Botswana ohne Malaria Prophilaxe?

11 Antworten · 7'716 Aufrufe · gestartet 11. Nov. 2016 von garrettrs
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201611. Nov. 2016 · #1
Hallo,

Da es übliche Praxis ist Botswana mit einer Vorbeugender Prophylaxe zu bereisen, frage ich mich wieviele von euch machen es nicht so und Reisen mit Notfallmedis und schützen sich dementsprechend Abends etc?

Wie sind die Erfahrungen mit so einer Vorgehensweise?

Reise März, Chobe, Savuti, Delta...nach Namibia?


Danke für eure Inputs


Adil
3'883 Beiträge · seit 201111. Nov. 2016 · #2
garrettrs schrieb:Hallo,

Da es übliche Praxis ist Botswana mit einer Vorbeugender Prophylaxe zu bereisen, frage ich mich wieviele von euch machen es nicht so und Reisen mit Notfallmedis und schützen sich dementsprechend Abends etc?

Wie sind die Erfahrungen mit so einer Vorgehensweise?

Reise März, Chobe, Savuti, Delta...nach Namibia?
Danke für eure Inputs
Adil
Hallo Adil,
bitte gib dein Anliegen in die Suchfunktion ein. Dort findest du dermaßen viele und unterschiedliche Meinungen zu dem Thema, dass dazu in diesem Forum alles gesagt ist. Man könnte sich nur wiederholen.

LG freshy
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389 Beiträge · seit 200611. Nov. 2016 · #4
Hallo Adil,

ja, nein, kann man, risiko, locker, kein Problem, nur stand by, geht gar nicht, na ja, ollala ....... usw.

Suchs dir aus.
Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
23 Beiträge · seit 201611. Nov. 2016 · #5
Hallo Adil,
wir sind seit über fünf Monaten in Ostafrika ohne Malaria unterwegs und als Langzeitreisende stellt sich die Frage nach einer Prophylaxe nicht wirklich.
Natürlich kann man Botswana ohne Malaria Prophylaxe bereisen, da die Chance einer Infektion relativ gering ist. Das Risiko einer Infektion steigt proportional mit der Bevökerungsdichte. Nun leben ja in Botswana relativ wenig Menschen pro Quadrat km und daher gibt es relativ wenig Überträger. In einer Großstadt wie z.B. Dar es Salaam oder Mombasa sieht das wieder ganz anders aus.
Ob du eine Prophylaxe nimmst oder nicht hängt alleine von deiner Entscheidung ab und welches Verhältnis zu diesem (geringen) Risiko hast. Das ist kein Thema von einem Arzt sondern eine persönliche Entscheidung. Es gibt so viele andere Infektionen für die es keine Prophylaxe oder Impfung gibt und die nicht annähernd so leicht zu behandeln sind wie Malaria.

Wir reisen mit Malaria Schnelltest und entsprechenden Medikamenten um auch in abgelegenen Gebieten die wir bereisen uns entsprechend behandeln zu können bis wir zu einer verlässlichen medizinischen Versorgung kommen.

Ciao
Eva&Alfred
www.globenomaden.at
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2016
48 Beiträge · seit 201211. Nov. 2016 · #6
nur so als Denkanstoß (es hängt natürlich immer davon ab wann du fährst, wohin und wie das Wetter war...):
die einzigen Mückenstiche einer Reise im Juli/ August über 5 Wochen durch Namibia hatte ich mir in Wien am Flughafen (ok es war der Heurige vor dem Flughafen in Fischament...) geholt - in Namibia war keine einzige Mücke...
16,9k Beiträge · seit 201211. Nov. 2016 · #7
Ale tb schrieb:
die einzigen Mückenstiche einer Reise im Juli/ August über 5 Wochen durch Namibia hatte ich mir in Wien am Flughafen (ok es war der Heurige vor dem Flughafen in Fischament...) geholt - in Namibia war keine einzige Mücke...
Da war ja auch in Namibia Winter und in Wien Sommer.... 😛

LG
Logi
7'296 Beiträge · seit 200612. Nov. 2016 · #8
globenomaden schrieb:
wir sind seit über fünf Monaten in Ostafrika ohne Malaria unterwegs und als Langzeitreisende stellt sich die Frage nach einer Prophylaxe nicht wirklich.
... auch da gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich habe auch schon zwei Langzeitreisende getroffen, die zwei Jahre lang ununterbrochen Prophylaxe nahmen. Allerdings werden das vergleichsweise nur Wenige tun.
Wir reisen mit Malaria Schnelltest und entsprechenden Medikamenten um auch in abgelegenen Gebieten die wir bereisen uns entsprechend behandeln zu können bis wir zu einer verlässlichen medizinischen Versorgung kommen.
... gibt es Schnelltests, die auch den Erreger anzeigen und habt ihr verschiedene Medikamente mit oder geht ihr im Falle eines Falles von Plasmodium falciparum aus und nehmt Medikamente dagegen, die dann aber gegen P. vivax, P. ovale, P. malariae und P. knowlesi unwirksam sind?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
345 Beiträge · seit 201112. Nov. 2016 · #9
Hallo

Ich bin letzten Sonntag aus Botswana zurückgekehrt. War gut 14 Tage unterwegs. In den NP gab es wenige Mücken (noch keine Regenzeit). Nur in Livingstone in der Marmba Lodge waren die Viehcher etwas ärgerlich. Meine Mitreisenden und auch ich haben täglich unsere Malarone-Tablette reingeschmissen. Lieber ein paar Tabletten unnötig, als sich diese lästige Krankheit einzufangen. Ich habe noch nie spürbare Nebenwirkungen bemerkt.
Aber wie immer wieder betont, es muss jeder für sich entscheiden wie er es mit der Prophylaxe hält.
LG Peter
23 Beiträge · seit 201612. Nov. 2016 · #10
BikeAfrica schrieb:
... gibt es Schnelltests, die auch den Erreger anzeigen und habt ihr verschiedene Medikamente mit oder geht ihr im Falle eines Falles von Plasmodium falciparum aus und nehmt Medikamente dagegen, die dann aber gegen P. vivax, P. ovale, P. malariae und P. knowlesi unwirksam sind?
Unser Schnelltest (Binax Now) zeigt eine Infektion von PL falciparum als auch die anderen Infektionen an (wobei kein Unterschied zwischen P. vivax, P. ovale und P.malariae gemacht wird, das ist aber auch nicht nötig) bzw. werden auch Mischinfektionen angezeigt.
Grundsätzlich ist es so, dass die ACT (artemisinin based combination therapies) Medikamente gegen alle Formen der Malaria wirksam sind (inkl. knowelsi). Es ist daher nicht notwendig für P.vivax, P. malariae und P.ovale z.B. eigene Medikamente wie z.B. Colorquine mitzunehmen. Und die ACT's haben ja Colorquine und andere Medikamente aufgrund der Resistenz Thematik ersetzt.
Wichtig ist noch hinzuzu fügen, dass P. ovale, p. vivax und P. malarie Infektionen niemals einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen können, da die Plasmodien Konzetration im Blut aufgrund der periodischen Schübe niemals so hoch wird wie bei P. falciparum.

Wir hoffen, wir konnten mit diesen Ausführungen ein wenig Licht in das Kapitel Malaria bringen.

P.S.
P.knowelesi gibt es nur in Süd-Ost Asien

Gesunde Heimkehr von euren Reisen wünschen euch aus Kenia
Eva&Alfred
www.globenomaden.at
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2016
7'296 Beiträge · seit 200612. Nov. 2016 · #11
globenomaden schrieb:
Wichtig ist noch hinzuzu fügen, dass P. ovale, p. vivax und P. malarie Infektionen niemals einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen können, da die Plasmodien Konzetration im Blut aufgrund der periodischen Schübe niemals so hoch wird wie bei P. falciparum.
... wenn das "niemals" hier nicht stehen würde, wäre das besser.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
23 Beiträge · seit 201616. Nov. 2016 · #12
Wir präzisieren:
wenn man nicht an einem Immundefekt leidet, Immunsuppresiva zu sich nimmt oder aufgrund hohen Alters ein bereits geschwächtes Immunsystem oder grundsätzlich ein schlechtes Herz-Kreislaufsystem hat wird eine P. ovale, P. malarie und P. vivax Malaria Infektion keinen lebensgefährlichen Verlauf nehmen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu P. falciparum bzw. knowelsi Infektionen die bei Europäern unbehandelt sehr wahrscheinlich einen tödlichen Verlauf nehmen werden.

Ciao
Eva&Alfred
www.globenomaden.at
Grüße Eva&Alfred www.globenomaden.at