Reisebericht

Ein Traum wird wahr...

von Graskop · begonnen 12. Aug. 2017 · 30 Teile

Teil 2123. März 2018
22.03.2018

Den Tag beginn ich mal mit einem Witz. 😣
Wisst ihr, warum die Hippo`s heute schon mittags das Wasser verlassen?
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Weil es heute den ganzen Tag so sehr regnet, dass es an Land feuchter ist, als im Wasser.
Iss nicht lustig? Ja okay, aber der Kleine hier findet den Gag zum Brüllen.
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Im Ernst, in Graskop regnet es jetzt seit 24 Stunden.
Da sind wir heut Morgen halt in den Kruger gefahren. Aber selbst da war das Wetter bescheiden. Da sind wir halt nur ein wenig rumgegurkt und haben uns gefreut, überhaupt ein paar Tiere zu entdecken.
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Die „schönste“ Sichtung war am Ende er hier.
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23.03.2018

Als wir aufstehen regnet es immer noch. Und dazu ist es mit 14 Grad recht kühl.
Auch im Lowveld soll es heut nicht besser sein. Egal, wir fahren wieder in den Kruger,
denn Regen mit wenigen Tieren ist besser als Regen ohne Tiere. 😏
Und so rollen wir durch den Park, erfreuen uns an ein paar klitschnassen Vögeln und einem Elefanten, dem vor Nässe die Ohren am Körper kleben. Wir sind uns einig, heute bleibt die Knipse auf der Rückbank liegen!

Ja, und dann gucken die beiden hier hinter`m Stein vor:
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Meine Lieblingstiere, zum ersten Mal im Kruger. 120 gibt es nur im Park. Ich krieg Gänsepelle!
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Es regnet Strippen, aber das ist egal. 15 Minuten tollen sie vor uns herum.

Nach so einer Sichtung dürfen dann auch mal Perlhühner in meinen Bericht.
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Was soll da schon noch kommen?
Na ja, was soll ich sagen? Die hier:
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Unglaublich, in meinem letzten RB hab ich noch geschrieben, dass Löwenkinder einer meiner letzten unerfüllten Sichtungsträume sind. Und jetzt sehen wir sie hier im Kruger schon das 2. Mal!
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Mein Lieblingspark gibt sich wieder große Mühe mein Lieblingspark zu bleiben! 😛

Später begegnen wir noch einer Mini-Giraffe und einem Pärchen Adler, denen das Wetter auch stinkt.
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Wobei wir zum Schluss noch Jemand gefunden haben der das Wetter geil findet! 😗
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Teil 2226. März 2018
24.03.2018

Wir wollen heute die Wasserfälle bei Sabie besuchen. Es gibt dort 3 verschiedene
Fälle im Umkreis von ein paar Kilometern. Die Bridal Veil Falls kennen wir schon
von vergangenen Reisen und so lassen wir sie diesmal rechts liegen und fahren gleich zu den
Lone Creek Falls. Ein kleiner Wanderweg führt zu den Fällen. Dort kommt man sich vor wie im Regenwald.
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Von dort ging es zu den Horseshoe Falls. Die befinden sich auf privatem Farmgelände, sind
aber nach der Bezahlung von 10R p.P. frei zugänglich. Die Straße zur Farm (5km) ist
allerdings in einem desaströsem Zustand. Die Fälle selbst empfanden wir sehr schön.
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Anschließend fuhren wir zurück nach Graskop und haben im Panorama Chalets & Rest Camp bei Wahnsinnsaussicht gegessen.
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Auch der Pool ist ganz nett.
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25.03.2018
Ramona entscheidet sich heute für Hausarbeit und ich will mit dem Auto ein wenig das Land erkunden. So was mach ich ab und zu ganz gern. Aus privaten Gründen hab ich diesmal ein konkretes Ziel, abseits der geteerten Straßen.
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Die letzten 5km waren fast Off Road. Nichts für meinen Corolla.
Wie ich so zu Fuß weiterlatsche, halten 2 Locals mit nem Double Cab neben mir und fragen mich, ob sie mir nen Lift geben können. Ich sagte ja und während der ganzen Fahrt amüsierten sie sich köstlich in ihrer Sprache, wahrscheinlich über den doofen Weißen,
der hier mit einem normalen PKW auftaucht.
Wie gesagt, der Rest ist privat.
Wieder zu Hause (in Graskop) angekommen, gab es eine Sichtung der besonderen Art.
Ich sitz bei meinem Feierabendbier im Gartenstuhl und da flitzen 2 Chamäleons über den Rasen an mir vorbei. Kurze Zeit später bilden sie ein Knäuel.
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Ich hab ja hier im Forum schon Bilder von Löwen, Giraffen, Impala und anderen Begattungen
gesehen.
Aber ich glaub, mit Bildern einer Chamäleon-Paarung bin ich hier der Erste.
Nach 40 min war der Spass vorbei und jeder ging seiner Wege.
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26.03.2018
Wieder einmal können wir vor Nebel keine 10m weit gucken.
Wir entscheiden uns über die Panorama Route zum Blyde River Nature Reserve
zu fahren. An den Aussichtspunkten entlang der Route brauchen wir bei dem Nebel nicht zu halten. Ist aber egal, wir waren hier auf früheren Reisen schon.
Unten im Canyon angekommen, haben wir dann gutes Wetter.
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Wir wandern ein wenig und besichtigen den Staudamm.
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Dabei lauf ich in das sehr stabile Netz dieser Spinne.
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Im Swadini-Resort essen wir eine Kleinigkeit und buchen dort für Mittwoch eine Bootstour
auf dem Blyde River.
Auf dem Rückweg hat sich der Nebel gelichtet und ich entdecke direkt an der Straße in der
Nähe der Three Rondawels diese Grabstätte. Weiß zufällig jemand, was es damit auf sich hat?
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So, wieder ist ein Tag Geschichte… Mehr als 3 Wochen sind wir nun hier. Ich hatte ein wenig Bammel, das es langweilig wird. Aber jetzt erstellen wir schon eine Liste, was wir in der verbleibenden Woche noch sehen wollen.
Teil 2327. März 2018
27.03.18

Juch hu, es klappt. Beim dritten Anlauf funktioniert der Graskop Lift!
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Jetzt muss ich mein Urteil von letzter Woche ein wenig gerade rücken.
Wenn man mit dem Lift erst mal unten angekommen ist haben sie da was schönes
hingebaut.
Man läuft einen 600 Meter langen Boardwalk inklusive 2 Hängebrücken. Das ist so eine Art Naturlehrpfad mitten durch den Regenwald.
Es wird viel über Pflanzen Insekten und die Natur insgesamt auf verschiedenen Tafeln
dargestellt. Ein paar Kunstobjekte tauchen zwischendurch auch auf.
Man kann aber auch einfach nur die Aussichten genießen. 😗
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Was ich nu wieder gar nicht begreifen kann ist das hier:
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Die Anlage ist erst vor zirka 3 Monaten fertig geworden. Die Reifen liegen wohl schon länger da. Aber schön zu sehen, dass die Natur sogar damit fertig wird.

Abends hab ich dann mal wieder ein neues Bier probiert:
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Mit Schokalade. Hm, wird wohl auch nicht mein neues Lieblingsbier...
Teil 2430. März 2018
28.03.2018

Heute stand eine Bootsfahrt auf dem Blyde River an. Schon während der Fahrt zur Jetty gibt es nette Fotomotive.
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Auf einer Brücke konnten wir ein Nilpferd beobachten, das mit einem Stock kämpfte. 😄
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Pünktlich um 11 ging es los. Die Tour dauert zirka 1,5 Stunden.
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Es ist ein Guide mit an Bord, der viel über Flora und Fauna erzählt.
Interessant, den Canyon mal von unten zu sehen.

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Auch einige Tiere gibt es zu bestaunen. Unter anderem Hippos, Krokodile Paviane und viele Vögel, aber für vernünftige Fotos meist zu weit weg oder sie waren wie die
Samango Affen sehr scheu.
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Der hier, King Kong, hielt aber wenigstens für ein Foto still. 😗
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Köstlich amüsiert haben wir uns über das Kind eines Paares aus dem Stuttgarter Raum. Der Kleine hatte schon vor Beginn der Boat-Tour mit dem rustikalen Pissoar so seine Probleme.
Und auf dem Boot entdeckte er dann an seiner (natürlich langen Hose) zwei Zecken.
Da war das Geschrei groß. 😛
Ach ja, erwähnte ich schon, das der „Kleine“ so zwischen 25 und 30 Jahre alt war? 😣

Auf dem Rückweg hielten wir noch für einen Snack im Bush-Kitchen.
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Und da war dann wieder einmal Fremdschämen angesagt.
Drei Deutsche Mitte Zwanzig führten sich auf als wären sie der Nabel der Welt.
Der Höhepunkt: Einer spazierte nackt am Restaurant vorbei und die anderen beiden filmen ihn. Grandiose Leistung. 😈 🤢

29.03.2018
Heute geht es sehr früh aus dem Haus. Wir brechen um 6 Uhr zu unserer wahrscheinlich letzten Tagestour in den Kruger auf.
Die Osterferien beginnen. Wir merken es gleich bei der ersten Sichtung.
Zirka 12 Autos versammeln sich zum Pow-Wow um einen einsamen Büffel. Inzwischen fahren wir bei solchen Menschenaufläufen schnell weiter.
Spektakuläre Sichtungen gab es keine mehr. Wir sind einfach noch mal durch den Park und haben uns über die Natur gefreut.
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Auf dem Rückweg hatte ich noch einen netten Plausch mit einem Handwerker.
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Teil 2531. März 2018
30.03.2018

Wieder ein Tag zum Relaxen. Schließlich werden die nächsten Camper-Wochen noch
anstrengend genug. 🤪
Aber, immerhin haben wir es während unserem 5. Graskop-Aufenthalt endlich geschafft, das berühmte Harrie's Pancakes zu besuchen. Für uns waren es einfach jedoch nur Pancakes mit zum Teil ungewöhnlichen Füllungen.
Mehr gibt es heute nicht zu berichten. Deshalb war ich extra für euch am Nachmittag unterwegs, um ein paar Vögel zu knipsen. Aber die Viecher werden immer blöder! Fliegen bei
der geringsten Annäherung schon davon! So ein Birder hat es wohl ganz schön schwer. 😉
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31.03.2018

Wir wollten am späten Vormittag mal schnell zum Pinnacle Rock. Das ist ein netter Aussichtspunkt nur 5 Autominuten von unserem Haus entfernt. Da es dort aber sehr voll war, sind wir einfach 2km weiter gefahren und waren allein mit uns und der Aussicht.
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Heute Abend wollen wir dann noch’n Strauß auf den Grill hauen.
Mehr liegt heute nicht an. Da könnt ich euch ja wieder mal mit einer Geschichte langweilen.

An jedem Ortsausgang sind diese Spuren in den Asphalt gebrannt.
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Ich hatte mir schon gedacht, dass es sich hierbei um Reifen handelte, die als Straßensperre
abgefackelt wurden. Laut Chris ist das kurz vor unserer Ankunft passiert.
Der Hintergrund:
Vor einigen Jahren hat eine chinesische Firma diese Häuser gebaut. Bezahlt von der
Gemeinde.
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Niemand wusste wofür und warum.
Da sie dann mehrere Jahre leer standen, vermutete man korrupte Machenschaften.
Chinesen bauen Häuser, bekommen sehr viel Geld vom Staat, Beamter bekommt viel Geld von Chinesen, weil sie Häuser für viel Geld bauen durften.
Im vergangenen Jahr besetzten Locals die Häuser, weil sie halt leer standen.
Nachvollziehbar? Vielleicht.
Aber die Häuser haben nicht die Ärmsten besetzt, sondern Leute die Häuser und gute Jobs haben, Polizisten sollen darunter sein, sogar kleine Beamte. Und Manche krallten sich gleich mehrere Häuser, teils für ihre Kinder und andere Verwandte, teils um sie weiter zu vermieten.
Als die Regierung einen halbherzigen Versuch unternahm, das Ganze zu beenden, wurden diese Straßensperren errichtet. Die Polizeiwagen zogen ab und der Fall war erledigt.
So hat mir Chris die Geschichte erzählt. Ich halte ihn für einen absolut loyalen Menschen und
denke nicht, dass er sich so was ausdenkt.
Graskop mag mein Paradies sein. Es ist nicht das Paradies für alle Menschen…
Teil 2602. Apr. 2018
01. und 02.04.2018

Es ist kaum zu glauben, unsere Zeit hier in Graskop geht zu Ende.
Wir verbringen die letzten beiden Tage mit Faulenzen,
Brot backen
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Auto waschen
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und Koffer packen.
Nichts, worüber man berichten müsste.

Also schreib ich mal ein kurzes Fazit:

Warum Graskop?
Vor 10 Jahren war es Liebe auf den ersten Blick.
Von vielen Durchreisenden als Touristen-Ort abgestempelt, hatten wir das Glück auf unserer
ersten SA-Reise weit weg von der Hauptstraße eine Unterkunft zu finden. Mir gefiel sofort diese friedliche Atmosphäre. Schwarze wohnen in Einfamilienhäusern neben Weißen. Es gab nur sehr wenig hohe Mauern mit E-Zäunen oder Stacheldraht.
Von Restaurants über Ärzten bis hin zu einem großen Spar ist alles vorhanden.
Und die Lage! Zu Fuß vom Haus zum nächsten Wasserfall latschen und dort ein Black Label
genießen….
Oder mal schnell 40 Minuten Auto fahren und man ist im Kruger.
Das gemäßigte Klima gefällt mir auch. Und regnet es mal mehrere Tage hintereinander oder
man kann wegen Nebel keine 5m weit sehen, fährt man halt ins Lowveld, da ist meist besseres Wetter.

Warum 32 Tage?
Ich wollte den Ort erleben, ohne mich pausenlos als Tourist zu fühlen, ohne Zeitdruck und
im Idealfall mit Leuten ins Gespräch kommen. Ein klitzekleines Stückchen von diesem wunderbaren Land fühlen wollte ich.
Wie schon so oft in meinem Leben bin ich wohl zu blauäugig gewesen.
Ein Tourist wird immer ein Tourist bleiben, ob er nun Tage oder Monate im Land bleibt.
Nach den ersten 14 Tagen hat sich aber so etwas wie Normalität eingestellt.
So ein Gefühl von: Ich hole morgens Brötchen und es ist das normalste der Welt.
Sorry, ich kann es nicht beschreiben.
Die Unterkunft war für uns ein Glücksfall. Sehr einfach, aber mit allem ausgestattet was man hier braucht. Mit einem Garten in dem man einfach nur sitzen und genießen konnte. Mit einem 12 jährigem Hund, den ich in einem Monat das betteln am Frühstückstisch beibringen konnte. 😊
Black Olive, wir werden dich vermissen! 😘
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Mit Gastgebern, die grundehrliche und fürsorgliche Menschen sind.
Danke, Jackie und Chris.
Vor allem Dank ihnen habe ich diesen Ort nun besser kennen gelernt. Auch ein paar seiner Probleme.
Wie überall, scheint auch hier nicht nur die Sonne!

Würden wir es noch einmal machen?
Die Idee, im Rentenalter hier dem europäischen Winter zu entfliehen ist nicht tot.
Aber trotz WhatsApp und Facebook. Die Familie fehlt.
Wir werden sehen….
Es war der beste März meines Lebens!

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Am 03.04.2018

geht es um 6 Uhr Richtung JNB um den Corolla gegen einen Camper
zu tauschen. Am späten Nachmittag hoffen wir in Pilanesberg, im Bakgatla Resort zu sein.
Keine Ahnung, ob es da Netz gibt. Bis bald.
LG
Ramona & Silvio
Teil 2707. Apr. 2018
Ergänzung 03.04.2018

Das war ein langer Tag Gestern.
Um 05.30 Uhr sind wir in Graskop losgedüst und waren nach der Autorückgabe um 11 Uhr in der Haupthalle des Flughafens.
Dort sollten wir um halb 12 von Britz abgeholt werden. Fast pünktlich (10 vor 12) war unser Taxi da und es ging zur Übernahme unseres 4x4 NAVI. Ich hasse diese Camperübernahmetage! Ist für mich immer der pure Stress. Ich hab von Autos keine Ahnung und erwarte einfach ein Auto, das mir keine Probleme macht. Beim Mietwagen hörts bei mir
mit „Thats africa“ auf. Schließlich bezahle ich auch keinen „Thats africa“ Preis.
Die Übergabe zog sich wieder mal, aber wir bekamen das Auto, das wir gebucht hatten.
War in der Vergangenheit auch nicht immer so. Anschließend dann der obligatorische erste Campergroßeinkauf der mir auch zuwider ist. Und dann ging es los Richtung Pilanesberg.
Die meiste Zeit jedenfalls. Eine Stunde lang allerdings nicht.
Da hab ich mich nämlich verfahren und es ging in eine andere Richtung. Um 18 Uhr schließlich kamen wir bei „allerbester Laune“ meinerseits auf dem Campingplatz an. Der war trotz Osterferien nur zu einem Viertel belegt und so fanden wir im Halbdunkel schnell einen Platz. Dann noch rasch das Bett gerichtet und ab ins Restaurant.
Um halb 9 lagen wir dann in den Federn.

04.04.2018

Wir haben den Platz hier für 3 Nächte gebucht.
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Es ist klar, dass wir uns heute mit dem ganzen Campergedöns erst mal vertraut machen müssen. Außerdem hat die Kiste hier nicht viel Stauraum und der Inhalt von 2 Reisetaschen will erst mal untergebracht werden.
Gegen Mittag hatten Ramona dann beide Taschen leer und ich die Technik des Fahrzeugs
verstanden.
Den Nachmittag haben wir am Pool verbracht. Der ist riesig und außer von uns wurde er nur von verschiedenen Federfieh zum baden genutzt.
Die ersten Verluste gibt es auch schon zu beklagen:
Die Befestigung fürs Navi hängt noch im Corolla, aber da konnte ich improvisieren.
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Auch eine Lesehilfe hat sich in Luft aufgelöst. 50 Haare auf dem Kopf fehlen auch wieder, dass ist aber seit einiger Zeit jeden Morgen so.
Morgen wollen wir dann nach dem Frühstück in den Park fahren und nebenbei testen, ob alle
Sachen im Camper an ihrem Platz liegen bleiben.

05.04.2018

Als wir heut morgen in den Park fuhren begann es leicht zu tröpfeln. Gesehen haben wir eine Giraffe, einige Gnu, ein Hippo mit Nachwuchs
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und diverse Impalas. Höhepunkt waren 2 N.ßh..ner, jeweils mit Baby.
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Leider einmal sehr weit weg und einmal im Gebüsch versteckt.
Danach hat es dann bis zum Abend junge Hunde geregnet.
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Um 14 Uhr waren wir wieder auf
unserem Campingplatz. Der war inzwischen zu einem Schlammloch mutiert.
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Die hier kenn ich ja sonst nur von Wasserlöchern. Heute fühlten sie sich auf dem Campingplatz pudelwohl.
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Und so haben wir uns schnell in den Camper verzogen, denn da sollte es ja wohl trocken sein.
Denkste. Zielgerichtet hatte sich ein kleines Bächlein den Weg in unser Bett gesucht.
War aber halb so schlimm. Mit `nem Handtuch konnte ich dem Wasser den Weg versperren.
Inzwischen haben sich die Wolken verzogen und wir können wieder die Milchstraße sehen.
Gute Nacht!

06.04.2018

Zu Beginn des Tages noch ein paar Bilder vom Federvieh auf unserem Campingplatz.
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Wir frühstücken heut unter wolkenfreiem Himmel. Dann geht es quer durch das Pilanesberg
N.R. und wir haben ein paar nette Sichtungen.
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Wir fahren Richtung Mahikeng. Im WWW hatte ich gelesen das es dort ein kleines Naturreservat mit rustikalem Campground gibt.
Den Eingang ist schnell gefunden. Er war jedoch mit Maschendraht verhangen.
Auch ein weiteres Gate war versperrt.
Dort, nicht an der Umgehungsstraße, sondern auf der anderen Straßenseite, befindet sich eine Nervenklinik, wie sie noch keiner gesehen hat. 🤩 Da war nämlich kein Mensch zu sehen.
Außerdem hatte man hier auf der Straße vor kurzen hunderte Autoreifen verbrannt.
Mahikeng, irgendwie ein wenig einladender Ort…
Und so landeten wir dann auf der Suche nach einem Campingplatz schließlich in Lichtenburg.
Da es auch hier keinen gibt schreib ich diese Zeilen jetzt in einem kleinen Gästehaus.
Was es hier aber gibt ist ein „Ocean Basket“ Und da waren wir natürlich zum Dinner.
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Teil 2812. Apr. 2018
07.04.2018
Es ist recht kühl heute Morgen und so packen wir unsere Sachen ein und frühstücken im Restaurant. Die haben WIFI und so kann ich die vergangenen 3 Tage ins Forum hochladen.
Anschließend fahren wir nach Kuruman in die Red Sand Country Lodge. Die hatte ich für 2 Nächte vorgebucht, weil Wochenende und dazu noch Osterferien sind.
Der Campingplatz ist aber nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Der Ausblick ist vom Hundezwinger verstellt. Nebenan findet eine kleine Feier statt und die Kinder des Lodge-Besitzers düsen ab und zu mit einem Quad an unserem zu Hause vorbei. Mit dem Lodge-Besitzer haben wir beim Dinner ein nettes Gespräch. Vieles was er sagt deckt sich mit dem, was uns Chris in Graskop erzählt hat.
So zum Beispiel sind alle seine Kellnerinnen (und es waren einige) ohne Vater aufgewachsen, weil die sich nach bekannt werden der Schwangerschaft aus dem Staub machten. Und auch er hält das Aufwachsen ohne Vater für ein großes Problem.
Er selbst spricht perfektes Hochdeutsch und meint er wäre Südwester, weil seine Mutter aus Namibia und sein Vater aus Tirol seien. Dann erzählt er noch, das die Einbrüche in sein Restaurant, in die Bar und auf dem Campingplatz erst aufgehört hätten, seit er einen Wachschutz mit Hunden hat, welche darauf abgerichtet sind, Menschen Arme und Beine zu
zerfleischen… 😵

08.04.2018

Der Morgen ist kalt und arg bewölkt. Die Mädels mit dem Quad sind auch schon unterwegs. Das drückt auf die Stimmung. Außerdem hatten wir gehört das unsere morgige Wegstrecke von Kuruman zum KTP auf Grund von Regen im schlechten Zustand wäre.
So beschließen wir nach dem Frühstück heute schon weiter zu fahren und den Umweg über Upington zu nehmen. Ungefragt erhalten wir an der Rezeption das Geld für die zweite Nacht zurück.
Dafür gibt es von uns beide Daumen hoch!
Bei der Ausfahrt begegnen uns noch diese 2 …Eselpferde? 🤩
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In Upington finden wir dann eine nette Campsite direkt am Oranje. Wir sind die einzigen Gäste.
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Aber bald schon zieht ein Gewitter auf und es beginnt zu regnen.
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So muss ich meiner Boerewoers aus einiger Entfernung beim brutzeln zu sehen.
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Später kommen zwei Väter mit ihren Kindern zum Angeln vorbei und grillen den Fang gleich vor Ort.
Wieder entwickelt sich ein nettes Gespräch. Unser Gegenüber erzählt von 10 Tagen Urlaub im Jahr und das dass Geld für größere Reisen nicht da wäre. So etwas hören wir jetzt zum
wiederholtem Mal.
Inzwischen ist es uns fast peinlich, die Frage nach der Länge unserer Reise wahrheitsgemäß
zu beantworten.

09.04.2018

In der Nacht waren wir mehrere Stunden damit beschäftigt, dass Wasser von unserem Bett
fern zu halten. Das gelang nur bedingt.
Da es heut Morgen noch kühl ist und unsere Stühle feucht beschließen wir in Upington zu frühstücken. Bei der Abfahrt beobachten wir, wie ein Hängebauchschwein und ein Warzenschwein um unsere Campsite ringen.
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Um 14:30 erreichen wir Twee Revieren. Auch hier muss es viel geregnet haben.
Wir richten uns einen netten Platz her und ich beobachte ein paar Vögelchen.
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Während ich dann duschen gehe möchte dieser Geselle hier, dass ihm Ramona mal das WoMo von innen zeigt.

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Wir beschließen heute nicht mehr auf Game Drive zu fahren sondern uns erst einmal um unsere feuchte Inneneinrichtung zu kümmern.
Derweil droht uns neues Ungemach von oben.
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Wieder gibt es in der Nacht Gewitter mit viel Regen. Und wieder will der Regen in unser Bett.
Aber inzwischen sind die Graskops ein eingespieltes Team. Ramona bringt den bereitgestellten Kochtopf in Position, ich wedle mit den Küchentüchern und so bleibt das Bett in dieser Nacht trocken.

10.04.2018
Ein Bild unserer Campsite vom Morgen.
An den Reifen erkennt ihr, wie hoch das Wasser in der Nacht stand.
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Egal, die Sonne zeigt sich und so geht es Richtung Nossob. An Sichtungen erwarten wir nicht
viel, überall stehen Pfützen.
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und es blüht.
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Trotzdem kreuzen schon bald Tiere unseren Weg.
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Nach der Hälfte der Strecke änderten sich dann die Straßenverhältnisse.
Aus den Pfützen wurden kleine Seen und die wurden immer tiefer.
Und mir ging immer mehr die Muffe.
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Ich bin ja nun mal ein 4x4-Schisser. Erfahrungen mit bis 30 cm tiefen Wasserdurchfahrten
hatte ich bis dato nicht. Ich dachte echt, wir erreichen Nossob nie.
Aber irgendwann war der Spuk zu Ende und nun stehen wir auf einer netten
exclusive Campsite mit eigener Dusche und WC.
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Nur leider müssen wir Morgen zum Teil dieselbe Strecke zurück…
Teil 2912. Apr. 2018
11.04.2018
Den Himmel angefleht hab ich gestern Abend, dass er nicht wieder seine Schleusen öffnet!
Und er hat mich erhört. Außer ein wenig Wetterleuchten war nichts.
Dafür hat ein Schakal für Unruhe gesorgt. Der wollte wohl unbedingt nachts noch grillen und brauchte Holzkohle und Anzünder.
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Die leere Kühlbox hat ihn auch interessiert. Der Deckel unauffindbar.

Wir machen uns früh auf den Weg nach Mata Mata. Inklusive Frühstückspause brauchten wir 6,5 Stunden. Es sind die kleinen Dinge am Wegesrand, die uns kurz stoppen lassen.
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Gesehen haben wir außerdem noch einen Caracal mit Beute, eine Kapkobra und 5 Löffelhunde, aber die waren allesamt zu schnell für uns.
Durch das viele Wasser im Park haben wir diesmal nicht so viele Tiere wie im letzten Jahr vor
die Linse bekommen. Da wird die viele Fahrerei dann schon ein wenig langweilig.
Der Traum, dass sich mein Weg mit dem einer braunen Hyäne kreuzt bleibt auch beim 3.
KTP Besuch unerfüllt.
Egal, Morgen geht es nach Namibia!

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