SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201605. Sept. 2017 ·
Liebe Fomis,
erst einmal vielen Dank für die vielen interessanten und hilfreichen Berichte, Anregungen, Erfahrungen und Tipps, die ich im Vorfeld unserer Reise hier im Forum gefunden und selbstverständlich auch gelesen habe. Wir haben eine typische Anfängerroute gewählt und es existieren bereits viele ähnliche Berichte. Für uns war Botswana Neuland und ich würde gerne unsere Eindrücke mit Euch teilen. Vielleicht ist ja doch etwas dabei, was Ihr noch nicht kennt 😉 . Für uns war vor allem neu, dass wir mit einem Dachzelt unterwegs waren und wir sowohl auf Campsites als auch in Lodges übernachtet haben.
Wir sind jetzt bereits seit gut zwei Monaten zurück und der Alltag hat uns wieder fest im Griff. Aber sobald wir uns unsere Fotos anschauen, bekommen wir sofort wieder Lust, unsere Taschen zu packen und in den nächsten Flieger zu steigen.
Wir sind mit der SAA über Johannesburg nach Windhoek geflogen. Auf dem Hinflug lief auch alles prima. Aber der Rückflug war etwas stressig: Sehr langer Check-In aufgrund Systemüberlastung, Flug hatte deshalb Verspätung und es entstand Hektik in Jo’burg beim Anschlussflug. Zum Shoppen war keine Zeit mehr 😮 . Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall wieder einen Direktflug mit Air Namibia buchen.
Für die erste Nacht hatten wir uns auf einer Gästefarm einquartiert. Somit blieb uns genügend Zeit, nach der Wagenübernahme die ersten Einkäufe zu tätigen und den Wagen „häuslich“ einzurichten. Unsere Tour führte uns von Windhoek über den Waterberg zum Etosha Nationalpark. Weiter durch den Caprivi-Zipfel über Divundu nach Kasane. Von dort machten wir einen Abstecher zu den Victoria Falls in Simbabwe, bevor es dann weiter zum Chobe und Moremi Nationalpark ging. Von Maun ging es dann über Ghanzi zurück nach Windhoek.
Insgesamt waren wir 21 Tage unterwegs und sind ca. 3.800 km gefahren – gottlob ohne Pannen oder Reifenschäden.
Wir hatten schon lange von Botswana geträumt und wurden nicht enttäuscht. Wir sind mit vielen unvergesslichen Eindrücken und wunderschönen Erlebnissen zurückgekommen. Die Tierwelt ist unbeschreiblich und landschaftlich ist Botswana wirklich ein Traum.
Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Lesen und freue mich über Eure Kommentare.
Viele Grüße aus dem Rheinland Birgit
Unsere Route
Tag 1 – Donnerstag, den 25.05.2017
Wir haben uns sehr lange auf den Urlaub gefreut. Heute geht es endlich los! Unseren Wagen parken wir sicher im Parkhaus von Airparks in Frankfurt-Griesheim und fahren mit dem Shuttle zum Flughafen. Es bleibt noch genügend Zeit, um einige Euros im Duty-Free-Shop loszuwerden 😛 , bevor die Maschine der SAA pünktlich um 20:45 Uhr abhebt.
Der Flug ist ruhig, das Essen okay und wir schaffen es sogar, ein wenig zu schlafen. So langsam kommen wir in den Urlaubs-Modus!
Tag 2 – Freitag, den 26.05.2017
Sowohl der Langstrecken- als auch der Anschlussflug haben reibungslos funktioniert und in Windhoek werden wir bereits von Katja (unserer Ansprechpartnerin vor Ort) erwartet. Gemeinsam fahren wir in die Stadt zur Bank und zu Value Car Rental, wo wir unser „zu Hause“ für die kommenden drei Wochen übernehmen. Anschließend geht's zum Sparmarkt, um einen ersten Großeinkauf zu tätigen.
Tja ... und dann wieder zurück zum Autovermieter. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass sich das Beifahrerfenster zwar ohne Probleme öffnen, aber nicht mehr schließen lässt. Na, das fängt ja gut an!
Am Nachmittag erreichen wir dann endlich das Gästehaus Voigtland, ca. 40 km außerhalb der Stadt. Wir kennen diese schöne Gästefarm bereits von unserem ersten Namibiabesuch und fühlen uns direkt heimisch. Nach einem Begrüßungskaffee sortieren wir erst einmal uns und unsere Sachen. Anschließend eine erfrischende Dusche und schon ist es Zeit für unser erstes namibisches Abendessen: Gemüsesuppe, Oryxsteak mit Kartoffelpüree, überbackene Zucchini, Creme Brulee und dazu eine gute Flasche Rotwein. Sehr lecker! Jetzt sind wir endlich angekommen!
Stefan, der Hausherr, erzählt uns noch, dass es "gleich um die Ecke" Erdmännchen gibt. Bei Sonnenaufgang würden diese immer aus ihrem Bau kommen. Also: Wecker früh stellen!
Etwas geschafft fallen wir schon kurz nach 21:00 Uhr ins Bett.
Tag 3 – Samstag, den 27.05.2017
Wir stehen bereits um 6:30 Uhr mit unseren Kameras in den Startlöchern und wollen den Erdmännchen einen Besuch abstatten. Von wegen Erdmännchen – die entpuppen sich „nur“ als Erdhörnchen 😕 . Haben wir etwa Stefan gestern falsch verstanden? Oder zu viel Rotwein getrunken? Dafür ist das Frühstück grandios und mit allem, was das Gourmetherz höher schlagen lässt.
Wir verabschieden uns von Voigtland. Bevor wir aber in Richtung Waterberge fahren, müssen wir ein weiteres Mal zu Value Car Rental 🙁 . Der High Lift Jack löst sich – trotz mehrmaligem Nachziehen der Schrauben. Kommentar des Mechanikers: Ist doch eh nur Dekoration für die Touristen. Also lassen wir den Wagenheber kurzerhand abmontieren. Hoffentlich bereuen wir das nicht noch ...
Gemütlich fahren wir dann nach Norden. Wir legen einen kurzen Stopp bei "Savannah Biltong" in Okahandja ein, um uns mit Biltong und Droewors einzudecken. Gegen 15:00 Uhr erreichen wir die Waterberg Valley Lodge direkt am Waterberg Nationalpark. Bei Kaffee und Kuchen genießen wir die fantastische Aussicht auf das Waterberg Plateau und anschließend relaxen wir auf unserer kleinen Terrasse.
Der Donkey wurde schon angeheizt und so können wir uns vor dem Abendessen noch eine erfrischende Dusche gönnen.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 4 – Sonntag, den 28.05.2017
Wir frühstücken gemütlich und starten in den neuen Tag. Es dauert nicht lange und wir sehen die ersten Tiere: Warzenschweine, ein Rudel Mangusten und unsere erste Giraffe. Ansonsten kreuzen jede Menge Rinder und Ziegen unseren Weg. Die Strecke ist zunächst recht staubig (Gravel Road) und hin und wieder passieren wir ein Viehgatter. In Tsumeb tanken wir noch einmal auf und kaufen für's erste Frühstück am kommenden Tag ein.
Am frühen Nachmittag erreichen wir die Onguma Tamboti Campsite. Hier könnten wir uns durchaus einen längeren Aufenthalt vorstellen. Jeder Stellplatz hat sein eigenes Dusch-/Toilettenhäuschen und die benachbarte Campsite ist ausreichend entfernt. Echt super! Den Grill lassen wir heute noch kalt - nicht alles Neue auf einmal! - und wir melden uns zum Abendessen an.
Unseren ursprünglichen Plan, noch eine kleine Runde im Etosha Park zu drehen, verwerfen wir. Anstelle dessen testen wir ausgiebig den Auf- und Abbau des Dachzeltes und wir sortieren unseren fahrbaren Untersatz bzw. die Ladefläche erneut. Puh, so viele Tüten und Taschen und wir haben noch keinen richtigen Überblick! Dann relaxen wir am Pool und essen lecker im kleinen Restaurant.
Auf die erste Nacht im Dachzelt sind wir mächtig gespannt!
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 5 – Montag, den 29.05.2017
Die erste Nacht im Dachzelt war - zumindest für mich - suboptimal. Matratze und Kopfkissen zu dünn, mal zu warm, dann wieder zu frisch, oft aufgewacht, um eine bessere Liegeposition zu finden. Ich bin froh, als um 5:00 Uhr endlich der Wecker geht und wir aufstehen dürfen. Insgesamt ein wenig gewöhnungsbedürftig. Hoffentlich geht’s in den kommenden Nächten besser. Na, dann mal raus in den frischen Morgen (14 Grad) 🤨 .
Zunächst noch mit Stirnlampen packen wir das Dachzelt zusammen. Pünktlich um 6:30 Uhr öffnet das Gate zum Etosha Nationalpark und wir gehören mit zu den Ersten, die hineinfahren. Wir besuchen viele Wasserlöcher, fahren etliche Schleifen und kommen bis zum Etosha Lookout. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf die Etosha Pfanne und man darf hier auch aussteigen. Ansonsten ist dies nur auf den ausgewiesenen Picnic Sites erlaubt. Auf solch einem frühstücken wir ausgiebig - mit frisch gekochtem Kaffee. Es ist schon sehr praktisch, wenn man als Selbstverpfleger alles dabei hat. Wir ernten einige neidische Blicke von "Hummeldumm"-Touristen, die mit einem Bus unterwegs sind und ihre klebrigen Lunchpakete verdrücken 😛 .
Insgesamt haben wir einige tolle Tiersichtungen: Unmengen von Zebras, Impalas, Springböcken und Riesentrappen. Dann Kuhantilopen, Oryxantilopen, Giraffen, Warzenschweine, Sekretärvogel und jede Menge andere Vögel und sogar einen Löwen und einen Leopard (diesen leider nur ganz kurz). Ein wenig enttäuscht sind wir, dass wir keinen einzigen Elefanten und kein Nashorn sehen. Aber wir stehen ja erst am Anfang unserer Reise. Es war trotz allem ein wunderschöner Tag!
Zurück auf der Campsite heißt es wieder Zelt aufbauen und sortieren. Wir gönnen uns erneut ein Abendessen im Restaurant, weil wir keine Lust mehr zum Kochen haben.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 6 – Dienstag, den 30.05.2017
Heute heißt es einfach nur Strecke machen. Wir müssen ganz in den Norden Namibias, d.h. in den Caprivi Zipfel. Der Wecker geht erneut um 5:00 Uhr und die nächsten eineinhalb Stunden sind wir mit Zeltabbau, Frühstück und Aufräumen beschäftigt.
Die Strecke über Rundu bis Divundu ist gottlob eine gut ausgebaute Asphaltstraße und wir benötigen ca. 6 Stunden. Zunächst ist die Landschaft recht eintönig. Aber je weiter man nach Norden kommt, desto "afrikanischer" wird sie. Wir sehen typische Dörfer aus Rundhütten, viele Menschen, winkende Kinder, Ziegen- und Rinderherden. Man muss immer aufpassen, wer und was die Straße kreuzt 😄 .
Die Ndhovo Safari Loge liegt traumhaft am Okavango River. Von unserem Zelt aus haben wir direkten Blick auf den Fluss. Am anderen Flussufer können wir die ersten Elefanten sehen, vor unserer Terrasse hat es sich eine Schildkröte gemütlich gemacht und wir haben einen winzigen Gecko als Haustier. Als sich die Sonne langsam verabschiedet, schwimmen jede Menge Hippos vorbei.
Interessant ist auch der Leberwurstbaum. Das ist kein Witz, der Baum heißt wirklich so! Die Früchte sehen aus wie lange Würste und werden sowohl als Tierfutter verwendet als auch z. B. zum Bierbrauen (auf afrikanische Art, versteht sich).
Das Abendessen nehmen wir gemeinsam mit den übrigen Gästen ein und ist sehr lecker. Ach ja, so lässt es sich aushalten!
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 7 – Mittwoch, den 31.05.2017
Mitten in der Nacht werden wir wach, weil wir ganz in der Nähe Hippos hören. Ein vorsichtiger Blick mit der Taschenlampe nach draußen, aber wir können nichts sehen, es ist einfach zu dunkel. Am Morgen erfahren wir, dass die Hippos an der Aussichtsterrasse gegrast haben. Ansonsten war die Nacht entspannter als im Dachzelt. Es gibt doch nichts über gute Matratzen und Kopfkissen!
Der Sonnenaufgang über dem Okavango River ist wunderschön - begleitet von Hippos und unzähligen Vogelstimmen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir in das nahe gelegenen Mahango Game Reserve. Dieser Park ist einer der kleinsten Naturschutzgebiete Namibias (nur 245 km2) und Teil des größeren Bwabwata Nationalparks. Der Park wurde geschaffen, um bedrohte Tierarten wie z. B. die Rappenantilope zu schützen. Wir sehen jede Menge Impalas, Zebras und Gnus, aber auch einen Elefanten, einige Mangusten und etliche Vögel. Zum ersten Mal sehen wir Lechwe Antilopen (auch Litschi Antilope genannt) – sehr schöne Tiere. Bevor wir den Heimweg antreten, schauen wir lange einem Hippo beim Grasen zu und entdecken noch einen Waran, der den Weg zum Wasser sucht. Außerdem testet Walter die Grenzen des Autos aus 🤪 - alle möglichen Gänge und ob man problemlos wieder aus dem Sand kommt. Üben für Botswana ...
Uns hat das Mahango Game Reserve besonders landschaftlich sehr gut gefallen, es ist irgendwie anders als die Parks, die wir bisher kennen lernen durften - weite Savannenlandschaften, Palmen und besonders bemerkenswert sind die vielen großen Baobabs.
Am späten Nachmittag unternehmen wir mit Michael eine Bootstour auf dem Okavango River. Er zeigt uns viele Vogelarten, wir sehen Krokodile, Antilopen und natürlich viele Hippos. Einmal sehen wir ein "Happy Hippo". Michael erklärt uns, wenn die Hippos glücklich sind, reißen sie ihre Münder ganz weit auf. Na, glauben wir ihm mal.
Es ist wunderschön, mit dem Boot langsam über den Okavango River zu schippern und die Landschaft zu genießen. Insbesondere die untergehende Sonne sieht traumhaft aus. Ein schöner Tagesabschluss!
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 8 – Donnerstag, den 01.06.2017
Puh, es kostet uns einige Überwindung, kurz nach 5:00 Uhr bei nur 12 Grad (im Zelt, außerhalb des Zeltes nur 9 Grad!) das kuschelige Bett zu verlassen 😵 . Gottlob ist das Wasser schon warm. Aber egal, die Hippos rufen. Wir machen alles soweit reisefertig und platzieren uns mit dicken Wolldecken, einem heißen Kaffee und und unseren Kameras auf die Terrasse. Schnell ist die Kälte vergessen. Wir lauschen den vielen Vögeln, die langsam erwachen und die Hippos sind auch schon aktiv. Die Geräuschkulisse ist einmalig!
Nach dem Frühstück geht’s dann auch schon weiter. Von unserem Reiseveranstalter haben einen Tipp bekommen, von wo aus man einen tollen Blick auf die Popa Falls (Stromschnellen) hat. Nach einigem Suchen finden wir auch die richtige Abzweigung und werden nicht enttäuscht. Die Popa Falls sind natürlich nicht spektakulär, aber schön anzusehen und in jedem Fall einen Abstecher wert.
Dann geht die Fahrt weiter auf dem Trans-Caprivi Highway durch den Caprivi-Zipfel und den Bwabwata Nationalpark. Obwohl zahlreiche Straßenschilder immer wieder auf Elefanten und Wildhunde hinweisen, bekommen wir Beide nicht zu sehen. Dafür sehen wir einige kleine, typische Dörfer - viele Holzhütten, aber auch einige aus Ziegelsteinen. Die Dörfer oder kleinen Anwesen sind teils mit Schilfgras oder Holz eingegrenzt. Frauen kommen mit Kanistern beladen von der Wasserstelle, Kinder hüten Ziegen oder Rinder. Es gibt kleine Schulen, wo die Kinder draußen sitzen und unterrichtet werden. Das alles ist schon ein krasser Unterschied zu unserem Leben in Deutschland. Aber trotz allem wirken die Menschen auf uns fröhlicher als zu Hause, immer wieder winken sie uns zu und lächeln.
Ansonsten ist die Fahrt recht eintönig. Kurz vor der Namushasha River Lodge halten wir in einem kleinen Dorf und kaufen Feuerholz. Im Gegenzug finden Haribo und Buntstifte glückliche Abnehmer.
Wir haben übrigens kurz überlegt, ob wir versuchen sollen, noch ein Zimmer in der Lodge zu bekommen. Aber die Campsite liegt so schön ruhig, dass wir es uns schnell anders überlegen. Die Lodge ist relativ groß und wird auch von größeren Reisegruppen besucht. Der Geräuschpegel ist entsprechend 😮 . Das Essen ist sehr gut, aber wir sind froh, als wir zurück auf der Campsite sind. Bei einem Bier am Lagerfeuer lassen wir den Abend ausklingen.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 9 - Freitag, den 02.06.2017
Wir packen früh, weil wir gerne noch zum Horseshoe im Bwabwata Nationalpark wollen. Die Pisten sind zum Teil sehr tiefsandig und schmal, viele Büsche. Der Park ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, aber tierisch könnte mehr los sein – ein paar Elefanten, Kudus, Impalas und Hippos. Bis zum Horseshoe kommen wir leider nicht, weil uns irgendwie die Zeit davon läuft und wir heute noch nach Botswana wollen. Allerdings stellen wir fest, dass es hier im Park eine Campsite gibt – Nambwa Campsite gleich in der Nähe des Horseshoe’s. Sicherlich eine lohnende Alternative fürs nächste Mal.
Dann machen wir uns auf den Weg nach Botswana - über Katima Mulilo und Ngoma Bridge, wo sich der Grenzübergang befindet. Die Landschaft bietet ist abwechslungsreich und wir kommen an vielen typischen Dörfern vorbei.
Die Grenzprozedur von Namibia nach Botswana ist recht aufwendig. Immer wieder müssen wir Formulare ausfüllen - zuerst auf der Namibia-Seite, dann in Botswana. Sowohl unser Auto als auch alle unsere Schuhe genießen das obligatorische Desinfektionsbad 🙄 . Dann erfolgt noch eine eingehende Kontrolle unserer Kühlbox, unserer Lebensmittelboxen und aller Tüten, ob wir auch bloß keine Frischwaren einführen. Merkwürdigerweise werden weder Milch noch Butter oder unser restliches Biltong beanstandet. Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass diese Lebensmittel konfisziert werden. Das soll einer verstehen 🤨 . Mit den Kontrollen und der Desinfektion soll verhindert werden, dass Krankheiten (insbesondere die Maul- und Klauenseuche) eingeschleppt werden.
Unser Quartier – die Garden Lodge – liegt am Ortsausgang von Kasane, traumhaft gelegen direkt am Chobe River, sehr schönes Zimmer. Das Städtchen ist aufgrund der günstigen Verkehrsinfrastruktur ein idealer Anlauf- und Ausgangspunkt für Touristen. Es gibt einen kleinen Flughafen und die Grenze zu Sambia (Victoria Falls) ist nicht weit. Es geht sehr quirlig zu, es gibt viele Shops und Straßenstände, Banken, eine Tankstelle und zwei große Supermärkte.
Am Nachmittag "überfällt" ein großes Rudel Streifenmangusten den saftig grünen Rasen der Lodge - immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Außer uns scheint das aber niemanden zu interessieren, das kommt wohl fast täglich vor. Für uns ideale Fotomotive 🙂 .
Für morgen Vormittag buchen wir noch einen Game Drive im Chobe Nationalpark und für den Nachmittag eine Bootstour auf dem Chobe River inklusive Sundowner.
Das Dinner nehmen wir gemeinsam mit den anderen Gästen ein. Das Essen ist sehr lecker, die Leute interessant und wir haben einen sehr kurzweiligen Abend.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201606. Sept. 2017 ·
Tag 10 – Samstag, den 03.06.2017
Nach dem Frühstück steht Tefo, unser Guide, schon in den Startlöchern. Tefo ist uns auf Anhieb sehr sympatisch. Er weiß auf (fast) alles eine Antwort und erläutert uns sowohl die Tier- als auch die Pflanzenwelt Botswanas. So hält er als erstes an einem Marula-Baum. Die Früchte sind reif und wir dürfen probieren. Echt lecker! Die Elefanten lieben die Früchte. Außerdem wird aus den Früchten der berühmte „Amarula Creme Likör“ hergestellt 😏 . Viele Batswana sammeln die Früchte und brauen ihren eigenen Likör daraus.
Der Game Drive war super-erfolgreich: Unmengen von Impalas, Lechwes, Hippos, Baboons, Elefanten und Vögel. Highlight Nr. 1 sind Wildhunde, die Tefo im letzten Augenblick entdeckt. Leider sehen wir sie nur ganz kurz, bevor sie schnell wieder im Gebüsch verschwinden. Wildhunde sieht man relativ selten und sie sind sehr scheu. Ein echtes Erlebnis und selbst Tefo ist ganz aus dem Häuschen 🤩 !
Hightlight Nr. 2 sind die Säbelantilopen (Rappenantilopen). Diese Antilopen standen zu Beginn unserer Reise gemeinsam mit den Wildhunden auf unserer Wunschliste und wir sind mehr als glücklich, beide gesichtet zu haben.
Wir sind gegen Mittag zurück. Während Walter es sich auf der Terrasse gemütlich macht, inspiziere ich den nahe gelegenen Supermarkt und suche einen ATM, um für Geldnachschub zu sorgen. Es gibt einen kleinen Markt und es richtig was los. Was mir besonders auffällt ist, dass alle Batswana sehr freundlich sind. In der Schlange am ATM komme ich mit einen älteren Mann ins Gespräch und ich lerne u. a. das Wort für "Guten Tag" = "Dumela".
Am Nachmittag steht mit Tefo die Bootstour auf dem Programm und erneut geht es in den Chobe Nationalpark – diesmal zu Wasser. Es sind unheimlich viele Boote, auch Hausboote, unterwegs. Alle möchten den Sundowner auf dem Chobe geniessen. Wir sehen wieder eine große Anzahl von Hippos, einen Elefanten, der sichtlich Spaß im Wasser hat, Büffel, Krokodile, Antilopen, Baboons, ... Um es kurz zu machen: Es ist der Wahnsinn! Eine unbeschreiblich schöne Landschaft, ein wundervoller Sonnenuntergang und so viele Tiere. Wir sind glücklich und möchten gar nicht wieder zurück.
Das Abendessen ist wieder sehr lecker und wir unterhalten uns prima mit einigen Südafrikanern und Marc, einem der Manager. Es ist schon echt interessant, welche Leute man so kennenlernt.
Vor dem Schlafen packen wir noch unsere Rucksäcke für den Abstecher nach Simbabwe und wir räumen das übrige Gepäck in unseren Wagen. Da wir einen Transfer nach Simbabwe gebucht haben, bleibt unser Hilux solange sicher in der Lodge stehen.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Tag 11 – Sonntag, den 04.06.2017
Heute steht eines unserer großen Highlights auf dem Programm – die Victoria Falls in Simbabwe. Wir stärken uns noch bei einem leckeren Frühstück und kurz nach 9:00 Uhr werden wir pünktlich an der Garden Lodge von einem Fahrer der Firma Shearwater Adventures abgeholt. Zusammen mit Klaus und Lada, einem deutschen Ehepaar, geht's los. Wir Vier verstehen uns auf Anhieb und tauschen auf der Fahrt unsere Urlaubserlebnisse aus.
Bis zur botswanischen Grenze ist es ein Katzensprung, gerade mal 15 Minuten Fahrzeit. Die üblichen Grenzformalitäten – Ausreise aus Botswana, Einreise in Simbabwe – sind notwendig und für das Visum zahlen wir 30 US$ pro Person. Unser erster Fahrer bringt uns bis an die Grenze zu Simbabwe, wo bereits ein anderer Fahrer von Shearwater wartet und uns übernimmt. Eigentlich recht einfach und unkompliziert.
Die Fahrt von der Grenze zum gleichnamigen Ort Victoria Falls dauert ca. eine Stunde. Die Zeit vergeht jedoch wie im Flug, weil wir uns prächtig unterhalten. Kurzzeitig werden wir durch Dingi, unseren Fahrer, unterbrochen, weil eine Schwarze Mamba die Straße kreuzt 🤩 . Leider zu schnell für ein Foto! In Victoria Falls angekommen gibt es eine kleine „Stadtrundfahrt“ durch den Ort, bevor Dingi uns in der Bayete Lodge absetzt. Er wartet, während wir einchecken und uns frisch machen. Währenddessen bucht er für uns noch einen Helikopter-Flug am Nachmittag und auch um eine Tischreservierung im Ilala Lodge Hotel für den Abend kümmert er sich. Klaus hatte eine Empfehlung hier im Namibia-Forum gelesen und gemeinsam wollen wir heute Abend dort dinnieren.
Die Bayete Lodge ist – wieder einmal – wunderschön. Wir haben großes Glück und bekommen ein Familienzimmer (2 Schlafzimmer und ein riesiges Bad). Eigentlich viel zu schade für nur eine Nacht.
Es geht es zurück zum Wagen und Dingi bringt uns zum Eingang des Victoria Falls Nationalpark. Auch hier werden wir um 30 US$ pro Person ärmer. Wir packen wir uns und unsere Kameras wasserfest ein. Dann wandern wir den ca. 2 km langen Pfad, der am Canyon des Sambesi entlang führt, entlang und einem Regenwald gleicht. An verschiedenen Aussichtspunkten gibt es immer wieder spektakuläre Blicke auf die Fälle und die entstehenden Regenbögen. Am Ende des Parks sieht man auf die Victoria Falls Bridge, die Grenze zu Sambia. Gut, dass wir Regenponchos angezogen haben, die halten schon etwas ab und vor allem schützen sie unsere Kameras. Aber am Schluss ist alles, was nicht durch den Poncho geschützt ist, pitschnass. Egal: Wir können uns gar nicht satt sehen an den Fällen! Es ist unbeschreiblich. Man muss die höchsten Fälle der Welt einmal selbst mit eigenen Augen sehen, beschreiben kann man es nicht wirklich.
Am Ausgang wartet bereits ein Fahrer von "Flight of Angels“ und er bringt uns zum Flughafen. Zusammen mit Klaus, Lada und zwei weiteren Touristinnen aus England erleben wir dann einen wirklich spektakulären 15minütigen Rundflug über die Fälle. Auch hier fehlen uns die Worte. Diese Fleckchen Erde ist eines, was man unbedingt einmal im Leben gesehen haben sollte. Unbeschreiblich! Der Rundflug hat übrigens pro Person 150 US$ gekostet und war jeden Dollar wert.
Der Fahrer bringt uns zurück zur Bayete Lodge und Klaus und Lada zum legendären Victoria Falls Hotel. Wir relaxen ein wenig im Garten und genießen das Ambiente der Lodge. Am Abend fahren wir gemeinsam mit Klaus und Lada in einem Taxi zum exklusiven Ilala Lodge Hotel. Die Atmosphäre erinnert ein wenig an die alte Kolonialzeit und das Essen ist exzellent, aber kein Schnäppchen. Auf jeden Fall ein gebührender Abschluss für Klaus und Lada, da es ihr letzter Abend ist. Die Beiden waren insgesamt 5 Wochen unterwegs und fliegen morgen nach Hause.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Tag 12 – Montag, den 05.06.2017
Nach dem gemeinsamen Frühstück verabschieden wir uns von Klaus und Lada. Pünktlich steht unserer Fahrer Samu bereit, um uns wieder zurück nach Kasane bzw. zur Grenze zu bringen. Das Prozedere kennen wir bereits: eine Stunde Fahrzeit bis zur Grenze, Papierformalitäten erledigen, Auto- und Fahrertausch, weitere Fahrgäste aufnehmen und dann zurück nach Kasane.
Wir werden an der Garden Lodge abgesetzt, unser Auto wartet schon auf uns. Wir räumen unser Gepäck ein und lassen uns noch einmal den Weg zu unserer nächsten Station erklären. Dann erfolgt ein Großeinkauf im Supermarkt und am Straßenrand erstehen wir Feuerholz. Wir übernachten die nächsten fünf Nächte ausschließlich auf Campsites, wo es wahrscheinlich nichts zu kaufen gibt. Abschließend wollen wir noch tanken, aber die einzige Tankstelle hat derzeit kein Benzin. That's Africa! Aber nach Walters Berechnungen müssen wir eh nicht tanken, da der Tank ja noch fast voll ist. Alles dauert länger als geplant und erst gegen 13:00 Uhr machen wir uns auf den Weg.
Wir fahren zur Ihaha Campsite im Chobe Nationalpark. Die Fahrt dorthin ist sehr abwechslungsreich, teils am Fluss entlang und mit einigen Tiersichtigungen. Einen Teil der Strecke sind wir bereits mit Tefo während unseres Game Drives gefahren.
Wir kommen gegen 16:00 Uhr an der Campsite (Nr. 2) an, welche groß ist und sehr schön direkt am Chobe River liegt. Wir bauen schnell unser Lager auf und wollen das Essen vorbereiten, bevor es beginnt, dunkel zu werden. Dabei schaut uns ein Waran vom naheliegenden Baumstamm neugierig zu. Irgendwann kann er das Elend wohl nicht mehr ertragen und verschwindet im Baum 😵 . Trotz aller Bemühungen gelingt es Walter einfach nicht, ein schönes Braai-Feuer zu entfachen. Etwas genervt landet die Bratwurst letztendlich in der Pfanne und die Kartoffeln im Abfall. Beim Bauernsalat kann man ja nicht viel falsch machen. Ein wenig frustriert gehen wir im Dunklen mit Stirnlampen zum Waschhaus (was man ja eigentlich nicht machen sollte bzw. nur auf eigenes Risiko), waschen uns notdürftig und fallen geschafft ins Bett. Vielleicht haben wir morgen mehr Glück 😐 .
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Tag 13 – Dienstag, den 06.06.2017
In der Nacht wachen wir mehrmals durch Tiergeräusche auf. Eine Hyäne erkennen wir, aber die anderen Lauten können wir nicht einordnen. Vielleicht Paviane?
Wir krabbeln gegen 6:30 Uhr aus den Federn und machen uns fertig. Frühstücken wollen wir eigentlich unterwegs. Eigentlich ... Nach dem Abbau und dem Zusammenräumen kommen wir doch erst wieder gegen 8:00 Uhr los. Wir fragen uns, wie die Anderen immer so schnell fertig sind? Ganz einfach: Zelt abbauen, kein Frühstück, nur Zähneputzen und weg. Na ja, wir sind da vielleicht zu pingelig oder zu sehr Deutsch. Auf jeden Fall benötigen wir etwas mehr Zeit für die Körperpflege 😗 …
Wir fahren zum Ngoma Gate und checken aus. Zurück auf der Hauptstraße in Richtung Ngoma passiert's dann. Wir sind gerade aus dem Park raus und Walter hat sich noch nicht angeschnallt. Das haben doch tatsächlich die Grenzkontrollen mitbekommen 😈 . Sie winken uns promt heraus und bitten uns förmlich ins Grenzhäuschen. Es erfolgen Belehrungen und Fragen, die alle nur von Walter, dem Fahrer, beantwortet werden dürfen. Wenn ich anstelle seiner antworte, weil mein Englisch besser ist, werde ich streng angeschaut und Walter bekommt die Frage erneut gestellt. Ganz schön übertrieben, finden wir 🤨 . Walter bekommt ein Ticket und muss 300 Pula löhnen. Dabei haben wir so aufgepasst, dass wir bloß das STOP-Schild am Gate nicht überfahren. Nur wenige Zentimeter drüber und es hätte uns 1000 Pula gekostet!
Die Strecke nach Savuti zieht sich. Zunächst noch als Asphaltstraße ausgebaut, geht diese recht bald in eine Sandpiste über. Elefanten und Büffel kreuzen mehrmals unseren Weg. Man kommt nur sehr langsam voran und das Fahren strengt an. Noch nicht einmal einen Picknickplatz gibt es unterwegs, wo wir das Frühstück nachholen können. Also halten wir uns mit Bonbons und Wasser bei Kräften; so ein Diättag schadet ja nicht 😉 .
Gegen 14:00 Uhr sind wir auf der Savuti Campsite. Jede Site ist sehr groß, hat einen Schattenbaum, es gibt eine Grillstelle und eine (elefantensichere) Wasserstelle. Außerdem verfügt das Camp über einen – ebenfalls elefantensicheren – Dusch-und Toilettenkomplex. Wir haben die Campsite 4, Randlage und schöne Aussicht auf den trockenen Savuti River. Einziger Nachteil: Alle Plätze sind sehr tiefsandig (dunkler Sand).
Wir richten uns häuslich ein, waschen und relaxen. Auf der Site tummeln sich jede Menge Frankoline, Hornbills, Mangusten und Erdhörnchen. Immer wieder versuchen sie, etwas Essbares von uns zu stibitzen und werden dabei immer mutiger.
Heute beginnen wir recht früh mit dem Abendessen bzw. wir versuchen erneut, das Feuerholz ans brennen zu bringen. Aber auch dieses Mal landet das Steak in der Pfanne. Irgendwie scheinen wir mit Camping auf Kriegsfuß zu stehen. Der tolle Sonnenuntergang entschädigt etwas für das misslungene Abendessen. Immerhin haben wir ein schönes Feuer, als wir mit dem Essen fertig sind, so dass wir es uns mit einem Bier gemütlich machen können.
Meine liebe Schwester hat heute Geburtstag und wir rufen sie über unser Satellitentelefon an. Schön, eine Stimme aus der Heimat zu hören - wenn auch nur ganz kurz.
Wir beschließen, dass wir morgen einen "Gammeltag" einlegen und das Auto nicht bewegt wird. Irgendwie brauchen wir das, schließlich haben wir ja Urlaub 😛 …
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Tag 14 – Mittwoch, den 07.06.2017
In der Nacht werden wir mehrmals wach und hören diverse Tiere, u. a. Hyänen. Bereits gegen 5:00 Uhr kommt Leben auf den Campingplatz und viele Camper machen sich fertig. Wir gucken uns an und denken nur: Dann lass die mal machen. Wir schlafen heute aus.
Aber gut zwei Stunden später hält es auch uns nicht mehr im Dachzelt. Wir duschen ausgiebig und frühstücken in aller Ruhe. Immer begleitet von den frechen Tokos, den Frankolinen und den mittlerweile schon sehr zutraulichen Squirrels, die etwas vom Essen abhaben wollen. Man muss höllisch aufpassen, dass sie nicht das Brot vom Tisch klauen. Später entdecken wir, dass sie auf der Ladefläche unseres Wagens gewesen sein müssen. Wir finden angeknabberte Haribo-Tütchen, Möhren, Kartoffeln und auch Toilettenpapier.
Nach dem Abwasch machen wir es uns gemütlich: Lesen, Fotografieren, sonnen, Blog schreiben, Kaffee trinken und Tiere beobachten (auch wenn es nur die Kleinen sind). Einfach mal die Seele baumeln lassen. Da es mit dem Grillen bisher nicht so richtig funktioniert hat, werfen wir heute das Fleisch mit dem Gemüse und den Kartoffeln in einen Topf. Es ist sehr lecker und wir beschließen, dass der Braai überbewertet wird 🙂 . Eintopf ist eine gute Alternative.
Heute haben wir schon mal ein erstes kleines Fazit für uns gezogen. Die Tierwelt und die Landschaft (insbesondere am Chobe) hier in Botswana ist traumhaft. Wir bereuen die Tour auf keinen Fall. Aber die Fahrt durch die extremen Sandpisten ist oft zeit- und teils nervenaufreibend. Hinzu kommt der Auf- und Abbau des Dachzeltes, der doch einige Zeit in Anspruch nimmt. Und dann immer das Durcheinander im Auto: Man räumt von Links nach Rechts, von Vorne nach Hinten und zurück. Hier eine Tüte, dort eine Kiste. Wir sind sicher, dass wir beim nächsten Mal einen BushCamper mieten werden. Das Dachzelt ist schnell aufgeklappt und man kann seinen „Haushalt“ besser verstauen. Aber vielleicht sind wir da auch ein wenig verwöhnt 😗
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Tag 15 – Donnerstag, den 08.06.2017
Der Wecker geht um 5:30 Uhr, denn wir wollen früh los. Es liegen gut 100 km vor uns, gut die Hälfte Sandpiste. Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team und die Handgriffe sitzen.
Eine gute Stunde später machen wir uns auf den Weg in Richtung Moremi Nationalpark. Wir sind noch keine 15 Minuten unterwegs, da treffen wir auf ein kleines Rudel Wildhunde. Leider sind sie viel zu schnell im Gebüsch verschwunden, aber für ein paar Fotos reicht es. Wow, was für ein Start! Die folgenden Kilometer geht es über teils sehr tiefsandige Pisten. Zunächst halten sich die Tiere eher versteckt, aber dann sehen wir eine riesige Büffelherde, Pferdeantilopen, Giraffen, Elefanten und Zebras.
Wir nähern uns unserem heutigen Etappenziel. Die Landschaft ist traumhaft! Elefanten im Wasser, davor Wasserlilien - teils kleine Wasserdurchfahrten und dann wieder Sandpisten. Verschollen irgendwo in Afrika - Lost in Africa - so kommen wir uns vor.
Dann kommt unsere heutige Campsite in Sicht. Aber was ist das? Auf der Campsite ist nichts. Und wenn ich schreibe nichts, dann meine ich auch NICHTS 🤨 ! Kein Wasser, kein Toilettenhäuschen, rein gar nichts außer der puren Natur. Dafür werden wir von zwei Elefanten begrüßt. Nach dem ersten Schrecken nehme ich mir ein Herz und frage Stephen, einen sehr netten Batswana, der mit seiner Mobile-Safari-Gruppe unterwegs ist (das erfahren wir allerdings erst später), ob wir denn auf der richtigen Campsite sind. Er schaut sich unseren Voucher an und bejaht. Nach den Nummern könnte man nicht immer gehen, wie sollen uns doch einfach neben sie stellen. Ich bin erst einmal sprachlos. Soviel „Nichts“ habe ich nicht erwartet! Oder hätte ich unsere Reiseunterlagen intensiver lesen sollen? Nach dem ersten Impuls, direkt nach Maun weiterzufahren, haben wir uns wieder gefangen und richten uns ein - mit netter Unterstützung von Stephen.
Nun gut, machen wir eben das Beste daraus. Ich koche erst einmal einen Kaffee und mache Brote, während Walter schon mal ein Loch schaufelt – für unsere „Buschtoilette“ 😄 . Stephen und sein Kumpel kochen gerade und bringen uns einen Teller Salat vorbei. Im Gegenzug geben wir Ihnen einige Tüten Haribo - quasi als Nachtisch. Die Leute sind wirklich sehr nett, super freundlich und hilfsbereit.
Heute war es – zumindest für uns - schon extrem. Wir beratschlagen mit Stephen. Er sagt, dass die für morgen geplante Tour nach Xakanaxa noch etwas schwieriger sei. Es sind zwar nur ca. 45 km bis dorthin, aber überwiegend Tiefsand mit einigen Wasserdurchfahrten. Anfang des Jahres hat es sehr viel geregnet und wir müssten mit Umwegen rechnen. Könnte ein wenig „tricky“ werden. Insgesamt sollen wir einen guten halben Tag einplanen. Ganz wichtig wäre auch, dass wir genügend Proviant, Wasser und Diesel dabei haben. Ja, haben wir. Zudem müssen wir dann morgen von Xakanaxa zurück Maun. Wir sind ein wenig ratlos 🙄 und überlegen, ob wir uns das wirklich antun wollen …
Wir beschließen, über Satellitentelefon Katja anzurufen. Gerne würden wir Xakanaxa streichen und dafür eine Nacht früher nach Maun zu fahren. Katja verspricht, sich darum zu kümmern und sich wieder zu melden. Als wir die Bestätigung bekommen, dass in unserer nächsten regulär gebuchten Lodge noch die "Honeymoon-Suite" frei sei, überlegen wir nicht lange und sagen zu. Wir möchten nichts riskieren oder gar irgendwo feststecken. Das ist uns das „Abenteuer“ nicht wert.
Grundsätzlich hat das Camping in der Wildnis natürlich seinen Reiz. Mitten in der Natur, man hört nur die Tierstimmen, Elefanten streifen durchs Camp. Toll! Einziger Nachteil: Es gibt auch viele Fliegen und die reagieren nicht auf Peacefull Sleepling 😠 . In den kommenden Tagen werden wir noch 2 Nächte mit einer Mobile Safari unterwegs sein. Also genau das, was wir heute auch praktizieren und wir freuen uns schon darauf. Ist aber ja auch organisiert 😗 .
Jetzt ergeben wir uns erst einmal unserem Schicksal, machen uns etwas zu Essen und lassen den aufregenden Tag am Feuer bei einem Savannah ausklingen.
Dann tauchen zu relativ später Stunde vier Mitarbeiter (einer mit Kleinkind) vom Khwai Development Trust auf und wollen unser Permit sehen. Klar haben wir. Aber es stellt sich dann heraus, dass wir doch tatsächlich auf der falschen Campsite sind! Die richtige Campsite liegt im Moremi Nationalpark und ist über SKL gebucht! Oh je, da ist uns aber ein dicker Fehler unterlaufen. Die Mitarbeiter von Khwai Development Trust sind aber sehr freundlich. Eigentlich müssten wir 300 Pula für den Stellplatz zahlen, aber da wir ja bereits für den Platz im Moremi NP bezahlt haben, erlassen sie uns die Gebühr. Wir haben ihnen erzählt, dass unser Reiseveranstalter uns leider falsche GPS-Koordinaten zur Verfügung gestellt hat. (Ich hoffe, Harald nimmt uns diese Notlüge nicht übel.) Für ihre Freundlichkeit und ihr Verständnis gibt es jede Menge Haribo, Kugelschreiber und Buntstifte für die Kids. Zufrieden ziehen sie ab. Sie hätten uns auch nicht mehr wegschicken können, da es bereits dunkel und das Eingangsgate geschlossen ist.
Später haben wir dann festgestellt, dass Walter die falschen Koordinaten in unser GPS-Gerät eingetragen hat. Leider hat er die Angaben nicht mehr mit unseren späteren Reiseunterlagen verglichen. Die andere Campsite hätte bestimmt auch ein richtiges Toilettenhäuschen gehabt 😄 .
Tja, so kann es gehen! Im Nachhinein fanden wir alles ganz lustig.
Ja, die SKL Campsite am Khwai hat identische Sanitärgebäude wie Savuti. Von dort wäre es auch nicht mehr so weit bis Xakanaxa gewesen. Ihr wart wahrscheinlich auf der Campsite des Khwai Community Trust.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Ja. richtig. Topobär 😁
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 ·
Tag 16 – Freitag, den 09.06.2017
Am Morgen frühstücken wir gemütlich - inkl. "Elefanten-TV" 😁 . Ist schon ein wenig aufregend, wenn man am Tisch sitzt und die Elefanten ganz nahe ans Camp kommen. Wir verabschieden uns von Stephen und seiner Crew bzw. seinen Gästen und machen uns auf den Weg nach Maun. Irgendwo unterwegs halten wir an einer netten Stelle und produzieren mit unserer GoPro einige „Filmchen" für unsere AV-Show.
Die Strecke zieht sich – zunächst Sandpisten, dann teils arge Gravel Roads. Irgendwo zwischen dem Mababe und Mogogelo treffen wir während einer kurzen Pause ein britisches Ehepaar. Sie kommen mit Ihrem Wagen auf der Hauptstrecke von Maun und mussten eine tiefe Wasserfurth durchqueren. So tief, dass Wasser ins Wageninnere drang. Wir bedanken uns für den Hinweis. Bereits einige Kilometer weiter kommen wir zu der genannten Stelle, welche auch durch ein großes Hinweisschild gekennzeichnet ist. Wir haben heute keine Lust, nasse Füsse zu bekommen 😊 und nehmen daher einen Umweg in Kauf.
Kurz nach Mittag kommen wir nach Maun - ein quirliges Städtchen, um nicht zu sagen, hektisch und überlaufen. Jede Menge Geschäfte und überall Touristen und Backpacker, die sich für ihre Touren ins Delta oder in den Norden Botswanas eindecken. So viel Hektik sind wir gar nicht mehr gewohnt und schnell machen wir uns auf die Suche nach der Thamalakane River Lodge, in der wir dank Katja jetzt zwei Nächte bleiben können.
Wir kommen an und es wartet eine neue Überraschung auf uns: Es liegt keine Reservierung vor und schon gar nicht für die "Honeymoon Suite" 🙄 . Es ist alles ausgebucht, sowohl Lodge als auch Campsite. Wir sind etwas irritiert und versuchen, Katja zu erreichen - was uns nach einiger Zeit auch gelingt. Nach einigem Hin und Her stellt sich dann heraus, dass die Lodge einen Fehler gemacht und die Suite anderweitig vermietet hat. Sie bieten uns jetzt für einen fairen Preis eine Familiensuite mit zwei Schlafzimmern an. Wir sind einverstanden, wundern uns allerdings, warum man uns zu Anfang sagte, die Lodge ist ausgebucht. Egal, wir sind froh, nicht in einem Backpacker-Hotel in Maun übernachten zu müssen und nehmen es gelassen. That’s Africa!
Jetzt residieren wir in einem sehr schönen Bungalow mit fantastischem Blick auf den Thamalakane River. Ach, was geht es uns gut! Das Abendessen im Restaurant lässt ebenfalls keine Wünsche offen und der Service ist hervorragend. Bei einem Glas Wein lassen wir den Tag ausklingen. Genug Aufregung für die beiden letzten Tage!
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201608. Sept. 2017 ·
Tag 17 – Samstag, den 10.06.2017
Heute schlafen wir aus - der Wecker geht erst um 6:30 Uhr. Wir frühstücken ausgiebig auf der wunderschönen Terrasse und überlegen, was wir heute anstellen können. Leider haben wir beide uns eine kleine Magenverstimmung zugezogen 😵 . Wir werfen uns Tabletten ein und hoffen, dass es damit getan ist.
Nach dem Frühstück fahren wir nach Maun. Wenn wir schon mal hier an diesem herrlichen Fleckchen Erde sind, wäre natürlich ein Rundflug über das Okavango Delta das Sahnetüpfelchen. So richtig daran glauben tun wir beide nicht, die Rundflüge sind ja normalerweise nicht gerade billig 😐 . Aber wir fahren trotzdem zum Flughafen. Ich klappere einige Anbieter ab – entweder zu teuer oder ausgebucht. Dann versuche ich es noch bei Major Blue Air und siehe da: Heute ist unser Glückstag! Major Blue Air kann uns mit einer kleinen Cessna eine Stunde über das Delta fliegen. Der Preis ist ein Schnäppchen: Umgerechnet ca. 220 EUR für uns beide. Da müssen wir einfach zuschlagen 🤩 ! Wir überlegen kurz, ob es vielleicht irgendeinen Haken dabei gibt …
Wir vertreten uns noch ein wenig die Beine, bevor es um kurz vor 11 Uhr losgeht. Von einem Mitarbeiter der Major Blue Air werden wir zum Flughafen begleitet, d. h. nur mal kurz über die Straße. Auch hier müssen wir die Sicherheitskontrolle passieren und werden dann mit einem Minibus zu einer fast neuen Cessna (4 Sitze inkl. Pilot) gebracht. Christo, der Pilot begrüßt uns und dann heben wir auch schon ab.
Was soll ich sagen? Man kann den Blick über das Okavango Delta nicht beschreiben, sondern muss es selbst erlebt haben. Die Weite, das Wasser, die Landschaft, die Tiere. Einfach umwerfend, fantastisch, spektakulär, atemberaubend schön! Man kann es nicht in Worte fassen. Einfach traumhaft!
Viel zu schnell ist die Zeit vorbei und Christo setzt zur Landung an. Der Mitarbeiter der Major Blue Air holt uns wieder an der Cessna ab und bringt uns sicher zurück zum Office. Wir können diese kleine Airline wärmsten empfehlen!
Noch völlig berauscht genehmigen wir uns erst einmal einen kühlen Drink in einem kleinen Café, bevor wir zur Lodge zurückfahren. Dort trinken wir Kaffee, es gibt ein paar Rusks und wir machen es uns auf unserer kleinen Terrasse gemütlich. Walter sichert vorsorglich alle Delta-Fotos 😉 .
Um 17:00 Uhr starten wir gemeinsam mit zwei Ehepaaren aus Berlin zu einer Sundowner-Bootstour auf dem Thamalakane River. Das Boot gleitet still über den Fluss und durch unzählige Wasserlilien hindurch. Hippos und Vögel runden die schon fast romantische Stimmung ab und wir genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Pünktlich zum Abendessen sind wir zurück und lassen uns noch einmal kulinarisch verwöhnen. Wer weiß, was wir die nächsten Tage im „Nichts“ bekommen.
Nach dem Abendessen packen wir unsere Sachen für die Mobile Safari. Wir freuen uns! Den Wagen werden wir während unserer Abwesenheit wieder einmal sicher in der Lodge stehen lassen.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201608. Sept. 2017 ·
Tag 18 – Sonntag, den 11.06.2017
Während der nächsten beiden Tage steht das letzte Highlight unsere Reise auf dem Plan - eine Mobile Safari im Moremi Nationalpark. Wir frühstücken, checken aus und es dauert nicht lange, bis Owen, unser Guide für die kommende Tage, uns mit seinem offenen Jeep abholt. Eines muss mal grundsätzlich einmal gesagt werden: Bisher lief alles super pünktlich ab - von wegen "afrikanische Zeit" 😉 .
Wir fahren in den Moremi Nationalpark, genauer gesagt, in das Xakanaxa Gebiet. Eigentlich genau in das Gebiet, von wo wir vor zwei Tagen gekommen sind. Gegen 14 Uhr erreichen wir unser Zeltlager und Patzimo, unser Koch, hat schon alles für einen kleinen Lunch vorbereitet (Thunfischsalat, Salat, Obst). Er war bereits früher da und hat alles aufgebaut: Schlafzelte, Dusch- und Toilettenzelt. Sehr rustikal, aber total witzig 🙂 .
Was genau ist eine Mobile Safari? Gemeinsam mit einem Guide und einem Koch verbringt man 2 Nächte (oder auch mehr) auf einer Campsite. Die beiden kümmern sich um alles, während man selbst „Urlaub hat“. Die Campsites werden den Veranstaltern solcher Touren von der Kommune zur Verfügung gestellt. Normalerweise ist immer eine Gruppe (egal, wie groß) alleine auf der Campsite - mitten in der Wildnis – kein Strom, kein Wasser, nur Buschtoilette und -dusche. Ein echtes Erlebnis 🤩 !
Gegen 16 Uhr starten wir mit Owen zu unserem ersten Game Drive. Wir sehen viele Elefanten und können ein Rudel Wildhunde beim Jagen beobachten. Super! Es ist auch mal wieder schön, auf dem Jeep zu sitzen und nicht selbst fahren zu müssen.
Zurück auf der Campsite hat Patzimo schon Wasser erhitzt für eine erfrischende Dusche. Anschließend zaubert er ein wunderbares Dinner: Hühnchen, Reis und Gemüse. Der Tisch ist liebevoll gedeckt und es gibt Wein oder Bier. Schon enorm, was Patzimo mit nur wenigen Töpfen und Utensilien auf dem offenen Feuer gezaubert hat. Chapeau!
Wir alle sind recht früh müde und so liegen wir schon kurz vor 21 Uhr in unseren Feldbetten. In der Nacht werden wir immer wieder wach, weil wir irgendwelche Tierstimmen und -geräusche hören. Ganz besonders interessant finde ich das schmatzende Geräusch – hört sich an, als wenn jemand mit Flip-Flops durch Gras läuft 😮 . Aber es ist so dunkel, dass man draußen nichts erkennen kann.
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201608. Sept. 2017 ·
Tag 19 – Montag, den 12.06.2017
Tag 2 unserer Mobile Safari - und Walters Geburtstag! Wir werden um 5:30 Uhr von Owen geweckt und erfahren, dass wir in der Nacht Besuch von einem Hippo (so viel zu den Flip-Flops 😗 ), einer Hyäne und einem Elefanten hatten. Zum Frühstück gibt es Jogurt, Obst und Rusks, dazu Kaffee, Tee und Saft. Anschließend starten wir zum Morning Game Drive.
Wir haben viele schöne Tiersichtungen: Elefanten, Hippos, Lechwe, Giraffen, Impalas, Zebras. An einem wunderschön gelegenen Wasserloch legen wir eine Kaffeepause ein und es erwarten uns bereits Eidechsen und drei Hornraben. Die Tour führt uns bis zur Third Bridge, wo wir über eine der bekannten Holzbrücken fahren und eine recht tiefe Wasserdurchfahrt bewältigen müssen. Wir sind nicht sicher, ob wir das so entspannt gesehen hätten, wenn wir mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs gewesen wären 😉 .
Mittags sind wir im Camp zurück und Patzimo hat auch heute wieder einen super leckeren Lunch vorbereitet: Gemüsequiche, Salat und Boereworse.
Bis zum Kaffee haben wir Zeit zum Relaxen, Lesen und Fotos sichten. Außerdem bekommt Walter endlich sein Geburtstagspräsent von mir. Dazu fehlte heute morgen leider die Zeit.
Auf dem Afternoon Game Drive gab es leider nicht allzu viel zu sehen, bis auf eine Löwin, die faul im Gras lag. Gaaanz langsam und nur gaaanz kurz hat sie sich bequemt, den Kopf ein paar Zentimeter zu heben.
Zurück im Camp duschen wir und anschließend verwöhnt uns Patzimo wieder mit einem tollen Dinner. Irgendwie schon dekadent, sich im afrikanischen Busch so verwöhnen zu lassen 😉 .
SprotteThemenstarter30 Beiträge · seit 201608. Sept. 2017 ·
Tag 20 – Dienstag, den 13.06.2017
Heute werden wir von Owen erst um 6:15 Uhr geweckt. Er und Patzimo sind schon eine Weile auf und haben begonnen, das Camp abzubauen. Wir frühstücken während die Beiden weiterhin das Camp demontieren. Anschließend machen wir uns gemeinsam auf den Weg zurück Maun – dieses Mal mit einem Anhänger im Schlepptau, in dem das Campingzubehör verstaut ist. Wir verzichten auf einen morgendlichen Game Drive, weil wir heute noch ein gutes Stück bis nach Ghanzi zu fahren haben. Unterwegs sehen wir noch einmal Rappenantilopen und sogar eine Sassaby-Antilope (oder Leierantilope) - die schnellste Antilope der Welt 🤪 . Ein wirklich schöner Abschluss!
Kurz nach Mittag sind wir wieder zurück an der Thamalakane River Lodge in Maun. Wir verabschieden uns herzlich von Owen und Patzimo und geben den beiden alles an Lebensmitteln und Utensilien mit, was wir nicht mehr benötigen - also quasi fast alles. Die Freude ist groß und die beiden teilen brüderlich 🙂 .
Wir machen uns auf den Weg nach Ghanzi und benötigen gut drei Stunden für die Fahrt.
Rechtzeitig vor Dunkelheit kommen wir im Thakadu Bush Camp an und wir bauen ein letztes Mal unser Dachzelt auf. Den ursprünglichen Plan, Dosenravioli zum Abendessen zu kochen, verwerfen wir schnell. Walter hat die Speisekarte im angrenzenden kleinen Restaurant gesehen - Eland-Steak 🤩 . Da war kein Halten mehr! Die Ravioli schenken wir den Angestellten.
Die Campsite ist eigentlich sehr schön. Aber im Restaurant war es recht laut, da eine Gruppe Studenten ihr Lager aufgeschlagen hat. Hoffentlich sind sie in der Nacht ruhiger.
Da wir noch viele Einheiten auf dem Satellitentelefon haben, telefonieren wir mit unseren Familien zu Hause. Es ist schön, vertraute Stimmen zu hören! Anschließend fallen wir müde in unser Zelt.