungemein. Dort ist gerade Kaffeepausen Zeit – zur Buchung in den Waterberg Lodges gehört Frühstück, Abendessen und Kaffee/Kuchen dazu und so nutzen wir das jetzt und machen dort erst mal Kaffee Pause, es ist offensichtlich ok diese Pause auch in einer anderen Lodge zu machen. Ich laufe danach allein los um unser Auto wieder einzusammeln, damit Inga ihr Bein schont.
Auf dem Rückweg zur Waterberg Wilderness Lodge sehen wir einige Dikdiks. Die haben wir hier wirklich oft gesehen.
Beim Abendessen schimpft uns Inga’s Tochter per Whats App darüber aus, dass wir Oryx essen und ruft „Pfui“! Beide leben in Deutschland vegetarisch, da sie die Haltungsbedingungen der Tiere zur industriellen Nahrungsproduktion nicht gut heißen. Ich habe Inga nun überzeugt, das man in Namibia ruhig Fleisch von Antilopen essen kann, da die hier frei umherspringen und ein gutes Leben haben. Außerdem sind sie auch angepasst an die kargen Nahrungsverhältnisse und kommen mit wenig Nahrung und Wasser aus. Wenn man hierher Soja aus Brasilien oder Indonesien schleppen würde, um vegetarisch zu essen, das würde echt keinen Sinn machen. Das ist zumindest meine Meinung.
Fazit Waterberg Wilderness
Uns hat es gefallen. Die Möglichkeit zu wandern, ist wirklich eine schöne Ergänzung zum typischen Namibia Urlaub, wo man ja viel im Auto sitzt. Die Landschaft ist sehr schön. Wenn man Zeit hat, zu Wandern, ist die Lage der Lodges im Tal vielleicht noch besser geeignet, da die Wanderwege direkt an den Lodges losgehen. Die Aussicht von der Plateau Lodge aus ist spektakulär, den Plateau Walk haben wir nicht gemacht. Das Personal war sehr freundlich und wir hatten den Eindruck, dass die Communities der Umgebung hier profitieren. Johannes, der Manager der Wilderness Lodge war total hilfsbereit und jederzeit ansprechbar. Für uns als Freundinnen, die nach Möglichkeit ein EZ wollten, auch ideal: Es gibt keinen EZ Zuschlag, der Preis von 730 N$ für ein Econo-Zelt inkl. Frühstück, Abendessen und Kaffee war schon sehr sensationell, 1300 N$ für ein EZ in der Wilderness Lodge auch total ok.
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Am nächsten Morgen verlassen wir den Waterberg auf der Schotterstraße nach links und heute möchte Inga fahren! Es macht ihr Spaß und die Schotterstraße über ungefähr 150 km ist auch super dafür geeignet. Es ist total ruhig, es kommen uns nur eine Handvoll Autos entgegen, ab und zu öffnet ein Junge ein Gatter, manchmal öffne ich ein Gatter. Als wir an die B8 kommen, wechseln wir erstmal wieder. Das Busch Navi führt uns mal wieder über die allerkleinsten Straßen, irgendwann fahren wir an der Ghaub Farm vorbei.
Kurz nach der Ghaub Farm sagt Inga plötzlich: „Ich kann Wasser riechen, hier riecht es nach Wasser“. Und dann kommt links das Schild zum Lake Oshikoto. Das ist ja der Hammer. Meine Freundin kann Wasser riechen! Sie sagt, bei bestimmten Windrichtungen kann sie in Frankfurt das Meer riechen. Ich bin jetzt von ihren Fähigkeiten überzeugt. Ich rieche überhaupt nichts, aber sie kann das.
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Bis wir am „Tree Top Camp“ ankommen ist es Nachmittag. Der Weg zum Camp ist ein kleiner Gamedrive.
Onguma Game Reserve
Das Treetops Camp
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Die Unterbringung im Tree Top ist schon sehr romantisch und eigentlich eher etwas für Paare. Das Abendessen findet an einem Tisch mit allen Gästen statt.
Die Unterhaltung mit den anderen, überwiegend deutschsprachigen Gästen aus Deutschland und der Schweiz ist relaxed, dreht sich zumeist um die bisherigen Reiseerlebnisse und plätschert eigentlich ganz angenehm vor sich hin während uns frisches Brot und die übliche Menufolge in sehr guter Qualität serviert wird. Hier gibt es den besten Gin Tonic unserer Reise mit einem pinkfarbenen Tonic, sehr lecker.
Nach dem Essen geht Inga schon zurück in unser Häuschen, während ich noch ein wenig im Gemeinschaftsbereich sitzen bleibe. Als ich nach einer Weile über die Stege in Richtung unserer Hütte schlendere, höre ich Löwen brüllen. Wow! Dieses Geräusch hatte ich schon länger nicht gehört und es ist so aufregend und ehrfurchtsgebietend wie eh und je. Mmmhmm…. die Seiten der Hütte und die Stege selbst sind gut mit Hölzern gesichert, so dass eine Katze nicht so einfach dort hinauf springen könnte, aber was ist eigentlich mit der Treppe, die auf die Stege hinauf führt? Ich beschließe, mir die Treppe noch einmal genauer anzuschauen. Die Treppe ist ein breiter Aufgang mit Treppenstufen und ich verstehe nicht, was eine Katze daran hindern sollte, hier herauf zu spazieren, wenn ihr danach ist.
Inga schläft schon halb als ich bei der Hütte ankomme und sie hat die Löwen nicht gehört. Die Löwen tun mir aber den Gefallen und brüllen noch ein oder zweimal, so dass auch Inga noch in den Genuss kommt, sie zu hören. Durch meine Zeit in Botswana habe ich zu sehr verinnerlicht, das man unter keinen Umständen im offenen Zelt schläft, wenn Löwen in der Nähe sind. Hier wäre das ja sogar erlaubt und man überlässt es den Gästen, ob sie ihr Zelt schließen. Ich schließe lieber das Moskitonetz unseres Zelts. Es besteht aus einem festen Material aus Plastik, ähnlich einem Plastik-Kartoffelsack, durch das man hindurch sehen kann. An den Seiten sind feste Reißverschlüsse und unten drin beschwert das Ganze eine schwere Eisenstange. Damit ist mir wohler. Später auf unserer Reise habe ich eine Diskussion mit jemand darüber, ob dieses Material wohl einen Löwen abgehalten hätte (was er bezweifelt), aber ich denke, ja, dass diese zähe und feste Material kaum von einer Katze mit den Krallen geöffnet werden könnte.
Unser Bett ist groß und unfassbar gemütlich, eine tolle Matratze, flauschige Decken und kuschelige Kissen und es gibt eine Wärmflasche, mit der beide Betten vorgewärmt wurde. Super! Wir schlafen hier beide ganz hervorragend und durch das Moskitonetz hindurch kann man morgens die Sonne über der Wasserstelle aufgehen sehen.
Unser Zimmer
Nach dem Frühstück frage ich den Manager, was eigentlich die Katzen davon abhalten würde über die Treppe hinauf zu kommen? Eigentlich nichts, antwortet er, die Löwen würden die Unterkünfte der Menschen aber respektieren. Na ja, das ist mir ein bisschen wage, ich bleibe lieber dabei, das Moskitonetz zu schließen und möchte nicht zufällig die erste werden, bei der das nicht gut geht.
Fazit Tree Top Camp:
Ganz toll. Sehr romantisch und naturnah, ein bisschen wild und trotzdem mit einem Hauch Luxus. Vom ganzen Konzept eigentlich eher für Paare geeignet, aber trotzdem auch für uns als Freundinnen ein Erlebnis. Das Essen ist sehr gut und mit nur 8 Personen, die hier übernachten können, ist das Erlebnis auch sehr exklusiv. Mit 2350 N$ pro Person im DZ etwas teurer, aber definitiv das Geld wert. Wenn man etwas mehr Zeit hat, sind die Angebote für 3 Tage in Onguma sicher auch interessant.
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3.07.2018 Etosha Nationalpark und Etosha Safari Lodge
Heute fährt Inga überwiegend und ich versuche ab und an ein Foto zu machen. Leider haben wir durch die späte Buchung nur einen Tag im Etosha NP, da ringsum schon alles ausgebucht war. Aber diesen einen Tag wollen wir natürlich nutzen.
Bei der Ausfahrt aus Onguma sehen wir Giraffen und Zebras
Einen hübschen kleinen Bienenfresser.
Direkt am Parkeingang beobachten wir ein paar Mangusten.
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Wir schauen uns Namutoni an, eigentlich schon eine imposante Anlage, die aber ein Hauch Vernachlässigung umweht.
Am Wasserloch von Namutoni finden sich leider keine Tiere ein.
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earlybird711'111 Beiträge · seit 201618. Dez. 2018 · #31
Ich bin mal schnell hinterher gereist! Neben eurer sehr entspannt wirkenden Reise, gefällt mir auch deine Schreibe ausgesprochen gut! Immer wieder gewährst du ein paar kleine feine und interessante Einblicke in euch als Personen. Schön! Danke! 🙂
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's
Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023
Namibia September / Oktober 2025
earlybird71 schrieb:Ich bin mal schnell hinterher gereist! Neben eurer sehr entspannt wirkenden Reise, gefällt mir auch deine Schreibe ausgesprochen gut! Immer wieder gewährst du ein paar kleine feine und interessante Einblicke in euch als Personen. Schön! Danke! 🙂
Liebe Tanja! Vielen Dank für Dein tolles Lob! Es freut mich sehr, dass Dir mein Bericht gefällt! Liebe Grüße, Stefanie
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Nachdem wir Namutoni verlassen haben, sehen wir schon bald Elefanten.
Als wir in der Nähe der Elefanten kommen, tauschen wir lieber die Plätze und ich fahre. Elefanten zu beobachten treibt meinen Adrenalinspiegel immer in die Höhe.
Wir beobachten eine Gabelracke.
Gegen 2 Uhr kommen wir im Halali Camp an. Da wir richtig Hunger haben mittlerweile bestellen wir uns etwas zu essen. Inga ein Club Sandwich mit Pommes und ich esse ein afrikanisches Stew Gericht vom Buffet, ein bisschen wie Gulasch, nur kräftiger. Das Ambiente ist ein bisschen Kantinen mäßig. Viele Teenager toben am Pool umher, die sind hart im Nehmen bei diesen Wintertemperaturen. Ansonsten haben wir nicht viel Zeit, uns umzusehen, denn wir müssen den Park ja heute noch verlassen. Also geht es weiter.
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Bis wir bei der Etosha Safari Lodge ankommen, ist es schon fast dunkel. Wir beziehen unser Häuschen, das wir hier teilen. Das Zimmer ist recht großzügig, man kann direkt vor den Häusern parken und von der Terrasse hat man einen netten Blick auf die Ebene des Etosha Park.
Der Saal zum Essen ist riesig. Da wir aber erst spät und reichlich in Halali gegessen hatten, möchten wir kein Buffett essen. Das ist aber nicht möglich. Es gibt kein Sandwich, keinen Salat, nicht mal eine Portion Pommes als Alternative zum Buffet. Wir sitzen im Barbereich ganz nett auf Sofas beim Lagerfeuer, bestellen uns ein paar Nüsse, Chips und etwas Biltong zu unseren Drinks, Buffet wäre uns wirklich zu viel.
Später sitzen wir noch etwas zusammen auf der Terrasse vor unserem Häuschen und trinken Amarula, den ich noch im Gepäck hatte. Der Himmel ist total klar und die Sterne sind sehr beeindruckend. Wir schlafen ganz gut hier. Das Frühstück wird lange warmgehalten und ist dadurch nicht so toll. Da wir uns ja heute nicht beeilen müssen, sind wir etwas später dran und die meisten anderen Gäste sind schon weg.
Fazit Etosha Safari Lodge:
Die Zimmer mit Blick auf die Ebene als Häuschen sind recht großzügig und modern eingerichtet. Das im Hotelbetrieb keine andere Auswahl als Buffet möglich war, hat uns nicht so gefallen. Preislich liegt die Etosha Safari Lodge so im Mittelfeld mit 1567 N$ p. P. für das DZ mit Frühstück. Es war ok hier, aber nicht so dass man unbedingt wiederkommen möchte.
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earlybird711'111 Beiträge · seit 201623. Dez. 2018 · #35
Oje, deine Bewertung hier ist ja nicht so toll.. Mal gucken, wie es uns im Oktober da gefällt... Naja, ist ja nur zum Schlafen 😄 zwischen den Pirschfahrten 😉
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's
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Nilipili56 Beiträge · seit 201723. Dez. 2018 · #36
Hallo Stefanie. Auch mir gefällt dein Reisebericht sehr gut. Sehr interessant, zumal wir Anfang Januar auch einige der hier genannten Unterkünfte besuchen werden.
earlybird71 schrieb:Oje, deine Bewertung hier ist ja nicht so toll.. Mal gucken, wie es uns im Oktober da gefällt... Naja, ist ja nur zum Schlafen 😄 zwischen den Pirschfahrten 😉
Tanja, hattest du nicht in einem Beitrag geschrieben, dass ihr ins Etosha Village wollt oder? Stefanie schreibt hier von der Etosha Safari Lodge.
Guten Morgen zusammen, für mich sind Stefanie`s Bemerkungen nicht schlüssig. Bei einem Abendessen in Form eines Buffet`s findet sich immer eine Kleinigkeit für den kleinen Hunger und wenn ich das Frühstück verschlafe, darf ich mich nicht wundern wenn der Kaffee abgestanden ist. Gruß Georg
Drechselschorsch schrieb:Guten Morgen zusammen, für mich sind Stefanie`s Bemerkungen nicht schlüssig. Bei einem Abendessen in Form eines Buffet`s findet sich immer eine Kleinigkeit für den kleinen Hunger und wenn ich das Frühstück verschlafe, darf ich mich nicht wundern wenn der Kaffee abgestanden ist. Gruß Georg
LIeber Georg! Das Buffet kostet immerhin 20 Euro pro Person und wenn ich kaum Hunger habe (wir hatten erst um 2:30 Lunch gegessen und die Portionen sind in Namibia oft riesig) melde ich mich doch nicht zum Buffet an. Ich finde schon das eine Lodge auch noch ein paar andere Möglichkeiten außer Buffet anbieten kann, zum Beispiel ein bisschen Pub Grub im Bar Bereich (Sandwich, Suppe, Salat und Pommes oder so), vor allem wenn Zimmerpreise und Cateringpreise getrennt gehandhabt werden. Zum Frühstück waren wir auch nicht zu spät (das gibt es zwischen 6 und 9 und wir sind um 8:00 gegangen). Es war auch nicht der Kaffee, den ich bemängeln wollte, der wurde frisch gekocht, sondern eher Rührei und Würstchen und Tomaten, die dann schon eine Weile vor sich hin geschmurgelt hatte in diesen Warmhaltebehältern. Das hat uns besser gefallen anderswo, wo die Eierspeisen für die Gäste frisch zubereitet wurden, wenn man zum Frühstück ging. Liebe Grüße, Stefanie
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earlybird71 schrieb:Oje, deine Bewertung hier ist ja nicht so toll.. Mal gucken, wie es uns im Oktober da gefällt... Naja, ist ja nur zum Schlafen 😄 zwischen den Pirschfahrten 😉
Hallo Tanja, so schlimm war es jetzt auch nicht, hört sich vielleicht schlechter an, als ich es gemeint habe. Die Zimmer sind sehr nett und groß und frisch renoviert. Die Terasse fand ich auch gut vor den Häuschen. Da kann man die Stühle abends noch mal rausstellen und ein bisschen draußen sitzen und hat einen schönen Blick in die Ferne. Dadurch dass die Häuschen ein bisschen auseinander stehen, hat man auch genügend Privatsphäre und hört die Nachbarn nicht. Dass es keine andere Wahlmöglichkeit als Buffet gab, hat uns nicht so gefallen, das muss man einplanen und Mittags nicht so viel anderswo essen. Was ich auch ein bisschen kleinlich fand, war, das man das Internet bezahlen musste. Das Internet ist eigentlich überall außerhalb der Städte grottig, ich brauche es aber beruflich, alle paar Tage meine Emails zu checken. In der Etosha Safari Lodge hat man einen Gutschein mit Code "geschenkt" bekommen, der nur 5 min Internetzugang verschafft hat und ich habe mir dann nochmal einen Code für 100 Nam $ gekauft, der nach 15 min aufgebraucht war und das Netz war nicht stark genug, um Emails zu senden oder zu empfangen. Anstelle der Lodge würde ich das lieber auf die Zimmerpreise aufschlagen und nicht noch extra bepreisen. Vielleicht funktioniert es ja tagsüber wenn kaum Gäste da sind, aber abends ging es nicht. Von diesen Kritikpunkten abgesehen, werdet ihr bestimmt eine schöne Zeit haben und wie Du ja schon gesagt hast, die Hauptsache ist ja die Etosha Pfanne und die ist nicht weit weg, außerdem könnt Ihr im Oktober den Pool nutzen, das ist in der heißen Jahreszeit auch ein echter Pluspunkt. Viele Grüße und frohe Weihnachten! Stefanie
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Nachdem wir noch etwas in dem sehr netten Shop der Etosha Safari Lodge gestöbert haben und ein paar Mitbringsel und einen neuen Hut für mich erstanden haben, sind wir unterwegs nach Outjo. Hier müssen wir tanken, kaufen ein paar Getränke und Kleinigkeiten für unterwegs und gehen einen Kaffee trinken in der berühmten Bäckerei in Outjo. Kaffee und Kuchen ist gut und vor allem – das Netz funktioniert hier in der Stadt! Weder im Tree Top Camp noch in der Etosha Safari Lodge hat das vernünftig funktioniert. Also nutze ich die Gunst der Stunde und beantworte schnell ein paar Emails.
Beim Rausfahren aus Outjo erwische ich die falsche Ausfahrt, wir fahren einige Kilometer in Richtung Otjiwarongo, ehe uns der Fehler auffällt und wir umdrehen. Also wieder zurück und dann sind wir auf der richtigen Straße, der C39 in Richtung Khorixas. Unser Busch Navi schlägt schon bald vor, auf die D2752 abzubiegen, die parallel zur C39 verläuft. Das machen wir dann auch und die Strecke ist landschaftlich wirklich sehr schön. Es geht durch ausgetrocknete Flussbetten entlang einer hügeligen Landschaft.
Die Auffahrt zur Ugab Lodge ist steil und aufregend, die Chalets liegen direkt auf dem Bergrücken. Ich habe eigentlich Höhenangst, vor allem an sehr steilen Abbruchkanten. Hier fällt der Berg aber langsam und irgendwie etwas gewölbt ab, so dass man das Gefühl hat, man könnte auch auf dem Hintern herunterrutschen. Obwohl es sicherlich auch ein paar Ecken gibt, an denen man aufpassen müsste, fühle ich mich wohl hier oben. Inga findet die ganze Gegend irgendwie sehr einsam und gruselt sich etwas ob der ganzen Einsamkeit.
Die Aussicht ist atemberaubend.
Ich wandere ein wenig auf dem Gelände umher, schaue mir auch mal die Campsites an, die etwas unspektakulär am Fuß des Bergs untergebracht sind.
Der Gemüsegarten, in dem alles Frische für die Gäste erzeugt wird.
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