Wer hat Infos über die Casamance (Senegal)?

9 Antworten · 1'955 Aufrufe · gestartet 29. Apr. 2017 von freshy
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Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201129. Apr. 2017 · #1
Hallo liebe Fomis,
vielleicht gibt es jemanden von euch, der sich im Senegal auskennt.

Meine Schwester war vor ca 20 Jahren eine Zeit lang in der Casamance, dem Teil Senegals, der am Meer liegt. Die Menschen dort leb(t)en vom Reisanbau und Tourismus. Vor einiger Zeit jedoch gab es eine riesige Überschwemmung, Meerwasser verunreinigte die Reisfelder. Seitdem herrscht dort Hunger, Touristen kommen auch nicht mehr. Soweit die Infos, die meine Schwester aus dem Netz gefischt hat. Allerdings findet sie die Site inzwischen nicht mehr. Anfragen bei der WHO und anderen Organisationen blieben bisher unbeantwortet. Die senegalesische Homepage bildet nach wie vor den Zustand vor der Überschwemmung ab (ich habe nichts ünachgeprüft).

Gibt es jemanden im Forum, der aktuelle Infos über den Senegal hat?
oder
Wer kann mir Ansprechpartner nennen, die Näheres wissen könnten?

Im Voraus vielen Dank für sachdienliche Hinweise (wie es so schön bürokratisch heißt 🙂 )
und lG freshy
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zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2017
7'300 Beiträge · seit 200629. Apr. 2017 · #2
freshy schrieb:
Meine Schwester war vor ca 20 Jahren eine Zeit lang in der Casamance, dem Teil Senegals, der am Meer liegt.

... schau mal auf die Landkarte.
Das Meer grenzt westlich an den Senegal. Die Casamance ist der südliche Teil des Landes, unterhalb von Gambia.
Der westliche Teil Senegals liegt am Meer, ob in der Casamance oder nördlich davon. Der Teil der Casamance, der an das Meer grenzt, ist relativ klein.

Touristen kommen nicht mehr so viele, weil sie vermutlich keine Lust haben, mit den Aktionen der Rebellenorganisation MFDC in Kontakt zu kommen, die die Casamance zu einem autonomen Staat machen wollen.

Gruß
Wolfgang
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83 Beiträge · seit 201629. Apr. 2017 · #3
Hi,

also unverbindlich würde ich meinen das es nicht massiv schlimmer wie sonst ist, was das wasser angeht. Gambia ist für überflutungen einfach ein hochrisikogebiet. Glaube die haben unzählbar viele überflutungen pro jahr und die sicherungsmaßnahmen dagegen werden wohl immer noch eher lausig sein.

Politisch hat sich durch ecowas glaube ich schon was getan und die weichen mit dem neuen präsidenten stehen leicht auf entspannung. Aber das bekomme ich nur am rande mit.

Grüsse
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Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201101. Mai 2017 · #4
Hallo Wolfgang und Wombat,
vielen Dank für eure Infos. Wo kann ich bzw. meine Schwester mehr darüber nachlesen? Die von euch genannten Organisationen MFDC und ecowas sagen mir nichts. (Ich werde gleich mal googeln, fürchte aber, dass es französisch sprachige Infos sein werden.)
Auf die Hungersnot in der Casamance durch verunreinigte Reisfelder wurde wohl auf einer Medienseite hingewiesen, die nur temporär zu sehen war.

Weiterhin fröhlichen 1. Mai 😉 ,
freshy
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7'300 Beiträge · seit 200601. Mai 2017 · #5
schau mal hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mouvement_des_forces_d%C3%A9mocratiques_de_la_Casamance
https://de.wikipedia.org/wiki/Casamance-Konflikt

Gruß
Wolfgang
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83 Beiträge · seit 201601. Mai 2017 · #6
Hallo,

Ecowas kann man sicherlich einfach googlen.
Das gambia ein überschwemmungsgebiet ist, dazu kann ich dir konkret keine quelle im internet nennen.
Aber das liegt einfach daran das der gambia häufig über die ufer tritt. Regenheit zb. Aber aufgrund der lage sicher auch meeresspiegel und windbedingt. Weiterhin gibt es viele nebenflüsse
Aktuell ist mir, wie gesagt, nichts außergewöhnliches bekannt. Vielleicht hast du bilder von den nachwirkungen von 2010 gesehen.
Das internationale rote kreuz / halbmond kann dich sicher mit infos versorgen.

grüsse
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83 Beiträge · seit 201601. Mai 2017 · #7
Hi,
Jetzt hab ich mal geschaut. Ich nehme an du meinst dieses Ereignis. Red cross gambia kann dir da sicher gute auskunft über den aktuellen stand geben.

http://www.ifrc.org/docs/appeals/10/MDRGM006du1.pdf

Grüsse
📎 MDRGM006du1.pdf
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zuletzt bearbeitet 01. Mai 2017
319 Beiträge · seit 201202. Mai 2017 · #8
BikeAfrica schrieb:

Touristen kommen nicht mehr so viele, weil sie vermutlich keine Lust haben, mit den Aktionen der Rebellenorganisation MFDC in Kontakt zu kommen, die die Casamance zu einem autonomen Staat machen wollen.

Gruß
Wolfgang
Dem kann ich nicht so zustimmen. Seit 2014 ist ein Waffenstillstand zwischen Regierung und MFDC vereinbart worden. Dieser Waffenstillstand scheint auch eingehalten zu werden, denn vor ein paar Monaten wurden die Reisewarnungen in Frankraich, welche 25 Jahre Bestand hatten, aufgehoben - siehe hier.. Ich war auch dort vor schätze mal 15 Jahren unterwegs. Eigentlich hatte ich dort noch die besten Erlebnisse, weil dort teilweise Dörfer mit richtiger Dorfgesellschaft waren, Ansonsten waren Gambia und Senegal sehr zwiespältig für mich. Zum Teil nette Erlebnisse, aber auch Dinge, welche nur Kopfschütteln bei mir bewirkt haben. Vom fotografischen Standpunkt aus gesehen, habe ich dort aber tolle Fotos von Menschen, besonders Frauen, in tollen leuchtenden und farbenfrohen Kleidern gemacht.
Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201102. Mai 2017 · #9
Ein dickes Dankeschön an euch alle für die Infos. Ich werde sie so an meine Schwester weitergeben.
Zu Toumtoum: Ich erinnere mich an die faszinierenden Fotos und die interessanten Berichte, die meine Schwester mitgebracht hat.

LG freshy
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7'300 Beiträge · seit 200602. Mai 2017 · #10
... was die Probleme mit Hunger angehen, gab es neben Überschwemmungen und Dürren auch das Übel, dass zeitweise 80% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche in der Casamance wegen Landminen brach lagen. Einige Regionen sind wohl auch noch nicht geräumt.

Gruß
Wolfgang
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