SKskrewdriversThemenstarter266 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #1hallo
habe mein eigenes fahrzeug mit deutscher zulassung in namibia stehen.bin mit dem fahrzeug die westküste runter und letzten januar von angola eingereist.ich fahre das fahrzeug mit einem carnet de passage.
bin in der zwischenzeit schon mehrmals zu meinem fahrzeug von deutschland nach windhoek geflogen.jedesmal habe ich umfangreiche neue ersatzteile für mein fahrzeug dabei.ich werde auch ab und zu bei der einreise kontolliert und lande dann bei den zollbeamten.nach erklärung das die teile für mein fahrzeug sind und nach vorlage des carnet kann ich immer weiter ohne diskussion.
jetzt habe ich ein verteilergetriebe mit ups runtergeschickt.das getriebe ist neu und hat einen wert von 7000,-€.
da ich persönlich erst in zwei monaten wieder in windhoek bin,sollte die ivecowerkstatt das getriebe abholen und in das fahrzeug in der zwischenzeit einbauen.
in diesem fall wird aber von zollkosten gesprochen.oder ist es auch hier nach vorlage des carnet ,in form einer kopie ,möglich die zollkosten zu umgehen?
gruss matthias
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2017 · #2HI Matthias,
soweit ich weiß unterliegen Autoersatzteile besonderen Einfuhr- und Zollbestimmungen (ich dachte immer alle Autoersatzteile seien Zollpflichtig) Das weiß am besten der Zoll selber - versuche aber nicht per eMail Kontakt aufzunehmen, sondern wenn per
eMail Telefon oder frage hier jemanden, der vorbei gehen kann: Director: Customs and Excise Tel: 2092811 Fax: 239278
Eigentlich gab es auch immer das US-amerikanische "Namibia Trade Information Portal" (www.namibiatradeinformationportal.gov.na), aber das scheint leider nicht mehr online zu sein 🙁
,in form einer kopie
soviel schonmal vorab. Eine Kopie, wenn nicht beglaubigt, interessiert in diesem Land keine staatliche Stelle.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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UGUGI7 Beiträge · seit 201704. Okt. 2017 · #3Hallo
In der Theorie sollte es auf jeden Fall möglich sein, denn wenn man mit dem Fahrzeug einreist und die Teile da drin liegen sagt ja auch keiner was (meistens).
Habe es auch schon mehrfach selber praktiziert, Teile am Flughafen mit Carnet zollfrei eingeführt. War aber halt immer persönlich der Einreisende, mit original Papieren.
Aber Theorie und Praxis ist halt so ne Sache. Hängt in deinem Falle wohl sehr von dem Verhandlungsgeschick und Hartnäckigkeit des Empfängers/Abholers ab.
Gruss UGI
Olli143 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #4Hallo Matthias,
wenn Du alles wahrheitsgemäß angegeben hast, so wirst Du nicht umhin kommen, auch wahrheitsgemäß den Zoll und die Einfuhrgebühren zu entrichten. Aufwendig (und langfristig) kann es werden, wenn Du für das Getriebe ein „Import Permit“ benötigst. Dies ist mir vor Jaaaahren passiert, als ich sehr dringend und daher kurzfristig ebenfalls ein Getriebe einfliegen (!) lassen mußte. Das Getriebe lag dann noch monatelang im Zoll, weil das Import Permit vorab nicht beantragt und ausgestellt wurde. Das war 2001.
Du solltest auf jeden Fall vor der Ankunft (!) des Ersatzteils in Namibia einen hiesigen „Clearing Agent“ beauftragen. Wichtig wäre ja, daß Dir das Ersatzteil während Deiner Zeit hierzulande zur Verfügung steht, …und nicht dann wenn der Zoll meint, daß er Dir nun „einen Gefallen“ machen könnte!
Die beiden Speditionen, die mir bisher hilfreich waren, sind „Transworld Cargo“ und „Kühne & Nagel“. Dort wird auch deutsch gesprochen. Ansonsten hat mir ganz aktuell „Brussel Investment cc.“ geholfen, als ich dieses Jahr eine Doppelgelenkwelle meines Magirus zur Überholung nach Deutschland mit einem Carnet de Passages ausführen mußte, …also umgekehrter Weg von Nam nach D. Der Eigentümer heißt Jeff Brussel, spricht nur Englisch. Versuche es zunächst mit ihm: www.brusselinv.com jeffbrussel@iway.na Er wird Dir zumindest fachkompetente und verbindliche Auskünfte geben!
Viel Glück, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
SKskrewdriversThemenstarter266 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #5hallo
danke für die hinweise,
das getriebe ist ja schon unten im zoll.
also um zahlung zoll komme ich trotz carnet nicht herum,das ist jetzt klar.
also versuche jetzt mal mit der ivecovertretung das getriebe aus dem zoll zu bekommen.
gruss matthias
JUjuergen225 Beiträge · seit 200616. Jan. 2019 · #6Hallo, ich bin gerade auf das Thema gestoßen.
In den internationalen Bedingungen zum Carnet de Passage (zollfreie Einfuhr von Strassenfahrzeugen) ist unter Chapter II, Article 5 geregelt, daß auch der Import von Ersatzteilen für das Fahrzeug ohne Einfuhrabgaben möglich ist.
Ich habe die Regelung als JPG beigefügt.
Praktische Erfahrungen mit der Regelung habe ich leider noch keine.
Viele Grüsse
Jürgen
JUjuergen225 Beiträge · seit 200616. Jan. 2019 · #7SKskrewdriversThemenstarter266 Beiträge · seit 200817. Jan. 2019 · #8hallo
das ist aber interesannt das zu wissen,
ob das der adac auch weiss?
hatte mich damals wegen dem trasport der getriebes und wegen reifentransport mit ihnen in verbindung gesetzt.
sie machten mir ein angebot für transport,mit dem hinweis,zoll und deren höhe muss ich selbst bei abholung der teile vor ort klären.
meine reifen habe ich jetzt endlich in südafrika kaufen können.in sambia war es nicht möglich.
gruss matthias
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200617. Jan. 2019 · #9Hi Matthias,
wegen reifentransport mit ihnen in verbindung gesetzt.
Reifen unterliegen in der ganzen SACU einer besonderen Regelung. So sind benutzte Reifen gar nicht offiziell einführbar, neue unterliegen einem extrem hohen Steuersatz/Zoll. Das nur zur Info.
Ich verstehe nicht so ganz was EU-Zollregeln (siehe Anhänge von Jürgen) für einen Effekt auf Ersatzteile/Reifen im südlichen Afrika haben sollten. Die Thematik kommt erst auf, wenn Du Dein Auto temporär in die EU bringst...
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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JUjuergen225 Beiträge · seit 200617. Jan. 2019 · #10Hallo,
bei den Regeln handelt es sich um die internationalen Regeln zum Carnet de Passage - ich habe diese lediglich einer europäischen Homepage entnommen.
Ob Reifen im Rahmen dieser Regelung tatsächlich als Ersatzteile zu werten sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Gruss Jürgen
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200617. Jan. 2019 · #11Hi Jürgen,
es handelt sich aber um die "Customs Convention on the Temporary Importation of
Commercial Road Vehicles, d. h. Busse, Taxis, Lastwagen etc. Das hat nichts mit Privatfahrzeugen zu tun.
"the term "commercial use" shall mean use for the transport of persons for remuneration, reward or other consideration or for the industrial or commercial transport of goods with or without remuneration;" (
http://www.unece.org/fileadmin/DAM/trans/conventn/impcom-e.pdf)
Viele Grüße
Christian
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JUjuergen225 Beiträge · seit 200617. Jan. 2019 · #12Hallo Christian,
die Regelungen gelten auch für den temporären Import von Privatfahrzeugen:
Siehe LInk:
https://www.unece.org/fileadmin/DAM/trans/conventn/imppriv_En.pdfRegelungen zu den Ersatzteilen Chapter II, article 4
Gruss Jürgen
FOFocus517 Beiträge · seit 201817. Jan. 2019 · #13Hallo,
selten trifft man am Flughafen in WDH auf Zollbeamte, die diese Regelungen "nicht" kennen.
Nach Vorzeigen des Carnet wird das Ersatzteil zollfrei abgefertigt - persönliche Erfahrung mit einem Kühler, Lichtmaschine und diversen Kleinteilen.
Denn genau das von Jürgen aufgeführte Abkommen ist Grundlage des Carnet des Passage, welches von Namibia uneingeschränkt anerkannt ist. Somit fällt auch die Ersatzteileinfuhr im Rahmen des Carnet darunter.
Sh. Auch hier unter Allgemeines:
https://www.adac.de/_mmm/pdf/Neuantrag_komplett_326286.pdfDaher ist es nicht ratsam, bei Einfuhr von teuren und großen Teilen die Zollabwicklung der Reparaturfirma zu überlassen. Diese bezahlen den Zollbetrag, um das Teil aus dem Zoll zu bekommen. Die Rückerstattung dann zu erwirken dürfte recht aufwändig sein, wenn nicht gar erfolglos...
VG