Komme gerade von unserer Selbstfahrerreise in Malawi zürück. Ein tolles Erlebnis und Afrika pur. Seit Jahren stand dieses Land auf meiner Wunschliste. Da es zu den 5 ärmsten Ländern der Welt gehört war mein Mann nicht gerade begeistert als ich ihm mein Vorhaben ankündigte. Er liesst sich aber überreden. 🙂 Und so haben wir am 31 Juli unsere Reise gestartet.
Hier einige Fakten über Malawi:
Fläche: 118'484 Km2 Einwohnerzahl: 18,1 Millionen Währung: Malawi Kwacha 1US$ = 7,40 Kwachas Hauptsprachen: Englisch, Chichewa Nachbarländer: Tansania, Sambia und Mosambik Lebenserwartung: 63 Jahre Durchschnittseinkommen pro Jahr: 330 US$
Unsere Route mit Unterkünfte:
Lilongwe: Kumbali Country Lodge Ntchisi Forest Lodge Nkhotakota Wildlife Reserve: Tongole Wilderness Lodge Nkhotakota Pottery Lodge Monkey Bay: Norman Carr Cottages Liwonde NP: Mvuu Lodge Zomba Plateau: Sunbird Ku Chawe Mulanje: Kara O Mula Country Lodge Majete NP: N'Gona Lodge Blantyre: Casa Mia Lodge Senga Bay: Sunbird Livingstonia Chipata: Protea Hotel Mariott South Luangwa NP: Flatdogs Camp Lilongwe: Sunbird Lilongwe
Hier schon einmal einige Eindrücke:
Die Leute in Malawi sind meistens immer sehr nett und freundlich zum Musungu. Sie unterhalten sich auch gerne mit ihnen.
Die Sonnenuntergänge am Lake Malawi sind ein Geschenk für die Augen.
Im Land werden leider die Wälder immer geringer.......
Es wird am Lake Malawi zu intensif gefischt so dass die lokale Fishermen kaum noch sich ernähren können.....
Lake Malawi sieht an manchen Stellen noch wie ein Aquarium aus, aber für wie lange noch........
Die Vogelwelt ist im Land sehr abwechslungsreich.
Man sieht auch viele Hippos.
Es gibt Teeplantagen.
Das meistebenutzte Verkehrsmittel nach den Beinen bleibt das Fahrrad.
OLANDIRIDWA IN MALAWI das warme Herz Afrikas!
Wer Interesse hat dieses Land näher kennen zu lernen kann einsteigen.
Teil 202. Sept. 2018
31.07.2018
2 Stunden vorher erscheinen wir in Geneva Cointrin Airport um unser Flug SA7839 (codeshare mit Lufthansa) um 17.55 zu nehmen. Eine Stunde vor Abflug heisst es aber die Maschine hätte eine Stunde Verspätung. Grund? Ein Passagier ist nicht erschienen und sein Gepäck musste ausgeladen werden...... 😗 Für uns bedeutet diese Verspätung ein grosses Problem. Wir haben nur 1,5 Stunden Transit in Frankfurt um unser Anschlussflug SA 261 nach Johannesburg zu erreichen. Jetzt sind es nur noch 30 Minuten..... 🙄 Da mein Mann gerne quaselt hat er schnell ertfahren dass 8 weitere Gäste auch auf diesem Anschlussflug gebucht sind. Wir hoffen dass die Maschine auf uns wartet. Am frankfurter Flughafen empfängt uns am Ausgang eine Stewardess mit einem Schild SA261 Johannesburg. Wir sollen ihr alle folgen. 15 Minuten später erreichen wir das Gate und werden gebeten sofort in die A340-800 einzusteigen. Kaum sind wir an Bord wird die Tür hinter uns geschlossen und die Motoren werden gestartet. Mensch sind wir glücklich es geschafft zu haben! 😎
Bei South African Airways kann man beim Kauf eines Economy Tickets ein Upgrade Angebot per e-mail für die Business Class machen. 24 Stunden vor Abflug erhält man die Nachricht ob man das Upgrade bekommen hat oder nicht. Wir hatten 600 Schweizer Franken pro Person offeriert. Es wurde akzeptiert. 🙂 Bei Qatar Airways, British Airways, Lufthansa, Swiss lohnt sich die Business Class. Bei South African Airways meines Achtens nicht! 😵 An Bord wird schon kein Schampus offeriert. Es gibt nur Sparkling Wine....Die Sitze wenn man sie auf schlafen einstellt erweisen sich als echt unkomfortabel. Mein Rücken erinnert sich heute noch daran..... 😣 Das Essen an Bord wirkt fade und der Service ist nothing to write home about....
Die Maschine landet pünktlich um 07.30 auf dem Johannesburg O.R. Tambo Airport. Wir bleiben eine Stunde im South African Business Lounge. Da heisst es auch dass unsere 2 Koffer es nach Joburg geschafft haben. Wir waren uns sicher sie würden noch in Frankfurt stehen.... Dann marschieren wir zu unserem letzten Gate für den Flug SA170 nach Lilongwe.
In der Business Class wird uns ein Mittagessen serviert. Es schmeckt comme ci comme ça. Die Präsentation finde ich nicht gerade gediegen.
Langsam nähern wir uns dem Kamuzu International Airport.
wo wir um 12.10 landen.
Der Flughafen ist echt klein und eng. Es wird zum Glück dazugebaut.
Da wir uns das Multiple Visum schon in der Schweiz besorgt haben, gehen die Formalitäten zügig. Jetzt brauchen wir nur noch unsere 2 Koffer. Bei der Gepäckabgabe herrscht ein rieses Gnusch. Einige Passagiere vom vorherigen Flug beschweren sich weil ihr Gepäck nicht angekommen ist. Unsere 2 Koffer müssen wir leider auch als vermisst melden. Da erfahren wir auch dass sie in Frankfurt geblieben sind..... 😊 T.I.A Man versichert uns sie würden mit dem nächsten Flug morgen ankommen und direkt in unsere Lodge geliefert. Da wir Business Class geflogen sind, können wir gegen einen Beleg das Nötigste einkaufen. Wir dürfen aber nicht 150US$ überschreiten. Draussen wartet auch schon der Driver von der Kumbali Country Lodge. Ein normales Taxi bis in die Stadt kostet 40 US$. Wir erklären dem Driver dass wir einige Klamotten kaufen wollen. Er bringt uns zuerst zum Peacock Supermarket. Da kaufe ich einen Rock für mich sowie Sandalen. Es stellt sich aber später heraus dass der Rock ein Nachthemd ist..... 😗 Für Toni besorge ich ein TShirt und kurze Hosen. Natürlich alles made in China.
Um die Kumbali Country Lodge zu erreichen fährt man am Haus des aktuellen Präsidenten Peter Mutharika vorbei. Gegen 14.30 halten wir endlich vor der Lodge an. Wir werden von Maureen (die Besitzerin) und Roanda recht herzlich empfangen. Wir informieren sie auch gleich über das Problem mit den Koffern. Danach nehmen wir im Hauptgebäude auf der Terrasse Platz und geniessen unser Welcome Drink.
Der Garten erweist sich als ein echtes Paradis für die Seele und Vögel.
Das Schwimmbad finde ich auch sehr gemütlich und nett.
Nach dem Check-in begeben wir uns zu unserem Zimmer.
Fortsetzung folgt
Teil 303. Sept. 2018
@Danke Petra! Es war auch nett dich näher kennen zu lernen. 🙂
Fortsetzung
Unser Zimmer erweist sich als sehr geräumig. Es gefällt uns auf Anhieb.
Es bräuchte aber einen Face Lifting. 2 Steckdosen sind auch defekt und die Moskitonetze zeigen einige Löcher.
Wir vermissen auch Aircon, Safe, Föhn sowie richtige Vorhänge wo man morgens nicht vom Tageslicht geweckt wird.. Es gibt einen Kühlschrank sowie Tea/Coffee Station.
Das Badezimmer finde ich altmodisch. Es ist aber sauber.
Auf der Terrasse kann man es sich gemütlich machen.
An der Tür klopft es. Da steht Roanda mit einem Badeanzug für mich. Da wir ungefähr dieselbe Figur haben möchte sie dass ich ein wenig den Pool geniesse. Der geliehene Badeanzug wirkt aber nicht "Fashion". 😛 Aber es tut gut eine Runde zu schwimmen und Sonne zu tanken.
Dazu noch ein sehr kühles Kuche Kuche. La vie est belle!
Gegen 19 Uhr begeben wir uns zum Restaurant. Da kann Jeder zum Essen kommen. Er muss sich nur vorher anmelden.
Ein nettgedeckter Tisch erwartet uns.
Zum Abendessen wird ein Set Menu serviert. Kostet 25 US$ pro Nase. Es besteht aus einer Lentil Soup, Hake Fisch mit Gemüse und fettige Pommes, Apflel Crumble. Echt nothing to write home about...... 😗
Die Lodge verfügt wirklich über eine tolle Lage und der Garten ist der Hammer. Aber 240 US$ pro Nacht für 2 in B&B finde ich zu teuer. Wir bezahlen via Booking.com 218 US$ pro Nacht.
Gegen 21 Uhr fallen wir todmüde ins Bett.
Teil 405. Sept. 2018
02.08.2018
Wir haben bis um 7 Uhr durchgeschlafen. Das Frühstück haut uns nicht vom Hocker. Ausser den frishgemachten Yogurths, there is nothing to write home about. Die Säfte schmecken fürchterlich und kommen warscheinlich aus einem Beutel.... Inzwischen haben wir auch mit Guy, dem Besitzer, Bekanntschaft gemacht. Ist ein lustiger Kerl made in South Afrika. Mit seiner Frau ist er 1991 nach Malawi ausgewandert. Maureen hat da mit der Käse, Yogurth und Säfte Produktion angefangen. 1998 haben sie die Capital Hill Dairy Farm gekauft und später die Lodge eröffnet.
Guy möchte uns unbedingt seine alten Schlitten Kollektion zeigen. Er ist sehr stolz darüber und pflegt sie mit viel Liebe. Ab und zu fährt er sie bei speziellen Anlässe.
Sein Lieblingswagen braucht häufig Reparaturen.
Da hat auch vor 2 Jahren Madonna mit ihren Kindern posiert. Madonna übernachtet immer in der Kumbali Lodge wenn sie Malawi besucht.
Anschliessend fährt uns Guy zu seiner riesen Gartenanlage. Immer wieder treffen wir Einheimische.
Im Garten wächst allerhand.
Das Gemüse und der Salat werden für die Gäste im Restaurant verwendet. Schade dass die Wahre nicht besser zur Geltung gebracht wird..... 😵 Selbst die Möbel in den Zimmern werden hier hergestellt. Hier einen Schrank.
Es wird noch dazu gebaut. Guy hat noch sehr viele Pläne.
Neben ihrem grossen Grundstück gibt es auch einen privaten Reitstall.
Die Kumbali Country Lodge ist auch sehr durch das Kusamala Permaculture Centre bekannt. www.kumbalilodge.com/activities/permaculture-centre
Was ist Permakultur? Kommt von "permanent agriculture" zu deutsch "dauerhafte Landwirtschaft". Sie basiert auf 3 ethischen Grundlagen: - Sorge für die Erde - Sorge für die Menschen - Teile gerecht und schränke dich ein
Permakultur will mithelfen, die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft zu sichern: Oekologisch, Sozial und Oekonomisch. Die Tour kann ich echt empfehlen.
Es wird momentan auch ein Quartier für die zukünftigen Volontärs gebaut die sich in das Permakultur-Projekt investieren wollen. Die Volontärs bezahlen in Zukunft 30US$ pro Nacht in Vollpension und dürfen kostenlos arbeiten. 🙂
Guy ist ein sehr engargierten Mann. Wir hören ihm gerne zu. Er liebt das Land Malawi mit seinen guten und schlechten Seiten.
Fortsetzung folgt
Teil 506. Sept. 2018
@Fortsetzung
Guy erzählt und erzählt. Er ist total engagiert. Auf einige Schilder gibt es auch noch gute Erklärungen.
Er erklärt uns die Kohabitation von Pflanzen und Insekten. Wir folgen ihm und bewundern Diese.
Gegen 12 Uhr fährt uns Guy wieder zur Lodge zurück.
Wir laufen zu unserem Zimmer
und ziehen uns um. Dann machen wir es uns am Pool gemütlich und essen eine Kleinigkeit.
Der Rasen wird gerade mit Wasser versorgt.
Ich muss immer staunen wie man in Afrika etwas Kaputes ohne viel auszugeben ersetzt! 😁
I love it. Um 15 Uhr warten wir immer noch auf unser Gepäck. Maureen ruft am Flughafen an. Keiner kann Auskunft geben....Sie rät uns zum Flughafen zu fahren. Der Driver wird uns hinbringen. Machen wir auch gleich. Ich muss immer staunen was die Einheimischen hier auf dem Dach transportieren.
Am Flughafen herrscht wieder ein Gnusch. Der Driver hat nach 30 Minuten endlich herausbekommen wo unser Gepäck zu finden wäre. Wir laufen dahin und von weitem erblicke ich meine 2 Koffer. Da steht auch ein Angestellter und andere Musungus die ihre Koffer immer noch vermissen. Der Angestellte will unsere "Luggage Tags" sehen um sie mit den Tags auf den Koffern zu vergleichen. Beim ersten Koffer kein Problem. Beim Zweiten wurde das Etikett ersetzt. Die Nummer ist dieselbe aber es steht ein chinesischer Name darauf..... 😣 Der Angestellte guckt uns an und meint es wäre nicht unser Koffer... 😗 Wir palabern eine Weile und erklàren ihm genau was im Koffer ist. Nach einer Weile dürfen wir mit beiden Koffer abtraben. T.I.A.
Es ist schon 18 Uhr als wir die Lodge Rezeption wieder erreichen.
Guy lacht sich zum Tode als er unsere Gepäckgeschichte erfährt. Wir ziehen endlich anständige Klamotten an und geniessen einen Malawi Gin Tonic im Salon.
Um 19 Uhr wird auch wieder das Set Menu zu 25 US$ serviert.
Viele Gäste hat es hier nicht. Gestern waren es 6 Leute und heute 8. Es gibt Gemüsesuppe, Chicken mit Reis und Butternutt und einen Fruchtsalat mit Eis. Nothing to write home about! 😗
Morgen geht es weiter zur Ntchisi Forest Lodge. Unser Leihwagen wird uns zur Lodge gebracht.
FAZIT KUMBALI COUNTRY LODGE - sehr nette Besitzer und tolles Personal - schöne Gartenanlage mit viele Vögel - mittelmässiges Essen, manchmal nur noch lauwarm am Tisch serviert - teuere Getränke - geräumige Zimmer aber etwas in die Jahren gekommen - Preis/Leistung stimmt nicht. Zu teuer für was es ist
Teil 607. Sept. 2018
@Herby: habe leider kein anderes Bild vom mittleren Wagen. 😎
@Antje: da kann ich mir vorstellen dass es nach 3 Jahren Malawi viel zu erzählen gibt...... 🙂
03.08.2018
Antony, der Angestellte von SS RENT A CAR, erscheint pünktlich um 8,30 an der Rezeption. Wir gucken uns gleich den Suzuky Jimny an. Wir müssen echt staunen. Der Wagen ist praktisch neu, Baujahr 2017 und zeigt nur 8000 gefahrene KIlometer! 🙂
Die Reifen sind auch nagelneu sowie der Ersatzreifen. Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet. Nirgendwo bekam ich ein Feedback über diese Car Rental Firma. Sie hat aber immer bei irgendwelcher Frage gleich geantwortet. Wir mussten nichts im voraus zahlen aber Bargeld in US$ wurde bei der Autoübergabe gewünscht. Preis pro Tag für die Karre: 85 US$ Macht 25 Tage X 85 US$ = 2125 US$ + Cross Border für Sambia 50 US$
Im Preis inbegriffen: third party insurance, 150 kms am Tag (3750 Kilometer free mileage. So viel sind wir nicht gefahren), Interpol Clearance für Sambia. Quittung und Autopapiere werden gegen das Bargeld getauscht und Antony verschwindet in die Stadt mit Guy. Wir arrangieren den Innenraum um unser Gepäck zu verstauen. Wir klappen die Hintersitze um.
Der Wagen ist echt für 2 ganz OK. Zum ersten Mal finden wir auch einen User Manual in 3 Sprachen: Englisch, Französisch und Spanisch. Um 09.30 verabschieden wir uns von der Kumbali Lodge. Wir fahren am Haus des Präsidenten vorbei
und nehmen die Richtung Flughafen. Eines merke ich gleich. Im Land gibt es nicht viele Hinweisschilder. Wir haben kein GPS nur eine Landkarte und ein Kompass. In einem französischem Expat Forum hatte man uns geraten von Lodge zu Lodge nach dem besten Weg zu fragen. Zweimal waren wir glücklich es so gemacht zu haben.
Erster Stop, das Airtel Office in Kanebo unweit vom Flughafen.
Im Airport hatten wir eine SIM Karte für unser Mobile gekauft. Um das Telefon zu aktivieren muss man sich in einem Airtel Office registrieren. Da muss man seinen Pass zeigen und es werden Fotokopien gemacht. Wir müssen danach 24 Stunden abwarten bis man im Land telefonieren kann. Vor dem Office fahren mehrere Lastwagen und Busse mir Aktivisten an uns vorbei.
Jetzt geht es endlich Richtung Ntchisi Forest. Unfälle wie hier gibt es im Land selten.
Wir werden heute den Einzigen während unseres Aufenhaltes sehen. Auf der Webseite der Ntchisi Forest Lodge findet man den genauen Fahrplan um die Lodge am besten zu erreichen. Der GPS hätte uns eine andere Strecke gezeigt, eine Schlechte. Wir befolgen was die Lodge empfehlt. Es ist aber nicht immer einfach. Da es kaum Schilder gibt weiss man nicht im welchem Dorf man vorbei kommt. Die Einheimische sprechen aber meistens Englisch und sie geben uns die gewünschte Auskunft.
Im Land kommt man auch nicht sehr schnell vorwärt. Auf den Strassen findet man immer Vieh
Leute
oder Polizei Strassensperren. Die Polizei kontrolliert da immer die Ladung und Versicherung der Autos. Bei den Musungus wird nichts verlangt. Wir verlieren aber bestimmt immer 5 Minuten denn die Officer reden gerne mit uns. Mein Toni quaselt auch sehr gerne....Ich übertreibe nicht. Während unseren 25 Tagen, habe ich 61 Polizei Kontrollen gezählt! Nur einmal wurde auf der Windschutzscheibe unser Versicherungssticker kontrolliert.
Die letzten 26 Kilometer fahren wir auf einer Gravel Road. Sie führt durch abwechslungsreiche Landschaften.
Es geht schön bergauf.
Auf einmal erreichen wir eine Waldlandschaft und es riecht nach Pinien. Ein Genuss!
Dann biegen wir in die Lodge Einfahrt ein.
Fortsetzung folgt
Teil 709. Sept. 2018
@Rehema: echt interessant was du hier schreibst! 😎
Fortsetzung
Punkt um 13 Uhr erreichen wir die Ntchisi Forest Lodge. www.ntchisiforestlodge.com
Wir werden auf der Aussenterrasse vom holländischen Manager Ehepaar Irene und Rob herzlich mit einem Welcome Drink begrüsst.
Die Lodge befindet sich im Ntchisi Waldschutzgebiet die eine Fläche von 75Km2 bedeckt. Sie ist nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet. So wird der benötigte Strom aus Solarenergie erzeugt. Die Bevölkerung wird auch durch die Unterstützung verschiedener Projekte gefördert.
Die Aussenanlage sieht sehr entspannt aus.
Gleich danach essen wir im Hauptgebäude eine Kleinigkeit.
Hier stehen verschiedene Zimmerarten zur Verfügung. Sie sind einfach eingerichtet und unterscheiden sich jedoch in der Grösse. Wir haben uns für die best ausgestattete Unterkunft entschieden: die Forest Cabin. Ein Angestellter bringt uns auch nach dem Essen hin.
Sie besteht aus gläserne Türen.
Warmwasser wird mit Brennholz erzeugt.
Die Forest Cabin offeriert 2 Zimmer. Ein Doppelzimmer mit einem Queen Size Bett
und Kamin
sowie ein Zweibettzimmer. Werden wir aber nicht benutzen.
Es gibt ein einfaches Badezimmer mit einem Waschbecken
Dusche/WC.
Wer hier morgens auschlafen möchte, sucht sich lieber ein anderes Zimmer aus! Es gibt nämlich keine Vorshänge und gegen 6 Uhr kommt die Sonne heraus...... 😁
Fortsetzung folgt
Teil 810. Sept. 2018
Fortsetzung
Danach packen wir nur das Nötigste aus. Draussen gibt es die ganze Zeit einen riesen Lärm. Im Wald werden ununterbrochen Bäume gefällt. Wir beschliessen einen Spaziergang zu unternehmen um uns das genauer anzuschauen. Rob gibt uns eine kleine Karte von der Gegend und erklärt uns die verschiedene Wandermöglichkeiten.
Kaum erreichen wir die Hauptpiste kommen uns Kinder entgegen. Sie betteln aber nicht und wir unterhalten uns auf Englisch.
Wir laufen dann Richtung Lärm. Ntchisi Waldreservat ist eines der letzten erhaltenen Regenwälder Malawis. Neben den kleineren Tieren und Pflanzen, wie Schmetterlinge und Orchideen leben hier auch grössere Säugetiere. Man beobachtet auch Bäume die bis zu 30 Meter in den Himmel ragen und deren Blätterwerk den Wald überdacht. Leider, wie überall im Land, gibt es jetzt eine umfangreiche Abholzung für Feuerholz. Die Folgen sind verheerend. Malawi weist einen Bestandverlust von 1,6% pro Jahr auf und liegt damit an der Spitze der SADC Region. Einer der Hauptgründe für die Abholzung ist der industrielle Tabakanbau des Landes. Wir sehen mehrere Einheimische die sich mit Holz versorgt haben.
Aber das grösste Problem hier ist die massive Abholzung von Firmen die dem Staat Schmiergelder geben.
Die Bäume werden an Ort und Stelle gesägt.
Dieser Wald schrumpft immer mehr ein.
Wir reden einen Augenblick mit Mitarbeitern. Sie wohnen die ganze Zeit in einer Plastikhütte. Als Toilette haben sie den Busch. Mensch stinkt es hier......... 😗
Später begegnen wir wieder den selben Kindern die sich mit Wasser versorgt haben. Sie sind sehr fröhlich.
Zum Schluss nehmen wir den Sundowner Weg
der uns zu einem netten Aussichtspunkt führt.
Gegen 17 Uhr wird es schnell frisch. Wir kehren zur Lodge zurück und duschen. Das Wasser läuft leider nicht ab.... Danach ziehen wir warme Klamotten an. In der Forest Cabin kann man leider nicht lesen. Die Solarlampen reichen leider nicht dafür. Sie geben zu wenig Licht. Um 18 Uhr gönnen wir uns eine Flasche Chardonnay Arabella. Kostet 15 US$. In der Kumbali Country Lodge wollten sie 28 US$. Zum Abendessen gibt es ein Set Menu.
Wir essen am selben Tisch wie Irene und Rob.
Das Essen finden wir fade und nothing to write home about..... 😵 Wir sind die einzigen Gäste.
Preis für die Unterkunft pro Nacht in DBB: 280 US$ Ein Haufen Geld für was da angeboten wird..... Preis/leistung stimmt nicht. Echt schade, denn die Natur hier finden wir einmalig.
Morgen geht es weiter zur Tongole Wilderness Lodge.
Teil 912. Sept. 2018
@Antje: ich habe mich vielleicht nicht deutlich ausgedruckt......Die massiven Abholzung durch Firmen ist spezifisch für Ntchisi gedacht. Rob und Irene haben mir es erklärt. Sonst ist es genau wie du es beschrieben hast. Mein Fazit über das Land erfährst du am Schluss! 🙂
04.08.2018
Gegen 6 Uhr weckt uns die Sonne.
2 Stunden später begeben wir uns zum Haupthaus um zu frühstücken.
Wir eilen ins Restaurant denn draussen ist es echt kalt.
Ein kleiner Tisch erwartet uns.
Das Frühstück ist leider miserabel. Es gibt keinen Saft oder Yogurth. Es wird Zeit hier abzutraben.
FAZIT NTCHISI FOREST LODGE - tolle Lage und wunderschöne Gegend - Zimmer zu teuer, Leistung/Preis stimmt nicht - Küche nothing to write home about.....
Gestern Abend hat uns Rob noch den genauen Weg erklärt um Nkhotakota zu erreichen. Die Piste führt uns zuerst nach Kasakula und lässt sich gut fahren.
Sie wird sogar noch besser bis Mkaika.
Da finden wir wieder die Teerstrasse. In Nkhotakota City halten wir am Airtel Office an.
Unser Mobile funktionniert leider noch nicht. Toni muss wieder den Pass zeigen und es werden erneut Fotokopien davon gemacht. Der Angestellte versichert uns dass wir innerhalb 24 Stunden telefonieren können. Da sind wir aber gespannt. Ich schaue lieber das Geschehen vor dem Office an.
20 Minuten später können wir weiterfahren. Wir brauchen nur 30 Minuten bis zur Nkhotakota Wildlife Reserve.
Das Gate wird erneuert.
Entry Fees: 10 US$ pro Tag und Person Da wir in der Tongole Wilderness Lodge gebucht haben, brauchen wir nichts zu bezahlen. Ist im Lodgepreis inbegriffen. Die Nkhotakota Wildlife Reserve ist das grösste und älteste Wildreservat Malawis. Es bietet auf einer Fläche von 1800Km2 eine einmalige und zum grössten Teil unerforschte Wildnis. Die Landschaft ist von dichtem Miombo Buschland geprägt, das gelegentlich von offenen Grasebenen unterbrochen wird. Das Gebiet ist bisher nur wenig erschlossen und auf eigene Faust kann man nur sehr begrenzt auf Wildbeobachtungen gehen. Aufgrund eines sehr limitierten Wegenetzes eignet sich das wilde Nkhotakota Wildschutzgebiet vor allem für Buschwanderungen, zu Vogelbeobachtung sowie zum Klettern und Angeln.
Bis zur Tongole Lodge sind es noch 17 Kilometer.
Wir sehen auch schon die ersten Tsé Tsé Fliegen auch unsere Windschutzscheibe. 40 Minuten später erreichen wir das Tongole Tor. Da erwartet uns Aron, ein Mitarbeiter. Da wir im Wagen keinen Platz haben, setzt er sich aufs Dach. Wir nehmen ihn für die letzten 4 Kilometer bis in die Lodge mit.
Fortsetzung folgt
Teil 1013. Sept. 2018
Fortsetzung
Die Tongole Wilderness Lodge befindet sich tief innerhalb des Nkhotakota Wildschutzgebietes. Als ich anfang des Jahres unser Cottage reserviert habe, sah die Webseite der Lodge ganz anders aus. Man hatte das Gefühl im Park zu sein und viele Elis würden da zu Besuch kommen. Das war aber vor 2016..... Die Webseite wurde inzwischen geändert. Die Elis sieht man kaum noch. Wieso? Ein bisschen Geschichte. Jahrzehntenlange Wilderei und Holzernte (ja Antje!) haben viele wichtige Säugetierarten dezimiert und ihren natürlichen Lebensraum zerstört. Nkhotakota hatte einst mehr als 1500 Elis, aber aufgrund von Wilderei blieben weniger als 100 übrig als African Parks im August 2015 die Verwaltung des Reservats annahm. Im Juli und August 2016 und 2017 wurden 520 Elis zusammen mit mehr als 1400 Wildtieren aus Liwonde und Majete im Rahmen einer Umsiedlungsinitiative nach Nkhotakota gebracht. Man möchte Nkhotakota wieder zu einem der wichtigsten Wildschutzgebiete Malawis machen. African Parks hat anschliessend begonnen mit lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten um bedürftige Gebiete anzusprechen und nachhaltige Lebensgrundlagen zu fördern. Dazu gehört auch der Bau eines Umzäunungszauns. Tongole wurde aus dem Park gelassen. Der Zaun geht an die Lodge vorbei. Die Tiere können aber nicht mehr rüber kommen. Die Chance ein Eli zu sehen ist praktisch null...
Die Lodge liegt wunderschön leicht erhöht am Ufer des Bua River. Das Hauptgebäude ist zweistöckig und von der oberen Terrasse hat man einen fantastischen Blick auf den Fluss.
Unter dem reetgedeckten Dach befindet sich eine gemütliche Lounge
eine Bar
und ein Essbereich. Wir werden mit einem Rock Shandy recht herzlich begrüsst. Wir kapieren sehr schnell dass wir hier die einzigen Gäste sind. Danach werden wir zu unserer Kabawi Suite gebracht.
Auf der eigenen Holzveranda kann man die Aussicht auf den Wald und den Fluss geniessen.
Die geräumige Suite verfügt über 2 Betten
und ein komfortables en-suite Badezimmer mit grosser Dusche und toller Badewanne.
Es gibt auch Coffee/Tea Station
sowie genügend Platz für die Klamotten und Koffer.
Da wir hungrig sind begeben wir uns zum Haupthaus. Unweit befindet sich ein netter Swimming Pool.
Fortsetzung folgt
Teil 1114. Sept. 2018
Fortsetzung
Am oberen Deck erwartet uns ein gedeckter Tisch.
Die Aussicht von da oben ist schon spitze.
Zum Lunch gibt es Gemüse Quiche, Hähnchen und Salat. Schmeckt nicht schlecht. Danach versuchen wir im Lobby einige e-Mails zu senden. Telefonieren kann man hier nicht.
Wifi geht sehr langsam aber es funktionniert! Inzwischen ist es auch sehr heiss geworden. Wir geniessen den Pool umsomehr.
Später kehren wir zum Cottage zurück und ziehen uns um.
und um 15.45 ist Tea Time. Es werden Ice Tea, Samosas und verschiedene Stück Kuchen serviert. Um 16 Uhr startet die Kanue Tour auf dem Bua River.
Hier das Haupthaus vom Fluss gesehen.
Wir zichten zuerst diesen Monitor Lizard
und verschiedene Vögel.
Auf dem Kanue haben wir Zeit uns mit den zwei Angestellten zu unterhalten. Da erfahren wir dass der weisse Manager plötzlich heute morgen abgehauen ist. Aron's Bruder, der Immanuel, schmeisst momentan den Laden. Das ganze Personal ist total demotiviert. Die wenigen Gäste würden sich wegen dem Tiermangel beschweren....Und sie würden kein Tinkgeld bekommen......Olala.... 😣
Fortsezung folgt
Teil 1215. Sept. 2018
@stefanie: schön dass du auch dabei bist. Sehr interessant auch deine Meinung zu hören.
Fortsetzung
Die Kanufahrt ist angenehm.
Die Landschaft wechselt ab und zu.
Schade dass unsere Guides nicht sehr gesprächig sind........Unterwegs erblicken wir einige Hammerköpfe
sowie verschiedene Kingfischer Arten.
Zum Schwimmen ist der Bua River nicht wirklich geeignet!
Da der Wasserstand niedrig ist, kann man nur einige Kilometer flussaufwärts paddeln.
Wir halten auch an dieser Stelle an und die Guides bereiten den Sundowner vor. Wir gucken uns um und entdecken noch weitere Hammerköpfe.
Zum Apéro wird Malawi Gin Tonic angeboten. Die Sonne ist schon vor lange verschwunden.....
Wein muss man im voraus bestellen und extra bezahlen. Im Package sind nur alkoholische Malawi Getränke inbegriffen. Das heisst nur Bier, Malawi Gin und Wodka...... Kurz vor 18 Uhr sind wir in der Lodge zurück.
11/2 Stunde später wird das Abendessen serviert. Wir sitzen da allein. Kein Mensch zu sehen. Bleibt nur der Angestellte hinter der Bar. Dieser bringt uns eine Butternutsuppe, Beef Filet mit Gemüse und Kartoffeln, Panacotta. Das Essen schmeckt muss ich gestehen. Man spürt aber die ganze Zeit dass der Barman nur hofft dass wir so schnell wie möglich in unser Cottage verschwinden. Machen wir auch gegen 21 Uhr. Unsere Betten wurden mit einer Bettflasche sowie Moskitonetz versorgt. Nachts wird es hier schnell kalt. Schade dass das Moskitonetz voller Löcher ist.....
Für morgen sind die Aktivitäten beschränkt. Es gibt keine Game Drives da keine Tiere. Wir entscheiden uns für eine weitere Kanufahrt aber dieses Mal flussabwärts. Für den Nachmittag entscheiden wir uns für den Sundowner Walk.
Preis pro Nacht für uns Beide in Vollpension, 2 Aktivitäten am Tag inkl + einige Getränke: 870 US$ Eine Menge Geld für was da angeboten wird..... Bis jetzt fühlen wir uns echt in diesem Land was die Unterkünfte anbelangt (Preis/Leistung) verarscht! 😗
Teil 1317. Sept. 2018
@Antje: Schade dass wir von der Blue Zebra Lodge nie eine Antwort auf unsere Anfrage bekamen.... 😗 😗 Was da malawische Volk anbelangt haben wir zum Glück positivere Erfahrungen gemacht. In der Tongole Lodge hatte das Personal einfach die Schnauze voll!
05.08.2018
Zum Glück gab es im Zimmer keine Moskitos. Wir haben sehr gut geschlafen. Gegen 8 Uhr begeben wir uns zum Frühstück. Bei 14 Grad heute Morgen frieren wir. Ein Tisch wurde für uns gedeckt
mit Bua River View.
Der Café schmeckt leider fürcherlich. Die Konfitüre ist ungeniessbar. Das Ganze echt: nothing to write home about..... 😣 Um 9 Uhr laufen wir zum Ufer runter.
Die Kanufahrt kann beginnen. Mit von der Partie: Aron und sein Bruder Immanuel, der vorübergehende Manager. Ausser einige Vögel gibt es hier nichts zu sehen...
Hammerköpfe bekommt man öfters vor die Linse.
Die Flussabwärtsfahrt nimmt leider auch sehr bald ein Ende denn der Wasserstand wird zu niedrig.
Wir machen einen kleinen Stop und setzen uns auf die Felsen. Von da beobachten wir ein kleines Croc.
Um mir die Zeit ein wenig zu vertreiben gucke ich mir die viele Libellen an die sich auf den Steinen sonnen.
Gegen 11 Uhr paddeln wir zurück zur Lodge. Um 12.30 wird das Mittagessen serviert. Es gibt Salat, Kartoffeln, Bolognaise Burger (echt nicht mein Ding). Dann machen wir es uns am Pool gemütlich.
Fortsetzung folgt
Teil 1418. Sept. 2018
Fortsetzung
Um 16 Uhr fahren wir zum "Rock" Sundowner. Viel Benzin verbraucht unser Immanuel nicht denn es liegt ungefähr 2 Kilometer von der Lodge entfernt.
Als "Welcome" Gruss werden wir gleich von den Tsé Tsé Fliegen angegriffen..... 😣 Endlich sehen wir am anderen Ufer ein Tier!
Die Gegend ist hier nicht wirklich für einen tollen Sonnenuntergang geeignet......
Zum Glück werden wir schnell mit unserem Lieblingsgetränk geströstet.
1 1/2 Stunde später kehren wir zur Lodge zurück. Um 19.30 wird das Abendessen wieder serviert und wir sind immer noch die einzigen Gäste in der Lodge! Es gibt Tempura
Mixed Salad
Hake Fish
und Birne in Rotweinsauce. Das Ganze schmeckt gut. Wie gestern wartet der Barman ungeduldig dass wir abtraben. Diese Freude machen wir ihm sofort nach dem Essen. Wir packen dann unsere Koffer so dass wir früh morgens gleich abhauen können.
06.08.2018
Morgens sind die Farben auf dem Fluss am schönsten!
Um 07.30 sind wir schon auf der Restaurantterrasse um zu frühstücken. Heute morgen bekommen wir Gesellschaft.
FAZIT TONGOLE WILDERNESS LODGE:
- sehr schön geräumige und gelegene Cottages. Könnte ein Paradies sein! - schade dass die Lodge sich jetzt ausserhalb des Parks befindet. Die Tiere haben keine Möglichkeit rüber zu kommen wegen dem Zaun. - Preis/Leistung stimmt absolut nicht. Viel zu teuer. - Gute Küche aber sehr schlechtes Frühstück. - Demotiviertes Personal. Man spürt es zu jeder Zeit... - Kann ich leider nicht empfehlen.....
Punkt um 08.45 verlassen wir Tongole Lodge. Wir geben dem Personal kein Trinkgeld. Uns ist echt nicht Zumute..... Hier sieht man deutlich den Zaun vor der Lodge.
Wir beschliessen noch einen Abstecher zur Bua River Lodge zu machen. Sie liegt nur 2 Kilometer vom Gate entfernt und ist die einzige Unterkunft die sich im Park befindet. Auf dem Parkplatz der Lodge sieht man schon einige Overländer Autos.
Wir laufen den Buckel runter Richtung Lodge.
Fortsetzung folgt
Teil 1519. Sept. 2018
@Conny: zum Glück hat es doch einige schöne Momente auf unserer Reise gegeben! 🙂
@bNNddd: wir leider auch! C'est la vie...... 😎
@Cora: so viel Geld haben wir auch noch nie in einem Urlaub ausgegeben! Schade dass viele Ausländer, die hier Geld investiert haben, die Touristen so verarschen....Wer einmal das Land als Lodgehopper bereist hat, kommt so schnell nicht mehr. 😄
Fortsetzung
Wir erreichen sehr bald das Hauptgebäude, das komplett aus Holz und Stroh erbaut ist.
Da findet man ein Restaurant, eine gemütliche Lounge mit Leseecke und ein grosses Aussichtsdeck mit Bua River View.
Wir werden von der Managerin, eine Schottin, recht herzlich begrüsst. Wir erklären ihr dass wir uns die Anlage anschauen wollen. Sie ist sehr gesprächig und wir erfahren dass sie vor einigen Jahren die Tongole Wilderness Lodge geführt hat. Es gibt hier verschiedene Safarizelt Kategorien. Sind alle ausgebucht. Hier ein Luxuszelt à 300 US$ für 2 in Vollpension
und da ein Standardzelt zu 210 US$ in Vollpension.
Das Standardzelt darf ich mir näher anschauen. Der Innenraum ist echt klein. Ich wüsste nicht wohin mit meinen 2 Koffer! Davor eine kleine Terrasse und daneben das Badezimmer.
Wir laufen bis zum Flussufer mit einem Angestellten.
Man darf hier nicht allein am Ufer herumspazieren denn man bekommt sonst sehr schnell ungemütliche Gesellschaft....
Die Lodge bietet einen kleinen Walk pro Tag an. Ist im Vollpensionspreiss inbegriffen. Sonst muss man sich einen Scout zu 10 US$ mieten. Die Schotting erzählt uns dass in 2 Jahren auch Game Drives angeboten werden. Die Tiere die von Liwonde und Majete kamen müssen sich zuerst hier einleben. Um 11 Uhr verlassen wir den Park
und tanken in Nkhotakota Town. 1 Liter Petrol kostet da 880 Kwachas.
Eine Stunde später erreichen wir die Nkhotakota Pottery Lodge.
Der erste Eindruck ist echt nicht schlecht!
Der Strand sieht sehr einladend aus.
Fortsetzung folgt
Teil 1620. Sept. 2018
@Topobär: Vielleicht kommt der deutsche Besitzer aus Hamburg? 🙂
Fortsetzung
Da wir sehr hungrig sind gönnen wir uns zuerst im Restaurant ein saftiges Steak mit Gemüse und Salat.
Den Café trinken wir gemütlich hier und geniessen die tolle Aussicht.
Das Personal ist echt nett und man kann gute Gespräche führen. Da erfahren wir auch dass die Lodge von einem deutschen Rentner und seiner deutsch/simbabwischen Ehefrau geleitet wird. Wir treffen auch eine deutsche Praktikantin. Die Lodge arbeitet nämlich mit der MIERA (more income and employment in rural areas), der deutschen Gesellschaft für internationale Entwicklung, GIZ, zusammen.
Später begeben wir uns zu unserem Zimmer Nr. 3.
Die Terrasse bietet einen direkten Blick auf den Malawi See.
Das Zimmer ist nicht gerade romantisch
aber zweckmässig eingerichtet.
Es gibt auch Aircon. Das Badezimmer ist sehr einfach aber OK und sauber.
Die Lodge ist durch ihre Konferenzhalle gut belegt. Wir ziehen uns um und eilen Richtung See. Das Wasser ist echt angenehm. Es tut gut darin zu toben und zu schwimmen. Danach laufen wir den Strand entlang und beobachten einen Fisherman.
Das Ambiante hier gefällt uns sehr gut. Man fühlt sich in Urlaub.
Fortsetzung folgt
Teil 1721. Sept. 2018
Fortsetzung
Anschliessend besuchen wir die Nkhotakota Töpferei. Sie bietet handgefertigte Produktion von Keramik. Kunden können auch Aufträge vergeben welche in fast jeder Form und Design hergestellt werden können.
Es ist immer interessant einem Töpfer zuzuschauen.
Die verschiedene Produkte finden wir aber viel zu teuer!
Nach der Töpferei werden wir auf diesen Wagen aufmerksam.
Wir erfahren später vom Besitzer Harald dass es sich um ein altes LF16 MAN/Bachert der Berliner Feuerwehr handelt. Es wurde nach Südafrika verschifft und ohne Problem durch Zimbabwe, Mosambik und Malawi gefahren. Es wurde zu einem "Safari" Versorgungsfahrzeug aufgemöbelt und umgebaut.
Gegen 19 Uhr trinken wir einen Malawi Gin Tonic und eine halbe Stunde später wird das Abendessen serviert. Wir sind heute Abend nicht allein. Einige Einheimische die hier in der Lodge wohnen essen auch. Wir nehmen auf der Restaurant-Terrasse Platz .
Das Mittagessen schmeckte nicht schlecht. Leider enttäuscht uns das Abendessen sehr. Es gehört zum Halbpensionspreis. Die Suppe kommt aus einem sehr billigen Beutel.....
Das Chicken Curry schwimmt im Fett und der Schoko Kuchen kann man gerade vergessen! 😣 Da es nachts hier noch echt kühl wird, bekommen wir unter dem Tisch einen Malawi Heizkörper!
Hier gibt es auch Airtel Voucher um ins Wifi zu gelangen. Preis für die Nacht in Halbpension für uns Beide 109 US$. Gegen 21 Uhr kehren wir in unser Zimmer zurück.
07.08.2018
Sehr früh werden wir vom Sonnenaufgang geweckt.
Wir haben nicht sehr gut geschlafen denn die Bettmatrazen hatten schon bessere Zeiten hinter sich.... 😗
Fortsetzung folgt
Teil 1822. Sept. 2018
Fortsetzung
Wir spazieren ein bisschen den Strand entlang
und kehren zu unserem Cottage zurück.
Gegen 07.30 frühstücken wir draussen auf der Restaurant -Terrasse.
Wir sind die Einzigen. Die einheimische Gäste lassen sich lieber ihr Frühstück aufs Zimmer bringen. Es schmeckt besser als ich gedacht habe. Es gibt frischer Obstsalat, hausgemachte Konfitüre, Toasts. Den Kaffee finden wir auch hervorragend. Eine Stunde später machen wir uns auf den Weg Richtung Monkey Bay. Die Strasse bis zur Salima Kreuzung ist nicht einfach zu fahren. Es gibt eine Menge Potholes, Man trifft nicht viele Autos aber auf der Fahrbahn ist immer etwas los!
Die Fahrräder sind manchmal so voll beladen dass die Drivers die Richtung verlieren....
Ich hupe die ganze Zeit wie die Sammelbusse um ihre Aufmerksamkeit zu erwecken. Was man so alles mitschleppen kann!
Wir passieren nur 2 Polizei Strassensperren und diese Brücke.
Am Strassenrand wird öfters Holzkohle verkauft.
Nach der Salima Kreuzung ist die Strasse recht neu. Sie ist auch breiter und man kann endlich richtig fahren. Die Pipipause machen wir bei dieser Brücke. Da unter ist allerhand los.
Einige versuchen sogar Fische zu fangen.
Um 13 Uhr erreichen wir Norman Car Cottages. Taffy, der englische Besitzer und Leonie, die Managerin heissen uns recht herzlich Willkommen. Da erfahren wir auch gleich dass wir die einzigen Gäste für die nächsten 3 Tage sind... Der erste Blick zum Strand imponiert uns nicht gerade......
Fortsetzung folgt
Teil 1924. Sept. 2018
@Biggi: in Malawi bist du als Camper besser aufgehoben! 🙂
Fortsetzung
Das Norman Carr Cottage liegt am südlichen Seeufer des Malawisees, in der geschützten Bucht von Namakoma, 15 Kilometer südlich von Monkey Bay. Es besteht aus 4 executive Suiten und 2 Zimmern im Innenhof.
Wir werden gleich zum Tisch gebeten.
Zum Lunch gibt es Chambo Fisch mit Gemüsepuree und Salat. Schmeckt lecker. Danach begeben wir uns zu unserem Executive Zimmer nr 4. Auf den Weg dahin bemerke ich das kleine Schwimmbad. Schade dass es im Schatten liegt und keine Liegestühle vorhanden sind.
Das executive Zimmer bietet zuerst ein separates Zimmerlein mit einem Bett
und Schreibdesk.
Daneben findet man Coffee/Tea Station.
Dann kommt das Schlafzimmer mit King Size Bett.
Die Deko klingt sehr afrikanisch!
Das Klo befindet sich separat
und das Badezimmer draussen.
Ich muss gestehen irgendwie hat man keine Lust hier drin seine Zeit zu verbringen.........Das Ganze braucht einen Face Lifting.....Anschliessend laufen wir dem Ufer entlang. Gleich um die Ecke sehen wir ein Dorf.
Fortsetzung folgt
Teil 2025. Sept. 2018
Fortsetzung
Der Malawisee, auch Nyassasee genannt, zieht sich auf einer Länge von 770Km und einer Breite bis 80Km. Der See hat eine maximale Tiefe von 700 Metern. Die Seeufer grenzen an Tansania, Mosambik und Malawi. Er ist auch nach dem Victoria und dem Tanganykasee der drittgrösste afrikanische See. Die Ueberfischung der so geschätzten Buntbarsche in den letzten 20 Jahren hat den Fischbestand um 2/3 geschrumpft. Die hunger leidende Bevölkerung besitzt keine grosse Boote um auf dem grossen, einem Meer gleichkommenden See zu fischen. Daher wird zu stark in Küstennähe gefischt.
Dazu kommt jetzt seit einige Jahren noch die Ueberfischung von Profitmachern in Brutgebieten. Sie kommen in grossen Booten an die mit Netzen bewaffnet sind die selbst die kleinsten Fische fangen. "Diese Trawler" löschen Jungfische aus und zerstören wichtige Brutgebiete, wenn Kleinfischer eine geschlossene Fangsaison beobachten. Es wird Folgendes behauptet: wenn diese Trawler so weitermachen gibt es in 2 Jahren keine Fische mehr...... 😵
Am Ufer ist allerhand los. Man versorgt sich mit Wasser.
Man wächt das Geschirr
und die Klamotten.
Manche Kinder besitzen den grossen Unterernährungbauch.
Der See dient auch als Dusche.
Manche Kinder bleiben schön ruhig und schauen den Müttern zu.
Dieses Ambiente klingt sehr authentisch aber die Lust hier im See schwimmen zu gehen vergeht einem direkt..... Leider gibt es dadurch auch viele Sandflöhe hier am Ufer und ich werde mehrmals gestochen..... 😣
Wir kehren zur Lodge zurück denn um 17 Uhr wird eine Sunset Cruise angeboten. Das Boot fährt aber leider nur ungefähr 800 Meter heraus. Dann wird auch schon angehalten und geankert.
Wir sind echt enttäuscht. 2 Aktivitäten sind nämlich im Vollpensionspreis inbegriffen. Die Sunset Cruise gehört dazu. Wir haben das Gefühl man möchte nur dass wir konsumieren. Die Getränke hier sind nicht gerade billig..... Wir schauen uns den tollen Sonnenuntergang an
und kehren zur Lodge zurück. Um 19 Uhr wird das Abendessen serviert.
Es gibt zartes Beeffilet mit Reis, Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln sowie Schokomousse. Das beste Essen bis jetzt im Land. Man kann sich hier auch einen Airtel Voucher für das Wifi besorgen. Kostet 5 US$.
Wir sind gespannt wie morgen das "Fisheagle Feeding" stattfinden wird...... 😗
Preis pro Nacht für uns Beide in Vollpension: 270US$