Nachdem meine Firma wieder einmal auf die glorreiche Idee kam uns einen Betriebsurlaub auf´s Auge zu drücken stellte sich uns schon frühzeitig die Frage, was machen wir im diesem Jahr. 😮 😕 Da meine Freundin von Ihrem ersten Afrikaurlaub in Tansania begeistert war, keimte in mir die Idee von einer 2-Wöchigen Tour nach Kenia. Der August würde sich anbieten, da sich zu diesem Zeitpunkt die Migration in der Massai Mara aufhalten sollte. Möglicherweise würden wir sogar das ein oder andere Crossing am Mara River erleben können. Meine Freundin hielt das auch für eine gute Idee und so machte ich mich bereits im Dezember letzten Jahres daran eine geeignete Tour auszuarbeiten. Diese Tour stellte sich dann wie folgt dar:
8.8.07 – Flug nach Nairobi – Hotel Khewza 9.8.07 – Nairobi Giraffe Center anschließend Nairobi Nationalpark – Hotel Khweza 10.8.07 – David Sheldrick Foundation anschließend Fahrt zum Lake Nakuru – Hotel Marvin 11.8.07 – Lake Nakuru Nationalpark – Hotel Marvin 12.8.07 – Fahrt zum Lake Naivasha – Bootsfahrt Lake Naivasha – Sweet Lake Resort 13.8.07 – Hell´s Gate Nationalpark – Sweet Lake Resort 14.8.07 – Fahrt in die Massai Mara, Sekenani Gate – Camp Kimana 15.8.07 – Massai Mara Nationalreserve – Camp Kimana 16.8.07 – Massai Mara Nationalreserve – Camp Kimana 17.8.07 – Massai Mara Nationalreserve – Camp Kimana 18.8.07 – Massai Mara Nationalreserve, Talek Gate – Crocodile Camp 19.8.07 – Massai Mara Nationalreserve – Crocodile Camp 20.8.07 – Massai Mara Nationalreserve, Talek Gate – Aruba Camp 21.8.07 – Massai Mara Nationalreserve – Aruba Camp 22.8.07 – Massai Mara Nationalreserve – Aruba Camp 23.8.07 – Rückfahrt nach Nairobi, Besuch David Sheldrick Foundation und Rückflug
Also buchten wir schon im Januar die Flüge mit Lufthansa und einem angenehmen knapp über 8 Stunden dauernden Direktflug und machten uns daran verschiedene Angebote einzuholen. Ich schrieb mehrere (ca. 15) Safariunternehmen in Nairobi an. Manche Operator antworteten schnell, manche gar nicht und einige erst kurz vor unserer Abreise. Die preislichen Unterschiede waren schon extrem. Es gab sogar Touroperator die mir extra Geld für das Fotografieren abknöpfen wollten. Schlussendlich entschied ich mich für wecam safaris, die mit einer der ersten waren die antworteten und preislich vollkommen im Budget waren. Die Inhaberin Mercy kümmert sich in der gesamten Vorbereitungszeit immer um uns. Es war ja schon ein komisches Gefühl einen ziemlich hohen Betrag nach Kenia zu überweisen an einen Touroperator den man nicht kennt und man nichts außer dem Schriftverkehr in der Hand hat. Aber es hat alles super funktioniert und ich kann Wecam Safaris uneingeschränkt weiterempfehlen. Mercy hat sich vor, während und nach der Reise immer um all unsere Belange gekümmert und alles zu unserer vollsten Zufriedenheit abgewickelt.
Die letztjährige Tour durch den Tarangire und die Serengeti hatte die Messlatte in Sachen Sichtungen sehr weit nach oben gelegt. Während der Wartezeit auf den Urlaub versuchte ich immer wieder die Erwartungen meiner Freundin nach den teils spektakulären Sichtungen im letzten Jahr in Tansania (hier nachzulesen: Crossings, Cats & Kills) etwas nach unten zu schrauben. Wohlwissend, dass es dieses Mal anders laufen könnte. Gebetsmühlenartig redete ich auf sie ein und erklärte immer wieder, dass man nicht weiß was ein Game Drive bringen wird … ein läppisches „jaja .. das wird schon“ ließ mich immer mehr verzweifeln. Schlussendlich waren die Sichtungen in diesem Jahr sogar noch einen Tick besser wie im vergangenen Jahr weil es wieder völlig Neues zu entdecken gab. Erst im Mai bemerkte ich, dass am Ankunftstag unserer Reise die Wahlen in Kenia stattfinden würden. Das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm und spielte bei meiner Planung keine Rolle. Natürlich wusste auch ich von den tödlichen Ausgängen der vorletzten Wahl und so kam ein leicht mulmiges Gefühl in mir auf. Aber es ließ sich jetzt nicht mehr ändern und wir haben auch von den Wahlen oder irgendwelchen Demonstrationen nichts mitbekommen, obwohl unser Hotel in Nairobi ziemlich zentral gelegen ist. Nur am Lake Nakuru haben wir in der Nacht feiernde Anhänger von Uhuru Kenyatta gehört.
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Sodele, wie wir hier in Schwaben sagen, auf geht´s in das Land, das den Afrikavirus anno 1989 in mich gepflanzt hat. Ich würde mich freuen wenn uns einige auf unserer privaten Safari begleiten und mit uns den Lake Nakuru Nationalpark, den Lake Naivasha, den Hell´s Gate Nationalpark und die Massai Mara erkunden würden. Leider müssen Liebhaber unserer geflügelten Freunde mit spärlichem Fotomaterial rechnen. Macht euch dafür gefasst auf jede Menge Katzen, gefleckt und ungefleckt, die Big 5 mit ihrem Nachwuchs (wenn auch manchmal nimmer so klein) und Feinstaubalarm in der Massai Mara. Der Bericht wird aufgrund fehlender Hummeldumm Anekdoten sehr bildlastig sein. Ich hoffe trotzdem, dass sich einige mit uns in unseren Wagen setzen und die Reise mitmachen…
Starten möchte ich mit einem Bild, das alle Teile des Reiseberichttitels darstellt.
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Cheetahs, cubs & cars (auch wenn das Gepardenjunge, übrigens der Nachwuchs von Maleika, doch schon etwas größer ist)
Für alle die, die ohne das Geblubbere dazwischen lesen möchten scheint die Sonne oben rechts!
VLG Andy
Teil 211. Okt. 2017
09.08.2017 – Nairobi Giraffe Center & Nairobi Nationalpark
Nach einem angenehmen und ruhigen Direktflug mit der Lufthansa landeten wir um ca. viertel nach acht am Abend in Nairobi. E-Visa hatten wir bereits vorher besorgt aber trotzdem bildeten sich große Schlangen an den Einreiseschaltern. Grund war eine kurz zuvor aus Asien kommende, gelandete Maschine aus der zusätzlich eine Menge Leute ausstiegen. Als wir in der Schlange standen rief eine Beamtin, die für die Visa Überprüfung zuständig war, dass alle die ein E-Visa hätten auch am Schalter nebenan kontrolliert werden könnten. Wir also an den freien Schalter nebenan gegangen. Natürlich fühlte sich ein Wichtigtuerischer Immigrant Officer übergangen und wollte uns erklären, dass wir hier nicht anstehen konnten. Ich versuchte ihm zu erklären, dass uns seine Kollegin hierhin geschickt hatte aber er jedoch strafte mich mit Arroganz und einem bösen Blick. Bevor eine langwierige Diskussion entstand entdeckte er unsere e-Visas und plötzlich konnten wir doch an diesem Schalter kontrolliert werden. Ein mit uns gewechseltes Ehepaar ohne e-Visa musste sich wieder in der zuvor verlassenen Schlange anstellen und durfte nicht mit uns einreisen. So ging die Einreiseprozedur recht schnell vonstatten und wir konnten den Flughafen auch schnell verlassen. Seit meinem letzten Besuch 2013 hatte sich die Ankunft am Flughafen etwas verändert, wohl auch im Zuge der Terroranschläge. Wir fanden jedoch erwartungsgemäß den richtigen Ausgang wo unzählige Touroperator auf ihre Gäste warteten. Auch Mercy von wecam safaris war unter ihnen um uns in unser Hotel zu fahren. Als ich sie gesehen hatte fiel mir wirklich ein Stein vom Herzen, da wir die Safari ja nicht über ein Reisebüro gebucht hatten und somit vollständig auf uns selbst gestellt waren. Mercy hatte uns im Vorfeld versucht das mulmige Gefühl zu nehmen und dass alles korrekt ablaufen würde. Ein komisches Gefühl blieb trotzdem immer. Erst mit der herzlichen Begrüßung waren alle Zweifel wie weggeblasen. Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben bei wecam safaris und das sollte sich auch im Laufe der Tour nicht mehr ändern. 🙂 🙂 Durch das nächtliche Nairobi fuhren wir zu unserem Hotel. Im Vorfeld waren ja einige Zweifel aufgekommen ob der am Ankunftstag stattfinden kenianischen Präsidentenwahl und ich hatte mir schon die wüstesten Szenarien ausgemalt. Von Raubüberfallen auf das Auto oder dem Hotel bis zu Mord und Totschlag. Dabei verlief die Fahrt zum Khweza Hotel ruhig und ohne irgendwelche Vorkommnisse. Es waren kaum Menschen auf der Straße und dass heute eine Wahl stattgefunden haben sollte war nirgends zu erkennen. Lediglich viele Werbeplakate der Politiker wiesen auf die Wahl hin. Im Hotel angekommen erledigten wir die Restbezahlung der Tour. Auch hier muss ich wecam safaris sehr loben. Ich hatte die Tour in US$ berechnet und das Angebot auch in US$ erhalten. Die Anzahl erfolgte ebenfalls mit US$ zu einer damaligen Rate von 1:1,06. In der Zwischenzeit wurde der Dollar immer schwächer und die Gebühren für einen Wechsel von € in US$ immer höher. Ich überlegte die Restzahlung ebenfalls mit Azimo zu überweisen, die eine gute rate und wenig gebühren anboten. Die erste Überweisung in dem Falle war sogar gratis. Allerdings bereitete mir die Überweisung des kompletten Betrags zuvor etwas Bauchschmerzen. Schlußendlich war es so, dass mir wecam safaris anbot den Restbetrag in Euro zu bezahlen und mir dabei sogar den am Anreisetag gültigen Kurs anbot. Das fand ich sehr angenehm, da ich mir die Rennerei, Tauscherei und die Gebühren sparte. Dollar sind mittlerweile in Ostafrika nicht mehr zwingend notwendig. Euros werden überall gerne genommen und haben sogar einen besseren Kurs. Unser erstes Hotel in Nairobi hatte ich aufgrund der angepriesenen Dachterasse und der zentralen Lage gebucht. Es war ja zuerst geplant einen Tag mit Sightseeing in Nairobi zu verbringen. Dies war aber zu einem Zeitpunkt als ich die Wahlen noch nicht auf dem Schirm hatte. Nach Rücksprache mit Mercy von wecam safaris strichen wir den Tag in Nairobi und hängten einen Tag am Lake Naivasha an. Dies war defintiv die bessere Lösung! Das Hotel Khweza war das schlechteste Hotel unserer Tour und ich würde dieses Hotel defintiv nicht mehr buchen. Wir bekamen ein Zimmer im hintersten Eck, das nicht besonders sauber war. Die Dachterasse war zwar vorhanden jedoch wurde der Blick auf das Zentrum von Nairobi durch ein kurz zuvor erstellten Neubau völlig versperrt. Frühstück und Abendessen waren jedoch ausreichend und auch gut. Am nächsten Morgen trafen wir zum ersten Mal unseren Guide Peter. Von ihm hatte ich zuvor in verschiedenen Reviews bei safaribookings.com und tripadvisor nur Positives gelesen. Und so hoffte ich, dass sich dieses auch bewahrheiten würde. Wir fuhren dann zum Giraffen Center in Nairobi. Im Giraffen Center werden die seltenen Rothschild Giraffen aufgezogen und später teilweise wieder ausgewildert. Es ist zwar eine etwas zweifelhafte Institution aber ich fand es sehr interessant und amüsant. Die Helfer geben einem bereitwillig Auskunft und man merkt, dass sie für die Giraffen brennen. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn eine Giraffe mit ihrer langen blauen Zunge einem das Fressen aus der Hand nimmt. 📎 IMG_2186.JPG
Und wenn man auf dem oberen Plateu in 5 Meter Höhe steht und so einen riesigen Giraffenkopf auf einem zukommen sieht ist das schon beeindruckend. Wobei man auch Acht geben muss, weil die Giraffen ab und an versuchen einen mit dem Kopf zu stoßen. 📎 IMG_2212.JPG
Man kann dort bleiben so lange man will aber nach 1 Stunde ist die Geschichte wohl ausgereizt und so fuhren wir weiter in den Nairobi Nationalpark, in dem wir den restlichen Tag verbringen wollten.
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Fortsetzung folgt...
Teil 312. Okt. 2017
Fortsetzung...
Für mich und natürlich auch für meine Freundin war es der erste Besuch im wohl größten Zoo der Welt. Ich wusste, dass der Nairobi Nationalpark berühmt für seine Nashörner war und hoffte einige davon zu sehen. Mehr erwartete ich eigentlich nicht, da ich mir in meiner Unwissenheit nicht vorstellen konnte, dass in diesem Stadtnahen Nationalpark sehr viele Tiere leben. Im Nachhinein kann ich getrost sagen, dass der Nairobi Nationalpark wohl einer der meistunterschätztesten Parks in Kenia ist. Mir hat die Zeit dort unheimlich gefallen und die Situation mit Tieren im Vordergrund und den Wolkenkratzern der Stadt im Hintergrund hat schon ihren ganz eigenen Charme. Schade war nur, dass das Wetter nicht so richtig mitspielen wollte. Zwar regnete es nicht aber trotzdem war es immer irgendwie diesig und dunkel, dann lockerte es auf um nur wenige Minuten sich wieder zuzuziehen. Das blieb fast den ganzen Urlaub über so und besserte sich nur später leicht in der Maasai Mara. Wir fuhren also in den Park ein und die ersten Tiere die wir sahen waren keine Antilopen, Büffel oder Giraffen sondern ein Löwenpärchen, dass es sich nur 150 Meter vom Gate in trauter Zweisamkeit gemütlich gemacht hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Park bei mir schon gewonnen. Die beiden lagen da als könnten Sie kein Wässerchen trüben. Erst als 3 Büffel auf der anderen Straßenseite direkt auf sie zugingen wurden die beiden ungehalten und der Löwenpascha bekundete mit einem tiefen Knurren in Richtung Büffel sein Unbehagen.
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📎 IMG_9550.JPG Die Büffel, die unerschrocken auf die Löwen zumaschierten
Diese waren aber wenig beeindruckt und setzten Ihren Weg in Richtung Katzen fort. Ich vermutete schon eine Jagdszene und das wo wir grade mal 15 Minuten im Park waren. Schlussendlich wollten sich die Wildrinder doch nicht mit den Löwen anlegen, machten kehrt und trotteten in eine andere Richtung davon. Erholt von diesem „Schock“ machten sich die beiden Raubtiere daran Nachwuchs zu zeugen. Und das direkt neben der Straße. Wir waren völlig alleine mit den beiden und konnten so unserem Voyeurismus fröhnen.
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Der Löwenkater hatte einen wirklichen traurigen Blick. Ich denke, dass er schon einige Jahre auf dem Buckel hatte.
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Nach einiger Zeit fuhren wir weiter weil wir ja auch noch etwas mehr vom Park sehen wollten. Wir fuhren als vorbei am Nagolomon Wasserreservoir an dem sich viele Vögel versammelt hatten und gerade eine Herde Zebras eintraf in südlicher Richtung.
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Entlang eines kleinen Baches mit seinem Galeriewäldchen führte uns unser Weg zum Hipp Pool. Von dem dortigen Parkplatz aus machten wir eine kleine Wanderung entlang des Hippo Pool Trails bis über eine Brücke wo einige Massai Frauen mit ihren Verkaufsständen warteten. Das hätte nun nicht wirklich sein müssen aber die Unterhaltung mit den Frauen war dann doch amüsant. Tiere konnten wir außer dem ortsansässigen Krokodil und ein paar Zebras nicht entdecken. So musste der Ranger sich mit dem Zeigen von Impala- und Büffelködel zufrieden geben. 😄 😄
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Weiter ging es in südöstlicher Richtung zum Anthi Bassin Dam. Unterwegs entdeckten wir ein Schakalpärchen das verliebt mit einander schmuste.
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📎 IMG_9709.JPG Wie kann man nur so treu gucken??? 🙂
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Wenig später sahen wir 3 Löwenfrauen, die jedoch weit entfernt im Gras lagen.
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Nachdem wir den Dam halb umrundet hatten fuhren wir zuerst nördlich um dann wieder südlich abzuzweigen. Peter suchte einen Löwenpascha von dem er gehört hatte. Entdeckt habe ich ihn schließlich. Aber der Kater war zu weit entfernt und viel zu faul als dass wir uns dort lange aufhalten wollten. Langsam fuhren wir wieder in Richtung des Löwenpärchens. Im Bereich des Upper Karen Dams konnten wir in ziemlicher Entfernung 3 Nashörner entdecken die gemütlich äsend vor der Skyline Nairobis ihres Weges zogen.
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Leider gab es laut Guide Peter keine Möglichkeit näher an die Dickhäuter heranzufahren. Dann fuhren wir noch einmal zu den Löwen um zu sehen ob sich dort etwas getan hat. Diese waren immer noch am selben Platz und es stand nur ein weiteres Auto dort. So blieben wir den Rest des Tages bei den beiden und konnten noch mehrere Paarungen beobachten. Dabei tat das Pärchen uns den Gefallen immer in der Nähe der Straße zu bleiben.
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Irgendwie surreal war die Situation als ein Flugzeug den Nationalpark überflog und der Löwe den Kopf hob um nach dem Ursprung des Geräuschs zu spähen.
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Immer wieder fiel mir der traurige Blick des Löwenmännchens auf.
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Witzig war dann noch als eine Giraffe beim Rausfahren direkt neben uns auf der Straße lief und uns misstrauisch beäugte. Da sieht man erst wie groß diese Tiere sind.
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Zufrieden ob unseres ersten Tages verließen wir gegen 17:30 den Park und fuhren zurück ins Hotel. Da hatten wir doch schon einiges gesehen und so darf es ruhig weitergehen, dachte ich so bei mir. Nach einem reichhaltigen Abendessen bei dem wir ein Pärchen aus Freiburg kennenlernten verzogen wir uns früh ins Bett. Meiner Freundin ging es schon beim Abflug nicht besonders und die Klimaanlage im Flugzeug verbesserte die Situation nicht wirklich. So schleppte sie die ersten Tage eine Erkältung mit sich herum, die später in der Mara so richtig zuschlug.
10.08.2017 – David Sheldrick Foundation und Fahrt zum Lake Nakuru
In unserem Hotel wohnen anscheinend auch einige einheimische Familien als Dauergäste, die bis spät in die Nacht in ziemlicher Lautstärke Musik hörten bzw. Fernseh schauten. So war an allzu viel Schlaf nicht zu denken. Die Erkältung meiner Freundin breitete sich trotz Medikamente immer mehr aus. Sie hielt trotzdem tapfer dagegen und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Wir verließen nach dem Frühstück das Hotel Khweza. Da für heute „nur“ die David Sheldrick Foundation sowie die Fahrt zum Lake Nakuru auf dem Plan stand konnten wir uns etwas Zeit lassen. Das Elefantenwaisenhaus öffnet erst um 11 Uhr, daher frühstückten wir heute etwas später und ließen uns auch Zeit. Um 9:30 Uhr holte uns Peter ab und wir fuhren noch zum Geldwechseln und in einen Supermarkt um uns mit Getränken für unseren Privatgebrauch zu versorgen. Bereits am Vortag hatte ich festgestellt, dass in Afrika wie auch in der restlichen Welt ein Mensch ohne Handy wohl kein richtiger Mensch ist. Peter hing am vergangen Tag ständig am Handy und auch heute war das Mobilphone die wichtigste Utensilie. Zu diesem Zeitpunkt war ich zwar noch etwas verwundert aber es störte mich noch nicht. In den folgenden Tagen wurde das immer schlimmer. Meine Freundin und ich machten schon kopfschüttelnd Witze über diese Telefonsucht. Später am Lake Naivasha habe ich Peter dann darauf angesprochen und er erklärte mir, dass sich sein Sohn einen Tag vor unserer Ankunft bei einem Sturz einen komplizierten Armbruch zugezogen hatte und im Krankenhaus liegen würde. Daher müsse er jetzt viele Dinge übers Telefon klären. Er entschuldigte sich auch mehrmals deswegen. Für mich hörte sich das plausibel an, daher hatten wir auch Verständnis und hakten auch nicht weiter nach. Tatsächlich wurde die Telefoniererei im weiteren Verlauf weniger, wenngleich sie auch nie aufhörte. Jedenfalls waren wir schon kurz vor 11 Uhr am Elefantenwaisenhaus, wo wir uns nochmal mit Mercy trafen und den weiteren Verlauf der Reise besprachen. Es waren schon eine Menge Menschen anwesend und ich hatte schon Befürchtungen, dass man keinen guten Platz kriegen würde. Die Zeit mit den kleinen Elefanten verging wie im Flug. Allein die Szene wie die ganz Kleinen am Anfang auf den Platz gerannt kommen war diesen Besuch wert. Es war, als würden die Athleten die Manege stürmen.
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Die Elefanten kamen jeweils in Gruppen auf einen umzäunten Platz um dort von den Pflegern gefüttert zu werden. Natürlich finden die Kleinen auch an zu raufen und da sie sich auch an den Absperrungen aufhielten wurden sie immer wieder von allen Leuten angetatscht (auch von uns 🙁 😛 ). Das war schon etwas zweifelhaft aber wer will´s den Menschen verdenken, haben sie doch einmal die Möglichkeit einen Elefanten zu berühren. Das ist schon was ganz besonderes!!!
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Genauso wie manche Selfies, die hauptsächlich von asiatischen Jugendlichen gemacht wurden. Wie ich überhaupt die asiatischen Besucher als ziemlich respektlos und egoistisch empfand. Denen war es vollkommen egal ob man grade ein Bild machte oder möglicherweise mit auf ihrem Bild war. Hauptsache sie hatten eins.
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Die Elefantengruppen wechselten während einer der Pfleger monoton Informationen zu den einzelnen Elefanten zum Besten gab. Das mag sicherlich interessant sein, leider kann man den Erklärungen nicht konzentriert folgen, da die Elefanten einen vollständig in ihren Bann ziehen. Nach ca. 1 – 1,5 Stunden war der Spaß vorüber und die Elefanten satt.
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Nachdem wir die Patenschaft für einen kleinen Elefanten übernommen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Lake Nakuru. Zuerst mussten wir aber noch mal in die Innenstadt. Dort trafen wir zufälligerweise das Freiburger Ehepaar nochmals, die wir am Abend zuvor im Hotel kennengelernt hatten. Während wir uns unterhielten meinte Peter zu uns, dass er aufgrund eines Defekts das Fahrzeug tauschen müsste und wir mit einem Taxi zum Lake Nakuru fahren müssen. Nun gut, das war für uns kein Problem, da keine Mehrkosten entstanden. Wir kamen dann gegen 16:30 Uhr im Hotel Marvin in Nakuru an. Das Hotel lag direkt neben einer Polizeistation und machte einen sehr guten Eindruck. Auch die Zimmer sowie das Personal waren sehr angenehm. Im hauseigenen Restaurant konnten wir uns zum Abendessen irgendetwas von der Karte aussuchen. Da es meiner Freundin immer noch nicht viel besser ging verschwanden wir schnell wieder auf dem Zimmer. Ich sicherte meine Bilder und so entschwanden wir ins Reich der Träume. Morgen sollte es in der Lake Nakuru Nationalpark gehen und hoffentlich werden wir dann Nashörner sehen.
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Teil 519. Okt. 2017
11.08.2017 – Lake Nakuru Nationalpark
Außer ein paar feiernden Anhängern von Uhuru Kenyatta hatten wir eine ruhige Nacht. Wir treffen uns um 6:30 Uhr um in den Lake Nakuru Nationalpark zu fahren. Nach einem hervorragenden Frühstück steht auch schon alsbald Peter auf der Matte und wir fahren die wenigen Meter bis zum Nationalparkeingang an der Flamingo Road. Es ist schon irgendwie seltsam wie die Stadt Nakuru im Norden direkt an den Nationalpark anschließt. Wir passieren das Main Gate. Hier ist nichts los und Peter muss erstmal jemanden finden der uns unser Geld abknöpfen kann. Aber dann geht es weiter uns wir fahren weiter auf der Flamingo Road bis wir das ehemalige Main Gate erreichen. Dieses ist nach dem Hochwasser verlegt worden und im Moment nicht mehr in Betrieb. Später erzählte Peter uns die Story, dass hier ein Ranger von einem Löwen angegriffen und aufgefressen wurde. Daraufhin entschied die Parkverwaltung, weil sie nicht wussten welcher Löwe es war, alle männlichen Löwen im Park zu töten. Ich habe keine Ahnung, ob diese Story stimmt aber es hörte sich ziemlich gruselig an. Wir hatten den Lake Nakuru Nationalpark ausgewählt weil wir hofften dort Nashörner endlich einmal in nicht kilometerweiten Entfernung anzutreffen. Nachdem wir ja im Nairobi Nationalpark zwar auch welche gesehen hatten, diese aber sehr weit entfernt waren. Wir fuhren also in westlicher Richtung los. Leider hatte ich, wie so oft vergessen die Tour von Anfang an zu tracken, so dass mir die ersten Kilometer fehlten. Das Wetter spielte nicht wirklich mit und es war mal wieder etwas diesig, dennoch schaute vereinzelt auch einmal die Sonne heraus. Für Landschaftsaufnahmen find ich ja einen bewölkten Himmel viel interessanter als nur stupides Blau. Aber die Lichtverhältnisse waren zum Fotografieren von Tieren nicht wirklich geeignet. Schon kurz nach der Einfahrt fanden wir ein Spitzmaulnashorn, dass sich am Rande der Siedlung (Lake View) bewegte.
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Der Weg führte uns durch ein kleines Galeriewäldchen entlang dem Zaun in Richtung Babboo Cliff Viewing Point. Zuvor fuhren wir noch direkt an den See, wo wir das Auto sogar verlassen konnten. Das Hochwasser hatte sich schon wieder etwas zurückgezogen, jedoch bleiben viele abgestorbene Bäume zurück. Flamingos konnten wir leider keine finden und auch die restliche Tierwelt machte sich rar.
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Der Viewing Point am Baboon Cliff machte keinen einladenden Eindruck und so verließen wir ihn schnell wieder und umrundeten den Park in südlicher Richtung.
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In dem Park ging es teilweise sehr steil bergauf und bergab und wir wunderten uns über einen riesigen Truck mit Tansanischem Kennzeichen der sich mühsam durch den Park schleppte. Das Fahrzeug sah aus wie ein überdimensionaler Viehtransporter. In einem kleinen Wäldchen entdeckten wir dann eine Familie Breitmaulnashörner, die allerdings auch ziemlich weit entfernt in der Sonne dösten.
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Danach ging es steil den berg hinunter wo wir wieder 3 Nashörner in weiter Entfernung erspähen konnten. Eine Mutter mit einem Jungtier machte sich auf den Weg und wir hofften dass sie uns über den Weg laufen würde.
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Leider war dem nicht so und führte uns unser Weg weiter in Richtung Nakuru Airstrip. In diesem Bereich waren deutlich mehr Tiere unterwegs. Wieder fanden wir 3 Spitzmaulnashörner, die sich langsam auf uns zu bewegten, dann aber kurz vorher doch abdrehten und im Wald verschwanden.
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Ein einsamer Büffel tat uns leid, da er von unzähligen Fliegen umschwirrt wurde.
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Nach einem kurzen Abstecher zu den Makalia Falls entdeckten wir ein weiteres Breitmaulnashorn mit seinem Nachwuchs.
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Zuerst versteckte sich das Tier im Gebüsch. Wir ließen uns aber Zeit und da wir alleine waren und das Tier sich irgendwann an uns gewöhnt hatte wurde es doch neugierig und kam aus dem Gestrüpp heraus. Trotzdem war die Nervosität des Tieres immer noch spürbar.
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Und als ein weiteres Fahrzeug heranfuhr verzog sich der Dickhäuter wieder in den Busch. Wir fuhren auch weiter entlang dem östlichen Rand des Sees bis zum Main Gate. Meiner Freundin ging es mittlerweile wieder schlechter auch weil wir den ganzen Tag unterwegs waren. So verzogen wir uns nach dem Essen schnell auf unser Zimmer wo ich mich bis zum Einschlafen dem „Tag des Löwen“ auf dem National Geographic Kanal des TV widmete. Morgen fahren wir weiter zum Lake Naivasha und besuchen dort den Hell´s Gate Nationalpark.
Heute steht nur die kurze Fahrt zum Lake Naivasha und nachmittags eine Bootsfahrt auf eben diesem auf dem Programm. Meiner Freundin geht es etwas besser und weil die Strecke vom Lake Nakuru zum Lake Naivasha nicht sehr weit ist lassen wir uns morgens Zeit und frühstücken erstmal richtig. Gegen 9 Uhr verabschieden wir uns von dem freundlichen Personal des Hotel Marvin und fahren am Lake Elementaita vorbei in Richtung Lake Naivasha. Bereits gegen 10:30 Uhr erreichen wir Naivasha. Schon lange vor unserer Reise fragte mich mein Guide aus Uganda Stephen immer wieder, ob ich die Möglichkeit hätte Trikots für seine Fußballmannschaft (die er trainierte) besorgen könnte. Ich fragte also bei meinem Fußballverein nach und tatsächlich gab es dort viele Trikots, Fußbälle, Trainingsleibchen und vergessene Kickstiefel, die keiner mehr brauchte. Da wir dieses Jahr nicht campten und zusammen immerhin 92 kg Freigepäck hatten konnten wir einiges von diesem Fußballzeugs mitnehmen. Ich packte also 2 zusätzliche Taschen randvoll mit Fußballutensilien, darunter 4 komplette Trikotsätze, unzählige Fußbälle, Trainingsleibchen und Kickstiefel. Die etwas kleinere Tasche mit einem Trikotsatz wollte ich irgendwo in Kenya einem Fußballverein schenken. Die andere Tasche wollte Nelson, der Sohn von Stephen am Lake Naivasha abholen. Leider gab es vor dem Urlaub irgendwie ein Kommunikationsproblem und so war nicht sicher ob Nelson überhaupt kommen würde. Als wir durch Naivasha zu unserem gebuchten Hotel Sweet Lake Resort fuhren sah ich einer Seitenstraße einen Sportplatz auf dem einige Einheimische herumkickten. Ich bat Peter dort anzuhalten, damit wir die Sporttasche weitergeben konnten. Gesagt, getan … sofort wurden wir von unzähligen Kindern umringt. Die Einheimischen Kicker erklärten uns, dass am nächsten Tag ein Fußballspiel stattfinden würde und wir dann nochmal kommen sollten. Die Beginn des Spiels war irgendwie nicht so klar und wanderte von 15 Uhr nach 16 Uhr bis 17 Uhr. Aber das war eh kein Problem, da wir am nächsten Tag sowieso im Hell´s Gate Nationalpark unterwegs sein würden. Wir verschoben also die Übergabe auf den nächsten Tag und würden nach dem Besuch des Hell´s Gate Nationalparks nochmals zum Sportplatz fahren. Nach unserer Ankunft am Resort wollte Peter gleich weiter zur Bootsfahrt. Da es aber ziemlich diesig war und ich in den letzten Tagen die Erfahrung gemacht hatte, dass es gegen später immer aufriss und die Sonne heraus kam wollte ich die Bootsfahrt erst später machen. Wir richteten uns also erstmal in unserem Zimmer ein und erkundeten das Sweet Lake Resort. Hier war nicht viel los. Man sah kaum Gäste und das Mitte August. Ich war schon etwas verwundert. Die Zimmer war betagt aber sauber. Warum man uns aber bei dieser Besetzung und angesichts von über 100 Zimmern einen Raum im wirklich hintersten Eck gegeben hat, erschloss sich mir nicht wirklich. Aber abgesehen von der Strecke die wir daher laufen mussten schien es dort angenehm ruhig. Unsere Bootstour sollte gegen 15:30 starten und so hatten wir noch etwas Zeit uns im Pool zu vergnügen, das WiFi zu nutzen und etwas zu relaxen. Pünktlich war Peter da und wir fuhren zu einer Anlegestelle am Lake Naivasha. Dort herrschte bereits mächtig Trubel und eine Menge Menschen ent- und bestiegen die dort liegenden Boote. Als wir dort ankamen bemerkte meine Freundin, dass sie die falsche Fototasche eingesteckt hatte in der leider nur die Ladekabel drin waren. Peter und sie mussten also nochmal zurückfahren und die richtige Fototasche holen. Ich blieb derweilen an der Anlegestelle und fotografierte etwas. Auch der Lake Naivasha hatte deutlich Hochwasser was an den zahlreichen abgestorbenen Bäumen zu erkennen war.
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Nachdem meine Freundin wenig später wieder zurückkam konnten wir unsere Bootstour starten. Als ich diese Tour 2013 gemacht hatte gab es rund um Crescent Island sehr viele Pelikane. Diese waren dieses Mal leider nicht da. Am Lake Naivasha gibt es sehr viele Vögel und ich denke jeder Birder fühlt sich hier in seinem Element.
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Wir fuhren in Richtung Crescent Island und entdeckten eine Flusspferdfamilie und viele Vögel.
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An der Spitze von Crescent Island hielten wir auf einer kleinen Insel wo die Bootsführer einen Schreiseeadler anlocken wollten. Sie warfen also einen Fisch ins Wasser aber die auf den Bäumen sitzenden Adler juckte das wenig. Umso mehr einen Sattelstorch, der sich den angebotenen Fisch unter den Nagel rieß.
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Ich denke einige der Seeadler sind wahrscheinlich schon so übersättigt, dass sie nicht mehr auf jeden Fisch reagieren. Nachdem das nicht geklappt hatte fuhren wir weiter entlang Crescent Island bis zur nördlichen Spitze wo das Ganze wiederholt wurde und dieses Mal ließ sich der ansässige Adler auch locken.
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Nachdem des geklappt hatte fuhren wir langsam wieder zurück in Richtung Anlegestelle, vorbei an einigen Fischern, die nicht weit von einigen Flusspferden durch den See wateten um zu fischen. Aufgrund von Nachfragen meinerseits ob das nicht gefährlich wäre sagte unser Bootsführer, dass es hier immer wieder Angriffe und Tote geben, da die Flusspferde sehr territorial sind. Die Bootstour dauerte ungefähr 1, 5 Stunden und war sehr schön.
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Den restlichen Tag entspannten wir im Hotel. Beim Abendessen stellten wir verwundert fest, dass außer uns keine anderen Gäste anwesend waren. Wir saßen völlig alleine in dem riesigen Speisesaal. Nur zwei Hotelkatzen leisteten uns Gesellschaft. Das Essen war ok aber nicht der Burner. Nelson hatte sich immer noch nicht gemeldet und ich fragte mich ob ich die Tasche mit dem Fußballzeugs überhaupt loswerden würde. Wir wunderten uns wie sich ein Hotel dieser Größe halten kann, wenn im August nur 2 Gäste anwesend sind. Nach dem Essen gingen wir auf unser Zimmer und versuchten zu schlafen. Leider gelang das nicht, da es anfing zu stürmen und irgendwo auf dem Dach ein Blech anfing Geräusche von sich zu geben. Dieses Geklappere war echt nervtötend. Wir steckten uns Ohrenstöpsel ein und schliefen dann gottseidank irgendwann ein. Morgen geht´s in den Hell´s Gate Nationalpark.
Teil 723. Okt. 2017
13.08.2017 – Hell´s Gate Nationalpark
Heut stand der kurzfristig eingeschobene Hell´s Gate Nationalpark auf dem Programm. Da wir uns auch mal im Urlaub sportlich betätigen wollten, haben wir natürlich die Variante mit dem Fahrrad ausgewählt. Zuerst saßen wir aber schon früh am Morgen wieder völlig alleine im Speisesaal um zu frühstücken, als plötzlich ein Hotelangestellter zu uns kam und mich fragte ob ich jemanden erwarten würde. Zuerst war ich etwas perplex aber dann fiel mir siedend heiß Nelson ein. Ich wackelte also mit dem Angestellten mit und tatsächlich war da Nelson an der Rezeption. Der Arme war mit dem Bus 11 (!) Stunden aus Uganda zum Lake Naivasha gefahren ohne zu wissen, ob ich überhaupt hier bin. Wie ich ja bereits geschrieben habe, hat die Kommunikation nicht wirklich funktioniert wobei allerdings ich daran schuld hatte, denn ich hatte beim Schrieben meiner SMS einen Zahlendreher und daher kam dieselbige nie an. Nelson wusste nur den Zeitraum und das Hotel. Er selber kannte mich ja gar nicht, da ich ja mit seinem Vater in Uganda unterwegs war und auch nur dessen Telefonnummer hatte. Also es grenzte schon an ein kleines Wunder, dass das alles so funktioniert hatte. Wir luden also Nelson zum Frühstück ein, da Peter mit dem Auto, wo die Tasche mit dem Fussballkrempel drin war noch nicht da war.
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Nach dem Frühstück gingen wir zum Parklatz und Peter war dann auch schon da. Mal wieder am Handy hängend 🙂. Wir gaben Nelson die Tasche, de er mit großen Augen entgegen nahm und gaben ihm noch einen Lift zur Matatu Haltestelle. Er wollte wieder direkt zurück nach Uganda … wiederum für ca. 11 Stunden im Bus. Verrückt, und das nur für die Fussballsachen! Nachdem wir Nelson in Naivasha abgeliefert hatten fuhren wir weiter zum Elsa Gate des Hell´s Gate Nationalparks.
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Etwa 2 Kilometer vor dem Gate hielt Peter und wir konnten uns unsere Fahrräder leihen inklusive einem Guide der mit uns raddelte. Die Fahrräder waren zwar etwas teurer wie direkt am Gate aber dafür wären sie, laut Peter, besser gewartet. Nun ja, so sei es … wir testeten also kurz und fuhren dann los. Die ersten Kilometer waren dann doch sehr anstrengend, da man sich erst an die Bodenbeschaffenheit gewöhnen musste. Und auf Gravelroad zu radeln ist dann doch anders wie auf Teer 🙁 😛 Nachdem unser Permitt am Elsa Gate beglichen wurde radelten wir los und kamen schon nach wenigen Minuten am Fischer Tower vorbei.
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Der Fischer Tower ist eines der Wahrzeichen des Hell´s Gate Nationalparks und kann unter Anleitung beklettert werden. Wir sind nicht so die Bergsteiger vor dem Herrn daher erfreuten wir uns an den sehr zutraulichen Klippschliefern und raddelten dann weiter in Richtung Hell´s Gorge.
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📎 IMG_2482.JPG Wie kann man nur so grimmig gucken?? 🙂
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Unterwegs sahen wir ein paar Zebras und Büffel aber ansonsten ziemlich wenig Tiere. Am Eingang zur Schlucht angekommen machten wir erstmal eine Frühstückspause bei der wir uns gegen die wirklich aufdringlichen Meerkatzen wehren mussten. Die waren wirklich unverfroren und bleckten mehrfach die Zähne wenn man versucht sie zu verjagen. So konnten wir uns Frühstück nicht wirklich genießen. Dann machten wir uns auf die Schlucht zu erkunden. Zuerst ging es nach oben auf eine Art Aussicht von wo man in die Schlucht sehen konnte.
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Danach kletterten wir nach unten und machten und auf den Weg. Die Schlucht teilt sich dann in zwei Richtung und wir gingen zuerst nach links.
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Der Graben wand sich immer enger werdend um zahlreiche Kurven. Dabei waren auch einige Auf- und Abstiege an denen man sich mit Seilen entlang hangeln konnte. Nichts was man nicht schaffen konnte aber auch nichts was man so nebenbei macht. Die Wanderung in der Schlucht war wirklich bizarr und wunderschön.
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Immer wieder ergaben sich neue Perspektiven und man konnte sich vorstellen wir bei starkem Regen das Wasser toben würde. Unvorstellbar wie sich das Wasser in Jahrmillionen in den Stein gefressen hatte.
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Als wir am Ende ankamen gingen wir langsam wieder zurück und erkundeten den rechten Teil der Schlucht. Unser Guide gab uns dann noch eine „Extension“ und so wanderten wir bis zum Ende des rechten Teils der Schlucht. Vorbei an einigen heißen Quellen wanderten wir in Richtung Central Tower wo wir die Schlucht verließen und durch dichten Busch zurück auf eine Aussichtplattform kletterten.
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Das war schon ziemlich anstrengend und schweißtreibend. Danach ging s durch den Busch zurück zum Startpunkt wo wir in aller Ruhe unser Mittagessen zu uns nehmen bzw. dort verschenkten weil wir überhaupt keinen Hunger hatten. Anschließend machten wir uns daran zurückzuraddeln. Leider ging es jetzt leicht bergauf und mittlerweile wurde es auch richtig warm. Aber, da wir nicht auf der Flucht waren ließen wir uns Zeit. Zwar wurden wir von etlichen anderen Raddlern überholt aber das störte uns wenig. Nach einer weiteren Pause am Fischer Tower waren wir gegen 15 Uhr wieder am Elsa Gate wo Peter auf uns wartete. Wir gaben unsere Fahrräder zurück und fuhren nach Naivasha zu dem Sportplatz in der Hoffnung, dass wir jemanden vorfinden würden. Als wir auf dem Sportplatz ankamen waren dort tatsächlich einige Fußballer, die sich gerade warm machten. Als wir aus dem Auto ausstiegen wurden wir von allen Anwesenden beglotzt weil wir die einzigen Mzungus waren. Wir übergaben die Fußballutensilien und schauten dem Spiel noch etwas zu.
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Währenddessen hatte sich unsere Anwesenheit beim örtlichen Nachwuchs herumgesprochen und eine staatliche Kinderschar umringte uns. Wildes Gelächter und Geschrei war überall zu hören. Besonders die langen blonden Haare meiner Freundin und die eigenen Bilder in der Kamera hatte es den Kindern angetan.
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Wir beobachteten noch etwas das Fußballspiel. Besonders beeindruckend war, dass es keine Linien gab. Aber immer wenn der Schiedsrichter pfiff wurde diese Entscheidung ohne Wiederworte hingenommen und weitergespielt. Das kenne ich aus meiner fußballerischen Vergangenheit ganz anders. Bei uns wurde jede Entscheidung des Unparteiischen kritisiert und ausdiskutiert. Also Hut ab vor diesen Fußballern. Zur Halbzeit verließen wir das Spiel und fuhren zurück zur Lodge. Nachdem wir diesemal beim Abendessen nicht alleine waren, es war noch ein weiteres Pärchen anwesend, zogen wir uns schon bald auf unser Zimmer zurück und schliefen schnell ein. Das Raddeln forderte seinen Tribut 😛 . Morgen geht´s in die Maasai Mara…
Teil 826. Okt. 2017
13.08.2017 – Maasai Mara Nationalreserve
Heute würde es endlich in die Maasai Mara gehen. Da wir nur die Fahrt und eventuell noch einen späten Game Drive auf dem Programm hatten frühstückten wir etwas später und ließen es ruhig angehen. Im Frühstückssaal waren wir wieder völlig alleine. Keine weiteren Gäste anwesend. Auf geteerter B3 erreichten wir Narok wo wir nochmal im neuen Supermarkt einkauften. Kurz hinter Narok verließen wir die B3 und bogen auf die C12 in Richtung Sekenani Gate ab. Diese Straße wird gerade von den Chinesen geteert was viele Baustellen zur Folge hat. Arbeiten hab ich auf der gesamten Strecke niemanden gesehen, dafür war der Belag furchtbar und wir fuhren mehr neben, als auf der Straße. Wahrschienlich wird in den nächsten 1 bis 2 Jahre eine neue geteerte Straße das Erreichen der Mara bzw. des Sekenani Gates viel einfacher machen. Ob das nun gut oder schlecht ist, sollen andere entscheiden. Ich weiß nicht mehr wie lange wir durchgeschüttelt wurden aber es dürften so um die 3 Stunden gewesen sein als wir Sekenani erreichten. Kurz vor dem Ort bogen wir in die Pampa ab und fuhren quer durch den Busch über eine katastrophale Strecke zu unserem gebuchten Kimana Camp. Ich dachte schon bei mir, wenn wir diese Strecke jeden Tag 4x fahren müssen, dann gute Nacht. Wir brauchten von der C12 bis zum Camp für ca. 1 Kilometer sage und schreibe fast eine halbe Stunde, da immer wieder riesige Steinbrocken umkurvt, Bäume ausgewichen und Bäche durchquerten werden mussten. Wir kamen also irgendwann 😐 im Kimana Mara Camp an. Das Kimana Mara Camp ist ein von der Maasai Community geführtes Camp direkt an einem kleinen Flüsschen gelegen. Wir wurden vom jungen Manager Patrick begrüßt und durften nach einer kurzen Einweisung unser Zelt „Chui“ (Leopard) begutachten. Für den Nachmittag war noch ein kurzer Game Drive in der Mara vorgesehen. Zuvor hatten wir aber noch etwas Zeit uns einzuleben, das Camp zu erforschen und uns mit den Camphunden anzufreunden. Dies gelang uns außerordentlich gut.
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Auch im Camp Kimana war nichts los. Beim Abendessen war außer uns nur eine einheimische Familie anwesend und auch in den folgenden 4 Tagen waren wir bis auf eine französische Familie so ziemlich alleine in dem Camp. Das verwunderte mich schon etwas, vor allem wenn man später sah was in der Mara so los war. Aber die meisten Gäste bevorzugten wohl luxuriösere Unterkünfte. Das Kimana Camp war nicht luxuriös aber sauber. Sogar ein Pool war vorhanden, der jedoch nicht wirklich zum Schwimmen einlud, da eine Unzahl von Insekten eine Abkühlung darin suchte und kein Angestellter die Idee hatte das mal sauber zu machen. Die Zelte des Camps lagen weit verstreut auf einer großen Fläche inmitten des Buschs. Gegen 15:30 Uhr starteten wir unseren ersten Game Drive in die Mara. Wir fuhren also zum Sekenani Gate. Es ging die komplette furchtbare Strecke wieder zurück und ich befürchtete schon das Schlimmste. Das würde eine Tortur werden diese Strecke 4x am Tag hinter sich zu bringen. Am Gate angekommen wurden wir von den verkaufstüchtigen Maasai Frauen belagert und Peter erledigte die Formalitäten. Dabei ließ er sich sehr viel Zeit. Telefonierte, hielt da ein und dort ein Schwätzchen und scherzte mit den Rangerinen. Wir standen bereits eine dreiviertel Stunde am Gate, unzählige später gekommene Fahrzeuge fuhren vor uns in den Park und Peter stand immer noch da und redete und redete. Das wurde mir irgendwann zu dumm und ich ging zum Gate und fragte ihn: „Peter, what the hell are you doing?“. Er meinte nur, dass wir uns an die Regeln halten müssten und auf meine Nachfrage, warum viele nach uns gekommene Fahrzeuge bereits in die Mara eingefahren wären antwortete er, dass diese die Tickets schon bezahlt hätten. Gut das war alles plausibel aber trotzdem muss man ja nicht so offensichtlich rumstehen und ein Schwätzchen halten, Telefonnummern austauschen oder Witze machen. Ich habe manchmal das Gefühl, das den Guides nicht klar ist, dass man bei 80$ Eintritt nicht viel Zeit verlieren möchte. Und da es ja auch schon spät am Nachmittag war, galt das noch umso mehr. Aber das ist eben die afrikanische Mentalität und man muss sich irgendwie damit arrangieren. Irgendwann hatten aber auch wir es geschafft und wir konnten endlich in das Nationalreserve einfahren. Wir fuhren in westlicher Richtung. Leider zog sich jetzt bereits der Himmel zu. Zuerst chauffierte uns Peter zu einer Löwin die etwas entfernt an einem Hang lag.
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Bereits hier konnte man erahnen, was uns noch erwarten würde, denn es war eine Unzahl an Fahrzeugen unterwegs. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Die Autos wurden von rechts nach links und wieder zurück rangiert, um eine bessere Sicht zu erhaschen. Wir bleiben nicht sehr lang an diesem Spot weil es einfach zu viele Fahrzeuge waren. Zudem war die Löwin zu weit weg und bewegte sich keinen Millimeter. Wir fuhren also weiter. Die Mara war im östlichen Teil sehr trocken, um nicht zu sagen staubtrocken. Aber große Teile der Migration waren bereits angekommen. Wie wir später feststellten waren die Regenfälle stark örtlich gefallen, da bestimmte Gebiete sehr grün waren und andere nach Wasser lechzten. Nachdem wir 2 weitere Löwinnen gefunden hatten zog sich der Himmel immer mehr zu. Man merkte, dass der Tag schon fortgeschritten war, denn die Löwinnen waren dauernd am Gähnen.
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Vereinzelt konnte man sehen wir örtlich Regen nieder ging. Die Regenwolken zauberten eine tolle Stimmung in den Himmel. Ich liebe das! Die vielen verschiedenen Farbabstufungen mit einzelnen Sonnenstrahlen geben dem Land ein mystisches Aussehen.
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Zum Abschluss des ersten Tages fanden wir noch einige Geparden, die sich aber weit in einen Busch zurückgezogen hatten und sich dadurch unseren Kameras entzogen.
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Also ging es mit doch spärlicher Ausbeute zurück ins Camp. Beim Zurückfahren bogen wir noch vor dem Gate rechts ab und fuhren das Kimana Camp quasi von der Rückseite an. Dies dauerte nur 10 Minuten und war lange nicht so anstrengend wie die Anfahrt zuvor. Peter parkte das Fahrzeug auf der anderen Seite des kleinen Flusses und wir konnten über eine Hängebrücke ins Camp wechseln. Nach Rückfrage erkläre Peter mir, dass das Camp eine Sondergenehmigung für diese Anfahrt habe und man das nur dürfte, wenn man im Camp übernachten würde. Das machte die zukünftigen Anfahrten ins Reserve um einiges leichter und stressfreier. Wir hatten im Vorfeld besprochen, dass wir Vorort entscheiden wollten wie wir unsere Tage in der Mara verbringen wollten. Für morgen hatten wir eine Ganztagestour geplant. Zufrieden nahmen wir unser Abendessen und freuten uns auf den kommenden ersten kompletten Tag in der Maasai Mara. Leider gibt es von dieser Tour keine Trackaufzeichnung.
Teil 906. Nov. 2017
14.08.2017 – Maasai Mara Nationalreserve
Wir wollten heute einmal bis zum Mara River fahren daher war eine Ganztagessafari geplant. Meiner Freundin ging es noch nicht sehr viel besser. Immer noch wurde Sie von den Anzeichen einer Erkältung geplagt. Aber sie wollte sich natürlich diesen Tag nicht entgehen lassen und hielt tapfer durch. Wir hofften auf eine Flußüberquerung der Migration am Mara River, die ja im August vermehrt stattfinden sollen. Aber zuerst entdeckten wir kurz nach dem Seekenani Gate einen Schakal der irgendetwas in einem Busch entdeckt hatte und verzweifelt versuchte dran zu kommen.
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Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrzeugen blieben wir hier stehen und nach kurzer Zeit als alle anderen Autos weg waren gesellte sich ein Adler zu dem Schakal.
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Die beiden beäugten sich misstrauisch. Das hatte schon etwas von 12 Uhr Mittags!
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Dann versuchte der Adler auch an das „Etwas“ im Busch zu kommen. Das muss schon etwas besonders leckeres gewesen sein.
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Nachdem sich Adler und Schakal verabschiedet hatten fuhren auch wir weiter in Richtung Meta Plains wo wir unsere ersten Elefanten in der Mara entdeckten. Die kleine Familie trottete gemütlich fressend auf uns zu und so nahmen wir uns die Zeit und bleiben einfach stehen bis sie bei uns waren.
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Danach fanden wir die Geparden von gestern nochmals, die sich immer noch in der Nähe des Busches aufhielten. Jetzt waren sie wenigstens nicht mehr ganz so versteckt.
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Aber es waren zuviele Autos hier und so fuhren wir alsbald weiter in Richtung Mara River. Es kamen uns unzählige Gnus entgegen.
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Dann fanden wir einen weiteren Geparden der es sich auf einem Aussichthügel bequem gemacht hatte. Misstrauisch beobachtet von einer kleinen Gruppe Gnus, die ihn nicht aus den Augen ließen.
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Wir hofften schon etwas Action zu sehen aber leider war die Raubkatze wohl nicht hungrig. So zog es uns weiter, vorbei an einem Rudel Hyänen, die gerade ihr Schlammbad ausgiebig genossen, einem misstrauisch dreinblickenden Büffel ging es entlang des Ol Keju Ronkai bis an den Mara River.
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Leider konnten wir dort keine größeren Gnuansammlungen entdecken. Es war sowieso recht wenig los am Fluss. Wahrscheinlich waren die Meisten Tiere schon in den östlichen Teil des Reserves gewechselt. Nachdem wir noch ein kleines Rudel Löwen entdeckt und ausgiebig beobachtet hatten machten wir irgendwo in den Plains unsere Mittagspause.
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Unter einem einsam stehenden Baum setzten wir uns nieder und aßen bei traumhafter Kulisse den vom Camp Kimana vorbereiteten Packed Lunch.
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Meiner Freundin ging es immer noch nicht besser und so nutzte sie die Situation um sich etwas hinzulegen während im Hintergrund Gnus und Zebras erstaunt ihrem Tagesablauf folgten.
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Nach dem hervorragenden Essen unterhielt uns noch eine Gruppe Mangusten und wir standen lang bei einer Gruppe Geiern die sich über einen Gnukadaver her machten.
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Wenn Geier sich streiten gibt es immer etwas zu gucken. Unfassbar wie sich diese Vögel, obwohl genug für alle da ist, immer wieder um die besten Happen streiten. Und die Lautstärke der Streitereien war enorm.
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Zum Schluss hatte die Mara noch eine Überraschung für uns parat. Die 5 Gepardenbrüder aus dem Busch 🤩 war jetzt unterwegs. Das war schon ein toller Anblick als die 5 Katzen langsam auf uns zumarschierten.
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Natürlich hatte das auch einen entsprechenden Autoauflauf zur Folge. Die gepunkteten Schönheiten irritierte das jedoch nicht und so machten sie sich auf den Weg eine Ebene zu überqueren, jeden möglichen Schatten auszunutzen und an jedem Baum zu schnuppern bzw. ihr Revier zu markieren.
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Einige Fahrzeuge hatten ein Offroadticket und diese rückten den armen Tieren ganz schön auf die Pelle. Wir genossen diese einzigartige Sichtung auch wenn wir einige Male rangieren mussten um eine gute Position zu bekommen.
15.08.2017 – Vormittag - Maasai Mara Nationalreserve
Meiner Freundin ging es heute schlechter, so dass sie entschied den heutigen Tag im Camp zu bleiben und sich richtig auszuschlafen. Also machte ich mich alleine mit Peter und unserem Massai Guide auf den Weg in die Mara. Schon kurz hinter dem Gate etwa auf der Höhe wo wir gestern das Duell zwischen Schakal und Adler beobachten konnten fanden wir einen Geparden, der kurz zuvor einen Hasen (oder Ähnliches) erlegt hatte. Die Katze verspeiste gerade die letzten Happen als wir ankamen.
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Dann lief sie davon. Zuerst in die falsche Richtung, machte dann aber, warum auch immer, kehrt und kam direkt auf uns zu.
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Hinter unserem Fahrzeug überquerte die Dame (oder der Herr!) die Straße und legte sich misstrauisch um sich blickend auf einen kleinen Hügel in den Schatten.
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Nach einigen Minuten trottete sie entlang eines kleinen Baches davon und verschwand aus unserem Blickfeld.
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Die nach uns kommenden Fahrzeuge hatten leider Pech und sahen nur noch das Hinterteil des davontrottenden Tieres. Unsere Fahrt ging weiter bis zu einem großen Löwenrudel (22 Tiere), die in der Nacht einen Büffel gerissen hatten.
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Einige der Löwen befanden sich noch am Kadaver um zu fressen. Die Meisten hatten sich jedoch etwas weiter bereits in den Schatten gelegt. Aber es war immer wieder ein Kommen und Gehen. Es waren Löwen in allen Altersstufen dabei.
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Wir beobachteten die Löwen eine Zeitlang beim Fressen als plötzlich wie aus dem Nichts 2 Büffel mit einem sehr jungen Kalb einen kleinen Hügel herabkamen und direkt auf die Löwen zustürmten. Die Büffel vertrieben die Katzen von dem Riss und nach kurzem Beschnuppern des toten Kameraden fingen sie an die Löwen zu jagen.
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Diese drehten den Spieß um und jagten die Büffel ihrerseits in den Busch und so entwickelte sich ein ständiges Hin und Her. Mal jagten die Büffel die Löwen, mal die Löwen die Büffel. Wir waren uns sicher, dass das Kalb fällig wäre und verstanden nicht, warum die Wildrinder sich mit einem so jungen Tier mit diesem großen Löwenrudel anlegten.
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Dieses Schauspiel zog sich über eine halbe Stunde bis die Büffel endlich unverrichteter Dinge, aber am Leben, abzogen. Daraufhin kam das gesamte Löwenrudel aus den Büschen um nochmal am Kadaver zu fressen bzw. zu kontrollieren ob der tote Büffel noch anwesend war.
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Man konnte jetzt erkennen wie groß das Rudel war. Löwen in allen Größen versammelten sich an dem toten Tier.
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Nur der Pascha fehlte. Die Jüngsten der Gruppe verzogen sich bald wieder in den Schatten während die Elterntiere die Überreste bewachten.
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Wir blieben noch lange bei diesem Schauspiel. Später fuhren wir südlich, in Richtung Keekorok. Peter meinte, dass es in diese Gebiet häufig Nashörner geben würde. Wir entdeckten nochmals Löwen mit einem Topiriss, die aber so versteckt in den Büschen lagen, dass wir uns dort nicht lange aufhielten. Ein Nashorn konnten wir leider nicht finden und so fuhren wir zum Lunch zurück ins Camp. Ich war gespannt wie es meiner Freundin gehen würde. Sie hatte die ganze Zeit geschlafen und würde dies auch den Rest des Tages tun. Für mich würde es am Nachmittag nochmals in die Mara gehen.
15.08.2017 – Nachmittag - Maasai Mara Nationalreserve
Wir starteten um 15:30 zu unserem nachmittags Game Drive. Peter wollte nochmal versuchen ein Nashorn zu finden. Leider blieb uns dies an diesem Tag verwehrt. Überhaupt war dieser Nachmittag eher ruhig. Wir konnten verschiedene Tiere entdecken und auch 2 Löwinnen, die aber faul in den Büschen herumlagen und zu keiner Aktion bereit waren. 📎 IMG_1013.JPG
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Einige Elefanten ästen gemütlich neben unserem Auto und ließen sich durch uns nicht stören.
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Gegen später zog sich der Himmel zu und es entstanden wieder tolle Farben. Irgendwo gingen Regenschauer nieder.
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Wir machten uns auf den Weg zurück zum Camp. Ich hoffte, dass es meiner Freundin wieder besser ging und sie am nächsten Tag wieder mit konnte. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass uns der nächste Tag eine aufregende Sichtung bringen würde, wie ich sie so noch niemals gesehen hatte.
16.08.2017 – Vormittag - Maasai Mara Nationalreserve
Gottseidank ging es meiner Freundin wieder besser und der gestrige „Schlaftag“ hatte ihr wirklich gut getan. So konnten wir zusammen um 6:30 Uhr in die Mara starten. Wir fuhren wieder von der hinteren Seite des Seekanani Gates in die Mara ein. Wir mussten dadurch das Gate nicht mehr passieren, was uns enorm Zeit ersparte. Auf dem Weg zum Reserve sahen wir unseren ersten Kill des Tages. Ein Hund fraß an einer verendeten Kuh direkt in der Nähe eines Massai Dorfes. Immer wieder nervös umblickend zerrte er an dem leblosen Körper. Wer oder was die Kuh getötet hatte war nicht ersichtlich. Ich konnte das alles nur im Vorbeifahren sehen und fand es irgendwie komisch, dass sich niemand darum kümmerte. Tote Tiere interessieren in diesen Regionen anscheinend nicht wirklich jemanden. Auch in Talek hatte ich später einmal aus dem Augenwinkel einen toten aufgeblähten Hund im Straßengraben liegen sehen, während die Menschen teilnahmslos nur wenige Meter daran vorbeiliefen. Unser Weg führte uns heute in Richtung Keekorok bis an den Sand River direkt an der tansanischen Grenze. Von dort konnte man direkt in die Serengeti blicken. Je südlicher wir fuhren desto weniger Autos waren unterwegs. Die Meisten Fahrzeuge hielten sich im Bereich der Meta Plains und Posee Plains auf. So waren die beiden Löwendamen mit ihrem Kill auch nur für uns vorbehalten.
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Wir standen lange alleine dort. Nur ein weiteres Fahrzeug hatte uns entdeckt und kam angefahren. Komischerweise fuhr dieses nach sehr kurzem Aufenthalt weiter. Es gab mehrere Wege die direkt zu den Löwen geführt hätten. Leider waren diese von den Rangern gesperrt worden. So konnten wir leider nicht näher heranfahren.
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Nach einiger zeit versuchte die eine Löwin das tote Gnu in den Schatten zu ziehen, was ihr auch gelang und so war das Spektakel für uns beendet. 🤨
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Wir fuhren weiter in Richtung Sand River. Viele Tiere waren im südlichen Teil der Maasai Mara nicht zu finden. Wir fuhren dann ein Stück entlang des Sand Rivers und überquerten sogar, laut meinem Trackingtool, für wenige Minuten die tansanische Grenze 🤩 .
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Am Sand River entdeckten wir lediglich eine Elefantenfamilie, die in der Nähe eines riesigen Feigenbaumes ihr Frühstück zu sich nahm.
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Anschließend führte uns unser Weg wieder zurück in den nördlichen Teil wo es wieder mehr Tiere gab. Irgendwann hörte Peter von einem weiteren Löwenrudel, das sich jedoch tief in irgendwelche Büsche zurückgezogen hatte. Unzählige Fahrzeuge versuchten die bestmögliche Position zu erwischen und einen Blick auf die Raubkatzen zu erhaschen. Diese befanden sich irgendwo im Bereich eines kleinen Baches wo die Fahrzeuge auf beiden Seiten nach ihnen suchten. Niemand wusste irgendetwas Genaues und so war es ein ständiges Hin und Her. Wir hatten das Glück auf der Seite zu stehen auf der plötzlich eine Löwin aus dem Busch kam und sich ein anderes Plätzchen suchte. Viel zu sehen gab es allerdings nicht und lohnte den ganzen Aufwand nicht.
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Der Himmel zog sich immer mehr zu und so beschlossen wir wieder in Richtung Camp zu fahren bevor es richtig anfangen würde zu regnen.
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Geregnet hat es in unserer Nähe aber nicht. Wir hatten diesbezüglich wirklich Glück. Der Regen war wirklich immer nur örtlich beschränkt und wir hatten tatsächlich nur 2 x Regen und zwar in der letzten Nacht und auf der Fahrt kurz vor Nairobi. Diese Regenschauer waren dafür allerdings richtig heftig. Das Zuziehen des Himmels hatte immer wieder zur Folge, dass das Fotografieren, vorallem mit dem Teleobjektiv, schwierig wurde. Die Verschlusszeiten gingen immer tiefer in den Keller. Im Camp angekommen nahmen wir unseren Lunch zu uns. Meine Freundin legte sich noch etwas hin und ich besuchte den Pool, der mittlerweile gereinigt worden ist. So verbrachten wir unsere Zeit bis zum nachmittäglichen Game Drive der es in sich hatte 😉
16.08.2017 – Nachmittag - Maasai Mara Nationalreserve
Pünktlich starteten wir unseren Game Drive der uns in die Poose Plains führen sollte. Die Fahrt war bisher ruhig. Wir sahen große Herden von ankommenden Gnus und die üblichen Verdächtigen.
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Eine große Herde Gnus wurde von irgendetwas aufgeschreckt und löste eine Stampede aus. Wir dachten zuerst an eine Raubkatzenattacke aber es war kein Grund ersichtlich. So beruhigten sich die Tiere wieder und gingen ihrer täglichen Beschäftigung nach.
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Kurz darauf entdeckten wir 2 Löwenpaschas, die faul unter einem Busch lagen. Die Bewegungslosigkeit der beiden Kater machten einen längeren Aufenthalt sowie Bilder nicht lohnenswert. Wir fuhren in den Plains herum und genossen die schöne aber durchaus trockene Landschaft. Bis wir schon von weitem eine große Fahrzeugansammlung sahen. Da musste also etwas Besonderes sein. Wir fuhren in diese Richtung und fanden unsere 5 Gepardenbrüder, die es sich unter einem Baum gemütlich gemacht hatten.
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Zu Beginn lagen die Brüder nur lethargisch herum wie es Katzen so an sich haben. Da wir genügend Zeit hatten blieben wir bei den Brüdern und gegen später kam doch tatsächlich Aktivität in die selbigen. Zuerst wurden interne Hierarchien ausgefochten und sich ein bisschen herumgebalgt.
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Irgendwann erregte eine Gnuherde die Aufmerksamkeit der Brüder. Als sich die Katzen erhoben und langsam teilnahmslos in Richtung Gnus schlenderten hofften wir alle auf das was da kommen möge.
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Nur das Licht machte mir etwas Sorgen, da es schon spät am Tage war und der Himmel sich immer mehr zuzog. Zuerst bewegten sich die Raubkatzen parallel zu den Gnus und sondierten die Lage. Wir befanden uns zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich weit weg und warteten ab was da kommen möge.
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Plötzlich sprintete einer der Brüder los mitten in die Herde hinein, aufmerksam beobachtet von seinen Brüdern. Staubwolken zeugten von der explosiven Geschwindigkeit des Jägers. Die Gnus stoben wild auseinander.
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Ein einzelnes Tier wurde abgesondert und verfolgt. In atemberaubender Geschwindigkeit verfolgte einer der Brüder das davoneilende Gnu.
📎 IMG_1212.JPG Sorry für die unscharfe Aufnahme ... macht aber die enorme Geschwindigkeit plastisch 😛
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Jetzt brausten alle umstehenden Fahrzeuge los um näher an die Geparden heranzukommen. Ich hoffte, dass die Fahrzeuge nicht die Jagd vermasseln würden. Die Geschwindigkeit und das immer mehr schwindende Licht verlangten mir und meiner Kamera alles ab, daher bitte ich euch mir die nicht sehr scharfen Fotos zu entschuldigen.
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Während die umstehenden Tiere scheinbar teilnahmslos die Jagd registrierten, stellten unsere 5 Jäger das Gnu und attackierten es gemeinsam.
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Doch das Abendessen hatte keine Lust sich in sein Schicksal zu ergeben und drehte den Spieß um. Jetzt schlug das Gnu zurück und rannte seinerseits mit gesengtem Kopf auf die Katzen zu.
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Damit hatten die Brüder wohl nicht gerechnet und so mussten sie mit gesenkten Köpfen das Weite suchen. Danach saßen die „Fünf“ orientierungs- und fassungslos da und wussten nicht, wie ihnen geschehen war.
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Wow, was für ein Spektakel! Es dauerte nur wenige Minuten und das doch schon schwindende Tageslicht erschwerte meinem Teleobjektive die Arbeit ganz gewaltig, daher machen mich die Bilder nicht wunschlos glücklich aber alleine die ganze Sequenz zu erleben war eines der Highlights dieser Reise und bleibt unvergessen. Ich hoffe ihr hattet trotzdem so viel Spaß beim Ansehen der Bilder wie ich bei dieser, für mich, außergewöhnlichen Sichtung. Zum Schluss noch ein Bild von den von der Gepardenjagd zurückkehrenden Autos. Das trifft den Thementitel „Geparden, Junge & Autos“ ins Schwarze.
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Wobei wir zu dem Zeitpunkt nicht wussten, dass das mit den Autos noch viel schlimmer kommen wird. 😠 Zufrieden und voller toller Erinnerungen fuhren wir zurück ins Camp. Eine Gepardenjagd ist schon etwas ganz Besonderes. Vielen Dank, liebe Sichtungsfee, dass du uns das ermöglicht hast 😛 🙂 .
17.08.2017 – Vormittag - Maasai Mara Nationalreserve
Die vergangene Nacht war unsere letzte Nacht im Kimana Camp. Und so wollten wir unseren Wechsel ins Crocodile Camp am Talek Gate mit einem morgendlichen Game Drive verbinden. Wir fuhren also ein letztes Mal hinter dem Sekenani Gate in die Massai Mara ein. Unsere Fahrt führte uns in Richtung Meta Plains wo wir zuerst einige streitende Geier an einem Gnukadaver fanden.
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Nicht weit davon lag ein Gepard der nur kurz zuvor eine kleine Gazelle gerissen haben musste. Er war noch völlig außer Atem und beobachtete nervös die umliegende Gegend. Er lag dort wie auf dem Präsentierteller.
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Wir blieben dort eine Weile stehen aber die Katze war so geplättet, dass sie nicht anfing zu fressen. Und näher heran konnten wir auch nicht.
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Wir verließen dann das Raubtier und fuhren weiter in Richtung Ol Keju Ronkai Fluß. Und nächster Stopp führte uns zu einem staatlichen Mähnenlöwen, der an einem getöteten Gnu fraß.
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Dieser Kill dürfte noch nicht allzu lange her sein, denn das Gnu war noch nicht aufgefressen. Tausende Fliegen umschwirrten den armen Burschen und wie die Fliegen kamen auch immer mehr Autos an. Die Guide nahmen keinerlei Rücksicht und umkreisten den Kater fast vollständig.
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Auch zum Fotografieren war das der totale Mist, weil man immer irgendwelche Autos auf dem Bildausschnitt hatte. Wie ich sowieso fand, dass die Guides in Kenia sehr rücksichtslos waren. Da war ich von Tansania echt anderes gewohnt. Dort waren auch immer viele Autos an solchen extravaganten Spots aber es ging immer zivilisiert ab. Wir hatten damals eine ähnliche Sichtung in der Serengeti und da wurde den Tieren wirklich Spielraum auf einer Seite gelassen. Will heißen alle Fahrzeuge standen auf einer Seite, so dass das Fotografieren auch keine Probleme bereitete. Wir hatten eine relativ gute Position weil wir ziemlich früh hier waren.
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Dem Pascha war es zuerst noch egal aber irgendwann wollte er das Gnu wegschleppen … nur wohin, eingekeilt von lauter Fahrzeugen. Sie ließen dem Tier tatsächlich keine Möglichkeit seine Beute in Sicherheit zu bringen.
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Daraufhin wurde es dem Kater zu blöd, er ließ das Gnu einfach liegen und marschierte davon.
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Schlagartig verließen alle Fahrzeuge die Position und binnen weniger Minuten standen wir alleine da. Sehr skurril. Der Löwe steuerte auf einen entfernten Baum zu. Argwöhnisch beobachtet von Zebras und anderen Grasfressern die sich auf der weiten Ebene befanden.
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Und dann sahen wir den Grund. Dort lag eine Löwin, die unbemerkt von allen Fahrzeugen ihren Mittagsschlaf abhielt.
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Die zwei begrüßten sich auf offener Fläche und zogen dann gemeinsam zum Baum um ein Verdauungsschläfchen abzuhalten. Wir bleiben dort in ausreichendem Abstand stehen und hofften darauf, dass der Löwe irgendwann zu seiner Beute zurückkehren würde wenn hier nichts mehr los war. Irgendwann waren auch die letzten Fahrzeuge weg und wir standen dort ganz alleine. Ab und an kam ein Auto und fuhr dann auch direkt zu dem Baum für einige wenige Fotos. Aber die Meisten hatten einfach keine Geduld. Nach ca. 1 Stunde erhob sich der Pascha und kam in gemächlichem Schritt direkt auf uns zu.
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Der Gnukadaver lag in ca. 100 Meter Entfernung von uns und war für die Katze direkt ansteuerbar. Leider kamen auf halbem Weg wieder einige Fahrzeuge, die dem Pascha so auf die Pelle rückten, dass dieser wieder umdrehte und zurück zum Baum lief.
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Unverständlich! Auch für uns wurde es Zeit in Richtung Crocodile Camp aufzubrechen und dort einzuchecken.
Zum Schluß leider noch ein Bild wie es rund um den Löwenkill zuging...
17.08.2017 – Nachmittag - Maasai Mara Nationalreserve
Nachdem wir im Crocodile Camp eingecheckt und installiert hatten, trafen wir uns um 15:30 Uhr für Nachmittags Game Drive.
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Der Weg führte uns wieder an den Ol Keju Ronkai Fluß wo wir zwei Löwendamen fanden, die aber noch wenig aktiv waren.
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Wir fuhren also weiter entlang des Flusses kehrten aber mangels Ausbeute wieder zu den beiden Katzen zurück. Diese wurden jetzt auch aktiver und wanderten langsam entlang des Flusses.
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Es sah aus als würde sie jagen wollen. Sie wechselten dann in den offene Savanne und wir warteten ob sich da etwas tun würde. Einige Gnus wanderten, von den Katzen aufmerksam beobachtet am Horizont entlang. Dann fing es an zu regnen und Peter meinte, dass das jetzt wohl das Ende der versuchten Jagd wäre. Es zog sich schnell zu und die beiden Raubtiere wanderten zurück in Richtung Fluss.
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Wir wechselten an einer Fuhrt die Flussseite und stießen auf einer kleinen Lichtung auf eine wunderschön in Position liegende Leopardendame.
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Es war schon langsam spät und das Licht schwand von Minute zu Minute. So hofften wir, dass die Katze wenigstens einmal die Position wechseln würde. Das machte sie auch jedoch genau auf die Seite, die von unserem Standpunkt nicht einsehbar war. Manchmal habe ich echt das gefühl, dass die Tiere das mit Absicht machen.:-) Wir blieben trotzdem den Rest des Tages hier stehen. Die Leopardin fing dann irgendwann an mit einem heiseren Brüllen bzw. rufen.
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Warum und wieso war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar aber imposant war es trotzdem. Ich hatte das noch nie zuvor gehört und war völlig fasziniert.
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Dass ich es in dieser Nacht nochmal hören würde war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Wir blieben so lange es ging und die Lichtverhältnisse es zu ließen bei der gefleckten Schönheit. Irgendwann mussten wir uns jedoch losreißen und zurückfahren ins Crocodile Camp, dass direkt am Crocdile/Talek River lag.
Unser Zelt im Crocodile Camp lag direkt am Crocodile River. Frühmorgens um 4 Uhr wachte ich auf, da ich ein heißeres Brüllen auf der anderen Flussseite hörte. Hätte ich am Tag zuvor die Leopardin nicht genau so brüllen hören, hätte ich es nicht zuordnen könnten. Aber so war ich mir sicher, dass die Katze auf der anderen Flussseite herumschlich. Ich lauschte noch einige Zeit der Katze bevor ich nochmals einschlief. Am Morgen bestätigte mir das Staff vom Crocodile Camp, dass die Leopardin am Morgen in der Nähe unterwegs war.
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Wir hatten heute vor den ganzen Tag in der Mara zu verbringen. Geplant war noch einmal bis an den Mara River zu fahren um zu sehen ob wir ein Crossing erspähen können. Peter hatte bis zu diesem Zeitpunkt nichts von Crossings in den letzten Tagen gehört. Unsere Fahrt führte uns zuerst wieder in Richtung Ol Keju Ronkai Fluss.
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Der frühe Morgen war dieses Mal sehr ruhig. Gegen später beobachteten wir einige Heissluftballons, die gerade wieder landeten. Die Ebenen schien wie ausgestorben. Das Gras trocken und hoch. Wo waren all die Gnus? Zumindest eines konnten wir entdecken. Allerdings hatte dieses Gnu eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten.
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📎 IMG_1577.JPG Kann man so fies gucken?
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Schakale stritten sich um die Reste des Kills. Als die Schakale sich verzogen begannen die Geier zu streiten.
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Auf unserer Weiterfahrt kamen plötzlich einige Giraffen aus einem Wäldchen gesprintet. Es war nicht ersichtlich vor wem oder warum die Langhälse Reißaus nahmen. Grazil sah es dennoch aus.
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Dann entdeckten wir eines er Highlights am heutigen Tage. Unter einem Busch lag die Gepardin Maleika mit ihren beiden schon fast ausgewachsenen Kindern.
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Zuerst war nur wenige Fahrzeuge an dem Spot aber nach und nach kamen immer mehr Autos. Die Meisten hatten jedoch nicht die Muse um lange zu verweilen und machten sich alsbald wieder auf die Suche nach dem nächsten Highlight. Wir blieben fast den gesamten restlichen Morgen bei der Familie stehen und genossen die Zärtlichkeiten die die Beiden Jungtiere miteinander austauschten.
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📎 IMG_1690.JPG Malaika
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Und so ging´s dann zu:
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Witzig war halt als wir vor kurzem im Kino waren um den Film "Malaika" anzusehen wir genau diese Beiden Jungtiere als ganz kleine Hupfer im Film sahen 😁 🤩 🤩 Wunschdenken, meinerseits 🙁 (siehe Post Greno)
Anschließend ging es weiter in Richtung Mara River.
Fortsetzung folgt...
Teil 1722. Nov. 2017
18.08.2017 – Maasai Mara Nationalreserve - Forsetzung
Nach einer kurzen Pause in der Nähe der Ol Donyo Loldopai Piknic Site ging es hinunter an den Fluss.
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Dort waren bereits unglaublich viele Fahrzeuge und warteten. Eine staatliche Gnuherde hatte sich bereits versammelt und die dunklen Leiber woben von einer Seite zur anderen.
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Einige Zebras hatten kurz zuvor den Fluss überquert und ein Nachzügler dieser Herde schrie aufgeregt herumtrappend nach seinen Freunden die bereits auf der anderen Flussseite angekommen waren. Der Hengst traute sich aber nicht alleine in das Wasser.
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Plötzlich rannten die Gnus los und zwar entlang des Flusses. Einige Autos starteten die Motoren und fuhren ihnen hinterher. Auch wir verfolgten nach einigen Minuten die Herde. Die Gnus überquerten nach einer Flussbiegung sofort das Nass und wir konnten nur noch die letzten Tiere sehen wie sie gerade das andere Ufer erklommen. So fuhren wir erstmal weiter in südlicher Richtung bis dahin wo der Sekera River in die Mara fließt, um zu sehen ob es weitere Gnusansammlungen geben würde. Leider konnten wir nichts finden und so führte uns unser Weg wieder zurück an die Position wo wir die erste Gnuherde vorfanden. Im Fluss entdeckten wir ein totes Gnu an dem ein großes und mehrere kleinere Krokodile fraßen.
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So standen wir wieder da und warteten auf die ankommenden Gnus. Plötzlich kam von irgendwoher eine Drohne geflogen. Die Drohne schwebte über den Krokodilen am Gnukadaver und senkte sich immer wieder in deren Richtung. Ich konnte nicht erkennen wer die Drohne lenkte. Einmal hat das große Krokodil, genervt von dem surrenden Geräusch der Drohne, regelrecht danach geschnappt und es sogar beinahe erwischt. Ich hätte mich darüber gefreut. Doch die Drohne konnte „entkommen“ und flog zu ihrem Besitzer zurück, der direkt aus einem vor uns stehenden Fahrzeug ausstieg. Es war ein vermutlich Einheimischer, jedenfalls schwarzer Pilot. Am liebsten hätte ich ja einige Worte fallen lassen. Aber wir waren erstens zu weit weg und zweitens hätte es wohl eh nichts gebracht, da solche Leute eh beratungsresistent sind. Dann hatten wir doch noch Glück und sahen ein kleines Crossing. Allerdings war unsere Position so schlecht gewählt, dass wir nicht wirklich viel erkennen konnten. Außerdem wechselten die Tiere von unserer Seite auf die andere und daher hielt sich die Begeisterung in Grenzen.
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Kein Vergleich mit den Crossings im letzten Jahr in Tansania. Peter fragte, ob wir weiter warten wollten aber das schien uns nicht ergiebig und so entschieden wir diesen Ort der vielen Autos zu verlassen und uns langsam auf den Rückweg zu begeben. Unterwegs fanden wir doch tatsächlich nochmals die 5 Brüder, die im Schatten eines Baumes den Nachmittag verdösten.
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Es ging jetzt nochmal an den Ol Keju Ronkai Fluss. Dort fanden wir glücklicherweise direkt am Fluss die Leopardin von gestern Abend wieder. Und jetzt konnten wir uns, laut Peter, auch die Rufe von gestern erklären. Die Leopardin war nämlich nicht mehr alleine sondern hatte ihren fast schon ausgewachsen Sohn bei sich.
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Während die Mutter aufmerksam die Gegend scannte war der Sohnemann ständig in Bewegung. Wahrscheinlich war er hungrig.
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Wir beobachteten die beiden Katzen ausgiebig und mussten sie nur mit einem weiteren Fahrzeug teilen.
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Dann wechselten die Beiden die Flussseite und die Leopardin drapierte sich auf einem kleinen Hügel im schönsten Sonnenlicht.
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Da wir von dieser Seite eine schlechte Sicht hatten entschieden wir auf die andere Seite des Flusses zu fahren. Gesagt, getan. Gerade als wir an der Position ankamen fuhr direkt vor uns ein Safarifahrzeug so schnell an den Hügel heran, dass die Leopardin Reißaus nahm und sich wieder in die Uferböschung verkroch. Wie kann man nur so unvorsichtig und rücksichtslos sein. Wir hätten sie in bestem Licht auf einem freien Hügel gehabt. Jetzt war nichts mehr zu sehen. Der Verursacher verließ auch schnell wieder den Spot und wir konnten langsam an die Böschung vorrücken. Nach einigen Minuten warten kamen die Beiden doch tatsächlich nochmal aus ihrem Versteck.
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Der Sohnemann wuselte aufgeregt um seine Mutter herum. Ich vermutete, dass er wirklich sehr hungrig war. Wir blieben hier bis das Licht keine Bilder mehr zuließ und wir zum Crocodile Camp zurückkehren mussten.
19.08.2017 – Vormittag - Maasai Mara Nationalreserve
Unser Weg an diesem Morgen führte uns in östlicher Richtung, wo uns zu nachtschlafender Zeit einige Hyänen unterhielten. Hyänen hatten wir in diesem Urlaub noch nicht viele gesehen. Diese hier hatten es besonders eilig.
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Peter hatte von Nashörnern in der Nähe von Keekorok gehört und so fuhren wir in diese Richtung, um die Hornträger ausfindig zu machen. Leider waren diese auch nach längerer Suche unauffindbar. Dafür sahen wir wieder einige Hyänen die einen Hierarchiestreit ausfochten. Eine der Raubtiere musste ganz schön einstecken während die anderen sie dominierten.
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Ich nehme an, dass es ein untergeordnetes Männchen war. Die Beiden schikanierten das Tier dermaßen, dass es einem schon leid tat.
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Auf unserem weiteren Weg liefen uns mal wieder unsere 5 Brüder über den Weg. Es war schon auffällig was für enorme Strecken diese 5 Katzen zurücklegten. Heute lagen sie in ziemlicher Entfernung unter einem schattenspenden Baum.
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Da ein Fahrzeug der Cheetah Conservancy dort stand hielt sich der Andrang der Fahrzeuge in Grenzen und keiner der Guides traute sich offroad an die Geparden heran zu fahren.
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Der Morgen war nicht besonders ergiebig und so fuhren wir langsam zurück ins Crocodile Camp wo wir an diesem Tag etwas früher auscheckten um quasi auf der anderen Straßenseite im Aruba Camp einzuchecken. Hier hatten wir nur ein Bushtent gebucht, da aber anscheinend nicht viel los war, gab uns die Inhaberin Gerti ein luxuriöseres Zelt. Wow, das war wirklich klasse und riesig.
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Mit einer formidablen Außendusche. Überhaupt war die Anlage des Aruba Camps vom Feinsten. Wir fühlten uns dort sofort wohl und auch das Essen war, wie wir später feststellten aller erste Sahne. Wir erkunden über die Mittagszeit das Camp, saßen lange am Crocodile/Talek River und beobachteten von dort aus das gegenüberliegende Ufer. Um 14:30 Uhr trafen wir uns zu unserem Nachmittags Game Drive.
19.08.2017 – Nachmittag - Maasai Mara Nationalreserve
Weil wir ja an diesem Tag morgens schon etwas früher zurückgefahren waren, starteten wir den Nachmittags Game Drive bereits um 14:30 Uhr. Wir fuhren in westlicher Richtung wo wir wieder bei den 5 Brüdern vorbeikamen, die einsam und verlassen unter einer Akazie relaxten. Da sich deren Position nicht geändert hatte fuhren wir weiter in südlicher Richtung. Wir steuerten auf einen großen Busch zu, vor dem sich wieder eine große Geierschar um die Reste eines Gnukadavers stritt.
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„Let us find the killer“ meinte Peter und so versuchten wir (besser gesagt er 🙂 ) den Verursacher zu finden. Das schafften wir (besser gesagt er 🙂 ) auch, denn nicht allzu weit entfernt lagen zwei Löwenweibchen im Gestrüpp und ruhten sich aus.
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Als sich die beiden erhoben und einen anderen Platz aufsuchten, konnte man erkennen, dass eine der Katzen humpelte. Vermutlich hatte sie sich bei der Jagd verletzt.
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Nach einiger Zeit ging es wieder zurück in Richtung Geparden und jetzt konnten wir sehen, dass Bewegung in die Katzen gekommen war. Sie waren nicht mehr am gleichen Platz sondern etwas weiter südlich und hatten, so ganz nebenbei, mal kurz ein Topi gerissen.
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Das muss kurz nachdem wir weggefahren waren passiert sein. Schade! Noch waren nur ganz wenige Fahrzeuge an dem Spot aber das änderte sich sehr schnell. Während die Jäger fraßen, kamen immer mehr Fahrzeuge an und umkreisten die Geparden regelrecht. Sie hielten jedoch immer noch einen gehörigen Abstand um die Fünf nicht zu verscheuchen.
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Während 4 der Brüder hastig die Bissen hinunterwürgten war einer der Brüder noch völlig außer Atem. Ich nehme an, dass derjenige war, der das Topi zur Strecke brachte.
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Irgednwann mussten wir uns dann doch losreißen und die Rückfahrt antreten. Am Gate angekommen, trafen wir die handaufgezogene Elenantilope von Gerdi, die dort mit den Rangern ein „Schwätzchen“hielt.
20.08.2017 – Vormittag - Maasai Mara Nationalreserve
Heute Morgen führte uns unsere Pirschfahrt zuerst entlang des Talek Rivers.
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Nachdem wir einige Hyänen bei ihrem morgendlichen Sonnenbad beobachtet hatten entdeckten wir auf einem Baum am Fluss einen faulen Leoparden. Wir blieben etwas stehen doch es war eindeutig zu erkennen, dass die schöne Katze nicht willens war von ihrem Schlafplatz aufzustehen.
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So fuhren wir weiter in Richtung Burrungat Plains. Dort fanden wir zwei Löwinnen die am Morgen ein Gnu gerissen hatten.
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Allerdings waren beide schon satt und entfernten sich langsam von dem Riss. Wir waren zu Anfang noch völlig alleine mit den Katzen. So konnten wir sie ausgiebig beobachten und die beiden hatten sich auch schnell an uns gewöhnt.
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Als die beiden ihren Riss verließen und dann auch mehr Autos eintrafen verließen wir diesen Spot und fuhren weiter in Richtung Ol Koju Ronkani.
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Es kamen uns viele Gnus entgegen.
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Es musste wohl erst vor kurzem ein Crossing am Mara River stattgefunden haben. Wir fuhren heute nicht bis an den Mara River sondern drehten vorzeitig wieder um, da Peter nichts von möglichen Crossings im Funk gehört hatte.