Und so ging es morgens wieder los in den Etosha und als erstes wollten wir die Fisher’s Pan umrunden. Aber wir kamen nicht weit, da dort Straßenarbeiten durchgeführt wurden und so fuhren wir zurück und steuerten das Wasserloch Klein Namutoni an. Dort war tote Hose bis auf diese Graulärmvögel.
Dann nahmen wir uns den Dik-Dik-Drive vor und sahen Kudus
Zebras
einen Gelbschnabeltoko
und diesen Vogel, den ich nicht zu benennen weiß.
Ganz besonders niedlich fanden wir die Dik-Diks
Auf dem Weg zurück nach Klein Namutoni liefen zwei Schopffrankoline (?) im Gleichschritt am Wegesrand entlang
und am Wasserloch fanden wir ein Oryx, ein Impala und eine Giraffe vor
Auf einem Baum entdeckten wir einen Grautoko
und am Wasserloch Klein Okevi sahen wir Schakale, Kudus und Springböcke.
Am Wasserloch Groß Okevi war eine kleine Giraffenversammlung, der wir eine Weile zuschauten.
Weiter ging es nach Tsumcor, wo uns viele Elefanten, ein paar Oryx, Zebras, Elands und Giraffen erwarteten
Teil 2219. Nov. 2016
Fortsetzung Freitag 23.09.2016
Einem Oryx war eine Elefantenhinterlassenschaft zwischen die Hörner geraten 😄 und es mühte sich eine Weile ab, das Ding wieder loszuwerden
Nach mehr als einer Stunde zogen die Elefanten allmählich ab und überließen den anderen Tieren das Wasserloch
Für den Nachmittag hatten wir den Sundowner Drive im Onguma gebucht und wollten vorher noch ein wenig am Pool relaxen, daher fuhren wir gegen Mittag zurück. Unterwegs sahen wir noch einen Strauß
einen Trauerdrongo (oder ist das wieder eine Kapkrähe?)
und jede Menge Springböcke.
Um 16:30 Uhr starteten wir zusammen mit zwei Paaren aus Österreich und einem Paar aus Belgien den Sundowner Drive. Leider ließen sich außer einer Riesentrappe
einer Giraffe
einer Nilgans
und einem Schakal
keine weiteren Tiere blicken und man merkte uns allen wohl die Enttäuschung an 🙁 🙁 🙁 . Wahrscheinlich waren wir aber auch vom Etosha viel zu verwöhnt 😗
Nach eineinhalb Stunden bekam unser Fahrer eine Meldung über Funk und raste los, um kurz darauf bei zwei anderen Fahrzeugen zu halten. Und dann sahen wir den Grund der Aufregung: ein Gepard mit einem frischen Riss!
Immer wieder schaute er sich nach allen Seiten um, ob kein anderes Tier in der Nähe war, um ihm seinen Leckerbissen streitig zu machen.
Nach dieser Sichtung waren alle natürlich etwas versöhnt. Auf dem Weg zurück sahen wir noch ein Nashorn, bei dem es leider nur zu einem „Beweisfoto“ langte.
Das Abendessen war wieder sehr gut und anschließend saßen wir noch lange mit den Österreichern zusammen. Sie waren am Tag vorher erst in Namibia angekommen und Onguma war ihre zweite Station nach Okonjima. Wir erzählten von unseren Erfahrungen und Erlebnissen und nach einiger Zeit gesellte sich noch ein deutsches Paar hinzu und wir verbrachten alle gemeinsam einen netten Abend.
Fortsetzung folgt
Teil 2323. Nov. 2016
Samstag, 24.09.2016
Unser Ziel für diesen Tag war die Frans Indongo Lodge. Unterwegs auf der geteerten B1 vermissten wir die Gravel Roads und uns wurde nun erst so richtig bewusst, dass wohl die aufregendste und tierreichste Zeit hinter uns lag und wir waren ein wenig traurig – aber natürlich auch dankbar für alles, was wir gesehen und erlebt hatten.
Von der B1 führte eine wunderschön rotsandige Pad
zur Lodge, die uns sofort gut gefiel. Von der großen Terrasse hatte man einen schönen Blick auf ein kleines Wasserloch mit Blessböcken, Kudus, Gnus, und Warzenschweinen
Wir entspannten am Pool und auf der Terrasse und nahmen nachmittags am Gamedrive teil. Im Gegensatz zu allen Nachmittagsdrives in unseren bisherigen Lodges war dies ausdrücklich ein Drive ohne Sundowner, was wir ein bisschen schade fanden, denn beim Sundowner war immer eine besondere Stimmung und man kam mit den Mitreisenden ins Gespräch.
Nachdem wir durch dieses schöne Tor
gefahren waren, wurde uns gesagt, dass der Drive nicht auf dem Mainland, wo es viel mehr Tiere gab, stattfände, sondern auf dem kleineren Teil mit wenig Wild. Das fanden wir nicht ganz in Ordnung. Wenn uns das vorher gesagt worden wäre, hätten wir evtl. nicht an der Tour teilgenommen. Aber nun saßen wir bereits im Wagen. Und so sahen wir denn auch nur einen Wasserbock, ein Weißschwanzgnu
und diesen Vogel
Erst kurz vor Ende der Tour spürte der Fahrer noch ein Nashorn mit seinem Baby auf
Der Sonnenuntergang fand wegen vieler Wolken an diesem Abend recht verdeckt statt
Beim Abendessen wurden die drei Gänge von sehr langen Pausen unterbrochen jeweils an allen Tischen gleichzeitig serviert. Es zog sich dadurch endlos lange hin.
Teil 2423. Nov. 2016
Sonntag, 25.09.2016
Der Sonnenaufgang präsentierte ein wunderschönes Farbenspiel
Wir frühstückten in aller Ruhe und beschlossen dann, zum Waterberg zu fahren.
Unterwegs las ich im Reiseführer, dass die Parkverwaltung dort täglich um 6/8 und 15/16 Uhr Pirschfahrten durchführt und man selber keine Game Drives machen kann. Für die frühe Tour war es zu spät und für die Nachmittagstour zu früh, daher entschlossen wir uns, umzukehren und den Tag in der Lodge zu verbringen. Im Nachhinein haben wir bereut, dass wir uns nicht vorher besser informiert hatten und nicht wussten, dass man dort wohl wunderschön wandern kann. Na, ja – beim nächsten Mal. Ein Grund, wiederzukommen! 😄 🙂
Daher gibt es von diesem Tag nur noch ein paar Fotos vom Blick von der Terrasse.
An diesem Abend lief das Essen etwas zügiger ab 🙂 . Das Personal hatte wohl gemerkt, dass viele Gäste am Vorabend etwas genervt waren.
Fortsetzung folgt
Teil 2525. Nov. 2016
Montag, 26.09.2016
Auf der roten Pad und vorbei an vielen Termitenhügeln ging es zur B1 und in Richtung Okahandja.
Von der Hauptstraße führte eine 26 km lange kurvige Gravelroad zu unserem vorletzten Quartier, dem Elegant Farmstead.
Dort wurden wir sehr freundlich von Gwen, der Managerin, empfangen. Die Anlage ist schön gestaltet, im Garten mit vielen verschiedenen Sitzmöglichkeiten auf drei Ebenen und einem tollen Pool – der war uns aber zu kalt, brrrh, 🤩
Das Zimmer war schön, das Bad gefiel uns nicht besonders, da es klein und schlecht beleuchtet war.
Wir lagen am Pool, sichteten Fotos, lasen, schrieben Tagebuch und freuten uns über den Kuchen 😉 , den es nachmittags gab.
In einem Baum entdeckte ich diese Strichelracke (Danke, liebe Bele!).
Danach unternahmen wir noch den 5 km langen Game Walk. Der gefiel uns richtig gut, auch wenn sich nur wenige Tiere in weiter Entfernung blicken ließen.
Ich versuchte mehrmals, einen Rotbauchwürger zu fotografieren, aber der wollte einfach nicht – schade, denn ich finde diesen Vogel ausgesprochen hübsch und hätte gerne ein Foto gehabt. Also, noch ein Grund für eine zweite Namibia-Reise 😗 😄 .
Außer uns war nur noch eine deutsche Reisegesellschaft in der Unterkunft und wir hatten beim Abendessen keine Chance, dem Monolog des Reiseleiters zu entkommen 😮 😐 . Dabei erzählte er eigentlich nur von sich selbst 😗 . Das bestätigte uns wieder einmal, dass wir viel lieber alleine reisen 😛 😁
Für den nächsten Tag stand eine Cheetah-Tour auf unserem Programm, auf die wir sehr gespannt waren. 🤩 🙂
Teil 2627. Nov. 2016
Dienstag, 27.09.2016
Nach einem leckeren und reichhaltigen Frühstück startete um 8:30 Uhr unsere Cheetah-Tour. Wir hatten überhaupt keine Ahnung, was uns erwartete, denn wir hatten diese Tour nicht explizit gebucht, sondern sie war im Gesamtpaket des Veranstalters, über den wir die einzelnen Unterkünfte gebucht hatten, enthalten. Daher ließen wir uns einfach überraschen, was auf uns zukam.
Wir waren die einzigen Teilnehmer. Die Reisegruppe hatte schon früh morgens die Unterkunft verlassen. Auf dem offenen Jeep ging es 40 km!!! auf der Gravel Road. Es wehte ein starker, kalter Wind und trotz Fleece, Softshelljacke und Decke froren wir wie verrückt 😮 . Und die Fahrt nahm und nahm kein Ende. Zu sehen gab es unterwegs nur recht öde Landschaft, aber fotografieren wäre bei dem Geruckel eh’ nicht drin gewesen 😵 😗
Endlich erreichten wir eine Farm und wurden dort von einem der Besitzer, Alexander, in Empfang genommen. Er erzählte uns, dass er vor 10 Jahren drei junge Geparden, deren Mutter erschossen worden war, zu sich genommen und aufgezogen hatte. Die Geparden lebten in einem Gehege und bekamen täglich Fleisch, aber hin und wieder zog jeder der drei mal los und blieb ein, zwei Tage verschwunden, bevor er dann wieder „nach Hause“ kam.
Alexander sagte, dass sie zahm seien und wir ins Gehege gehen würden. Uuuaah, da waren wir etwas skeptisch und nicht ganz ohne Angst. Einer der Geparden war gerade „unterwegs“ und die anderen beiden lagen friedlich auf dem Boden.
Wir blieben erst einmal in angemessener Entfernung, trauten uns dann aber immer näher ran, während Alexander mit ihnen sprach und sie streichelte.
Er erzählte uns, dass jeder einen eigenen Baum hätte, und dieser für den jeweils anderen absolut tabu sei. Wir waren erstaunt, als Alexander uns zeigte, dass die Tiere die kleinen Fleischbrocken, die Alexander in einer Tüte in seiner Westentasche hatte, nicht riechen konnten. Das hätten wir nicht für möglich gehalten. Er forderte die Tiere zu etwas Action auf und so konnten wir ein paar schöne Fotos machen.
Zuletzt trauten wir uns sogar, die beiden zu streicheln. Das Fell fühlte sich nicht so weich an, wie es aussieht, sondern eher etwas borstig bis drahtig.
Insgesamt waren wir eine Stunde dort und erfuhren einiges aus seiner Sicht über die Situation mit den Geparden in Namibia. Uns war schon klar, dass die Farm über Touristen wie uns mit den Tieren etwas Geld verdient, andererseits werden sie dort aber auch gefüttert und sicherlich reißen die Tiere, wenn sie unterwegs sind, auch einiges Wild aus dem Bestand der Farm. Dennoch war der Besuch dort sehr interessant und eine schöne Erfahrung für uns.
Nach nochmals 40 km zurück auf der Piste bei immer noch recht kaltem Wind waren wir ganz froh, uns im Garten in der Sonne etwas aufwärmen zu können 😎 .
Nach Kaffee und Kuchen ging es dann um 17:00 Uhr auf Sundowner Tour mit Theodor. Das war eine sehr schöne Fahrt, obwohl wir relativ wenige Tiere in ziemlicher Entfernung sahen.
Der farmeigene Sundowner-Hügel bietet einen wunderschönen Blick
und wir genossen mit etwas Wehmut den letzten Sonnenuntergang unserer Reise.
Teil 2727. Nov. 2016
Mittwoch 29.09. und Donnerstag 30.09.2016
Am nächsten Tag ging es zurück nach Windhoek ins Elegant Guesthouse. Den Nachmittag verbrachten wir am Pool zusammen mit einem deutschen Paar, das ebenfalls am nächsten Tag heimflog und erzählten uns gegenseitig von unseren Erlebnissen. Abends aßen wir zum schönen Abschluss unseres Urlaubs noch einmal im Restaurant Nice. Am nächsten Morgen konnten wir uns nach Verlassen unseres Zimmers noch im Garten des Guesthouse aufhalten, um etwas Zeit bis zum Abflug zu überbrücken. Wir unterhielten uns eine Weile mit einem gerade eingetroffenen holländischen Paar über ihre Route und unsere Route und Erfahrungen und schenkten ihnen unsere Kühltasche. Mittags ging es zum Flughafen, den Wagen abgeben und warten, bis es endlich um 21:35 Uhr mit der Air Namibia zurück nach Deutschland ging.
Fazit: Wir hatten einen wunderschönen Urlaub, haben keinerlei negative Erlebnisse gehabt und fühlten uns überall sehr wohl und niemals unsicher. Unsere Unterkünfte waren fast ausnahmslos noch schöner als erwartet, die Menschen überall sehr freundlich und über unser unglaubliches Sichtungsglück im Etosha brauche ich ja wohl nichts mehr zu sagen 🤩 .
Ich danke allen, die hier „mitgefahren“ sind, "Danke" gedrückt und mich mit ihren lieben Kommentaren zum Weiterschreiben motiviert haben. 🙂
Am liebsten würde ich nun gleich die nächste Reise antreten, um wieder einen Bericht schreiben zu können – es hat nämlich viel Spaß gemacht! 😄 🙂