Campingwagen von Britz?

21 Antworten · 7'491 Aufrufe · gestartet 06. Jan. 2017 von Hermann
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Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200606. Jan. 2017 · #1
hallo,
wir sind auf der Suche nach einem Campingfahrzeug für Südafrika und Namibia und sind dann auf ein Fahrzeug vo
Britz gestossen.
Hat jemand den Camper schon mal gebucht und kann Infos darüber geben.

Gruß Hermann

BritzCamper3.jpg
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2017
Gast06. Jan. 2017 · #2
Guten Abend Hermann,
So ein fahrendes Wohnzimmer hat seine Vor- und Nachteile. Wenn du nur auf Schotterstraßen fährst, hast du mehr Komfort, musst noch vorsichtiger fahren als sowieso, wegen des hohen Schwerpunktes, die Beladung und Nutzlast ist mit diesem Aufbau sowieso am Limit...das sollte aber bei vorsichtiger Fahrweise zu bewältigen sein. Ohne Zusatztank ist die Reichweite begrenzt.
Du hast ja hier schon Anfragen für KTP von SA nach Mabuasehube gestellt. Da querst du viele Dünen und das wird mit diesem Aufbau ganz schön schaukeln und den Transport des nötigen Sprits (und Wassers?) musst du irgendwie bewältigen. Man kann Alles, oder Vieles, improvisieren, aber man muss sich halt darauf einstellen. Kaa wäre wahrscheinlich einfacher.
Im Busch/Wald ist auch die Höhe des Fahrzeuges ein Nachteil und auf sehr schlechten Pisten musste du fahren wie auf Eiern, damit die Anbindung des Aufbaus am Chassis überlebt, was aber sehr von der Ausführung abhängt. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit diesem Britzaufbau
M.M. und es gibt aber sicherlich andere...
und Grüße
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2017
25 Beiträge · seit 201606. Jan. 2017 · #3
Hallo,

wir haben dieses Modell für unseren Urlaub im April gebucht, ich kann also erst im Mai berichten.

Hier kann man ein paar Fotos sehen:
http://www.afrikaplus.de/botg_product/rentalcars_vehicle/106694

Uns war die Toilette an Bord wichtig, da muss man wohl ein paar Abstriche beim Fahrkomfort machen, so wie ich hier lese.
Aber wir sind eh "Langsamreiser" - wird schon schief gehen 😉

Viele Grüße
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2017
1'715 Beiträge · seit 200607. Jan. 2017 · #5
Vor einigen Jahren hatten wir das Vorgängermodell TRAX gemietet. Das war aber nicht ganz so hoch wie das aktuelle und war recht gut zu fahren. Wir haben Tiefsand und felsige Steillhänge damit geschafft.

Jahre später sahen wir einen TRAX im Moremi South Gate mit gebrochenem Chassis.
Vermutlich werden diese Fahrzeuge nicht so oft ausgetauscht wie die mit Dachzelt, weil man den Aufbau nicht so einfach auf ein neues Fahreug verschieben kann.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2017
348 Beiträge · seit 201107. Jan. 2017 · #6
Hallo Hermann

Grundsätzlich finde ich das eine perfekte Lösung für "softe" Off Road Touren, sofern der Vermieter keine Einschränkungen macht.
Die Höhe ist kein Problem, ein Landcruiser mit beladenem Dachträger ist gleich hoch und eher kopflastiger.
Genial der 140 Liter Tank, in Kombination mit dem 2,4 Liter Diesel sollte das für eine Reichweite von ca. 800-1000 km reichen.
Auch der Preis ist mehr als fair.
Ich denke auch, einfach mal probieren.
Wir sind mit unserem Chischtli schon über Jahre unterwegs und haben damit alles gefahren wie mit dem vorherigen Landcruiser mit Hubdach.
Hab Dir hier mal ein paar Müsterchen von Namibia:
https://youtu.be/PiuJOY8Q52Y
https://www.youtube.com/watch?v=GWFBJhJMgdA

und hier im Sand
https://www.youtube.com/watch?v=u_XljUPl7l8

Das Problem ist praktisch immer der Fahrer, die meisten verlässt der Mut bevor es kritisch wird ( Ausnahmen bestätigen die Regel)

Einfach nicht leichtsinnigoder übermütig werden, sich in den Grenzbereich langsam rantasten und möglichst nicht überschreiten 😉
Dies gilt im übrigen für alle Fahrzeuge, man bringt alles kaputt, wenn man es darauf anlegt.

Ich würde in erster Linie abklären, was der Vermieter zulässt und das auch schriftlich festgehalten ist, im Fall sich tatsächlich die Einrichtung zerlegen sollte.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
376 Beiträge · seit 201407. Jan. 2017 · #7
Hi Hermann,

habe letztes Jahr (2016) im Mai diesen nagelneuen Camper in JOH angeschaut. Der hatte noch 0 KM auf der Nadel. Die Mitarbeiter von Britz waren natürlich von Ihrem Fahrzeug begeistert und meinten Chobe, Savuti und Moremi wären damit kein Problem. Auf evtl. Wasserdurchfahrten angesprochen, erklärte man mir folgendes: Zu Beginn der Reise würde man von Britz eine detaillierte Karte erhalten, welche Strecken momentan in den Gebieten Moremi, Savuti und Chobe erlaubt sind zu befahren.
Im letzten Urlaub hatten wir einen Nissan DC 2,4 D ohne Campingausstattung. Das Auto war ausreichend motorisiert. Ich habe bei diesem Aufbau allerdings meine Zweifel, ob der Motor noch ausreichend ist,

Zum Auto zurück: Die Innenausstattung mit fester Toilette ist an Komfort wahrscheinlich nicht zu übertreffen. M.E. leidet darunter aber der sonstige Stauraum für Taschen und so. Utensilien. Der Aufbau und der Schwerpunkt sind natürlich schon sehr hoch. Wie geländegänig die Kiste muss man einfach ausprobieren. Ich denke für eine normale Namibia und SA Tour seit Ihr mit dem Camper gut bedient.
Ich persönlich würde einen Bushcamper mit Klappdach insgesamt bevorzugen. Einige haben ja bereits ein Porta Potti, für die meisten ist eins zusätzlich erhältlich. Die Bettbreite ist nahezu die gleiche.

Grüsse Kloppo
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013- - die Reise zu den unaussprechbaren NPs 2014- - Kloppo und die Klepperkischd 2015- - How was Your Day?... A Trip to MOZ & SA 2016- - Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
348 Beiträge · seit 201107. Jan. 2017 · #8
Hallo Kloppo
Ich habe bei diesem Aufbau allerdings meine Zweifel, ob der Motor noch ausreichend ist,
Ich denke, gerade für Anfänger/Ersttäter, mit einem unbekannten Fahrzeug, ist ein nicht übermotorisiertes Fahrzeug sinnvoll.
Im Notfall kann man in die Untersetzung und ist dann bis 50 km/h sicher und karftvoll unterwegs.
Auf Gravelroads sind locker 80 im Hi 4 Modus möglich, das reicht.
Man ist ja schliesslich im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
3'883 Beiträge · seit 201107. Jan. 2017 · #9
Der Britz sieht ja recht wohnlich aus. Wem das auf Safari wichtig ist, der sollte ihn mieten. Über die technische Zuverlässigkeit sage ich nichts, da ich das Fahrzeug nicht kenne.
Wir bevorzugen jedoch für unsere Touren, die uns teilweise über holprige Tracks und durch Tiefsand führen, den robusten Bushcamper von Africamper: http://africamper.com/de/
Der Schwerpunkt des Aufbaus liegt tiefer als bei diesem Britz, der Ausbau besteht aus Aluminium, ist also leichter. Wir hatten für unsere erste Tour durchs Moremi und den Chobe NP einen DiscovererX mit einem höheren Schwerpunkt und Innenausbau aus Holz. Er war in schwierigen Passagen gar nicht gut zu fahren. Inzwischen gibt es ihn nicht mehr. Was uns wie Karma ebenfalls wichtig ist: Dieser Bushcamper besitzt ein Porta Potti. Hinzu kommt die persönlich gute Zusammenarbeit mit dem Vermieter, der Sonderwünschen gegenüber aufgeschlossen ist - soweit sie sich verwirklichen lassen. Auf unserer letzten Tour ging in den Cederbergen das Porta Potti kaputt. Da es zwischen Kapstadt und Upington nirgendwo gekauft werden kann, haben wir uns in Citrusdal getroffen und ein neues in Empfang genommen.
Wir mieten das Fahrzeug in diesem Jahr zum 3. Mal, da sowohl die Hard- als auch die Software 😉 zurverlässig sind.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2017
Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200607. Jan. 2017 · #10
Danke für Eure Meinungen und Tipps.
Ich glaube wir werden uns mal nach einem anderen Fahrzeug umsehen.

Gruß
Hermann
322 Beiträge · seit 200607. Jan. 2017 · #11
Hallo Hermann ,
nachdem wir 2013 und 2014 zufrieden mit einem 4WD MTX-2 (TRAX) von Britz unterwegs waren haben wir uns für 2017 für den 4x4 NAVI entschlossen .
Die Abmessungen Trax zu NAVI sind vergleichbar . s.Tabelle im Anhang
Dieses Fahrzeug erinnert uns an die Truckcamper in Canada und Südamerika.

https://www.camperboerse.ch/afrika/suedafrika/vermieter/britz

Gruß Dieter
seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
36 Beiträge · seit 201518. Jan. 2017 · #12
Hallo Hermann,
bevor ich uns diesen Camper für unseren turn im April/Mai 2017 gebucht habe, wollte ich über das Modell hier auch etwas erfahren. Scheinbar gibt es aber niemanden im Forum, der uns dazu etwas sagen kann.
Da es für meine Holde (verständlicher) absolut indiskutabel war, des nachts aus einem Dachzelt zu klettern und wir Erfahrung mit Kasettentoiletten haben, war dieses Modell gerade recht. Dazu war für mich das Bettenmaß von 190x168cm ein Argument.
Hardcore-4x4 haben wir zwar nicht vorgesehen, aber ich will absolut entspannt z.B. durch den Messum (Flussbett) oder Ähnliches kommen.
Wenn man sich im beiliegenden pdf die Vorderansichten anschaut, dann finde ich den Aufbau nicht soooo wahnsinnig hoch. Einzig der Monocab könnte für die Alltagstauglichkeit ein wenig nachteilig sein, da man kaum etwas in der Kabine unterbringt.

Wenn also Mai ist, gibt es einen Erfahrungsbericht... 😉
📎 NEWBRITZnavi-1.pdf
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200618. Jan. 2017 · #13
hallo dkprinz,
danke für deine Ausführungen. Ich hatte ja mal bei TUI wegen eines Campers nachgefragt, aber weder Euer Modell noch der Trax waren für den gesamten April verfügbar. Ist wohl ein gefragter Monat? Wir haben nun bei Africamper gebucht. Hardcore 4x4 brauchen wir, zumindest auf dieser Tour, auch nicht.
Auf Deinen Erfahrungsbericht bin ich gespannt.

Gruß
Hermann
3'883 Beiträge · seit 201118. Jan. 2017 · #14
Hallo Hermann,
mit dem Bushcamper von Africamper kannst du problemlos in Moremi WR, an die Chobe Riverfront, durch den Messum Krater usw. fahren. Der Eigentümer wird dir schon sagen, falls er sein Auto nicht für geeignet hält. Schließlich hätte er es gerne unbeschadet und pünktlich zurück. Nur Wasserdurchfahrten (die tiefer sind, als die Achse liegt) mag er nicht.

Viel Spaß
freshy
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Themenstarter1'564 Beiträge · seit 200618. Jan. 2017 · #15
Danke Freshy 🙂

Gruß
Hermann
761 Beiträge · seit 201028. Feb. 2017 · #16
Hallo alle,

wir waren bereits 3x mit einem ähnlichen Modell unterwegs, in Namibia/Botswana 2004 mit einem Camper von Hausners/Windhoek, 2010 Namibia/ Botswana/ Sambia von Bobo Campers , Windhoek, und 2014 Südafrika/Botswana von Bobo Campers Johannesburg.
Es hat eigentlich alles geklappt, bis auf die Tatsache, dass wir mitunter nach einer etwas unebenen Pad das Innere des Campers aufräumen mussten. 😉

Am neuen Britz 4x4 Campervan sind wir besonders interessiert, da wir überlegen, einen solchen 2018 zu buchen.
Insofern bin ich besonders gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht, dkprinz! 🙂

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
36 Beiträge · seit 201505. Mai 2017 · #17
Hallo Fomis,

nun sind wir seit gestern Morgen zurück und ich hatte ja einen Bericht zum Britz Nissan Navi versprochen. Ich beginne Mal, verspreche aber keine Vollständigkeit und ergänze ggf. später, sollte mir noch etwas einfallen. Wir hatten ihn 18 Tage.

o Zu unserem Vorteil war das Fahrzeug brandneu und wurde erst am Vortag aus SA nach Windhoek überführt (das sieht man an der Grenzübertrittserlaubnis, die hinter der Windschutzscheibe kleben muss - sie wurde dann mal bei einer Kontrolle inspiziert).
o Aufgrund der Toilettenkabine ist der Stauraum begrenzt. Im oberen Bereich nur am Küchenblock im Heck ein Staufach (kommt aber dem Schwerpunkt zugute).
o Wir hatten einen mittleren und einen kleinen Trolley und einen mittleren Seesack dabei. Der kleine Trolley blieb befüllt, dieser kam dann in den mittleren und so konnten wir sie tagsüber im Toilettenraum und nachts unter dem Bett verstauen (wir haben das Bett nie auf "Tag" zurückgebaut, da wir immer draußen sitzen konnten)
-- Sehr ungünstig: Kein von außen zugängliches Staufach. Dadurch müssen Campingtisch und -stühle im Innenraum transportiert werden, was richtig weh tut, wenn man sich vorstellt wie das dann gegen die Einrichtung schlägt (man sieht es ja nicht beim Fahren...). Auch das Handling aufgrund der hohen Einstiegskante ist unschön.
++ Die Kassettentoilette ist ein deutsches Produkt und tut entsprechend (sorry, aber das musste gesagt sein)
+ Wassertank 60l
o Diesel 70l (das war nicht so gut, aber noch akzeptabel für unsere Route)
++ Mehr als üppige Liegefläche mit 2 Kopfkissen einer großen Decke plus 2 Wolldecken
+ Die seitlichen Schiebefenster der Kabine sind genau auf Kopfhöhe, wenn man die Füße in den Alkoven steckt (ich habe öfter das Fenster aufgeschoben um die Sterne zu betrachten)
- Die Mückengitter an den Schiebefenstern halten Stechmücken ab, kleinere Heuschrecken quetschten sich aber durch die Lüftungsschlitze in die Kabine ?! (haben wir mit ducttabe gelöst)
+ Lüftung hat man ausreichend im Hubdach (4-seitig, verschließbar)
- Ich konnte bei 1,82m Körpergröße gut stehen, ohne dass das Hubdach oben war.
- Am Hubdach sind mir alle 4 Niederhalter, die von innen das Dach während der Fahr auf der Kabine unten halten abgerissen. Die musste ich nach und nach mit Kabelbindern "reparieren".
+ Die Kühlbox hat sehr gut funktioniert, die Zweitbatterie kaum belastet (wir haben aber auch nur auf 10°C gekühlt) und den Schlaf nicht gestört.
o 2-Flammenherd innen
o 2-Flammenherd außen. Allerdings bei den windigen Verhältnissen kaum zu gebrauchen, da ein Windschutz fehlt.
o Mini-Außenspüle (habe wir nie gebraucht)
+ Außendusche (mit dem Boiler (Gas/Strom) ein bisschen Warmwasser machen und morgens schön Haare waschen 😛 )

Exkurs: Bei Ankunft am WDH prangt ein großes Banner im Ankunftsbereich mit dem markigen Spruch: "Mit 3% der in Namibia zur Verfügung stehenden solaren Energie kann man den Energiebedarf ganz Europas decken!" (oder so ähnlich) Ja, Leute, dann fangt erst mal an, diese solare Energie für warme Duschen am Morgen in Namibia zu verwenden! Euer Warmduscher

+ Monocab: Hinter dem Schaltknüppel und der 2WD/4WD-Schaltung ist ein schöner Platz für die Fototasche o.ä. und es gibt eine durchgehende Sitzbank - wir waren mit dem Stauraum hier zufrieden
+ Motorleistung m.E. absolut ausreichend. Ich fahre aber privat auch einen V60 mit dem kleinsten Diesel (1.6 Liter; 115 PS)...
+ Ich bin auch im 4L im Sand Steigungen im Namibrand ohne Probleme gefahren und hatte nie das Gefühl das Fahrzeug zu überfordern
o Etwas schwammiges Fahrwerk, das zum Nicken neigt. Beim Kurvenfahren auf Gravel ist mit aber kein besonderes Über- oder Untersteuern aufgefallen.

So, das wäre es mal fürs Erste. Gerne könnt ihr noch nachfragen 🙂

LG dkprinz
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2017
322 Beiträge · seit 200605. Mai 2017 · #18
Hallo ,
erstmal Danke für Deinen informativen Bericht.
Wir bekommen in 14 Tagen unseren NAVI in Windhuk.
-- wie seid Ihr mit dem GAS ausgekommen , es soll ja nur eine 3Ltr. Flasche sein ? ( geg. dem Trax mit 2x 4,5Ltr. )
-- bestand die Möglichkeit einen 2. Ersatzreifen zu bekommen ?
-- hattet Ihr einen Kompressor und einen vernüftigen Wagenheber mit Radschlüssel an Bord ?
-- wie staubdicht ist der ganze Aufbau ?

Gruß Dieter
seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
36 Beiträge · seit 201505. Mai 2017 · #19
Hallo Dieter,

haha, ich wollte ja nur etwas über den Navi schreiben - nicht über die Leistung von Britz, aber da du fragst:

1. Da das Fahrzeug erst am Vortag "angeliefert" worden war, hat man uns gleich mit einer leeren Gasflasche losgeschickt. Das war für uns erst mal nicht tragisch, da wir die ersten 3 Nächte (über Ostern) in einer prima Lodge verbrachten. Auf der Fahrt dorthin wollten wir uns einen Kaffee kochen - da fiel es uns glücklicherweise auf. Ich wusste aber aus dem Forum, dass es in Mariental einen "Auffüller" gibt (W. von Watzdorf in der Marie Brandt Street (Kostenpunkt siehe Anlage) - in Namibia werden Flaschen nicht getauscht sondern nachgefüllt). Da wir nur die Hälfte der Nächte auf Campsites verbrachten (uns da aber wirklich selbst versorgten) war der Gasverbrauch gering. Auch läuft ja die Kühlbox nur auf Strom.
2. Zweites Ersatzrad: Wohin damit? Tagsüber aufs Bett? Es gibt keine Zurrösen, um im Innenraum etwas zu sichern. Das 1. Ersatzrad befindet sich unter dem Chassis. Keinen zusätzlichen Ballast hinten (an der Kabine außen) anzubringen, halte ich herstellerseitig für eine sehr gute Entscheidung. Bei identischen Reifendruck waren die hinteren Pneus so schon deutlich sichtbar mehr belastet. Nagelneues Gefährt mit neuen elastischen Pneus ohne Walkbelastung - wir hatten keinen Reifenschaden.
3. Der standardmäßig vorhandene Kompressor befand sich ebenso noch in der Originalverpackung. Er war gut für 2,5 bar. Ab da wurde es zäh - aber ich bin dann auch tar einfach mit 2.5 gefahren. Ansonsten war er OK. Für das Luftablassen würde ich mir das nächste Mal etwas mitnehmen, da man nicht mit dem Füllschlauch allein Luft ablassen kann (keine Druckkontrolle). Es war ein üblicher "Maria-Hilf-" Wagenheber dabei. Natürlich auch Warndreieck und Radkreuz.
4. Das Staubthema: Da habe ich mich doch gewundert, wie hysterisch hier teilweise mit der Staubentwicklung umgegangen wird. Türen, Einschweißen, Sonderfototaschen, und, und und. Zum Glück habe ich mich davon nicht anstecken lassen. Die Kabine an unserem Navi war super dicht. Beim Absenken des Hubdachs aht sich anfangs immer der Stoff nach außen gewölbt und es war nicht lustig gegen die 4 Gasdruckfedern zu arbeiten - bis wir dann die Kabinentür offen ließen 😛

Zusatzinfo: mit geliefert wird noch: Zusatz für die Toilette; Kabel für Stromanschluss, Adapter zu dito.; Beil zum Kleinholzmachen, da das verdammte Supermarktholz sonst zum Selbstlöschen neigt; Toaster (kein Witz - den haben wir sogar benutzt, da wir keine Knatschebrot-Fans sind); Wasserkocher; Töpfe und Pfanne mit Glasdeckel (?) und sonst halt das übliche Geschirr. Sehr gut haben uns die Edelstahl-Weinkelche gefallen, weil die klingen (im Gegensatz zu Plaste).
Im Innenraum gibt es keinerlei Haken um etwas aufzuhängen. Ich hatte mir in der Bucht 2 Saugnäpfe mit Ösen und je 2 Haken geschossen - die waren Gold wert!

Im Nachhinein muss ich sagen: Gar kein so schlechtes Auto, wenn man es mag mit der Festkabine.

LG
Stephan
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2017
761 Beiträge · seit 201012. Mai 2017 · #20
Hallo, Stephan,

danke,
das hört sich doch gar nicht schlecht an! Ich denke, wir werden für 2018 auch einen Navi buchen. 🙂
Die Edelstahlkelche haben uns im Bobo 4x4 Campervan seinerzeit so gut gefallen, dass wir uns für unser eigenes Womo hier auch genau solche gekauft haben! 😉

Habt Ihr auch ein paar Fotos vom Innenraum?

Und Dieter - wenn Du später auch kurz berichten könntest über Eure Erfahruneg - das wär super!

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2017