weiter geht's...
Lake Kyle - Norma Jean‘s Lakeview Resort, ca. 65km, 1 Nacht=2Px13US$=26US$
Am nächsten Morgen haben wir dann nach dem Frühstück gemütlich die Reise um den See angetreten. Die ca. 130km um den See schafft man locker an einem Tag ohne Hetzen zu müssen - inkl. Besichtigung von Staudamm und GZ Ruinen.
Da wir die Runde schon einmal gefahren sind, wussten wir was uns erwartet. Wer vom Gamereserve nur zu den Ruinen von Great Zimbabwe fahren möchte, der fährt am Besten über Masvingo; so erfolgt die Anfahrt nur über Teerstrassen. Wir wollten aber im Uhrzeigersinn um den See fahren. Also erstmal nach rechts auf die Teerstrasse in Richtung Save River/Birkenough Bridge/Chimanimani NP. Nach ein paar Kilometern Teer führt die Strasse über den Mutiriwi River; direkt dahinter biegt man rechts ab in Richtung des alt-ehrwürdigen Glenlivet Hotels. Am Abzweig steht auch schon ein Hinweisschild auf das Hotel. Diese Seite des See‘s ist bewaldet und man fährt hier auf gutem Gravel mit Aussicht auf den See.
Das Rind stand mucksmäuschenstill da und wir dachten zunächst es wäre eine Plastik...
Eine tolle Aussicht auf den See...
Ein Froschnest an einem Tümpel direkt an der Strasse.
Man hat uns erzählt, dass die Frösche, die mal aus diesem Wattebausch schlüpfen, Baumbewohner sind und nur zum Ablaichen ans Wasser kommen!
Die Einfahrt zum Hotel kann man an der am Rand stark bewaldeten Piste leicht verpassen. Wer T4A auf seinem Navi hat, findet die Einfahrt aber ohne Probleme.
Die Anlage hat sicher schon bessere Zeiten gesehen; der Zahn der Zeit nagt auch hier. Wir werden von einem älteren Herrn empfangen und hatten freie Platzwahl - keine anderen Gäste. Wie sich herausstellt, war der ältere Herr der ehemalige Besitzer des Hotels. Er hat das Anwesen grad vor ein paar Tagen verkauft und zieht bald nach Masvingo. Uns unbegreiflich wie man so ein beschauliches Plätzchen auf Dauer verlassen kann...
Er stellte uns die neue Geschäftsführerin vor - sie würde jetzt hier alles managen... Ok, wir nahmen dann einen Kaffee und ein Stück Kuchen, ich glaub es gab Cheesecake.
Instant Kaffee und eine Kanne heisses Wasser..ähm, so hatten wir uns das aber nicht gedacht in so einem alt-ehrwürdigem Hotel. Der Kaffee war aber durchaus geniessbar.
Blick von der Terrasse...
Wir haben dann ein paar Dollar bezahlt und sind weiter in Richtung Great Zimbabwe gefahren.
Ein paar Fotos von der Fahrt...
Staumauer
Oberhalb der Staumauer befindet sich eine kleine Kapelle; die hatten wir zwar schon vor ein paar Jahren besucht, aber Elke wollte sich die Kapelle noch einmal anschauen. Damals konnte man noch die kleine, steile Stichstrasse zum Parkplatz vor der Kapelle hochfahren. Das war nun nicht mehr möglich denn eine geschlossene Schranke versperrte die Zufahrt. Wir mussten hier anhalten und sofort waren wir von einem Schwarm fliegender Händler umzingelt. Wir wollten aber keine Souvenirs kaufen, das wollten die Händler aber so nicht hinnehmen. Man bedrängt uns zu kaufen - mit dem Ergebnis dass wir gleich weitergefahren sind ohne uns die Kapelle anzuschauen...
Auf dieser Seite des Sees waren wenig Autos unterwegs. Die einzigen Autos denen man hier begegnete waren Taxis und kleine Minivans. Dann kamen die ersten Hinweisschilder auf Lodgen am See. Wir sind dann ein paar Schildern gefolgt, aber die Anlagen waren wenig einladend...
Dann kam das Hinweisschild auf Norma Jean‘s Lakeview Resort in Sicht. Dieses Resort war ja schon hier im Forum angepriesen worden. Da wir nicht zwingend ins Gamereserve zurück mussten, sind wir die Nacht hier auf der Campsite geblieben. Die Chalets waren alle belegt denn in Masvingo tagte das „who is who“ in der Landespolitik um über die Zukunft des Landes zu beraten. Seine Exzellenz, R.M. , wurde auch erwartet!
Campsite war aber noch verfügbar - Ok, dann schauen wir uns die doch mal an!
Leider haben wir von Norma Jean‘s keine Fotos gemacht... so können wir hier leider nichts zeigen.
Die „normalen“ Stellplätze liegen eng beieinander, nicht soo dolle. Da sich der Himmel wieder zuzog, fragten wir nach einem Platz mit Shelter und es gab auch noch etwas abseits am Rand der Anlage einen freien Platz mit Unterstand. Den anderen Platz mit Unterstand belegte eine Familie mit ihrem Fahrzeug aus Namibia.
Beide Plätze waren mit einer Edelstahlspüle, einer Feuerstelle und einem Stromanschluss ausgestattet - und natürlich großzügig überdacht. Da es keinen Braaiplatz gab, hat uns der Betreiber auf Anfrage einen Standgrill zur Verfügung gestellt. Der Betreiber und Besitzer blieb auf einen Schnack. Er erzählte uns dass er wegen der ausbleibenden Touristen befürchtete wohl bald schliessen zu müssen. Seine Gäste kämen hauptsächlich aus Südafrika und wegen der unmöglichen Zustände am Grenzübergang Beitbridge blieben die nun aus. Ich denke die Roadblocks auf Seite Zimbabwe‘s tun ein Übriges - obwohl wir bislang nie wirklich Unannehmlichkeiten an einem Roadblock hatten. Sind die Südafrikaner „prime target“? Wir haben das auch schon in Mosambik gehört...
Bei der Ankunft hatte man uns ein eigenes Waschhaus zugeteilt - auf die heisse Dusche freuten wir uns schon!
In direkter Nachbarschaft von uns wurde eine großes Festzelt für eine Hochzeit am nächsten Tag auf dem Gelände aufgebaut. Als es dann aber dunkel wurde, stellten die Arbeiter ihre Arbeit ein und wir hatten unsere Ruhe. Die Nacht verlief ruhig, aber es regnete.
Am nächsten morgen sind wir zeitig aufgestanden. Elke hat Frühstück gemacht und ich habe das Zelt und unsere 7 Sachen eingepackt. Wegen der Hochzeit war Bleiben keine Option für uns.
Nach dem Frühstück hab ich noch unsere Trinkwassertanks gefüllt und dann ging‘s los. Wir wollten noch Diesel Tanken und hatten noch ein lange Strecke vor uns und wussten nicht wie viele Roadblocks uns aufhalten würden. Die Familie aus Namibia hatte uns von exzessiven Kontrollen in der Stadt berichtet. Wir waren gespannt auf den Tag, würden wir bis Chimanimani kommen? Nein...
Lake Kyle - Chirinda Forest, ca. 280km
Von Norma Jean's ist es nur ein Katzensprung bis zu den Ruinen von Great Zimbabwe. Da wir die Ruinen nicht noch einmal anschauen wollten sind wir am Abzweig vorbei gefahren.
Ein paar Fotos vom letzten Besuch kann ich aber hier zeigen.
„Great Enclosure“
„Der obere Teil der Anlage“
„Innerhalb Great Enclosure“
„Blick hoch zum oberen Teil der Anlage“
Die Ruinen von Great Zimbabwe sind neben den Victoria Fällen und den Nationalparks (Hwange NP, Mana Pools) sicher einer der „Hauptattraktionen“ von Zimbabwe und auf jeden Fall einen Besuch wert!
Hinter den Ruinen entfernt sich die Strasse vom See. Schliesslich kam so langsam Masvingo in Sicht. Am Stadtrand fuhren wir an einer großen Petromoc Tankstelle vorbei. Es wuselte vor Menschen dort. Offensichtlich war die Tankstelle auch so eine Art Verkehrsknoten...
Wir wollten lieber in der Stadt tanken, also sind wir weiter gefahren. Ein Fehler wie sich kurze Zeit später herausstellte, denn in der Stadt gab es an mehreren Tankstellen kein Diesel! Also sind wir wieder zurück gefahren und haben dann an der Petromoc getankt. Knapp 70 Liter für gut 80US$, genau waren es 1,17US$ pro Liter. In Victoria Falls hatten wir vor ein paar Jahren schon mal 1,50US$ pro Liter bezahlt! Wir haben auch hier in Cash bezahlt. Da der Zusatztank sich leider nur sehr langsam füllen lässt, kann man beim ersten „Hochschwappen“ des Treibstoffs gut abschätzen wie viel Liter noch in den Tank passen. Ich habe mir angewöhnt dem Tankwart eine glatte Summe zum Tanken zu nenne anstatt „voll machen“. So vermeide ich zuviel Kleingeld im Geldbeutel. Ein bissl sammelt sich aber immer und das geben wir dann als Trinkgeld. Unsere nächster Tankstop sollte erst wieder in Mosambik sein!
In Masvingo waren auffällig viele neue Autos unterwegs, vornehmlich mit Stern auf der Motorhaube. Auffällig viele Polizeikontrollen haben wir nicht erlebt. Auch war die Zahl der Roadblocks später auf der Strecke auch nicht größer als in unserer Erinnerung...
Bis Chimanimani waren es laut Navi 280km - ca. 4h reine Fahrzeit. Aber man weiss ja nie was einem unterwegs passiert...
Unterwegs auf der Strasse sind nicht viele Fahrzeuge unterwegs. Man sieht sehr häufig große, vollgepackte Busse fahren. Auch ohne Dachträger lässt sich vorzüglich „hochstapeln“ auf dem Dach! Auf einem Bus haben wir eine lebende Ziege liegend angebunden gesehen...Auffällig ist auch dass sehr häufig große Matratzen transportiert werden 🙂
Nach ein paar Stunden Fahrt ohne nennenswerte Ereignisse erschien dann bei Birkenough hinter einer Kurve die Brücke über den River Save.
t.b.c.