Welcher Routenplaner mit realistischen Zeitangaben

4 Antworten · 3'817 Aufrufe · gestartet 05. Nov. 2017 von Afrika2018
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ThemenstarterGast05. Nov. 2017 · #1
Welchen Routenplaner ist für die Planung zu empfehlen. Mir geht es um realistische Zeitaben zu den Entfernungen

Ich benutze eigendlich immer Google Maps.

Aber wenn ich z.B die Entfernung von Grootfontain nach Halali eingebe (237 km) bekomme ich hier bei Google Maps 3 Stunden angezeigt. Als Gegenprobe bei ViaMichelin für die 237 km 5,2 Stunden.
Eine riesige Differenz!
Hier denke ich liegt ViaMichelin richtig weil man im Etosha ja nur sehr langsam fährt.

Leider kennt ViaMichelin viele Ziele die ich eingegeben habe nicht.

Welchen Routenplaner nutzt ihr zum planen?
766 Beiträge · seit 200705. Nov. 2017 · #2
Hallo Afrika2018,

ich benutze die Tracks4Africa. Ich habe die Papierkarte und die Karten fürs Pad/Phone gekauft. Auf der App sind sehr viele Kontaktdaten von Campsite/Lodge/Tankstellen usw. auch drauf.

Mir genügt das und ich bin dann auch auf Tour ausreichend ausgerüstet.
Das Garminsystem habe ich zum Geocachen und manchmal greife ich bei kleineren Wegen auf die Karte des GPS zurück. Nur für zeitliche Routenplanung ist mein Garmninsystem nicht geeignet. Muss auch nicht, da mir Tracks4Africa genügt.
Liebe Grüße Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
172 Beiträge · seit 200705. Nov. 2017 · #3
Nach meiner Erfahrung sind die Zeitangaben auf der T4A-Papierkarte ganz brauchbar, dh. realistisch - wenn nicht gerade ne Strasse weggeschwemmt wurde 😉 oder so.

Leider fehlen diese Zeitangaben auf derT4A Softwarekarte im iPad/Tablet. Dafür ist das iPad halt sehr praktisch weil man damit im Fingerstreich zoomen kann und sich so die ganze Rumfalterei der Riesenkarte im Auto erspart.

Mit der Kombi Karte/Software kommt man zwecks Planung und Orientierung eigentlich nach meiner Erfahrung gut klar.
Und ich denke das ist auch das Konzept des Herstellers.

Die Zeitangaben oder echtes Routing mit der T4A-App sind aber ganz oben auf der wishlist. Nicht nur bei mir denke ich.

Man wird sehen.

Die Googlemapsangaben sind rel. grob und nur im Bereich Terpad einigermassen brauchbar, imho.

Bin gespannt auf andere Erfahrungen/Empfehlungen...
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2017
2'847 Beiträge · seit 201105. Nov. 2017 · #4
Hallo Afrika,

zur Planung nutze ich "HERE wego" - da werden mir für 238 km 3,42h angezeigt, schon bis Tsumeb (138km) 2.57 h, von Halali auf die B1 (107km) 2.15h.
Vor Ort nutze ich die "Scout" App als Navi.
Die G.Maps-Zeiten finde ich (fast) grundsätzlich zu knapp bemessen.

VG Strelitzie
Gast05. Nov. 2017 · #5
Hallo,
Afrika2018 schrieb:Aber wenn ich z.B die Entfernung von Grootfontain nach Halali eingebe (237 km) bekomme ich hier bei Google Maps 3 Stunden angezeigt.
Du hast 160km auf Asphalt bis zum Parkeingang. Weil Tsumeb auf einer Umgehungsstraße umfahren wird, ist das in knapp 1,5 Stunden realistisch. Dann noch mal 80km im Park bei max 60km/h. 3 Stunden Fahrzeit sind bei zügiger Fahrweise und ohne Fotostops realistisch.

Ganz allgemein: Mehr als 1 Milliarde Menschen hat ein Android Smartphone - vielen davon nutzen Google Maps. Google misst seit Jahren einfach, wie lange Menschen in der Realität wann für bestimmte Streckenabschnitte brauchen. Google weiß dann auch, dass bestimmte Strecken zu bestimmten Jahreszeiten oder Tageszeiten länger brauchen und kann wegen breiterer Datenbasis besser als alle anderen in Echtzeit den aktuellen Verkehr einrechnen. Etwas was T4A- und OSM-basierende Navigation grundsätzlich nicht kann und insofern ist Google in der Regel präziser als alles andere. Bei exotischen Strecken und in Ländern mit schlechtem Mobilfunknetz* hat Google aber eventuell nicht genug Daten gesammelt und fällt dann wie alle andere Navidienste auf einen Modus zurück, wo dann auf Basis von Straßenkategorien usw. eine theoretische Kalkulation erfolgt. Das Dumme ist, dass man nirgends sehen kann, ob die jeweils ausgeworfene Zeitangabe auf gemessenen Werten oder eine theoretischen Kalkulation basiert. Ich würde aber vermuten, dass Google in Namibia bestenfalls für Hauptstrecken wie Windhoek-Swakopmund genug Daten hat. Der Rest dürfte ehere theoretisch kalkuliert und damit genau so fehlerträchtig wie bei anderen Navi-Diensten sein. Im Zweifelsfall halt den Mittelwert von verschiedenen Diensten nehmen.

Beste Grüße

Guido

* Von der Abdeckung her hat Namibia angesichts der wenigen Menschen ein sensationell gutes Mobilfunknetz, aber der Datendurchsatz ist außerhalb größerer Städte in der Fläche nahe null, was sich auf die Google-Maps-Nutzung auswirken dürfte.