Pol Filter immer in Namibia ?

32 Antworten · 6’849 Aufrufe · gestartet 04. Nov. 2017 von Mustang05
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1’014 Beiträge · seit 201605. Nov. 2017 ·
Sehr schickes Foto, das muß Dir der Neid lassen.
Aber wenn es keine relativ dunkle Umgebung ist wie bei Dir, kommt man leider um einen Filter nicht drum rum. Und da der TO entschlossen scheint, Filter anzuschaffen wollte ich das Augenmerk auf die wenigen Filtertypen lenken, die bei der Digitalfotografie sinnvoll einsetzbar sind. Ein hochwertiges Objektiv ist natürlich immer eine sinnvolle Anschaffung, gutem Glas kann ich nur
schwer wiederstehen 😗 Das Problem des TO liegt aber nicht am Material, denke ich.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2017
1’079 Beiträge · seit 201605. Nov. 2017 ·
Hallo Wolfgang.
Wenn man Blendenautomatik einschaltet, Belichtungszeit manuell vorwählt (in diesem Fall ca 1/10 sec) die Empfindlichtkeit erhöht, dann wählt die (Blenden)automatik die richtige Blende (in diesem Fall hohe Blendenzahl=gute Tiefenschärfe), um ein korrekt belichtetes Foto zu erstellen.
LG
Ernst
7’357 Beiträge · seit 200605. Nov. 2017 ·
... ich habe "Blendenautomatik" überlesen und bin von gleicher Blende ausgegangen ... vergiss meinen Einwand ... 😉
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1’079 Beiträge · seit 201605. Nov. 2017 ·
Hallo Yanjep!
Dein Einwand mit der hellen Umgebung mag möglicherweise stimmen, aber anbei noch ein Foto von mir ohne irgendeinen Filter.
Muster2.jpg
Südafrika, Scaborogh Beach (glaub nicht, dass das richtig geschrieben ist) mittags
EOS 50D, Canon EF 70-200/4.0 (das weisse Röhrchen) Schärfe leidet etwas durch der Komprimierung, Original ist rattenscharf und hat 44MB.
Ich denke, das Problem des TO ist wirklich sein Objektiv. Meist ist die 700D im Bundle mit einem etwas günstigeren Objektiv angeboten worden. Seines kostet in Ö bei Geizhals 128,- Euronen. Ich konnte mir damals auch nicht sofort Gehäuse und Linse gleichzeitig kaufen - zu teuer. Die Tatsache, die viele nicht wissen (können), dass preisgünstige Linsen oft aus Kunststoff (Plastik) angefertigt werden, ist leider Realität. Gutes Glas kostet halt (leider 🙁 ) In meinem Fall, wie schon erwähnt, schlappe 890,- Euronen
LG
Ernst
PS: Das weisse Röhrchen wie beschrieben ohne IS (Stabilizer) gibt es in Ö bei Geizhals im Moment um seeeehr günstige 499,--. Warum kein IS:? das Rohr wiegt nur ca. 700g und ich war immer froh bei meinen Reisen kein unnötiges Gewicht herum zu schleppen.
1’014 Beiträge · seit 201605. Nov. 2017 ·
Das ist einfach Physik: ISO ist bei maximal 50 am Ende, die Blende irgendwann auch maximal geschlossen (und über den Punkt, wo Beugungsunschärfe eintritt), wenn es dann hell ist und die Belichtungszeit lang, ist es halt überbelichtet.
Aber welchen Objektivfehler erkennst Du auf dem Bild des TO, bzw. wie könnte das Problem, daß ihm der Himmel nicht blau genug ist, mit einem anderen Objektiv gelöst werden? Zumal er die Entwicklung Deines raw-Bildes und den wolken- und kontrastreichen Himmel von Wolfgangs Bild nicht berücksichtigt hat und davon ausgeht, mit einem Filter hätte sein Bild mit einer ganz anderen Ausgangslage (jpag out of cam, kein Wölkchen am Himmel, vermutlich Hitzeflimmern) auch so ausgesehen. Wenn ich wirklich etwas empfehlen möchte, dann "Die goße Fotoschule" von Rheinwerk oder ein anderes gutes Buch für Einsteiger, um sich mit den Grundlagen der Digitalfotografie vertraut zu machen.

Yanjep

Aber Du hast recht, die 70-200 von Canon sind, egal in welcher Version, richtig klasse. Damit kann man nichts falsch machen.
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2017
1’079 Beiträge · seit 201605. Nov. 2017 ·
Ich bin ganz bei dir. Gute Grundkentnisse über das Thema Digitalfotografie sind einmal Voraussetzung, um gut belichtete Bilder zu erstellen.
Zum Thema Hardware (Objektive). Wie bereits im Thread von mir beschrieben gibt es einfach einen Unterschied zwischen hochpreisigen (hochwertigen) und eher günstigen Objektive. Das beginnt bei Randunschärfen und hört irgendwann einmal bei Farbverschiebungen (vor allem an den Rändern) auf. Ich hatte wirklich den Vergleich. Gleiches Motiv, gleiches Gehäuse, gleiche Einstellungen. Das Resultat mit dem teuren Objektiv war um Klassen besser. Ich habe dann die beiden (unterschiedlichen) Bilder in meiner Firma auf einem Fotodrucker ca 80 x 120 cm ausgedruckt. Der Unterschied war eine Wucht. Brillanz und Schärfe waren mit dem teuren Objektiv unglaublich. Das Thema Randunschärfe zieht sich natürlich nicht unbedingt sofort sichbar, durch das gesamte Motiv. Aber gefühlt sind die Bilder dann irgenwie unscharf und "grieslig". (Kommt von Gries!) Nicht umsont sind wirklich hochwertige Gläser sauteuer. Profis verwenden aber solche Rohre und man denkt sich dann, wie machen die so tolle Bilder?
Dass natürlich die besten und teuersten Kisten und Gläser das Gespür für ein tolles Bild nicht ersetzen können, ist aber auch klar.
LG
Ernst
391 Beiträge · seit 201506. Nov. 2017 ·
Hi Dennis,

Nicht dass es böse gemeint ist, aber deinen Fotos fehlt es an keinen technischem Material, deine 700D ist gut und das 18-55 sowie das 70-300 von Tamron sind prima Objektive für tolle Fotos.
Wenn ich dein Ausgangsbild sehe, dann fehlt meiner Meinung nach eher das fotografische Grundwissen und die Zusammenhänge, denn dein Foto wär auch mit einem 70-200er oder einer 5DIII nicht besser geworden, um keinen Deut.
Das ist eine sehr schwierige (um nicht zu sagen miese) Fotosituation, Gegen das Licht und bei hochstehender Sonne - da kommt einfach kaum was gutes dabei raus.
Was du mit Tiefenschärfe meinst, ist mir nicht ganz klar - Tiefenschärfe wirst du aber nicht gemeint haben.

Versuchs mal ein wenig z.B. auf www.fotolehrgang.de

PS: Und vergiss den Polfilter, damit machst du potenziell mehr kaputt als es hilft. Und bloss keinen UV-Filter nehmen!
Themenstarter339 Beiträge · seit 201506. Nov. 2017 ·
Hi zusammen,
Das eingestellte Foto war vielleicht schlecht gewählt und das es mir an ausreichend Fachkenntnis fehlt ist mir auch klar.
Mir ging es hauptsächlich um den Einsatz eines Polfilters.
Ich habe schon in mehreren Berichten gelesen,dass der Filter bei Landschaftsaufnahmen unverzichtbar wäre.

Diese Beispielbilder von mir sind ohne Filter und Fotoshop entstanden.(Damit bin ich als Laie zufrieden)
Meine Frage hätte vielleicht lauten sollen.
Hätte ein aufgesetzter Polfilter eine positive Auswirkung auf diese Bilder gehabt ?
IMG_2565.JPGIMG_4297-2.JPG
Grüße
Dennis
Reisebericht Mosambik 2018 Reisebericht Namibia 2016 Campsitebewertung Reisebericht Namibia 2017 Südost,Südwest&KTP Afrikareisen: Ghana,Burkina Faso,3xNamibia,Botswana,Simbabwe,Südafrika,Mosambik,Ägypten,1993 Kenia&Tansania,
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2017
1’014 Beiträge · seit 201606. Nov. 2017 ·
Die Bilder sind doch gut geworden, ob es mit einem Polfilter besser bzw. anders geworden wäre, keine Ahnung.
Ein Polfilter kann positiven Einfluß haben, wenn die Sonne im richtigen Winkel scheint. Unverzichtbar ist er sicher nicht.
Da mit Digitalkameras, anders als bei Wolfgangs analogen Zeiten, wesentlich mehr und spontaner fotografiert wird, weil keine teuren Filme und Entwicklungskosten anfallen besteht die Gefahr, daß ein Polfilter als "Immerdrauf" im Eifer des Gefechts nicht richtig auf die Bildwirkung hin gedreht und das Bild versaut wird. Außerdem kostet Dich der Polfilter Licht, läßt Du ihn drauf kann es bei schon mal eng werden mit Fokussierung und Verwackelung, zumal Deine Objektive solide aber keine Lichtwunder sind.
Du kannst Dir ja einen Polfilter kaufen und dann (möglichst vor der nächsten Reise) ausprobieren, wie und wann Dir die Wirkung zusagt. Du siehst die Wirkung im Sucher, immer erst den Bildausschnitt festlegen und fokussieren, dann so lange drehen, bis es paßt bzw. Du siehst, ob überhaupt eine positive Wirkung eintritt.
Und probiere vielleicht mal aus, im raw-Format zu fotografieren und die Bilder mit dem der Kamera beiliegenden Programm DPP zu entwickeln. Du wirst staunen, was aus den Bildern beim Entwickeln (das ist keine Manipulation a la Photoshop) herausgeholt werden kann.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2017
391 Beiträge · seit 201506. Nov. 2017 ·
Das sind doch klasse Bilder!

Der Filter ist überhaupt nicht "unverzichtbar", im Gegenteil, er ist gerade bei Landschaftsaufnahmen sehr verzichtbar. Dort entstehen nämlich (fast) nur die positiven Effekte, die garantiert und 100%ig auch nachträglich noch bearbeitet werden könnten.
Es können bei falscher Anwendung (z.B. Circ. Pol-Filter) oder bei Weitwinkel (ab ca. 24mm KB, sehr stark bei UWW) oder auch bei zu offener Blende (<f8) sehr viele Fehler entstehen, z.B. typisch diese Abschattungen im Himmel:
http://belindashi.com/wp-content/uploads/2014/04/CPL-bad-examples-001-600x400.jpg

Ausserdem verliert man viel Licht, insbesondere bei den günstigen Filtern unter 100€ (bis zu 70% - bei guten/teuren Filtern nur ca. 10-20%), in vielen Fällen auch eine Verschiebung der Farbtemperaturen weil die Lichtdurchlässigkeit nicht gleichmässig über das ganze Spektrum ist.

Pol-Filter setze ich hauptsächlich bei unerwünschten Reflexionen ein. Das ist etwas, was sich nachträglich nämlich nicht bearbeiten lässt.