Etosha ohne Vorbuchung

23 Antworten · 3'727 Aufrufe · gestartet 09. Okt. 2016 von pzinken
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Themenstarter94 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #1
Hallo allerseits,

wir planen, Anfang Januar im Ethosha Park aufzuschlagen (2 Personen, ein Auto) und wahrscheinlich in den unterschiedlichen Camps für ein, zwei Nächte zu bleiben. Um die Routenplanung insgesamt ein wenig flexibel zu halten, möchten wir ungern vorbuchen.

Frage an die Erfahrenen: was passiert, wenn wir zu Sonnenuntergang beispielsweise in Okaukuejo ankommen und dann dort alles ausgebucht ist? Müssen wir so rechtzeitig dort sein, dass wir im Zweifel den Park noch vor Sonnenuntergang verlassen können?

Ist überhaupt damit zu rechnen, dass die Campingplätze komplett voll sind? Ich finde keine Angaben über die Anzahl der Stellplätze und so richtig Saison für Etosha ist zu der Zeit ja nicht.

Danke für Eure Tipps.

Gruß
Peter
Trophäenloser Weltenbummler
4'129 Beiträge · seit 200809. Okt. 2016 · #2
"...wenn wir zu Sonnenuntergang beispielsweise in Okaukuejo ankommen und dann dort alles ausgebucht ist?"

...dann produzierst du unmittelbare Begeisterung bei den Mitarbeitern... 😗
denn, sollten sie ausgebucht sein, musst du noch nach draußen fahren...
Es ist nicht unbedingt zu erwarten, dass zu der Zeit ausgebucht ist, aber man weiß nie. Sind dann nicht grad Ferien in Namibia? Dann eher doch? Allerdings tendieren die Einheimischen im Hochsommer eher zur Küste...
Du siehst, viele Fragezeichen...

Es ist doch alles kein Problem, im Allgemeinen weiß man ja mindestens einen halben Tag vorher, wo man aufschlagen will, dann sagt man da kurz Bescheid, dass man kommen will und spät kommt.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2016
16,9k Beiträge · seit 201209. Okt. 2016 · #3
pzinken schrieb:Hallo allerseits,

wir planen, Anfang Januar im Ethosha Park aufzuschlagen (2 Personen, ein Auto) und wahrscheinlich in den unterschiedlichen Camps für ein, zwei Nächte zu bleiben.
Zu diesem Zeitpunkt sind im kompletten südafrikanischen Raum Sommerferien und die Campingplätze an den einschlägigen Hot Spots gerammelt voll.

LG
Logi
47 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #4
Hallo,
also das interessiert mich auch. Hieße das also wirklich, man würde ggf. ab gewiesen und muß bei Dunkelheit durch den Park nach draußen fahren ?
49 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #5
Hallo,
leider kann ich Euch keine aktuelle Antwort geben, aber meine Eltern haben das vor ca 30 Jahren gemacht. Sie durften die Nacht über bleiben erhielten aber eine Lange Standpauke und eine schriftliche Verwarnung, dass falls es noch mal passieren sollte sie aus dem Park ausgewiesen werden.
Inzwischen kann sich das natürlich alles geändert haben, aber es könnte auch sein, dass das Prozedere etwa gleich geblieben ist.

Allerdings könntest Du wenn du etwas flexibel bist morgens/mittags immer für den kommenden Abend schauen lassen wo noch etwas frei ist,....
LG
Desertstar
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2016
Themenstarter94 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #6
Also ich hatte bereits bei NWR angefragt und eine Buchung wäre möglich, Plätze vorhanden. Nur möchte ich mich ungern für jede einzelne Nacht im Vorfeld festlegen. Sollte es tatsächlich unmöglich sein, mit einer gewissen Spontanität und Fexibilität auch während der Sommerferien unterwegs zu sein?
Trophäenloser Weltenbummler
7'296 Beiträge · seit 200609. Okt. 2016 · #7
derdahinmuss schrieb:
Hieße das also wirklich, man würde ggf. ab gewiesen und muß bei Dunkelheit durch den Park nach draußen fahren ?
... mache Dir keine Hoffnung, auf diese Weise zu einer sonst nicht erlaubten Nachtpirsch zu kommen. Du bekommst Ärger und bleibst bis zum Sonnenaufgang dort. Wie der Ärger aussieht, kannst Du selbst rausfinden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter94 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #8
Würde mich schon interesseiren, wie der Ärger aussieht... Selbst herausfinden kann man alles, logo.

Es sind doch sicherlich schon andere unterwegs gewesen, ohne jeden Tag exakt vorausgebucht zu haben. Wie habt ihr das gehändelt?
Trophäenloser Weltenbummler
566 Beiträge · seit 201309. Okt. 2016 · #9
Hallo,

also wenn ich mal ganz ehrlich bin, so richtig erstehe ich die immer wieder aufkommende "ich-will-unbedingt-und-in-jeder-Hinsicht-flexibel-bleiben" nicht. Wo werde ich den nun urlaubslaunetrübend arg eingeschränkt, wenn ich 2-3 Tage in Parks wie Etosha oder auch in Botswana vorbuche?

Das hat teilweise manchmal irgendwie den Anschein nach "ich bin bei euch zu Gast, passt euch mir an." Wenn die Parks in aller Regel heiss begehrt und schnell ausgebucht sind, dabei vorallem zu Urlaubszeiten oder zur Hochsaison, dann gibt es doch nur 2 Möglichkeiten: ich buche vor oder aber ich beschränke mich auf Tagesbesuche. Möchte ich dort auch übernachten - da ich ja sowieso dort hin will - buche ich halt.

Zudem: wenn z.B. Etosha als Fixpunkt/ highlight im Namibia-Urlaub ist, dann einfach 3 Tage Etosha ans Urlaubsende setzen, vorbuchen und die restlichen Tage vollkommen flexibel durchs Land düsen. So völlig losgelöst von allen Zwängen dürfte Namibia eh nicht laufen, denn allein die teilweise deutlichen Fahrstrecken zwingen zu einer Art Grundplanung.

LG Mogambo 🙂
7'296 Beiträge · seit 200609. Okt. 2016 · #10
pzinken schrieb:Würde mich schon interesseiren, wie der Ärger aussieht... Selbst herausfinden kann man alles, logo.

Es sind doch sicherlich schon andere unterwegs gewesen, ohne jeden Tag exakt vorausgebucht zu haben. Wie habt ihr das gehändelt?
... ich plane nie voraus.
Ich war einfach rechtzeitig dort.
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter94 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #11
BikeAfrica schrieb:
... ich plane nie voraus.
Ich war einfach rechtzeitig dort.
So dachte ich mir das auch.
Trophäenloser Weltenbummler
47 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #12
Mogambo schrieb:Hallo,

Das hat teilweise manchmal irgendwie den Anschein nach "ich bin bei euch zu Gast, passt euch mir an." Wenn die Parks in aller Regel heiss begehrt und schnell ausgebucht sind, dabei vorallem zu Urlaubszeiten oder zur Hochsaison, dann gibt es doch nur 2 Möglichkeiten: ich buche vor oder aber ich beschränke mich auf Tagesbesuche. Möchte ich dort auch übernachten - da ich ja sowieso dort hin will - buche ich halt.

LG Mogambo 🙂
Ich weiss nicht, an welcher Stelle hier impliziert wurde, alles müssen sich nach dem Reisenden richten? Es wird doch nach Hilfe und Erfahrungswerten gefragt und stattdessen Starrsinnigkeit vorgeworfen. Wenn ich auf einer organisierten Tour unterwegs bin habe ich keine Flexibilität. Was spricht dagegen sich diese als individualreisender weitgehend bewahren zu wollen, im Rahmen der Möglichkeiten ?
4'129 Beiträge · seit 200809. Okt. 2016 · #13
- eben im Rahmen der Möglichkeiten.
und die wurden genannt
und doch noch nicht akzeptiert.

Wenn man Spontanität will, dann muss man eben wirklich flexibel sein und den Park ggf. verlassen. Ganz einfach. Das will man dann doch so.
Oder wie ist das mit der Flexibilität gemeint?
Genau daher kommt die Bemerkung, dass man wohl erwartet, dass sich andere an die eigenen Bedürfnisse anpassen sollen...
- wenn man nämlich unangemeldet in einem Nationalpark bei Sonnenuntergang zur Übernachtung aufläuft und hofft, dass sie einen nicht entsprechend maßregeln.
Auch in Afrika gibt es Regeln.
Es ist doch ganz einfach: Man bereitet sich entsprechend vor und meldet sich kurz an, - das ist ja wohl nicht zuviel verlangt. Das wäre höflich und ist usus.
- oder ist das nicht spontan genug 🤪

Gruß lilytrotter
die beides macht, buchen und nicht buchen - und sich nicht einfallen ließe, sehr spät zu kommen (gar zum Sonnenuntergang!), in der Hoffnung, so spät könne man nicht abgewiesen werden...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2016
566 Beiträge · seit 201309. Okt. 2016 · #14
derdahinmuss schrieb: Was spricht dagegen sich diese als individualreisender weitgehend bewahren zu wollen, im Rahmen der Möglichkeiten ?
Nichts spricht dagegen. Möglicherweise etwas falsch ausgedrückt, da sich das nur auf die Frage der Konsequenzen, nicht auf die Frage einer flexiblen Planung bezogen hat, auch wenn diese immer wieder hervorgehoben wird. 😉
Nur: wenn schon die Frage nach Konsequenzen und Folgen aufkommt, dann schlicht diese Problematik durch Buchung (dieser wenigen Teil-Tage der Gesamtreise) umgehen und eben den Rest der Reise flexibel gestalten. Denn letztlich dürfte es weit, bzw. wie Du es sagst "weitestgehend", von starrer Planung entfernt sein, einzelne Fixpunkte, die nunmal sehr begehrte Hot-Spots sind, fest einzuplanen.

LG Mogambo 🙂
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2016
2'497 Beiträge · seit 201109. Okt. 2016 · #15
Hallo,

wenn man in den Etosha einfährt, unterschreibt man eine Art "Geschäftsordnung", an die man sich halten muss. Da heißt es unter anderem, dass man nicht vor Sonnenaufgang und nicht nach Sonnenuntergang herumfahren darf. Die genauen Zeiten sind an den Toren der Gates und der Rastlager angeschlagen. Das wird auch streng kontrolliert. Ist man also ohne Stellplatz oder Zimmer bei Sonnenuntergang an einem Rastlager und es ist nichts mehr frei, wird man víelleicht nicht auf Pad gelassen, weil man es bis zum Gate nicht mehr schafft, aber vielleicht fliegt man am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang aus dem Park und kann auch die nächste Zeit nicht zurück. Vielleicht hat man auch Glück und erhält nur eine Standpauke nebst Geldstrafe.

Wenn ich einen Wildpark hätte und sich Besucher nicht an die Regeln, die sie unterschrieben haben, halten würden, wüsste ich zumindest, was ich tun würde.

Viele Grüße
Karin

P.s. Man kann auch täglich um die Mittagszeit im gewünschten Rastlager vorsprechen, ob noch was frei ist und im Fall des Falles "ganz spontan" bis Sonnenuntergang den Park verlassen und dann außerhalb in der Dunkelheit versuchen, noch irgendwo einen Stellplatz zu finden. Der Straßenrand wäre mir persönlich da zu unsicher, auf diese Art Freiheit bin ich nicht so scharf.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
33,1k Beiträge · seit 200609. Okt. 2016 · #16
Hallo Pzinken,
Würde mich schon interesseiren, wie der Ärger aussieht... Selbst herausfinden kann man alles,
mit Glück nur die obligatorischen N$ 400 Strafe, ansonsten Parkverweis für einen Park, alle Parks, für ein Jahr, für das Leben...
Einfach so planen, dass Du eben vor Toreschluss noch aus dem Park kannst. Bei Okaukuejo, Namutoni (eh keine gute Wahle) und Dolomite eher kein Problem, bei den anderen schon eher, v.a. Halali.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter94 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #17
Danke, über diese Informationen schweigt sich mein Reiseführer leider aus.
Um nicht dauernd kreuz und quer zu fahren, war die Überlegung in Namutoni - Halali - Okaujuelo abzusteigen, oder umgekehrt. Und eben dashalb ein bichen variabel zu sein, weil ohne eigene Anschauung immer schwer zu beurteilen ist, wo es wie gefällt. Tiertechnisch ist ja eh nicht die beste Zeit.

Wahrscheinlich ist es kein Problem, das erste Camp fest zu machen und dann von dort Kontakt zum nächsten aufzunehmen?
Trophäenloser Weltenbummler
297 Beiträge · seit 200709. Okt. 2016 · #18
ich oute mich hier mal als Nichtbucher. In Namibia habe ich außer einen Mietwagen nie irgendetwas gebucht 🙂
... und immer und überall einen Zeltplatz gefunden, auch im Sossusvlei und in Etosha. Reisezeit war jeweils Dezember bis Februar. Ok, manchmal war mein Lieblingsstellplatz belegt. Aber damit kann ich leben.

In Etosha: Wenn Du nachmittags ins Camp kommst klärst Du ob noch Platz ist. Dann Zelt aufbauen (bzw Revier markieren bei Dachzelt) und noch einen game drive machen... Du bleibst flexibel und spontan.

Sollte es voll sein (was ich nie erlebt habe), zum nächsten Camp fahren/dort anrufen bzw vor Dunkelheit aus dem Park fahren und außerhalb übernachten. Sollte das dieses Jahr alles voller sein würde ich einfach einen Tag vorher anrufen...

Vieles ist möglich ohne zu buchen. Kann sich nur nicht jeder vorstellen.
Viel Spaß
LG Heike
*27 Tage bis Abflug*
Themenstarter94 Beiträge · seit 201610. Okt. 2016 · #19
Danke. Das beruhigt mich doch und ich denke mal, so werden wir klar kommen.
Trophäenloser Weltenbummler
33,1k Beiträge · seit 200610. Okt. 2016 · #20
Hi Peter,

Etosha sollte weniger das Problem sein, da es viele Stellplätze gibt. Einzig für Olifantsrus solltest Du einfach schonmal online schauen, wann da im Dezember/Januar überhaupt noch was frei ist.

Wie sieht Deine Route denn ansonsten aus? Ich denke eher die kleinere Plätze werden ein Problem sein, zumal die familiengeführten Betriebsferien zum Großteil in der Zeit machen. Da stehst Du dann vor verschlossenen Toren und die Alternative ist in der Dunkelheit dann vielleicht zu weit.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!