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Fördergeld-Ruine in Okakarara
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Passt irgendwie zum Thread "Entwicklungshilfe"...
Viele Grüße
Christian
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
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Hallo Fromis,
die im Projekt eingebundenen Farmer hatten seit Jahren im persönlichen Gespräch mit mir von vielseitigen Mängeln im Projekt gesprochen, die Gründe sind ja immer die gleichen. Auffallend ist natürlich auch daß in den umliegenden Farmen so gut wie keine
Hereros beschäftigt werden sondern auf zuverlässigere Volksgruppen vertraut wird.
Die Politik war natürlich wieder in Sachen Okakarara schlauer allen voran Frau Bindestrich.
Grüße Albrecht
die im Projekt eingebundenen Farmer hatten seit Jahren im persönlichen Gespräch mit mir von vielseitigen Mängeln im Projekt gesprochen, die Gründe sind ja immer die gleichen. Auffallend ist natürlich auch daß in den umliegenden Farmen so gut wie keine
Hereros beschäftigt werden sondern auf zuverlässigere Volksgruppen vertraut wird.
Die Politik war natürlich wieder in Sachen Okakarara schlauer allen voran Frau Bindestrich.
Grüße Albrecht
Das ist schon bitter, das viele Geld der deutschen Steuerzahler scheint dort bei den Herero in Okakarara zu verdunsten...
- bei diesem Projekt nur allein in den Jahren 2006/2007 ca. 1 Mio. Euro... 🤢
http://genocide-namibia.net/wp-content/uploads/2015/02/1607241_Antwort.pdf
Da macht man sich schon so seine Gedanken, bezüglich der Sinnhaftigkeit solch großer Projekte, über das naive Konzept (Qualifizierung, Selbstkontrolle, Kontrolle), die Entscheidungswege... Waren die denn alle blind bei der Auswahl des Projektes, dem Standort, – und zuvorderst der Frage: Wie ist die Gemeinde gestrickt, in der ein solches Projekt gestartet wird? Wären nicht andere Projekte viel wichtiger/sinnvoller (gewesen)?
Okakarara ist ein 4000-Seelen-Dorf, allerdings Sitz des Kambazembi Royal House, hier müht sich auch seit Jahren die Organisation „Steps for Children“ darum, ein Gegengewicht zu Hoffnungslosigkeit und Clanwirtschaft im komplizierten Tribal System herzustellen.
Auch wir waren mal da.
Derartige Projekte wie ein Kulturzentrum in einem solchen Kaff sind auch vor allem deshalb extrem vom Scheitern bedroht, weil die Herrscherhäuser der Herero sich ewig gegenseitig bekämpfen und ihre eifersüchtigen Rivalitäten pflegen!
Man nehme nur die jahrelangen Probleme der Nachfolge des Paramount Chiefs oder die offen ausgetragenen Kämpfe auf den „Red Flag Days“.
Die Herero sind derart zerstritten, dass sie es noch nicht einmal mehr auf die Reihe kriegen, ihren „heiligen“ Red Flag Day in Okahandja gewaltlos über die Bühne zu bringen.
Nachdem sie sich 2011 die Köpfe eingeschlagen hatten, wurde 2012 die Durchführung der Veranstaltung untersagt.
2014 gab es wieder einen Red Flag Day, man hatte sich scheinbar geeinigt. 2017 gab es nun wieder gewaltsame Auseinandersetzungen.
Kindergarten! Alles trifft sich, um mit Pomp und Tam Tam der Toten zu gedenken und dann kloppen sie sich, weil sich die einzelnen Clans in ihren Eitelkeiten gekränkt fühlen und die uralten Rivalitäten explodieren...
Vielleicht spielt es sogar eine Rolle, dass die Clans und ihre Mitglieder, der ganze Stamm mittlerweile ein wenig zu sehr in ihrer historischen Opferrolle verhaftet sind, - über die Jahre durch krause Vorstellungen genährt und der aufgeblähten Hoffnung auf eine „positive“ „höchstrichterliche“ Entscheidung in Amerika (die aber nur moralische Bedeutung hat...), von der sie glauben, sie beschere ihnen einen märchenhaften Geldsegen „to become a millionaire“, jeder Einzelne... - da mag man sich vielleicht schon im Hier und Jetzt nicht mehr soo ganz doll abrackern... – eine fatale „Hoffnung“, die keine guten Entwicklungen speist...
Ich hoffe, dass meine Gedanken (die wahrlich nicht Anspruch auf Richtigkeit haben) hier NICHT zu einem argumentativen „Hauen und Stechen“ führen. Misserfolge gibt es überall bei Hilfsprojekten und sozialen Projekten, ich möchte damit auch nicht die historischen Fakten in Frage stellen, ich bin auch nicht gegen Zahlungen und Hilfsprojekte für die Hereros, - aber wir können mit Geld keine Veränderungen bewirken, die dort nicht selber engagiert angestrebt werden.
Und da haben die Hereros noch einen seehr sehr langen Weg vor sich... und sie werden immer wieder über sich selbst stolpern. In allererster Linie über ihre Rivalitäten untereinander.
Gruß lilytrotter
- bei diesem Projekt nur allein in den Jahren 2006/2007 ca. 1 Mio. Euro... 🤢
http://genocide-namibia.net/wp-content/uploads/2015/02/1607241_Antwort.pdf
Da macht man sich schon so seine Gedanken, bezüglich der Sinnhaftigkeit solch großer Projekte, über das naive Konzept (Qualifizierung, Selbstkontrolle, Kontrolle), die Entscheidungswege... Waren die denn alle blind bei der Auswahl des Projektes, dem Standort, – und zuvorderst der Frage: Wie ist die Gemeinde gestrickt, in der ein solches Projekt gestartet wird? Wären nicht andere Projekte viel wichtiger/sinnvoller (gewesen)?
Okakarara ist ein 4000-Seelen-Dorf, allerdings Sitz des Kambazembi Royal House, hier müht sich auch seit Jahren die Organisation „Steps for Children“ darum, ein Gegengewicht zu Hoffnungslosigkeit und Clanwirtschaft im komplizierten Tribal System herzustellen.
Auch wir waren mal da.
Derartige Projekte wie ein Kulturzentrum in einem solchen Kaff sind auch vor allem deshalb extrem vom Scheitern bedroht, weil die Herrscherhäuser der Herero sich ewig gegenseitig bekämpfen und ihre eifersüchtigen Rivalitäten pflegen!
Man nehme nur die jahrelangen Probleme der Nachfolge des Paramount Chiefs oder die offen ausgetragenen Kämpfe auf den „Red Flag Days“.
Die Herero sind derart zerstritten, dass sie es noch nicht einmal mehr auf die Reihe kriegen, ihren „heiligen“ Red Flag Day in Okahandja gewaltlos über die Bühne zu bringen.
Nachdem sie sich 2011 die Köpfe eingeschlagen hatten, wurde 2012 die Durchführung der Veranstaltung untersagt.
2014 gab es wieder einen Red Flag Day, man hatte sich scheinbar geeinigt. 2017 gab es nun wieder gewaltsame Auseinandersetzungen.
Kindergarten! Alles trifft sich, um mit Pomp und Tam Tam der Toten zu gedenken und dann kloppen sie sich, weil sich die einzelnen Clans in ihren Eitelkeiten gekränkt fühlen und die uralten Rivalitäten explodieren...
Vielleicht spielt es sogar eine Rolle, dass die Clans und ihre Mitglieder, der ganze Stamm mittlerweile ein wenig zu sehr in ihrer historischen Opferrolle verhaftet sind, - über die Jahre durch krause Vorstellungen genährt und der aufgeblähten Hoffnung auf eine „positive“ „höchstrichterliche“ Entscheidung in Amerika (die aber nur moralische Bedeutung hat...), von der sie glauben, sie beschere ihnen einen märchenhaften Geldsegen „to become a millionaire“, jeder Einzelne... - da mag man sich vielleicht schon im Hier und Jetzt nicht mehr soo ganz doll abrackern... – eine fatale „Hoffnung“, die keine guten Entwicklungen speist...
Ich hoffe, dass meine Gedanken (die wahrlich nicht Anspruch auf Richtigkeit haben) hier NICHT zu einem argumentativen „Hauen und Stechen“ führen. Misserfolge gibt es überall bei Hilfsprojekten und sozialen Projekten, ich möchte damit auch nicht die historischen Fakten in Frage stellen, ich bin auch nicht gegen Zahlungen und Hilfsprojekte für die Hereros, - aber wir können mit Geld keine Veränderungen bewirken, die dort nicht selber engagiert angestrebt werden.
Und da haben die Hereros noch einen seehr sehr langen Weg vor sich... und sie werden immer wieder über sich selbst stolpern. In allererster Linie über ihre Rivalitäten untereinander.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Vielen Dank Lillytrotter,
leider gibt's keinen 10fach Dankedrücker 😁
Genauso höre ich es auch hier von den Einheimischen (Schwarzen) und aus den hiesigen Medien, was das Herero Thema angeht.
chrisanna
leider gibt's keinen 10fach Dankedrücker 😁
Genauso höre ich es auch hier von den Einheimischen (Schwarzen) und aus den hiesigen Medien, was das Herero Thema angeht.
chrisanna
...ist übrigens ein sehr buntes Ereignis, der Hererotag in Okahandja
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/279710-hererotag-okahandja-18-august-2013.html#298609
Gruß lilytrotter
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/279710-hererotag-okahandja-18-august-2013.html#298609
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt