Züri-Dakar

25 Antworten · 7'095 Aufrufe · gestartet 21. Feb. 2018 von marimari
Bilder klein
Antworten
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201121. Feb. 2018 · #1
Hallo zusammen,
wir werden wohl nächstes Jahr mal (teilweise) die Westroute in Angriff nehmen.
Züri - Malaga (Parken)- Malaga - Zebrabar- Dakar (Parken).
Kennt jemand einen Langzeitparkplatz im Senegal?
..oder bleibt einem nur Banjul / Gambia (Sukuta).
Lieben Dank u. Gruss M. 😉 😄
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2018
68 Beiträge · seit 201522. Feb. 2018 · #2
Hallo Marimari

Coole Reise die Du da vorhast! Leider kann ich dir nicht weiterhelfen, da bei uns die Westroute erst 2019 ansteht. Wahrscheinlich kann dir zu dieser Art von Fragen im Wüstenschiff Forum besser geholfen werden. Reiseforum vs Touristenforum halt. Ich würds mal dort probieren.

Lg
Lukas
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201122. Feb. 2018 · #3
Hoi Lukas,
danke Dir - sehr wahrscheinlich hast Du recht...mal sehen, vielleicht verirrt sich trotzdem noch ein Wissender in die Abteilung: off topic 😉 (keine Reisebüro-Frage 😮 ).
Ja, wir machen uns nächstes Jahr mal auf den Weg. Angedacht ist auch noch eine ausgedehnte Marokko-Tour einzuplanen. Wir machen im Mai mal eine kurze Testfahrt... 😄 Vielleicht sieht man sich ja zufällig in Dakhla im 2019 auf PK25 😛 😄
Wir spendieren dann eine Flasche Halal Wein 😄
Cheers, Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201122. Feb. 2018 · #5
hi V.
danke - das forum ist sehr aufschlussreich - lieben dank.
wir haben uns ja mittlerweile auch auf eine autarke lösung geeinigt;) 🤩
Rako Boxen rumschleppen gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an 😉
Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 22. Feb. 2018
7'296 Beiträge · seit 200622. Feb. 2018 · #6
... was spricht denn eigentlich gegen Sukuta?
Wolltet ihr ursprünglich nicht so weit fahren?

Joe von Sukuta ist ein netter und hilfsbereiter Kerl. Ich habe damals dort auch einen Deutschen getroffen, der kurz vorher seinen dort länger abgestellten Lkw wieder in Empfang genommen hatte und zufrieden war.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201122. Feb. 2018 · #7
BikeAfrica schrieb:... was spricht denn eigentlich gegen Sukuta?
Wolltet ihr ursprünglich nicht so weit fahren?

Joe von Sukuta ist ein netter und hilfsbereiter Kerl. Ich habe damals dort auch einen Deutschen getroffen, der kurz vorher seinen dort länger abgestellten Lkw wieder in Empfang genommen hatte und zufrieden war.

Gruß
Wolfgang
Hi Wolfgang - genau, Banjul ist ne ganze Strecke weiter...und es gibt unterwegs noch viel zu sehen.
In max 3 Wochen wird's knapp (mehr Zeit bekommen wir von den Arbeitgebern im Moment nicht hin).
Banjul wäre eigentlich dann schon die übernächste Station...
Daher der Gedanke einer Zwischenstation. In den Niokolo wollten wir auch..
Mal sehen vielleicht ergibt sich in der Mercedes B. Garage in Dakar was...ansonsten organisieren wir uns von Sukuta aus (irgendwie sicherlich machbar).
Für weitere Ideen u. Tipps bin ich dankbar.
LG
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
7'296 Beiträge · seit 200622. Feb. 2018 · #8
... schreib doch Joe von Sukuta trotzdem mal an und schildere ihm das Problem.
Er hat früher, als man noch Geld damit verdienen konnte, Autos von Europa nach Afrika überführt und unterwegs natürlich auch immer mal übernachtet. Vielleicht hat er ja einen Tipp und hilft euch, wenn es dazu führt, dass das Auto im Folgejahr bei ihm 'ne Weile steht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201122. Feb. 2018 · #9
BikeAfrica schrieb:... schreib doch Joe von Sukuta trotzdem mal an und schildere ihm das Problem.
Er hat früher, als man noch Geld damit verdienen konnte, Autos von Europa nach Afrika überführt und unterwegs natürlich auch immer mal übernachtet. Vielleicht hat er ja einen Tipp und hilft euch, wenn es dazu führt, dass das Auto im Folgejahr bei ihm 'ne Weile steht.

Gruß
Wolfgang
Hallo, das werde ich auf jeden Fall machen.
Vorfreude herrscht - wir holen den Bobby aus Namibia zurück -bekommen die Sahara und machen uns auf ins neue Abenteuer!
Mal sehen, vielleicht schaffen wir es noch vor unserer Pensionierung in 14 Jahren 😄 (mandatory minimum age) bis zu den rollenden Köpfen - Timbuktu...ein lang ersehnter Traum 😉 😛 von mir... 😎
LG
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 22. Feb. 2018
7'296 Beiträge · seit 200622. Feb. 2018 · #10
marimari schrieb:
Mal sehen, vielleicht schaffen wir es noch bis zu den rollenden Köpfen - Timbuktu...ein lang ersehnter Traum 😉 😛 von mir... 😎

... hatte ich auch mal vor. Mit dem Rad von Nord nach Süd durch die algerische Sahara nach Niger und von dort nach Timbuktu.
Wird wohl nichts mehr in diesem Leben ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201122. Feb. 2018 · #11
BikeAfrica schrieb:
marimari schrieb:
Mal sehen, vielleicht schaffen wir es noch bis zu den rollenden Köpfen - Timbuktu...ein lang ersehnter Traum 😉 😛 von mir... 😎

... hatte ich auch mal vor. Mit dem Rad von Nord nach Süd durch die algerische Sahara nach Niger und von dort nach Timbuktu.
Wird wohl nichts mehr in diesem Leben ...

Gruß
Wolfgang
ja so manche Träume sollte man nicht so schnell aufgeben.. 😉
Wie war eigentlich Guinea - Bissau?
Werde mich morgen mal während der täglichen Zugfahrt einlesen...Danke u. Grüsse, M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
7'296 Beiträge · seit 200623. Feb. 2018 · #12
marimari schrieb:
ja so manche Träume sollte man nicht so schnell aufgeben.. 😉

... das Problem ist, dass ich eigentlich schon jetzt nicht mehr fit genug bin, um einen Anhänger mit 40-50 Litern Trinkwasser auf dem Rad über Wüstenpiste zu ziehen. Und das wird sicherlich Jahr für Jahr nicht besser. Die Sicherheitslage in der Region hält mich derzeit davon ab, so etwas mit dem Rad zu machen. Also bleibt nur abwarten ...

Wie war eigentlich Guinea - Bissau?

... von Anfang bis Ende alles total schräg und abgefahren.
Es war anfangs ja gar nicht klar, ob ich von Gambia in die Casamance im südlichen Senegal fahren könnte, weil die Rebellen der MFDC seinerzeit phasenweise sehr aktiv waren. Das war dann möglich und ich bin nach Ziguinchor geradelt. Dort bin ich relativ spontan in das Konsulat von Guinea-Bissau und habe mir gegen Jahresende das 25. Visum des Jahres dort besorgt. Während des Ramadan und an einem Wochentag, an dem normalerweise sowieso geschlossen gewesen wäre. Da ich nicht drauf geachtet hatte, dass das Visum erst ab dem nächsten Tag galt, bin ich direkt los zur Grenze.
Es gab vier Baracken von Zoll, Militär, Polizei und Geheimdienst. In jeder musste ich einen Einreisestempel einholen, einmal wurde das gesamte Gepäck kontrolliert und immer der gesamt Pass von Anfang bis Ende aufmerksam durchgeblättert. Nur das eigene Visum wurde nie beachtet. Ich habe jetzt vier Einreisestempel im Pass mit einem Datum, das vor Gültigkeit des Visums liegt. 😉
Habe ich auch selbst erst nach meiner Rückkehr gemerkt.

Ich hatte keine Landkarte und keine Infos über Guinea-Bissau, außer den Hinweisen des Auswärtigen Amtes zum Zeitpunkt meiner Abreise. Keine Bedenken ...

Nun ist Militärputsch offenbar schon Pflichtfach in der Grundschule und das passiert dort wohl alle paar Jahre mal. Es passierte auch, als ich noch in Gambia oder in der Casamance war und nichts davon mitbekam. Ich wunderte mich dann nur über die zahlreich bewaffnete Zivilbevölkerung auf dem Land und den ein oder anderen zerschossenen Panzer am Straßenrand. Ich dachte, die stammten noch vom sechs Jahr zuvor beendeten Bürgerkrieg (vielleicht war es auch so). Als ich zurück in Deutschland war, stand auf der Seite des Auswärtigen Amtes, dass man das Land wegen Unruhen meiden solle und ganz besonders Überlandfahrten und wenn nicht vermeidbar, dann nur im Konvoi. Und ich bin ahnungslos fröhlich pfeifend alleine mit dem Rad unterwegs gewesen ... 😉

Ich bin also einfach drauflos geradelt. Die zunächst gute Straße wurde schmaler, die Markierungen verschwanden, sie wurde einspurig, ging in eine Piste über und endete an einem Fluss. Fischer im Einbaum brachten mich auf die andere Seite.

F1.JPG


Ich bin da völlig planlos unterwegs gewesen auf Trampelpfaden und kleinen Wegen durch Busch und Wald und wusste die meiste Zeit nicht, wo ich eigentlich bin. Ich habe ausschließlich gezeltet und bei irgendwelchen Dorfchefs oder Leuten gefragt, ob ich mein Zelt neben ihrer Hütte aufstellen darf. Ich habe Wasser von den Leuten bekommen und gefiltert und wurde von den Leuten zum Essen eingeladen. Trockener Reis ohne Beilage, aber auch das ist toll, wenn man Hunger hat. So leb(t)en die Menschen dort ...
Es ist auch durchaus üblich, dass Frauen mit einem Tablett auf dem Kopf mit drei mickrigen halbreifen Tomaten und einer schrumpeligen Paprika sechs Kilometer zum nächsten Markt gelaufen sind in der Hoffnung, das zu verkaufen oder zu tauschen.

Es waren ungewöhnliche Erlebnisse dabei und ich erinnere mich noch an viele Details, aber ich kann Dir rein gar nichts zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder Nationalparks sagen. Du wirst aber ein ganz anderes Afrika als im Süden Afrikas erleben. Zumindest ging es mir als Radreisender so ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2018
68 Beiträge · seit 201523. Feb. 2018 · #13
Hi Marimari,

Warum eigentlich zurück verschiffen und dann wieder gen Süden fahren? Da wärs doch viel einfacher und spannender, von Namibia einfach nordwärts zu ziehen und eure Strecke „rückwärts“ zu fahren?

Lg
Lukas


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201123. Feb. 2018 · #14
BikeAfrica schrieb:

Es waren ungewöhnliche Erlebnisse dabei und ich erinnere mich noch an viele Details, aber ich kann Dir rein gar nichts zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder Nationalparks sagen. Du wirst aber ein ganz anderes Afrika als im Süden Afrikas erleben. Zumindest ging es mir als Radreisender so ...

Gruß
Wolfgang
Danke Wolfgang für Deine spannenden Schilderungen - ich glaube es sind genau die ungewöhnlichen Erlebnisse an die man sich ewig erinnert und eben nicht die 10 Lodge oder das 7. Hotel. Mir gefällt Ostafrika auch besser wie Südafrika und als nächstes wollen wir Westafrika näher kennen lernen - wie intensiv wird sich zeigen...wir haben keinen Stress.
Welches Land hat Dir in der Ecke am besten gefallen und warum? Mali und Nigeria stehen bei uns jetzt auch nicht on top of the list (obwohl Timbuktu 😄 ist schon eine Traum-Destination)- aber eigentlich nur aus Sicherheitsgründen. Man wird alt und gewisse Risiken möchten wir nicht eingehen. Das kann bis dahin aber ändern. Von daher wir lassen es (heute mal) offen..
Gruss M.
cruise-the-planet schrieb:Hi Marimari,
Warum eigentlich zurück verschiffen und dann wieder gen Süden fahren? Da wärs doch viel einfacher und spannender, von Namibia einfach nordwärts zu ziehen und eure Strecke „rückwärts“ zu fahren?
Lg
Lukas
Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Hoi Lukas,
da gibt es einige gute persönliche, beruflich und private Gründe 😛 - die alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen 🙂 😄 🤪
LG
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2018
7'296 Beiträge · seit 200623. Feb. 2018 · #15
marimari schrieb:
BikeAfrica schrieb:

Es waren ungewöhnliche Erlebnisse dabei und ich erinnere mich noch an viele Details, aber ich kann Dir rein gar nichts zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder Nationalparks sagen. Du wirst aber ein ganz anderes Afrika als im Süden Afrikas erleben. Zumindest ging es mir als Radreisender so ...

Gruß
Wolfgang
Danke Wolfgang für Deine spannenden Schilderungen - ich glaube es sind genau die ungewöhnlichen Erlebnisse an die man sich ewig erinnert und eben nicht die 10 Lodge oder das 7. Hotel. Mir gefällt Ostafrika auch besser wie Südafrika und als nächstes wollen wir Westafrika näher kennen lernen - wie intensiv wird sich zeigen...wir haben keinen Stress.
Welches Land hat Dir in der Ecke am besten gefallen und warum?

... wir entfernen uns zwar immer weiter vom ursprünglichen Thema des Threads, aber da Du selbst mit dazu beiträgst, ist das offensichtlich ok. 😉

Für mich waren die Begegnungen mit den Menschen sehr wichtig und daher hängt mein Urteil natürlich sehr von Zufällen ab und davon, welche Leute ich zufällig getroffen habe.

Gambia - landschaftlich eher öde und flach. Die Menschen waren extrem freundlich und es war gerade Ramadan (Gambia ist zu 95% islamisch). Ich wurde jeden Abend zum Essen und Tee und Übernachten eingeladen. Die Polizei war dafür nervend. Jeden Tag zum Teil mehrfach lange Polizeikontrollen (die längste dauerte 1,5 Stunden). Es ging immer um Schmiergeld, aber ich habe nie irgendwas gezahlt. Möglicherweise war der Staat mit der Bezahlung der Beamten im Rückstand und sie mussten selbst nach Verdienstquellen Ausschau halten. Die Piste nördlich des Gambia River war ok, die Asphaltstraße südlich davon die schlimmste Straße, die ich bisher in meinem Leben gesehen habe.

Senegal - war nur einen Tag nördlich von Gambia und sonst in der Casamance. Den ganz anderen Norden kenne ich also quasi nicht.
Landschaftlich auch nicht der Knaller, Leute freundlich, damals viel Militärpräsenz wegen der MFDC. Habe mehr Infrastruktur bzgl. Übernachtungsmöglichkeiten in Erinnerung un französischen Einfluss. Es gab z.B. überall Baguettes.

Guinea-Bissau - ebenfalls sehr freundliche Menschen, damals praktisch kein Tourismus, sprachlich bisschen schwierig. Die offizielle Landessprache ist Portugiesisch, aber das spricht über die Hälfte der Bevölkerung nicht. War also nicht schlimm, dass ich es auch nicht konnte. 😉
Zustand der Asphaltstraßen überraschend gut.

Sierra Leone - in den Städten freundliche Leute, auf dem Land oft aggressive Bettelei (merkt man natürlich nicht, wenn man mit dem Auto vorbeifährt). Schlechte Infrastruktur, selbst in der Hauptstadt oft kein Strom oder Wasser. Der größte Supermarkt in der Hauptstadt Freetown (Millionenstadt) war ungefähr ein Drittel so groß wie der Edeka in meinem Nachbarort (2.000 Einwohner).
Absolute Fußballbegeisterung im Land. Wenn ich auf die Frage nach meiner Herkunft Deutschland genannt habe, hat man mir regelmäßig die Ergebnisse auf Bundesliga oder DFB-Pokal vom letzten Spieltag aufgezählt.
Asphaltstraßen meist ok, Pisten oft sehr sehr schlecht.

Kamerun - für mich persönlich das Highlight meiner Reisen, aber das lag an den vielen zufälligen und völlig abgedrehten Begegnungen und Erlebnissen. Die Regenzeit ging gerade dem Ende zu und die Pisten waren einfach nur Morast. Einmal haben wir über zwei Tage nur ein fahrendes Auto gesehen, alle anderen steckten verlassen im Schlamm fest.
Das fahrende Auto war ein Landrover, den wir über die 27 km in zehn Stunden Fahrt zweimal eingeholt hatten. Am Ende hatte er uns aber dreimal überholt. 😉
Ich habe dort in der Seemannsmission, bei 'nem Entwicklungshelfer, 'nem König, 'nem Pfarrer, einem Farmer, einer Lehrerin, bei der Polizei, im Krankenhaus und direkt zwischen Gräbern geschlafen, Gottesdienst und Totenfeiern besucht, wurde ständig zum Essen und Übernachten eingeladen.
Asphaltstraßen in gutem Zustand, aber der Verkehr streckenweise gefährlich, auch wegen des Zustand vieler Autos. Douala zur Hauptverkehrszeit mit dem Auto ist kein Spaß. Mit dem Fahrrad auch nicht, aber damit kommt man immerhin noch voran. Hat aber Spaß gemacht, den freundlichen Verkehrspolizisten zuzuwinken und nach ihrer winkenden Antwort zuzusehen, wie jeder Autofahrer die unbekannten Handzeichen des Polizisten zu seinem Vorteil zu deuten versuchte und im Handumdrehen (oh, ein Wortspiel 😉 ) ein riesiges Chaos auf der Kreuzung entstand.
In der ehemaligen deutschen Kolonie lernen mehr Kinder in der Schule Deutsch als in Namibia.
Das Essen ist ein bisschen schärfer als anderswo und ich fand es sehr lecker.

Ghana - auch sehr freundliche Menschen und gutes Essen. Die Infrastruktur ist besser und der Straßenverkehr ist auch ok mit der Ausnahme der Strecke Accra-Kumasi. Dort gibt es viele Unfälle. Landschaftlich gemeinsam mit Kamerun etwas abwechslungsreicher als die anderen Länder.
Der Markt in Kumasi gilt nach dem in Addis Abeba als größter Markt Afrikas. Praktisch die gesamte Innenstadt ist Markt.

Nach diesem Überblick mein Fazit: 1. Kamerun, 2. Ghana

... und mein nächstes Reiseland in Westafrika soll Burkina Faso werden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201124. Feb. 2018 · #16
BikeAfrica schrieb:

... wir entfernen uns zwar immer weiter vom ursprünglichen Thema des Threads, aber da Du selbst mit dazu beiträgst, ist das offensichtlich ok. 😉
Das ist o.k 😉 so viele Beiträge bez. Langzeitparkplatz im Senegal wird es meiner Meinung nach in diesem Forum nicht geben 😛
..bez. Off-Topic - sehe ich das in "meinen" Beiträgen nicht so streng 😄 - diese Off-Topics sind für mich 100x interessanter wie die vielen Reisebüroersatz-Fragen 🤢
(ein wenig geistige Flexibilität hat noch niemandem geschadet 😄 😄 ).
Danke für die Schilderung Deiner Bike-Tour..Burkina Faso soll ja für die Freundlichkeit der Leute bekannt sein..spannend..
VG
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2018
7'296 Beiträge · seit 200624. Feb. 2018 · #17
marimari schrieb:
BikeAfrica schrieb:

... wir entfernen uns zwar immer weiter vom ursprünglichen Thema des Threads, aber da Du selbst mit dazu beiträgst, ist das offensichtlich ok. 😉
Das ist o.k 😉 so viele Beiträge bez. Langzeitparkplatz im Senegal wird es meiner Meinung nach in diesem Forum nicht geben 😛

... ok, dann halten wir das Thema durch Off Topic-Beiträge oben, bis sich jemand mit der Antwort findet. 😉

Danke für die Schilderung Deiner Bike-Tour..Burkina Faso soll ja für die Freundlichkeit der Leute bekannt sein..spannend..

Die Burkinabe fahren vor allem selbst viel Rad. Ich gehe davon aus, dass man dort als Radreisender gut aufgehoben ist.
Außerdem findet in Burkina Faso das wichtigste Radrennen Afrikas statt. Es hat dort den Stellenwert wie die Tour de France in Europa. Das möchte ich gerne miterleben.
Blöd ist nur, dass man mit Englisch wohl nicht viel ausrichten kann ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter2'240 Beiträge · seit 201124. Feb. 2018 · #18
BikeAfrica schrieb:
marimari schrieb:
BikeAfrica schrieb:

... wir entfernen uns zwar immer weiter vom ursprünglichen Thema des Threads, aber da Du selbst mit dazu beiträgst, ist das offensichtlich ok. 😉
Das ist o.k 😉 so viele Beiträge bez. Langzeitparkplatz im Senegal wird es meiner Meinung nach in diesem Forum nicht geben 😛

... ok, dann halten wir das Thema durch Off Topic-Beiträge oben, bis sich jemand mit der Antwort findet. 😉


Das kann dauern - falls sich niemand meldet, lass uns dann bitte spätestens an Weihnachten 2025 aufhören, ok? 😄 😛
Mit dem Rad in Ouagadougou einzufahren ist sicherlich einmalig - als Fahrradfahrer ist man da definitiv nicht alleine unterwegs (bitte verzeiht die etwas eigenwillige Kameraeinstellung dieses Vloggers 😛 , Quelle: youtube):
https://youtu.be/5wBW0q1w054
Ich glaube Burkina F. ist vor allem auf dem Land schön...(aber auch hart, man stösst sicherlich an (persönliche) Grenzen..)
Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2018
2 Beiträge · seit 201728. Feb. 2018 · #19
marimari schrieb:
wir haben uns ja mittlerweile auch auf eine autarke lösung geeinigt;) 🤩
Rako Boxen rumschleppen gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an 😉
Hi Mari,
das musst Du mir nach der Rückverschiffung von Bobby genauer erklären!
Gruss Eric