Reisebericht

Betreutes Wohnen 2.0 - family edition (BOT 4/17)

von Champagner · begonnen 26. Apr. 2017 · 33 Teile

Teil 126. Apr. 2017
Juhu 🙂 - heute Nachmittag konnte ich im Fotoladen meines Vertrauens die wiederhergestellten Daten von einer meiner SD-Karten abholen, die während der Reise plötzlich einen Defekt anzeigte und auch daheim nicht mehr zu öffnen war 😵 . Zwar hatte ich davon nur zwei halbe Tage noch nicht gesichert - aber trotzdem.....!! 🤩 (Gelernt habe ich dabei übrigens auch etwas: wenn man gebrauchte Karten leert, sollte man sie vor Neugebrauch unbedingt formatieren - am bestens mehrfach, damit wirklich kein alter Müll darauf rumgammelt...)

Nun bin ich wesentlich entspannter - zumal die Aktion auch nur 30 Euro gekostet hat - und bekomme Lust von der Reise zu berichten! Also werde ich mich mal unauffällig unter die Schar der momentan ja reichlich vorhandenen SchreiberInnen mischen!

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Anfang 2016 bat mich Rennade, die 2015 mit mir in Namibia unterwegs war, unsere für August 2017 bereits fast fertig geplante Reise nach Nam/BOT zu verschieben, da der Umbau ihrer zukünftigen Wohnung aufwändiger wurde als geplant. Der Schock war groß, aber die Gründe natürlich nachvollziehbar. Und nebenbei bemerkt: es hat sich gelohnt – die Wohnung ist wirklich sehr schön und gemütlich geworden (es gibt auch reichlich afrikanisches Dekor 😉 !)

Nun saß ich also da ohne Plan und ohne Ziel 🙁 – und mit der Aussicht auf ein reisefreies Jahr 2016, denn dieses war fest zum Sparen eingeplant.

Nach einer kleinen Runde Selbstmitleid fiel mir ein, dass ich ja schon lange mal Botswana in Grün erleben wollte! Dass ich in der Green Season nicht selber und schon gar nicht alleine fahren würde war klar – also schnell mal geschaut, was Bush Ways für Ostern 2017 im Angebot hat. So ganz nebenbei und mit der Erwartung, dass ich ein „Naja, mal schaun…“ bzw. „Ostern 2017? Ich weiß doch jetzt noch nicht, was ich da mache und wo ich da bin!“ zu hören bekomme fragte ich meine Söhne Nicolai und Stefan, ob sie nicht Lust hätten mich auf einen Botswana- Campingtrip zu begleiten.

Oh Wunder und oh große Freude 🙂 : beide waren ganz und gar nicht abgeneigt! Also schnell den Gedanken bei Seite geschoben, dass ich ja eigentlich erst Ende 2018 anlässlich eines runden Geburtstages eine größere Reise mit ihnen machen wollte und das Ganze gedanklich sofort auf 2017 vorgezogen! Werde ich halt schon eineinhalb Jahre früher sechzig, was soll’s … frau muss flexibel sein 😗 .

Ziemlich schnell war auch klar, dass Lilith, Stefans langjährige Freundin mitkommen sollte – und schon machte ich mich daran – wie immer und bewährt – über Christina Miebach bei Iwanowski Flüge und Reise zu buchen. Es sollte die Buffalo Spezial werden, die genau in den Osterferien lag. Von Maun über Kaziikini in den Moremi (Xakanaxa und North Gate) und über Savute zur Chobe Riverfront und zum Abschluss nach Livingstone/Zambia zu den Victoria Fällen.

Aber das hatte ich doch so ähnlich schon in 2014 gemacht - also dasselbe in Grün???

Diese Frage stellte ich mir natürlich des Öfteren und war wirklich sehr gespannt! Wie sich zeigen sollte, gab es zwar einige Parallelen (positive und negative, wobei die positiven deutlich überwogen), doch an vielen Stellen sollte es ganz anders kommen als gedacht bzw. bekannt von der letzten Tour in 2014. Dasselbe war es also nicht - aber eines stimmte definitiv: in Grün war es, in seeehr Grün….!

Nun begann die Zeit des Wartens und Vorfreuens – mitsamt einiger kleiner Stolperfallen:

Nachdem ich die Reise gebucht hatte ging die Info darüber wohl auch an Heiko Genzmer, den Mitinhaber von Bush Ways und ich bekam wenig später folgende Nachricht von Christina Miebach: Von Heiko soll ich Folgendes ausrichten: „we have managed to secure Joachim as the guide for this safari for Bele, let her know.“

🤩 🤩 🤩

Das versteht jetzt nur wer meinen Bericht von 2014 gelesen hat – Joachim aka Jo war unser damaliges NoGo an Bord…. 😈

Oh shit, sollten wir uns so missverstanden haben? Heiko hatte doch sogar noch mit mir telefoniert in dieser Sache damals – wie konnte er vergessen haben, dass ich nicht sonderlich begeistert von Joachim war 🙄 ? Diese und ähnliche Gedanken schossen blitzschnell durch mein Hirn, während ich weiter nach unten scrollte.

😉 ok just joking ;-)“

😄 😄 😄

Uff…… nächstes Mal besser erst zu Ende lesen, bevor ich mich aufrege!

Tja, und dann fing es an zu regnen in Botswana….und es regnete…und regnete…und regnete! Vielleicht sollte ich meine Wünsche in Zukunft etwas präziser formulieren: Natürlich wollte ich Botswana in Grün sehen - aber man sollte doch auch irgendwie und zwar ohne Boot zu diesem Grün gelangen können…. Von einigen lieben Fomis bekam ich vorsorglich Schwimmflügel, Taucherbrillen, Schnorchel und Paddelboote angeboten 😎 .

Ein paar Wochen vor Beginn der Reise wurde mir durch das Studium der Beiträge im 4x4-Forum klar, dass es wohl tatsächlich schwierig werden würde, im Moremi unsere Campsites zu erreichen, bzw. drumherum etwas unternehmen zu können. Ich war gespannt wie Bush Ways dieses Problem lösen würde.

Drei Wochen vor Abflug dann ein morgendlicher Anruf von Nico – schon bei seinen ersten Worten konnte ich am Tonfall erahnen, dass es keine gute Nachricht sein würde: bei einem Fahrradunfall in der Nacht zuvor hatte er sich den Finger gebrochen und sollte in der nächsten Woche operiert werden, um die volle Funktionsfähigkeit des Fingers in der Zukunft zu gewährleisten. Na super!! 🤢

Zwei Wochen vor Abflug sah das dann so aus:

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Eine Woche vor Abflug dasselbe in Grün:

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Aber schlussendlich wurden die Fäden zwei Tage vor Abflug gezogen und das Ganze nur noch durch einen Verband und später ein Pflaster geschützt. Nochmal Glück gehabt! Wie das mit der halblebigen Hand klappen würde mit Zeltaufbauen u.ä. würden wir dann ja sehen....

Und dann gab es da ja auch noch das Malaria-Thema 😊 ! Der ursprüngliche Plan war Expositionsprophylaxe wie immer. Aber auf Grund der Malaria-Warnung der Botswanischen Regierung entschieden wir uns nach langen Diskussionen (intern und auch wieder mit lieben Fomis) über die Verträglichkeit dann doch für Malarone. Wir begannen schon zwei Tage vorher hier in Deutschland mit der Einnahme, zum einen weil wir ja direkt in ein Malaria-Gebiet flogen und zum anderen, weil wir bei eventuellen Unverträglichkeiten das schon hier wissen wollten – und nicht bei z.B. Magenproblemen unsicher sein wollten, woher diese kommen. Für meinen Allergiker-Sohn Stefan war es auch ganz gut zu wissen, dass er bei einer entsprechenden Reaktion noch in Deutschland zum Arzt hätte gehen können.

Und was soll ich sagen??? Alle vier haben wir Malarone ohne auch nur irgendetwas zu spüren (oder zu träumen) super vertragen! Da macht man sich soooo viele Gedanken und Sorgen – und dann ist alles ganz easy! (Meine Söhne sind übrigens der Ansicht, dass sich diese Erkenntnis auf alle Lebenslagen übertragen lässt und konnten auf der Reise nicht immer verstehen, warum ich z.B. immer schon Stunden - aus ihrer Sicht wohlgemerkt, aus meiner handelt es sich maximal um ein paar Minuten 😗 - vor Abfahrt des Zuges am Gleis bzw. vor Start des Flugzeugs am Gate stand – oder kurz gesagt: mach dir ned so viel Stress, Mama, chill mal! 😛

Ja – und nachdem nun alle kleineren und größeren Problemchen so gut wie möglich gelöst waren machte ich mich auf zu einer traumhaften Camping-Reise durch Botswana - bestens gewappnet gegen Moskitos und Regenfälle 🙂 :

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Vorab eine Warnung falls jemand den folgenden Bericht mitlesen möchte: es wird keine gefleckten Katzen zu sehen geben! Ansonsten hatte die Sichtungsfee aber durchaus ein großes Herz für meine drei Afrikaneulinge 😘 (und natürlich auch für mich)!! (Und zwei schräge Vögel, die in keinem meiner Bird-Guides zu finden sind, waren auch mit von der Partie, so viel sei schon mal verraten 😎 )

Alles Weitere dann später….mit hoffentlich weniger Text!

LG Bele
Teil 228. Apr. 2017
12. April 2017 – Endlich geht es los!

Nach zuletzt recht viel Stress und Aufregung an der Schule und an anderen Fronten – gemischt mit Vorfreude, welche ich vor allem mit Lilith, die viele Fragen hatte und ganz aufgeregt war, durchleben konnte – fahren wir Mittwochnachmittag von drei unterschiedlichen Standorten aus los Richtung Frankfurt zu unseren SAA-Flügen (FFM – Johannesburg und Johannesburg – Maun). Die DB spinnt mal wieder rum 😈 , aber schlussendlich kommen wir alle recht pünktlich an. Kurz vor der Abreise gibt es natürlich noch ein paar lustige Fragen 😗 (nicht dass wir nicht schon zigmal drüber gesprochen hätten): „Wie war das nochmal, brauch ich einen Reisepass?“ „Muss ich eigentlich einen Schlafsack mitnehmen?“ „Hast du zufällig (dieses Wort liebe ich besonders in Gesprächen mit meinen Söhnen – Zufall ist das andere Wort für Vorrat! 😛 ) eine Stofftasche? Ich: „Wozu“? Nico: „Na für mein Handgepäck im Flugzeug….“ Ahhhjaaa - okay, immerhin optisch noch besser und politisch korrekter als eine Plastiktüte 🙄 .

Apropos Gepäck: Das Packen wäre dieses Mal keine Herausforderung gewesen – meine Liste steht und 12 kg in eine kleine Tasche zu stopfen ist locker zu schaffen, wenn man nur 10 Tage unterwegs ist. Allerdings habe ich vor, die restlichen 11 Kilos zu nutzen, um bei Packing for purpose mitzumachen (https://www.packforapurpose.org/destinations/africa/botswana/bush-ways-mobiles).
Caroline im Bush Ways-Office bittet mich dieses Mal für Bana Ba Letsatsi um warme Kinderkleidung, vor allem Mützen, Handschuhe und Schals – der Winter steht in Botswana vor der Tür. Als ich das im Kollegium erwähne kommt sofort der Vorschlag, ich solle doch die Kruschtelkisten durchsuchen, in denen wir herrenlose Kleidung in unseren beiden Schulstandorten aufbewahren. Immer in der Hoffnung, dass sie Eltern oder Kinder irgendwann vermissen und daher abholen werden. Dies ist in unserer Überflussgesellschaft aber leider meistens nicht der Fall 🙁 – Leute, Ihr glaubt nicht, was ich da alles gefunden habe 🤩 : unzählige wunderschöne und fast neuwertige Mützen, Fleecejacken, Schals, Handschuhe, sogar Jacken und Hosen. Hier mein Lieblingsfundstück:


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Sie alle dürfen zusammen mit noch mehr Teilen, die ich von Kolleginnen und meiner Nachbarin geschenkt bekommen habe die Reise nach Botswana antreten, nachdem ich sie gewaschen und vakuumiert habe.

Hier ein Teil der Tüten – den Rest habe ich meinen Mitreisenden aufs Auge, bzw. in die Tasche/den Rucksack gedrückt.

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Das Problem ist allerdings mal wieder das One-Piece-Konzept der Fluggesellschaft, denn meine kleine Reisetasche ist ja schon fast voll. Also wird sie zusammen mit den glibberigen Vakuumtaschen in einen Cargo Bag von Globetrotter gequetscht und dieser irgendwie verschlossen. Wirklich ausgereift ist mein Konzept nicht, auch wenn es auf dem Foto sehr stabil aussieht.

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Durch den Mehrfachglibberfaktor 🤢 verschiebt sich nach und nach alles in der Hülle, auch der Gurt außen auf der Hülle - und die 23 kg werden von Umstieg zu Umstieg immer schwieriger zu transportieren. Ich kann euch sagen – meinen Entschluss eine gute Tat zu tun habe ich unterwegs mehrfach bereut 😈 !


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Aber nun sind wir am Flughafen und ich bin den Klotz am Bein nach dem Check-In endlich los (zusammen mit meiner Panik, dass das Ding wegen der Außenmaße, die sich grade so um die erlaubten 158cm in Summe drehen, gar nicht mitgenommen wird 😊 ). Die Warterei auf den Flug beginnt, unterbrochen von einem kleinen Treffen mit den Leofants, zu dem wir uns schon vor Abreise verabredet hatten. Wieder zwei Fomis in echt kennen gelernt, wie schön! Es bleibt gar nicht viel Zeit, um unsere vielen gemeinsamen Themen (Chobe, Sango….) durchzukauen….

Der Flug ist unspektakulär (wenn auch ein bisschen bumpy, weshalb es den Kaffee nicht Stunden nach dem Frühstück gibtwie sonst bei SAA 😈 , sondern einfach gar nicht – no hot beverages!!!), das Personal wenig ambitioniert und auch nicht sonderlich freundlich (vielleicht war das schon das Warm-Up für den Streik). Unser vorbestelltes vegetarisches Essen bekommen wir aber und es ist abgesehen vom wuchtigen Frühstück sehr lecker!

13. April 2017

Die ersten afrikanischen Sonnenstrahlen treffen unser Flugzeug 😁


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Die Wartezeit in Johannesburg verbringen wir in der Bidvest Lounge. Während ich gerade am Einschlummern bin höre ich Rufe. Offensichtlich vermisst jemand seinen Hund oder sein Kind. Die Stimmen kommen immer näher und werden immer dringlicher, ich wundere mich im Halbschlaf, dass es Hunde (oder Kinder?) gibt, die Bele heißen 🤨 . Die Realität drängt sich in meine Träume – ich setze mich schlaftrunken auf – und wer steht vor mir??? Der Bayern-Schorsch und seine Schorschine! Was für eine Freude 😘 – wir hatten zwar vor einiger Zeit festgestellt, dass wir am selben Tag fliegen, aber sie von München aus. Zeit für ein Treffen war eigentlich nicht vorhanden. Warum es dann plötzlich doch geklappt hat wird Claus euch sicher selbst erzählen 😗 .

Um die Mittagszeit landen wir in Maun – im Flugzeug habe ich übrigens einen sehr interessanten und sympathischen Sitznachbarn - kein Businesstyp, sondern ein ganz Lockerer in Turnschuhen und Jeans. Er vertreibt Fair Trade Kaffee an die ganz teuren Lodges im Delta und ist jetzt auf dem Weg, um den Mitarbeitern dort Kurse über die Lagerung und Zubereitung zu geben. Er ist sehr gespannt, weil er noch nie im Delta war und erzählt mir, wie sehr er seinen Job liebt, da er Ökologie und soziales Engagement (sie unterstützen Schul- und andere Projekte in ihren Kaffeeanbaugebieten) verbinden kann – und damit auch noch seinen Lebensunterhalt verdient. So vergeht die Zeit (wie) im Fluge.

Als wir in Maun aussteigen, schnuppere ich - und tatsächlich, es riecht nicht nur nach Kerosin, sondern auch nach botswanischem Bush. HERRLICH!!! Auch Lilith riecht es, " so anders, fast süßlich!" 🙂 😘

Und dann die große Spannung – kommen alle unsere Gepäckstücke an 😕 ? Yes – alles da – auch wenn sich meines mehr oder weniger in seine Einzelbestandteile aufgelöst hat. Der Gurt hängt locker im Nichts, der Rest schlabbert vor sich hin. Aber egal, wir werden von Eddy, einem Mitarbeiter von Bush Ways abgeholt, räumen alle Vakuumtüten ins Auto und gehen zuerst mal Shoppen. Ich mag das schon daheim nicht, aber unausgeschlafen ist es Höchststrafe für mich. Tapfer laden wir Wein, Softdrinks, Savanna und gefühlt einen ganzen Swimmingpool voller Wasser in die Einkaufswägen – ein bisschen Schoki kommt obendrauf. Man wird von Bush Ways zwar verköstigt, aber Getränke (außer Kaffee, Tee und Milch für den Kaffee/Tee) muss man selbst besorgen. Danach geht’s dann zum „Peacefull Sleep“- Beutezug, aber Fehlanzeige, alles ausverkauft. Im dritten Laden entscheide ich mich entnervt für Tabart – und dann können wir endlich zur Island Safari Lodge fahren.

Eddy erklärt auf der Zufahrt zur Lodge sehr nett und ausführlich, was wir alles sehen. Vor der Reise hatten meine Söhne ein paar – bescheidene – Sichtungswünsche geäußert, darunter auch Affen.

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Diesen Punkt können wir gleich abhaken, denn wie üblich sind grüne Meerkatzen auf dem Gelände der Lodge unterwegs und auch sonst gefällt es der Jugend sehr gut – ich habe den Eindruck, wir könnten auch einfach hier bleiben, statt auf Campingtour zu gehen.

Während die drei sich in den Pool begeben, mache ich meine ersten Fotoversuche und freue mich, gleich einen Rallenreiher vor schönem Dekor zu sichten.


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Auf dem Thamalakane, der für diese Jahreszeit sehr viel Wasser hat (wen wundert’s) ist reger Verkehr. Ahhh, dieser Himmel, diese Farben!! 😘

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Noch schnell ein Blaustirnblatthühnchen am anderen Ufer ablichten,

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einem African Monarch im bereits schlechten Licht hinterherhecheln

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und schon ist es Zeit fürs Abendessen. Aber oh weh – es wird uns gesagt, dass es lange dauern kann, weil eine große Gruppe vor uns bestellt hat. Naja, die „große Gruppe“ ist ein Tisch, sonst hat es keine Gäste - und wenn man unsere Bestellung nicht erst 20 Minuten nach Aufgabe an die Küche weitergegeben hätte, wie Lilith zufällig bemerkt, dann wäre es vielleicht schneller gegangen. So warten wir ewig auf ein recht schlechtes Essen. Dafür funktioniert die Dusche inkl. warmem Wasser und die Betten sind bequem, auch wenn die Moskitonetze, von denen seit Jahren auf tripadvisor geredet wird, immer noch fehlen ("bei der nächsten Renovierung, die im Frühjahr stattfindet – blabla…." Vielleicht sollte man mal gezielt nach der Jahreszahl des Frühjahrs nachfragen 😎 ) . Zum Glück gab’s keine Mossis – vielleicht auch wegen des netten Geckos an der Wand. Dafür machen die Bellfrogs ein Höllenspektakel – aber das gehört ja dazu und ich schlafe wie ein Stein bis zum nächsten Morgen! 🙂


Teil 329. Apr. 2017
14. April 2017 – Wir lernen unsere Reisegruppe kennen!

Ich wache ausgeruht auf und bin bester Laune 🙂 . Sobald es hell wird packe ich meine Kamera und genieße draußen die Geräusche, die Gerüche und die Wärme. Klar hat man um diese Zeit noch eine Jacke an, aber es ist keine beißende Kälte, eher eine morgendliche Frische.

Der Himmel hat zuerst einen Hang zur Theatralik und taucht alles in ein rosafarbenes Licht

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Kurze Zeit später wirkt alles recht normal:

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Nach einem guten Frühstück werden wir um 8.30 Uhr von KJ, einem Mitarbeiter von BW abgeholt. Wie es nun weitergeht, ist mir nicht klar – ich weiß nur, dass unsere nächste Campsite Kaziikini ist. Auf dem Parkplatz steht ein nagelneuer Toyota Landcruiser, eine der Spezialanfertigungen von Bush Ways, die zum Jahreswechsel von Landrover auf die Toyotas umgestiegen sind. Wir laden unsere Tonnen von Getränken in das Fahrzeug ein, das schon fast aus den Nähten platzt, weil Säcke und Kartons voller Lebensmitteln überall gelagert sind, dazu noch jede Menge „fremder“ Wasserkanister u.ä.

Ich frage KJ, ob er denn unser Guide sei. Nein, zu dem werden wir jetzt gebracht – er ist mit der Gruppe, zu der wir dann auch gehören werden, auf dem zweitägigen Mokorotrip unterwegs, der zur Fish Eagle-bzw. zur Leopard-Tour gehört. Vorsichtig frage ich, wie viele Leute das denn sind? Er überlegt kurz und meint: "Seven". Zusammen mit uns?? 😐 Nein, wir werden insgesamt 11 Gäste und drei Leute von Bush Ways sein. Der Driverguide, der Koch und noch ein Übersetzer.

🤩 😵 🤩 😮 🤩

Ach du meine Güte – ich hatte mir ja einige Szenarien ausgemalt – aber bis 14 bin ich beim Zählen nicht gekommen. Das heißt also, das Fahrzeug ist voll, komplett voll…. 😊 Meine gute Laune bekommt einen Dämpfer – aber ich beschließe, jetzt erst mal abzuwarten, wie die Leute denn so sein werden. Was ich bedenklich finde: wir sind es, die als Letzte kommen und somit das Auto bis unters Dach füllen – ob man sich damit Freunde macht 😕 😗 ???

Schlussendlich sollte fast alles ein bisschen anders sein als befürchtet – aber dazu später mehr...

Beim Ausfahren aus dem Lodgegelände sehen wir ein Rotschnabelfrankolinkind. KJ ist ein ganz Netter, er erklärt uns jede Menge und kommentert alles was wir sehen!

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Wir tuckern also gutgelaunt los und genießen die Landschaft und das Leben auf und neben der Straße.

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Nach ca. einer halben Stunde biegen wir links ab und verlassen die Teerstraße.

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Während KJ den Druck in den Reifen reduziert entdecke ich eine meiner Spezialfreundinnen – eine Sattelschrecke! Ich dachte -warum auch immer 😐 - dass es die nur in Namibia gibt.

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Zum Glück sind die Esel aber niedlich!

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Kurz nachdem wir in Delta-Richtung abgebogen sind, gibt es Arbeit für KJ, er hilft Einheimischen mit dem High Lift Jack aus.


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Weiter geht es durch und über viel Wasser. Die Brücken wurden – so erzählt uns KJ - von der Community, die das Land hier und auch die Mokorostation verwaltet, erst kürzlich wegen des Hochwassers neu gebaut. Normalerweise kommt man überall mit einfachen Wasserquerungen durch.

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Nun fahren wir durch eine wunderschöne Landschaft – Delta pur würde ich sagen, wenn da nicht immer mal wieder Kühe oder andere Nutztiere unterwegs wären. Trotzdem bin ich total im Glück, es ist so schön hier, und es gibt auch reichlich Geflügel.

Viele, viele Reiher - die Fotos geben die Menge gar nicht richtig wieder:

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Über die Red-billed Teals freue ich mich sehr - die hatte ich noch nie gesehen. Und dazu die netten gelben Blüten überall - ich warne euch jetzt schon - Blümchen werdet Ihr viiiele zu sehen bekommen! 😉

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Plötzlich taucht mitten in der Wildnis ein Vet-Fence auf sowie ein Mann, der dafür verantwortlich ist, aber das war’s dann auch schon. Keine Kontrolle oder Schuhwäsche oder sonstiges. Kurz darauf sind wir am Wasser, also am richtigen Wasser und sehen auch schon ein anderes Fahrzeug von Bush Ways dort stehen sowie einige Mekoro anlanden. Okay, ist das jetzt unsere Gruppe?

Nein, das ist die Parallelgruppe – unsere Leute sind noch unterwegs, lassen aber nicht lange auf sich warten. Natürlich herrscht ein heilloses Durcheinander mit dem ganzen Material, das umgeladen werden muss und den vielen Gästen, Polern, Guides usw…..

Unser Guide stellt sich vor – Diteko, kurz D.T. Unser Koch heißt Lawrence und der Übersetzer Shenya aus Sibirien. Manche nennen ihn auch anders, ich blicks nicht wirklich. Dann begrüßen wir das ganze Gewusel.

Ein jüngeres Paar aus Dänemark, Anna und Kasper, die recht gut deutsch reden. Simone (das ist KEIN Mädchenname!) aus Bella Italia, gerade mal 22 Jahre jung. Von seinem Vater, der in Mailand eine Reiseagentur hat mit Schwerpunkt nördliches Afrika (da selber zu 12,5 % Eriträer) für 49 Tage ins südliche Afrika geschickt, um dort einige Campingtouren zu testen. Blitzschnell erkennt er in Nico einen weiteren Raucher und lädt ihn auf ein Zigarettchen ein, obwohl mein Sohn den Urlaub zum „Detoxen“ nutzen wollte. Naja, Vorsätze sind da um über den Haufen geworfen zu werden…. 😎 😛 Zum Glück sind beide keine starken Raucher, sondern paffen nur ab und zu mal eine zusammen, außerdem gehen ihnen irgendwann eh die Kippen aus.

Dann sind da zwei Herren Ü70. Der eine, Wolf, gibt uns gleich einen kurzen Abriss über die Gruppe, es waren wohl Engländer dabei in der Kalahari, die komisch waren, aber schon die Mokorotour nicht mehr mitgemacht haben (okay, dann interessiert‘s mich auch nicht sonderlich) und manche Leute wären erst gegen Mittag in der Lage, ganze Sätze zu reden. Hmmmm…..also dieses Problem scheint er zumindest nicht zu haben – soviel mal dazu 😗 😎 . Und was es mit den Engländern auf sich hat erfahre ich später noch aus anderer Perspektive 😉 .

Der zweite Ü70-Herr ist sein Schwager Dieter, und nachdem dann noch einige Zeit später ein Mokoro einläuft, das mit zwei Frauen besetzt ist (mehr kann man erstmal nicht erkennen) äußere ich die Vermutung, dass dies die Ehefrauen der beiden sind. Huuuuuuu, wenn die zwei Mädels das jetzt lesen, dann werden sich mich nachträglich sicher hassen 🤩 😄 🤪 !!!

Das Missverständnis klärt sich aber schnell auf – Gesine und Claudia sind Lichtjahre jünger und auch jeweils als Einzelreisende unterwegs. Und warum dieses Frauen-Mokoro mit größerem Abstand eintrudelt klärt sich ebenfalls später auf der Reise… 😗

Als Wolf dann die Abschiedsrede für die Poler hält stellen sich mir schon ein bisschen die Nackenhaare 🤢 . Es gibt ganz bestimmte Tonlagen (sonor-arrogant würde ich sie mal bezeichnen), gegen die ich allergisch bin – und Salbadern ist auch nicht so mein Ding.

Aber es hilft alles nichts – jetzt muss die unangenehme Frage der Sitzordnung geklärt werden. Wir waren auf der Herfahrt natürlich vorne gesessen mit all unserem Gerümpel – und dass es sich um unser Auto handelt war uns gar nicht klar – das System war damals bei meiner Mokorotour ein bisschen anders. Aber nun sollen wir tatsächlich unsere Plätze in diesem Landcruiser einnehmen. Es geht ein bisschen hin und her,"denn natürlich war vor unserer Ankunft alles viiiiiiel einfacher, weil es ja viel weniger Leute waren. "

Schon gut – Botschaft verstanden 🙄 . Aber trotzdem, wo sitzen wir denn nun? Wie habt Ihr bisher gewechselt? Von vorne nach hinten oder umgekehrt?? Hätte ich gewusst, dass Dieter grundsätzlich alles vergisst bzw. erst gar nicht aufpasst und versucht es sich zu merken, dann hätte ich sicher nicht ihn gefragt 😉 . Von Claudia höre ich ein leise gemurmeltes „Am liebsten würde ich nochmal ganz hinten sitzen, du weißt schon warum!“ an Gesine gewandt. Oha, das kann ja spannend werden!

Naja, da sich die Situation nicht eindeutig klären lässt und unser Zeug eh schon vorne liegt sitzen wir nun eben auch dort – wobei einer von uns zu den beiden Herren sitzen muss, denn es sitzen ja immer drei Leute zusammen und alle anderen Reihen sind voll. Stefan erklärt sich bereit und los geht die Fahrt zurück denselben Weg bis zur Teerstraße.

Bei einer Wasserdurchfahrt verliert das BW-Auto vor uns einen Müllsack – der Arme muss ins Wasser, um ihn raus zu fischen.

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Kurze Zeit später gibt es unseren ersten Bush-Lunch, seeehr lecker!

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Die Kühe betrachten uns interessiert, wir betrachten ihre Kollegen, die mitten im Wasser weiden.

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Und wieder Blümchen .....

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Die Fahrerei über die vielen Brücken ist recht tricky, und bei manchen passen wir gerade so drauf!

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Ein immaturer African Fish Eagle – leider ist das Licht nicht sehr schön, ich fürchte schon, dass ich heute meine erste Tat als Regenmacherin vollbringen werde….. Zu meiner großen Freude wird das Licht an diesem Tag aber noch besser werden!


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Nach einem kurzen Stück Teerstraße geht es weiter auf Sand und ich sehe meine erste Schildkröte in Afrika (leider immer noch nicht im Sonnenschein und auch nur von hinten - sie war ganz schön schnell 🤩 ).

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Kurze Zeit später – es ist jetzt 14 Uhr - geht es ab Richtung South Gate.

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Und hier fällt mir ein, dass ich D.T. ja mal fragen könnte, wie wir morgen denn nach Xakanaxa fahren werden. Ich bekomme die fast befürchtete Antwort: wir fahren gar nicht nach Xakanaxa, auch nicht zum North Gate - Moremi macht keinen Sinn momentan – also werden wir drei Nächte auf der Magotho Community Campsite in der Khwai Concession sein! Na das sind ja mal spannende Neuigkeiten! 🙁 Auf der einen Seite bin ich etwas traurig dass ich meinen Kindern die schönen Landschaften und die vielen Tiere im Moremi nicht zeigen kann, aber es war ja schon im Vorfeld klar, dass die Gegend nicht gut zu befahren ist – auf der anderen Seite freue ich mich wie blöd 🙂 , mal wieder ausgiebig in meiner geliebten Khwai Concession zu sein, und 3 Nächte ohne Zeltauf- und Abbau können vielleicht ja auch ganz gemütlich sein.

Ob meine Freude berechtigt ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen….. aber zunächst geht es im nächsten Kapitel zur Kaziikini Community Campsite und auf unseren ersten Game-Drive! 🙂
Teil 429. Apr. 2017
14. April 2017 – Kaziikini und unser erster Game Drive


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Wir erreichen die Community Campsite gegen halb drei und sind wenig optimistisch, etwas Nettes anzutreffen, da D.T. und vor großen Menschenmassen auf Grund der Probleme im Moremi gewarnt hat. Aber es ist gar nicht so schlecht – wir haben unsere Campsite für uns und jeder findet ein nettes Plätzchen für sein Zelt. Dusche und WC’s müssen nicht installiert werden, denn es gibt ja feste Sanitäreinrichtungen (wenn auch in etwas fragwürdigem Zustand).

Wir machen es uns gemütlich, schauen den Tokos zu und machen uns einen Kaffee, sobald das Wasser auf dem Campfire kocht.
Ich mag die Kerls irgendwie.....

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Ahhhh….langsam aber sicher komme ich an, die Temperaturen sind herrlich, inzwischen ist auch der Himmel aufgerissen, man hört ganz viele Tiergeräusche und die Luft riecht würzig nach african bush ! Mein erster Eindruck: den Kindern gefällt es auch sehr gut – auf jeden Fall strahlen sie und freuen sich wie ich über alles, was wir sehen, riechen und hören.

Um 16.30 Uhr brechen wir zu unserem ersten Game-Drive auf und nun darf ich etwas erleben, worauf ich mich schon so lange gefreut hatte, aber nicht sicher wusste, ob es in diesem Urlaub möglich ist: das Faltdach unseres Landcruisers wird geöffnet! Im August damals war das wegen der Temperaturen nicht möglich – zu schnell kühlt es gegen Abend ab. Nun dürfen wir sogar (natürlich ohne Schuhe) auf die Sitzbänke stehen und uns an den Metallverstrebungen festhalten. So tuckern wir durch die Gegend, jeder hat ein glückseliges Strahlen im Gesicht – dieses berauschende Gefühl lässt sich nur schwer beschreiben!

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Wer genau hinschaut sieht Gesine im Rückspiegel und die Dachkonstruktion natürlich auch! Vorne funkt D.T. seinen Kollegen an: „Shabba Shabba!“ Dies führt nach einigen Tagen zu einem großen Heiterkeitsausbruch: Gesine dachte nämlich die ganze Zeit, dass "Shabba-Shabba" eine Begrüßungsformel auf Setswana sei 😄 . Erst als wir Shabba einmal persönlich begegnen und er von D.T. mit „Hello Shabba“ begrüßt wird, fällt bei ihr der Groschen! Zum Glück kann sie herrlich über sich selbst lachen, so dass wir viel Spaß haben.

Aber zurück zur Pirschfahrt: wir sehen unseren ersten Elefanten – yeah!


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D.T. meint aber, dass wir das noch besser hinbekommen und fährt weiter.

Und tatsächlich – dieser hier versteckt sich nicht, sondern begrüßt uns freundlich. Nico, Stefan und Lilith sind verwundert, wie nahe die Tiere an das Fahrzeug kommen!

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Inmitten der wilden Landschaft stehen zwei Wattled Cranes /Klunkerkraniche.

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Ich freue mich, dass das Gras zum Teil schon gelbbraun ist, und nicht nur qietschgrün – davor hatte ich nämlich ein bisschen Angst gehabt – nur grün passt irgendwie nicht in meine Vorstellung von Botswana…

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Okay, die Blümchenwiese auch nicht so wirklich 🤪

Aber nach und nach beginne ich mich für diese Farbtupfer zu begeistern und mache mir einen Spaß daraus, die Tiere möglichst zusammen mit Blüten zu erwischen.

Es herrscht insgesamt reger Flugverkehr!

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An einem der vielen kleinen Seen treffen wir Papa Sattelstorch mit seinem Nachwuchs (Saddle- billed Stork).

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Wer findet die Störche?

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Starlinge gibt es jede Menge – es wird wohl ein Burchells sein.

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Die Red-billed Buffalo Weaver /Büffelweber verpfusche ich ziemlich, aber da ich die so viel ich weiß noch auf keinem Foto habe, darf dieses in den Bericht.

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White-browed Sparrow-Weaver / Mahaliweber

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Ab sofort der Lieblingsvogel von Stefan – Helmeted Guineafowl / Helmperlhuhn (selbstverständlich mit Blümchendeko 😎 )

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Und Blümchen mal ohne Tier!

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Dann treffen wir auf eine Gruppe von Impalas. Diese sind ein ganz spezielles Thema auf dieser Reise. Im Vorfeld hatte ich zwar gelesen, dass April die Zeit der Impala-Brunft ist, mir aber nicht viel dabei gedacht! Nun weiß ich, was damit gemeint ist: die Böcke sind völlig durch den Wind, rennen Tag und Nacht ihren Damen nach oder streiten sich mit den Nebenbuhlern. Das Ganze wird begleitet von einer irren Geräuschkulisse: zuerst kommt ein sehr lautes hustendes Bellen, eine Mischung aus Löwe und Hippo, gefolgt von einem pressluftähnlichen und sehr langen Schnauben durch die Nüstern 🤩 . Nachdem wir uns das ein paar Tage lang angehört und angeschaut haben, sind sämtliche weibliche Reisegruppenmitglieder der Meinung, dass die Impalaböcke gut daran täten, ihre Strategie zu überdenken: sexy geht anders 😗 ! Dazu kommt, dass das Ganze auch noch mit gestrecktem Hals erfolgt, als ob sich der Bock gleich übergeben müsste 🤢 .

Hier sehen sie ganz friedlich aus im schönen nachmittäglichen Licht – ist ja auch nur ein Bock ganz am Rande zu sehen….

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Aus diesem kleinen Kerl wird erst noch irgendwann so ein hustender Presslufthippolöwe!

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Ja, und dann ist da noch die traumhafte Landschaft – und das ganz besondere Licht! Ich bin glücklich!

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Noch glücklicher bin ich, als ein Elefant die Szene betritt und voller Genuss das Grün verspeist! Wärme, klare Luft, Sonne, afrikanische Landschaft, Elefant – was will man mehr???

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Für Katzenjäger sicher langweilig – aber für meine Afrikaneulinge ganz und gar nicht – und ehrlich gesagt für mich auch nicht, noch nie habe ich so milde Temperaturen und so intensive Gerüche erlebt! Und seit 2014 (damals hatten wir zwar wunderbar blauen Himmel, aber eher kalt und ohne schöne Wolken und 2015 war es meistens trüb) hoffe ich auf solche Bedingungen – und nun wird es endlich wahr! 🙂 😘

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Kurz vor Sonnenuntergang laufen noch diese beiden Strauße vor uns her – leider viel zu weit weg für das Licht – aber da ich ansonsten kein Straußenfoto habe (obwohl wir noch andere gesehen haben) kommt dieses in den Bericht.

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Der Himmel ist ähnlich drauf wie heute früh – ein bisschen Dramatik darf sein!


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Zum Schluss noch mein "Meisterwerk" 🤢 – dieser Elefant begegnet uns kurz vor dem Camp und ich frage, ob ich blitzen darf. No problem – meint D.T. Oweia, ich weiß es ja eigentlich, dass das nichts wird – aber zu meiner Erinnerung (um es nie wieder zu tun!) hier das Ergebnis! 😵

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Während wir unterwegs waren hat Lawrence uns ein gigantisches Rinderfilet am Stück gegrillt, dazu gibt es Gemüse. Für Nico, den einzigen Vollzeit-Vegetarier in der Truppe gibt es…ich weiß nicht mehr was, aber es war lecker, wie alles von Lawrence Gekochte. Liebevoll kündigt er immer seine Mahlzeiten an und das vegetarische Gericht wird extra beschrieben.

Und nun bin ich sehr gespannt auf den ersten Abend face to face mit den Moskitos! Aber wie meistens kommt es anders – die Mossis sind das kleinere Problem (ehrlich gesagt habe ich selten welche erlebt, gestochen wurde ich überhaupt nicht, im Gegensatz zu anderen). Die Luft ist gesättigt mit allerlei anderen Flugobjekten. Falter, Libellen, Heuschrecken und kleine Käfer, die überall sind, dazu noch Gottesanbeterinnen und Stabheuschrecken, vermutlich auch noch irgendwelche Wanzen (sicher nicht alles auf einmal, und vielleicht auch nicht alles abends, aber es ist immer was in der Luft!). Die Schrecken sind insofern lästig, als sie sich in unseren Haaren verfangen, was zu einigen hysterischen Anfällen führt 🤩 . Claudia kümmert sich dann immer liebevoll um die lieblos weggeschubsten Flieger – sie kann keinem Tier etwas zuleide tun, fasst alle Krabbelviecher an und beschützt sie vor uns! Schlussendlich sitzen wir alle mit Kapuzen oder Schals um die Haare da, um in Ruhe essen zu können.

D.T. erklärt uns dann den Plan für morgen in Englisch, Zhenya übersetzt in Deutsch. Wir erfahren, dass wir uns auf viele Leute und Fahrzeuge auf Magotho einstellen müssen, der Grund ist einmal mehr die Unbefahrbarkeit des Moremi. 🙁 Määähhh….. und ich hatte mich so auf einsame HATAP-Campsites gefreut ! Naja, mal schaun wie das morgen wird…..

Jetzt freue ich mich erstmal auf meine erste Nacht im Zelt seit langem - und das bei milden Temperaturen 🙂 (und begleitet vom Lärm der brünftigen Impalas 🙄 )
Teil 501. Mai 2017
15. April 2017 – Von Kaziikini nach Magotho (oder was ein verlorenes Handy mit einem gefundenen Löwen zu tun hat…)


Um 7.00 Uhr haben wir unser Camp fertig abgebaut und starten in Richtung Magotho/Khwai. Die Strecke führt über Sankuyo Village und Mababe Village. Ehrlich gesagt erwarte ich mir von dieser Strecke nicht viel 😵 , auch wenn ich kurz vor der Abreise ein Video darüber gesehen habe. Heiko Genzmer war morgens von Maun nach Khwai gefahren, um dort im Khwai Guest House nach dem Rechten zu sehen, das beim Hochwasser überflutet worden war. Er hatte erstaunlich gute Sichtungen so ganz nebenbei – aber auf so etwas hoffen darf man sicher nicht 😕 .

Unsere erste Sichtung bereitet D.T. Sorgen: eine Gruppe junger Spur-winged Geese (Sporengänse). Sie rennen ziemlich konfus durch die Gegend - und weit und breit keine Mutter zu sehen 🙁 .

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Und schon wieder ein Elefant – meine Sorgen, keine zu sehen, weil sie dank der vielen natürlichen Wasserstellen irgendwo im Busch versteckt leben scheint unbegründet zu sein.

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Dann ein Treffer: Stefan hatte sich Giraffen gewünscht! Bitte schön! Ich war mir zwar sicher, dass sie über das hohe Gras hinausschauen, aber auch dazu müssen sie erst mal in unsere Nähe kommen.

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Kurz danach Zebras – na, die Wunschliste wird hier auf der Transit-Road aber ganz schön flott abgearbeitet 🤩 . Auch wenn Zebras im grünen Laubwald etwas surreal auf mich wirken…

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Für Mami gibt’s einen Gaukler (Bateleur-Eagle), aber das hat noch Luft nach oben, Gegenlicht mal wieder…

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Elefanten in eben diesem Gegenlicht, Elefanten im schönen Licht – zwischen jeder Sichtung liegen ca. 10 Minuten, die Fahrt ist also sehr unterhaltsam!

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Und dann stoppt D.T. – er erkennt sofort, dass eine Breading Breeding Herd (danke Sam 😘 ) über die Straße will, obwohl erst nur eine Kuh zu sehen ist.

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Leider im Gegenlicht, aber trotzdem zu süß 😘 (wir Mädels können uns leichte Qietschgeräusche und Entzückensrufe nicht verkneifen), wie sie zuerst die Lage checkt, dann ihre Familie zusammentrommelt und schnell alle im Sauseschritt die Straße überqueren.

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Apropos Straße: so sieht es zwischenzeitlich aus – es gibt aber auch sehr glatte Abschnitte, allerdings oft mit Wellblech.

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Um neun Uhr machen wir an einer breiten Stelle eine Pinkelpause und beobachten viele Geier am Himmel (die müsst Ihr euch halt jetzt ein bisschen denken - Vögel hoch oben fliegend kann ich gar nicht 😗 ).

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Blumen gibt’s natürlich auch hier.

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Danach geht es weiter – aber nur ein paar Hundert Meter, denn von hinten kommt ein Schreckensruf 🤩 : Lilith findet ihr nagelneues I-Phone nicht mehr. D.T. stoppt sofort und Simone meint, er hätte etwas aus dem Auto fallen hören 😕 . Also wenden wir und fahren dieselbe Strecke zurück. Nichts zu sehen. Also alle Mann raus und genau an der Stelle suchen, an der wir angehalten hatten. Zhenya baut das Auto hinten halb auseinander, wir machen das, was man eigentlich nicht machen soll, nämlich mit den bloßen Händen im Gras rumfummeln 😊 🤢

NICHTS! Eine Gruppe geht nochmal das zuvor gefahrene Stück ab – vielleicht hatte ja Simone doch recht damit, dass das Handy rausgefallen ist? NICHTS! Wir sind nahe daran aufzugeben, obwohl die Stimmung nicht schlecht ist, alle suchen bemüht und machen sich Gedanken und Sorgen – und trösten Lilith, die auf der einen Seite sehr verzweifelt über den Verlust ist - auf der anderen Seite ist es ihr sehr unangenehm, dass sie uns durch die Suche an der Weiterfahrt hindert. Brechen wir also ab? Wo sollen wir noch suchen? 😕

Lilith ist sich sicher, dass sie das Handy beim Einsteigen noch hatte und es aus der Hosentasche gefallen sein muss. Jetzt kommt Nico’s „Handgepäck“ ins Spiel (Ihr erinnert euch? Der Stoffbeutel? 😛 ) Dieser hing beim Aussteigen an der Reling direkt an dem Platz am Ausstieg. Beim Einsteigen ist erst Lilith rein, aber dann beschlossen sie die Plätze zu tauschen. Nico ist also durchgerutscht und hat den Platz auf der anderen Seite eingenommen, mitsamt seinem treuen Begleiter, dem Stoffbeutel 😗 . Und in eben diesem Stoffbeutel wird das Handy dann in letzter Sekunde, kurz vor Abbruch der Suchaktion, gefunden. Es war tatsächlich unbemerkt dort reingefallen…. 🤩 😄

Uff – alle sind erleichtert und die Stimmung ist schon fast euphorisch. 🙂

Inzwischen sind seit dem Pipistopp inkl. Suche etwa 45 Minuten vergangen. Wir fahren weiter – aber kurz darauf sehe ich rechts zwei Giraffen stehen und bemerke das eher nebenbei. D.T. bremst jedoch abrupt (häää, das sind doch nur Giraffen 🤩 ?) und meint, wir sollten mal ihre Haltung genau betrachten.

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Okay, stimmt, dies hier (und auch die andere) hat den Hals gaaanz zuückgenommen und starrt in eine Richtung. Unser Guide ist sich sicher, das muss etwas sein! Langsam fährt er den Wegesrand ab, immer wieder einen Blick zurück zu den Giraffen um zu sehen, wohin diese schauen.

Und tatsächlich - da ist er: unser erster Löwe!

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An dem Stückchen Menschenkopf ganz recht kann man erkennen, dass er ziemlich nah am Wegesrand lag, allerdings gut getarnt!

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Wahnsinn! Wären wir die halbe Stunde, in der wir das Handy gesucht hatten, früher hier vorbeigekommen – wer weiß ob die Giraffen da schon so dort gestanden wären. Den Löwen himself hätten wir defintiv nicht gesucht und schon gar nicht gefunden! Wir beschließen, dass das verlorenen Handy „schuld“ an der Löwensichtung ist und alles im Leben einen Sinn hat!

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Eine zeitlang lässt er (der Löwe) bzw. sie sich knipsen, aber dann verliert sie die Lust, steht auf und verschwindet im Gebüsch!

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Ehrlich gesagt bin ich selber erstaunt, wie viel wir in so kurzer Zeit sehen – und Lilith kann es kaum fassen. Sie fragt immer wieder, ob das normal sei…. 😮

Schnell noch Blümchen mit Giraffendeko knipsen

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und schon fahren wir in bester Stimmung weiter! Dabei müssen wir recht lange Umleitungen mit engen Kurven nehmen. An einer zum Glück etwas offeneren Stelle trifft das Parallelfahrzeug (und somit auch wir) auf zwei Fahrzeuge aus Wien, die unsere Gruppe wohl schon in der Kalahari getroffen hat.

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Anscheinend waren sie dort schon etwas unfreundlich und haben nicht gegrüßt- inzwischen ist die Stimmung wohl endgültig auf Null 😐 – auf jeden Fall sehen die Leute in den Autos ziemlich angepisst aus. Beim Vorbeifahren wird uns dann klar warum – das vordere schleppt das hintere ab (sieht man auf dem Foto nicht, war aber so - ich schwöre 😉 ). Kein Wunder also, dass die so aus der Wäsche kucken, so macht Urlaub in Botswana sicher wenig Spaß. 🤢


Fortsetzung folgt....irgendwann 😎
Teil 603. Mai 2017
15. April 2017 – Immer noch von Kaziikini nach Magotho

Als wir wieder auf einem geraden Stück sind, kommt uns ein Game-Drive-Fahrzeug voller Asiaten entgegen. Hier scheint echt jeder Guide den anderen zu kennen, es ist nicht das erste (und vor allem nicht das letzte Mal 😉 ), dass wir zu einem kleinen Schwätzchen, manchmal vermischt mit viel Gelächter anhalten (vermutlich tauschen sie sich über ihre bescheuerten Gäste aus 🤢 ).

Als ich da so zu dem anderen Fahrzeug schaue denke ich, dass ich dieses Gesicht doch kenne 😕 . Leise frage ich Lawrence, wie dieser Guide heißt. Und tatsächlich: es ist Face, the One-and-only 🤩 😄 (mein Guide 2012 im Sango-Camp!)! Ich winke ihm zu und mache mich erkenntlich, in dem ich Sonnenbrille und Mütze abnehme. Wir hatten erst vor ein Tagen noch über die Regenfälle in Khwai geschrieben und die Freude ist groß, sich jetzt so unerwartet zu treffen. Er steigt sogar extra aus, um mich zu drücken. Allerdings fragt er mich erstaunt: „No selfdriving???“ denn er wusste nichts von meinem Osterfamilientrip, nur davon, dass ich im August in der Khwai Area mit einem Bushcamper und Freunden unterwegs sein werde. Noch ein kurzer Austausch über eine gemeinsame Bekannte – und schon fährt jeder wieder seines Weges! Na das war mal ne nette Überraschung 😘 !

Weiter geht’s – und ich bin – zwischen Wolf und Dieter, den beiden Ü70-Herren sitzend – erstaunt was man sich nach 30 Jahren gemeinsamen Reisens immer noch zu erzählen hat 😗 . Okay, es ist eher so, dass Wolf erzählt und Dieter Jaja dazu sagt. Das Ganze immer schön über mich hinweg. Ich bewundere ja Leute, die viel wissen, und besonders Geschichtswissen macht mir großen Eindruck, weil ich darin keine Leuchte bin. Aber mal ganz ehrlich – so wirklich interessieren tut es mich nicht mitten in Botswana 😐 😛 .

Wir machen zum Glück bald Fruitbreak mit Blick auf hübsche Blümchen

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und ich kann dem Gesabbel somit für eine Weile entkommen 😈 . Auf der Weiterfahrt gibt es für Mami wieder einen Bateleur (immerhin besser als der erste)

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und schon sind wir in der Khwai Concession 😘 .

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Sofort gibt es nette Entchen zu sehen: White-faced Ducks (Witwenenten) mit Kindern und Comb Ducks (Höckerenten - Erstsichtung für mich), ich schätze, die eine mit dem dunklen Hals ist auch noch eine junge (?) .

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Und nun muss überlegt werden, wie bzw. wo wir hier durchkommen, denn auch die trocken wirkenden Stellen sind noch feucht im Untergrund.

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Zuerst schaut sich Diteko die Sache an

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und dann schickt er Lawrence raus, damit er uns durchlotst. Der Arme tritt prompt in den Matsch 🤢 (ich hab's mir verkniffen, ein Foto zu machen)!

Nach gelungener Durchquerung wird erstmal Feuerholz gemacht, dazu zerlegt Diteko einen Mopanestamm waidgerecht 😉 .

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Ich schau' mir derweil den Matsch genauer an und schaffe nach gefühlt hundert Anläufen diesen Schmetterling (wer kann mir seinen Namen nenne?)

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sowie ein höchst sonderbares Tierchen abzulichten

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Ob es im echten Leben auch schlammfarben ist weiß ich nicht – aber der Schwanz oder Dorn oder was immer das ist war schon gaaanz schön lang 😮 . Kennt das jemand mit Namen??

Unser Korb ist wieder gut gefüllt und wir können das letzte Teilstück bis zum Camp in Angriff nehmen.

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Unterwegs gibt es auch noch andere graue Tiere – im obligatorischen Gegenlicht, dafür mit ……..genau….Blümchen und Dekogras 😎 ,

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manche recht nah, manche fröhlich vor sich hinmampfend,

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manche hinter Dekogras

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und manche seeehr nah am Auto 🤩 – am linken Bildrand sieht man den Holm (en?).

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Diteko und Lawrence beobachten die Kerls eine Weile, ob sie den Weg wohl freigeben werden – aber ihre Körpersprache sagt: keine Durchfahrt für Landcruiser!

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Also machen wir kehrt und fahren einen kleinen Umweg. Dabei treffen wir auf diesen See-Elefanten, der sich extra für uns aus dem Wasser bemüht – und wieder bin ich fasziniert von dem vielen Grün, das ihn umgibt!

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Nun erreichen wir das große Gebiet der Magotho Community Camping Area – wir beginnen bei Nr.1 sehr nah am Wasser, aber recht offen und arbeiten uns vor bis Nr.10. Wow – das ist ja mal eine schöne Campsite! Wir beginnen schnell mit dem Camp-Aufbau, der Trailer=Küche steht unter einer zentralen Riesen-Akazie, es gibt viele andere Bäume, Büsche und Totholz.

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Die Toilettenzelte werden in einem abgelegenen Winkel platziert

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und wir finden ein schönes Eckchen für unsere drei Familienzelte (nein, nicht das mit dem blauen Handtuch - unsere sind weiter hinten rechts, eigentlich nicht mehr sichtbar). Anschließend genießen wir einen leckeren Lunch und entspannen ein bisschen mit dem angenehmen Gedanken daran, hier drei Nächte verbringen zu dürfen.

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Aber vor der ersten Nacht wird es natürlich noch einen Game-Drive geben 🙂 . Ob die Khwai Concession hält, was mir meine Erinnerungen an aufregende Zeiten dort versprechen? 😐
Teil 704. Mai 2017
15. April 2017 – Khwai Concession – Game Drive am Nachmittag/Abend

Pünktlich um 16 Uhr geht es los - und ich freu mich riesig, zumal auch das Dach wieder offen ist und wir uns die botswanische Luft um die Nase wehen lassen dürfen! Leider weiß das Wetter nicht so recht was es will, deshalb wird dies ein recht farbloses Kapitel 😕 !

Wenige Meter vom Camp entfernt treffen wir auf neugierige Elefanten, und Diteko bittet uns, abends daran zu denken, dass sie ganz in unserer Nähe sind 🤩 .

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Sie betreiben Körperpflege in dem natürlichen Wasserloch, aber auf Grund der schlechten Lichtsituation halten wir uns nicht sehr lange auf.

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Diese putzigen Tree Squirrel haben wir schon oft gesehen, jetzt schafft es auch mal eins auf meine SD-Karte.

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Ein Meve's Starling - habe mich eben nochmal bei Diteko rückversichert: "this a Meve's starling used to be called longtailed.. the Burchells is more bigger and shorter tail.." Stimmt, vor Ort er hat immer von Longtailed gesprochen, die hatten wir nämlich auch massenweise auf der Campsite. Übrigens das einzig farbenfrohe Tier in diesem Kapitel 😉

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Was mich ein bisschen wundert ist die Tatsache, dass wir noch keine Schakale gesehen haben (wobei ich mal vermute, dass es eher in Namibia war, wo wir viele gesehen haben). Aber wer sagt’s denn, da liegen ja welche im hohen Gras 😁 .

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Ich überlege noch, ob ich was sagen soll (sind Schakale wichtig genug für einen Stopp und seh ich nicht sowieso meistens Gespenster?), da meint Gesine von hinten: „Da liegt was.“ Okay, dann trau ich mich doch und rufe: „Da sind Ohren im Gras“ Huch, ich erschrecke, als Diteko daraufhin einen Begeisterungsschrei loslässt: WILDDOGS! 😮 Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie sehr manche Guides sich auch noch nach Jahren über bestimmte Sichtungen freuen - und das war ganz sicher nicht gespielt! Mich freut es natürlich besonders für meine Kinder!!! 😘 Zum ersten Mal im südlichen Afrika und dann gleich Wilddogs - Glück muss man haben!!!

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Die hätte er schon lange nicht mehr gesehen, meint unser Guide 🤩 und klärt uns schnell über die Situation dieser bedrohten Tierart auf. Nebenher versuchen wir die Gruppe zu zählen, was aber unmöglich ist. Immer wieder tauchen aus dem hohen Gras neue Hunde auf, man begrüßt sich liebevoll und hampelt hin und her (Achtung, es folgen ein paar willkürlich aneinander gereihte Fotos).

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Vampir-Wilddog

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Dieser hier sieht höchst unfreundlich aus.

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Leider ist auch hier das Licht sehr schlecht – aber das juckt uns wenig beim Beobachten der vielen Hunde. Nur die Fotos sind eben leider nicht so prickelnd – wobei man die folgende Situation eh nur beschreiben kann, es ging alles viel zu schnell um überhaupt die Kamera in Anschlag bringen zu können.

Links von uns beschließt der Alpha-Rüde, dass Bele im August, wenn sie wieder in die Khwai Concession kommt, Wilddogs-Puppies sehen sollte 😎 😗 😘 . Also besteigt er seine Alpha-Hündin, die nur mäßig begeistert von der Aktion ist. Leider wird das Ganze von entsprechenden Kommentaren unserer beiden Rentner begleitet – Ihr wisst sicher was ich meine 🤢 (eine Runde Fremdschämen ist angesagt).

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Die anderen Hunde (die ja zölibatär leben müssen, denn nur wer Alpha ist darf….) scheinen ebenfalls peinlich berührt und beschließen, ganz diskret schon mal voraus zu gehen.

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Genau in diesem Moment marschiert eine Impalaherde (kein Foto!) mitsamt ihrem testosterongesteuerten Bock (hihi, dieses Wort hatte ich ein paar Sekunden vorher schon mal im Kopf 😛 , ein „alt“ war auch dabei und das Wort mit „g“, das ein paar weniger Buchstaben als „genial“ hat 😄 ) – also diese Herde marschiert im hohen Gras auf die kaum sichtbaren Hunde zu. Diese sind völlig verwirrt 😕 : erstens fehlen ihre Anführer, die momentan besseres zu tun haben als Antilopenjagd, zweitens können sie irgendwie gar nicht verstehen, dass die Impalas direkt auf sie zusteuern und drittens und überhaupt ist das Gras viel zu hoch 🤩 .

Reflexartig rennen sie aber trotzdem los und wir wissen gar nicht so recht, wo wir hinschauen sollen – Diteko ist völlig aus dem Häuschen, dass wir - und damit meint er auch sich - das miterleben dürfen! Da die Wilddogs aber kurz darauf etwas betröppelt und aus der Wäsche schauend und auch recht konfus wirkend wieder auftauchen ist schnell klar, dass alle Impalas überlebt haben!

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Ehrlich gesagt bin ich nicht unglücklich darüber…. Sie schnüren noch eine Weile leicht irritiert um das zweite Bush Ways Fahrzeug herum, das inzwischen auch eingetroffen ist, entfernen sich dann aber nach und nach immer weiter von uns.

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Tja, meine geliebte Khwai Concession - sie hält immer tolle Erlebnisse für mich bereit! 😘

So machen auch wir uns weiter auf den Weg – mit dem wohligen Gefühl, etwas Einmaliges erlebt zu haben und nun entspannt die Natur genießen zu können.
🙂
Passend dazu reißt der Himmel auf und im nächsten Kapitel gibt es ein bisschen beleuchtete Landschaft garniert mit den üblichen Verdächtigen 😉 !
Teil 805. Mai 2017
15. April 2017 - Khwai Concession - ein ereignisreicher Tag geht zu Ende


Kurz nach den Wilddogs treffen wir auf diese zwei allerliebsten Waterbucks

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Diese drei hier scheinen einen Herrenausflug zu machen – Double-banded Sandgrouse(s) – geht beides, hab nachgeschaut 😎 .

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Bei dem unschuldigen und daher auch nicht lärmenden Impala-Böckchen wird es langsam heller und wir genießen das warme Abendlicht 🙂

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Ach, wie ich diese Landschaft liebe, diese knorrigen Bäume – leider riecht, hört, fühlt man nichts beim Lesen….

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Sogar Marabus wirken bei diesem Licht attraktiv – eines meiner Lieblingsbilder 😘

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Auch aus der Nähe noch erträglich 😉

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Und weiter gehts....

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Von der nächsten Sichtung zeige ich kein Foto – ein sichtlich kranker und/oder verletzter Löwe hat sich unter einen Busch zurückgezogen und ist umlagert von mehreren Fahrzeugen. Man kann viele kleine Wunden am Hinterteil erkennen, die entweder von einem Kampf oder auch von einer Hautkrankheit stammen könnten. Diteko fragt ob es okay ist, wenn wir gleich weiterfahren – er würde uns sicher während unserer Reise noch schönere beziehungsweise gesündere Löwen zeigen. Egal ob das stimmt oder nicht – ich bin froh hier weg zu kommen, das Ganze hat etwas von Gaffern bei einem Unfall. Ich frage mich, was die Leute so lange fotografieren bzw. beobachten wollen. Wenn meine Katzen krank sind, dann wollen sie ihre Ruhe – nichts als ihre Ruhe. So geht es diesem armen Kater sicher auch 🙁 .

Und wieder treffen wir auf Elefanten (an den allgegenwärtigen Impalas) – endlich sind mal wieder auch kleine dabei 😘 !

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Diesem armen Kerlchen fehlt ein Stück seines Schwänzchens 🙁 .

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Ein kleines Gerangel

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Und dann wird es Zeit den Heinweg anzutreten - bald wird es Abend!

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Auf der Rückfahrt zum Camp gibt der Himmel nochmal alles – während die Sonne untergeht

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sorgt sie noch einmal für tolle Beleuchtung 🤩 (noch so ein Lieblingsfoto.... 🙄 )

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Vom Regen den man auf dem letzten Foto ahnen kann bleiben wir aber verschont.

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Bei einem leckeren Abendessen unterhalten wir uns kreuz und quer (sofern uns das Geschwader botswanischer Flugobjekte in Ruhe lässt 🤢 ) und man hat endlich mal Gelegenheit, die Leute ein bisschen besser kennen zu lernen. Mit Dieter führe ich ein recht interessantes Gespräch, keine Ahnung, warum er oft so einen auf trottelig macht 😐 . Vielleicht hat er diese Rolle einfach auch nur in den 30 gemeinsamen Reisejahren eingenommen im Zusammenspiel mit seinem Schwager, der keinen Zweifel daran lässt, dass er allwissend ist 😈 .


Dann kommt der offizielle Teil – Diteko verkündet die Weckzeit für morgen (6 Uhr) sowie die Verhaltensmaßregeln für diese Campsite. Man weiß von den Elefanten in der Nähe und auch Löwengebrüll wurde schon ganz in der Ferne vernommen. Direkt hinter unserer Campsite ist die pure Wildnis. Man möge abends am besten zu zweit zum Zelt gehen und alles ausleuchten. Nachts raus geht nur wer gar nicht anders kann, alles sorgfältig ausleuchten, nur in der Nähe des Zeltes pinkeln – klar? Seine Schilderungen werden immer drastischer und Simones Augen immer größer 😮 . Am Ende meint dieser in seinem herrlichen Italo-Englisch: Okay, ich glaube, meine Zeltplatzwahl war nicht die beste! Und dabei war er nachmittags noch so glücklich gewesen über sein Plätzchen ganz weit hinten, in völliger Einsamkeit 😎 .

Ja, Simone, unser Youngster an Bord, ist einfach herrlich – man kann gar nicht anders als ihn mögen 😘 . Immer gut gelaunt (außer in der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen), dauernd verliert er irgendetwas, seine diversen Ladekabel führen ein Eigenleben, die Sonnencreme versteckt sich permanent in den vielen Taschen im Auto, die Sonnenbrille taucht an den unmöglichsten Stellen auf 😕 .

Dass wir täglich die Reihen – und Gesine, Claudia und er innerhalb ihrer Reihe auch noch die Plätze - tauschen macht die Sache für ihn nicht leichter. Mal ganz davon abgesehen, dass Wolf und Dieter umgehend sämtliche Utensilien, die sich in der Reihe befinden, die am nächsten Tag ihre sein wird, ungeordnet nach vorne werfen (respektive nach hinten, wenn sie von der zweiten in die vorderste Reihe wechseln), sobald die letzte Fahrt beendet ist 😠 .

Aber selbst das nimmt Simone mit Humor oder maximal mit einem Augenzwinkern. Erfreulicherweise versucht er auch nicht den Gruppenclown zu spielen - er ist einfach so wie er ist – sympathisch, originell, durchaus manchmal auch ernsthaft - und genießt es, von Gesine immer wieder auf Italienisch ein Up-date über die Neuigkeiten zu bekommen, die er verpasst, weil er gerade mal wieder auf der Suche nach irgendetwas ist!

Selbst die Tatsache, dass er ständig mit seiner Go-Pro an einem Selfie-Stick zugange ist, nervt komischerweise nicht, sondern passt einfach zu ihm!

Meine Sorge wegen eines dieser Italiener an Bord, die gemäß meinen Vorurteilen immer laut und egoistisch sind, verpufft daher ziemlich schnell 😁 !

Nach dem Essen bewundern wir den afrikanischen Nachthimmel und trinken noch ein letztes Savanna - danach geht der erste Tag in der Khwai Concession zu Ende - und der hatte es wirklich in sich 🙂 !

Als ich in meinem gemütlichen Zelt liege beginne auch ich mit mir über die Wahl meines Platzes zu hadern: hinter mir befindet sich offensichtlich eine Impala-Herde und die ganze Nacht über gröhlt ein Bock (oder waren es mehrere) direkt neben meinem Zelt (zumindest hört es sich so an) 🤢 😈 !
Teil 907. Mai 2017

16. April 2017 – Von Mogotlho CS zum Sango Camp


Was für eine Nacht – eigentlich urgemütlich in meinem Zelt….. wenn da nicht die Imapalaböcke wären 😈 . Schlafen die denn nie???

Und dann geht am frühen Morgen auch noch eine Auto-Alarmanlage los 😮 ! Was soll denn das? Welcher Idiot war das denn? Oder wird gerade bei uns eingebrochen (auch wenn ich kaum glaube, dass wir eine Alarmanlage an Bord haben)?
Da ich eh aufstehen will und ich auch schon Geräusche aus Richtung Trailer höre, die Hoffnung auf ein Frühstück machen, gehe ich der Sache mal nach. Hmmm, jetzt ist wieder Ruhe. Zhenya, Lawrence und Diteko sind gerade dabei, das Feuer wieder in Gang zu bringen, um Wasser zu kochen und die Frühstücksutensilien herzurichten - sie scheinen überhaupt nicht beunruhigt 😐 .

Da – jetzt geht das schon wieder los! Aber wer bitte schön parkt sein Auto denn in einem Baum? 🙄 Denn dort kommt das Geräusch her. Ich bitte Diteko um Aufklärung und alle drei lachen erstmal eine Runde, als sie hören, was ich vermutet habe. Das nervige Geräusch stammt von einem Pearl-Spotted-Owlet-Männchen. Eine aufsteigende Folge von Pfeiftönen, welche nach einer spannungsgeladenen kurzen Pause in ein mehrfaches Hupen übergeht! Ganz ehrlich – ich war jetzt schon ein paar Mal in Afrika, aber das ist mir noch nie aufgefallen. Hab ich’s nie gehört oder gibt es das im August nicht? Wer kennt dieses Geräusch (klar, die Birder sicher….) Leider kann ich nirgendwo im Internet eine Tonaufnahme dazu finden – aber immerhin eine Beschreibung:

The song of the male is a series of clearly fluted whistles, rising gradually in volume and in pitch - "feu-feu-feu-fue-feu". After a short pause, there may be several explosive notes with a downwards inflection - "peeooh peeooh".

Sehr beeindruckend diese Geräuschkulisse im Busch – wenn man mal weiß, wer das alles produziert, dann kann man es auch richtig genießen 🙂 . Übrigens war diese Alarmanlage immer wieder am Werk - auch später am Chobe.

Aber schon geht’s weiter mit Aufregungen 😮 : Simone und Zhenya schlürfen ihren Kaffee, als mein Blick hinter sie fällt. Wer kommt denn da aus dem Gebüsch??


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Leider ist es noch nicht richtig hell (um 6.22Uhr) und so gehen die Bilder nur als Beweisfotos durch. Übrigens sieht man zwischen den Zelten der Crew und dem Elefant den Zufahrtsweg zum Camp, der morgen früh auch noch eine Rolle spielen wird 😗 . Der Dickhäuter findet uns aber weniger spannend als wir ihn und verschwindet schnell wieder.

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Lilith hat eine Nacht über den Löwen am Vormittag, die Wilddogs am Nachmittag und die ganzen anderen Tieren geschlafen und fragt mich angesichts des Camp-Elefanten: „Das ist aber nicht normal, dass man soooo viele Tiere in soooo kurzer Zeit sieht, oder?“ „Nein, vorallem gibt es Leute, sie mehrfach hierher kommen, um Wilddogs zu sehen und es auch nach drei Anläufen noch nicht geschafft haben!“ Auch Stefan und Nico sind beeindruckt, wie sie mich immer mal wieder zwischendurch wissen lassen.

Damit es nicht zu aufregend wird für die Afrikaneulinge haben wir heute einen etwas ruhigeren Vormittag vor uns – ein Gamedrive in der Concession und dann müssen wir nach Khwai-Village fahren, um Wasser zu holen. Na das passt ja gut – Stefan würde zu gerne ein paar kleine Flechtwaren kaufen (darum hatte er mich schon daheim in Deutschland gebeten – er liebt es sein Zimmer zu dekorieren und hatte mit Erstaunen festgestellt, dass genau diese kleine Körbchen, die er im Sinn hat, in Botswana hergestellt werden). Also bitte ich Diteko, dies im Hinterkopf zu bewahren für den Fall dass sich eine Gelegenheit ergibt. „Das kriegen wir schon hin“, meint er. 🙂

Doch zuerst geht’s Punkt sieben Uhr los zum Tierekucken!

Auf der ersten Wegstrecke nimmt Wolf die Elefanten-Sichtung zum Anlass seine nächtlichen Erlebnisse zum Besten zu geben – angeblich hat er Dieter, der - naiv wie er ist - einfach zum Pinkeln aus dem Zelt getappst wäre 😄 davor bewahrt, über einen Elefanten zu stolpern. Was täte Dieter nur ohne ihn? Das fragt Wolf sich und wir uns auch. Vielleicht wäre Dieter ganz glücklich 😎 ?
Als die ersten Tiere auftauchen ist zum Glück Schluss mit der Elefantenstory…. 😉

African Darter auf dem Trockengestell und ..... Impalas (was sonst…)

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Ein Swainson’s Spurfowl (Swainson Frankolin) thront über uns und genießt die Morgensonne

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Whitefaced Ducks (Witwenenten) – die mag ich besonders 😘 !

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Ein knuffiges Giraffenkind

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Dieses Three-Squirrel regt sich über irgendetwas (Diteko vermutet eine Schlange oder Manguste) schrecklich auf – es schlägt ständig mit dem Schwanz und stößt laute Schreie aus

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Red-billed Spurfowl (Rotschnabelfrankolin)

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Und nicht dass Ihr denkt, es sei immer Quietschgrün – hier mal der „gewohnte“ Anblick.


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So, und nun tritt mal wieder Wolf auf den Plan 🤢 . Bisher hatte er sich seit der Elefanten-Helden-Story auf diesem Gamedrive darauf beschränkt von irgendwelchen alten Reisen zu sabbeln und Dieter immer mal wieder einen Kommentar dazu abzuringen. Alternativ gibt er Diteko genaue Anweisungen, wie er für ein Foto anzuhalten hat. An sich nichts dagegen einzuwenden, zumal unser Guide sicher nicht den 100%igen Blick für’s Motiv hat (wobei das bei so einem langen Fahrzeug auch immer etwas schwierig ist – einer hat immer die A(st )-Karte). Was total nervt ist die affektierte Art wie er es tut, das ganze Manöver wird immer in „Yards“ angesagt….“Diiiteko, pleeeeeease one yard back, yes…no….once again some inches“ 😈 🤢 Wobei öfters auch gar nicht richtig klar ist, was er mit seiner kleinen Kamera (das soll jetzt nicht abwertend, sondern erklärend gemeint sein) eigentlich knipsen will…. 😐

Beim Anblick der abgestorbenen Bäume fragt er Diteko, warum diese ihr Leben ausgehaucht haben. Unser Guide erklärt, was ich auch schon von vielen anderen Guides gehört habe, nämlich dass dies mit den Wasserständen in dem Gebiet zu tun hat. Wolf gibt sich zunächst damit zufrieden, fängt dann aber an, mit Dieter halblaut darüber zu „diskutieren“, also Wolf argumentiert, dass er das nicht glaubt, und Dieter sagt Jaja 😛 . Unser Oberchecker ist sich sicher, dass die Elefanten die Bäume getötet haben 😮 .

Leergefressen und die Rinde abgeschält!!!! „Diiiiteko, is there a overpopulation of elephants here?“ Ja klar, meinte Diteko. Aha, hat er es doch gewusst – die Überpopulation ist schuld, viele Elefanten = viele tote Bäume. Diteko schüttelt nur den Kopf - ich denke, er hat in der recht langen Zeit, mit der er mit Wolf nun schon unterwegs ist erkannt, dass es sinnlos ist, mit ihm zu diskutieren. Aber Kopfschütteln überzeugt Wolf natürlich gar nicht 😵 .

Nun kenne ich das Problem ja durchaus auch und habe schon viele Mopanewälder gesehen, die von Elefanten teilweise platt gemacht worden sind – aber das hier ist ein anderer Fall (zumindest habe ich es so gelernt – ich lass mich von euch Fomis aber gerne korrigieren und würde dann rückwirkend Abbitte bei Wolf leisten).
Ich wage also meine Meinung, nämlich dass Diteko recht hat, zu äußern! 🤩 🤩 🤩 Achtung – man merke sich bitte für die Zukunft: korrigiere niemals den Besserwisser Wolf! Herablassend meint er: „Nein, nein, das sind die Elefanten gewesen“. Punkt! Dieter fragt immerhin, wenn auch zögerlich „Meinst du?“ „ Ja klar!“

Wir danken für das Gespräch! 😗 😎

Okay, wenden wir uns also lieber wieder den reizenden Zebras zu – wer erkennt das Herzle auf der linken Pobacke des Kleinen 😘 ??

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Damit es nicht zu niedlich wird betritt mal wieder ein lärmender Impalabock die Szene. Die sind echt überall – und ich könnte mich in den Hintern beißen, dass ich das Geräusch nicht mal aufgenommen hab.

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Und dann sind wir am Khwai River – immer wieder ein schöner Anblick.

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Es herrscht reger Flugverkehr

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Und wieder dieser vielfältige Bewuchs – der Waterbuck schaut gerade noch so raus

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Diese beiden Herrschaften (Hooded Vultures – Kappengeier) wärmen sich noch auf und betreiben Gefiederpflege (viel zu weit weg, aber nur damit Ihr auch seht, dass es hier Geier gibt - viele nämlich, nur ständig im Gegenlicht!)

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Bei einem kurzen Pipistopp spiele ich mit dem Makro rum


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Diteko schaut anschließend, ob wir irgendwie am Wasser entlang nach Khwai Village kommen – aber keine Chance – das da vorne wäre unser Weg gewesen 😕

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Dafür gibt’s schöne Waterlillys.

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Und Elefanten natürlich auch!

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Bei diesem Motiv bitte ich anzuhalten – und schon gibt es halblautes Genörgel von Wolf (ich hör’s natürlich gut, denn schließlich sitze ich neben ihm 😵 ). Was denn an diesem Storch da oben so besonders sei....????

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Hallo? Ich erkläre ihm, dass ich Saddle-billed Storks bisher immer nur am Boden gesehen habe – und außerdem sind das wunderschöne Tiere! „Jaja, schöne Vögel…..“, sagt er gelangweilt.


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Okay, ich glaube so langsam, dass wir keine Freunde mehr werden auf dieser Reise…..

Fortsetzung folgt alsbald.....
Teil 1007. Mai 2017
Fortsetzung:

Ein paar Minuten später treffen wir die Wild Dogs von gestern wieder.

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Allerdings dösen sie und heben nur kurz den Kopf, als wir anhalten. Unser Guide ist sich sicher, dass hier in nächster Zeit nichts passiert und wir fahren weiter zum Fruitbreak an einem tollen Platz!

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Es gibt – natürlich – auch hier Blümchen 😉

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Das müsste ein Burchell’s Starling sein, oder? 😐 Auch wenn er ein bisschen gerupft wirkt – ich glaube er war baden…

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Ein sub-adulter African Fish-Eagle sach ich jetzt einfach mal (das mit dem Fotografieren von fliegenden Vögel lern ich glaub nicht mehr 😐 ) kreist über uns – viele Greife sind unterwegs in der Luft, auch Bateleure – aber wie gesagt, ich schaue lieber statt zahllose Fehlversuche mit der Kamera zu produzieren.

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Überall stehen Reiher im Wasser

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Great Egret (Silberreiher)

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Und Grey Heron (Graureiher)

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Auch eine Schmetterling (ohne Namen??? Matte?? Hilfe!) flattert Stefan auf die Hand.

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Überhaupt gibt es viele Schmetterlinge – aber die sind wenig kooperativ (oder ich zu blöd – suchts euch aus 😊 ).

Wir fahren weiter Richtung Khwai Village und auf der Brücke mit den blau-weißen Stangen (wer schon mal dort war weiß welche ich meine) bietet sich dieser grandiose Anblick – uaahhhh…..schon wieder ein neues Lieblingsfoto 😘 .

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Auf der Weiterfahrt gibt es Hühnersuppe (hinten vermutlich einen Little Egret (Seidenreiher), zwei Sacred Ibis (Heiliger Ibis) und eine Egyptian Goose (Nilgans).

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Dieser juvenile (oder immature oder sub-adulte, was weiß ich 😕 ) Yellow-billed Stork (Nimmersatt) schaut uns schräg an.

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Und wieder Zebras – dieses Mal in einer ganz anderen Kulisse

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Den Red-billed Oxpecker (Rotschnabel-Madenhacker) auf der Schulter – und ein Ohr zu uns, eins zurück zu den anderen Zebras gerichtet (das Muster auf dem Ohr finde ich interessant, so gescheckt...).

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Apropos „Ohr“ – hier eines der vielen Löwenohren, die ich bisher nur total vertrocknet kannte.

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So, noch eine Holzbrücke – und zwar eine ganz neue (wegen des Wassers), aber seeeehr schmale, auf die wir gerade so passen (leider hab ich es versäumt, ein Foto davon zu machen) – und dann sind wir am Anfang von Khwai Village. Es begegnen uns einige Fahrzeuge und auch Fußgänger, und jedes Mal Diteko in die Runde, er scheint hier jeden zu kennen. Erklärung: er hat längere Zeit als Campguide bei Sango gearbeitet.

Die Wasserzapfstelle am Ortseingang funktioniert nicht, also telefoniert Diteko mit dem Sango Camp, ob wir bei ihnen Wasser tanken können. Schon komisch – irgendwie verschlägt es mich jedes Mal nach Sango, wenn ich in der Gegend bin. 😗

Aber zuvor fahren wir am Khwai Guest House vorbei, das ja inzwischen auch zu Bush Ways gehört. Nach den vielen Regenfällen stand es unter Wasser und wird momentan trockengelegt und renoviert. Und da passiert es!!! 🤩 Ich greife zu meiner Kamera, weil ich ja schon viel von diesem Guesthouse gelesen habe, auch von dem Wasserschaden, und ich das festhalten will. Ich weiß jetzt nicht, ob Wolf dachte ich hätte einen Leoparden gesichtet oder was ihn sonst geritten hat – aber es scheint für ihn hier um viel zu gehen! 😮

Ich denk mich tritt ein Pferd – oder soll ich sagen ein Wolf? Dieser hechtet nämlich hektisch von links, wo er sitzt, über mich hinweg, nein, er steigt sogar über mich, tritt mir dabei aufs Knie (AUTSCH!!!), um sich anschließend über Dieter zu werfen, der auf der wertvollen Khwai-Guesthouse-Seite sitzt 😉 und dann das Foto des Jahres schießt (was auch immer das war….. 😐 ).
Hier sind auf jeden Fall meine 😛

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So ein Blödmann 😠 !!! Er entschuldigt sich zwar, aber das Knie tut weh und die ganze Aktion war so was von bescheuert – ich bin echt sauer!

Da ist sogar der Besuch im Sango-Camp, und natürlich vorallem des hübschen Gästeklos was Nettes dagegen 😉 – wobei ich ehrlich sagen muss, dass das alles inzwischen so lange her ist und ich keinerlei Groll oder Trauer mehr empfinde. Eher positive Gleichgültigkeit. Die anderen sind hin und weg – wow, da würden sie gerne mal ein paar Tage Urlaub verbringen. Sogar Lilith gerät ins Schwärmen. 😘

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Während unser Fahrzeug zum Wasserholen ums Eck verschwindet kann Stefan seine Flechtkörbchen kaufen – jedes hat ein Etikett mit dem Namen der Herstellerin und das wird von Beauty, der Campmanagerin, auch sorgfältig notiert.

Diese Gabelracke verabschiedet uns

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Zurück geht es mehr oder weniger auf der selben Strecke – und wer meint, das sei das selbe Zebra mit dem Oxpecker von vorhin, der täuscht sich.

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Ich habe erst beim genauen Betrachten der Fotos feststellt wie unterschiedlich das Streifenmuster auf den Köpfen dieser hübschen Tiere ist. Manche Linien sind wie abgeschnitten und laufen dann um ein paar Millimeter versetzt weiter. Interessant – wenn ich das schon unterwegs festgestellt hätte, dann hätte ich sicher mehr Zebraköpfe bewusst von vorne fotografiert – das wäre doch ein neues Forschungsprojekt für mich (nachdem es dieses Jahr ja nichts wird mit Leoparden-Schnurrhaarpunkte-Vergleichen 😵 ).

Die zwei sind auch niedlich 😘

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Noch ein Geierbaum (Mit Kappen- und Weißrückengeier) - scho klar...Gegenlicht.... 😊

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Und der obligatorische Elefant – hier ein ziemlich schmuddeliges Exemplar

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Und dann sind wir wieder zurück im Camp, wo Lawrence uns mit einem super Brunch empfängt: es ist Ostersonntag, wie uns bewusst wird, und passend dazu gibt es Spiegeleier bis zum Abwinken, Bacon, Beans, Würstchen usw…… LECKER! 🙂
Teil 1108. Mai 2017
16. April 2017 – Game Drive am Nachmittag – Teil 1


Da wir recht spät gegessen haben werden wir erst um 16.30 Uhr zum Game-Drive starten.

In der Mittagspause versuche ich die Meve’s Starlings (?) zu fotografieren.

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Gar nicht so einfach, hyperaktiv, zumal ein Jungvogel gefüttert wird – und dann diese Farben. Je nach Lichteinfall heller oder dunkler – aber immer irgendwie komisch dann auf den Fotos.

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Lawrence erklärt mir, dass die Starlinge hier so aufdringlich wären, weil sie von den Campern (also den selfdrivenden 😗 ) gefüttert werden. Das geht gar nicht, sagt er 😠 – man solle nicht in die Natur eingreifen! Keine Essensreste liegen lassen, nicht füttern und auch nicht tränken. Es scheint ihm wirklich wichtig zu sein.

Kurze Zeit später sitze ich mit Claudia zusammen und sie erzählt mir von ihrer letzten Campingreise, die nach Namibia ging. Was ihr dort viel besser gefallen hat waren die vielen unterschiedlichen Aktivitäten, denen man nachgehen konnte (jeder von uns hier im Forum kann das sicher nachvollziehen) . Hier in Botswana beeindruckt sie – abgesehen von dem Tierreichtum – vor allem die Art und Weise, wie die Menschen mit der Natur umgehen – und auch wie stolz sie darauf sind. Dies deckt sich voll und ganz mit meinen Empfindungen.

Claudia, die sonst eher sehr ruhig ist, klärt mich auch ein bisschen darüber auf wie es aus ihrer Sicht war, als wir zu der zuvor viel kleineren Gruppe gestoßen sind nach deren Mokoro-Tour. Wir hatten ja befürchtet, dass alle uns hassen würden, weil wir das Auto bis oben hin füllen 🙄 . Sie sieht das ganz anders: Gesine und sie waren mehr als froh, dass neue „Opfer“ für Wolf und Dieter an Bord kamen – sie hatten inzwischen genug von deren Dauer-Gelaber 🤢 . Bei mehr Leuten verteilt sich das alles besser. Na dann ist ja alles gut!

So eine Mittagspause ist richtig gemütlich, wenn man weiß, dass man hier nochmal zwei Nächte verbringen darf 🙂 .
Meine Jungs bringen Lawrence ein Kartenspiel bei – und ihn fast zur Verzweiflung, weil er ständig verliert 😮 .

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Diteko und Zhenya schauen sich das im Schatten sitzend an und grinsen sich eins.

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Dann geht’s endlich los zur nächsten Pirschfahrt! Stefan bietet mir an, ich solle mal eine Reihe weiter vorne bei Lilith und Nico sitzen – er würde den Platz dahinter bei Wolf und Dieter einnehmen. Dankbar nehme ich an! 😘

Das Dach ist offen und so stehen wir glücklich auf unseren Sitzen, sehr zum Missfallen von Dieter und Wolf, die immer mal wieder – auch schon heute früh – halblaute Bemerkungen darüber haben fallen lassen, dass man so ja gar nichts mehr sieht. Tja, wie wär’s mit auch aufstehen? 😛

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Nico reklamiert bei der Sichtung des Fotos übrigens, dass seine Sonnenbrille verrutscht ist 😎 . Und Lilith ist nicht seine Freundin, sondern die von Stefan eine Reihe weiter hinten – nur damit es keine Verwechslungen gibt 🤪 !

Diteko ist im Glück, hier in der Khwai Concession darf er off-road fahren so viel er will – er genießt dies – und wir mit ihm. Allerdings muss man sich schon gut festhalten,

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damit man nicht über Bord geht (eher unwahrscheinlich) oder sich den einen oder anderen Knochen an den Metallverstrebungen anschlägt (sehr wahrscheinlich, bzw. öfters vorgekommen) 🤩 😵

Unterwegs gibt es für mich noch einmal einen Red-billed Buffalo Weaver

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Der folgende Grey Lourie erheitert meine Kinder sehr wegen seiner „Frisur“! 😄

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Ja, und dann gibt es eine traurige Sichtung 🙁 (das Foto bleibt aber auf meiner Speicherkarte) – Leute, die schon länger dort stehen erzählen uns, dass die zu sehende Zebrastute vor einiger Zeit geworfen hat und das Fohlen immer noch bewegungslos unter ihr auf dem Boden in der Fruchtblase liegt - was man auch erkennen kann 🙁 . Die Stute scheint völlig verwirrt von der Totgeburt, sie hat noch Nachwehen, will sich kurz auch hinlegen, schafft es aber dann stehen zu bleiben. Regungslos, wie betäubt….. die Arme! Lilith macht sich viele Gedanken darum wie sie sich wohl fühlt. Können Zebras trauern? Versteht sie was passiert ist? Was passiert mit dem Fohlen? Die letzte Frage lässt sich am einfachsten beantworten – die Geier und/oder Hyänen werden es wohl holen.

So traurig unser Game-Drive beginnt, so fröhlich und beeindruckend endet er. Ja Ihr lest richtig, jetzt kommt schon das Ende dieser Pirschfahrt – zumindest fahren wir nicht mehr viel herum sondern stehen ewig bei ein und derselben Sichtung. (Die kommenden Fotos sind innerhalb einer starken halben Stunde entstanden und von den Farben her etwas unterschiedlich, weil es sowieso schon sehr spät war und die Sonne schwach und das mal mehr und mal weniger präsent war – also nicht wundern. Ich hatte aber einfach keine Lust alle nachzubearbeiten).

Zuerst sieht es gar nicht nach einer sehr interessanten Sichtung aus – drei schlafende Löwinnen – da ist meistens nicht viel los!

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Okay, es sind vier – da liegt noch eine etwas abseits in der Sonne.

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Das Leben im botswanischen Busch ist anstrengend

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und manchmal will man einfach nicht mehr hinschauen.

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Oder ist es doch etwas Anderes, was die Löwinnen so ermüdet hat?
Na da schau her – da versteckt sich Nummer 5, gerade mal ein paar Monate alt (Diteko schätzt sie auf vier).

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Schon kommt dieses unbeschreiblich süße Wesen zum Schmusen und dann – hoppala – braucht sie etwas zu trinken.

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Dabei ist ihr völlig egal, wie sie an die Milch gelangt!

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Wir sind erstaunt, dass sie ein Einzelkind ist – und Diteko meint auch, dass dies ungewöhnlich ist. Die Löwinnen haben alle einige Schrammen und bei einer von ihnen meine ich eine aktive Milchleiste zu sehen. Man will gar nicht wissen, was für Dramen sich da eventuell abgespielt haben.

Auf jeden Fall ist eine der Löwinnen (die mit der Milchleiste?) besonders genervt von der Kleinen, wie man auf manchen Fotos sieht.


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Sie ist aber auch ein Wirbelwind, legt sich mit den Großen an, versucht ihre Schwänze zu fangen und macht nur zwischendurch mal kurz eine Pause!

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Fortsetzung (mit schrecklich vielen Fotos 😊 ) folgt - vermutlich aber erst morgen oder übermorgen ....
Teil 1209. Mai 2017
16. April 2017 – Game Drive in der Khwai Concession am Nachmittag – Teil 2 - einfach nur Löwen!

So, hier nun die angedrohten vielen (ich schwöre, ich habe wirklich schon viele aussortiert 😊 ) Löwenfotos - aber seid versichert: Wer dieses Kapitel überblättert, weil er keine Löwen mag, verpasst nichts (außer eben Löwen 😉 ) versprochen 😎 !

Die Fotos sind der Einfachheit halber (bin heute faul 🤢 ) einfach chronologisch eingefügt.
Das erste ist allerdings gleich mal wieder eines meiner Lieblingsbilder – dieser Gesichtsausdruck der Löwentante ist einfach herrlich (auch wenn die Arme bestimmt ernsthaft fertig war mir den Nerven 😮 !)

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Die Gruppe bietet uns eine Stunde lange beste Unterhaltung. Natürlich ist die Kleine meistens die Hauptdarstellerin, sie beschäftigt die Großen endlos, nur ab und zu immitiert sie Mama und Tanten und wirft sich auch auf den Rücken, wenn niemand mehr mit ihr spielen will. Diese Ruhe hält aber immer nur für Sekunden – dann hat sie neuen Blödsinn im Kopf 😄 : Grünzeug futtern, Stöckchen durch die Gegen schleppen, die Großen anspringen, sich von ihnen jagen lassen usw…..

Aber auch die erwachsenen Löwen sind manchmal recht kindisch 😄 – wir sitzen staunend und selig grinsend da 🙂 .


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So etwas Niedliches und Unterhaltsames habe ich selten gesehen 😘 und wir sind alle überglücklich 🙂 !

Hier noch meine zwei Lieblingsporträts von Miss Cuteness (ich kann mich nicht entscheiden - wobei ich das weiter oben auch sehr mag, wo man die Zähnchen sieht 😊 – welches findet Ihr süßer 😘 😘 ??)!


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Dann erhebt sich eine der Löwinnen und verlässt die Szene – und hier geht es dann morgen weiter! Heute fehlt leider die Zeit und die Fitness zum Fotosichten….


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Teil 1311. Mai 2017
Immer noch 16.04.17 – Khwai Concession am Abend – oder „Warum denn nach Ostafrika reisen? – Baumlöwen gibt es auch in Botswana“ !!!
Hier noch ein Foto das zeigt, wie nahe die Löwengruppe an unserem Fahrzeug ist – meine Drei sind mal wieder verblüfft und auch begeistert, dass die Tiere hier gar kein Fluchtverhalten zeigen und wie nahe man ihnen dadurch kommt.

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Das mag ich so, wenn man mit Ersttätern unterwegs ist – sie machen einem aufs Neue klar, dass man etwas Besonderes erleben darf hier in Afrika! Und es müssen nicht Löwen und Co. sein – auch Affen, Elefanten und Giraffen sind faszinierend!

Okay, aber jetzt sind es eben doch Löwen….. 😗 !

Wie gesagt verschwindet eine der Löwinnen aus der Gruppe nach links. Diteko verfolgt sie aber mit seinen Blicken genau und fängt plötzlich völlig aus dem Häuschen an zu stammeln: „Look at this, no, I can’t believe it!“ 🤩

eHmmm, was ist da los 🤨 ? Sie war kurze Zeit in dem ganzen Grün verschwunden - aber Endlich kapieren wir wo er hinschaut - . Und sind baff 🤩 ! Die Löwin beginnt auf einen Baum zu klettern. Alleine der Baum ist schon toll – aber darauf die Raubkatze – unglaublich! Dazu auch noch abendlicher Sonnenschein – wir sind hin und weg 😘 !

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Die Löwin wirkt allerdings nicht sonderlich souverän 🙄 - Baumklettern scheint nicht zu ihrem täglichen Programm zu gehören. Sie schaut sich immer wieder fragend um, wechselt die Position und weiß nicht ob sie stehen oder sitzen soll.

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Vermutlich hat sie auch schon vergessen, was sie auf dem Baum wollte…. 😛 vielleicht vor der nervigen Kleinen flüchten??

Apropos nervige Kleine: wir schauen – wie die Löwin auch - zwischendurch nach rechts: da sitzt das Löwenkind immer noch und wird von Mama und Tante gründlich gemustert.

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Eine Katzenwäsche scheint angebracht und Mama packt die Kleine, um sie zu putzen.

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Auch wenn man das auf den Fotos nicht so genau sieht: es ist so rührend, dieses kleine Katzenmädel umfangen von den riesigen Tatzen seiner Mutter zu sehen 😘 . Die Kleine findet das allerdings gar nicht toll 🤩

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Mit Händen und Füßen, bzw. Krallen und Zähnen wehrt sich gegen die Reinigungsaktion, bis schließlich die Tante eingreift und ihre große Pranke auf sie legt!

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Unsere Blicke schweifen wieder nach links zum Katzenbaum, denn Diteko beginnt schon wieder aufgeregt zu stammeln: „No, this can’t be true - a second one is climbing up!“ Und tatsächlich, die Erstbesteigerin bekommt Besuch.

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Auch wenn noch Luft nach oben in der B-Note ist versucht die zweite Löwin auch auf den Baum zu kommen. Ihr fällt das vermutlich deshalb so schwer, weil sie schon am Boden humpelte. Da klettert es sich dann doch nicht so leicht …die Arme 🙁 .


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Irgendwann ist es aber doch geschafft und die Beiden turnen vor unseren Augen im Baum herum.
Diteko und auch Zhenya bestätigen uns, dass sie so etwas erst einmal erlebt haben!

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Um noch eins draufzusetzen auf diese unbeschreibliche Szene beginnt nun am Himmel ein weiteres Schauspiel.

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Hinter den Löwinnen braut sich schon seit einiger Zeit etwas zusammen, es wetterleuchtet immer wieder, gleichzeitig scheint die Abendsonne – und plötzlich entsteht ein doppelter Regenbogen vor unseren Augen! (Der zweite, schwächere ist rechts vom starken).


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An verschiedenen Stellen bilden sich Wolkenberge – zum Teil dramatisch angestrahlt.

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Innerhalb von 6 Minuten wird die Beleuchtung immer beeindruckender.

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Dazu diese unberührte Landschaft mit den abgestorbenen Bäumen – ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke!

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Die Vollendung sind rechts die beiden Löwinnen als Schattenriss im Baum – wir sind alle still vor Ehrfurcht und Glück bei diesem Anblick.

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Es ist inzwischen 18.24 Uhr – wir stehen seit knapp eineinhalb Stunden hier und staunen und können unser Glück kaum fassen. Das Licht wird schwächer und der Abzug der Löwengruppe beginnt stilecht hinter einer großen Baumskulptur.

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Diteko wendet das Fahrzeug und gibt uns dadurch Gelegenheit bei Scheinwerferlicht noch zu beobachten, wie die vier erwachsenen Löwinnen mit ihrem kleinen Katzenmädel langsam ihres Weges ziehen und in der hereinbrechenden Dunkelheit verschwinden.

Zurück im Camp müssen wir natürlich die ganze Geschichte Lawrence erzählen, der während unserer Abwesenheit den Regenschutz auf unseren Zelten angebracht hat, weil er erkannt hat, dass das Ergebnis dieses erlebten Himmelschauspiels uns über kurz oder lang in Form von Regen erwischen wird. Trotzdem reicht es nach dem Essen noch zu einem kleinen Savanna am Lagerfeuer – Nico nimmt mich bei dieser Gelegenheit in den Arm und meint: „Das ist ja echt unbeschreiblich schön hier – danke dass du uns mitgenommen hast!“ 😘

Passend dazu öffnen nicht nur meine Augen ein bisschen die Schleusen 😊 , sondern auch der Himmel – und zwar nicht nur ein bisschen 🤩 ! So viel Schönheit am Tage muss in der Nacht ja irgendwie gesühnt werden. Es regnet sehr stark und wir ziehen uns alle schnell in unsere Zelte zurück, nachdem wir alle Camputensilien in Sicherheit gebracht haben. In meiner Naivität denke ich, dass es ja laut Reiseklimabeschreibungen immer nur kurz und heftig regnet im April 😐 – aber die Wolken hier können wohl nicht lesen 🤢 . Das Ganze gleicht mehr einem Landregen und es beginnt durch mein Moskitonetz zu tropfen, welches ich schlauerweise nicht von außen mit der Zeltplane verschlossen habe (der Regenschutz leitet nur das Wasser von oben über die Seiten ab - dass es blöde Touristen gibt, die das Zelt nicht dicht machen, ist bei dieser Konstruktion nicht einkalkuliert). Raus will ich aber auch nicht mehr – da ist es nass und dreckig und sicher sind da irgendwelche Krabbeltiere unterwegs, die nur darauf warten, dass ich ihnen mein Zelt öffne 😮 . Also muss ich damit leben, dass es von oben (und auch von der Seite wo ich im Schlaf unbewusst die Zeltwand berühre) etwas feucht wird. 🤢

Aber ganz ehrlich – nach einem solchen Tag ist mir das so was von egal!!!! 🙂 🙂 🙂
Teil 1414. Mai 2017
17. April 2017, 6.30 Uhr – "Our daily lion!" (Mogotlho Campsite /Khwai Concession)

Die Nacht ist wie gesagt etwas feucht 🤢 – aber immerhin findet der Regen irgendwann in der Nacht ein Ende. Prompt geht das Geschrei der Impala-Böcke direkt hinter und neben meinem Zelt wieder los 😠 (ich finde auch tatsächlich jeden Morgen frische Hufspuren quasi vor meiner Haustür!)

Gegen Morgen mischt sich in das Husten/Bellen/Keuchen der Antilopen dann das Brüllen eines Löwen 🤨 . Kurz vor der Wake-Up-Time um 6 Uhr verlasse ich mein Zelt, schaue mich aber vorsichtshalber in alle Richtungen um - sicher ist sicher 🙄 . Die Luft ist rein – und da ist ja auch schon die Crew am Trailer. Nach und nach krabbeln auch die anderen aus ihren Zelten, die einen früher, die anderen spääääter 😗 . Während die ersten schon Kaffee trinken und Toast essen kommt das Löwengebrüll immer näher....

Diteko, Lawrence und Zhenya schauen sich aufmerksam um und wirken etwas angespannt. Der nächste Brüller ist dermaßen laut, dass selbst dem letzten (!!! 😈 ) klar sein müsste, dass der Löwe nun ganz in der Nähe ist. Anhand der Richtung, aus der das Geräusch kommt kann man auch vermuten, dass er auf unserer Zufahrt unterwegs ist. Diteko wird nun laut: „If there is somebody in the toilette – please stay there, don’t leave the toilette!! "Diese befindet sich nämlich ganz nahe an der Stelle, an der der Weg eine Kurve um das Camp beschreibt.

Da es von dieser Situation leider keine Fotos gibt (meine Kamera lag bereits im Auto und bewegen wollte und sollte sich niemand mehr 😊 ) hier ein altes Foto, wo man die zwei WC-Zelte und den Weg des Löwen eingezeichnet sieht.

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Tja, es erwischt Claudia – sie ist nun im Klo gefangen 😮 ! Wir anderen, zumindest diejenigen, die gerade am Campfire stehen, können mit großen Augen und natürlich regungslos und mucksmäuschenstill beobachten, wie ein stattlicher Löwenmann in nur ein paar Metern Entfernung an uns vorbeimarschiert. Genau an der Stelle, wo gestern früh der Elefant aus dem Gebüsch geschaut hat, nur viel näher, nämlich direkt auf der Sandpad (hier das Elefantenfoto von gestern - statt Elefant ein Pfeil 😉 )

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Was für ein eindrückliches Erlebnis! Er schaut kurz zu uns rüber, setzt seinen Weg aber unbeirrt fort. Okay, wir scheinen nicht auf seinem Speisezettel zu stehen 🙂 !

Als er die Toilettenzelte in sicherem Abstand passiert hat bekommt Claudia die Erlaubnis wieder rauszukommen 😎 !

Jetzt wird Diteko ganz aufgeregt: "Frühstück ist hiermit unterbrochen, das holen wir später nach !", sagt er. "Schnell einsteigen – wir fahren ihm hinterher!" 🤩

Tja, nun hat er die Rechnung aber ohne Dieter gemacht 😵 . Dieser kommt ganz gemütlich aus Richtung seines Zeltes geschlendert – und das Wort "schnell" kennt er glaub sowieso nicht. 😈 Sogar Wolf bittet ihn einen Zahn zuzulegen....

Aber auch diese Botschaft erreicht ihn nicht 😕 . Während wir schon alle hibbelig auf unseren Plätzen sitzen und die Kamera schussbereit in den Händen haben, steht er unten am Wagen und legt in aller Seelenruhe seine Utensilien auf dem Sitz zurecht, bevor er einsteigt. Kappe, Fotoapparat, Schal…alles will seine Ordnung haben! 😛

Dieter, bitte einsteigen, wir wollen dem Löwen hinterher fahren!“

Ach, ein Löwe? Ja wo denn???? "

HIFLE!! 🤩 Ich komme mir vor wie bei Loriot auf der Pferderennbahn. 😈

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(Hihi, das könnten echt Wolf und Dieter sein 🤪 )

Am liebsten würde ich ihn anbrüllen 😈 : "Der Löwe ist genau dort, wo wir jetzt hinfahren würden, wenn du endlich dein Hinterteil ins Fahrzeug lupfen würdest!!!" Ich kann mich aber beherrschen…… 🤢

Dummdidummm.....wir warten alle geduldig, bis es sich auch der Letzte im Fahrzeug gemütlich gemacht hat 😗

Und dann geht’s endlich los auf Löwenjagd – wobei das ein ziemlich einfaches Unterfangen ist – der gnädige Herr hat nämlich ganz in unserer Nähe beschlossen, dass es Zeit für ein Ruhepäuschen ist!

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Wow, ein Mähnenlöwe – der hat noch in unserer „Sammlung“ gefehlt (hier auch komplett mit Schwanz 😉 ) !

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Zu unserer großen Freude liegt er aber nicht lange nur dumm rum 😉 sondern hat ein Ziel vor Augen.

Wir fahren ihm schon vor (Diteko weiß wohl was er plant) und so steuert er direkt auf uns zu und überholt uns wieder.

Nettes Spielchen…. Wobei man auch hier den Eindruck hat, dass dem Löwen die Menschen, bzw. die Fahrzeuge völlig egal sind.

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Seht es mir nach, es ist erst 6.30 Uhr und die Sonne geht gerade erst auf. Fotografieren ist da für mich und meine Knipse nicht so einfach 😊

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Aber schnell zurück zu unserem Daily Lion: ohne sich stören zu lassen steuert er auf die Pfütze zu,

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dreht dann aber nochmal kurz um und schnüffelt.

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Unser Guide erklärt, dass er die Mineralstoffe benötigt, die im Sand enthalten sind. Tatsächlich leckt er eine zeitlang den Weg sauber 😉

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bis ihn dann aber doch der Durst übermannt.

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Nachdem er in Ruhe seinen eh schon ziemlich prallen Bauch auch noch mit Wasser gefüllt hat

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macht er sich gemächlich ins Gebüsch davon.

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Ahhhh, so könnte eigentlich jeder Morgen verlaufen, oder 😎 🙂 ?? Wir fahren glücklich und zufrieden zurück zur Campsite (sind eh nur ein paar Meter entfernt) und lassen uns das zweite Frühstück schmecken!

Meine Kinder nehmen mich danach zur Seite und erklären mir, dass sie sich mich Anna und Kaspar (dem jungen dänischen Paar im Alter von Nico) abgesprochen hätten und Nico ab sofort bei ihnen in der Reihe sitzen würde (sie waren bisher immer zu zweit, außer wenn auch Lawrence mit an Bord war, dann saß Zhenya neben ihnen). Ich könne dann bei Stefan und Lilith sitzen und müsse nicht mehr zwischen den beiden von der Pferderennbahn Platz nehmen.

Wow – das ist ja mal ein lieber und auch toller Vorschlag 🙂 ! Ganz ehrlich: ich hab nicht genörgelt oder gejammert – höchsten vielleicht das eine oder andere mal die Augen besonders stark verdreht 😗 ! Aber vielleicht sind auch einfach diese fünf jungen Menschen besonders feinfühlig und nett! Auf jeden Fall gibt es Momente, wo ich meine Kinder noch mehr als sonst liebe…. 😘 😘 😘 😉

Achja, nochwas: die Sache mit dem täglichen Löwen hat sich ab sofort erledigt - es folgen zwei Tage komplett ohne Katzen 😉 - versprochen!
Teil 1528. Mai 2017
17. April 2017 – Gamedrive am Morgen oder auch “Elefanten zu Fuß” 😄 (Khwai Concession)

Nachdem wir unser Frühstück, bei dem wir ja von einem Löwen “gestört” wurden, beendet haben, geht es zur regulären Pirschfahrt. Aber keine Sorge – in den nächsten Tagen wird es wesentlich tierärmer als bisher – alle Neider können sich entspannt zurücklehnen 😉 .

Unsere erste Sichtung um 7.30 Uhr ist ein festgefahrenes südafrikanisches Fahrzeug.

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Wie man auf die Idee kommen kann, hier weiter zu fahren, nur weil es irgendwann mal eine Fahrspur gegeben hat kann ich nicht nachvollziehen 🤨 . Natürlich reagiert Diteko auf ihr Winken und nähert sich vorsichtig. Als er bemerkt, dass es sich um ein Auto handelt, das gestern bei der Löwensichtung ein bisschen blöd im Weg stand, kann er sich ein Grinsen nicht verkneifen: „Man sieht sich immer zweimal im Leben“ 😉 . Zusammen mit Lawrence und Zhenya wird die Rettung geplant. Der erste Versuch scheitert, da das Equipment der Südafrikaner nicht stabil genug ist – der Abschleppgurt reißt.

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Also gräbt Lawrence unter unseren interessierten Blicken unseren Gurt irgendwo unter den Sitzen aus und im zweiten Versuch klappt es dann.

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Danach holpern wir relativ sichtungsarm durch die Gegend – was leider unsere beiden Herren zum Dauerquasseln animiert 🤢 . Heutiges Thema: Opern 🤩 ! Karsten- ich schwöre und habe Zeugen: das ist nicht erfunden 😕 . Und du kannst dir sicher vorstellen wie ich mir heimlich eins gegrinst habe und immerzu an dich denken musste 😄 😄 😄 😛 ! Nicht dass ich dich mit den beiden vergleichen wollte…… 😗 😘

Dieter hat immer das passende Liedchen auf den Lippen, ständig summt er vor sich hin. Als ich Gesine gegenüber erwähne, dass ich das ja eigentlich ganz nett finde verfinstern sich ihre Züge 😠 : "Aber nicht, wenn du wie ich einmal das Zelt direkt neben ihnen stehen hast – das geht nämlich die ganze Zeit so, während er wach ist, abends, nachts, morgens!“

Bisschen Kleinvieh sehen wir unterwegs:

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Um 9 Uhr machen wir einen kurzen Stopp an einem sehr netten Spot – und wie überall hat es viel Wasser und die entsprechenden Vögel.



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Bisschen Posing gibts auch - Lilith wird mich hassen, ausgerechnet sie, die Hübscheste von uns vier, schaut auf diesem Foto mürrisch drein (aber dafür sind die restlichen drei mal akzeptabel drauf - und ich verstehe jetzt auch, warum Stefan so oft "Kleine Mama" zu mir sagt 😊 😗 )

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Weiter geht’s mit offenem Dach durch schöne Landschaft

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Ständig fliegen irgendwelche Insekten ins Auto – Lilith hat etwas (das man auf dem Foto aber nicht sieht) am Schuh hängen, das nicht mehr weg will – ich habe Angst, dass ihr Schuh über Bord geht bei der Aktion!

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Die nächste Sichtung ist der seit einigen Jahren in Botswana heimische Leofant. Da er in sehr unregelmäßigen Abständen nach Europa zieht ist es reine Glücksache, ihn zu sehen – wir waren erfolgreich! 😄

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Fruitbreak ist am Khwai (oder war es ein Seitenarm? Das blick ich immer nicht so ganz….).

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Ich hirsche diesem jagenden Mangrovenreiher nach, Diteko ist belustigt als er meine vielen vergeblichen Versuche, ihn zu erwischen, beobachtet 😄 , bittet mich aber, wegen der Krokodile nicht im Jagdfieber zu nahe ans Wasser zu geraten 🙄 .

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Endlich hält er einmal an….

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Eigentlich wollte ich ja nur die Waterlillys fotografieren, aber die Hippos schummeln sich immer wieder ins Bild 😎 .

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Starlings gibt’s natürlich auch wieder

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Ja, und dann meint Diteko, wir sollten doch bitte nicht da vorne zu den Büschen gehen, wenn wir Pipi müssen, da sei ein Elefantenpfad 😮 .
Kaum macht er den Mund zu raschelt es auch schon im Gebüsch neben uns und kurze Zeit später betreten zwei Elefanten (zu Fuß 🤪 !) die Bühne:

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Diese beiden Kerle bieten uns eine tolle Show – sie trinken und plantschen was das Zeug hält.


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Natürlich gibt das Ganze auch Anlass für diverse Selfies und Gruppenfotos 😗 (Achtung - das erste ist SATIRE!!)

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Auch dieses Mal ist es wieder ein ganz besonderes Gefühl mit den Tieren auf einer „Ebene“ zu sein, also nicht im Wagen zu sitzen 🙂 .

Wir genießen den Anblick der beiden Elefanten, von denen einer etwas mager wirkt (unser Guide meint, er sei vermutlich schon recht alt) in vollen Zügen und mit aller Zeit der Welt, bis sie sich ans andere Ufer verziehen.

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Auch wir brechen auf in Richtung Camp, Lunch und Siesta stehen auf dem Programm!
Teil 1603. Juni 2017
17. April 2017 – Khwai Concession – Aller guten Platten sind drei !

Es fällt mir schwer, dieses Kapitel zu schreiben, denn nicht nur unseren Reifen, sondern auch der Stimmung geht abends etwas die Luft aus. Entsprechend viel Text gibt es - und das ist anstrengend, für mich und für die Leser 😵

Wo waren wir stehen geblieben? Achja, bei den Elefanten zu Fuß 😉 . Dieses Foto hatte ich im letzten Kapitel vergessen, dabei gefällt es mir doch so gut. Also schummel ich das hier als Überleitung noch rein 😎


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Als dann auch Elefant Nummer zwei das Wasser verlässt fahren wir zurück zur Campsite und genießen Lunch und Siesta.

Stefan und Lilith bringen bei Simone (gerade nicht sichtbar), Lawrence und auch bei mir die grauen Zellen zum Kochen mit ihren Rätseln - die auf dem Tisch verteilten Gegenstände spielen dabei eine Rolle 🙄 .

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Man könnte meine, der Pavian, der sich zusammen mit seiner Familie bei unserer Campsite herumtreibt, rätselt mit.

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Nico porträtiert dabei Lawrence, bis dieser sich dann aber zum Brotbacken verabschieden muss.

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Um 16 Uhr verabschieden wir uns dann von ihm – Zeit für den Abend-Game-Drive.

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Zuerst laufen uns wieder unsere Camp-Elefanten über den Weg.

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Eine grüne Meerkatze modelt über uns im Baum.


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Wir tuckern gemütlich durch die mit Zebras garnierte Landschaft


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Alles ist friedlich, nur dieser Hammerkopf ärgert sich über den Waffenkiebitz 🤩 !

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Am Anfang meines Berichts hatte ich mir ja die Frage gestellt, ob die Reise im Vergleich zu 2014 dasselbe in Grün sein wird – und tatsächlich: sogar die Tümpel haben die passende Farbe 😎 !

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Aus dem Gebüsch schaut ein frisch geduschter Elefantenkopf heraus und wedelt mit den Ohren!

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Und endlich sitzt auch mal wieder ein Greifvogel in der Nähe – ein Tawny Eagle, der sich für den Abend hübsch macht.

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Die allgegenwärtigen Impalas 😉

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Zwei Böcke tun mir den Gefallen ins spätnachmittägliche Gegenlicht zu verschwinden

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In eben diesem sitzt auch dieser Goldbug-Papagei – leider konnte ich ihn nicht besser erwischen.

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Hier lacht der Herr Sohn noch 😛

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Sekunden später macht es pfff-pfff-pffff - gefolgt von einem Fluch Ditekos: wir haben unseren ersten Platten! 🤩 Die Parallel-Gruppe war bereits heute früh fällig – da hatten wir sie unterwegs gerade beim Reifenwechsel getroffen. Uns erwischt es um 17.35 Uhr.

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Zhenya und Diteko können sich über mangelndes Interesse unsererseits nicht beklagen 😉

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Ich nutze die Chance und kann endlich mal in Ruhe das schöne Gräserwirrwarr fotografieren. Allerdings warnt unser Guide uns natürlich wegen der schwer zu erkennenden Gefahren im hohen Gras – außer Sichtweite zu gehen ist verboten!

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Knallrote Libellen gibt es hier!

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Bald geht es weiter – und die Sonne steht bereits tief.

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Sie trifft diesen Weißrückengeier – und ich freue mich, einen meiner Freunde in Ruhe fotografieren zu können.

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Wenige Minuten später macht es wieder Pfffffffff…….. und schon haben wir den nächsten Platten, vorne links. 😈 Uaahhhhh, Diteko ist angefressen – so hatte er sich den letzten Game-Drive in der Concession nicht vorgestellt. Allerdings sind die Bodenbedingungen auch wirklich schwierig, in dem dichten Gras kann man die Mopanestümpfe, die messerscharf sind, kaum erkennen. 🙄

Auch dieser Reifen ist schnell gewechselt und alle steigen wieder ein – wobei Zhenya draußen bleibt und den Auftrag hat, darauf zu achten, dass wir mit dem Hinterreifen nicht den vermeintlichen Mopanestumpf-Übeltäter von eben erwischen. Diteko fährt also vorsichtig Zentimeter für Zentimeter weiter und Zhenya dirigiert ihn.

Pfffffffffffffffffff…………….. da hat sich wohl ein Komplize im Gras versteckt 🤩 😮 , der nun unseren linken Hinterreifen aufschlitzt 😵 .

Diteko ist stinkesauer 😠 , auf Zhenya, der angeblich diesen Stumpf übersehen hat, auf sich, der diesen Stumpf ebenfalls übersehen hat – und auf drei Platten innerhalb einer halben Stunde – so etwas wäre ihm noch nie passiert und sein Chef würde ihn sicher umbringen 😮 !

Als er sich beruhigt hat gilt es einen Plan zu schmieden: schnell funkt er „Shabba-Shabba“ an und tatsächlich antwortet dieser und macht sich sofort auf den Weg zu uns. Uff, Glück gehabt, denn langsam aber sicher bricht die Nacht herein.

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Ein Elefant (schon wieder zu Fuß 😎 ) zieht im fahlen Licht an uns vorbei (auf dem ersten Foto nur schemenhaft zu erkennen) – schon ein komisches Gefühl, wenn man so völlig ausgeliefert mitten in der Wildnis steht.

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Während wir warten, vernichten wir das eine oder andere Kaltgetränk aus unserem Kühlschrank an Bord 😉 und die Stimmung ist alles andere als schlecht 😄 (danke Gesine für das Foto, das mit deiner Kamera gemacht wurde – Claudia, Anna und Kaspar muss ich erst noch fragen, ob sie gesehen werden wollen, so lange sind sie mal geschwärzt)!


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Sonne und Wolken geben nochmal alles, was Nico zu der Frage bewegt: „Gibt es in Botswana eigentlich auch mal langweilige Sonnenuntergänge?“ 🤨


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Dann taucht das andere Bushways-Fahrzeug auf und Shabba übergibt uns wohl oder übel sein letztes Reserverad 😐 – nun sind wir alle in der selben schlechten Lage: passieren darf nichts mehr, sonst erreichen wir unser Camp nicht mehr – und wie es morgen weiter geht ist das nächste Thema 😊 . Doch zunächst wird - unter Anteilnahme aller Gäste aus beiden Fahrzeugen - auch dieser Reifen gewechselt, wir tauschen uns über unsere Sichtungen aus und versorgen nebenher die Reifenwechsler mit Savanna, Cola und Bier.

Shabba und Diteko überlegen wie das Reifenproblem nun gelöst werden könnte, denn dass wir ohne ein einziges Reserverad nach Savute aufbrechen kommt nicht in Frage. Zuerst hat unser Guide die Idee Sango anzufunken und nachts noch dort hin zu fahren, um sich aus deren Bestand Reifen zu organisieren – aber da fällt ihm ein, dass dort Landrover Defender im Einsatz sind und wir ja einen Toyota Landcruiser fahren. Die Lösung des Problems wird auf später verschoben, denn wir sollten endlich los, es ist bereits dunkel und Lawrence macht sich sicher Sorgen.
Vorsichtig fahren wir dann im Konvoi zurück Richtung Mogotlho Campsite und atmen auf, als unser Campfire in Sicht kommt.

Diteko telefoniert mit dem Büro in Maun und es wird vereinbart, dass sich morgen früh um halb sechs ein Fahrer von dort mit 4 Ersatzrädern auf den Weg zu uns macht.

Beim Abendessen wird dann abgestimmt, ob wir am Morgen noch einen Game-Drive machen wollen. Allerdings müsste man dafür einen Reifen des Anhängers demontieren und zur Sicherheit mitnehmen. Außerdem bleibt eh nicht viel Zeit und wir haben ja auch noch den weiten Weg Richtung Savute vor uns. Also entscheidet sich die Mehrheit dagegen. Lieber gemütlich das Camp abbauen und dann die neuen Reifen übernehmen.

Ja, und dann wird die weitere Route für morgen besprochen und mich trifft fast der Schlag 🤩 : wir werden – übrigens im Gegensatz zu der anderen Gruppe! - keine Campsite in Savute haben, sondern übernachten bei der Zweizwe(i…es gibt unterschiedliche Schreibweisen)-Pan, das sind nochmal etwa 40 Kilometer nach Osten, reine Fahrtzeit ca. 2 Stunden. Ich bin echt sauer 😠 und bohre nach: warum nicht Savute? "Naja, zu wenig Hatab-Campsites für zu viele Mobile Safaris." Wie jetzt 😈 ? Ich habe vor über einem Jahr gebucht, für 4 Personen – da müsste doch eine Campsite zu kriegen gewesen sein!

Der Ton wird immer rauher, Diteko und Zhenya versuchen mir das Ganze als diiieee Sensation zu verkaufen, es sei toll dort usw. Allerdings kann ich mir leicht ausrechnen, dass wir dort eh erst gegen Abend aufschlagen und daher nichts von der Gegend haben werden. Am nächsten Morgen wird es wohl ähnlich ablaufen (schnell Camp abbauen und los Richtung Chobe Riverfront). Ich versuche auch den anderen klarzumachen, was für eine Situation das ist, aber wirklich verstehen tut mich keiner 😕 .

Diteko macht mich dann auch noch etwas blöd an, von wegen was ich denn an Savute so toll fände….. *Kreisch* 🤩 Was ist denn das für eine Frage? Die Landschaft, die Tiere, die Löwen. Ahhhhh, sagt Diteko, ich wisse doch, dass es keine Garantie für Löwen gäbe. Ja meine Güte, blöd bin ich auch nicht, aber es gibt so was wie Wahrscheinlichkeitsrechnung…. Und Löwen hin oder her, ich hab keine Lust den ganzen Tag im Auto zu sitzen!! Ohne Game-Drive, eine reine Transferfahrt. Ergo werde ich immer stinkiger und plädiere bei Diteko dafür, dass dann wenigstens die Rotation im Auto ausgesetzt wird, weil ich echt keinen Bock darauf habe, meinen Platz in der ersten Reihe, den ich am nächsten Tag hätte, für so einen Schwachsinn zu opfern. Das macht die anderen sauer, weil ich das gefälligst mit allen und nicht mit dem Guide besprechen soll. Okay, da haben sie recht 😊 , aber ich bin mittlerweise so auf 180, dass ich nur noch rot sehe – zumal dann Diteko noch mit dem Argument daher kommt, das sei keine reine Transferfahrt, sondern natürlich auch ein Game-Drive. Ja klar, und morgen kommt der Weihnachtsmann 😮 😠 .

Was mich am meisten auf die Palme bringt (und das geht mir auch im echten Leben so) ist die Tatsache, dass ich gegen eine Wand renne. Die Bushways-Mitarbeiter blocken, weil sie natürlich das Ganze als was Tolles verkaufen wollen (müssen?) – und ich bin ihnen da im Weg, weil ich meine Klappe nicht halten kann. Die anderen Mitreisenden dagegen verstehen nicht, warum ich mich so aufrege 😐 , sie kennen weder die Locations, noch die Fahrstrecken noch haben sie die Karte im Kopf, auf der man sieht, was man da an zusätzlicher Strecke für nichts und wieder nichts macht!

Meine Söhne versuchen mich (sehr nett und einfühlsam übrigens 😘 ) wieder auf den Teppich zu bringen – ist ja auch peinlich, so eine wütende Mutter (versteh ich vollkommen, ich hatte auch mal eine, die nicht immer gut drauf war… 😎 ).


Ich schaffe es zumindest mich bei den anderen dafür zu entschuldigen, dass ich die Sitzrotation eigenmächtig aussetzen wollte, aber mit den drei „Bush Ways“ bin ich echt sauer. Ich hasse es wenn man versucht mich für blöd zu verkaufen (und eine ähnliche Situation hatten wir 2014 ja schon mal). 😈

Die Stimmung ist also ziemlich schlecht, als wir dann alle in die Zelte krabbeln und ich bin wütend und traurig zugleich. Wütend über Bushways, wütend über mich, weil ich wohl besser ganz die Klappe gehalten hätte zu diesem Zeitpunkt, da außer Ärger und Missstimmung ja nichts dabei rauskam, traurig weil es bis dahin die perfekte Reise gewesen war und nun alles zu kippen schien 🙁 .

Ob ich nun mit meiner Einschätzung der Lage völlig daneben lag und aus einer Mücke einen Elefanten gemacht habe oder nicht – das werdet Ihr im nächsten Kapitel erfahren!
Teil 1704. Juni 2017
18. April 2017 – Teil 1: Von Khwai zum Marabou-Stretchpoint

Wie vereinbart bauen wir das Camp in aller Ruhe ab. Diteko hat einen Anruf aus Maun bekommen, dass der Fahrer überpünktlich in Maun gestartet ist – der Reifenübergabe scheint also nichts im Wege zu stehen und wir starten um 8 Uhr.
Die erste Sichtung ist ganz nach meinem Geschmack – einer meiner Lieblingsgreife, ein Bateleur Eagle:

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Einer unserer Campelefanten verabschiedet uns

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Lilith amüsiert sich genau so wie ich über die schicke Vokuhila-Frisur des Warzenschweins

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Kurz vor halb Neun kommen wir an den vereinbarten Treffpunkt – und tatsächlich, da steht schon das Bush Ways-Fahrzeug aus Maun. Auch das Parallelfahrzeug mit Shabba trifft ein und so wechseln ein paar neue und alte Reifen ihre Besitzer.

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Wir laden auch gleich jede Menge Müll in das Maun-Fahrzeug ein und machen uns dann auf den Weg zum Mababe-Gate.

Unterwegs ziehen ein paar Zebras mit uns gen Norden.

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Im Folgenden die genauen Uhrzeiten zu den Fotos, damit man erkennen kann, wie viel Fahrerei das ist:

9.23 Uhr: Wir erreichen das Gate und machen Pause, während Diteko die Formulare ausfüllt.

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9.48 Uhr: Mababe Depression mit Zebras, Impalas und Weißscheitelwürger

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10.16 Uhr: qietschgrünes Gras überall – Diteko erklärt, dass es ein ganz hartes Gras ist, das niemand frisst

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10.23 Uhr: immer wieder sehen wir große Büffelherden

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11.41 Uhr: nach 2 Stunden (seit Mababe Gate) machen wir eine kurze Pipi-Pause an einem sehr schönen Spot unter afrikanischem Traumhimmel!

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11.49 Uhr: weiter geht’s – Diteko hat heute viele Kilometer abzuspulen

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12.09 Uhr: Zebrastreifen auf der Sandridge Road (die Marsh Road ist geschlossen). Wieder hat es viele Blüten und ich habe meine Freude an den Tieren darin!

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12.31 Uhr: zwei Sekretäre (man sieht den zweiten nur wenn man genau hinschaut) auf einem Horst. Ich habe immer noch schlechte Laune - kann mich genau daran erinnern, dass ich hier leise vor mich hingenörgelt habe, weil Diteko das Auto für meinen Geschmack nicht optimal positioniert hatte - bis Stefan meinte ich solle mal endlich mit diesem Generve aufhören 😊 .....

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12.30 Uhr: Hornrabe im Anflug auf einen Baum, wo seine Kumpels schon auf ihn warten

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12.42 Uhr: Zebras kurz vor unserem nächsten Stop

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12.52 Uhr: Wir erreichen den Marabu Stretch Point.

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Ein sehr schöner Platz – und wir haben jetzt eine halbe Stunde Zeit um zu essen, Zebras, Elefanten und einen Toko mit seiner Beute zu beobachten.


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Im nächsten Kapitel geht es dann über Savute zur Zweizwe-Pan
Teil 1804. Juni 2017
18. April 2017 – Teil 2: Vom Marabou-Stretchpoint zur Zweizwe-Campsite


13.40 Uhr: Ich bin immer wieder begeistert von der Blütenpracht – dieses Mal dekoriert mit Impalas (diese Fotos liebe ich!)

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13.53 Uhr: Auch die Riesentrappe macht sich gut in der Gräservielfalt

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14.04 Uhr: Immer wieder Giraffen am Wegesrand, die überhaupt nicht scheu sind

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14.19 Uhr: Wir erreichen die ersten Hügel von Savute

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14.27 Uhr: der große Baobab – und ich überlege krampfhaft, was an Savute so schön sein soll 😈

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14.52 Uhr: Wir sind am Gate, Stefan entdeckt dieses bunte Tierchen und ich muss es unbedingt für ihn fotografieren. Bitte schön, mein lieber Sohn 😘

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Diteko erledigt den Papierkram und eigentlich wären wir jetzt schon fast da. Noch das Camp aufbauen und dann los zu einem gemütlichen Gamedrive.

Eigentlich….. 😠 aber wir haben ja noch viele sandige Kilometer vor uns.....

15.06 Uhr Wir kommen aber erstmal gar nicht weit, denn kurz hinter der Brücke bietet sich uns dieser Anblick

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Der Kadaver ist noch nicht geöffnet – offensichtlich wartet man hier noch auf die Spezialisten 🙄

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Wir umfahren die Stelle in einem großen Bogen, schießen noch ein paar Fotos von meinen Freunden (Weißrückengeier und Kappengeier) und machen uns endgültig auf Richtung Osten.

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15.23 Uhr : Wieder kommen wir nicht weit – Diteko hält für die Zebramangusten an

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Und zack – haben wir uns festgefahren! Mit Anhänger ist das etwas tricky, die Jungs schaufeln die Räder des Toyotas frei.

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Zeit für Blümlis!

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Der Hänger wird abgekuppelt, Diteko fährt ein paar Mal vor und zurück, um die Spur fester zu machen.

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Danach wird der Anhänger wieder angekuppelt und es kann weitergehen.

15.30 Uhr: wir fahren eine total eintönige Piste, links Mopanebusch, rechts Mopanebusch, in der Mitte Sandspur mit Gras. Zeit zur inneren Einkehr .... 😗

16.15 Uhr: nach 45 Minuten 😎 sichten wir diesen Elefanten….wow 🤩

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16.20 Uhr: immer noch Mopanebusch links, Mopanebusch rechts, in der Mitte Sandspur mit Gras (wo ist hier der Gähn-Smiley 😛 ?)

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16.25 Uhr : eine willkommene Abwechslung – ein Elefantenskelett (kurz darauf sehen wir sogar ein zweites)

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16.45 Uhr: Selbst Feuerholzmachen wird zur Sensation

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17.22 Uhr: nach knapp 2,5 Stunden seit Savute ändert sich die Landschaft ein bisschen – ab und zu macht der Weg eine Kurve, das Gras wird höher und anders, es gibt immer mal wieder gefüllte Pfannen und größere Bäume.

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Die Vögel sind äußerst schreckhaft (hab lange gebraucht, bis ich überhaupt einen nicht wegfliegenden Vogel vor die Linse bekam) – Menschen und Fahrzeuge sind sie hier nicht gewohnt.

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Es wird wohl auch viel gewildert- uns kommt zwischendurch ein Militärfahrzeug entgegen, das als Antipoaching-Truppe hier patroulliert.

Mit dem höheren Gras kommen aber auch ganz sonderbare Samen in unser Auto geweht (Foto gibt’s erst im nächsten Teil, hab sie erst am nächsten Morgen geknipst) – sie krallen sich überall fest und kriechen mir sogar unters T-Shirt, keine Ahnung wie sie das schaffen, denn sie sind recht groß. Das Zeug juckt wie verrückt und meine Laune wird dadurch nicht besser – ich bin so was von genervt!!! 😠

Von einer Fahrspur ist nicht mehr viel zu erkennen! 🤩

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Zum Glück ist es nun nicht mehr weit – wird aber auch Zeit - es ist halb sechs, in einer starken halben Stunde geht die Sonne unter 😕 !
Wir kurven noch ein bisschen ratlos in der Gegend herum bis wir an eine wassergefüllte Pfanne kommen, auf der man am anderen Ufer schemenhaft Flamingos erkennen kann.
Moment – Flamingos 🤩 !!! Aber stop – ich bin realistisch genug und sehe ein, dass ich mir in der momentanen Situation - nach 10 Stunden im Auto und das Ende der Fahrt in Sicht - mit irgendwelchen Birder-Wünschen keine Freunde machen würde… 😊 🤢

Diteko und Lawrence beschließen, dass dies wohl unsere Hatab-Campsite sein wird und so fahren wir in das sehr grasiges Gelände ein, das mit von Elefantenfüßen produzierten Löchern übersät ist. Ein einzelner Baum steht auch da, aber so richtig klar ist uns nicht, wo ein schöner Platz für die Zelte wäre, denn alles ist recht feucht und wie gesagt höchst uneben und mit hohem Gras bewachsen. Egal, wir haben keine Lust mehr auf lange Überlegungen und bauen unsere Schlafstätten in einem mehr oder weniger gelungenen Halbkreis auf. Es gilt sich zu beeilen, denn die Nacht bricht schnell herein.

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Warum jetzt ausgerechnet heute Lawrence ein Festmenü auf dem Programm hat, das unendlich lange dauert, verstehen die wenigsten von uns 🙄 . Es gibt Kartoffelgratin, Gemüse und Kudusteaks. Wir wären mit schnellen Spaghetti an diesem Abend glücklich gewesen…..denn so kaputt, dreckig und müde wie wir sind schmeckt es uns nur mäßig. Und danach muss ja auch noch die Küche gemacht werden…. 🤢

Wolf bringt nach dem Essen mal wieder einen Knaller. Dazu muss man vorausschicken, dass er und sein Schwager wohl anfangs (im ersten Teil der Reise, als wir noch nicht an Bord waren) ziemlich gegen Diteko und Lawrence geschossen haben, das hat Gesine mir erzählt. Irgendwann haben sie dann gemerkt, dass sie mit uns allen keine dicken Freunde werden und begannen als Ersatz unseren Guide anzuschleimen 😛 . Vermutlich wollte Wolf mir dann noch extra eins reinwürgen, weil ich ja so gegen Zweizwe gewettert habe und setzt sich nun auf seinen vom Abendtau schon leicht feuchten Stuhl, wedelt ein paar aufdringliche Falter weg, schaut zuerst Diteko glückselig an, dann in den Nachthimmel hinauf und schwärmt schwülstig mit sonorer Stimme: „This is the real africafeeling. Sitting under a tree like this and nothing around us.” Ooookay….. so kann man das natürlich auch sehen 😎 😗 – mir würden jetzt zwar mindestens 10 andere, wesentlich passendere real-africafeeling-Situationen auf unserer bisherigen Reise einfallen, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten 🤪 .

Als er dann am nächsten Morgen entsetzt fragt: “Aber wir fahren jetzt nicht dieselbe Strecke zurück, oder?” muss ich vor innerlichem Lachen fast meinen Kaffee ausspucken 😄 . Er hat also echt nicht kapiert wo wir sind und was Sache ist….. naja Hauptsache er hatte sein Real Africafeeling 😛 !

Damit es euch besser geht hier mal noch die Karte – der Pfeil zeigt nur so in etwa die Gegend, ich weiß echt nicht haargenau wo wir waren….

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Eins muss man Zweizwe aber auf jeden Fall lassen: Sonnenuntergänge können sie hier auch !!

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Mein kurzes Zwischenfazit (ausführlich und auch über die Reaktion von Bush Ways werde ich erst am Ende berichten): ich fand die Aktion völlig unsinnig – stundenlange Fahrt durch wenig attraktive Gegend, dann Ankunft in interessanter Gegend zum Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen Abfahrt wieder bei Tagesanbruch zurück nach Savute. Da hätten wir besser in der Nähe des Savute-Gates im Auto geschlafen…..(darf man aber sicher nicht) ! Auch wenn ich jetzt behaupten kann dass ich in einer Gegend gewesen bin, die kaum einer der Otto-Normal-Fomisten und -Touristen kennt ( wobei ich sie ehrlich gesagt auch nach unserem Besuch nicht wirklich kenne 😵 ) : ich glaube nicht, dass ich auf dieser Reise diese Erfahrung gebraucht habe 🤨 .

Ein andermal gerne, denn ich kann echt nicht abstreiten, dass die Gegend sehr einsam und sehr natürlich und wild ist – bestimmt kann man hier eine tolle Zeit verbringen, wenn man darauf eingestellt ist und das Ganze auch zu den schönen Tageszeiten erlebt!!!
Teil 1905. Juni 2017
19. April 2017 – Teil 1: Zurück auf Los ! (Zweizwe nach Savute)

Keine Ahnung wie die Nacht war, entweder habe ich die Erinnerung daran verdrängt 😕 oder einfach gut geschlafen. Auf jeden Fall müssen wir sehr früh raus, denn es liegt wieder ein langer Fahrtag vor uns.

Um 6.30 Uhr ist das Camp bereits abgebrochen und der Anhänger gepackt. Entsprechend schauen wir aus der Wäsche…

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Alles ist feucht vom Tau, auch unser Fahrzeug – und entsprechend eklig war es auch, die Zelte abzubauen.

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Diteko hatte mir erzählt und auf der Karte gezeigt, dass es eine Verbindung (wohl recht neu?) nördlich von uns gibt, auf der man nach Westen wieder auf die Strecke Savute/Kasane kommt (sieht man auch auf der Karte im letzten Kapitel). Oder man fährt ganz hoch in den Norden und trifft dort auf die Transitroad von Ngoma nach Kasane (die Stelle kenne ich sogar von 2014…..da sind wir damals blöd rumgestanden, weil wir auf Jo und Je warten mussten 😠 ). Beides kommt nicht in Frage – wir fahren zurück nach Savute, um dort einen Game-Drive zu machen.

Aha – wieder erschließt sich mir der Sinn nicht wirklich 😕 . Wäre es nicht besser, den Game-Drive (bei nicht optimalen Lichtbedingungen um ca. 9 Uhr) sausen zu lassen und zuzusehen, dass man schnell an die Chobe Riverfront gelangt? Dass wir die anderen Strecken nicht fahren, das kann ich verstehen, denn vermutlich sind die Bedingungen eher noch schlechter als bis Zweizwe.

Aber wahrscheinlich es ist grad egal wie wir fahren und wo wir gamedriven– weit ist weit wo wir warum herumfahren macht keinen Unterschied.
Ich ergebe mich also in mein Schicksal und versuche noch ein paar nette Fotos zu machen und mir vorzustellen, wie es hier wäre, wenn man mehr Zeit hätte 😗 .

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Sicher nicht schlecht – einfach gemütlich an seinem Privatsee sitzen und die reichlich vorhandenen Wasservögel zu beobachten fände ich eine feine Sache.

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Aber wir müssen ja weiter! Hier übrigens die Samen 🤩 – flüchtet, so schnell Ihr könnt wenn Ihr denen in Botswana begegnet, ich bin sicher, die sind lebendig und lieben feuchte Haut unter T-Shirts!!! 😈

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Um von hier wegzukommen ohne kompliziert wenden zu müssen umrunden wir den See und ich gelange noch zu ein paar Sonnenaufgangsfotos. Na bitte – geht doch!

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Auch die weitere Fahrt nach Savute scheint unter keinem schlechten Stern zu stehen – es gibt einiges an Greifen zu sehen, sicher extra für mich!

Zuerst dieser halbgare African Fisheagle

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Seine Fänge sind beeindruckend - ich würde ihm ungern als Fisch begegnen 😕 🤢 !

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Eine halbe Stunde später dann mein Traum: ein Martial Eagle in gutem Licht! 🙂 Er hat zwar (vermeintlich) nur ein Auge, aber der Rest ist perfekt!

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Ah, doch zwei Augen!

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Und im Profil:

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Stefan ist auch schwer beeindruckt von seinem Blick („ganz schön böse“ 🤩 ) und höchst erheitert von seinem sonstigen Aussehen: „Der hat ja ein Unterhemd an!“ 😄 😄 😄 Einfälle hat mein Sohn – schön, endlich wieder mal lachen zu können….. 🙂

Das Lachen vergeht uns aber schnell wieder, denn nun müssen wir fast eine Stunde warten, bis wir das nächste Tier sehen (dafür gibt’s grünen Mopanebusch satt). Inzwischen sind wir über 1,5 Stunden unterwegs und schon im Einzugsgebiet von Savute. Es ging heute schneller als gestern, weil wir weder nach der Campsite noch nach Feuerholz suchen mussten und festgefahren haben wir uns auch nicht.

Ich würde also die reine Fahrtzeit nach Zweizwe mit ca. 2 bis 2,5 Stunden ansetzten. Aber nur wenn man das richtige Auto und das Know-how hat 😮 ! An dieser Stelle muss ich Diteko echt loben 😘 – da waren Stellen dabei, an denen wir sicher waren es gibt kein Durchkommen – aber er hat alles, bis auf die eine Ausnahme, bravourös gemeistert!

Er tätschelt auch jedes Mal liebevoll seinen Landcruiser, wenn dieser wieder brav durch ein Sandmeer oder eine Schlammpfütze geschwommen ist 😉 !

Doch zurück zu den Sichtungen - Lilith meint anzüglich beim Anblick dieses Giraffenbullens: „Komisch, kaum sind wir in der Nähe von Savute, schon hat es wieder Tiere“ 😎 . Ah, sie hat den vollen Durchblick! Damit hat sie schon mal ihre Afrikadiplomprüfung bestanden!

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Wir sind übrigens bei dieser Sichtung nicht im Auto, sondern machen Pinkelpause – also ist das sozusagen eine Giraffe zu Fuß 😎 ! Stefan und Lilith sind begeistert davon, zumal auf der Wunschliste meines Zweitgeborenen für diesen Urlaub Giraffen ganz oben standen. Dass er sich jetzt quasi Aug in Aug mit einer befindet lässt ihn und seine Freundin strahlen!

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Nun nähern wir uns der Stelle, an der wir gestern den toten Elefanten gesehen haben. Schon von Weitem sind verschiedene Geier sichtbar und ein weiterer Greifvogel-Traum geht für mich in Erfüllung: einer dieser mächtigen Ohrengeier sitzt an – und dies nahe genug und mit ausreichend Licht 🙂 . Meine Laune bessert sich zusehends.

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Extra für mich 😉 breitet er noch seine Schwingen aus :

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Am Kadaver selbst ist heute mächtig was los – es gibt bereits einige Öffnungen in der Haut – und es stinkt bestialisch.

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Zum Glück schalte ich schnell genug auf Mundatmung um (gut trainiert durchs Katzenfüttern), andern geht es schlechter und auf einigen Gesichtern ist ein leichter Grünstich sowie ein gequälter Ausdruck zu erkennen. Trotzdem mache ich ein paar Fotos von dem Gewimmel, bevor alle bitten diesen Ort schnellstens zu verlassen.

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Gesine, unser Spaßvögelchen 🙂 😘 , holt ihren Anti-Pups-Spray, wie sie ihn nennt, aus der Tasche und bietet an, uns damit einzunebeln. Lachend winken wir ab – nein danke 😄 !

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Fortsetzung folgt! (Ganz ohne cliffhanger 😎 )
Teil 2006. Juni 2017
19. April 2017 – Teil 2 : Von Savute zur Chobe Riverfront

Die nächste Greifvogel-Sichtung begeistert mich – schon lange steht ein Sekretär in gutem Licht auf meiner Wunschliste. Hier also zwei meiner Lieblingsfotos der Reise 😘

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Ein bisschen lachen muss ich auch – beim Anblick seiner Beine muss ich unwillkürlich an meine Thermounterwäsche denke 🙂 (wobei meine Beine leider keinerlei Ähnlichkeiten mit den hier gezeigten haben… 🤢 )

Und dann wieder Elefanten – wie hatte ich vor der Reise nur die Befürchtung haben können, keine zu sehen?

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Mittendrin ein ganz kleines Kerlchen

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Und nicht dass es wieder heißt ich würde Gnus mobben 😎 – nein wir halten sogar für sie und ich mache brav ein Foto! 😛 😗

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Natürlich genießen wir auch heute die Fahrerei im offenen Auto!

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Überall hat es Wasser (nur im Savuti Channel übrigens nicht).

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Und wieder Elefanten – und auch hier muss Wasser sein, einige sehen frisch geduscht aus.

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Die Kulisse mit der Sandridge im Hintergrund gefällt mir sehr!

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Ja, das Gras ist hoch – sehr hoch! Die Kleinen kann man wirklich kaum erkennen.

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Um 10.30 Uhr beenden wir unseren Game-Drive am Gate, wo wir eine Pause machen und Brauchwasser fassen.

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Unsere Küche sieht inzwischen recht rustikal aus….

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Knapp zwei Stunden später gibt es Lunch im Forest Reserve. Die Roan-Antelope (Pferdeantilope) ist wenig kooperativ – aber immerhin haben wir eine gesehen.

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Und sie uns auch - einen kurzen Blick wagt sie, bevor sie im Busch verschwindet!

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Es wird auch ein letztes Mal Feuerholz geschlagen – Simone schwingt dieses Mal die Axt und ist danach total erledigt. Leider habe ich die ganze Aktion nicht fotografiert, sondern stand mit der ständigen Sorge daneben, dass er statt des Mopanestammes sein Bein trifft.…. 🤩 🙄 😊

Immer wieder landen größere Flugobjekte bei uns im Auto

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Hier die vielen von Euch gut bekannte Strecke vor Kachikau.

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Eigentlich bin ich ja die Lästerschwäster an Bord 😗 , aber dieses Mal kann Stefan sich nicht beherrschen – er schüttelt grinsend den Kopf, als er Wolf dabei beobachtet, wie er seine kleine Kamera mit ausgestrecktem Arm aus dem Fahrzeug hält, um die wilde Fahrt zu filmen 😄
Dabei flüstert er mir zu, dass er Wolf bei einer anderen ähnlichen Gelegenheit darauf angesprochen hat, dass man auf dem Film wohl nicht allzu viel erkennen kann bei dem Gerüttel. "Doch, doch", meint der Filmer, "meine Kamera hat einen guten Bildstabilisator." 🤪 Na dann...... 😛

Übrigens kommen wir gut durch, wir sind alleine unterwegs und die Spuren sind recht fest.

Und dann erreichen wir die Zivilisation bei Kachikau. Das Jungvolk stürmt den kleinen Shop, allen voran Simone, der sich nun endlich sein eigenes Savanna kaufen will – bisher durfte er sich bei uns bedienen.

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Wenn auch gerade im Schatten: hier unsere beiden „Sonnenscheinchen“ Gesine und Simone – immer gut gelaunt und zu einem Späßchen aufgelegt, und dabei in der Lage auch über sich selbst zu lachen. Wie schön, die Beiden an Bord zu haben - sie wiegen locker Leute wie Wolf und Dieter auf!

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Weiter geht’s in Richtung Chobe – und dieser hat richtig viel Wasser!

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Diteko erzählt uns welche Ortschaften wir durchfahren werden, unter anderem auch Mabele und in diesem Zusammenhang bitte ich ihn, an dem Gebäude mit dem Mabele-Schild für ein kurzes Foto anzuhalten.

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Als wir dort sind, steigt Lawrence aus und will unsere Seitenklappe öffnen. Hä, warum steigen wir hier aus? Nein, nur ich soll raus und vor dem Gebäude für ein schönes Foto posieren. Nix da – das ist ja megapeinlich (zumal ich bestimmt noch schlimmer aussehe als normal nach dieser langen Fahrt) – also schnell wieder die Klappe zu und ein einfaches Foto aus dem Auto machen.

Das Gebäude hat im Vergleich zu 2014 seine Farbe gewechselt – schade eigentlich, Blau ist meine Lieblingsfarbe, aber wenigstens ist das Schild noch das selbe.

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Das nächste Schild – auch wenn nicht mehr ganz aktuell, das Jubiläum war 2016 - gibt’s dann am Ngoma Gate, wo wir uns registrieren.

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Auch hier gibt es buntschillernde Käfer!

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2014 sind wir anschließend unten am Wasser Richtung Serondela gefahren, aber dieses Jahr ist kein Drandenken – ersten haben wir wenig Zeit (es ist schon 15.19 Uhr – damals waren wir um die Mittagszeit dort) und zweitens sind viele Wege am Wasser entlang vermutlich nicht befahrbar.

Also geht’s auf der Transitroad bis zur Cutline runter Richtung Serondela ,

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dann ein Stück nach links und wieder den Berg hoch zu Campsite HATAB Nr.1 – genau die hatten wir 2014 auch. Nein, stimmt nicht ganz, korrigiert mich unser Guide, sie wurde ein paar Meter nach oben verlegt.

Egal – schön ist sie trotzdem (heute keine Fotos davon) und wir bauen müde, aber froh endlich da zu sein - es ist 16.30 Uhr- , unser Camp auf. Diteko meint je nachdem wie schnell wir sind könnten wir noch einen Mini-Game-Drive machen. Ich bin ein bisschen traurig (oder sauer?), weil durch die mehr als 2 Stunden, die wir durch die Fahrt von Zweizwe nach Savute verloren haben nun keine richtige Abendpirsch mehr möglich ist Zudem fürchte ich schon, dass es gar nichts mehr wird, weil wir doch recht lange für alles brauchen. Diteko macht auch keinen Druck – ich schätze er ist nach der ewigen Fahrt doch recht kaputt.

Schlussendlich fahren wir um 17.30 Uhr aber doch nochmal schnell los – die Ausbeute ist jedoch gering. Eigentlich sehen wir nur Büffel – immerhin von den letzten Sonnenstrahlen beleuchtet.

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Dann geht das Licht aus und man sieht unzählige Libellen herumschwirren (kann man sie erkennen auf dem Foto?).

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Zum Abschluss des Tages noch die herrlich dämlichen (man beachte das Wortspiel passend zum Geschlecht der Protagonisten 😉 ) Gesichtsausdrücke!

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Auf der Rückfahrt entdeckt Claudia noch eine Hyäne kurz vor unserer Campsite, man kann sie allerdings nur noch schemenhaft erkennen. In der Nacht ist sie und ihre Familie ganz in unserer Nähe und beschert uns mit ihren herrlich gruseligen Geräuschen echtes Bushfeeling (oder sollte ich besser sagen: Real Africafeeling??? 😛 )!
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