NAM 4.0 - Im Land der grünen Wiesen!

Reisebericht 90 Antworten · 20,9k Aufrufe · gestartet 10. Mai 2018 von TinuHH
Themenstarter899 Beiträge · seit 201624. Juni 2018 ·
Meine Mama hat dort dieses berühmte Brot gegessen, wo auf der Karte steht "Not for Sissis" - als es dann serviert wurde, wussten wir auch den Warnhinweis zu deuten 😄
😈 jaja, wir hatten da etwas mehr Respekt, haben uns da nicht ran getraut. Die meinen das durchaus ernst, mit ihren Ankündigungen!

LG
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
Themenstarter899 Beiträge · seit 201625. Juni 2018 ·
Moin liebe Formies,

weiter geht's, so langsam geht es auf das Ende der Reise zu.

20. Tag - Meike's Guesthouse - Windhoek - N/a'an ku sê Lodge

Wieder ein Tag mit recht wenig Bildern.

Heute haben wir zwar einen ziemlichen Ritt vor uns, wir lassen uns aber trotzdem Zeit mit dem Frühstück. Meike gesellt sich zu uns, und wir verklönen einige Zeit. Sie erzählt uns von Ihrer Zeit auf Ababis, dem Umzug nach Swakopmund, erzählt aus dem Leben hier in der Stadt. Spannend, das mal von dieser Warte aus zu hören. Dann verabschieden wir uns herzliche von Meike, Klaus und dem Team. Hier hat es uns wirklich gut gefallen, diese Unterkunft war ein weiteres Highlight der Reise.

Wir haben mit "Africa on wheels" verabredet, dass wir spätestens um 15:00 Uhr in Windhoek sein werden. Heute ist Samstag, da wollen die Angestellten auch ins Wochenende. Wir fahren also nicht die schönere Strecke über Gravel, sondern nehmen die B2, den "Trans Kalahari Highway". Die Strecke ist durchgehend geteert, das spart Zeit. Wir rechnen mit 4 Stunden Fahrzeit. Über die Fahrt läßt sich nicht viel erzählen. In Usakos machen wir an einer Tankstelle eine kurze Pause, in Okahandja gucken wir bei einer Tankstelle, ob wir noch ein letztes Magnum "Death by Chocolate" bekommen. Dann beginnt die Strecke durch die große Baustelle auf der B1. Und ausgerechnet hier, ca. 30km vor Windhoek, meldet sich Michael per Funk und erzählt uns, dass sein FJ nicht mehr zieht. Wir halten an, Michael startet das Auto neu (das klappt unter Windows auch immer! 😈 ), damit ist für kurze Zeit wieder Ruhe. Aber nur für kurze Zeit, dann hat er das gleiche Problem wieder 😠 . Es gibt kein Warnlicht, nichts, was auf einen technischen Fehler hinweisen würde. In der Autovermietung anrufen? Wir versuchen es erstmal so. Wenn wir vorsichtig mit 60km/h fahren, geht es. So zuckeln wir über die B1 gen Windhoek. Wir fahren an der Autovermietung vorbei zur Tankstelle. Hier ist beim Tanken richtig Stimmung, die Junx an den Zapfhähnen sind gut drauf. Michael bemerkt, dass sein Tankdeckel schwer aufgeht, er hört ein "saugendes" Geräusch. Da wird doch wohl nicht die Tankentlüftung verstopft sein? Das würde das merkwürdige Verhalten beim Fahren erklären. Bei der Rückfahrt zur Autovermietung bestätigt sich das, die Kiste rennt wieder wie gewohnt!

Die Rückgabe der Autos verläuft völlig unproblematisch. Die ersten Fragen sind, ob wir Reifenschäden, Macken in der Windschutzscheibe etc. hätten - nö, haben wir nicht. Wir erzählen von der Tankentlüftung, damit das für die nächste Vermietung in Ordnung gebracht werden kann. Und wir erzählen von dem leicht inkontinenten rechten Hinterreifen. Das Problem ist nicht neu, das kommt wohl häufiger vor. Alles abgehakt, man freut sich, dass alles gut geklappt hat.

Punkt 15 Uhr steht der Wagen von "N/a'an ku sê" auf dem Hof. Wir haben die Reise so kalkuliert, dass wir die letzten drei Tag, die wir auf der "N/a'an ku sê " verbringen wollen, keine eigenes Auto mehr haben. Das spart Geld, und wir brauchen es wirklich nicht mehr. Wir verabschieden uns von "Africa on Wheels", die Koffer werden verladen, dann geht es durch Windhoek Richtung Flughafen. Der Lodge-Quantum hat seine guten Zeiten lange hinter sich. Ziemlich abgerockt rüttelt und schüttelt das Teil. Stoßdämpfer werden offensichtlich überbewertet, jedenfalls sind die in diesem Auto längst außer Funktion 😵 . Die Heizung läßt sich nicht abstellen, und als unsere Füße allzusehr gegrillt werden, bitten wir den Fahrer darum, die Lüftung abzustellen. Das hilft. Wir biegen auf Gravelroad ab, und jetzt werden wir so richtig durchgeschüttelt. Das Auto quietscht und bockt, dass es eine Art ist. Richtig durchgeschüttelt kommen wir an der Lodge an. Unterwegs haben wir schon einige Tiere gesehen.

Die Rezeption und das Restaurant sind extrem schick, alles ist aber offensichtlich aus einfache einheimischen Materialien gefertigt. So besteht der Empfangstresen aus einem dicken Stück Baumstamm, auf dem man eine Glasplatte befestigt hat. Tische und Stühle im Restaurant sind teilweise aus dicken Ästen. Alles ist großzügig, hell und, wie gesagt, sehr schick! Im Restaurant hängt über der Bar ein riesiges schwarzweiß Foto von einer Löwin (gespiegelt). Nur die Augen wurden gelb gelassen. Toller Eindruck! Im Eingangsbereich und auf den Toiletten hängen tolle Schwarz-weiß-Fotografien von Einheimischen.

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Schon beim Einchecken werden uns diverse Aktivitäten angeboten. Wir entscheiden uns schon mal für den Caracal-Walk am nächsten Morgen, und für den Besuch bei den Geparden am Tag darauf. Alles andere können wir später noch entscheiden.

Nun geht es aber erstmal in unsere Hütten. Auf den ersten Blick sieht es grandios aus, mit einer Art Kronleuchter aus Glassteingirlanden mitten im Zimmer, der offenen Dusche, die durch einen Kettenvorhang an einem Baumstamm vom Rest des Zimmers abgetrennt ist, und den gläsernen Waschbecken auf einer Steinplatte. Alles ist wunderschön, sehr geräumig und sehr stylish! Bei näherem Hinsehen stellen wir aber fest, dass das zwar alles sehr schick, aber auch ziemlich unpraktisch ist. Es gibt kaum Ablageflächen und der Platz im Regal ist auch sehr beengt.

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Trotzdem, die Hütten sind wunderschön und wir richten uns ein. Heute haben wir keine Lust mehr auf Aktivitäten. Wir faulenzen etwas am Pool rum, erkunden den "Canyon", der gleich hinter dem Pool verläuft. Die Landschaft ist grandios! Überall hören wir Paviane, Kudus laufen auf der anderen Seite rum, in den Felsen gibt es jede Menge Dassis und Agamen. Uns fällt auf, dass es hier am Canyon keinerlei Warnschilder gibt. Immerhin geht es hier einige Meter steil abwärts. In good old Germany hätte man hier schon Schilder, Zäune und Infotafeln aufgestellt, jede Wette!

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Um 19:00 Uhr gehen wir zum Abendessen. Als Vorspeise gibt es Salat, dann kommt Game-Filet auf einer Art Polenta. Das Filet ist einfach großes Kino! Wir haben definitiv nirgends in Namibia besseres Fleisch bekommen. Ich würde fast soweit gehen zu behaupten, dass ich noch nie irgendwo besser gegrillte Fleisch bekommen habe. Absolute Oberklasse!
Zum Nachtisch gibt es Schokoladenkuchen mit Eis, auch großartig.

Zwei Gläser Bier später geht es dann in die Hütten. Schön ist es hier! Man hört jede Menge Tiere, die rings um die Lodge aktiv sind. Es ist angenehm kühl, was eine gute Nacht verspricht.

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2018
Themenstarter899 Beiträge · seit 201625. Juni 2018 ·
Hallo liebe Formies,

Endspurt! Die letzten Tage unserer Reise brechen an 🙁 .

21. Tag - N/a'an ku sê Lodge

Der Wecker klinget um 6:30 😠 . Das erste Morgenrot ist zu sehen, und es ist noch recht kühl. Wir hören das vielstimmige Geschrei der Paviane, die rings um die Hütten aktiv sind und auch über unser Strohdach turnen. Die Dusche mitten im Raum ist schon speziell, funktioniert aber einwandfrei, und schon um kurz nach 7:00 Uhr gehen wir ins Restaurant. Wir wollen zwar erst nach dem Caracal-Walk frühstücken, aber eine Tasse Kaffee sollte doch schon sein.

Um kurz vor 8:00 Uhr begrüßt uns unser Guide Ballon und platziert uns erstmal vor einem Fernseher, wo wir uns Infos über N/a'an ku sê, die Projekte etc. ansehen. Dann geht es gemeinsam mit drei Franzosen und zwei Engländern auf den Jeep. Nach ca. 10 Min. Fahrt steigen die Franzosen aus, hier beginnt für sie der Cheetah-Walk. Wir fahren noch fünf Minuten weiter. Dort wartet in einem Käfig ein Caracal auf uns. Wir steigen aus, und Ballon erklärt uns, dass "Misty" in Gefangenschaft aufgezogen wurde. Caracals werden oft geschossen, da sie wohl ziemlich viel Schaden anrichten können. Kaum zu glauben, bei der Größe! Dann erzählt Ballon noch, dass uns Misty "beschmusen" und uns um die Beine streichen wird, wir dürfen sie aber nicht streicheln. Auch "Selfis" mit Katze sind nicht gewünscht. Dann wird sie aus dem Käfig gelassen. Sie ist wunderschön 🤩 ! Schlank, vorne "tiefer gelegt", ein tolles Tier! Gleich kommt sie auf uns zu und streicht uns um die Beine, ganz wie eine ganz normale Hauskatze. Es ist schwer der Versuchung zu widerstehen, sie zu streicheln. Eine gute Stunde laufen wir mit Misty über die taunasse grüne Steppe. Hin und wieder versucht sie einen Vogel zu jagen. Heute ist sie erfolglos, aber Ballon erzählt uns, dass sie durchaus auf diesen Spaziergängen Vögel fängt.

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Es ist garnicht so einfach, brauchbare Bilder zu machen. Misty ist ständig in Bewegung, und wenn man sie mal gut im Sucher hat, läuft sie schon wieder auf uns zu und streicht uns um die Beine. Aber genau das macht diesen Spaziergang zu etwas besonderem. Irgendwann kommen wir wieder am Auto an, und Ballon wirft ein Stück Fleisch in den Käfig, worauf Misty gleich hinterher springt. Tür zu, Käfig einladen, und zurück geht es. Wir treffen wieder auf die Cheetah-Gruppe, und Misty wird mit den beiden großen Katzen in ihr Gehege gebracht.

Zurück in der Lodge wird erstmal gefrühstückt. Wir sind fast die letzten beim Frühstück. Es ist sehr lecker, und wir genießen es in diesem schönen Restaurant. Dann geht es zum Pool, wo wir einen Großteil des Tages mit Knipsen, Faulenzen, und Tagebuchschreiben und Knipsen verbringen.

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Um 18:00 Uhr soll der Sundowner-Drive starten, um 18:15 sitzen wir auf dem Wagen. Wir wundern uns etwas, da die Sonne schon recht tief steht. Jetzt müssen wir uns aber beeilen! Der Sonnenuntergang ist eigentlich um 18:33 laut App. Hmmmm…

Zuerst geht es erstmal ganz gemütlich durch das Gelände. Wir sehen in der Dämmerung zwar viele Tiere, aber zum Fotografieren wird es langsam zu dunkel, das Licht ist einfach weg! Schnell wird es bitterkalt. Als es dann fast dunkel ist, sagen wir Ballon, dass es offensichtlich keinen Sinn macht, jetzt noch irgendwo auf einen GT anzuhalten, den wir dann bibbernd im Dunkeln trinken würden. Wir einigen uns darauf, dass wir zurück zur Lodge fahren, und den GT dort bekommen.

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Pünktlich zum Abendessen sind wir zurück. Das Abendessen ist wieder sehr gut. Auch heute gibt es ähnlich gutes Fleisch wie gestern. Insgesamt war das wieder ein erlebnisreicher und schöner Tag!

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
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2'192 Beiträge · seit 201625. Juni 2018 ·
Hallo Martin,

Es ist garnicht so einfach, brauchbare Bilder zu machen.

Hm, was soll ich jetzt dazu sagen. Ich finde, das hast Du prima hinbekommen. Klasse ist das Bild mit der Spiegelung.

Eure Tour gefällt mir sowieso super gut, wir sind nämlich auch Lodge-Hopper.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2018
169 Beiträge · seit 200725. Juni 2018 ·
Was für wunder- wunderschöne Bilder! Wir haben ebenfalls die beiden letzten Nächte in der Naankuse Lodge gebucht und freuen uns riesig darauf!
Themenstarter899 Beiträge · seit 201626. Juni 2018 ·
Gabi-Muc schrieb:
Hm, was soll ich jetzt dazu sagen. Ich finde, das hast Du prima hinbekommen. Klasse ist das Bild mit der Spiegelung.

Eure Tour gefällt mir sowieso super gut, wir sind nämlich auch Lodge-Hopper.
Hallo Gabi,
herzlichen Dank, es freut mich, wenn die Bilder gefallen.
Bei den Bildern mit dem Caracal gab es halt deutlich mehr Ausschuß als üblich.
lormon schrieb:Was für wunder- wunderschöne Bilder! Wir haben ebenfalls die beiden letzten Nächte in der Naankuse Lodge gebucht und freuen uns riesig darauf!
Danke, lormon! Dann drücke ich die Daumen, dass es Euch auch so gut gefällt. Das ist ja immer auch vom persönlichen Geschmack abhängig. Und natürlich davon, wie man vor Ort betreut wird. Da gibt es ja immer wieder widersprüchliche Berichte.

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2018
Themenstarter899 Beiträge · seit 201626. Juni 2018 ·
Guten Morgen liebe Formis!

22. Tag - N/a'an ku sê Lodge

Pünktlich um 8:00 Uhr starten wir. Wir sind heute nur zu dritt auf dem Cheetah-Walk. Claudia hat sich heute ausgeklinkt, sie will mal ganz in Ruhe in den Tag starten.
Wie gestern schon sind wir nach wenigen Minuten am Treffpunkt, wo bereits zwei weitere Guides (Jan, Ballon und Mathias) und die beiden Geparden "Bullet" und "Bold" warten. Es gibt eine sehr kurze Einweisung: nicht anfassen, keine Selfis, das war's. Dann werden die beiden Jungs aus dem Käfig gelassen. Sofort beginnen sie die Gegend zu erkunden. Dabei schnurren sie laut vor sich hin. Die Steppe ist total grün, überall blühen gelbe Blumen. Die Pflanzen sind noch naß vom Tau der Nacht, und nach kurzer Zeit habe ich nasse Füße.

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Die beiden Katzen sind wunderschön! Im warmen Morgenlicht ist das einfach ein großartiger Anblick. Nur das Fotografieren ist wieder nicht so einfach, da die beiden fast ständig unterwegs sind. Meist sind wir hinter ihnen, da sie doch deutlich zügiger unterwegs sind als wir. Die beiden schauen sich ständig in der Gegend um, ob nicht ein jagbares Tier in der Nähe ist. Irgendwann ist es soweit, die beiden sprinten los und sind weg. Die Guides laufen hinterher. Immerhin haben die Katzen keine Halsbänder, und obwohl das Lodge-Gelände eingezäunt ist, wäre es sehr aufwändig, weggelaufene Geparde wieder einzufangen. Wir zockeln hinterher und finden irgendwann Jan, mit dem wir uns beim Laufen unterhalten. Dann finden wir die anderen incl. der Geparden wieder. Die beiden haben nichts gefangen. Jan erklärt uns, dass es durchaus erwünscht ist, dass die beiden bei solchen Spaziergängen jagen. Sie sind noch recht jung, und da sie ja in Gefangenschaft aufgewachsen sind, sollen sie jede Gelegenheit nutzen, das Jagen zu üben.

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In Anlehnung an das große Löwen-Bild im Restaurant haben ich mal ein Cheetah-Bild etwas anders bearbeitet:

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Nun versuchen die drei Guides die beiden Katzen dazu zu überreden, wieder Richtung Auto zu gehen. Dabei wird uns auch klar, warum dieser Cheetah-Walk mit drei Guides durchgeführt wird. Das ist doch eine ziemlich aufwändige Sache, und wir sind recht weit von den Autos weg. Schließlich gelingt es aber doch und wir bewegen uns wieder zurück zum Jeep. Dann treffen wir auf eine kleine Herde Giraffen, und die beiden Halbstarken testen nochmal ihre Sprintfähigkeit. Kurz vor dem Auto wird nochmal ein Jagtversuch gestartet, nicht wirklich ernsthaft, das sieht bei Geparden dann doch etwas anders aus, aber immerhin ein Sprint in die falsche Richtung, worüber unsere Guides nicht sehr glücklich sind. Erfolg haben sie keinen, aber jetzt sind sie wieder weit weg. Jetzt laufen Jan und Ballon zu dem Auto mit dem Käfig hinten drauf, und fahren damit in Richtung der Geparde. Wir laufen mit Jan zu unserem Jeep und fahren zurück zur Lodge.

Claudia erwartet uns zum Frühstück und schaut sich die Fotos auf den Kameras an. Die Ausbeute ist gut, wie wir feststellen. Hat sich wirklich gelohnt, und nicht nur hinsichtlich der Fotos. Das war ein wirklich großartiger Start in den Tag.

Am Nachmittag starten wir zu einem Spaziergang durch das Lodge-Gelände. Wir haben extra gefragt, wir dürfen uns vollkommen frei bewegen, wenn wir Zäune und Schilder respektieren. Viel sehen wir nicht, aber ein Spaziergang hat mal gut getan. Dann verbringen wir noch Zeit am Pool, natürlich bei einem GT. Watt mutt datt mutt! 🤩 😉

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Das Abendessen ist wieder ein 3-Gänge-Menü auf 4-Sterne-Niveau. So langsam wird es Zeit, dass wir hier weg kommen, sonst nehmen wir noch ernsthaft zu! Den Nachtisch teile ich mir mit Claudia, sonst komme ich an meine Kapazitätsgrenzen! 🤩

Unser letzter Abend in Namibia 🙁 ! Drei Wochen sind schon wieder vorbei, es geht immer so schnell! Mark und Michael verlassen uns schon Morgen früh. So sitzen wir noch eine Weile zusammen, trinken noch ein Glas Bier, und schwelgen etwas von den zurückliegenden drei Wochen.

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2018
751 Beiträge · seit 201126. Juni 2018 ·
Es ist garnicht so einfach, brauchbare Bilder zu machen.
Hallo Martin,
als ich das las und du zusätzlich von "Geknipse" geschrieben hast, musste ich echt lachen... Deine Fotos sind wirklich von toller Qualtität! Überhaupt machte es sehr viel Spaß deinen Bericht anzuschauen und zu lesen - vielen Dank für deine Mühe!
Beste Grüße,
speed
(der gerade auf der Suche nach einer Kamera ist...
P.S. hattest du schon verraten mit was du "geknipst" 😄 hast?)
Themenstarter899 Beiträge · seit 201626. Juni 2018 ·
Moin Speed,

danke für das Lob! ich freue mich natürlich immer, wenn unsere Bilder gefallen. 😁
Auch wenn letztendlich einige gute Bilder dabei raus gekommen sind, so kamen wir dafür doch ganz schön ins Schwitzen! Die beiden Katzen joggten immer lässig über das Gelände, und wir trägen Zweibeiner mussten sehen, dass wir dran blieben. Vor dem Frühstück eine Herausforderung, das kann ich Dir sagen! 😮

Wir sind mit Olympus mFT unterwegs.

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2018
Themenstarter899 Beiträge · seit 201626. Juni 2018 ·
'nAbend allerseits!

23. Tag - N/a'an ku sê Lodge - Rückflug

Wir frühstücken um 8:00 Uhr. Mark und Michael werden um 9:00 Uhr zum Flughafen gebracht. Ihr Flug über Johannesburg geht schon vormittags. Wir verabschieden uns nach diesen drei großartigen Wochen von unseren Freunden 🙁 😕 😣 . Natürlich mit dem festen Vorsatz, dass wir nicht mehr fünf Jahre auf die nächste NAM-Reise warten werden!

Dann sind wir alleine und packen erstmal in Ruhe die Koffer. Um 11:00 Uhr müssen wir unsere Hütte verlassen. Wir bringen unsere Koffer an die Rezeption, wo wir sie bis zur Abfahrt heute Abend stehen lassen können. Wir verbringen die Zeit mit Datenhygiene und Mails. Für den Nachmittag haben wir uns noch für eine "Carnivore-Feeding-Tour" angemeldet. Irgendwie müssen wir die Zeit ja noch rumbringen.

Um 15:00 Uhr geht es los, Claudia und ich sind mit Ballon alleine auf dem Jeep. Zuerst geht es zu zwei gut genährten Leoparden. Da wir alleine mit Ballon sind, dürfen wir direkt an den Zaun, wobei wir natürlich auf gebührenden Abstand vor den Krallen und dem Elektrodraht achten. Normalerweise muss man hinter einer Holzwand stehen, die weit genug vom Gitter weg ist. Die beiden Brüder bekommen ihre Fleischration und mampfen eifrig vor sich hin.

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Dann geht es zu den Caracals. Wir sehen nur einen Kater, der aber deutlich weniger zahm ist als Misty. Der kleine stämmige Kerl kommt so dicht an den Zaun, dass man keine brauchbaren Bilder machen kann.

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Die Geschichte der Raubkatzen hier ist eigentlich immer ähnlich. Die Mütter wurden von Farmern aus Angst, dass sie ihr Vieh reißen könnten, erschossen, und die Jungtiere werden in die Obhut von N/a'an ku sê gegeben. Bei den Leoparden wurde die Mutter lebend gefangen, als sie trächtig war. Die Mutter ist dann an Anthrax gestorben, die beiden Jungs waren aber gesund und wurden hier aufgezogen.

Jetzt geht es zum Affengehege. Die Gruppe kommt gleich an den Zaun und wird mit Obst und Gemüse gefüttert.

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Es folgt ein kurzer Abstecher zu den Wildhunden. Die sind garnicht so sehr an uns interessiert, verstecken sich meist in den Büschen.

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Dann geht es weiter zu den alten Geparden. Das ist wirklich ein trauriger Anblick. Die beiden sind ca. 18 Jahre alt, was für Geparden ein biblisches Alter ist. Sie sind schon arg wackelig auf den Beinen, freuen sich aber über das Hühnchen.

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Die Löwen, (ein Kater und zwei Katzen), die am Ende der Tour gefüttert werden, strotzen dafür vor Gesundheit und Kraft. Der Kater sieht aus wie frisch geföhnt. Hier dürfen wir nicht direkt an den Zaun, wir müssen entweder hinter die Holzpaneele, oder auf die Aussichtsplattform direkt am Gehege. Wir entscheiden uns für die Plattform. Als die Löwen im gestreckten Galopp auf uns zu kommen und uns zur Begrüßung ordentlich anknurren, wissen wir auch warum. Das Grollen spürt man im Magen, so tief ist der Bass! Bei dieser Größe und Kraft sollte man wirklich vorsichtig sein.

Wieder gibt es Hühnchen, welches die drei im Sprung auffangen. Dabei gelingen uns ein paar witzige Bilder von springenden Löwen.

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Damit endet unsere Tour. Insgesamt war diese Tour als "Zeitvertreib" vor dem Abflug genau richtig. Man versucht hier auf der Tour, auf der sowieso die Tiere gefüttert werden, noch etwas Geld damit zu machen, indem man Gäste mitnimmt. Das ist meiner Meinung nach vollkommen ok, da man einiges über die Tiere erfährt. Und da der Preis für die Tour sehr moderat ist, kann man das wirklich empfehlen.

Um 17:00 Uhr sind wir wieder an der Rezeption und haben so noch Zeit um die Bilder anzusehen, bis wir uns verabschieden und es dann um 18:00 Uhr über Hoppelpisten zum Flughafen geht. Wir werden wieder mit dem bekannten Quantum gefahren, die Fahrt ist wieder abenteuerlich.

Am Flughafen lassen wir die Koffer einschweißen, dann stellen wir uns an der recht langen Schlange an. Es geht aber erstaunlich schnell, die Koffer sind bald weg, und wir gehen durch die Sicherheitskontrolle. Die Damen an der Passkontrolle sind derart desinteressiert, dass es schon frech ist, finde ich. Die eine schreibt offensichtlich während der Kontrollen ständig WhatsApp, keine Begrüßung, nichts. Da fühlt man sich doch gleich ernst genommen. 😵

In der Wartehalle ist es glücklicherweise nicht so voll, wir gehen noch in einen Imbiss und bestellen eine Pizza. Nicht wirklich namibisch, aber wir haben Hunger!

Um 21:35 starten wir pünktlich Richtung Frankfurt. Diesmal gibt es Tonic zum Gin, und auch das Entertainment-System funktioniert wieder einwandfrei. Aber auch dieser Flug ist für mich wieder eine Tortour. Beim nächsten Mal müssen wir daran was ändern!

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In Frankfurt treffen wir Michael auf eine Tasse Kaffee, er hat gerade Mark zum Zug Richtung Ruhrgebiet gebracht. Dann geht es in den ICE nach Hamburg, wo wir um 15:30 ankommen.

Damit gehen drei wunderbare Wochen in Namibia zu Ende!

Fortsetzung folgt - Fazit.

Herzliche Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2018
Themenstarter899 Beiträge · seit 201628. Juni 2018 ·
Moin liebe Formis,

Zum Schluß kommt hier mein Fazit unserer Reise.

Wie schon geschrieben bin ich in diesem Jahr mit leicht gebremster Euphorie nach Namibia geflogen. Zu viele Berichte über überbordenden Tourismus, steigende Kriminalität, Touristen, die sich nicht benehmen können etc. haben mich nachdenklich gemacht.

Vielleicht war die Jahreszeit, zu der wir in diesem Jahr unterwegs waren, nicht repräsentativ, weil Nebensaison. Ich haben auch keinen Vergleich zu vergangenen Jahren, weil wir noch nie im April in Namibia waren. So, wie wir es in diesem Jahr erlebt haben, empfanden wir es als total entspannt, sogar entspannter, als auf unserer Erstlingstour vor 10 Jahren! In einigen Lodges waren wir fast alleine, in den anderen war nur wenig los.

Wenn wir zu Beginn der Reise noch der Meinung waren, dass das jetzt erstmal die letzte Reise nach Namibia sein würde - immerhin gibt es auch noch andere schöne Länder - so waren wir schon nach wenigen Tagen komplett anderer Meinung. Wir wollen wiederkommen, und wir wollen auf keinen Fall wieder fünf Jahre verstreichen lassen! Ob es unbedingt Namibia sein wird, oder mal Südafrika, Botswana oder was auch immer in der Gegend, das ist eine andere Frage.

Mein persönliches Fazit zu den Lodges etc. (auch wenn ich das schon im Reisebericht teilweise geschrieben habe), muss natürlich persönlich sein, klar. Geschmäcker sind verschieden, und was uns gefällt, uns wichtig ist, ist für anderen unwichtig und nicht erstrebenswert. So versuchen wir z.B. immer in möglichst kleinen Lodges zu wohnen, die ev. sogar mühsam zu erreichen sind. Wir mögen einfach keine Busse, Großveranstaltungen oder Massenauftriebe. Das gelingt nicht immer konsequent (siehe Sossusvlei Lodge), ist aber als Kriterium für uns grundsätzlich wichtig. Also, ich versuche es mal:


Flug mit Air Namibia

Der Vorteil dieser Verbindung ist, dass es der kürzeste Flug ist. Ich verplempere nicht gerne Stunden über Stunden auf Flügen, die sonstwo lang fliegen, möglichst noch mit mehrmaligem Umsteigen. Lieber etwas mehr bezahlen, dafür kurz und knackig. Dass Air Namibia nicht "der Burner" ist, ist was anderes. Mein persönliches Kill-Kriterium ist nach dieser Reise die "Holzklasse", egal in welcher Gesellschaft. Das ist für den Herren im gehobenen Alter *hüstel* einfach nicht mehr das Richtige. Ich versuche das nächste Mal Business zu bekommen, aber da könnte die Wahl der Gesellschaft durchaus vom Preis abhängig werden.
Aber sonst gibt es für mich nicht viel gegen AN einzuwenden.


Autovermietung "Africa on Wheels"

Kurz und knapp: da würde ich jederzeit wieder Buchen! Das ist vielleicht nicht die billigste Vermietung, aber auf jeden Fall ist sie preiswert! Persönliche und sehr gute Beratung und Übergabe auf deutsch (nicht zwingend wichtig, aber es hilft Missverständnisse zu vermeiden), die Autos sind in sehr gutem Zustand. Die Autos (in unserem Fall die FJ Cruiser) waren große Klasse! Klar, etwas teurer, etwas durstiger, aber ein Fahrkomfort, der schon sehr entspannend ist. Jederzeit ausreichend Leistung, ein laufruhiger Motor, und das alles in hervorragendem Zustand.
Jederzeit wieder!


Unterkünfte und Strecken
Wir sind in den drei Wochen bummelich 2.500km gefahren. Das mag wenig erscheinen, aber wir waren, bis auf zwei Ausnahmen, ja auch mindestens zwei Nächte in jeder Unterkunft. Die Distanzen zwischen den Unterkünften lagen bei maximal 350km. Das ist auch für Fotobegeisterte machbar, die zwischendurch immer wieder für Fotostopps anhalten. Über die Strecken selber kann ich garnicht so viel sagen. Wir kennen die Alternativen nicht, haben die Streckenführung mit Garmin Base Camp und T4A geplant und sind dann eigentlich immer auch so gefahren. Ob es interessantere Routen gegeben hätte, weiß ich nicht.


Olive Grove Guesthouse / Windhoek

Für eine Übernachtung am Anfang oder am Ende der Reise sehr zu empfehlen. Nett gelegen, schöne Zimmer, netter Service. Nichts spektakuläres, aber durchaus angenehm. Wir wollen zwar bei der nächsten Reise keine Station mehr in Windhoek einplanen, aber wenn, dann würden wir wieder hier absteigen.


Bagatelle Kalahari Game Ranch

Großartige Lage, sehr schöne Lodge, sehr schöne Hütten/Zimmer. Hier kann man sich wirklich wohlfühlen. Die Verpflegung ist super. Uns ist die Lodge im Nachhinein etwas groß (s.o.), aber das ist unser persönlicher Geschmack. Die Geparden-Fütterung empfanden wir aber als wenig erfreulich. Man steht mit vielen Menschen um die Tiere, die dann, während sie fressen, mal gestreichelt werden dürfen. Nein, das werden wir uns in Zukunft lieber sparen.
Wir würden ev. beim nächsten Mal die Red Dune Lodge ausprobieren. Mal sehen.
Daumen hoch für Bagatelle!


Kalahari Game Lodge

Die Lodge lebt von ihrer Lage kurz vor dem KTP. Und deshalb waren wir auch dort. Die Lodge selber ist modern, funktional gestaltet, wenig spektakulär. Die Hütten sind ganz gemütlich, man kann sich da gut ein, zwei Tage aufhalten. Die Verpflegung ist wirklich gut! Die Betreuung vor Ort ist nett, aber wenig persönlich, da war sogar Bagatelle herzlicher. Das Lion-Tracking ist allerdings Klasse!
Als Start in den KTP sehr empfehlenswert.


!Xaus Lodge

Für uns war !Xaus das HighLight der Reise! Die Lodge wird kontrovers kritisiert, und teilweise gebe ich den Kritikern durchaus Recht. Nachteil der Lodge ist u.a., dass man "angebunden" ist. Man darf sich dort nicht alleine von der Lodge wegbewegen. Gründe dafür sind einmal die Tiere, die im KTP leben, also auch Raubtiere, die bis an die Lodge heran kommen können. Weiterhin darf man nicht unkontrolliert auf den Wegen zur Lodge fahren, weil der Verkehr nicht gesteuert werden kann. Wenn einem auf den steilen Dünen-Überfahrten jemand entgegen kommen würde, dann wäre das fatal. Aber wie auch immer, das schränkt ein, man ist auf die organisierten Game-Drives angewiesen.

Trotzdem hatte die Lodge für uns einen enormen Reiz. Die Lage, der Weg dorthin, die Anlage selber, die Hütten - all das fanden wir großartig. Und dann die persönliche Betreuung vor Ort! Susy und Anthony standen immer sehr herzlich und freundlich für Fragen zur Verfügung. Anthony war jederzeit ansprechbar, immer freundlich. In älteren Kritiken wurde immer wieder die Kritik laut, dass die Betreuung vor Ort lausig gewesen sei. Das waren andere Manager, es scheint also an den "Nasen" zu liegen, ob es funktioniert oder nicht. Mit dieser Besetzung funktioniert es definitiv!
Weiterhin muss man das Personal nennen. Hendrik, der uns immer freundlich und sehr kompetent durch die Gegend fuhr. Was er über die Tiere und Pflanzen weiß, ist großartig. Das Essen war für unseren Geschmack einfach großes Kino! Ohne den Schnickschnack, den wir z.B. in N/a'an ku sê erlebten, aber sehr lecker und reichlich. Das Küchenpersonal macht einen super Job!
Und zuletzt sei noch das Projekt an sich zu erwähnen. Wir können natürlich nur das beurteilen, was uns erzählt wurde, aber das finden wir schon klasse!
Wir würden auf jeden Fall wiederkommen!


Quiver Tree Forest Rest Camp

Wieder eine Unterkunft, bei der sich die Kritiken häufen und die Meinungen kontrovers ausfallen. Auch wir waren am Anfang etwas frustriert. Der Empfang durch Ingrid und Coenie waren sehr verhalten, nüchtern. Die Anlage sieht auf den ersten Blick nicht sehr einladend aus. Die Zimmer (nicht die Iglus!) sind etwas abgerockt, die Einrichtung schon etwas wackelig, alt. Nach den ersten Lodges war das für uns schon etwas ernüchternd.

Wir entschieden uns dann dafür, der Lodge/Farm mal eine Chance zu geben und nicht gleich "den Stab zu brechen". Immerhin war alles sauber und alles funktionierte!

Und es wurde dann richtig nett! Die vielen Tiere, die dort erstaunlich friedlich zusammen leben (immerhin neun Hunde, ein Lämmchen, eine zahme Krähe, ein Warzenschwein etc.), waren für uns einfach großartig! Wir kamen mit Ingrid und Coenie ins Gespräch, und als sie bemerkten, dass wir uns für sie und ihre Farm interessierten, tauten sie richtig auf. Ingrid erzählte von ihren Anfängen auf der Farm, den Problemen mit Land, Wetter etc.
Das Frühstück draußen war reichlich, es wurde immer nachgereicht, wenn was leer war. Das Abendessen war wirklich sehr lecker. Auch kein Schnickschnack, eher Richtung Hausmannskost, aber uns hat es ausgesprochen gut geschmeckt.
Sehr schnell mussten wir unsere erste Meinung deutlich revidieren. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, fühlten uns gut betreut, es war sehr schön!
Wir würden auf jeden Fall wiederkommen!


Kanaan Desert Retreat

Kanaan streitet sich auf unserer persönliche Liste mit !Xaus um den ersten Platz in unserem persönlichen Ranking! Die Lage der Lodge ist großartig, der Blick in die Ebene, die Ruhe. Die Unterkünfte sind einfach, aber gemütlich und sehr schön gestaltet. Das Restaurant oberhalb der Hütten ist wunderschön, das Personal aufmerksam und freundlich, das Essen klasse! Als persönliche Einschränkung könnte ich anmerken, dass nach unserem Geschmack das Abendessen etwas sehr "stylish" zelebriert wird, aber die Qualität ist großes Kino! Die Landschaft drumrum ist auch großartig. Die Ausfahrten sind entsprechend beeindruckend. Und die beiden Geparden-Damen sind für uns auch ein HighLight.
Bei aller Kritik für Unterkünfte der großen Veranstalter, hier N/a’an ku sê, die Lodge ist großartig,
wir würden gerne wiederkommen!


Desert Quiver Camp

Wir kennen das Desert Camp, und damit die Anlage, bereits von zwei vorherigen Reisen. Vor 10 Jahren war das Desert Camp noch sehr einfach, etwas verschlafen, mit einer winzigen Rezeption, wo man von zwei etwas schüchternen Damen willkommen geheißen wurde. Aber seit dem hat sich viel verändert.

Das Desert Quiver Camp liegt direkt in der Nachbarschaft. Alles ist neu, modern. Die Anlage ist groß, ich habe die Anzahl der Hütten garnicht gezählt. Der Empfang war freundlich, aber nüchtern, wenig persönlich. Die Hütten selber sind sehr schön, etwas kühl gestaltet, aber groß und modern.

Das Essen in der Sossusvlei-Lodge war wieder gut, aber die Begeisterung, die wir noch bei unserer ersten Reise dort empfunden haben, mag nicht mehr aufkommen. Die Anlagen in der ganze Gegend haben in den letzten 10 Jahren enorm zugenommen. Viele Lodges sind hinzugekommen, der ganze Betrieb im Sesrim ist eher ein Massenauflauf.
Das ist alles nichts mehr für uns, wir werden nicht mehr hierhin kommen.


Meike's Guesthouse

Die meisten Forenten kennen Meike bereits, daher nur ein kurzes Fazit: Eine großartige Unterkunft in Swakopmund! Zentral gelegen, sehr schöne und gemütliche Unterkünfte, das beste Frühstück der Reise, sehr herzliche Betreuung durch Meike, Klaus und ihr Team - eine echte Empfehlung! Dazu stehen die Autos bewacht und abgeschlossen auf dem Hof.
Wir würden immer gerne wieder kommen!


N/a’an ku sê Lodge

Der Empfang war freundlich, aber recht distanziert. Man merkt doch deutlich, dass das ein ziemlich großer Betrieb ist, da muss man keine Herzlichkeit zeigen. Sehr schönes, schon fast stylishes Restaurant. Die Häuser sind auf den ersten Blick großartig, mit großem und sehr hohem Raum, toll gestalteter Einrichtung (alleine die Dusche mitten im Raum ist schon sehr speziell!) - das hat schon was! Auf den zweiten Blick merkt man dann, dass das zwar alles sehr schick ist, aber auch sehr unpraktisch. Es gibt viel zu wenig Ablage, für "Seife und Zahnbürste" wird es schon eng.
Das Essen in der Lodge ist super! Besonders hervorheben muss ich das Abendesse. Wenn ich mich richtig erinnere habe ich noch nie in meinem Leben besseres Fleisch gegessen. Die Oryx-Filets waren gigantisch! "Löffelfleisch" könnte man sagen.

Die Aktivitäten waren von-bis. Der Sundowner-Drive war ziemlich daneben. Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang losfahren ist einfach zu spät, vor Allem, wenn man vorher noch Tiere sehen will. Letztendlich haben wir den Sundowner in der Lodge genommen, weil es a) dunkel und b) saukalt wurde, bevor überhaupt daran gedacht wurde mal anzuhalten. Denkbar schlechtes Timing, würde ich sagen.

Der Caracal-Walk und der Cheetah-Walk waren für uns super! Es war einfach schön im frühen Morgenlicht mit den zahmen Tieren spazieren zu gehen, und sie dabei beobachten zu können, wie sie versuchen zu jagen. Ein besonderes Erlebnis, wenn der Caracal, ganz wie unsere Fellnasen Zuhause, einem um die Beine streicht, oder wenn die beiden Geparden laut schnurrend vor einem her laufen. Ja, man mag über diese Art Attraktion geteilter Meinung sein, aber ein Erlebnis ist es allemal.

Unsere Fütterungs-Tour am letzten Nachmittag war nicht spektakulär, aber interessant, und da Claudia und ich alleine mit Ballon waren, konnten wir teilweise deutlich näher an die Zäune heran, als üblicherweise erlaubt ist. Für uns waren das noch schöne Eindrücke.

Auch wenn wir die Ziele und Projekte von N/a’an ku sê toll finden, uns war die Lodge zu stylish und zu schick. Um ein paar letzte Tage in der Nähe des Flughafens verbringen zu können, gibt es sicher Alternativen. Daher würden wir hier wohl nicht nochmal wohnen wollen.

Gesamtfazit unserer Reise:
Nahezu totale Begeisterung! Alles hat geklappt, es gab keine nennenswerten Ausfälle, keine echten Tiefpunkte hinsichtlich der Unterkünfte oder Versorgung etc., alles war wunderbar. Ein paar Dinge würden wir nicht mehr so, oder anders machen, aber insgesamt waren wir sehr zufrieden.

Klar ist, dass wir wiederkommen wollen. Klar ist aber auch, dass es auch andere schöne Länder auf der Welt gibt. So werden wir wohl im nächsten oder übernächsten Jahr andere Ziele ansteuern. Bhutan würde mich reizen, Myanmar als Wiederholung auch. Wir werden sehen.

Danke, dass Ihr dabei wart!
Wie schon angekündigt waren unsere Erlebnisse im Vergleich zu den anderen tollen Berichten hier im Forum eher unspektakulär, es fehlten einfach die Improvisationen, Fehlbuchungen, Defekte bei Autos und Ausrüstung - eben all das, was viele Reiseberichte hier so spannend und unterhaltsam macht. Ich hoffe, es hat trotzdem gefallen.

Bis demnäxt wieder!

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
751 Beiträge · seit 201128. Juni 2018 ·
Ich hoffe, es hat trotzdem gefallen.
Guten Morgen, Martin!

... es hat! Und sogar sehr gut - du hast einen sehr informativen, wunderbar geschriebenen Bericht geliefert - und (ich wiederhole mich) mit klasse Bildern!
Es hat Spaß gemacht mit euch zu reisen - vielen Dank für deine Mühe!
Beste Grüße aus dem Süden,
Frank
505 Beiträge · seit 201728. Juni 2018 ·
Hallo Martin,

es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit euch zu reisen, vorallem da ich im Oktober einige Überschneidungen haben werde. Nur wird es dann wohl nicht so grün werden! Danke für den tollen Bericht und die wunderbaren Impressionen an denen wir teilhaben durften!

LG

Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012 Namibias Süden & KTP 2018 Cuba 2019 Eifel 2020 Ostfriesische Nordseeküste 2021 Schottland 2022 Australien 2023 Stockholm 2024 Dublin 2024 Edinburgh 2024 Al Andalus 2025 Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2018
1'412 Beiträge · seit 201328. Juni 2018 ·
TinuHH schrieb:
... es fehlten einfach die Improvisationen, Fehlbuchungen, Defekte bei Autos und Ausrüstung - eben all das, was viele Reiseberichte hier so spannend und unterhaltsam macht.
Hallo Martin,
aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das meiste davon braucht kein Mensch, schon gar nicht im Urlaub.
Was sich im Reisebericht mit etwas Abstand spannend, unterhaltsam und abenteuerlich liest, ist manchmal vor Ort einfach nur unnötig nervig 😉 .
Insofern: Ich freue mich mit euch über eine wunderbar entspannte Tour mit vielen positiven Erlebnissen, bei der für euch nahezu alles gepasst hat 🙂 .
TinuHH schrieb:
Ich hoffe, es hat trotzdem gefallen.
Hat es 🙂 . Aber nicht trotzdem, sondern gerade deswegen.

Vielen Dank für deine Eindrücke.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2018
Themenstarter899 Beiträge · seit 201628. Juni 2018 ·
Lommi schrieb:Hallo Martin,

es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit euch zu reisen, vorallem da ich im Oktober einige Überschneidungen haben werde. Nur wird es dann wohl nicht so grün werden! Danke für den tollen Bericht und die wunderbaren Impressionen an denen wir teilhaben durften!
Hallo Markus,

vielen Dank, das freut mich sehr!
Und ich bin jetzt schon gespannt, was Du berichten wirst! Wir waren ja bisher eher zwischen Juni und August unterwegs kennen daher die ausgetrocknete Version der Landschaft ganz gut. Hat beides seinen Reiz!

HG
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
Themenstarter899 Beiträge · seit 201628. Juni 2018 ·
Hallo Stefan,
loeffel schrieb:
aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das meiste davon braucht kein Mensch, schon gar nicht im Urlaub.
Was im Reisebericht mit etwas Abstand spannend, unterhaltsam und abenteuerlich macht, ist manchmal vor Ort einfach nur unnötig nervig 😉 .
Oh ja! Es ist ja nicht so, als ob wir in den zurückliegenden Reisen immer ohne Probleme durch gekommen wären! Im Nachhinein ist das dann alles "lustig" und "spannend", gerade wenn man darüber erzählt. Aber vor Ort, wenn man unter Zeitdruck einen Reifen wechseln muss, oder die Stoßstange abfallen will, ist das echt nervig, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Wir sind auch nicht unglücklich darüber, dass nichts passiert ist.
loeffel schrieb:
Hat es 🙂 . Aber nicht trotzdem, sondern gerade deswegen.
Vielen Dank für deine Eindrücke.
Danke Dir! 🤩

LG
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2018
1'825 Beiträge · seit 201628. Juni 2018 ·
Hallo Martin,

vielen Dank für deinen lebendigen und schön bebilderten Bericht über eure Tour durch das grüne Namibia.
Ich habe ihn mit großer Freude verfolgt und die besuchten Orte gern durch eure Augen nacherlebt.
Also nochmals herzlichen Dank für die Mühen des Berichtens.

Liebe Grüße
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
2'192 Beiträge · seit 201628. Juni 2018 ·
Hallo Martin,

ich bin gerne mitgereist und finde es schade, dass die virtuelle Reise nun zu Ende ist. Dein Fazit finde ich spannend, hätte nicht gedacht, dass ihr Naankuse nicht nochmal besuchen wollt, im Reisebericht las sich das nicht so negativ. Toll finde ich, dass Kanaan um den ersten Platz kämpft, da haben wir uns nächstes Jahr Ostern 2 Nächte gesichert. 😄

Lg von Süd nach Nord

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute