Reisebericht

Nairobi und Nationalpark

von Bushtruckers · begonnen 11. Feb. 2017 · 2 Teile

Teil 111. Feb. 2017
Am 30.1. ist es soweit, ich treffe Picco nach ziemlich langer Zeit wieder in Nairobi und Sabine lerne ich nun kennen. Nachdem auch sein Kollege Chris eingetroffen ist, der durch einen auf der Strasse liegenden Baum verspätet wurde, fuhren wir zu den Elefantenwaisen (David Sheldrick Wildlife Trust). Da es Sonntag ist, hindern uns kaum Autos am Vorwärtskommen.

Es ist immer wieder schön den Kleinen beim Trinken und Spielen zuzusehen. Einer wollte sich lautstark eine weitere Flasche Milch ergattern..






Leider hatte dieser Kleine eine Knieverletzung und konnte nur mit Mühe gehen. Doch es besteht Hoffnung auf Besserung.
Von hier gings ins berühmte Carnivore und wir wurden wirklich nicht ettäuscht...



Die Bäuche sind nun voll und ab geht es zum Giraffe Centre...





Die letzte Station für heute war das Karen Blixen Museum. Von einem Regenguss wurden wir herzlich begrüsst - Regen ist ja für uns in Kenia derzeit eine der grössten Kostbarkeiten.





Ein Führer erzählt uns vom Leben von Karen Blixen - ihre Bücher sind vielleicht einigen bekannt, wohl am meisten “Out of Africa”, das beginnt - “Ich lebte am Fusse der Ngong Berge....”









Die alte Kaffeerostmaschine lassen wir uns nicht entgehen. Ein kleiner Pfad führt in den Wald und neugierig pirschen wir entlang begleitet von Vogelgezwitscher. Beim Haus kommen wir wieder raus. Der Regen hatte aufgehört. Via der ständig von den vielen Autos verstopften Ngong Road fahren wir nach Nairobi ein und wir setzen die beiden im Boulevard Hotel ab. Bis morgen...

31.1. Dank dem Verkehr werde ich ein paar Minuten später von Joseph, dem Fahrer, Picco und Sabine im 680 Hotel abgeholt. Nun geht es ziemlich zügig zum Eingang zum Nationalpark. Wir wollen noch etwas Geld auf die Safarikarten laden und uhps, sie nehmen KSH nur noch via MPESA oder aufs Bankkonto. Die US$ nehmen sie hier noch in bar. Und die Aenderung wurde wir oft über Nacht eingeführt. Was solls, es klappt und wir fahren in den Park. Vorbei an der Stelle, wo schon 2x Elfenbein verbrannt wurde und zum ersten Wasserloch. Kuhreiher, Rallenreiher, Schreiseeadler, Stelzenläufer... da ruft Picco Löwe links im Busch. Für uns vorne ist er verdeckt, doch Picco kann es von da oben überblicken. Der Löwe trägt einen Sender. Da es immer wieder zu Konflikten kommt, wenn Löwen aus dem Park rausspazieren und Kühe, Schafe oder Ziegen reissen, können sie so nun besser beobachtet werden. Es sollen in den Tagen noch ein paar weitere Löwen mit Sendern versehen werden.



Einige Büffel sind im Anmarsch und der Löwe läuft ins höhere Gras. Nun ist er mitten in den Büffeln... und da, ein Büffel erblickt ihn und die Jagd geht los. Der Löwe muss rennen, um den tödlichen Hörnern zu entkommen. Leider ist alles stark im Gegenlicht und von Büschen verdeckt abgelaufen.



Einige Büffel sind nun am Wasserloch und man kann sehen, dass sie nicht grade gut im Futter sind. Die Dürre ist derzeit sehr hart!



Eine Herde Zebras kommt zum Wasserloch. Zögernd und sich gut umsehend, vielleicht können sie den Löwen noch riechen, der nun aber in sicherem Abstand ist.



Das Licht ist einfach herrlich und wir bleiben ziemlich lange stehen





Irgendetwas erschreckt die Zebras oder ihnen passt die Gesellschaft der Büffel nicht





Die Büffelherden im Nairobi Nationalpark können auch ganz beachtliche Grössen erreichen


Weiter gehts mit Fahren und dem Bericht demnächst...
Teil 212. Feb. 2017
Kaum Tiere, doch in einem der Dämme ruht ein Hippo. Zum Glück hält das Wasser hier! Obwohl das ganze Land total ausgetrocknet ist und Essen für Tier und Mensch kaum mehr genug ist. Weiter weg sitzt ein junger Augurbussard auf einem Baum.



Auf dem Bild sieht man gut, wie stark das Gras abgefressen ist. Etlichen Kongonis /Kuhantilopen sieht man es auch an.



Sattelstörche sind im Nairobi Nationalpark gut zu finden und immer wieder schön anzusehen.



Wenige Tiere, bis wir zu einer Schar Geier und Marabus kommen. Diese streiten um die Ueberreste eines Zebras. Wo ist der oder die Täterin? Plötzlich ruft Picco aus der Höhe - Löwin... und siehe da Madam kommt anspaziert und rennt zu den Geiern, um sie zu verscheuchen









Auch sie trägt einen Sender, um deren Bewegungskreis im Auge zu behalten. Sie lief immer wieder in die Büsche, die Geier und Marabus kamen zurück zum Kadaver. Dies konnte sie nicht tolerieren und rannte wieder hin. Als sie nahe zum Auto kam, hörten wir ihren schweren Atem - Anstrengung und Hitze.





Einem Marabu hat es die Därme um ein Bein gewickelt. Der hintere versucht sie wegzureissen und zu fressen. Er folgt ihm sogar in die Luft.



Nach etwa 40 Minuten Schauspiel der wiederkehrenden Löwin fahren wir zum Athi Damm, der nicht weit weg ist. 2 Krokodile liegen am Ufer, Marabus und andere Vögel ziehren das Ufer und ein Schreiseeadler sitzt auf einem Baum. Das Licht ist nun zu grell, um gescheite Fotos zu erlauben. Also Richtung Hippopool.

Zebras auf der Strasse, Antilopen und Giraffen etwas weiter entfernt.



Plötzlich springt eine Löwin aus dem Gebüsch, vor dem Auto über die Strasse und zu einem Busch. Ein Kadaver liegt im Gebüsch und wir versuchen zu erkennen, was es ist. 2 weitere Kadaver liegen ein paar Meter entfernt - Schafe. Der Fluss ist die Grenze und immer wieder kommen Nutztiere in den Park. Beim Ausgang melde ich dies einer Rangerin. Innerhalb? Dann ist es Trespassing. Auf Facebook frage ich einen Maasai Chief, der nahe am Park wohnt und immer wieder tolle Löwenbilder einstellt. Er schützt Wildtiere!!! Ja, es sind seine Schafe. Zum Glück, nicht wegen dem Verlust, aber Nickson Parmisa wird sich nicht rächen. Die Löwin ist noch jung und etwas unsicher. Sie faucht uns auch an, na ja, würde ich auch, wenn mich jemand vom Essen vertreibt.







Und nun zum Picknickplatz beim Hippopool
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