Reisebericht

Breakfast with Honeymooners–Dinner with Lion Cubs

von sphinx · begonnen 14. März 2017 · 31 Teile

Teil 114. März 2017
oder "gebremst wird nur für Katzen".

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Ich hoffe mit unseren Fotos Eure Sehnsucht nach Afrikas Tierwelt zu schüren und vielleicht nehmt Ihr ja Kenia als neue oder erneute Destination ins Visier.

Warnung:
Das Lesen des folgenden Reiseberichts erfolgt auf eigene Gefahr. Er ist nicht für katzenscheue Leser geeignet. Es besteht die Gefahr in den Mädchenmodus „ooooh wie süüüß“ zu verfallen. Und er ist auch kein probater Lesestoff für Menschen, die einen guten Schreibstil, professionelle Fotos, Schilderungen von Begegnungen mit Afrikanern oder einen Abenteuerreisebericht benötigen.

Upps und jetzt hoffe ich trotzdem auf Mitleser 😊

Unsere Stationen waren:
2N Elsa Kopjies Camp im Meru National Park
2N Lewa Safari Camp im Lewa Wildlife Conservancy
4N Elephant Pepper Camp im Mara North Conservancy

Und zur Einstimmung eine meiner Lieblingsserien.

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Teil 215. März 2017
Wie alles begann:
Es war letzten Juli als ich am Namibiareisebericht schrieb, ich mal wieder von Löwen träumte

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und mich der Wunsch auch nächstes Jahr nach Afrika zu reisen überkam. Durch Papa Kenias Reisebericht war der Januar für Kenia zum ersten Mal in mein Bewusstsein gedrungen. Ich hatte mich selten mit Kenia beschäftigt, ich wusste zwar von tollen Landschaften, der Migration, aber in meinem Hirn hatte ich Kenia als Billigpauschaltourismusland mit viel zu vielen Fahrzeugen abgespeichert. Asche über mein Haupt - manchmal brauche ich eben länger. Die tollen Reiseberichte hier im Forum überzeugten mich dann schnell. Was täte ich nur ohne dieses Forum? 😘
Selber fahren kam für uns nicht in Frage. Die Preise für eine private Campingsafari lösten bei mir eine Schnappatmung aus -soweit zu Kenia und billig. Ja ich lernte dazu- und als ich ein Special der Elewana Collection entdeckte, war schnell klar, es wird eine fly in Safari. Heute muss ich sehr über meine Naivität lachen, hatte ich mir doch schon erträumt wir verlängern das Special und erhalten einen weiteren Discount für die angehängten Nächte. Nein, durch die Verlängerung sollte das Special gar nicht mehr gültig sein und uns wurde ein ganz reguläres Angebot geschickt, bei dem ich fast vom Stuhl fiel, als ich gemütlich an einem lauen Sommerabend im Garten saß. Mein Mann fragte spontan - sollen wir doch nach Südafrika fahren? Und kurz wusste ich nicht worüber ich mehr erstaunt war: a) mein Mann will ohne langes Betteln nach Südafrika? oder b) wollen Die in Kenia uns überhaupt als Gäste?
Aber wenn ich mir etwas in den Kopf setze, bin ich meistens nicht mehr zu bremsen. Langes Schreiben, kurzer Sinn, ich sprach das Reisebüro an, dass es ja wohl nicht angehen könnte, wenn das Special plötzlich nicht mehr zu Grunde gelegt werden würde und nach weiteren zähen Verhandlungen kam der Specialpreis + 1 Nacht zum „normalen“ Preis heraus. Halleluja! Auch wenn der Preis schmerzhaft war, freute ich mich sehr. Besonders Lewa, ein privates Schutzgebiet kümmert sich nicht nur um Tierschutz, sondern unterstützt auch die Menschen in der Region. Und das Konzept der Mara North Conservancy finde ich, soweit ich es beurteilen kann, auch sehr gut. Für uns gab es zusätzlich den Vorteil, dass in den privaten Conservancy keine Privatfahrzeuge erlaubt sind und wir somit weniger Autos sehen sollten.
Kurz vor der Abreise sind unsere Sichtungslisten voll. Wir haben derer drei. Unsere, für diesen Urlaub modifizierte Erstsichtungsliste enthält unter anderem: Erdferkel, Streifen- und Goldschakal, Streifenhyäne, Gerenuk, Sitatunga, Geierperlhuhn, Netzgiraffe, Babygeparde; auf Liste 2 stehen die Tiere, die wir bereits gesehen haben, aber von denen kein oder nur ein Beweisfoto haben und auf Liste Nummer 3 steht ein Lieblingssichtungswunsch pro Person. Ich wünsche mir verspielte Löwenbabys

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Und mein Mann wünscht sich einfach aufregende Tierbeobachtungen.

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Teil 315. März 2017
Wie bereits angekündigt, geht es ohne Katzenfotos los. Die kommen ab Lewa und extensiv in der Mara North.
Tag 1:
Im Hotel Eka hat auch die Flugbegleitung von Air Kenya übernachtet. Das Frühstück ist gut, aber jetzt ich will einfach los, die Tiere warten doch schon. Leider sperrt unser Zimmerschlüssel nicht, als wir vom Frühstück kommen… Während mein Mann das Problem mit dem Zimmerschlüssel löst und auscheckt, nimmt mich fast noch ein falscher Fahrer mit. Er kommt mir zwar unbekannt vor, ist aber sehr überzeugend. Bevor ich ins falsche Auto einsteige, kommt zum Glück unser Fahrer von gestern Nacht und ich erkenne ihn sofort wieder. Kurz vor dem Airport holen wir an einer ATM Geld mit meiner Visacard Plus. Am Wilson Airport sitzen wir noch einmal über eine Stunde, aber endlich geht es in den Hüpfer. Von oben sehen wir im Nairobi NP Antilopen, bewundern Mount Kenya,

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wir sehen die ersten kenianischen Elefanten, entdecken das Elsa Kopjies Camp von oben

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und landen bei Sonnenschein und dicken Schäfchenwolken. Wilson, ein jüngerer Guide holt uns ab. Er fragt uns sofort nach unseren Tierwünschen. Im Meru wollen wir Tiere in schöner Landschaft sehen und fotografieren, das scheint Wilson aber nicht zu glauben, er düst an einem schönem Tümpel mit hunderten von Kuhreihern, an Kudus (lesser und greater), an einer Straußenfamilie und an Elefanten vorbei - Wilson ist auf der Suche nach Löwen. Wir sehen ein furchtbar mageres Jungtier, das sofort flüchtet und einen großen schönen Pascha im dichten Busch. Naja ein Versuch war es wert. Wir düsen weiter, wir sehen wunderschöne Landschaft mit sanften Hügeln im Hintergrund, schönem Grün, roter Erde und Herden an Zebras, Impalas, Grants und Giraffen.

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dummerweise überzeugt diese offene Gegend in den nächsten Ausfahrten intensiver zu sehen und sind erst einmal zufrieden.
Das Camp "haut uns um". Es ist gigantisch schön auf einem Hügel gelegen und die Zimmer sind ein Traum. Wir werden vom Manager Georg und von Klippschliefern begrüßt. Bis zur Abendausfahrt haben wir drei Stunden, ich erkunde ein wenig das Camp

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und setze mich anschließend vor die Hütte mit Blick in die Ferne.

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Ein paar Eidechsen rascheln im Gebüsch und ein Klippschliefer klettert herum.
Teil 416. März 2017
Am Nachmittag suchen wir die Gerenuks. Wilson findet 3 Weibchen, nachdem er einen Tipp von einem Kollegen erhalten hat.

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Wir entdecken Geierperlhühner

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Und ein Krokodil beim Fischfang. Wilson vermasselt mein Video, weil er in dem Augenblick, als das Kroko einen Fisch fängt, den Motor startet. Er ist der Meinung, wir sind dort lang genug herumgestanden.

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An dieser Stelle des Flusses hat auch ein Eisvogel (Grey-headed) seine Bruthöhle.

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Für Vögel wird sonst leider fast immer zu spät und nicht lang genug gehalten, dabei gibt es hier so viele schöne verschiedene Bienenfresserarten.

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Einzig für einen Kampfadler bleibt Wilson von sich aus stehen.

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Beim Sundowner

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spreche ich mit Wilson und ich habe das Gefühl er versteht, dass wir einfach an Tierbeobachtungen interessiert sind, was immer uns da über den Weg läuft, schwimmt oder fliegt.

Das Abendessen ist superlecker und in der Nacht brüllt die Leopardin, die auf dem Hügel lebt, so laut, dass ich senkrecht im Bett sitze. Da sind ja Löwen leise, denke ich mir und mein Puls rast.
Teil 516. März 2017
Heute geht Wilson auf Rhino- und Leopardensuche. 😈 Dabei hatte ich ihm ausdrücklich gesagt, dass wir in Lewa über Rhinos stolpern und in der Masai Mara genügend Leoparden sehen werden.
Leider retuschiert, da Wilson exakt so gehalten hatte, dass wir ein anderes Safarifahrzeug hinter den Rhinos hatten 😈

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Um es kurz zu machen, obwohl wir alleine mit ihm unterwegs sind, gelingt es uns in den zwei Tagen nicht, dass wir in Ruhe Tiere beobachten können. 😣 Sogar bei Elefanten müssen wir „betteln“. „Die haben wir doch schon gesehen“.

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Da die Tiere sehr scheu sind, macht es wenig Sinn, wenn wir laut stooooop brüllen, Meter weit übers Ziel hinausschießen und wieder zurückfahren müssen. Wilson fährt mehrfach, während ich filme los, ohne Vorwarnung und obwohl ich ihn mehrfach bitte dies nicht zu tun. Nach 10 Minuten ist dies bereits wieder vergessen.
Immerhin hält er bei den Grevys, von denen gibt es angeblich nur fünf Tiere im Park

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bei diesem Stopp können wir noch ein paar andere Bilder aufnehmen.

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und wir fahren zum Hippopool, der sehr idyllisch liegt.

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Am Abend, bei schönstem Licht, fährt Wilson stundenlang durch dichten Busch, obwohl ich ihn dreimal bitte auf die freie Fläche zu fahren, er sucht noch immer einen Leoparden. Nach zwei Tagen bin ich fertig, ich glaube nicht, dass die nächsten Guides besser sind bzw. ich meine Wünsche besser verständlich machen kann. Ich will nach Hause und flehe meinen Mann an mich NIE, NIE wieder eine geführte Tour buchen zu lassen. Nur noch auf eigene Faust unterwegs sein und am liebsten mit Zelt. Mein Mann reagiert glücklicherweise auf meine emotionale Entgleisung sehr ruhig und meint „abgerechnet wird am Schluss“. Er schafft es mich zu einem Amarula zu überreden, das Abendessen hatte ich nach der Vorspeise wegen Appetitlosigkeit verweigert und so sitzen wir mit einem großen Glas „Seelentröster“ vor unserem Chalet, schauen in den Sternenhimmel und freuen uns doch sehr in Afrika zu sein.
Und damit habe ich auch genug über Wilson geschrieben. Ja ich hätte mir einen anderen Guide in Meru gewünscht, aber um es vorweg zu nehmen, die nächsten Guides waren große Klasse. Warum ich das hier so ungeschminkt schreibe, weil es mir hilft in anderen Reiseberichten auch mal etwas Negatives zu lesen, dadurch kann ich mich darauf einzustellen und vielleicht in solch einer Situation besser regieren und wenn ich so etwas nicht erlebe, umso besser.
Wir haben unseren Besuch im Meru NP im Nachhinein nicht bereut. Wir sahen die witzigen Gerenuks, natürlich nicht auf den Hinterbeinen, da gibt es im Januar viel zu viel in niedriger Höhe zu fressen. Außerdem entdeckten wir Geierperlhühner, viele tolle Bienenfresser und ein Krokodil beim Fische jagen (morgen kommt noch eine wunderschöne Begegnung mit Elefanten). Die tolle Landschaft mit idyllisch, dicht bewachsenen Flussläufen, offener Graslandschaft mit sanften Hügeln und Mount Kenya in der weiten Ferne, tiefgrünen Büschen und belaubten Baobabs, Sumpfgebiete, rote Erde und Kopjies haben wir zwar nicht mit Fotos dokumentieren können, aber gesehen haben wir sie. Meru hat wirklich eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft. Und mein Mann und ich träumen inzwischen davon mit dem Zelt auf eigene Faust hierher zu kommen. Die Wege sind im guten Zustand, die trauen wir uns zu selber zu fahren.
Das Camp Elsas Kopjies ist ein absoluter Traum, sowohl die Lage als auch die Unterkünfte. Der Manager und seine Frau kümmern sich hervorragend um alle Gäste. Kaffee und Kekse bekommt man zum Weckup Call zur Unterkunft und da ich Kaffee ans Bett von daheim gewohnt bin (Lechz) nehme ich das auch gerne im Urlaub an. Sonst bin ich nämlich im Urlaub für das Kaffeekochen zuständig. Der leckere Lunch wird als Buffet serviert und auch das Abendessen war delikat. Nicht zuletzt wegen der Historie ist diese Gegend für jemanden wie mich, der mit dem Buch Elsa und ihre Jungen „aufwuchs“ und auch einige andere Bücher von Joy Adamson gelesen hat, etwas Besonderes.
Teil 616. März 2017
3. Tag
Wilson fährt uns heute nach Lewa. Wir fahren „normal“ um 6:30 Uhr, nach einem kurzen Frühstück mit einem schönen Sonnenaufgang los und sind auf Game Drive bis um 11 Uhr. Wilson hat am Abend vorher meine zu tiefst enttäuschte Stimmung mitbekommen und versucht es wieder gut zu machen, dass durch die dicke graue Wolkendecke das Licht für Bilder fehlt, dafür kann er nichts. Wir sehen eine Civet, erneut Gerenuks

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und haben das Glück eine große Herde von Elefanten beim Fressen zu entdecken und die haben nichts Besseres zu tun, als uns zu umzingeln, zum Wagen zu kommen und uns sehr genau zu beobachten. Einige große Bullen pieken sich bzw. zeigen sich durch ihre Blicke wer der größere Macker ist und auch ein paar Kleine wuseln zu den Füssen der Eltern.

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Über eine Stunde beobachten wir die Tiere alleine, erst dann kommt ein weiteres Fahrzeug. Wir begleiten die Elefanten noch zu ihrem Schlammbad und fahren weiter Richtung Gate.
Zwischendurch haben wir Zeit ein paar Flattermänner aufzunehmen.

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Teil 716. März 2017
Auf dem Weg nach Lewa werden wir von Polizisten aufgehalten. Anfangs des Jahres werden die Versicherungsplaketten überprüft und leider haben wir keine für 2017. Wilson stellt sich erst einmal dumm, die bräuchte man nicht in den Nationalparks, naja dort befinden wir uns nur gerade nicht. Auf die Frage nach seinem Führerschein, zückt Wilson mehrere andere Karten, er weiß schon warum er seinen Führerschein nicht finden will, der wird nämlich kaum angesehen allerdings sofort einkassiert. So jetzt sitzen wir also in einem Wagen ohne gültige Versicherungsplakette und mit einem Fahrer ohne Führerschein. Wie gut, dass sich die Polizei ein schattiges Plätzchen ausgesucht hat. Da Wilson jung und hübsch ist versucht er die Situation noch mit Flirten zu retten. Die Polizistin bemüht sich zwar, ihr Kollege hat mittlerweile die andere Straßenseite übernommen, ist aber irgendwann auch genervt, denn ohne Versicherungsnachweis wird dieses Auto keinen Meter mehr weiterfahren. Wir befinden uns ziemlich in der Mitte zwischen Meru und Lewa, d.h. sollte einer der Camps sofort einen Wagen losschicken, könnten wir die Nachmittagsausfahrt gleich an die Anfahrt hängen. Daher mische ich mich ein und frage ob nicht ein Foto der Plakette mit unserem Kennzeichen via Handy als Nachweis ausreichen würde? Nein bekomme ich zur Antwort, die Plakette muss am Wagen kleben. Naja ein Versuch war es wert. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, der Fahrer, der die neuen Plaketten in die Camps fährt, ist ebenfalls auf dem Weg zwischen Meru und Lewa und war nur 45 Minuten vor uns. Er war von Elsas Kopjies Camp sofort informiert worden, als die von unserem Problem erfuhren. Warum Wilson und die Polizei zu diesem Zeitpunkt noch ewig weiter diskutierten und annahmen, dass die Plakette in Elsas Camp war, wissen wir allerdings nicht. Erst nach erneutem Anruf in Meru glätten sich die Wogen und keine weiteren 15 Minuten später ziert eine brandneue Plakette den Wagen. Beim Montieren sieht man die Anspannung von Wilson, der ist ganz schön fertig. Auf der weiteren Fahrt erzählt er, dass ihm angedroht worden war, sich vor Gericht verantworten zu müssen, da der Fahrer für einen einwandfreien Wagen zuständig ist.
Da es für uns pünktlich zur Abendausfahrt gehen wird, finden wir dieses Intermezzo sehr amüsant. Natürlich bedauern wir Wilson, aber der kann, nachdem er den Schrecken überwunden hat, auch seinen Kumpels eine Story zum Besten geben.
Im Lewa Conservancy werden wir gleich von Nashörnern begrüßt unter anderem von einem Mini- Spitzmaul.

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Das Camp ist natürlich nicht mit Elsa Kopjie zu vergleichen, ist aber ebenfalls sehr schön. Eine kleine grüne Oase mit vielen Vögeln, Mangusten und ich glaub es kaum einer Streifenschakalfamilie. Die lassen sich immer wieder blicken, sind aber nicht für ein Foto zu haben. So ein Mist.
Wir richten uns im hintersten Zelt häuslich ein und genießen noch ein paar Minuten davor, bevor es dem nächsten Abenteuer entgegen geht.
Teil 816. März 2017
Joel, unser Guide in Lewa, schließt mich, genauso wie ich ihn, sofort ins Herz. Manchmal ist es ja so einfach. Er ist ein ganz Ruhiger, der sich freut, als ich meine wir würden einfach gerne Tiere beobachten wollen und nicht nur von Highlight zu Highlight hüpfen. Diesmal sind wir allerdings nicht alleine. 2 Amerikaner sind mit im Safariwagen, für sie ist es die erste Safari überhaupt. Auch sie sind sehr entspannt und genießen einfach alles was da kommt. Und es beginnt auch gleich mit einem Gepard

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jungen Schabrackenschakalen

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und zwei stattlichen Löwenmännchen.

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Dazwischen sehen wir Nashornfamilien

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Antilopen und Giraffen. Und bei allen Tieren nehmen wir uns viel Zeit. Unseren Sundowner bekommen wir nachdem die Sonne bereits untergegangen ist. In der Ferne winken drei männliche Strauße mit Ihren weißen Flügeln, die man auch bei der Dämmerung noch weit entfernt leuchten sieht. Hier wird mächtig auf „ich bin hier der Beste“ gemacht.
Auch in Lewa wird das Abendessen serviert und schmeckt sehr lecker. Mit Amarula und dem Blick in den Sternenhimmel geht der Abend zu Ende.
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Tag 4:
Zum Weckup Call bekommen wir auch hier Kaffee und Kekse zum Zelt.
Wie herrlich, endlich afrikanischer blauer Himmel auch am Morgen und einen goldenen Sonnenaufgang.

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Wir haben eine sehr schöne Ausfahrt.

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Zwei Gepardenbrüder beobachten vorbeiziehende Zebras. Ein Gepard liegt im Schatten, der Zweite hat leider eine dicke Zecke am Augenlid, hoffentlich fällt die bald ab.

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Gefrühstückt wird auf einem Hügel mit einem grandiosen Blick. Bei diesem Ausblick schmeckt ein Omelett noch besser. Keine Ahnung warum ich das Tal nicht fotografiere, irgendwie bin ich, seitdem wir mit Joel unterwegs sind, im entspannten Genießermodus. Auch die zwei Amerikaner tragen dazu bei. Beide sind auf eine ruhige Art an Allem sehr interessiert und stellen viele gute Fragen. Am langen Tisch sitzen wir mit den anderen Gästen des Lewa Camps zusammen und tauschen uns über aus. Mit vollem Bauch schwingen wir uns in den Wagen zurück und sehen eine Löwin,

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Elefanten, Büffel und die üblichen Verdächtigen.

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Teil 1018. März 2017
Das Mittagsessen –Buffetform wird am Pool serviert. Viele hübsche Vögel wie Sunbirds, Weber und Go Aways flattern herum, baden und erweisen sich als sehr fotoscheu.

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Irgendwann überwiegt die Faulheit und ich trabe zum Zelt, wo mein Mann bereits die Coach davor belegt und zu Zweit lässt es sich hervorragend darauf kuscheln.
Eiskaffee und Kekse um drei und um halb vier Uhr starten wir erneut.

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Diesmal fahren wir eine landschaftlich sehr schöne Strecke, sie führt durch eine Schlucht mit mächtigen Akazienbäumen.

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Bestimmt schaut Joel nach einem Leoparden, das hier ist eindeutig Leopardenrevier, da mache ich mir allerdings keine Sorgen Leoparden, die habe ich ja für die Masai Mara bestellt. 😉 Ich freue mich über Bäume, Affen

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und eine große Büffelherde.

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Über steile, felsige Pisten quält Joel den Wagen. In einem Akazienhain sehen wir einen Nashornbabysitter. Ja so etwas gibt es hier. Die Mutter des mittlerweile 3 jährigen zeigt sich aggressiv gegen Ihren Nachwuchs und so werden alle Ihre Babys von Menschenhand aufgezogen. Der Babysitter ist Tag und Nacht mit dem „Kleinem“ zusammen und die kuscheln so nett miteinander. Ich winke dem Babysitter zu und er winkt zurück, nur fotografieren vergesse ich - wie blöd von mir bei diesem idyllischem Bild. Kurz vor dem Sundowner sehen wir die Elefantenherde vom Vormittag wieder. Zwei jüngere Männchen üben schon mal das Kämpfen und rangeln direkt neben uns.

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Während dieser Sichtung geht die Sonne unter und mal wieder haben wir einen Nach-Sundowner.
Teil 1119. März 2017
Tag 5:
Es wird eine gemütliche Ausfahrt. Da Joel mit den Amerikaner ein Dorf besucht und unser Flug in die Masai Mara um 10:30 startet, hat er uns am Abend vorher noch einen Kollegen organisiert. Von ihm habe ich leider den Namen vergessen, er ist eher wortkarg, aber er hat ein sehr gutes Gespür, wann wir halten wollen und wählt von sich aus günstige Positionen.
Der Morgen beginnt wieder mit goldenem Himmel.

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Ein Strauß der sich erst über uns ärgert und dann zeigt wie toll er ist und für ein weit entferntes Weibchen tanzt.

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Wir entdecken einen großen Baum voll mit Rötelfalken. So viele auf einmal haben wir noch nie gesehen. Leider ist das Baum relativ weit weg.

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Unser Guide sucht noch einmal nach einer Sitatunga, aber diese Antilopen sind schon seit längerem nicht mehr gesichtet worden und Joel hatte bereits gemeint, es gäbe zuviele Löwen.... Dafür entdecken wir noch ein paar Vögel

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Heute fotografiere ich endlich die rotbraunstämmigen Akazien (rotbraun durch einen Pilz).

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Wir sehen wieder Rhinos (11) und auch das Mininashorn

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Giraffen

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und die Löwin von gestern. Diese ist eindeutig hungrig, aber die Zebras kommen nicht näher und die Warzenschweine sind auch noch zu weit weg. Leider können wir nicht mehr warten, denn wir wollen ja in die Masai Mara fliegen.
War das ein schöner Ausklang in Lewa. Die Landschaft ist großteils sehr karg, auch weil es kaum geregnet hatte und in der Ferne sieht man Farmen und das ist nicht so schön für Landschaftsfotos. Alles andere und vor allem auch das Konzept dieser Concession hat uns aber überzeugt und so kann ich mir einen erneuten Besuch sehr gut vorstellen.
Teil 1219. März 2017
Kenya Airways

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verspätet sich und wir fliegen erst nach Samburu, dann in die Masai Mara, machen dort noch einen weiteren Stopp mit Ehrenrunde, da Tiere auf der Landebahn sind. Die Turbulenzen führen zum Rückwärtsgang des Frühstücks bei mir und kurze Zeit später schließt sich mein Mann aus Solidarität an. Grün im Gesicht steigen wir aus dem Flieger aus. George unser Guide für die nächsten Tage finde ich auf Anhieb sympathisch. Kein 5 Minuten von der Landebahn entfernt, sitzt Narasha mit ihren Kindern und wartet auf uns 😉 o.k. wohl eher auf Beute.

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Fängt ja gut an. George erzählt uns, dass die Cheli Pride heute Morgen vor Zelt 9 gleich zwei Zebras gerissen hat, netterweise haben sie die Zebras in den Schatten außerhalb des Camps geschleppt und ein unberührter /frischer Leopardenkill hängt in einem Baum wenige Meter daneben.
Und so findet die Abendausfahrt im Umkreis von nicht einmal einem km vom Camp statt. Zuvor allerdings beziehen wir Zelt 3, hängen ein bisschen in der Hängematte davor ab und sehen dabei die ersten drei Löwen über die Ebene laufen.
Beim Lunch erzählt ein Italiener folgende Story. Auch er sieht vom Zelt (90 Grad versetzt zu unserem) die Löwen durch sein Objektiv, allerdings auch, wie die Löwin zum Sprung ansetzt und plötzlich nur noch 3 Zebras von vieren zu sehen sind. Ein spannendes Camp.
Pünktlich um halb vier fahren wir los und tatsächlich alleine mit George, wir wundern uns noch, dass Kaffee und Kuchen nicht bereit stehen, am letzten Tag kommt heraus, dass die übliche Ausfahrt erst um vier beginnt. Zuerst checken wir den Baum mit dem gerissenen jungen Topi, vom Leoparden ist keine Spur zu sehen. Sowieso erstaunlich, dass sich der Kill in nächster Nähe zu den Löwen befindet. Im Wald in unmittelbarer Nähe zum Camp sehen wir die stolze oder eher müde Löwenmama und Ihre herumbalgenden Strolche. Die zwei sind im Charakter und Stärke sehr unterschiedlich. Das Aktiviere pirscht sich immer wieder an sein Geschwisterchen heran oder beißt in die Schwanzquaste oder Pfoten der Mutter. Leider toben die Zwei in den Büschen und immer ist ein Ast oder Gras dazwischen.

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Ich möchte hier nicht mehr weg. Ich hoffe ja, dass die Drei aufs freie Feld kommen und vielleicht zum Wasserloch laufen. Träumen kann man ja. George ist das erste Mal von meiner Ausdauer erstaunt. Diese wird leider von meinem Mann nicht so ganz geteilt und so verabschieden wir uns, als der Funkspruch Leo auf Baum kommt. Luftlinie ca 800m. Als wir kommen wird dem Kerl die Aufregung um seine Gegenwart zu viel-es stehen bereits 4 EPC - und 3 Kicheche Camp- Wägen (haben die keine eigenen Tiere in ihrem Camp 😠 ) herum, springt vom Baum und flitzt zum nächsten Gebüsch.

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Hallo - hatte ich nicht Mara North gebucht, um Autoansammlungen zu vermeiden? Gleich vorneweg, wir werden nie wieder so viele Fahrzeuge zusammen sehen. Der Leo guckt böse aus dem Busch, würde ich auch, 20 Löwen in unmittelbarer Nachbarschaft und dann noch diese doofen Autos und das leckere Topi weit entfernt. Für uns wird es spannend als eine Löwin sich dem Leopard nähert und in unmittelbarer Nähe in die Büsche läuft, entweder sie bemerkt den Leoparden nicht oder sie ignoriert ihn. Sie holt ihr Junges zum toten Zebra. Das Jungtier hat leider eine Wunde am Hals und sieht trotz vollem Bauch mager und krank aus.

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Auf diesem Bild sind man ein Zelt des Elephant Pepper Camps.

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Die toten Zebras haben auch Geier angelockt.

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Und ein Adler sitzt auch herum.

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So - ich will jetzt sofort zu den kleinen Löwenbabys zurück. George und mein Mann resignieren und während alle anderen Fahrzeuge weiter nach dem Leoparden suchen bzw. die Löwen am Zebra bestaunen, fahren wir wieder zurück und trauen unseren Augen nicht. 🤩 🤪 🤪 🤩 🤩 🤩
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die Löwin ist mit Ihren Kleinen am Wasserloch. Ist das großartig, ich kann unser Glück nicht fassen.

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Das erste Mal, dass es von den Guides beobachtet wird und vielleicht das allererste Mal überhaupt wird dieser Nachwuchs zur Löwengruppe gebracht. Dazu müssen die 3 quer vor dem Elephant Pepper Camp die Ebene überqueren

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und wir sind alleine dabei, da die Anderen immer noch darauf warten, dass der Leopard das Gebüsch verlässt – aber ganz ehrlich wo soll der arme Kerl hin, die Löwen beherrschen den Wald und somit das Camp und ansonsten gibt es nur viel freie Ebene.
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Da das eine Jungtier deutlich schwächer ist, wird es immer wieder von der Mutter getragen, das Geschwisterchen meistert die ganze Strecke alleine.

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Einmal kommen sie drei direkt auf uns zu, die Mutter blickt mich kurz an und läuft dann hintern dem Wagen vorbei.

Video: Löwenbaby im Maul der Mutter

Das Baby, das selber laufen muss, nutzt den shortcut unter unserem Wagen. Hach - vor 2 Jahren hatten wir ein drei Wochen altes Leopardenbaby und jetzt ein ca acht Wochen altes Löwenbaby untern dem Wagen. Besser geht es nicht!
Als die Drei fast beim Rudel angekommen sind, sehen auch die Insassen der anderen Safariwägen, was wir da die ganze Zeit beobachten. George dreht ab ohne uns zu fragen, kurz bin ich irritiert, da ich die Löwen gerne weiter beobachtet hätte, um möglicherweise die Kleinem am Zebra zu sehen, aber sieben Autos sind einfach zu viel.
Inzwischen steht die Sonne nur noch kurz übern Horizont und für den Sundowner entfernen wir uns weiter vom Camp, als für den gesamten heutigen Gamedrive - was ist das bloß für ein Camp 🤩 🤪 🤩 . Mit einem Gin Tonic in der Hand und vor Freude unfähig mich mit Worten zu äußern, gebe ich kleine Quietscher und Gluckser von mir. Mein Lachen ist gefühlt breiter als mein Gesicht und ich kann unser Glück noch nicht begreifen. In Anbetracht von so viel Freude muss auch George grinsen und mein Mann ist ebenfalls happy mich so glücklich zu sehen. „Abgerechnet wird eben am Schluss- oder am Ende wird Alles gut“.
Teil 1624. März 2017
Tag 6:
Abfahrt 6:30 Uhr. Im Elephant Pepper Camp wird Kaffee und Kekse am Lagerfeuerchen vor dem Essenszelt serviert.
Kaum haben wir das Camp verlassen, läuft ein Leopard an uns vorbei und verschwindet sofort im Gebüsch. Vermutlich der Scheue von gestern. George will uns die off-beat Pride zeigen, bevor sich diese in den Schatten verzieht. Er ist gar nicht begeistert, dass er für kleine Schakale und Hyänen

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halten soll. Wir finden zwei junge Löwengeschwister

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eine Löwin die noch an einem Bissen herumnagt

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aber die meisten der großen Löwengruppe haben sich bereits in ein dichtes Gebüsch verzogen. Wir entdecken jede Menge Köpfe, Schwänze und ein bisschen Fell. George hat einen Tipp für einen der Paschas bekommen, aber der Kerl hat sich doch tatsächlich schon auf und davon gemacht. Nach längerer Suche sehen wir ihn gerade noch zwischen Büschen in ein trockenes Flussbett verschwinden. George fährt zur nächsten Möglichkeit die steile Böschung zu überwinden und die Suche geht auf der anderen Seite weiter. Voila da ist er-mächtig unbeeindruckt von uns.

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Er gähnt nicht, er streckt sich nicht, er guckt uns maximal müde und gelangweilt an. Ja irgendwie werden wir von Safari zu Safari anspruchsvoller.
Als sich die Wolken auflockern und die Sonne scheint, versuchen wir ein paar Antilopen zu fotografieren.

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Wir stehen lange am Camp-Wasserloch

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beobachten einen Malachite beim Fischen

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Zebras beim Trinken

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und sehen, dank Picco wissen wir es, die Rollzebras eine Unterart der Burchell´s.

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Teil 1724. März 2017
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Teil 1825. März 2017
Am Nachmittag wundern wir uns erneut, warum Kaffee und Kuchen erst kommen als wir losfahren. Oh, stehen wir auf der Leitung 😊 . Da George und all die anderen Guides fertig herumstehen, kommen wir einfach nicht auf die Idee, dass es hier eigentlich später losgeht.
Wir schaukeln gemütlich durch die Landschaft, erfreuen uns am Sonnenschein, der klaren Luft und den Tieren. Nachdem gestern mein größter Wunsch, spielende Löwenbabys zu sehen, in Erfüllung gegangen ist, bin ich so was von tiefenentspannt, dass ich fast nur noch das Fernglas benutze. Zum Glück fotografiert mein Mann.

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Die Leopardin aus dem Leopard Gorge, die wohl sehr entspannt gegenüber Autos sein soll, suchen wir vergebens. So müssen andere Tiere als Fotomodell herhalten.

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Auch die nächsten Löwen sind nicht weit und obwohl im schönsten Abendlicht, wollen die Männer nach kurzem Fotoshooting weiter – schnüff.

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Teil 1925. März 2017
Die off-beat Pride liegt noch immer faul im Gestrüpp, kurzzeitig werden sie von einer Herde Büffel aufgescheucht. Die Büffel ziehen als Sieger weiter und von den Löwen ist nur ein einziges Tier frei zu sehen. Immer wieder kommt mal einer der Löwen zum Vorschein und verschwindet wieder. Es geschieht nichts Aufregendes und so finde ich es, um ehrlich zu sein, ein wenig langweilig und frage mich warum wir hier herumstehen. Es wird immer dunkler und es rührt sich immer noch nicht viel. George fragt, ob wir unseren Sundowner

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im Auto trinken wollen - ja das ist eine gute Ansage. Kaum haben wir unseren Gin Tonic bzw. unseren Wein in der Hand, kommen aus dem Gestrüpp nicht ein paar Löwen, sondern ganz viele Löwen heraus. Ich zähle 16 (das ist ungefähr die Hälfte der Gruppe) und zwar direkt vor und um uns herum. Da wird begrüßt, geschleckt und aneinandergeschmiegt, gestreckt und gegähnt. Ist das großartig.

Video: Off-Beat Pride

Zu spät, um die Löwen auf einem Bild zu haben, versuche ich zu fotografieren und schaffe zu meinem Erstaunen passable Aufnahmen.

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Dann geschieht etwas sehr merkwürdiges. Ich kenne es bisher nicht anders, Löwen sehen einem im Wagen sobald und solange man sich bewegt, mustern einen dann kurz und verlieren sehr schnell das Interesse. Zwei junge Männchen sind aber völlig anders drauf. Als ich sie filme, mustert mich einer bereits sehr intensiv, allerdings noch relativ kurz.
Video: junge Löwen der off-Beat Pride
Später stehen sie plötzlich direkt am Wagen, auf der Seite meines Mannes in eindeutig erst neugieriger, dann angespannter Haltung. George startet den Wagen, was die Zwei nicht beeindruckt, George fährt rückwärts, die Zwei stehen nun plötzlich neben mir und fixieren mich, obwohl ich mich nicht rühre, dazu nehmen sie inzwischen eine eindeutige Sprunghaltung an. Mir ist sehr mulmig zu Mute. George hat nun den Wagen in Position gebracht und fährt schnell los. Keiner sagt ein Wort. Wir haben schon jede Menge Löwen gesehen, bisher hatte keiner so reagiert. Ich muss an die Unfälle im Gauteng Lion Parks denken. Die Löwen in Mara North kennen Menschen, bisher fürchten sie sie, weil sie lange gejagt wurden und die Scheu vor Menschen (außerhalb von einem Auto) an die Nachkommen weitergeben. Ich frage mich nur, wann kommt ein junger Löwe auf die Idee doch mal etwas „Neues“ auszuprobieren. Wir sind noch immer sehr nachdenklich, als wir kurz nach sieben im Camp ankommen.
Teil 2026. März 2017
Tag 7:
Die heutige Planung sieht eine Ganztagestour in den Nationalpark vor. Normalerweise fährt man eine große Runde, bis zum Mara Fluss um die großen Krokodile und Nilpferde zu bestaunen. Aber soweit werden wir nicht kommen. Wir nehmen die landschaftlich schöne Strecke durch den Leopard Gorge und mein Mann entdeckt im Augenwinkel zwei Löwen auf der Kante, wenige Augenblicke später hören wir Ihr markerschütterndes Gebrüll, das sind mehr als zwei Löwen! George schafft es einen Abhang über viele Felsbrocken hochzufahren, dabei bin ich froh nicht nach hinten rausfallen zu können. Oben erkennen wir den Grund für das Gebrüll. Über 35 Tüpfelhyänen sind von den sieben Junglöwen, die sich vor ein paar Monaten von der off-beat Pride getrennt haben, nicht besonders erbaut, aber sie haben natürlich mächtigen Respekt. Allerdings sind auch die Löwen mit der zahlenmäßigen Übermacht der Hyänen etwas überfordert. Die Hyänen haben ihre Schwänze hoch erhoben und gespreizt und einigen trieft der Sabber aus dem Maul. Leider ist es uns weder mit Fotos noch mit Video gelungen die ganze Dramatik einzufangen.

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Die Löwen und Hyänen fetzen sich erst richtig, als fast alle in der Schlucht sind, wir aber oben stehen.

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Video: Hyänen gegen Löwen

Zwei Löwen werden kurzzeitig auf einen Baum gejagt! Es ist ein Spektakel, das wir eine Stunde verfolgen. Am Schluss trollen sich die Löwen, und legen sich eine Weile auf ein kleines Hügelchen.

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Nur einer nascht noch am saftigen Gras und die Hyänen beruhigen sich langsam wieder.

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Am NP Gate erhält George einen Tipp über drei Leoparden und die zwei Jungtiere entdecken wir tatsächlich in einem Baum. Einer versteckt sich gleich so gut, dass ihn niemand mehr entdeckt. Der Andere klettert erst ziemlich unbeholfen nach oben,

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hüpft zweimal hin und her und zieht dann doch den Weg nach unten vor.

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Er strolcht durchs Gras und trinkt,

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bevor er sich hinter eine Böschung legt und wir nur noch ab und zu seinen Kopf sehen können. Er putzt sich und hat keine Lust mehr für uns zu modeln.

Zeit fürs Frühstück, an einem herrlichen Plätzchen,

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nur den Obstsalat hätte ich vielleicht nicht essen sollen.
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