Thomas S aus HThemenstarter3 Beiträge · seit 201707. Nov. 2017 ·
Hallo Zusammen...
nach diversen Lesestunden aus dem Forum nun mein erster Beitrag. Echt der Wahnsinn wie viele guten Tipps ihr auf Lager habt! Ich bedanke mich bereits jetzt bei euch, das ihr den Namibia-Anfängern, wie ich einer bin, zu einer super Reise verhilft. Merci! Wir, die zwei Reisenden, sind Weiblein und Männlein, knapp vor 30ig und wollen mit unserem 4x4 Auto mit Dachzelt die Natur auskundschaften und erster Linie auf Campingplätzen nächtigen. 3-4 Lodge Nächte dürfen es jedoch auch sein. Reisezeit März/April ca 3,5 Wochen.
Gemäss der Muster - Ersttäter Tour von travelNAMIBIA (Danke dafür) und diversen Reiseberichten habe ich mir folgende Route & Reiseplanung bisher grob zusammengelegt
Reisetag / Reisestrecke 1 Ankunft WDH Einleben 2 Mietauto WDH, Einkauf, Vorbereitungen, anschl in die Kalahari 3 nach Camping bis Lüderitz 4 Fahrt nach Sesriem 5 Besichtigung der Düne am Morgen, anschl. nach Swakopmund 6-7 Aktivitäten in Swakopmund 8 Fahrt nach Damaraland Camp Ausflüge aus dem Damarland Camp 9-10 Fahrt nach Olifantsrus Campside in Etosha, Pirschfahrten 11-15 Tage für Etosha; Okaukuejo, Camp, Halali Camp, Namutoni Camp Etosha Pirschfahrten etc 16 Fahrt nach Bagani/Divundu Region Caprivi 17-18 Ausflüge aus Bagani und allg. in der Region Caprivi, Natural Reserve Bwawate NP 19 Fahrt nach Grashoek, Aktivitäten in Grashoek 20 Aktivitäten in Grashoek 21-23 Fahrt nach Region Waterberg / Okonjima Reserve Aktivitäten in der Region 24 Reservetag 25 Fahrt nach WDH Rückgabe Fahrzeug 26 Reservetag Div in WDH 27 Rückflug
Wie gesagt, so einiges ist erst grob entschieden. Die Reisezeiten habe ich mir aus der Karte gezogen. Ich möchte gerne eure Meinungen zu folgenden Fragen erfahren:
- Lohnt sich der Abstecher nach Lüderitz? Oder besser diese Zeit für Kalahari/Naukluft/Lake Oanop/Sesriem/Damarland einsetzen? Lüderitz ist bei vielen Touren Empfohlen, Oanop, Naukluft jedoch selten. Städte haben wir jedoch auch bei uns Zuhause... 😉
- Welche Strecke ist lohnenswerter/zu empfehlen: Swakopmund - C34 bis Torra Bay - Springbockwasser - Palmwag oder eher Swakopmund - Henties Bay - C35 Uis - bis in die Region des Damaraland Camp
- Ist die Strecke vom Etosha (700km/8h) in einem Tag bis nach Bagani möglich, dumm oder beides? :-D Wo könnten wir auf dieser Strecke einen lohnenswerten Kurzstopp einlegen?
- Sind die Campingplätze um den Etosha besser als diejenigen im Park? Oder was ist der Vorteil von einer Übernachtung ausserhalb des Parks?
- Was fällt einem erfahrenen Namibia Auge bei dieser Reiseplanung sonst noch auf? Habe ich etwas vergessen?
Ich bin mir sicher, dass es so einiges gibt was ich noch nicht bedacht habe, daher bin ich um eure Meinung ehrlich froh. Noch habe ich keine Übernachtungen gebucht, ist also noch flexibel. Und bereits jetzt sorry für allfälliges Unwissen meinerseits... 😉
Vielen Dank aus der verschneiten Ostschweiz!
travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200607. Nov. 2017 ·
Hallo Thomas S aus H,
willkommen im Forum. Vier Woche habt ihr (knapp) Zeit. Das mag viel klingen, aber ihr nehmt Euch mMn viel zu viel vor. Camping hin oder her würde ich persönlich überall mind. 2 Nächte, in Swakopmund mind. 3 und im Etosha-Gebiet auch mindestens 3 einplanen. Ihr könnt den äußersten Süden und den hohen Nordosten kaum "sinnvoll" in dieser Zeit verplanen. Geholfen wäre Euch schonmal, wenn ihr Lüderitz auslasst. Dann hättet ihr als geografische Eckpfeiler Sossusvlei/Sesriem im Süden, Damaraland im Nordwesten und Zentral-Caprivi im Nordosten. Das könnt ihr gut mit 3,5 Wochen füllen.
Eine Idee, wobei ich natürlich keinen richtigen Schwerpunkt von Euch kenne (Tierwelt vs Landschaft etc) - Windhoek (1 Nacht) - Kalahari (2) - Sesriem/Sossusvlei (2) - Swakopmund (3) - Damaraland (2) - Etosha von West nach Ost (1+2+2) - Ost-Caprivi (2) - Zentral-Caprivi (2) - Tsumeb-Gegend (1) - Waterberg, Okonjima o.ä. (2) - bei Windhoek (1)
Zu Deinen Fragen:
- Lohnt sich der Abstecher nach Lüderitz? Oder besser diese Zeit für Kalahari/Naukluft/Lake Oanop/Sesriem/Damarland einsetzen? Lüderitz ist bei vielen Touren Empfohlen, Oanop, Naukluft jedoch selten. Städte haben wir jedoch auch bei uns Zuhause... 😉
ja, aber mindestens 2 Nächte dort oder z.B. in Aus. Dann würde ich aber auch Fischflusscanyon und die D707 mitnehmen. Da seid ihr dann bei fast einer Woche..
- Welche Strecke ist lohnenswerter/zu empfehlen: Swakopmund - C34 bis Torra Bay - Springbockwasser - Palmwag oder eher Swakopmund - Henties Bay - C35 Uis - bis in die Region des Damaraland Camp
Brandberg/Uis. Die andere bietet v.a. Einöde und Nebel, aber von der eigentlichen Skelettküste (Wracks etc) werdet ihr kaum was mitbekommen.
- Ist die Strecke vom Etosha (700km/8h) in einem Tag bis nach Bagani möglich, dumm oder beides? :-D Wo könnten wir auf dieser Strecke einen lohnenswerten Kurzstopp einlegen?
700 km sind keine 8 Stunden. Nördlich des Veterinärzauns ist ein Großteild der Teerpad 80 km/h wegen Elefanten, Schulen, Menschen, Nutzvieh auf den Straßen. Da würde ich eher mit 60-70 km/h als Durchschnitt rechnen.
- Sind die Campingplätze um den Etosha besser als diejenigen im Park? Oder was ist der Vorteil von einer Übernachtung ausserhalb des Parks?
Bin selber kein Camper, aber was sich so mitbekomme sind die privaten definitiv besser. Schon alleine die Anlage der Campsites in Etosha (Olifantsrus mal außenvorgelassen) ähnelt eher einem Platz an der Ostsee... also komplett unytpisch für Namibia, wo die meisten Plätze großzügig und v.a. klein sind. Für mich einziger Grund im Park zu nächtigen wäre das beleuchtete Wasserloch in Okaukuejo und Halali. Ich persönlich ziehe Halali dem von Okaukuejo, nicht unbedingt wg. der Sichtungen, aber wegen der "Stimmung", vor.
Beste Grüße aus Windhoek Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Randfontein568 Beiträge · seit 201407. Nov. 2017 ·
Ob die Wasserlöcher in Okaukuejo/Halali im März/April viel hergeben, ist eher fraglich. Wird Namibia nicht von einer ausfallenden Regenzeit heimgesucht, ist um diese Jahreszeit oft "tote Hose" an den Wasserlöchern. Also selbst rumfahren und Tiere entdecken (macht eh mehr Spaß)! Dann ist allerdings die Überlegung wichtig, ob man den "Luxus" der besseren Campsites/Lodges außerhalb bevorzugt, oder den "Luxus" von frühmorgendlichen oder spätabendlichen Sichtungstouren. Die bürokratische Einreise in den Etosha-Park, womöglich in einer Schlange Gleichdenkender, soweie die rechtzeitige Rückkehr ins Camp außerhalb limitieren die eigenen gamedrives schon auch. Ideal finde ich immer die Kombination aus beidem, das wird jedoch evtl. auch zur Zeitfrage.
Dein Abstecher nach Lüderitz erscheint mir unrealistisch. Von der Kalahari bis nach Lüderitz und von dort nach einer Übernachtung bis Sesriem ist eine ziemlich lange Strecke. Und wenn doch machbar, eher kein Erlebnis, das man üblicherweise mit Urlaub assoziiert. Realistischer wäre jeweils eine Zwischenübernachtung einzufügen. Die Strecke nach Lüderitz ist zwar Teer aber lang. Der Weg nach Sesriem ist zum großen Teil Schotterpiste (die erste auf Eurer Reise (und überhaupt?)). Das zieht sich. Mir hat Lüderitz sehr gefallen und ich finde es fast etwas schade, dass es so weit ab vom Schuss liegt, dass ich da wohl nicht mehr hinkommen werde. Missen wollte ich es aber nicht. Ich vermute, Ihr müsst Euch entscheiden, ob Ihr Lüderitz oder Caprivi machen wollt. Das jeweils ander macht Ihr dann beim nächsten Mal 😉
Solltet Ihr in den Süden fahren, würde ich den Fishriver Canyon auch noch „mitnehmen“.
Gruß
Thomas
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MAMarkus6151’042 Beiträge · seit 201608. Nov. 2017 ·
Hallo,
Randfontein schrieb: Ob die Wasserlöcher in Okaukuejo/Halali im März/April viel hergeben, ist eher fraglich. Wird Namibia nicht von einer ausfallenden Regenzeit heimgesucht, ist um diese Jahreszeit oft "tote Hose" an den Wasserlöchern.
Dieses Jahr im April gab es noch viel Wasser im Park, erkennbar auch an den total verdreckten Autos (wenn man auch mit hoher Geschwindigkeit durch diese Gipspampe fahren muss ist das Auto nachher von unten bis oben voll davon). Trotzdem waren an den Wasserlochern auch viele Tiere zu sehen. Elefanten und Nashörner vor allem abends in der Dämmerung oder nachts. Am einzigen Wasserloch an dem ich keine Aktivitäten (oder nur sehr weit entfernte Antilopen) sehen konnte war Olifantsrus.
Randfontein schrieb: Also selbst rumfahren und Tiere entdecken (macht eh mehr Spaß)!
Spaß macht das schon, aber ob man da Tiere entdeckt ist auch Glückssache... Ich habe es dieses Jahr hin bekommen ca. 70 km durch den Etosha zu fahren ohne ein Tier zu entdecken. An den nächsten Tagen dann aber wieder ganz viele (vor allem viele Löwen am letzten Tag).
Randfontein schrieb: Dann ist allerdings die Überlegung wichtig, ob man den "Luxus" der besseren Campsites/Lodges außerhalb bevorzugt, oder den "Luxus" von frühmorgendlichen oder spätabendlichen Sichtungstouren.
Olifantsrus finde ich toll, naja die Sanitären Anlagen könnten besser in Schuss gehalten werden aber der Campsite ist schön. In Okaukuejo und Halali bevorzuge ich die Chalets (man darf nur nicht zu hohe Ansprüche stellen).
Randfontein schrieb: Die bürokratische Einreise in den Etosha-Park, womöglich in einer Schlange Gleichdenkender, soweie die rechtzeitige Rückkehr ins Camp außerhalb limitieren die eigenen gamedrives schon auch.
Da ich immer im Park übernachte komme ich auch meistens erst Mittags am Gate an. Da war dann bisher nie viel los. Man wird ja bei der "Ein- und Ausreise" kontrolliert, ich hätte wenig Lust da viel Zeit zu "verbraten", muss aber zugeben, dass ich ungerne warte oder im Stau stehe. Das gleiche hat man ja bei Sesriem. Während man vom Campsite schon 1 Stunde früher durch das innere Tor fahren kann wartet "draußen" eine Schlange von ca. 20-30 Fahrzeugen auf Einlass.
Randfontein schrieb: Ideal finde ich immer die Kombination aus beidem, das wird jedoch evtl. auch zur Zeitfrage.
Ideal finde ich eine Kombination aus Camping und Lodges. Vor allem wenn man sich wie z.B. in Halali auch als "Chaletbewohner" selbst gut versorgen kann...
Gruß Markus
Thomas S aus HThemenstarter3 Beiträge · seit 201709. Nov. 2017 ·
Hey liebe Helfer! Da sprudeln die Infos ja wie verrückt! Danke schon mal.
Wie vermutet haben wir uns da wohl ein ziemliches Programm vollgepackt. Lüderitz und Kalahari ist raus. 🙁 Aber jetzt hat meine Reisebegleitung und Herzensdame noch die Vic Falls auf die Wunschliste gesetzt 😄 Zudem hat mir eine Freundin, welche Verwandte in Caprivi hat (Lianshulu Lodge), empfohlen dafür genügend Zeit zu reservieren da Sie selbst dort viele Tiere gesehen hat.
Reisetag / Reisestrecke 1 Ankunft WDH Mietauto abholen (ev. direkt losfahren) 2-4 WDH - Sesriem, Düne, Naukluft NP 5-6 Fahrt&Aktivitäten Swakopmund 7-8 Fahrt nach Damaraland Camp Ausflüge aus dem Damarland Camp 9-13 Fahrt und Aufenthalt Etosha; Okaukuejo, Camp, Halali Camp, Namutoni Camp Etosha Pirschfahrten etc 14 Fahrt nach Rundu oder etwas weiter 15-18 Region Caprivi, Bwawate NP, inkl. Tagesausflug Kasane-VicFalls-Kasane 19 Rückfahrt aus Caprivi raus 20-21 Fahrt nach Grashoek, Aktivitäten in Grashoek 22-24 Fahrt nach Region Waterberg / Okonjima Reserve Aktivitäten in der Region 25 Reservetag 26 Fahrt nach WDH Rückgabe Fahrzeug 27 Rückflug
Fragen:
Sieht der Zeitplan nun realistischer aus?
Gibt es eine bessere Möglichkeit, die Vic Falls zu integrieren? Bsp. indem der Mietwagen in Kasane o.ä. abgegeben wird und wir per Flugzeug nach WDH retour reisen? Oder ist die Abgabe an einem andren Ort extrem teuer und daher uninteressant?
Müssen die Campingplätze auch bereits jetzt vorgebucht werden damit wir sicher einen Platz haben im März/April?? Oder gilt dies nur für die Lodges und Guesthouses?
Thomas S aus H schrieb:Zudem hat mir eine Freundin, welche Verwandte in Caprivi hat (Lianshulu Lodge), empfohlen dafür genügend Zeit zu reservieren da Sie selbst dort viele Tiere gesehen hat.
9-13 Fahrt und Aufenthalt Etosha; Okaukuejo, Camp, Halali Camp, Namutoni Camp Etosha Pirschfahrten etc 14 Fahrt nach Rundu oder etwas weiter 15-18 Region Caprivi, Bwawate NP, inkl. Tagesausflug Kasane-VicFalls-Kasane 19 Rückfahrt aus Caprivi raus
Gibt es eine bessere Möglichkeit, die Vic Falls zu integrieren? Bsp. indem der Mietwagen in Kasane o.ä. abgegeben wird und wir per Flugzeug nach WDH retour reisen? Oder ist die Abgabe an einem andren Ort extrem teuer und daher uninteressant?
Hi Thomas,
Lianshulu ist suuuuper. Deine Caprivi-Strecke könntest du wie folgt füllen: 1 Ü Rundu (habe keinen Geheimtipp, aber Hakusembe ist als Zwischenstopp ok) 1 Ü Divundu (Ngepi Camp) 2 Ü Lianshulu 2 Ü Kasane/Kazungula/Choberegion mit Tagesausflug VicFalls.
Wenn Du die VicFalls mitnehmen willst (gute Idee, wenn man eh so nah rankommt und sie noch nicht kennt), brauchst Du aber min. 2 Ü in der Region. Eine Bootsfahrt auf dem Chobe und einen Game Drive im Chobe NP solltet Ihr dann auch machen. Von dort aus erschien mir aber ein Tag zum Rausfahren aus dem Caprivi etwas knapp.
Die Reise in Kasane zu beenden, ist durchaus eine Alternative. Dabei könntet Ihr auch die Flugvariante über Johannesburg in Betracht ziehen Europa-JNB-WDH und zurück BBK-JNB-Europa. Die Wagen-Rückgabe in Kasane ist durchaus finanzierbar. Und wenn Ihr dadurch den Spielraum gewinnt, viel Entspannter die Caprivi-Region oder Stationen davor zu erkunden, ist das eine gute Alternative. Die Fahrt durch den Caprive finde ich auch ziemlich nervig, weil man ewig schnurgeradeaus fährt und wenig bis gar keine Abwechslung hat. Das muss ich nicht zweimal im Urlaub haben, wenn ich es vermeiden kann.
Gruß
Thomas
Wir haben es beim letzten Mal genauso gemacht, weil wir für den Urlaub nur 2 Wochen hatten.
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