Reisebericht

JO`BURG - KTP – KAPSTADT, oder EINE NEUE LIEBE?

von Graskop · begonnen 20. Jan. 2017 · 24 Teile

Teil 2103. Feb. 2017
15.01.2017 Riebeek Kasteel-Kapstadt (90km)

Heut geht es nach Kapstadt. Bereits 2x waren wir in dieser Stadt.
Aber erlebt und gefühlt haben wir sie eigentlich nicht. Das soll diesmal
anders werden. Deshalb nehmen wir uns diesmal 31/2 Nächte Zeit.
Schon im Vorfeld haben wir das Brenwin Guest House unweit der Waterfront
über Iwanovski gebucht.

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Und hier sind wir das erste Mal mit einer Iwanovski- Buchung ein
wenig unzufrieden. 🙁 Ein kleines Zimmer, ein 1,3m breites Bad, in dem man
beim Zähne putzen mit dem Hintern an die Wand stupst... 😠
Preis und Leistung stimmen hier leider nicht überein.
Service und Frühstück sind aber gut. Und das wir zur Waterfront laufen können,
ist natürlich Klasse.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben und die Dame an der Rezeption
für uns eine Robben Island- Tour gebucht hat, geht es auf zur Waterfront.
Es ist Sonntag und ein Radio- Sender gibt ne Party. Es wuselt nur so
vor Menschen. Im ersten Moment ein kleiner Kulturschock nach den vielen
relativ einsamen Tagen.
Wir flüchten uns in eine ruhigere Ecke und lassen unsere Blicke über das
Hafenbecken schweifen.

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Plötzlich entdeckt Ramona das Hotel eines Bekannten. 🤩 Er besitzt übrigens viele Hotels
überall auf der Welt. Vielleicht kennt ihr ihn ja auch?
Er heißt Markus Winter (Christian Kohlund). 😄

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Danach gehen wir erstmal was essen. Und da zeig ich euch jetzt kein Bild
vom Essen, sondern von der Aussicht beim Dinner. (Na gut, ein paar Pommes
und `ne Schmortomate dürft ihr sehen)

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Anschließend schlendern wir noch ein wenig herum und genießen die ausgelassene
Atmosphäre.

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Teil 2204. Feb. 2017
16.01.2017 Kapstadt

Wir wollen nochmal das Auto nutzen.
Also geht`s nach einem ausgedehntem Frühstück auf nach Muizenberg.
Die bunten Strandhäuschen fotografieren und außerdem baden.
Mit dem Bad wird das nix, es ist leider zu windig.

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Aber die Häuschen finden wir nach einem kurzen Strandspaziergang.

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Weiter geht die Fahrt nach Boulders.

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Da sind wir ein wenig enttäuscht. Als wir 2008 hier waren konnten wir uns
frei bewegen und zwischen den Pinguinen baden gehen. Jetzt gibt es nur noch
2 Boardwalks, von denen man die Pinguine fotografieren kann.

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Anschließend fahren wir zu Britz und geben unser Auto ab. 2 Tage zu früh,
da hab ich ein wenig Geld zum Fenster raus geschmissen. Aber wir brauchen
es nicht mehr.
Die Übergabe verläuft merkwürdig. Nachdem wir die Kiste auf den angewiesenen
Platz gefahren haben, interessiert sich keiner mehr für uns und das Auto.
10 min später suchen wir das Büro, welches wir schließlich an einer ganz
anderen Ecke des Grundstücks finden.
Irgendwann fragt man uns was wir für ein Auto wollen. Als ich sage,
das wir eins abgeben, fragt man mich, wo es denn wäre.
Anschließend rennt man im Sauseschritt mit mir eine Runde um den Wagen.
Alles ok.
Für die ein bis zwei Hinweise zum Auto, die ich gern noch geben würde
( Batterieladeanzeige spinnt und Startschwierigkeiten) interessiert man sich
überhaupt nicht. Man meint nur das würden die Mechaniker schon merken.
Na gut, dann ist es so.
Den Nachmittag genießen wir wieder an der Waterfront.

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Und Juch Hu, wir sehen wieder Elefanten! 🤪

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Unsere heutige Aussicht beim Dinner ist diese:

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Zum Abschluss des Tages fahren wir eine Runde Riesenrad
und fallen dann müde in unsere Betten.
Teil 2304. Feb. 2017
17.01.2017 Kapstadt 19-39
So langsam müssen wir uns auf das Ende der Reise vorbereiten.

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Ramona beginnt heute mit dem Koffer packen und ich laufe mal zum
Cape Town Stadium. 😎

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Von dem Flair der WM ist natürlich nichts mehr zu spüren. Parkplätze und
das ganze Gelände wirken verlassen.

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Nur ein paar Obdachlose genießen die Morgensonne.
Auch ich gehörte zu denen, die 2010 dachten diese Fußball-WM würde dem
Land einen Aufschwung bringen. Aber inzwischen verursachen die neugebauten
Stadien dem Staat wohl nur noch Kosten. Vor ein paar Wochen las ich, das man
über einen Abriss nachdenkt. Aber auch ein Umbau zu Sozialwohnungen
ist im Gespräch.
Gegen Mittag machen wir uns erneut auf den Weg zur Waterfront. Um 13 Uhr
geht unser Boot nach Robben Island.

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Wir fahren mit einem etwas in die Jahre gekommenen Kahn.

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Die Überfahrt macht trotzdem Spass.
Langsam entfernen wir uns von der Kaphalbinsel und nähern uns Robben Island.

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Die Besichtigung der Insel besteht aus 2 Teilen. Erst fährt man mit einem Bus
eine Stunde über die Insel, dabei erzählt ein Guide mit dem nötigen Ernst,
aber auch mit einer Priese Humor, sehr viel Wissenswertes über die gesamte
Geschichte von Robben Island.

Eingang
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Lepra-Friedhof
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Hier wurde Robert Sobukwe gefangen gehalten
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Steinbruch
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Verteidigungsanlage im 2.Weltkrieg
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Dann wird an einer Imbissbude gestoppt, die einem
Mithäftling von Mandela gehört, wenn ich das richtig verstanden habe.
Dort kann man eine Pinguinkolonie und auch andere Vögel beobachten.

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Der zweite Teil ist dann die eigentliche Besichtigung des
Gefängnisses für politische Gefangene.
Ein Ehemaliger erzählt zu Beginn zirka 45min über seine Zeit
als Häftling.
Und da hatte ich mit meinen eher rudimentären Englischkenntnissen
meine Probleme zu folgen. Dadurch wurde es natürlich schnell langweilig.
Danach gibt es einen kleinen Rundgang durch die Zellen.

Innenhof
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Mandelas Zelle
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Auf der Rückfahrt stehen wir vorn auf dem Schiff und sehen die Kaphalbinsel
langsam auf uns zu kommen.
Dabei erkennt man wie schön diese Stadt gelegen ist.

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Zum Abschluss gibt es heut mal ein ganzes Bild von unserem Abendmahl.

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Teil 2404. Feb. 2017
18.01.2017 Kapstadt

Der Tag der Abreise! Nee falsch, unser Flieger geht erst Morgen um 00:30 Uhr. 🙂
Deshalb haben wir den Aufenthalt im Hotel um eine Nacht verlängert. So können
wir den ganzen Tag noch genießen und uns am Abend in Ruhe fertig machen.
Leider müssen wir dafür aber das Zimmer wechseln.
Heute besuchen wir den Greenmarket Square. Auch dahin laufen wir, ist nur eine
halbe Stunde Fußweg.

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Um kurz nach halb 10 sind wir bereits da, die Stände werden gerade erst aufgebaut.

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Die Händler vertreiben sich die Zeit mit ihren Handys.

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Da wir an fast jedem Stand die ersten Kunden sind, kriegen wir natürlich überall
maaaaaaaaany Discount. Hmm, sicher! 🤪
Egal, Handeln können die Jungs, und Frauen schmeicheln ist ihnen wohl
in die Wiege gelegt... Jedenfalls haben wir eine Menge Spaß beim Feilschen
und am Ende zwei volle Plastiktüten, die ich in unser Gasthaus tragen darf. 😗

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Am Nachmittag verteilt Ramona die Mitbringsel auf die Koffer und ich geh
ein letztes Mal zur Waterfront. Ich find es wunderschön hier!
Und die Waterfront findet mich wohl auch ganz toll, denn sie läst mich
noch einmal eine kleine Geschichte erleben.

Der Hauptdarsteller (noch schläft er)
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Wer stört da?
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Erst mal wach werden.
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Du kommst hier net rein!
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Du langweilst mich.
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Hau ab!
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Na gut, der Klügere gibt nach.
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Dann springt er ins Wasser und lässt den Herrn passieren. 15 min hat die
Aktion gedauert. Für mich sehr amüsant, für den Bootsführer sicher nicht.
Gleich danach hüpft die Robbe aber wieder auf den Steg.
Und dann guckt sie mich an, blinzelt mir zu und lächelt, als wolle sie sagen:
Hättest mir jetze nicht zugetraut, oder?
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Anschließend muss sie sich von der ganzen Anstrengung erst mal erholen.
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Ein letztes Mal schlendere ich am Hafenbecken entlang.
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Und so geht diese Reise ein wenig wehmütig zu Ende.
Um 22 Uhr kommt unser Taxi und bringt uns zum Flughafen,
wo wir pünktlich um 00:30 Uhr Richtung Heimat starten.

Vielen Dank an all euch fleißige Button- Drücker und vor allem auch an alle,
die sich mit Beiträgen hier beteiligt haben.
Die letzten Tage waren für Mitleser sicherlich ein wenig zäh. Schön, das
trotzdem Einige bis zum Ende durchgehalten haben.
Für uns waren es wieder unvergessliche Tage in Südafrika die wir noch
nie so entspannt erlebt haben wie dieses Mal. Fast überall 2 Nächte zu bleiben,
war eine gute Idee. Auch die vielen Tiersichtungen am Anfang unserer Reise
von der Terrasse aus waren etwas ganz Besonderes. Ich glaube ich hab das erste
Mal eine Stunde lang Gnu`s und Springböcke beim Grasen zu gesehen.
Ich wünsch euch Allen noch viele wunderschöne Reisen, wohin auch immer!

LG
Silvio
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