Auf der Terrasse sitzend genießen wir den herrlichen Ausblick auf den Olifants River.
Er hat noch Wasser. Dieser Fernblick hat etwas besonders beruhigendes. Wir lieben ihn. Genauso wie diesen Greyheaded Bush Shrike:
Bei Nachbars hat es sich eine Gruppe Baboons gemütlich gemacht.
Nachdem einige Schränke geöffnet wurden und die zum Trocknen aufgehängte Wäsche auf dem Boden verteilt wurde, zieht die Gruppe weiter.
Um 17:00 Uhr brechen wir nochmal kurz auf, um auf der Brücke unseren Sundowner zu nehmen.
In „kleine Antilopen-Bestimmen“ sind wir immer noch nicht gut !
Es ist sehr heiß und nur wenige Tiere sind zu sichten.
Wir fahren auf die Brücke zum Balule Camp. Die Lichtstimmung ist sehr schön und hier unten wächst wenigstens etwas grünes Gras.
Dann erreichen wir die Brücke am Olifants und packen unser Savannah aus.
Beim letzten Mal liefen direkt unter der Brücke die Elefanten herum. Diesmal zwar leider nicht, aber es immer wieder schön hier.
Doch leider sind wir spät und müssen wegen der Gate-Time zurück zum Camp.
Hier landen die üblichen Leckereien auf dem Grill.
Wir sitzen auf der Mauer und genießen die Ruhe und das leise Rauschen des Olifants River.
Teil 2225. Feb. 2017
31.10.2016 Olifants nach Shimuwini
Wir lassen den Morgen ganz gemütlich angehen. An den Wechseltagen lassen wir den Morgen-Gamedrive stets ausfallen und fahren erst so gegen 10:00 Uhr los.
Nach dem Aufstehen beobachten wir einige Vögel, wie diesen Red-winged Starling.
Nebenbei gibt es Frühstück mit Blick auf die Hippos unten im Fluss.
Dann starten wir in den trockenen Park.
Nach einem kurzen Stopp am nahen Aussichtspunkt machen wir uns auf den Weg nach Norden.
Diesmal fahren wir die Teerpad bis zur Abzweigung zum Letaba River.
Dort treffen wir auf Geier, die an einer toten Antilope fressen.
Die Blumen sind ein willkommener Eye-Candy.
Oben in einem Baum ärgert ein Drongo den rechts sitzenden Tawny Eagle. Der ist sehr böse, denn er wird immer wieder attackiert. Der stolze Vogel ist zwar viel stärker, aber lange nicht so wendig. Man kann die dunkle Gewitterwolke über seinem Kopf fast schon sehen 😉
Hier unten gibt es einige kleine, zugewachsene Loops. Am Fluss freuen sich die Tiere über das Grün.
Wir finden eine junge Familie White-Helmet Shrikes.
So gegen viertel nach zwölf erreichen wir Letaba, wo wir im M&B’s Mittagspause machen.
Man hat hier einen schönen Blick über den Fluss.
Die Arrowmarked Babblers hüpfen mit ihrem Typischen Geräuschen um uns herum.
Ein Adler betreibt Gefiederpflege
Und diesem Böckchen ist es in der Mittagshitze zu heiß.
Auf dem weiteren Weg nach Shimuwini ist der Park wieder erschütternd trocken.
Außer einigen Elefanten sehen wir fast nichts.
Wie es wohl in Shimuwini ist ? Auch so trocken ?
Jaffles hatte uns in dieses uns noch unbekannte Camp fast hingezwungen……. Einige Kilometer vor dem Camp erreichen wir tatsächlich eine Wasserfläche.
Und als wir bei um die 40 Grad unseren Bungalow beziehen, sind wir sofort restlos begeistert ! Claudi, Danke Dir ! Shimuwini ist nun eines unserer neuen Lieblingscamps. Der Bungalow ist geräumig und einfach. Aber die Chalets liegen wie an der Perlenschnur aufgereiht unter großen Bäumen und haben alle Blick auf den etwas unterhalb liegenden Stausee.
Und es zwitschert überall……… dazu später mehr !
Teil 2326. Feb. 2017
31.10.2016 Shimuwini
Gegen 15:00 Uhr haben wir unsere Sachen eingeräumt. Ich denke „Och, mal nach dem Gezwitscher schauen, oder ?“ So richtig weit komme ich nicht, bis ich diesen Red-headed Weaver vor die Linse bekomme.
Und so pirsche ich im Umkreis von ca. 50 Metern um unser Chalet.
Ein Brown-Headed Parrot lässt sich nicht durch mich stören.
Ca. 15 Meter weg frisst ein Nyala-Bock.
eine African Green Pigeon
Die African Hoopoes sind leider sehr scheu.
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen (oder vielleicht doch !), wie sehr wir diese Zeit ohne Verpflichtungen genießen.
Und immer wieder entwischt ein Piepsi. Im Camp ist es total ruhig. Unten am See streiten sich die Hippos.
Eine Kurrichane Thrush
Gegen 17:30 Uhr gehen wir dann mal am Zaun entlang. Und treffen am Ende genau auf diesen Elefanten.
Er biegt in Richtung See ab und frisst dort Schilf.
Ein friedliches Bild. Mit lautem Ratschen reißt er kraftvoll große Schilfbündel ab.
Inzwischen wird es leider langsam schon dunkler.
Nach dem Sundowner schmeiße ich in bester Stimmung den Grill an.
Wir verbringen einen schönen Abend und lernen den Shimuwini Wind kennen. Aus dem nichts kommt ohne Vorwarnung ein heftiger, dauernder Windsog auf, der dann nach einigen Minuten wieder komplett aufhört.
Ein traumhafter Tag geht leider schon wieder zu Ende. Shimuwini wird ab heute in unsere Krüger NP Hall of Fame aufgenommen.
Teil 2426. Feb. 2017
01.11.2016 Shimuwini nach Pafuri Camp
Heute möchte ich noch einmal auf den Titel des Reiseberichtes aufmerksam machen. Der Himmel ist bedeckt, Regen fällt aber keiner. Wenn es angefangen hätte zu Regnen……… wären wir vor Freude im Viereck gehüpft ! Dieser Crested Barbet sicher auch !
Dafür gibt es aber leider keinen Anlass. Wir Frühstücken ganz gemütlich, packen unsere Sachen und machen uns mit dem Wunsch „hier sind wir mal mehrere Tage“ auf die Pad.
Als wir gegen 09:00 Uhr losfahren, ist der Himmel tief dunkel und es tröpfelt !
Red-billed Buffalo Weaver
Und auf der Hauptpad ist es sogar etwas feucht. Dabei bleibt es aber auch. Das hilft der Natur nicht weiter.
Am Tropic of Capricorn wird das obligatorische Bild gemacht.
Unterwegs gibt es immer mal kleiner Stellen, wo wenigstens die Büsche einige Blätter haben. Dort sind dann auch die Elefanten.
Nach einigen Kilometern stehen drei Autos an einem Fleck. Hier im Norden heißt das schon „Ououououo !!!!!“ Also langsamer werden, anhalten. Die vielsagenden Blicke deuten. Und Fragen : „is there something special ?“ Antwort „ Yeeees, a Leppard!“ Aha, a leppard. Wie den jemand spotten konnte, ist ein Wunder. Man kann ihn genau von einer Stelle aus sehen, denn er liegt im Unterholz zwischen den Büschen.
Da er liegen bleibt, fahren wir nach einigen Beweisbildern weiter.
Diese Schildkröte ist kooperativer und läuft uns direkt vors Auto 😉
Zur Mittagszeit erreichen wir Shingwedzi. Kurz vor dem Gate schauen wir nach einer Eule. Aus einem bereits dort stehenden Auto kommt der Hinweis :“Have you seen the lions?“ Nee, haben wir nicht geseen….. Genau auf der anderen Seite des Trockenflusses liegen sie gut sichtbar herum. Nicht wahr, oder ?
Wieder einige Fotos später fahren wir durchs Gate von Shingwedzi. Da das Restaurant leer ist, kaufen wir im Shop einige Sachen ein und essen sie unterwegs.
Auf dem Rückweg passieren wir wieder die herumliegenden Löwen und überqueren wenig später die Brücke nach Norden. Direkt links neben der Pad sitzen mehrere Green Woodhoopoes im Busch. Mit unsere Lieblingsvögel. Sie machen lustige Geräusche und hüpfen dauernd herum.
Zusätzlich fliegt noch ein Yellow-billed Kite mit einem Wels in den Fängen über uns herum. Ein schönes Rahmenprogramm für unseren Lunch im Auto.
Auf der weiteren Strecke nach Norden sehen wir viele Büffel und Elefanten, die in der Trockenheit nach Nahrung suchen und die Wasserlöcher bevölkern.
Ein Martial Eagle hat einen Molitor erlegt.
Und gegen 14:00 Uhr erreichen wir die Brücke über den Pafuri River. Die Gegend hier ist echt urig.
Und unten am Fluss herrscht reges Treiben.
Um die Ecke ist unser Ziel, das Pafuri Camp, welches durch Return Africa nach der großen Flut wieder aufgebaut wurde. Es ist die große Unbekannte in unserer Reise und wir sind fast ein wenig aufgeregt, als wir nach Rechts in die Einfahrt abbbiegen……
Teil 2505. März 2017
01.11.2016 Pafuri Camp
Um viertel nach zwei erreichen wir leicht aufgeregt das Pafuri Camp und sind sehr gespannt, was uns erwartet. Der Empfang ist herzlich und professionell. Der Blick vom Restaurant auf den Fluss ist schon mal der Kracher.
Dann geht es über lange Holzstege zu unserem Zelt.
Es ist glaube ich die Nr. 14 und liegt in etwa der Mitte der wie an der Perlenschnur aufgereihten Zelte. Da sie mit dem Blick nicht ganz zufrieden ist, fragt sie nach Umzugsmöglichkeiten und tatsächlich….. wir können das zweitletzte Zelt bekommen (18 glaube ich). Der Blick von dort ist umwerfend. Und überhaupt. Auf dem großen Holzdeck vor dem Zelt sitzt man urig im Schatten eines knorrigen Baumes und schaut auf den Fluss.
Und dort ist ein ewiges Kommen und Gehen von Büffeln, Elefanten, Gnus, Zebras, Wasserböcken, Warthogs und und und zu beobachten. Das Zelt selbst ist stilvoll eingerichtet und sehr groß.
Insgesamt handelt es sich hier um die von der Unterkunft her schönste Private Game Lodge, in der wir jemals waren.
Nach einer Tasse Kaffee geht es gegen 4 aber schon wieder auf zum Gamedrive. Unser Ranger Vonrhani macht einen herzlichen, offenen Eindruck. In die Lanner Gorge soll es heute gehen.
Im Auto ist noch ein deutsches Auswandererpaar aus Joburg mit ihrer Tochter und ein weiteres deutsches Pärchen. Zuerst schauen wir auf der Brücke nach. Dort gibt es einen Roadblock.
Danach fahren wir zuerst die Teerpad entlang nach Norden, bevor wir nach links abbiegen. Auf der Teerstraße haben wir dann noch eine Begegnung, die uns nachdenklich macht. Ein völlig heruntergekommener Flüchtling aus Zimbabwe sitzt mit ärmlichen Klamotten und in schlechter Verfassung mitten im Krüger an einem Baum. Vonrhani redet in einheimischer Sprache mit ihm und wirkt auch nachdenklich. Er ruft die Anti Poaching Unit, vom nahen Pafuri Gate und fährt weiter.
Tiere sehen wir unterwegs nur wenige, aber die Landschaft lenkt etwas vom üblen Geholpere ab.
Zur Lanner Gorge muss man ein klitzekleines Stück laufen und einige Meter durch die Felsen klettern. Leider ist Kerstins Kreislauf nicht der beste, aber sie schafft es trotzdem hoch. Der Ausblick ist überwältigend und mit einem Glas Gin Tonic stellt sich das out of Africa Gefühl schnell ein.
Auch auf der Rückfahrt sehen wir nur diesen Gesellen, der sich nicht gerne Fotografieren lässt.
Zurück in der Lodge geht es sofort ins romantisch erleuchtete Restaurant, wo wir nach einem hervorragenden Dinner müde ins super bequeme Bett fallen.
Teil 2605. März 2017
02.11.2016 Pafuri Camp Morgendrive
Um 05:51 Uhr laufen wir auf den Holzstegen in Richtung Rezeption. Freudig fotografieren wir diese Bearded Robins (ich bin nicht ganz sicher), eine Erstsichtung.
Nach der üblichen Tasse Kaffee geht der Gamedrive los. Nach einigen hundert Metern treffen wir kurz auf zwei Hyänen.
Die Gegend hier ist super schön. Es ist zwar auch sehr trocken, aber irgendwie urig. Immer mal wieder stehen Baobabs herum.
Und Elefanten hat es eine ganze Menge.
Vonrhani klettert auf einen besonders knorrigen Baobab, wo wir auch unsere Frühstückspause machen.
Danach passiert auf der Tierseite nicht mehr ganz so viel. Egal, wir sind zufrieden.
Es geht am trockenen Limpopo entlang.
Das Frühstück ist erstklassig. Doch nun freuen wir uns auf ein Schläfchen und unser tolles Zelt.
Dort kann sich Kerstin gar nicht an der Tierwelt satt sehen.
Sie ist total happy und sitzt mit einem strahlenden Lächeln auf der Terrasse.
Und so vergeht die Zeit wie im Flug. Es ist wie im Paradies.
Um uns herum geschieht die ganze Zeit irgendetwas.
Dieser Brown-hooded Kingfisher hat seinen Stamm-Ast direkt vor uns.
White-browed Robin Chat
Cardinal Woodpecker
Am liebsten hätten wir den Gamedrive ausfallen lassen, haben wir aber dann doch nicht.
Leider kann ich diesen unbekannten nur von hinten erwischen.
Und während des Kaffees gibt es auch noch einiges zu sehen.
Leider auch diesen armen Elefanten, der seinen Rüssel verloren hat
Teil 2705. März 2017
02.11.2016 Pafuri Abenddrive
Um 16:30 Uhr sitzen wir mit Heike und Markus (zwei ganz nette) wieder bei Vonrhani im Auto. Wie immer geht es zuerst auf die Brücke.
Und dann beginnt Vonrhani das, was er am liebsten macht. Endlos herumfahren. Zuerst geht es im Zickzack durchs trockene Buschland.
Dann fährt er zum Limpopo herunter….. endlich !
Dort steige wir kurz aus und sehen diese Python.
Nach dem wir wieder eingestiegen sind, beginnt die Stimmung langsam abendlich zu werden. Vonrhani fährt ewig am Limpopo entlang.
Das ist urig, aber passieren tut nix. Und er fährt und fährt….
Dann ist die schöne Abendstimmung weg. Wir fragen nach und er antwortet, dass er einen gaaaanz tollen Sundownerspot auf einem Hügel kennt. Als wir endlich dort ankommen, ist es fast dunkel. Wir hätten alle lieber am Limpopo unseren G+T getrunken.
Auf dem Rückweg sehen wir dann sogar noch ein paar Tiere.
Ein Scorpion
Elefant
African Wildcat
Spotted Gannet Bobbes
Nightingale unbekannter Art
Als wir dann zurück in der Lodge sind, rennt vor uns diese Walzenspinne auf den Planken herum.
Wir hatten solch ein gruselig schnelles Monster schon einmal in Senyati. Sei sind echt beeindruckend schnell und groß genug, um mir ordentlichen Respekt einzuflößen.
Da ist uns das leckere Dinner doch lieber. Es schmeckt wieder vorzüglich.
Teil 2809. März 2017
03.11.2016 Pafuri nach Mapungubwe
Zwei Tage gehen immer viel zu schnell vorbei. Hier würden wir gerne noch etwas länger auf der Terrasse sitzen. Die Gamedrives sind leider nicht so ereignisreich. Dafür können wir beim Frühstück beobachte, wie dieser kleine Ele zeigt, wer hier der Chef ist !
Und so nehmen wir das letzte Mal mit Vonrhani, Heike und Markus im Gamedrive-Auto Platz. Heute soll es durch den Fever Tree Forest zur Crooks Corner gehen.
Der Fever Tree Forest strahlt eine besonders ruhige Stimmung aus.
Es ist wirklich schön hier !
Dann geht es am trockenen Limpopo entlang….
Bis wir endlich Crooks Corner erreichen.
Dort ist allerhand los.
Eine interessante Ecke. Und der trockene Limpopo ist schon echt beeindruckend. Kaum zu glauben, dass dort das Wasser fließen kann.
Auf der Rückfahrt nach Pafuri geht es zuerst wieder durch den Wald..
An Elefanten vorbei….
… und leider auch wieder an einem Ele mit halbem Rüssel
Obwohl wir von der wunderschönen Lodge Abschied nehmen müssen, ist die Laune bestens.
Schließlich führt uns unser Weg zu einem unserer Lieblingsplätze. Es geht nach Mapungubwe ins Leokwe Camp.
Und so verlassen wir den Krüger durch das Pafuri Gate.
Am Rande der Landstraße pulsiert das afrikanische Leben.
In Musina werden im Checkers die Lebensmittelvorräte aufgefüllt. Wir sind fast die einzigen Weißen. Ich finde das immer wieder interessant, obwohl es dort niemanden interessiert.
Erwartungsfroh machen wir uns auf die letzten Kilometer zum Park….
Teil 2902. Apr. 2017
03.11.2016 Ankunft Mapungubwe
Wir checken bei einer netten SAN-Parks Angestellten ein und fahren erwartungsfroh durch den staubtrockenen Park. Von unserem Besuch vor ein paar Jahren her wissen wir, dass es hier hauptsächlich um Landschaft und Erholung und nicht in erster Linie um Tiere geht.
Als dann doch plötzlich ein Elefant im Busch steht, freuen wir uns.
Das letzte Mal hatten wir hier keinen einzigen.
Dann erreichen wir Leokwe, wo uns eine Giraffe begrüßt
und beziehen unser Wunsch-Chalet Nr. 10 ganz am Ende.
Es gefällt uns sofort wieder sehr gut. Der Blick geht auf eine Felswand und ist privat.
Leider haben wir in diesem Urlaub irgendwie ganz wenig Unterkunftsfotos gemacht.
Da es bereits nach halb fünf und immer noch sehr heiß ist, bereiten wir uns gleich auf das Braai vor und ruhen uns etwas aus. Es wird ein schöner, gemütlicher Abend.
Wir freuen uns auf den morgigen Tag und das Wiedersehen mit dem Trretop-Walk und dem Confluence Lookout.
Teil 3002. Apr. 2017
04.11.2017 Mapungubwe / Leokwe Camp / Rundfahrt und Confluence Lookout
Durch die ganze Gamedriverei hat sich meine Aufstehzeit auf 6 Uhr eingependelt. Gerne hätte ich noch etwas geschlafen. Aber so bleibe ich neben meiner noch schlafenden Esmeralda einfach noch liegen und daddele etwas im Handy herum. Plötzlich wird das eine Fenster dunkel ! Ich schaue hoch und traue meinen Augen nicht.
Direkt vor unserem Schlafzimmerfenster steht ein kapitales Eland.
Ich bin baff und wecke sofort Kerstin. Um diese Uhrzeit normalerweise ein sehr gefährliches Unterfangen, doch sie sitzt ganz handzahm wie ich mit offenem Mund im Bett.
Wir schleichen uns auf die Terrasse heraus. Gaanz vorsichtig. Keine 5 Meter von uns entfernt grast das Eland um unsere Hütte herum. Das wird auch für die nächste Stunde so bleiben. Wir beobachten das stolze Tier in Ruhe beim Frühstück und gehen irgendwann dann auch der gleichen Beschäftigung nach. Für solche Erlebnisse lieben wir die nicht abgezäunten Nationalparks.
Als ich nach dem Frühstück in die Außendusche gehe, bekomme ich am Wasserhahn einen Stromschlag. Ich wickele eine Plastiktüte um die Hähne. Da wir eine Runde durch den Park fahren möchten, informieren wir am schönen Pool einen SAN Parks Angestellten. Ah ja, er schaut mal nach wegen dem Strom.
Bei stark zunehmender Hitze fahren wir los in Richtung Treetop Walk. Der große Baobab am Eingang zum Camp steht in voller Blüte.
Einige ereignislose Kilometer später parken wir wie gewohnt ganz alleine am uns schon bekannten Treetop Walk.
Mit gezückten Teleobjektiven spähen wir auf die Bäume. Entdecken tuen wir aber nur einige Angler.
Und obwohl die Tier- und Vogelausbeute gering ist, genießen wir die Ruhe und die tolle Landschaft.
Da es aber doch ganz schön heiß ist, geht es weiter auf unsere geplante Runde durch den Park.
OK, Eland hatten wir heute schon.
Aber so einen schön direkt neben dem Auto sitzenden Purple Roller noch nicht.
Dann wieder ein Blick auf die tolle Gegend.
Und um die nächste Ecke herum schon wieder Vögel. Im Baum sitzen zwei hübsche Meyer’s Parrots. Wow!!!
Und fast nebenan ein Red-billed Hornbill.
Die Landschaft ist schon echt sehenswert
und die ganz gute Pad geht ein Stück am Trockenfluss entlang.
Stören tuen dort nur einige mysteriöse Bohrstellen.
Einige Affen und Kudus hat es auch.
An einem Wasserloch sehen wir einige Vögel, von denen uns aber leider keine guten Fotos gelingen.
Die Pad führt uns nun wieder vom Fluss weg in den hier wieder sehr trockenen Park.
Kurz vor dem Museum fliegt uns doch tatsächlich unser beliebter African Paradise Flycatcher vor die Linse.
Im relativ neuen Restaurant ist das Personal ziemlich unmotiviert. Wir essen ein Eis, kaufen Feuerholz und etwas Kaltgetränke.
Und so sind wir gegen 14:30 Uhr wieder in Leokwe zurück und ruhen uns sehr zufrieden etwas aus.
Gegen 17:30 Uhr fahren wir dann nochmal los in Richtung Confluence Lookout. Für ist das DER Sundownerplace.
Von mehreren Holzdecks aus hat man hier einen wunderbaren Blick auf den Zusammenfluss von Shashe und Limpopo.
Beobachtet werden wir nur von einigen Dassies und vier Südafrikanern auf dem Deck nebenan.
Ansonsten taucht sich die Landschaft am Dreiländereck langsam in warm, rotes Licht.
Die Zeit vergeht viel zu schnell. Hier möchte man gerne die Zeit einfrieren und die freidliche Stimmung länger in sich hereinsaugen.
Aber die Gatetime gibt es ja auch noch und vor allen Dingen das wartende Braai.
Was uns morgen in Mashatu wohl erwartet ? Und ob der zweite Besuch am Treetop Walk erfolgreichere Vogelsichtungen bringt ? Ihr dürft gespannt sein.
Teil 3105. Apr. 2017
05.11.2017 Mapungubwe nach Mashatu
Da ich wieder lange vor Kerstin wach bin, mache ich es mir mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse bequem und beobachte den Sonnenaufgang.
Allerdings bin ich nicht alleine.
Dieses Böckchen steht bestimmt eine halbe Stunde oben auf dem Felsen und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen.
Da wir erst um 14:00 Uhr in Pontdrift sein sollen, fahren wir um kurz nach sieben noch einmal los in Richtung Treetop Walk. Direkt am Ausgang von Leokwe sehen wir in etwas Entfernung diese Manguste liegen.
Dann ein Böckchen,
Zebra
Giraffen
Fast schon am Ziel bleiben wir am Wegesrand stehe. Hier fliegen etliche Birds herum. Unter anderem ein hübscher Melba Finch.
Blue Waxbill
Purple Roller
Nach einigen Metern auf dem Treetop Walk sehen wir ganz oben im Baum etwas….. Was ist das denn ? Boah, ein Broad-billed Roller ! Der Vogel ist eine Schönheit und wurde von uns bisher nicht fotografiert.
Da am Fluß auch noch etwas los ist, sind wir sehr zufrieden.
Etwas nachdenklich macht uns dieses Bild hier.
Und auf der Rückfahrt nach Leokwe gelingt uns endlich ein Bild der Blutschnabelweber.
Einige Gnus nehmen wir auf der Rückfahrt zum Camp im Vorbeifahren mit.
Wir Frühstücken noch gemütlich und fahren an Giraffen und Impalas vorbei zum Museum.
Kurz vor Ankunft meint Kerstin :“Bleib doch mal stehen!“. Ok, natürlich ! „Etwas zurück…… Stoooop!“
Sie hat in einem Astloch eine junge Pearl-spotted Owl entdeckt. Fast ein Wunder. Sie sitzt reglos dort und lässt sich fotografieren.
Im Museum selbst ist es sehr heiß.
Die Ausstellung ist jedoch ganz interessant und man erfährt einiges über die Lebensweise der Einwohner vor hunderten von Jahren.
Ein Plagiat des berühmten, hier gefundenen Gold-Rhinos darf natürlich auch nicht fehlen.
Ok, so langsam machen wir uns auf zum Ausschecken. Dann geht es die kurze Strecke in Richtung Pontdrift Border Control.
Wir sind so gespannt auf Mashatu, denn dieser Name löst bei uns stets Gänsehaut aus. Vor einigen Jahren hatten wir hier ganz tolle Erlebnisse. Wie es wohl diesmal werden wird ?
Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt.
Ein Abholer aus Mashatu ist bereits da und meint, es würden noch zwei Deutsche kommen.
Etwas später ist das dann auch so. Sie haben auch einen Fortuner. Er kommt auf uns zu und meint, „I am Ray!“. Seine Frau kommt etwas später, mustert uns kurz und meint ganz bestimmt:“Du bist im Namibia Forum unterwegs, schreibst Reiseberichte und Ihr seid mit der Grund, dass wir hier sind!“ Ich bin einigermaßen sprachlos und freue mich andererseits natürlich
Teil 3206. Apr. 2017
05.11.2017 Mashatu Ankunft
Zusammen mit Rainer (er stellt sich dort unten immer als Ray vor, coole Idee) und Bärbel steigen wir ins Gamedrive Auto und fahren das zweite Mal in unserem Leben ins Mashatu Tented Camp. Wir haben jetzt schon einige Private Game Lodges besucht und mit etlichen Rangern gesprochen. Wenn man das Wort Mashatu sagt, bekommen sie fast alle glänzende Augen. Die südafrikanischen Ranger sind wohl fast alle auf Ausbildung in dieser landschaftlich schönen Gegend mit toller Vegetation und Tierwelt. Wir erfahren, dass nicht unser geliebter Jakes sondern Dan unser Ranger sein wird. Unterwegs unterhalten wir uns gut mit Ray und Bärbel und stellen fest, dass wir die nächsten Tage bis zum ersten Tag in Leshiba zusammen verbringen werden. Auch hier wartet das Land ganz dringend auf Regen.
Im Camp werden wir von unserem Ranger, Congo und dem anderen Personal sehr herzlich empfangen. Das Camp wurde wohl komplett renoviert und macht einen im Vergleich zum letzten Aufenthalt vor ein paar Jahren hochwertigeren Eindruck.
Es ist urig und wir sind einfach froh, wieder hier sein zu dürfen.
Nach einer Stunde am Pool geht es zum Tee.
Es gibt den leckersten, selbstgemachten Eistee, den ich kenne. Dann steigen wir in einer wie sich herausstellen sollte super Truppe in das Gamedrive Auto. Bärbel und Ray, Will und seine Tochter aus Kalifornien und ein belgisches Paar ( er sieht zu 100% aus wie Pep Guardiola) nehmen mit uns beim bulligen Dan Platz. Dan ist nicht ganz so lebhaft, arbeitet aber seit 25 Jahren auf Mashatu und hat ein unfassbar gutes Auge für das, was in der Natur so geschieht. Aber dazu mehr im nächsten Teil „Ein unfassbarer Gamedrive“…. Der auch heute noch kommt.
Teil 3307. Apr. 2017
05.11.2017 Mashatu / Ein unfassbarer Gamedrive
Dan fährt den Landcruiser an und über Stock und Stein geht es los ins riesengroße Gamereserve.
Was uns wohl erwarten wird ? zuerst ist es weiter sehr trocken, dann erreichen wir ein buschigeres Gebiet.
Hier laufen etliche Giraffen herum und fressen an den grünen Bäumen.
Dan fährt um die Ecke und wir stehen vor einem auf dem Boden liegenden Leo.
Ihm ist heiß !
Nach einigen Minuten wechselt Dan die Position und fährt direkt neben das elegante Tier.
Mann, was für ein beeindruckender Beginn ! Und was diesen und die nächsten Gamedrives so besonders macht, ist die ganz außergewöhnlich sympathische, internationale Besatzung. Alle freuen sich über denn spannenden Beginn.
Dann macht Dan Platz für andere Fahrzeuge.
Er fragt uns, ob wir ganz am anderen Ende des Reserves zu fünf dort gesichteten Geparden fahren wollten.
Sie würden auf die Grenze des Reserves zulaufen, aber wir könnten es versuchen. Ok, wollen wir alle.
Nach 20 Minuten Fahrt treffen wir in der Nähe des Airstrips auf die eleganten Tiere.
Dan beobachtet kurz die Situation. Die Geparden sind im Jagdmodus. Er meint dort hinten hinter den Büschen sind Impalas, hier findet gleich eine Jagd statt. Er sagt uns genau den Ablauf der Situation voraus, die dann tatsächlich gleich stattfinden wird.
Alle halten den Atem an. Und dann passiert es.
Von links aus dem Gebüsch flüchtet panisch und direkt an uns vorbei ein Impala. Hinterher die Mutter der vier Geparden.
Die Katze nimmt dem durch die Dürre geschwächten Impala innerhalb von vielleicht hundert Metern den Vorsprung weg.
Und dann (leider war Gebüsch im Weg) haut der Gepard dem Impala mit der Pfote in die Beine und in einer großen Staubwolke nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Alles passiert blitzschnell. Leider sind die Fotos von der Jagd nicht ganz perfekt geworden.
Als die Staubwolke sich lichtet, fährt Dan direkt ins beste Abendlicht. Jetzt folgen Bilder, die nichts für zart besaitete sind. Die Natur ist grausam und faszinierend.
Die Katzen gruppieren sich um das gerissene Impala und beginnen zu fressen.
Nach zwei, drei Minuten steht das Impala plötzlich noch einmal auf.
Ein Seufzen geht durchs Auto. Die jungen Geparde ringen das Tier zum letzten Mal nieder und fangen an zu fressen.
Die Stimmung wechselt zwischen Faszination, Mitleid, Grusel und totaler Begeisterung.
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich wir darüber sind, so etwas erleben zu dürfen.
Und die Geparden in dieser wunderbaren Lichtstimmung erleben zu dürfen.
Die Mutter liegt übrigens etliche Meter abseits und ist völlig fertig.
Irgendwann wird das Licht schlechter und Dan fährt einen Kilometer weiter, um den Sundowner zu nehmen.
Obwohl wir uns alle gerade erst kennengelernt haben, stehen wir nun hier und fühlen uns verbunden. Der schon etwa ältere Will ist ein unglaublich sympathischer Mann. Er freut sich wie ein kleiner Junge über das Erlebnis.
Auf der Rückfahrt ins Camp sichten wir noch niedliche Bat-eared Foxes
und verbringen dann einen wunderbaren Abend mit den anderen und dem Team in der Lapa. Das Essen ist köstlich und die Gespräche herzlich und interessant.
Unglaublich dankbar und euphorisiert gehen wir irgendwann ins Bett. Mashatu, unser Mythos lebt weiter !
Teil 3408. Apr. 2017
06.11.2017 Mashatu Morgengamedrive 2000 Post 🤪
Nach einer angenehmen Nacht im gemütlichen Safari-Tent und einer Tasse Kaffee geht es wieder zu Dan ins Auto. Was für Erwartungen hat man nach so einem Gamedrive wie gestern ? Früher hohe, nun sind wir demütig. Schauen wir mal. Dan fährt los.
Im übrigen ist hier auch das Fahren ein Erlebnis. Das ist für mich ein Unterschied zu vielen Private Game Lodges in Südafrika. In Mashatu geht es über Stock und Stein, durch trockene Flussbette, Wasser, steile Hügel hoch, trockene Gegenden, Buschland und immer wieder beeindruckend durch die Mashatu Wälder.
Dan hält mitten in einem Trockenflussbett vor einem Hyena Den (haha, ich merke gerade die Namensgleichheit. Dan musste wohl hier her fahren.
Die kleinen Hyänen und die Mutter sind jetzt am Morgen irgendwas zwischen müde und agil.
Es ist sehr interessant, das Verhalten der nicht überall beliebten Tiere in Ruhe beobachten zu können.
Dann erzählt uns einige interessante Fakten. Er ist ein ganz anderer Typ. Etwas stiller als Jakes, aber wir fühlen uns auch bei ihm sehr wohl. Ich glaube, es gibt fast nirgendwo ein PGR, in dem die Ranger so lange am Stück (25 Jahre) arbeiten.
Die jungen Hyänen laufen umher und klettern in den Felsen herum.
Dann geht es weiter. Ein sehr interessanter Anfang und ich bekomme langsam Angst um unsere Speicherkarten-Kapazität.
Dan fährt jetzt in Richtung der Wälder. Die Wege gehen hier in Schlangenlinien durch das üppige grün. Immer wieder werden trockenen Flüsse durchquert. Landschaftlich ein Traum. Dan macht das ganz geruhsam und ruhig.
Elefanten gibt es hier in der Gegend fast überall.
Das Böckchen ist an uns Gamedriver gewöhnt.
Dann liegt mitten im Wald eine Löwin.
Sie steht nach einem Moment auf und läuft zusammen mit dem Rest des Rudels durchs dichte grün.
Ich habe eigentlich wenig Hoffnung, gute Fotomöglichkeiten haben zu können….. und täusch mich ganz schön kräftig.
Die Löwinnen haben mehrere junge.
Sie sind nicht mehr ganz klein, aber sehr knuffig.
Und sie legen sich zwischen den Waldrand und ein Trockenflussbett.
Wie auch im Krüger geht es den Katzen hier durch die Trockenheit bedingt sehr gut.
Wir sind wieder euphorisiert und ich werde beim Schreiben gerade emotional.
Eine ganze Zeit lang sind wir ganz alleine mit den Löwen, dann kommt ein weiteres Fahrzeug vom Main Camp.
Wir machen Platz und fahren weiter. Meine Sorgen um den Speicherplatz sind nicht kleiner geworden.
Nach ausgiebiger Elefantenbeobachtung ist es Zeit für eine Tasse Kaffee.
Im Baum sitzt ein Crested Barbet.
Will, der nette Amerikaner wünscht sich eine Gabelracke im Flug.
Wir unterhalten uns wieder sehr gut und sind traurig. Will seine Tochter und Pep Guardiola reisen heute weiter.
Pep und seine Frau sind das erste Mal in Afrika und können glaube ich gar nicht so richtig einschätzen, welch großes Glück sie hier hatten.
Zurück im Camp frühstücken wir fröhlich. Dann heißt es Abschied nehmen von den netten Mitfahrern.
Inzwischen haben wir erfahren, dass wir den Rest des Aufenthaltes mit Bärbel und Ray alleine sein werden. Wow! Das heißt nur ein Auto unterwegs und das Camp mit den beiden alleine genießen. Wir werden uns bestens verstehen mit den beiden.
Wir legen uns etwas aufs Ohr und genießen dann die Ruhe am Pool.
Im Camp läuft stetig eine Warthog-Familie herum und ein Böckchen mit eine ganz frisch geborenen Kitz. Es läuft noch ganz wackelig.
Das Essen ist auch noch lecker.
Wir beobachten zusammen vom Sessel aus die Vogeltränke und unterhalten uns übers Leben.
Teil 3509. Apr. 2017
06.11.2017 Mashatu Abendgamedrive
Ab jetzt haben wir unsere privaten Gamedrives mit Bärbel und Ray. Da im Tented Camp nun nur ein Auto unterwegs ist und in der Main Lodge zwei, hat das einen Vorteil. An einer Sichtung dürfen maximal drei Autos sein. Da nur drei unterwegs sind, sind Kurzaufenthalte ausgeschlossen.
Auf den ersten Kilometern bemerken wir erneut, wie trocken es derzeit ist.
Die Tiere finden hier nur sehr spärlich Futter.
Dann erreichen wir einen kleinen, wasserführenden Fluss an der Grenze zum Nachbarreserve.
Die Schwärme Blutschnabelweber werden täglich größer. Es ist schon beeindruckend, dass es hier nicht andauernd Flugunfälle gibt.
In der Nähe des Wassers hat es dann auch vermehrt Tiere und sogar Hasen.
Saddle-billed Stork
Fish Eagle
Zebras
Elefanten
Und Geier. Ich meine sehr viele Geier !
Dan schaut sich das an und meint „Somewhere should be a kill!“ Er kurvt etwas herum und tatsächlich stehen wir vor einem Eland, das vom Bestzustand weit entfernt ist.
Einem Schakal passt die Störung gar nicht.
Dan meint, dass der Riss von einem einzelnen Löwenmännchen gemacht wurde. Er hat erst keine große Hoffnung, den Täter des Mordes zu finden, fährt aber trotzdem am Flußbett entlang.
Dann entdecke ich ihn. Er trottet gemütlich durch die Steppe.
Er legt sich am anderen Ufer hin und sieht aus wie ein Haudegen der mit allen Wassern gewaschen ist.
Irgendwie ein cooler Löwe, der bei bedecktem Himmel und aufkommender Dämmerung in die Ferne schaut.
Wow, eine schöne Sichtung.
Überhaupt gefällt uns dieser Teil des Reserves ausgesprochen gut. Dan meint, sie würden gar nicht so oft dort hin fahren, weil es doch etwas Abseits liegt.
Dann verlassen wir das stolze Tier und fahren einige Kilometer weiter auf eine Anhöhe, wo es G+T und interessante Gespräche gibt.
Der Drive zusammen mit Bärbel und Ray ist ganz relaxed. Was sehr schön ist, ist die Tatsache, dass wir nicht wie in anderen Private Game Lodges üblich nur nach Katzen suchen, sondern auch Zeit für die kleinen Dinge haben.
Bei der Rückfahrt sehen wir nahe am Camp noch eine Hyäne
und gehen dann in der Lapa zum privaten Dinner. Mit den anderen beiden tauschen wir Afrika-Latein aus und führen auch ernsthafte Gespräche über das Leben. Die beiden waren auch schon sehr oft in Afrika und kennen zig Private Game Lodges.
Sehr, sehr zufrieden gehen wir irgendwann ins Bettchen und schlafen schnell ein.
Teil 3614. Apr. 2017
07.11.2016 Mashatu Morgen
Bei stimmungsvollem Licht starten wir erneut ins Reserve.
Da wir schon so viel Glück mit Sichtungen hatten, erwarten wir nun auch mal einen Drive ohne Höhepunkte.
Mal schauen. Zuerst laufen uns Bat-eared Foxes vor die Linse.
Zwei Racken.
Eland
Kudu
Giraffe
Leopard / LIT (Leopard in tree)
Dan hatte einen Tip bekommen. Die Dame liegt genau über uns auf einem Ast und macht keine Anstalten, sich zu bewegen.
Selbst hätten wir den niemals gefunden.
Dann Elefanten
Giraffen...
und schon geht es auf eine steil abfallende Hügelkuppe mit schönem Blick übers Reserve.
Im übrigen begegnet man hier nur sehr selten den anderen Fahrzeugen. Wenn dann meist nur an Sichtungen.
Glücklicherweise machen wir ein Gruppenfoto, das uns an die schöne Zeit erinnert.
So langsam machen wir uns auf die Rückfahrt. Unterwegs begegnen wir etlichen Herden.
Nach dem ausgiebigen Frühstück machen wir es uns wieder Mit Bärbel und Ray in den gemütlichen Sesseln und Blick auf die Vogeltränke bequem.
Glücklich sind wir über diese Erstsichtung, ein (hoffentlich) African Goshawk
Und einen Dark-capped Bulbul
Zufrieden gehen wir zum Bubu-Machen zurück zum Zelt. Kerstin geht noch kurz auf Vogelpirsch beim leeren Nachbarzelt und ist nicht ganz unerfolgreich.
Arrow-marked Babbler und natürlich……
African-Paradise Flycatcher.
Zeit dem letzten Urlaub und der Erstsichtung in der Baviaans Kloof fliegen die uns wie die Spatzen vor die Kamera.
Am Anfang des Gamedrives nehmen wir uns etwas Zeit für Elefanten.
Und dass dieser Gamedrive wieder kein Reinfall werden kann, merken wir schnell. Direkt neben der Fahrspur liegen zwei Löwinnen bei der Nachmittgagsruhe.
Und wie ! Sie hängen echt völlig ermattet herum.
Dan redet wie immer nicht viel und hat einen Plan ! Er interessiert sich nicht sonderlich für die schlafenden Damen und meint: „ Let’s have a look, if we can find the young ones!“ Ok Chef ! Dan fährt strack ins Gebüsch und auf einen kleinen Hügel zu. Und da oben liegen die drei jungen. Es dürfte so ca. 300 Meter von den Muttis entfernt sein.
Dan stellt uns so hin, dass wir in etwa auf Augenhöhe sind, dann beginnt eine begeisterte Show.
Die kleinen haben Flausen im Kopf und begeistern uns völlig.
Immer wieder schauen sie in Richtung ihrer (unsichtbaren) Mütter.
Irgendwann kommen diese dann von hinten.
Die kleinen freuen sich und rennen ihnen erwartungsfroh entgegen.
Treffen tun sie sich direkt vor unserem Kühlergrill.
Leider etwas zu nah für das 100-400er.
Unglaublich liebevoll und intensiv ist diese Begegnung.
Inzwischen ist ein zweites Auto gekommen.
Da Dan die Sichtung entdeckt hat, behalten wir die Pole-Position und folgen dem kleine Rudel.
Sie ziehen immer ein paar Meter weiter, legen sich kurz hin
Strecken sich an einem Baum
Laufen weiter
machen Faxen
unglaublich schön und intensiv !
Kopfschüttelnd und mit den anderen schwärmend verlassen wir das Geschehen und nehmen wir den letzten Sundowner auf Mashatu.
Beim leckeren Dinner lassen wir die Erlebnisse sacken und sind uns einig. Das hier ist jeden Euro wert ! Gute Nacht schönes Afrika, wir lieben Dich !
Teil 3817. Apr. 2017
08.11.2016 Mashatu Morgengamedrive und Abschied
Leider beginnt gleich der letzte Gamedrive mit Dan, Patrick, Bärbel und Ray. Nach all den irren Erlebnissen ist es jetzt aber auch gut und schließlich führt uns der Weg nach Leshiba, wohin wir unbedingt zurückkehren wollten. Bärbel und Ray haben auch eine Nacht dort gebucht. Aber jetzt genießen wir erst mal diesen Gamedrive !
Und ich kann Euch beruhigen….. Er ist Katzen frei ! Zuerst halten wir bei den Hyänen.
Und die bieten uns wieder eine Menge Action.
Wir mögen Hyänen und das Verhalten untereinander ist wieder sehr interessant zu beobachten.
Was extreme Gemütlichkeit bedeutet, weiß sie genau !
Dann geht es weiter. Wir schauen mal bei den Jackals nach und die beiden Kids sind tatsächlich schon wach.
Die Blutschnabelweber Schwärme werden immer größer.
In einem trockenen Flussbett treffen wir auf diese Elefanten.
Auf diesem Bild schaue ich etwas zerknittert, weil Dan sich mitten auf einem Tierpfad kurz festgefahren hat, während sich ein kapitaler Elefant uns auf genau diesem näherte.
10 Meter vor Ankunft schafft es Dan, wir können Platz machen !
Uff, genau der richtige Zeitpunkt für eine Tasse Kaffe an einem besonders friedlichen Platz oberhalb einer Wasserstelle.
Unten trinken die Impalas,
rechts sitzen Firefinches im Baum
und hinten haben Blutschnabelweber einen kompletten Baum besetzt.
Dann geht es zurück ins Camp. Wir frühstücken und verabschieden uns mit etwas Wehmut vom tollen Staff.
Mit Congo, dem manager, reden wir noch etwas über das Wetter. So viele dunkle Wolken haben wir gesehen, geregnet hat es nicht. Congo erklärt uns ein altes afrikanisches Sprichwort : „Smoke is fire, but clouds are no rain!“.
Dann steigen wir zu Dan ins Auto und überreden ihn noch zu einem Zwischenstop im Shop der Main Lodge. Dort erstehe ich ein Fleece. Dan zeigt uns noch ein Zimmer. Sehr luxuriös, aber für uns zu durchgestylt.
In Pontdrift steigen wir in unsere Autos und machen uns im Konvoi auf nach Leshiba.
Auf der leeren Pad bekommen wir dauerhaft Abwechslung und Reaktionstraining.
Es hat nämlich reihenweise fiese Potholes.
Wir biegen links ab auf die Zufahrt nach Leshiba. Der 2x4 Fortuner Automatik schafft die holprige, steile Strecke mit links.
Überhaupt ist der Fortuner wieder mal das perfekte Auto für diese Reise.
Oben angekommen öffen wir das Tor mit dem vorher erhaltenen Code.
Teil 3919. Apr. 2017
08.11.2016 Ankunft Leshiba Wilderness
Die Ankunft in Leshiba gestaltet sich etwas schwieriger, als erwartet. Schuld sind…… WIR !!! Obwohl wir schon enmal dort waren und es nicht wirklich so vieel Wege gibt, verfahren wir uns ziemlich kapital. Über sehr holprige Wege mitten durch den Wald gelangen wir in mehreren großen Schleifen dann doch irgendwann zum Venda Village.
Herzlich werden wir von Joyce und Lukas empfangen. Wir beziehen unser Cottage Mwedzi. Es ist einfach traumhaft.
Alleine das Bad ist einzigartig.
Die Küche voll ausgestattet.
Die ganz private Terrasse mit bequemen Sitzmöbeln und wunderschönem Blick aufs Wasserloch.
Obwohl es ein Self Catering Cottage ist, haben wir Verpflegung mitgebucht. Deswegen treffen wir uns bald wieder mit Bärbel und Ray.
Wir verbringen mit den beiden wieder einen sehr netten Abend.
Das Essen ist wie nicht anders erwartet köstlich.
Leider heißt es nun Abschied nehmen von den beiden. Sie haben morgen eine relativ weite Strecke zu bewältigen und möchten früh abreisen. Im Cottage ist schon alles für die Nacht vorbereitet und wir genießen das große, bequeme Bett.
Teil 4022. Apr. 2017
09.11.2016 Leshiba
Wie meistens bin ich vor Kerstin wach, koche Kaffee und mache es mir draußen gemütlich. Nachdem Kerstin auch wach ist, gammeln wir gemütlich vor uns hin und gehen erst um kurz vor 11 zum Frühstück.
Dort kommen wir mit netten Schweizern ins Gespräch. Sie sagen übrigens nicht „Hoi!“ Das Frühstück ist super lecker und schmeckt mit dem tollen Ausblick und der Ruhe ganz besonders gut.
Den restlichen Tag verbringen wir ganz in Ruhe auf der Terrasse und im Hauptaufenthaltsbereich.
Zwischendurch lassen wir unsvon dieser netten Dame massieren und erfahren nebenbei etliches über ihr Alltagsleben.
Hier hat es auch eine Menge Vögel.
Violet-backed Starling
Cape Batis (Erstsichtung)
Bar-throated Apalis
Spectacled Weaver
Der gebuchte Gamedrive startet um 16:30 Uhr.
Wir besuchen die Nas hörn er. Wir erfahren davon, dass auch Leshiba von Wilderern heimgesucht wurde. Deswegen verzichte ich auf Bilder von den majestätischen Tieren. Hier oben sind ansonsten nicht so spektakuläre Sichtungen zu erwarten. Die Landschaft ist aber traumhaft schön.
Mit uns an Bord sind die beiden Schweizer und ein französisches Paar, das leider sehr schlecht englisch spricht.
Und so sind die Gespräche beim Sundowner etwas schleppend.
Zurück in der Lodge wollen wir meinen Geburtstag nachholen. Wir köpfen die leckere Flasche Sekt von den Bayern Schorschens,
stoßen auf die beiden Freunde an und genießen unser viel zu üppiges Grillpaket ganz für uns alleine.