nun hat es 24 Reisen ins südliche Afrika gedauert (davon 8 Aufenthalte im Kgalagadi Transfrontier Park), bis ich mich an unseren ersten Reisebericht herantraue 🙂!
Wir sind ein reiselustiges Ehepaar, das früher gerne die ganze Welt entdecken wollte, mittlerweile jedoch komplett dem Afrikavirus verfallen ist. Manchen sind wir im Forum bekannt als Allesverloren aka Thomas und Jaffles aka Claudia.
Unsere Novemberreise 2017 hat uns zu wohlbekannten als auch neuen Zielen geführt. Falls Ihr Lust habt auf viel Sand, große Hitze, unerwartete Kälte und ein paar Kätzchen, dürft ihr uns gerne begleiten!
LG Claudia & Thomas
Teil 227. Jan. 2018
So, dann wollen wir mal starten! Geplant haben wir die Reise die üblichen 11 Monate im Voraus, sobald bei SANParks die Buchungsfreigabe erfolgt. Dabei herausgekommen ist eine völlig chaotische Buchung, die mit meiner Anfrage wenig gemeinsames hatte 🙁. Nach einigen Telefonaten mit SANParks und im Laufe des Jahres hereinkommenden Stornierungen, ist dann doch eine erstklassige Reise daraus geworden!
Geflogen sind wir mit der British Airways von Frankfurt via London Heathrow nach Johannesburg. Ursprünglich wollten wir ab Johannesburg Richtung Kgalagadi mit dem Auto fahren. Da der Job im Moment so anstrengend und der letzte Urlaub ewig her war, haben wir kurzfristig 1Nacht in einem Airport Hotel in Johannesburg übernachtet und sind dann am nächsten Tag direkt nach Upington geflogen.
Somit ist dann diese Route zusammengekommen:
27.10.2017 Flug mit BA nach JNB 28.10.2017 1N Protea Airport Hotel 29.10.2017 1N River Place Manor in Upington 30.10.2017 4N Urikaruus Wilderness Camp/KTP 03.11.2017 1N Nossob Rest Camp 04.11.2017 4N Grootkolk Wilderness Camp 08.11.2017 1N Nossob Rest Camp 09.11.2017 2N Kieliekrankie Wilderness Camp 11.11.2017 1N Twee Rivieren Rest Camp 12.11.2017 4N Urikaruus Wilderness Camp 16.11.2017 2N Augrabies Falls NP 18.11.2017 Heimflug
Am Freitag ist endlich Abflugtag und unser erster Urlaubstag! Gleich morgens habe ich unseren Familienhund in seine geliebte Pension gebracht. Danach gibt es noch ein gemütliches Frühstück. Die letzten Dinge finden noch ihren Platz im Koffer, bevor wir uns schon recht früh auf den Weg Richtung Frankfurt machen. Auf der A5 herrscht das übliche Chaos mit unendlichen Staus, so dass wir über Frankreich Richtung Frankfurt düsen. Gefühlte Stunden später kommen wir endlich an. Ein Parkplatz im T2 ist schnell gefunden und auch der Check in schnell erledigt. Am Security Check der übliche Sprengstoff-Test des Foto Equipment. Danach gönnen wir uns ein Gläschen Sekt, bevor es um 17:40 endlich losgeht. Nach 2,5h Wartezeit in LHR geht es dann endlich Richtung Afrika 🙂!!! Auch hier gibt es ein Gläschen Sekt zum Start!
Prost!!!
Wir freuen uns, dass ihr uns auf unserer Tour begleitet. Bilder haben wir am Anfang leider kaum gemacht, aber ab dem KTP gibt es dann einige!
LG Claudia & Thomas
Teil 327. Jan. 2018
Nach einer ruhigen Nacht im Flugzeug landen wir pünktlich um 09:50 Ortszeit auf dem bestens bekannten und etwas chaotischen O.R.Tambo International Airport in Johannesburg. Fast zeitgleich landet die Swiss und kurz danach die Iberia. In beiden stecken Forumsmitglieder 🙂. Als erstes sehen wir in der Immigrationsschlange ein Stück vor uns Susi65 mit ihrem Mann Michael. Mit den Beiden haben wir 2 gemeinsame Nächte in Kieliekrankie! Einige Zeit später kommen dann noch die Claxens (Claudia und Axel) dazu, die, obwohl am spätesten gelandet, am schnellsten durch die Immigration waren.
Nach einen kurzen Mini-Forumstreffen trennen sich leider wieder die Wege. Für Claudia und Axel geht es ans Kap, während Susi und Michael via Kimberley/ Mokala NP dann auch in den KTP fahren, wo das Forumstreffen dann etwas ausführlicher fortgesetzt wird 🙂.
Wir haben alle Zeit der Welt und decken uns erst mal mit leckerem Wein im Duty Free on Arrival ein! Danach geht es zum Vodafone Shop, um eine SIM-Karte mit Datenvolumen zu kaufen.
Dort ist erst mal unsere Buchung verschwunden 🙁. Nach langem Hin-und-Her bekommen wir eine neue Buchung zum gleichen Preis! Mittlerweile sind wir doch extrem hungrig und erledigt, so dass wir uns einen verspäteten Lunch gönnen und ein leckeres Glas Iona Sauvignon Blanc dazu. Ein guter Start in den Urlaub 🙂.
Abends haben wir keinen Hunger mehr und knabbern nur noch die übriggebliebenen Nüsse vom Flug , dazu geniessen wir einen Diemersfontein Pinotage. Da es für diese Jahreszeit mit 12°C ungewöhnlich kalt war, kuscheln wir uns bald ins gemütliche Bett!
Gute Nacht
Teil 427. Jan. 2018
Sonntag, 29.10.2017
Wir haben sehr gut geschlafen dank Schallschutzfenster und Oropax 🙂! Auf das Hotelfrühstück verzichten wir und trinken nur schnell einen Coffee to go, während wir auf den Shuttle zurück zum Terminal warten.
Nach ein paar Minuten sind wir am Terminal und können gleich einchecken. Beim Security-Check interessiert sich hier niemand für die Fotoausrüstung. Da wir noch etwas Zeit haben, gibt es erst mal einen großen Milchkaffee und ein Muffin für jeden.
Wie üblich am Domestic Airport fahren wir wieder mit dem Bus zu der kleinen Embraer 140 der SAA Airlink. Abflug ist pünktlich um 11 Uhr. Immer wieder fliegen wir über den Oranje River. Nach 1,5h landen wir schon in Upington.
Das Gepäck ist auch gleich da. So können wir schnell zum Europcar Schalter, wo wir einen fast nagelneuen Ford Ranger 4x4 bekommen. Das Auto ist top in Ordnung und muckt in den 3 Wochen nicht einmal 🙂.
Da wir superschnell mit allem fertig sind, reicht die Zeit sogar zum Großeinkauf in der Kalahari Mall, die sonntags nur bis 15 Uhr geöffnet hat. Wir bekommen alles, bis auf die alkoholischen Drinks. Auf Fleisch verzichten wir, das haben wir per Email beim Kalahari Slaghuis bestellt und können es am nächsten Morgen portioniert, vakuumiert und tiefgefroren abholen.
Anschließend geht es zum River Place Manor, das wunderschön am Ufer des Oranje liegt. Den restlichen Nachmittag nutzen wir, um unser Gepäck und die Einkäufe einigermaßen logisch zu sortieren. Danach gibt es auf dem schönen Balkon ein Savanna und ein Bier aus der Minibar 🙂.
Abends haben wir keine Lust mehr wegzufahren, somit vespern wir gemütlich Käse, Kräcker und Trauben mit einem schönen Glas Wein aus dem Duty Free.
Morgen geht es dann endlich in den KTP!!!
Teil 528. Jan. 2018
Montag, 30.Oktober 2017
Upington - KTP (Urikaruus Wilderness Camp)
Nach einer äußerst komfortablen Nacht gibt es ein sehr leckeres Frühstück. Danach ist schon wieder Abschiednehmen angesagt. Wir füllen den Ranger mit mittlerweile vielen Taschen, Tüten und Kühlbox und fahren erst mal zur Kalahari Mall, wo der Kofferraum mit einem Karton voll Wein, Bier und Savanna gefüllt wird. Anschließend wird noch das Fleisch im Slaghuis abgeholt. Der Service dort ist einfach super und das Fleisch für unsere Verhältnisse sehr günstig 🙂.
Jetzt geht es endlich los Richtung KTP. Nur noch 250km bis nach Twee Rivieren! Kurz nach Upington gibt es auch keinen Funkempfang mehr! In Askham tanken wir noch mal den Ranger voll, hier ist sogar Kreditkartenzahlung möglich. Die letzten 70km bis zum Park führen immer entlang der Grenze zu Botswana.
Gegen Mittag sind wir dann endlich da. Ich gehe zum Check in, währenddessen Thomas seine Kameras "schussbereit" macht und sich auf der Rückbank für die nächsten 17 Tage häuslich einrichtet 🙂. Schnell fahren wir noch zur Tankstelle, um den Reifendruck auf 1,5bar zu senken und holen im Shop noch ein paar kalte Getränke.
Dann geht es endlich auf "Safari". Wir entscheiden uns für die Strecke entlang des unteren Nossobtal, dann über die untere Dünenstraße ins Auob-Tal und dann entlang des Auob nach Urikaruus zu fahren. Zeit haben wir genug, da im Oktober erst um 19 Uhr Gate Time ist!
Wir sehen die üblichen Verdächtigen und dann ein Schnurrbärtchen, einen meiner Lieblingsvögel
Kurz hinter Roiiputs gibt es dann die erste "Mini"Katze. Eine African Wildcat hat es sich auf einem großen Kameldornbaum gemütlich gemacht und linst uns mißtrauisch an.
Kurz danach schläft eine große Leopardenschildkröte an einem Baumstamm.
Mittlerweile ist es kurz nach 15:30 und mit 38°C ordentlich heiß! Um so überraschter sind wir, als wir kurz vor Kij Kij ein Löwen-Liebespaar entdecken 🙂. Im üblichen 15 Minutentakt wird fleißig am Löwennachwuchs gearbeitet.
Wir reißen uns dann irgendwann los, denn wir haben noch einige Strecke vor uns. Es geht über die wunderschöne untere Dünenstraße ins Auob Tal. Außer vielen Vögeln haben wir nicht viel gesehen, denn es ist einfach zu heiß!
Bei Gemsbokplein sehen wir die erste Surikate Familie, soviel vorweg, es sollte nicht die letzte sein 🙂
Nachdem wir dem Gewusel eine Weile zugesehen haben, müssen wir 2km vor Batulama für diese Schönheit erneut anhalten. Wir sind völlig geflashed! Lt. Dr. Matthew Schurch vom Kgalagadi Leopard Project handelt es sich um Mofhenyi, eine Tochter von Miera, die mittlerweile etwa 17 Monate alt ist und sich nun alleine durchschlagen muß!
Aber wir müssen leider weiter! Kurz hinter Montrose ist allerdings schon wieder ein Stop angesagt. Dieses Mal gibt es einen subadulten Martial Eagle zu bestaunen. Er hat in seinem Fang eine Beute, die wie Squirrel-Füße aussehen. Irgendwie schaut er ein wenig irre aus!
Da es kurz vor 18 Uhr ist, müssen wir definitiv weiter. Und es sind noch ein paar Kilometer zum Ziel! Zwischen Kamqua und Urikaruus zwingt uns dann dieser wunderschöne Kapfuchs zum Anhalten. Er genießt die letzten Sonnenstrahlen, bevor es dann später zur Jagd geht!
Eine halbe Stunde vor Gate Time kommen wir endlich in Urikaruus an, wo wir von Jaques herzlich empfangen werden. Er hatte sich schon Sorgen gemacht, ob wir einen Unfall hatten, da wir noch nicht aufgetaucht waren. Er gibt uns die Hütte Nr.2 und zeigt uns die Verbesserungen nach der Renovierung im Frühjahr. Wir richten uns schnell ein und sehen noch Charly McIntosh (der eigentlich ein Weibchen ist und aktuell 4 Cubs hat), den Campkapfuchs herumwuseln. Jaques kommt noch zur üblichen Abendrunde vorbei und wir tauschen allerlei Neuigkeiten aus. Da es spät ist, vespern wir noch eine Kleinigkeit und genießen anschließend noch ein Glas Wein. Lange währt die Ruhe allerdings nicht, als ein großes Leoparden-Männchen zum Trinken kommt. Es ist Dakotah, den wir schon einmal gesehen hatten!
Was für ein Auftakt!!!!!
Teil 629. Jan. 2018
Dienstag, 31.10.2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 1
Und schon beginnt der erste volle Safari-Tag. Daheim sind wir gerne (wenn möglich) Langschläfer. Hier klingelt der Wecker gnadenlos um 6 Uhr. Über die vielen Jahre perfekt aufeinander eingespielt, sind wir schnell startklar. Wir melden uns bei Jaques ab und holen unseren "Laufzettel". Nach kurzer Nachfrage, in welche Richtung wir fahren wollen, entscheiden wir uns für die Fahrt Richtung Süden.
Zwischen Urikaruus und Kamqua entdecken wir ein Capefox Den. Zwischen den Eltern wuseln 4 Cubs herum.
Kurz danach läuft eine Springbockherde in Formation den ausgetrockneten Auob entlang.
Nicht viel später entdecken wir eine Yellow Mongoose im schönsten Morgenlicht.
Kurz vor Kamqua laufen 4 männliche Geparden durch das Tal. Leider haben wir sie nie alle 4 gleichzeitig auf den Bildern 🙁.
Auf einmal kommen eine Gruppe Oryxe und Gnus, die auf die Geparde laut schnaubend zugaloppieren und sie die Düne hochjagen. Völlig geflashed von der Situation, vergessen wir davon Bilder zu machen.
Kurze Zeit später sind die Geparde schon fast auf der Dünenkuppe.
Keine 5 Minuten später entdecken wir kurz hinter Kamqua eine Löwin, die aufmerksam die Umgebung abscannt!
Der Grund ist schnell klar, als ein prächtiger Mähnenlöwe mit einer großen Narbe über dem Auge das Flußbett entlangschreitet.
Die Löwin brüllt dann markerschütternd nach ihrem Gefährten,
bevor sie dann, uns misstrauisch beobachtend, in die Richtung ihres Gefährten läuft.
Der wartet mittlerweile im Schatten eines Kameldornbaumes auf sie.
Teil 730. Jan. 2018
Dienstag, 31.10.2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 2
so, Fortsetzung des Morning Drive. Weitere Erdmännchen wuselten herum, während eines die Aufsicht über den Clan hatte.
Ein Crimson- breasted Shrike, der mal nicht Versteck mit uns spielt!
Und schließlich ein African Hoopoe, der auf Futtersuche ist.
Mittlerweile ist fast Mittag und wir kehren zur wohlverdienten Pause ins Camp zurück. Nach einer ausgiebigen Pause geht es erst am späten Nachmittag zum Game Drive Richtung Mata Mata.
Am 13. Borehole ist tote Hose, so fahren wir weiter Richtung 14. Borehole. Die Strecke ist fürchterlich zerfahren und es rappelt ordentlich. So schlecht haben wir die Pad noch nie erlebt!
Am Eingang zum 14. Borehole entdecken wir in einem großen Kameldornbaum eine schlafende African Wildcat.
Durch das Motorengeräusch aufgewacht, linst sie uns neugierig an.
Wir lassen sie weiterdösen und geniessen die schöne Dünenlandschaft mit seinen Bewohnern 🙂.
Zurück im Camp gibt es noch einen Sundowner, bevor es ans Grillen geht. Später am Abend laufen noch 4 Geparde durchs Flußbett, halten aber nicht zum Trinken an. Schon ist der erste Tag vorbei 🙁.
Teil 831. Jan. 2018
Mittwoch, 01.11.2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 1
Nachdem uns die ersten beiden Tage das Glück hold war, lassen wir es heute gemütlich angehen und schlafen etwas länger 🙂. Erst deutlich nach 8 Uhr zuckeln wir langsam los. Als erstes sehen wir wieder am Camp den Kapfuchs Charlie mit Nachwuchs. Allerdings leider nur die Kehrseite.
Wir fahren wieder Richtung Süden, als wir eine Slender Mongoose bei Batulama im Unterholz nach Nahrung suchend, sehen.
Im gleichen Totholz sehen wir einen Green-winged Pytilia sitzen. Diesen haben wir im Krüger schon öfters gesehen, im KTP ist er eine Erstsichtung 🙂
Wir beobachten den Schlankichneumon noch ein bißchen, der sich mit Fliegen an beiden Augen herumärgern muß!
Anschließend geht es noch bis Auchterlonie, aber es ist bis auf die üblichen Tiere sehr ruhig.
Auf dem Rückweg sehen wir kurz hinter Rooibrak 3 Autos stehen. Das ist für den KTP schon fast ein Stau. Wir können mit Hilfe unseres Fernglases auf der anderen Seite des Trockenflußbettes eine Gepardin mit einem äußerst kleinen Cub an einem Springbock-Riss entdecken. Das hat sich dann wohl in der Zeit abgespielt, als wir nach Süden gefahren sind!
Der Riss ist noch fast intakt, als die Gepardin mit dem Fressen beginnt..
Ein Schakal versucht sich anzuschleichen.
Wird allerdings von der Gepardin sofort vertrieben
Dadurch wird der Blick zum Riss frei. Es ist nicht nur 1 Cub, sondern 4!
Die Kleinen fressen eifrig, während die Mutter noch etwas erledigt ist
Nach kurzer Zeit begibt sich die Gepardin (lt. Kgalagadi Cheetah Project ist dies Hanri, die zu der Zeit 4 Cubs hat), wieder zu Ihrer kleinen Familie.
So kleine fluffige Gepardenkinder haben wir noch nie gesehen und sind dankbar für diese Sichtung!
Jetzt geht es erst mal zum Camp frühstücken und relaxen. Mal sehen, was uns heute Nachmittag erwartet!
Teil 901. Feb. 2018
Mittwoch, 01.11.2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 2
Noch immer ist es gnadenlos heiß, so daß wir zum Afternoon Drive erst nach 16 Uhr starten. Wir wollen erst einmal Richtung Norden zum 13. und 14. Borehole fahren.
Am 14. Borehole sehen wir eine Spotted Eagle Owl, der es sichtlich zu warm ist!
In einer Baumkrone sitzten 2 Pale Chanting Goshawks und halten Ausschau nach Beute.
Unter einem Kameldornbaum sitzt die nächste Spotted Eagle Owl. Die hatten wir auf vorigen Reisen gerade erst einmal gesehen. Jetzt sehen wir innerhalb ein paar Minuten gleich die Zweite 🙂.
Zurück an der Schleife, die zum 13. Borehole führt, sehen wir eine African Wildcat.
Beim Gähnen zeigt sie ihre spitzen Zähne.
Eine kleine Springbockherde kreuzt die Pad, während die Squirrels hinter ihren buschige Schwänzen Schutz vor der gnadenlosen Sonne suchen.
Kurz vor dem 13. Borehole liegt eine Löwin im Schatten auf der Pad,
während ihre Gefährtin die Düne heruntergelaufen kommt.
Anschließend bearbeitet sie einen Baum mit ihren beeindruckenden Krallen.
Dann geht es zum Trinken am Wasserloch
Die andere Löwin hat sich noch nicht vom Fleck bewegt und beobachtet uns interessiert!
Nachdem sie mit dem Trinken fertig ist, kommt sie direkt auf uns zu.
Wir verlassen die 2 Löwinnen, da wir noch schauen wollen, ob die Gepardin mit ihren Cubs noch am Riss ist und die Uhr schon 17:30 anzeigt!
Unterwegs treffen wir noch auf eine große Springbockherde. Ein Teil ruht noch im Schatten,
während sich der andere Teil gemächlich grasend auf den Weg nach Süden macht.
Die Geparden Mum und ihre Kleinen sind noch vor Ort. Der Springbock ist deutlich geschrumpft, während die Bäuchlein der Kleinen jetzt gerundet sind 🙂.
Die Kleinen sind jetzt auch ein bißchen aktiver und bewegen sich mal ein Stück von ihrer Mutter weg.
Aber kuscheln mit der Mama ist halt auch schön!
Im letzten Licht gibt es noch paar Fotos, bevor es dann zurück nach Urikaruus geht.
Auf dem Heimweg sind die kleinen Kapfüchse aus dem Bau gekommen 🙂. Für Bilder ist es fast schon zu dunkel, aber die Kleinen sehen so niedlich aus!
Nach diesem wunderschönen Tag erreichen wir pünktlich zur Gate Time das Camp!
Teil 1004. Feb. 2018
Donnerstag, 02. November 2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 1
Wir stehen erst kurz nach Sonnenaufgang auf. Am Camp-Wasserloch ist nichts los. So machen wir uns schnell fertig und sind kurz nach 6 Uhr bereit für neue Abenteuer :.-). Es ist für uns beide sonnenklar, dass wir zuerst Richtung Twee Rivieren fahren um zu schauen, ob die Cheetah Mum und ihre Kleinen noch am Kill sind! Knapp 20 Minuten später sind wir dann vor Ort. Die Gepardin ist kugelrund gefuttert und kurz vor dem Aufbruch.
Die Kleinen stolpern die Calcrete Ridge hinauf.
Leider ist das alles sehr weit entfernt, aber trotzdem für uns absolut faszinierend.
Dann haben sie die Düne erreicht.
Noch ein letzter Blick, dann sind sie über dem Dünenkamm verschwunden!
Kaum sind die Geparde weg, machen sich auch schon die Schakale über die Springbockreste her!
Wir folgen der Pad nach Süden, als eine Surikate-Familie durchs Flußbett rennt,
um plötzlich zu stoppen und erst mal Ausschau zu halten.
Dann wird eifrig nach Nahrung gebuddelt.
Weiter geht es Richtung Auchterlonie Picnic Site. Nach einem kurzen Boxen Stop entscheiden wir uns für eine längere Tour über die untere Dünenstraße Richtung Nossob River. Kurze Zeit später entdecken wir eine Yellow Mongoose, die aufmerksam die Umgebung peilt!
Die Fahrt über die Dünen ist wunderschön mit dem herrlich roten Sand und dem gelben Gras der vorherigen Regenzeit. Plötzlich nehme ich inmitten des Grases zwei runde Ohren wahr.
Zu unserer Freude erhebt sich der Kater
Und schaut uns direkt an.
Er läuft direkt auf uns zu
Bevor er dann hinter unserem Auto die Pad quert und über dem Dünenkamm verschwindet! Was für ein prachtvoller Kerl! Wir sind restlos begeistert!!!
Teil 1106. Feb. 2018
Donnerstag, 02. November 2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 2
Wir folgen der unteren Dünenstraße weiter und passieren den Abzweig nach Kieliekrankie. Dort werden wir dann in einer Woche sein und Susi und Michael treffen. Ein paar Kilometer später sehen wir schon wieder 2 mächtige Löwen im roten Sand liegen.
Nun sind wir völlig überrascht, innerhalb so kurzer Zeit in den Dünen auf Löwen zu treffen!
Die Spuren der Beiden können wir bis ins Nossob Tal verfolgen und das sind über 30km!!!
Ausblicke von der Dünenfahrt.
Bei Kij Kij treffen wir auf die Pad entlang des Nossob River. Da wir eine Pause nötig haben, fahren wir die 12km Richtung Melkvlei Picnic Site. Weit entfernt sehen wir den ersten Black-shouldered Kite auf dieser Reise.
Kurz darauf rennt ein Honey Badger die Düne hinauf,
um kurz darauf in einem Gebüsch zu verschwinden. Wir warten noch einen Augenblick, aber er taucht leider nicht mehr auf. Nach einer wohlverdienten Pause geht es weiter in Richtung Twee Rivieren. Dieses Jahr hat es extrem wenig Raubvögel.
Kurz vor Rooiputs liegen mal wieder 2 Löwen faul im Schatten. Da bei der Hitze nicht viel Aktion zu erwarten ist, fahren wir dann auch wieder weiter.
Die Oryxe und Gnus beobachten die Beiden mißtrauisch und trauen sich nicht recht ans Wasser.
Bis Twee Rivieren ist dann tote Hose. Wir shoppen noch ein bißchen im Laden und gönnen uns noch ein Eis.
Zurück geht es dann entlang des Auob. Bei Monro treffen wir dann auf eine Löwen Familie 🙂. Es sind 7 Tiere, davon 2 Cubs.
Da es mittlerweile kurz vor 13 Uhr ist und dazu noch extrem heiß, fahren wir weiter. Kurz hinter Auchterlonie liegt noch ein einzelner männlicher Gepard im Gebüsch und döst vor sich hin.
Bei Montrose treffen wir eine Gruppe von 5 männlichen Kudus.
Inzwischen hat sich der Himmel zugezogen und es wird auch noch schwül. Zwischen Montrose und Rooibrak sehen wir wieder einen subadulten Martial Eagle. Vermutlich der Gleiche, den wir 3 Tage zuvor schon einmal in der Ecke gesehen haben. Auch dieses Mal hatte er Jagderfolg.
Wir sind ganz alleine dort und können in super beobachten 🙂. Seine Beute sieht aus wie die Reste einer Yellow Mongoose. Für empfindliche Personen sind die nachfolgenden Bilder eher nicht geeignet!
Er fliegt auf einen anderen Ast mit der restlichen Beute im Schnabel.
Dann wird die Beute mit vollem Körpereinsatz weiter verzehrt!
Immer wieder späht er aufmerksam um sich.
Bevor er den Rest vertilgt.
Das war ein besonderes Ende der Fahrt. Kurz nach 14 Uhr erreichen wir dann doch ganz schön müde das Camp! Jetzt haben wir uns ein sehr spätes Frühstück redlich verdient! Den Nachmittags-Drive gibt es dann in einem dritten Teil!
Teil 1208. Feb. 2018
Donnerstag, 02. November 2017 Urikaruus Wilderness Camp, Teil 3
Gegen 15:30 starten wir unsere Nachmittagstour. Wir wollen mal schauen, was es Richtung Mata Mata zu sehen gibt. Als erstes begegnen wir einen Pale Chanting Goshawk, der sich gerade in der Verwandlung vom juvenilen zum adulten Vogel befindet.
Auf übler abwechselnd sandiger und waschbrettartiger Piste fahren zunächst zum 13. Bohrloch. Aber da will sich kein Tier zeigen 🙁. Nicht einmal die obligatorischen Springböcke sind zu sehen. So fahren wir weiter Richtung 14. Bohrloch. Kurz vor der Abzweigung zum Loop, sehe ich in einem Webervogelnest, dass über die Piste ragt, einen Schatten. Schnell den Rückwärtsgang reingelegt, um nach einer besseren Beobachtungsposition zu schauen. Das ist das Erste, was wir zu sehen bekamen.
Auf den ersten Blick sieht das nach ein paar Katzenohren aus. Auf den zweiten Blick kann man dann schon mehr erkennen!
Am Schluss legen wir uns mal auf eine Small Spotted Genet fest. Korrekturen gerne erwünscht!
Eine Genet haben wir noch nie im KTP gesehen und erst recht nicht am Tag! Obwohl die Bilder durch die Perspektive nicht wirklich gut sind, sind wir völlig aus dem Häuschen. Das ist etwas, was man definitiv jeden Tag sieht 🙂!
Wir fahren bis Craig Lockhart. Dort ist ein kleiner Stau und es gibt mal wieder faule Löwen zu sehen.
Eine Löwin wechselt mal kurz ihre Position, dann ist wieder chillen angesagt. Deshalb geht auch gleich wieder zurück. Kurz danach sehen wir ein Paar Verreaux Eagle Owls, die uns auf der Hinfahrt nicht aufgefallen sind. Aber sie sitzen leider im Kameldorngeäst, so dass dabei nur ein Beweisfoto rauskommt.
Wir biegen noch einmal zur Schleife nach Dalkeith ein. Direkt auf der Pad vor dem Wasserloch liegt plötzlich eine Löwin mit ihren beiden halbstarken Söhnen! Die waren vor einer Stunde definitiv noch nicht da. So schnell kann sich die Situation ändern!!!
Auf einmal hören wir von der anderen Richtung ein unterdrücktes Brüllen. Wir spähen herum, als ein prächtiger Pascha direkt auf uns zuschreitet!
Nun ist die kleine Familie wieder vereint 🙂!
Als alle in den kollektiven Tiefschlaf fallen, verabschieden wir uns auch,
und überlassen den mittlerweilen vielen Schaulustigen unsere Pole Position!
Von Dalkeith geht es wieder Richtung 14. Bohrloch. Die Wege im KTP sind nicht so sonderlich abwechslungsreich wie in anderen Parks. Man fährt entlang der Trockenflüsse des Auob und Nossob und ab und zu gibt es einen Loop. Den fahren wir jetzt rein. Wir sind mutterseelenalleine, da sich die meisten noch bei den Löwen aufhalten. Das kommt uns nun zu Gute. Wir entdecken eine einsame braune Hyäne auf dem Weg zum Wasserloch.
Ungestört stillt sie ihren Durst.
Die Frisur sitzt 🙂!
Sie schaut uns an,
blickt umher
und läuft gähnend weiter
Ein letzter Blick, dann ist sie Richtung Dünen verschwunden.
Um kurz vor 19 Uhr kommen wir schließlich in Urikaruus an. Am Camp-Wasserloch sehen wir noch einen Black- headed Heron im letzten Licht.
Besser kann ein Safari-Tag kaum sein!!!!
Teil 1312. Feb. 2018
Freitag, 03. November 2017 Nossob Rest Camp, Teil 1
nach 4 Nächten Urikaruus geht es jetzt weiter ins Nossob Tal. Da es ein Umzugstag ist, wollten wir eigentlich nicht so früh aufstehen,...... Aber um kurz vor 7 Uhr hören wir ein Löwengebrüll, also doch schnell aufstehen und schauen was da los ist!
Eine Löwin hat mittlerweile das Camp-Wasserloch erreicht und ist eifrig am Trinken 🙂.
Schaut auf
Inspiziert die Lage
Und läuft dann weiter
Sie verlässt das Tal über die Calkrete Ridge, schenkt uns auf der Kuppe aber noch einen letzten Blick!
Ein genialer Abschluss! Nach der Aufregung gönnen wir uns ein gemütliches Frühstück. Wir packen alles zusammen und verlassen schweren Herzens diesen besonderen Platz, freuen uns aber auch darauf, wieder eine andere Gegend im Park zu erkunden! Kurz nach 8 Uhr verabschieden wir uns von Hendrik, dem Camp Attendent, der den Einsatz von Eric übernommen hat, da in dessen Familie ein Trauerfall eingetreten ist.
Es geht los Richtung Kamqua, Auf halber Strecke zwischen Urikaruus und Kamqua sehen wir einen Kapfuchs. Wir wundern uns, dass er sich noch um kurz vor 9 Uhr außerhalb seines Dens befindet. Uns soll es recht sein 🙂!
Bei Kamqua angekommen, entscheiden wir uns nicht für den kürzeren Weg über die Upper Dune Road, sondern wir wollen noch ein Stück nach Süden fahren, um bei Auchterlonie über die Lower Dune Road ins Nossob Tal zu gelangen. Obwohl wir schon oft im Park waren, kennen wir die Strecke zwischen Kij Kij und Dikbaardskolk kaum. So sind wir gespannt, was uns dort erwartet! Für alle, die den KTP nicht so gut kennen, gibt es bei SANParks diese Map:
So kann man sich einen kleinen Überblick über den Park verschaffen !
Weiter geht es mit etwas Federvieh. Auf einem Totholz sitzt ein Lanner Falcon.
Dann bietet sich dieser Swallow-tailed Bee-eater für ein Foto an.
Kurz danach sitzt in Kameldorn-Gestrüpp eine Spotted Eagle Owl. Da machen wir nur ein Beweisbild.
Zwischen Montrose und Batulama ist ein Schakal damit beschäftigt, etwas Puscheliges zu vertilgen. Es sieht aus, als ob ein Erdhörnchen sein Leben lassen musste.
Es sieht irgendwie gruselig aus, wie der Schwanz des Hörnchens aus seinem Fang baumelt! Nach seiner Grimasse zu schließen, war der Snack eher nicht so lecker!
Eine Surikate Familie schaut dem Ereignis fassungslos zu
und ergreift dann schnell die Flucht!!!
Teil 1414. Feb. 2018
Freitag, 03. November 2017 Nossob Rest Camp, Teil 2
Bald haben wir die Lower Dune Road erreicht. Ein Stauß trabt die Düne hoch.
Es hat sich zugezogen und bei der Hitze wird es damit unangenehm schwül! Ein paar Impressionen von der Dünenlandschaft.
Wir fahren Kilometer um Kilometer. Es zeigt sich lange Zeit nichts. Bei Kransbrak ist dann mal wieder ein wenig Action 🙂. Wir sehen 3 blutverschmierteTüpfelhyänen, von denen 2 ein ausgiebiges Vollbad nehmen 🙂! Eine liegt faul neben dem Wasserloch.
Am Überlauf des gleichen Wasserloch entdecke ich einen neuen Raubvogel. Da ich mir völlig unsicher war, um welchen Harrier es sich handelt, habe ich sowohl in der Facebook Birder Seite als auch im SANPark Forum um Rat gesucht. Einig waren sich alle, dass es sich um einen weiblichen Harrier handelt! Und 2:1 für einen Montagu verso Pallid Harrier. Falls Maddy mitliest oder gerne natürlich auch jeder andere, für welchen Harrier tippt ihr?
Vor dem Wasserloch von Kameelsleep muß eine Düne überfahren werden in dem sonst so ebenen Nossobtal! Vom Kamm der Düne sieht man in das Tal und von weitem kann man den Wasserbehälter erkennen, ebenso ein parkendes Auto! Da sind wir mal gespannt, ob es etwas zu entdecken gibt!
Wir fahren langsam ins Tal und sehen, dass wir wieder Löwen-Glück haben 🙂! Es ist ein größeres Rudel von 10 Tieren aller Altersstufen, die unter mehreren Bäumen verteilt um das Wasserloch platziert sind. Einige weiters weg,
andere deutlich näher!
Ein Junglöwe noch mit Milchzähnchen hat ein dringendes Bedürftnis 🙂
und schneidet dabei herrliche Grimassen!
Da jetzt wieder "Platz" ist, steuert er das nahegelegene Wasserloch an. Seinem Gesichtsausdruck zu schließen, kommt im das jedoch nicht geheuer vor und er beäugt es mißtrauisch!
Der nächste Youngster muss nun auch schauen, was da los ist!
Und obwohl jünger, hüpft er gekonnt über die "Riesenpfütze!
Der "Halbstarke" faucht das Wasser erst mal an,
bis auch er sich traut!
Bild 1311
Dann schlabbern sie einträchtig das Nass!
Mit einem eleganten Sprung
und einer wenig eleganten Landung
gibt es dann wieder eine Teenie Gruppen-Vereinigung!
Kurz vor Nossob sitzten auf dem Baumwipfel noch 2 juvenile Pale Chanting Gowshawks.
Dann checken wir endlich ein. Statt unserem reservierten Cottage werden wir umgebucht auf ein Guesthouse ober auf dem Hügel bei dem Staff-Village ( unseres wurde gerade renoviert). Wir geniessen die großzügige Ausstattung und die noch bis 21 Uhr laufende Aircon 🙂!!! So beschließen wir den restlichen Tag noch gemütlich zu verbringen und mal wieder Bilder zu sichern und Akkus zu laden. Da wir genügend Zeit haben und relativ früh dran sind, gibt es leckere Oryx Steaks mit Salat und Kräuterbutter 🤪 . Wir sitzen noch lange draußen und geniessen den milden Abend bei einem leckeren Wein!
Gute Nacht!
Teil 1515. Feb. 2018
Samstag, 04. November 2017 Nossob Rest Camp nach Grootkolk Wilderness Camp
Wir geniessen das herrlich kühle Cottage und schlafen mal richtig aus! Anschließend gibt es noch ein gemütliches Frühstück, so dass wir erst kurz vor der Check out Zeit um kurz nach halb zehn auf dem Weg zur Rezeption sind! Aber wir müssen noch einen unvorhergesehenen Halt einlegen, als wir kurz vor der Rezeption eine Verreaux Eagle Owl völlig ohne Gestrüpp vor den Federn in einem Baum entdecken 🙂!
Nach dem Auschecken hoppelt ein Hase durchs Camp, schaut uns, wie wir meinen, etwas schockiert an,
und hoppelt dann schnell weiter in den Schatten, um erneut regungslos zu verharren!
Da der Vormittag schon fortgeschritten ist, reißen wir uns schließlich los und fahren dann Richtung Norden.
Am Wasserloch von Cubitje Quap, 10km nördlich von Nossob, sitzen dann wieder die üblichen Scharen von allerlei Vögel im Geäst der Bäume und warten für den optimalen Zeitpunkt, zum Löschen ihres Dursts. Gerade an diesem Wasserloch liegen oftmals die Jackals auf Lauer und warten auf Beute!
Ein paar weibliche Kudus warten ebenfalls auf eine günstige Gelegenheit zum Trinken .
Wir fahren weiter und müssen am Kwang Waterhole den nächsten Stopp einlegen. Dort liegen insgesamt 3 Löwen im Verdaungskoma herum.
Der Mähnenlöwe schenkt uns wenigstens einen halben Blick.
Durch ein aufkommendes Lüftchen, ist der Geruch plötzlich nicht mehr so lecker. Bald haben wir die Ursache gefunden, für 1. die vollen Löwenbäuche und 2. für den speziellen Duft 🙁.
So verlassen wir den Schauplatz fluchtartig!
Unterwegs sehen wir noch einen Kalahari Scrub Robin, der durchs Unterholz huscht!
Die Fahrt nach Norden ist dann ereignislos. Erst bei Polentswa werden wir dann wieder mit einer Sichtung belohnt. 2 mächtige Kalahari Löwen trotten durch die Mittagshitze vom Wasserloch auf der Suche nach einem Schattenplatz. Das meiste haben wir leider verpasst, aber einen Löwen können wir noch in Bewegung sehen 🙂!
Dann endlich im Schatten
Da hier wohl nicht in absehbarer Zeit viel Action zu erwarten ist, geht es weiter!
Bei Lijersdaai Picnic Site, machen wir einen kurzen Stopp, um uns mal wieder die Füße zu vertreten. Wir sehen eine 4 Streifen Maus.
Und müde/schlafende Scarly feathered finches!
Um kurz nach 14 Uhr sind wir da und bekommen das Chalet Nr.3 zugewiesen. Wir beschließen, den Nachmittag faul zu verbringen. Grootkolk ist der perfekte Ort, um die Seele baumeln zu lassen.
Wir lesen noch ein wenig, schauen den Vögeln zu und abends wird dann gegrillt. Außer ein paar crazy Gnus fotografieren wir an diesem Tag nichts mehr!
Ich danke allen Mitfahren und Danke Button Drücker für das Interesse! Auf die Fortsetzung müsst ihr leider bis nach unserem Urlaub warten, denn am Freitag geht es wieder los 🙂. Wir sind wieder im KTP, dieses Mal aber via Windhoek. Also bis bald und liebe Grüße an alle FOMIS und natürlich meinen Mitfahren. Wenn alles klappt, sind wir am 11.03. wieder daheim 🙂!
LG Claudia
Teil 1615. März 2018
Sonntag, 05. November 2017 Grootkolk Wilderness Camp, Teil 1
Mit der Dämmerung bin ich wach. Schon komisch, das würde mir daheim definitiv nicht passieren. Hier klappt das fast automatisch. Ich linse zum Fenster hinaus und nehme eine Bewegung wahr. Schnell das Fernglas geschnappt und entdecke doch tatsächlich eine braune Hyäne! Der Tag beginnt prima 🤩 !
Der Vollmond steht noch am Himmel und die aufgehende Sonne färbt das Tal in ein zartes Pink.
Die Brownie kommt zum Wasserloch, um ihren ersten oder letzten Durst des beginnenden Tag zu löschen.
Nachdem die Hyäne sich in die Büsche geschlagen hat, verlassen wir das Camp zu einer Fahrt Richtung Unions End. Wir sind noch nicht weit gekommen, als uns eine Löwenfamilie die Straße blockiert!
Es sind 2 subadulte Männchen, 1 Löwin und 2 Cubs.
Die ersten verschwinden schon im Busch,
während die anderen uns Störenfriede mißtrauisch betrachten!
Der Kleinste räumt dann auch das Feld.
Und kuschelt sich dann an seinen vermutlich älteren Bruder.
Ein ausgesprochen hübscher Minilöwe 🙂!
Und flirten kann er auch noch!
Nach einiger Zeit kommt dann die kleine Schwester zur Familie in den Busch.
Auf der Suche nach Ärger!
Zielstrebig wird dem großen Bruder ins Ohr gebissen,
was diesem überhaupt nicht gefällt! Erziehungsmaßnahmen werden ergriffen,
was der Minilöwe mit einer Grimasse beantwortet!
Der ältere Bruder streckt der frechen Göre dann einfach die Zunge raus 🙂.
Wir beobachten noch ein paar Rangeleien,
dann verlassen wir die Familie und setzten unseren Weg nach Norden fort!
Teil 1717. März 2018
Sonntag, 05. November 2017 Grootkolk Wilderness Camp, Teil 2
Auf unserem Weg nach Norden entdecken wir einen braunen Schlangenadler.
Irgendwo unterwegs steht dann eine weibliche Weißflügeltrappe im verdorrten Gebüsch.
Nach extrem rumpeliger und sonst ereignisloser Fahrt erreichen wir recht früh am Morgen schließlich Union'End, dem Dreiländereck von Südafrika, Namibia und Botswana.
Auf dem Rückweg nach Grootkolk ist von den Löwen keine Spur mehr zu entdecken! Um halb zehn sind wir dann auch schon wieder im Camp. Wir frühstücken gemütlich und sind uns dann schnell einig, heute einen faulen Camp-Tag einzulegen. Für uns ist das der perfekte Ort um die Seele baumeln zu lassen. Man kann wunderbar die vielen Vögel beobachten und schauen, für welche Tiere das campeigene Wasserloch ein Anziehungspunkt ist!
Thomas fotografiert ein paar Vögel,
als kurz drauf unsere Aufmerksamkeit auf ein deutlich größeres Tier gelenkt wird!
Ein prächtiger Mähnenlöwe kommt zum Wasserloch.
Er trinkt nur kurz, schaut sich um,
und verlässt dann die Szene auf der Suche nach Schatten.
Somit können wir uns wieder den kleineren Mitbewohnern, wie z.B. den Yellow Mongoose, widmen.
Nach einem kleinen Mittagsschläfchen gibt es Tee und Kekse auf der Veranda. Dabei besucht uns ein Black-faced Waxbill. Darüber freue ich mich riesig 🙂. Den haben wir zwar schon mal gesehen, aber noch nie fotografieren können!
Anschließend schaut noch ein Schnurrbärtchen vorbei.
Plötzlich sehen wir eine Bewegung von rechts, als ein Löwe von rechts (sehr wahrscheinlich der von morgens) das Wasserloch ansteuert.
Aber er hat noch seinen Bruder? mitgebracht, der ihm verblüffend ähnlich sieht!
Dann folgt synchron-trinken,
dann hat der erste genug
und läuft davon,
während der zweite noch eine Weile weiterschlabbert.
Irgendwann hat auch er genug und marschiert mit rausgestreckter Zunge zu seinem Kumpel.
Er erreicht schließlich die Baumgrenze und verschwindet aus unserem Sichtfeld.
Um kurz nach 19 Uhr geht allmählich die Sonne unter. Ein paar Regenfahnen sind die ersten Vorboten der bald beginnenden Regenzeit.
In der Dunkelheit sehen wir noch ein paar Mal braune Hyänen durch das Camp stromern. Und wieder ist ein wunderschöner Tag vorbei!
Teil 1821. März 2018
Montag, 06. November 2017 Grootkolk Wilderness Camp
Heute Morgen ist es am Wasserloch ruhig. Somit fahren wir gegen halb sieben los Richtung Polentswa. Irgendwo auf der Piste sitzt ein juveniler Singhabicht.
Wir fahren weiter, als sich auf der Pad etwas langsam bewegt. Das müsste unsere erste Schlange auf dieser Reise sein! So schnell kann ich allerdings nicht anhalten. Also den Rückwärtsgang rein und schauen, welche Spezie es ist.
Es ist eine Puffotter, die gerade die Pad überqueren wollte.
Nach einer Weile beschließt sie dann, ihren Weg fortzusetzten und verschwindet im Gebüsch.
Kurz vor Polentswa sehen wir immer wieder deutliche Tatzenabdrücke im Sand. Wir folgen der Spur aufmerksam und sind gespannt, ob wir den Verursacher entdecken werden! Das gestaltet sich als nicht besonders schwierig, da hinter einer Kurve ein alter Löwe im Schatten am Rand der Piste liegt!
er beäugt uns müde
und ihm fallen die Augen zu.
Somit lassen wir ihn weiterschlafen und setzten unsere Fahrt fort. Bei Polentswa sehen wir eine braune Hyäne, die wohl gerade am Wasserloch getrunken hat. Leider ist sie auf dem Rückzug und wir erwischen nur noch ihre Kehrseite 🙁.
Noch ein letzter Anblick im hohen Gras, dann ist sie auch schon verschwunden.
Am Wasserloch stehen die üblichen Gnus herum und stauben alles ein.
Von einem Südafrikaner hören wir, dass bei Kousant 2 Mähnenlöwen liegen. Also fahren wir noch die paar Kilometer und schauen, ob wir sie entdecken können. Sie liegen tief im Schatten auf einem Hügel im Busch und strecken uns den Rücken zu. Da lohnt es sich nicht einmal, ein Beweisfoto zu machen. Wir haben auch keine Lust darauf zu warten, dass sie sich bewegen. Somit drehen wir um und freuen uns auf ein gemütliches Frühstück in Grootkolk.
Es wird wieder gefaulenzt und gelesen. Für mehr langt die Energie nicht bei der Hitze 🤪 . Auch im und ums Camp ist es ruhig. Erst gegen 18 Uhr gibt es wieder was zu entdecken. Eine braune Hyäne trinkt am Wasserloch, als ein Staubsturm über das Camp fegt!
Mit dem Sturm ist sie dann schnell wieder verschwunden. Am späten Abend tummeln sich dann noch 4 braune Hyänen am Wasserloch. Der Höhepunkt sind dann aber 2 Leoparde, die nacheinander zum Trinken kommen (einer von links, der andere von rechts). Für ein Foto ist leider die Entfernung zu groß. Aber dafür bleibt die Erinnerung!
Morgen habe ich dann Geburtstag 🙂 und bin gespannt, ob ein Wunsch in Erfüllung geht!
Teil 1924. März 2018
Dienstag, 07. November 2017 Grootkolk Wilderness Camp, Teil 1
Komisch, daheim ist mir mein Geburtstag nicht sonderlich wichtig, man ist halt wieder ein Jahr älter! Hier jedoch wache ich mit einem kribbeligen Gefühl auf, dass dieser Tag was besonderes sein wird 🙂! Mit der Dämmerung bin ich schlagartig wach und linse erst mal durchs Fenster. Ohne meine Brille sehe ich allerdings nur eine verschwommene Bewegung. Mit dem Fernglas wird aus dem undefinierbaren Schatten wieder eine braune Hyäne! Schnell wird Thomas geweckt und ein paar Bilder geschossen!
Sie erscheint irgendwie nervös und schaut sich ständig um. Getrunken hat sie bisher nichts.
Wir werden noch einmal gründlich betrachtet,
dann läuft sie ohne getrunken haben davon.
Kaum ist sie verschwunden, trifft schon die nächste Brownie ein 🙂. Wir sind gerade einmal 20 Minuten wach!
Diese hat ein ausgefranstes rechtes Ohr und einen Defekt am Fang.
Auch sie wirkt ausgesprochen nervös und extrem aufmerksam!
Den Grund dafür bemerkten wir kurz darauf!!!
Ein Prachtskerl von Leopard betritt die "Bühne"! Erläuft auf uns zu,
entdeckt die Brownie und pirscht sich an,
gibt Gas
und rennt mit vollem Speed Richtung Hyäne (leider sind die Bilder jetzt nicht ganz scharf. Es war für die Action einfach noch zu dunkel! Aber die Szene hat uns dermaßen beeindruckt, dass ich auf diese Bilder nicht verzichten möchte).
Die Hyäne räumt fluchtartig das Feld, währen der Leo zum Wasserloch kommt! Er scannt die Umgebung,
schaut uns an
und entfernt sich ,ebenfalls ohne zu trinken, vom Wasserloch.
Er läuft dann leider davon,
schenkt uns zum Abschied aber noch einen letzten Blick!
So ein wunderschöner Kater. Das war ein Geburtstagsauftakt zum Träumen!
Teil 2028. März 2018
Dienstag, 07. November 2017 Grootkolk Wilderness Camp, Teil 2
Der ganze Spuk dauerte nicht einmal eine halbe Stunde! Gefühlt waren es aber definitiv Stunden 🙂. Da jetzt erst mal Ruhe eingekehrt ist, beschließen wir, Richtung Polentswa zu rumpeln. Von der Strecke gibt es kein Bild, also wird wohl nichts besonderes zu sehen gewesen sein. Das ändert sich allerdings schlagartig, als wir Polentswa erreichen! Es ist Löwenalarm!!! Wir spotten insgesamt 6 Tiere, 2 Mähnenlöwen, 1Löwin, 1 Subadult und 2 Cubs 🙂! Jetzt wird es etwas Löwen-lastig!
Mal die ganze Bande, verteilt im Schatten.
Der King!
Es sieht nach Gewitter aus und eine durstige Gnuherde erscheint,
was die Löwin aufmerksam registriert!
Der Mini-Löwe ist auch mal wach,
findet keine Ruhe und legt sich immer wieder anders hin.
Jetzt ist auch mal die subadulte Löwin wach.
Irgendwie erscheint das ganze Rudel unruhig. Ständig wird sich umpositionniert. Plötzlich höre ich ein Geräusch, dass sich anhört, als ob Wasser gluckert! Und so ist es auch! Wir reden mit einem Südafrikaner, der uns erzählt, dass der Solarkollektor am Wasserloch defekt ist. Normalerweise dreht er mit der Sonne, was momentan nicht funktionniert. Deshalb war das Wasserloch trocken. Jetzt ist die Sonne gewandert und trifft nun den Kollektor! Somit strömt Wasser in das Becken! Die Tiere sind gut genährt aber durstig! Und die Löwenmutter säugt die Kleinen noch. Somit gibt es jetzt etwas Aktion!
Der Kater schreitet zum Wasser.
Auch der zweite Kater ist aufgewacht!
Nun startet auch die Löwin!
Und gleich darauf folgen ihre 2 Cubs, misstrauisch beäugt von den durstigen Gnus!
Die Löwenfamilie vereint am Wasserloch!
Der Chef trinkt und trinkt, ohne überhaupt den Kopf zu heben. Unglaublich, welche Menge die schlabbern können!
Die Mutter verlässt die Wasserstelle mit ihren Zwergen,
Die Babys plumpsen von der Schwerkraft gezogen immer wieder auf ihren Allerwertesten 🙂.
Die Löwin hat noch nicht genug und läuft erneut zum Wasserloch!
Er dagegen hat jetzt genug und verlässt mit kugelrundem Bauch die Tränke!
Sie trinkt noch ein bißchen,
und beendet dann doch recht schnell das "Trinkgelage".
Nachdem die Familie wieder vereint ist und jetzt in den kollektiven Tiefschlaf verfällt, verlassen wir nach mehr als 1,5 Stunden besten Entertainement die Bühne wieder Richtung Camp!