Malaria Prophylaxe ohne Tabletten

22 Antworten · 8'818 Aufrufe · gestartet 14. Jan. 2017 von Sarahlein
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Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #1
Hallo,

Ich bin neu hier und habe mir schon einige interessante Beiträge zu unterschiedlichen Themen durchgelesen. Mein Freund und ich planen eine Afrikareise im Juni und es gibt eine Frage, deren Antwort ich leider bisher nirgends finden konnte. Es geht um Malaria Medikamente. Wie reisen in Gebiete, in die Prophylaxe bzw. zumindest das Dabeihaben als Notfallmedikament empfohlen wird. Mein Freund kann leider keine Tabletten schlucken. Weiß jemand, ob es auch die Möglichkeit einer anderen Abweichungsform gibt? Ansonsten bin ich ehrlich gesagt ratlos, wie wir das machen sollen.

Viele Grüße
Sarah
3'883 Beiträge · seit 201114. Jan. 2017 · #2
Hallo Sarah,
dieses Forum hat keine Lizenz zum Führen einer Apotheke und darf und kann deshalb auch keine Medikamente empfehlen. Mein Rat: "Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker." Wenn der um die Ecke mit den Schultern zuckt, frag ihn, wo das nächste Tropeninstitut ist.
Ansonsten guck in der Suche nach "Malaria". Dort findest du 1000 Antworten, von denen aber keine medizinisch abgesegnet ist.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #3
Hallo Freshy,
Das witzige ist, dass wenn man eine halbe Stunde in diesem Forum nach Malaria sucht findet man ausschließlich antworten wie deine 🙂.
Bei der Apotheke war ich heute, die könnten mir nicht helfen. Ich dachte, es ist vielleicht etwas weniger aufwendig, es erst einmal hier zu versuchen. Weil es viele erfahrene Reisende gibt.
Aber vielleicht irre ich mich auch.
Viele Grüße und Danke fürs Schreiben
890 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #4
Hi,
wenn es so schlimm ist mit dem Tablettenschlucken und gar nichts geht, wird euch nur die "mechanische" Methode übrig bleiben... Lange Klamotten, konsequente Benutzung der Antimückensprays (Tabbart, Peaceful Sleep) Zimmer aussprühen Doom,Raid), Schlafen unter Moskitonetzen...
Oder eben ein anderes Reisziel ansteuern.
Info:
VG
📎 MalariaMerkblatt-2.pdf
📎 Malariaprophylaxe-2.pdf
📎 Malariaprophylaxemehrals3Monate-2.pdf
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #5
Hi Can.
Vielen Dank. Die Dokumente sind sehr hilfreich! Ja, diese Entscheidung werden wir wohl fällen müssen. Reise oder nicht.
Es löst bei ihm Brechreiz aus, also keine Chance.
Vielen lieben Dank dir
4'984 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #6
Hallo Sarah,

es gibt Malaria - Tabletten die zermörsert werden dürfen.
Welche das sind, möchte und darf ich hier nicht nennen, aber bitte erkundige dich bei einem Arzt.
Eurer Reise dürfte aber somit nichts entgegenstehen 🙂
Gruß Gina
33,1k Beiträge · seit 200614. Jan. 2017 · #7
Hallo Sarahlein,
Das witzige ist, dass wenn man eine halbe Stunde in diesem Forum nach Malaria sucht findet man ausschließlich antworten wie deine 🙂.
hmm, und das, obwohl es hier das "beliebteste" Thema ist....
Du schreibst leider nicht einmal wo Du mit Deinem Freund hinreisen willst, sondern nur "Afrikareise". Afrika ist ein Kontinent mit 51 (?) Staaten. Vielleicht kannst Du das Reisegebiet eingrenzen und dann kann man Dir - auch als Laie, d.h. kein Arzt/Apotheker - vielleicht noch weitergehende Ratschläge geben. Wenn es jetzt z.B. um Etosha im Juni, also "Hochwinter" geht, dann wäre die Lösung: Vergiss es, die Chance eine Mücke zu sehen ist dann kleiner als die einen Büffel zu sehen 😉

Wir haben als Kinder immer Malariamedikamente "verpulvert" bekommen, d.h. die ganz normalen Tabletten gestampft. Das war in den 1980er Jahren auch der offizielle Tipp von Tropenmedizinern etc. Wüsste also nicht, bin aber wie gesagt kein Experte, warum das nicht (mehr) gehen sollte?!

Beste Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #8
Danke Christian 🙂
Konkret nach "Prophylaxe oder nicht" zu fragen, hab ich mich nicht so recht getraut, weil wir ja eben alle keine Ärzte sind.
Aber gerne...vielleicht hast du Rat: wir wollen im Juni fahren. Von Kapstadt über Namibia nach Botswana und ein kurzer Abstecher nach Zimbabwe zu den Victoria falls. Also über Namib, Swakopmund, spitzkope, Etosha np, okavango delta, caprivi.
Das ist eine geführte Tour mit Bus. Wir schlafen im Zelt.
Viel Grüße,
Sarah
Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #9
Danke GinaChris. :-)) das ist ja toll. Ich werde mich informieren.
Das müssen wir nur noch entscheiden, ob wir die Prophylaxe auch wirklich machen wollen
890 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #10
Hi,
also wie Christian schon sagte....warum soll man eine Tablette, die aus Pulver lediglich gepresst ist, nicht wieder pulverisieren können - manchmal versteht man die Welt nicht mehr....
Und Sarah...ich würde bei deiner Tour trotz alledem ein Standby Mittel mitnehmen und bei Bedarf zerbröseln und auflösen. Bei konsequenter Einhaltung der "mechanischen Prophylaxe" sehe ich da kein Problem. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion in dieser Jahreszeit ist eher sehr gering, wenn aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen.
VG
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
463 Beiträge · seit 201514. Jan. 2017 · #11
Hallo,

Wir waren im Juli in Namibia, Botswana und bis zu den Victoria Falls. Bei den Victoria Falls hatten wir sehr sehr viele Mücken (abends und in der Nacht).
Es gibt dort also auch im Winter ein Risiko.
V. G.
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #12
Hi Can,
Danke dir. Es gibt viele Tabletten die man nicht zerbröseln soll. ZB weil sie sich erst im Magen auslösen sollen usw. Wir haben dazu recht viel Erfahrung 🙂. Deshalb gibts die meisten Tabletten auch nicht in pulverform. Nur sowas wie Aspirin.
Lg
Sarah
890 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #13
Sarahlein schrieb:Hi Can,
Danke dir. Es gibt viele Tabletten die man nicht zerbröseln soll. ZB weil sie sich erst im Magen auslösen sollen usw. Wir haben dazu recht viel Erfahrung 🙂. Deshalb gibts die meisten Tabletten auch nicht in pulverform. Nur sowas wie Aspirin.
Lg
Sarah
Ah ok, leuchtet ein.... mein Kenntnisstand war immer der, das Medikamente, die erst am Zielpunkt aufgelöst werden sollen immer als Kapseln angewendet werden, wo sich dann die Kapsel auflöst und das Medikament frei gibt.
Und um ehrlich zu sein - ich zerkaue jede Tablette im Mund und schlucke sie mit irgendetwas runter..... Bei Tabletten habe ich mir dahingehend noch nie Gedanken gemacht, aber trotzdem überlebt 🙂
VG
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
1'130 Beiträge · seit 200614. Jan. 2017 · #14
Da ich die Schluckproblematik nicht kenne, kann ich nur spekulieren. Grundsätzlich ist es so, dass z.B. Patienten mit Schluckstörungen, die über eine Sonde ernährt werden, Medikamente immer zerstossen über die Sonde appliziert bekommen. Retarde Medikamente (Kapseln) werden nach Öffnen der Kapsel ebenfalls über die Sonde geschossen. Eventuell muss ich dann die Wirkungsbreite/ zeit anders berechnen. Das sollte jeder halbwegs gute internistische Fachmann hinbekommen. Ist eine orale Aufnahme im zerstossenen Zustand mit Flüssigkeit möglich, der Weg vom Mund zum Magen dauert normalerweise knapp 2 Sekunden. Eine Wirkung in der Speiseröhre ist eher auszuschließen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Themenstarter9 Beiträge · seit 201714. Jan. 2017 · #15
Hi Alex,
Ja, das muss ein Arzt pro Präparat sagen. Das geht nicht bei allen.
"Einige Tabletten sollen sich im Körper erst verzögert auflösen. Pharmazeuten bezeichnen dies mit dem Fachwort "retardiert". Dies gelingt mit einem speziellen Überzug auf der Oberfläche. Zerbricht eine solche Tablette, löst sich der Wirkstoff schneller als gewünscht. Gleichzeitig nimmt die Wirkdauer des Arzneistoffes ab. Bei anderen Tabletten soll der Überzug verhindern, dass Licht, Sauerstoff oder Feuchtigkeit die enthaltenen Wirkstoffe verändern. Auch hier raten Apotheker vom Teilen ab."
1'130 Beiträge · seit 200615. Jan. 2017 · #16
Sarahlein schrieb:Hi Alex,
Ja, das muss ein Arzt pro Präparat sagen. Das geht nicht bei allen.
"Einige Tabletten sollen sich im Körper erst verzögert auflösen. Pharmazeuten bezeichnen dies mit dem Fachwort "retardiert". Dies gelingt mit einem speziellen Überzug auf der Oberfläche. Zerbricht eine solche Tablette, löst sich der Wirkstoff schneller als gewünscht. Gleichzeitig nimmt die Wirkdauer des Arzneistoffes ab. Bei anderen Tabletten soll der Überzug verhindern, dass Licht, Sauerstoff oder Feuchtigkeit die enthaltenen Wirkstoffe verändern. Auch hier raten Apotheker vom Teilen ab."
Siehe oben.

Na gut,
1. es gibt nur eine 100% Prophylaxe, nicht dahin fahren, wo es Erreger gibt, wobei, das stimmt nicht ganz.
Wir hatten In D schon Fälle, wo Patienten sich infizierten ohne jemals D verlassen zu haben, aber im Nebenzimmer ein "verseuchter" Patient lag.
2. Die ganzen Mittel können nur die Symptome lindern,
Problem: Der Kollege wird ohne Wissen eines Urlaubs auf grippalen Infekt tippen.
3. Es sind sehr mächtige Mittel mit teilweise gravierenden Nebenwirkungen, so können z.B. heftige psychische Einschränkungen auftreten. Bei den Streitkräften kam es beim vorbeugenden Einsatz zu einer starken Erhöhung der suizidalen Vorfälle.
Ein anderer Wirkstoff erhöht die Empfindlichkeit der Haut auf Sonneneinstrahlung. Diese Bestrahlung soll in Afrika recht häufig sein. 😗
4. Alle Mittel wirken nur bei korrekter Einnahme und Verbleib im Körper. Nicht umsonst haben manche weiblichen Urlauber sich einige Monaten später an den Durchfall erinnert, als der Gynäkologe die freudige Überraschung mitteilte.
5. Es gibt Gebiete mit resistenten Erregern.

Fazit:
Die Vorschläge der Fomis bezüglich Vorbeugung mit Kleidung usw. beherzigen, obwohl ich sicher kein DEET Freund bin. ( Allergien, Einfluß auf Föten)
Ein etabliertes Tropeninstitut in der Nähe aufsuchen ( Adressen gibt es im Internet) und die dortigen Fachleute befragen
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
1'483 Beiträge · seit 200915. Jan. 2017 · #17
Hallo Sarah,
ich bin kein Arzt und kein apotheker und kann deshalb keine Empfehlung geben.
Unser Arzt (Internist) hat uns Mal... .als stand-by Medikament verschrieben.
Schau mal hier. auf Seite 19. dort findest du etwas zur Zermörserbarkeit dieses Medikamentes.

Gruß Piscator
1'130 Beiträge · seit 200615. Jan. 2017 · #18
Off Topic, weil hier gerade nichts los ist.
Ich möchte keinen Glaubenskrieg entfesseln, es gibt ja Leute, die Handauflegen, Globuli oder "das stand in der XXX und das nimmt die YYY für Lebensnotwendig erachten,
Jede Einnahme eines Wirkstoffs führt zu einer Reaktion, sollte ich diesen Stoff gerade nicht benötigen, brauche ich sehr wahrscheinlich beim nächsten Mal deutlich mehr.
Eine Malariainfektion hat eine Inkubationszeit von 7- 50 Tagen, je nach Erreger. Man kommt also im Jan/Feb nach Hause, sortiert die Fotos und und fühlt dann eine schwerere Erkältung ( Schei.. Klimanlage!!). Wer sagt dann den Arzt (und noch bis zu 2 Jahren hinterher), das er in einem Problemgebiet war.
Bei einem längeren Aufenthalt in einem Risikogebiet, bei dem der potentiell Erkrankte, warum auch immer, nicht innerhalb von 8-12 Stunden nach einem eventuellem Symptom einem Mediziner vorgestellt werden kann, ist eine Prophylaxe ein Mittel der Wahl.
Ansonsten der Hinweis:
Habe ich nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet eine Erkältung, einen grippalen Infekt, heftige Gliederschmerzen usw. weise ich den behandelnden Arzt auf eine mögliche Infektion hin.
Das hat jetzt aber nicht mit der Ausgangsfrage zu tun deshalb "Off Topic"
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2017
284 Beiträge · seit 201415. Jan. 2017 · #19
Axel schrieb:
2. Die ganzen Mittel können nur die Symptome lindern,
Ich bin weder Arzt noch Apotheker und vielleicht habe ich dich falsch verstanden, aber meines Wissens bekämpfen die Malariamedikamente, egal ob bei Prophylaxe oder beim Einsatz bei Erkrankung, schon den Erreger und lindern nicht nur Symptome.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
126 Beiträge · seit 200615. Jan. 2017 · #20
Hallo Sahralein,

Da du nicht schreibst, aufgrund welcher Beschwerden dein Freund keine Tabletten schlucken kann, gehe ich mal davon aus, dass er sie "einfach nicht schlucken kann" Mein Mann kann das bis heute nicht, bzw. jedenfalls nicht mit Wasser. Also gabs für ihn keine Alternative, als sich zu entscheiden. zu Hause zu bleiben oder irgendwie diese Tabletten in den Magen zu kriegen. ( gilt für alle anderen ebenso).
Also schluckt er sie mit einer Banane , Orange oder ähnlichem, womit er sie ohne Zerbeißen hinunterschwindeln kann. Funktioniert!

Gruß Ursula
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2017