Kameraausrüstung

33 Antworten · 7'669 Aufrufe · gestartet 05. Juli 2016 von leaalexandra
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Themenstarter75 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #1
Hallo zusammen,

Ich weiss, dass dieses Thema immer wieder aufkommt und habe auch die Suchfunktion genutzt. Allerdings hat mir diese in meinem konkreten Fall nicht weiter geholfen.
Ich würde mich jetzt nicht gerade als Hobbyfotograf bezeichnen, sondern eher als jemanden, der gerne gute Fotos aus dem Urlaub mit nach Hause nimmt. Ich besitze nun seit 2011 die Nikon D5100 und dazu drei Objektive: 18-55mm, 55-200mm und 18-105mm. Ansonsten habe ich keinerlei Fotoequipment. Nun zu meinen Fragen:
Reicht das 200er Objektiv um auf Safari etc. einigermassen anständige Bilder zu schiessen oder sollte ich mir noch ein grösseres anschaffen?
Was brauche ich ansonsten noch unbedingt? Stativ? Filter (als Objektivschutz)? etc?
Hat jemand Afrika-Erfahrung mit dieser Nikonreihe?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Liebe Grüsse
Lea
http://www.TickerFactory.com/
235 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #2
Ich lege eigentlich Wert darauf, gute Bilder zu machen. da ich jetzt aber nicht explizit für Fotos zu machen verreise, sondern um zu reisen, wird das Bilder machen dann oft eher Reisedokumentation denn hoher künstlerischer Anspruch 😄
Den Effekt von Filtern kann man am Computer doch nur schlecht nachbearbeiten.
Ich setzte Pol- und Grauverlauf sowie Graufilter ein. Zum Glück haben bei mir die am meisten benutzen Objektive alle die gleiche Filtergrösse, das LEE System ist mir zu teuer und Cokin ist wenns sandig ist schnell böse zerkratzt.
Ansonsten macht ein UV Filter als Schutz der eigentlichen Linse immer Sinn. Ein Filter kostet ein Bruchteil eines neuen Objektives....
der Effekt des Polfilters kann fast schon störend sein, ich setzte ihn daher immer recht sparsam ein. Der Grauverlaufsfilter kann harte Kontraste abmildern, den Graufilter kann man z.B. gut einsetzen, um Wasser weicher zu machen.
Wenn man aber sonst keine Filter einsetzt, würde ich jetzt außer Schutzfilter nicht unbedingt etwas anschaffen.
bei den Objektiven ist das so, das 200 er Brennweite sehr knapp sein können. Für Tieraufnahmen ist man oft um eine gute Lichtstärke dankbar, wenn ein 2,8 das Budget nicht sprengt wäre ein 70-200 2,8 meine erste Wahl. Das benutze ich zuhause aber auch häufig und ich habs daher nicht extra angeschafft für den Urlaub.
Ansonsten ist viel Zoom sehr hilfreich, allerdings geht das dann fast nicht ohne es aufzulegen- Beanbag, Stativ, ich benutze meist ein Scheibenstativ. Viel Zoom kann aber auch bedeuten, soviel Luftflirren zu haben, das viele Bilder unscharf sind. Man muß da wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort für brauchbare Bilder sein und ein 150- 600 z.B. ist schon ein Trümmer ( Gewicht und Volumen).
Für mich der richtige Kompromiss- bei Canon- ist ein 100-400 er Zoom, allerdings hat das ne Eingangslichtstärke von 4,0. Ich hatte vorher ein Sigma 120-400, das nicht ganz so kompakt ist wie das Canon Objektiv,
Zu überlegen wäre auch die Anschaffung einer guten Bridge mit viel Zoom, wie der Pana FZ 200. Die Bildquali ist ganz ordentlich und die Kosten deutlich geringer als ein teures Zoom, das man sonst nicht braucht. Die Pana hat eine Lichtstärke von durchgehend f 2,8 und meines Wissens ein Zoom bis 600 mm.
663 Beiträge · seit 201505. Juli 2016 · #3
300mm Brennweite sollten es für gute Tierfotos in meinen Augen schon sein, besser 400. Springböcke, Zebras und Giraffen wirst Du auch mit 200mm problemlos bekommen. Aber wenn Du das Glück hast Raubkatzen zu sichten wirst Du in der Regel nicht ganz so nah dran kommen, da werden 200mm schon knapp.

Schutzfilter sind in meinen Augen Humbug. Es gibt nur wenige Situationen in denen ich den Sinn einsehe. Auf einer normalen Namibia Tour fällt mir kaum einer ein.

Wenn Du Effektfilter einsetzen willst solltest Du dir erst einmal überlegen wofür. Und den Umgang damit, die notwendigen Kameraeinstellungen etc. dann vor der Reise daheim üben. Und letzteres meine ich sehr Ernst, es gibt nämlich nichts schlimmeres als Fotografen die eine tolle Ausrüstung dabei haben, aber nicht damit umgehen können. Hatte dieses Jahr auf einem Game Drive so eine Situation mit einer Person im Auto welche ca. 2/3 aller interessanten Tiere verpasst hat da sie die ganze Zeit mit der Ausrüstung gekämpft hat. Geht gar nicht.
zuletzt bearbeitet 05. Juli 2016
391 Beiträge · seit 201505. Juli 2016 · #4
Hi Lea

Versuche mich kurz zu halten:

Vorbemerkung:
D5100 ist im DX-Format mit einem kleineren Sensor, d.h. "äquivalent" im Bildergebnis einer Brennweite von 1.5* die Brennweiten im Kleinbildformat, welches als gängige Grösse für Vergleiche verwendet wird.

Für Safari:
Eine Brennweite von mind. 300mm wird empfohlen. Da du mit DX & dem 55-200mm-Objektiv (= "82-300mm" an DX) das erfüllst, passt das. Mehr ist fast immer besser/hilfreich, für gute Safarifotos reicht das aber schon.

Deine Ausrüstung:
Ist für Safari + gute Fotos in Ordnung. Ich würde das 18-55 oder das 18-105 zuhause lassen (verkaufen?), du brauchst das ja nicht doppelt.

Zusätzliches Equipment:
Brauchst du nicht. Es kommt natürlich auf deine Foto-Gewohnheiten an, aber grundsätzlich reicht das. Vergiss Filter (für Objektivschutz sowieso!), damit entstehen meist mehr Probleme als es hilft. Und wenn du keinen speziellen Effekt wünschst, dann lass es. Für Safari braucht man keinen Filter.
Stativ nur dann, wenn du effektiv aus dem Auto aussteigen kannst und z.B. Nacht- und Landschaftsfotos aufnimmst. Für alles andere hast du entweder keinen Platz oder keine Verwendung.

Falls du unbedingt etwas investieren möchtest, dann wäre wahrscheinlich aber wäre entweder eine neue Kamera (z.B: D5500) oder aber ein Objektiv mit höherer Maximalbrennweite die wirksamsten Investitionen (z.B: Tamron 70-300 VC oder 150-600).
2'664 Beiträge · seit 201205. Juli 2016 · #5
UV Filter ist immer sinnvoll um das Objektiv vor dem Eindringen von Staub zumindest von der Seite zu schützen.
Dann ein Objektivpinsel.
270-300mm reichen dicke wenn Du keine Vogelfotografie betreibst. 200 ist eigentlich grenzwertig zu gering. Den Rest kannst Du am PC mit der richtigen Software heraus holen. Zum Minimieren der Schlepperei ist ein 18-270/300mm ideal.
+ ein Reserve-Akku.
Deine Ausrüstung ist perfekt.
Er werden zum Teil riesige und teure Ausrüstungen geschleppt, die Ausbeute mit riesen Auflösungen als Kleinbilder in Alben abgelegt, gelegentlich mal gezeigt, und die Nachkommen können und wollen nach dem Abschied damit nichts anfangen und kippen das in die Tonne.
1'287 Beiträge · seit 200805. Juli 2016 · #6
Hallo,

wenn es Dein Budget zulässt, solltest Du über einen zweiten Kamera Body nachdenken. Im Zweifel kann man diesen nach der Reise auch wieder mit etwas Verlust verkaufen. Vorteil ist zum einen, dass das Risiko Staub, Sand oder sonstwas in die Kamera zu bekommen deutlich sinkt und zum anderen Du keine Zeit bei Objektivwechsel verlierst. Du kannst schneller auf die jeweilige Situation reagieren.
Zum Thema Brennweite gibt es viele Meinungen. Meine habe ich mal hier und hier aufgeschrieben 🙂

Statt eines Statives ist ein Bohnensack für Safari praktischer, da sich dieser besser im Auto verwenden lässt und man i.d.R. genug Zeug dabei hat, um sich mit dem Bohnensack ein Stativ zu "konstruieren". Hier wird erläutert, wie man sich so einen Sack schnell und günstig selbst basteln kann.


Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
2'610 Beiträge · seit 200705. Juli 2016 · #7
Hallo Lea,

wir sind jahrelang mit großer Ausrüstung rumgereist, großes Tele (120-600) Weitwinkel (18-55), und auch noch ein 70-210 er. Dazu noch einen 2. Body und heute? Da haben wir nur noch eine Panasonic FZ 200 und sind mehr als zufrieden mit unseren Fotos. Wir machen die Bilder für uns als Erinnerung, verdienen kein Geld damit und lassen uns immer mal wieder ein Poster (70 x 50) abziehen - uns reicht es. Wichtig finde ich persönlich, dass man einen 2. Akku besitzt.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
938 Beiträge · seit 201305. Juli 2016 · #8
Ich habe gestern mal kurz Statistik gemacht, von meiner letzten Reise (Link zum RB unten):
4500 Bilder, davon 1000 Schrott, vom Rest 1500 mit >400mm aufgenommen (ich habe ein 150-500mm) und eine Canon mit sogn Crop-Sensor.
Am Okavango (Nunda Lodge) brauchst Du selbst für Vögel nicht zwingend 500mm aber Vögel gehen nur sehr eingeschränkt mit weniger.
Nachmitgas im Etosha flimmert die Luft so, dass es egal ist womit Du verschleierte Fotos machst. Morgens oder Abends hilft Brennweite. Polfilter macht den Himmel schöner und Wasser durchsichtiger.
Mehr als ein Akku ist Pflicht.
Stativ brauchst Du, wenn Du Zeitraffer, Panoramen oder Nachtfotos machen willst. Für alles andere stört es nur.
LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 05. Juli 2016
Themenstarter75 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #9
Hallo zusammen,

Ich danke euch für die vielen Antworten. Die Meinungen gehen hier offensichtlich ziemlich auseinander, bin ich aber richtig in der Annahme, dass ich auch wenn ich "nur" mit dem 200er auf Safari gehen kann, dann zuhause nicht mega enttäuscht sein werde über die Bilder? Man kann ja auch am Computer noch näher heranzoomen oder?
Einen UV-Filter als Schutz werde ich mir wohl noch kaufen, kann mir da jemand einen empfehlen? Ein neues Objektiv und/oder Body kosten halt schnell ziemlich viel (v.a. hier in der CH). Stativ lasse ich glaube ich bleiben, für Langzeitaufnahmen bin ich glaube ich sowieso zu wenig begabt 🤪

Woher weiss man, dass die Wahre Brennweite bei der D5100 x1,5 gerechnet werden muss? Und was sagen einem die Zahlen auf dem Objektiv (z.B. bei meinem 55-200: AF-S NIKKOR 55-200mm 1:4-5,6G ED)?

Liebe Grüsse
Lea
http://www.TickerFactory.com/
15 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #10
Hallo Lea,

die 1,5 sind der Umrechnungsfaktor vom kleineren Sensor bezogen auf die Brennweite. Siehe Formatfaktor oder Crop-Faktor https://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor.
Die Zahlen besagen, dass dein 55-200 mm umgerechnet im Kleinbildformat (35 mm oder auch Vollformat) eine Brennweite von 55*1,5-200*1,5 mm also ca. 83 - 300 mm entsprechen bezogen auf die Sensorgröße der D5100.

Ich für meinen Teil war früher auch mit "dicker" Ausrüstung unterwegs. Doch seit Jahren ist das Herumschleppen des vielen Glases nichts mehr für mich. In Namibia hatte ich eine Bridgekamera Panasonic Lumix DMC-FZ1000 mit dabei, umgerechnet 25 - 400 mm Brennweite. Mit der Qualität der Fotos bin ich als "Semiprofi" sehr zufrieden, nur manchmal hätte es auch etwas mehr als 400 mm sein dürfen. Für den nächsten Urlaub überlege ich mir die neue Sony RX10M3 zu kaufen mit einer Brennweite bis 600 mm.

Viele Grüße
Andreas
zuletzt bearbeitet 05. Juli 2016
7'296 Beiträge · seit 200605. Juli 2016 · #11
... und 1:4-5,6 ist die größte Blendenöffnung, die sich bei vielen Zoomobjektiven über den Brennweitenbereich ändert.
Bei der kleinsten Brennweite des Objektivs hast Du 1:4, bei der größten 1:5,6.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
663 Beiträge · seit 201505. Juli 2016 · #12
Selbst wenn 3 Staubkörner in das Objektiv kommen, Du wirst auf keinem Deiner Fotos einen Effekt sehen. Von daher, spar dir den UV-/Schutzfilter. Der macht allenfalls Sinn wenn Du irgendwo im Sandsturm unterwegs bist oder als Teil einer Kameraeinhausung für VicFalls. Ansonsten - herausgeworfenes Geld und eine störende Glasschicht im optischen Gang.

Wenn es doch unbedingt einer sein soll, dann einen hochwertigen z. B. von B+W,
58 Beiträge · seit 201305. Juli 2016 · #13
Hallo,
keine Aufregung, heute aktuelle Cameras machen technisch bessere Fotos wie manch ein "Spezialist" optisch (mit Brille?) beurteilen kann. Deine Kamera hat einen Crop-Faktor von ca. 1,5. Das heisst Brennweite mal 1,5. 300mm werden so zu 450mm (ca.). Generell würde ich 1 bis 2 Stufen abblenden, oder gleich Automatik verwenden. Für den Gebrauch daheim (PC, Fernseher, Fotobuch...usw.) brauchts keine Riesenauflösung. Für Namibia-Touristen (zu denen ich mich auch zähle) meine ich reicht dein Equipment vollkommen. Profis, die von ihren Publikationen leben (nicht die ätzenden Reisebericht-Quäler) haben und nutzen andere Quellen/Möglichkeiten. Mal zum informieren: >www.harscher.de< Ne, bin nicht verwandt, veschwägert oder ähnliches, Harscher macht eben wunderschöne Fotos/Videos.
DigitalFotoInfo: https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalfotografie#Wirkung_der_Objektive
Gruß
derhans
1'425 Beiträge · seit 201305. Juli 2016 · #14
Hi Lea,

mal eine kurze Anmerkung.
Willst du dir deinen Urlaub zum Kamerastress machen, willst du das "Supertrouperhighlightbild" schießen um irgendjemandem damit im Bekanntenkreis oder gar hier im Forum vielleicht ein geniales Bild zu zeigen?
Ich fotografiere auch sehr gerne und liebe meine Fotos, aber sie sind nie nachbearbeitet oder aufgehübscht. Sie sind so aus der Situation heraus entstanden und ich kenne jedes einzelne meiner Bilder und lebe mit ihnen. Manchmal ist auch ein ganz verwackeltes Bild die größte Erinnnerung die ich an eine bestimmte Situation habe. Bevor du dir ein neues Equipement zulegst und mit diesem nicht klar kommst nutze deine Aussattung, sie ist nicht schlecht und wie heißt es so schön:
"Den alten Gaul kenne ich mit seinen ganzen Zicken, aber die neue Zicke ist mir fremd" 🤩

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
543 Beiträge · seit 201406. Juli 2016 · #15
Hallo Lea,

mit Deinem Equipment kannst und wirst Du gute Photos mit aus dem Urlaub zurückbringen können ... das ist für mich unstrittig.

Stativ: Braucht es meines Erachtens nicht, wenn Du eine 'typische Selbstfahrertour' machst, würde ich Dir statt des Bohnensacks nur ein kurzes Stück Rohrisolierung aus dem Baumarkt empfehlen. Klemmst Du auf die Scheibe und Du hast eine absolut brauchbare Auflage.

Von Filtern halte ich auch eher wenig, als Objektivschutz mE entbehrlich, wenn Du die Gegenlichtblende immer auf dem Objektiv hast, bietet diese mindestens den gleichen Effekt.

Ansonsten sind wir mit qualitativ vergleichbarem Material unterwegs gewesen, bei uns sind es die D5200 und eine D3100 als Zweitbody. Eines der beiden 18- xxx Objektive würde ich zu Hause lassen, ich hatte das 18-105 mm für die D5200 dabei. Bzgl. Tele sind 200 mm auch an APS-C-Kameras mE ziemlich knapp, weil die Tiere ja nicht immer so ganz nahe bei sind.
Besitze selbst ein 150-500 und das war zumindest im KTP (wenn wir da überhaupt mal eine Katze vor die Linse bekommen haben) soweit ok. Man muss das ganze trotz Auflage und Stabilisator ja auch noch halbwegs ruhig halten können. Da nicht jeder gerne einen solchen Trumm mit sich rumschleppt wäre für Dich dann eher das 55-300 von Nikon geeignet. Habe ich auch, weil es bei der Kamera dabei war, aber praktisch noch nie benutzt, deshalb tue ich mich auch schwer zu sagen, dass es für Dich die richtige Wahl wäre. Sicherlich hat es ein ganzes Ende mehr Brennweite als das 55-200 aber das Objektiv hast Du schon, während das andere erstmal angeschafft werden muss. Evtl. wäre Gebrauchtkauf und -verkauf für Dich eine Option, im DSLR-Forum wird z. B. relativ viel angeboten.

Je nachdem, wann die Reise ist, würde ich auf jeden Fall davon abraten, nochmal kurz vorm Urlaub auf eine andere Kamera bzw. anderes System umzuschwenken. Wenn das Tier da ist, muss die Bedienung des Equipments sitzen.

Gruß
Henning
235 Beiträge · seit 201606. Juli 2016 · #16
Die Pana FZ 200 ist gebraucht schon ab 150 € erhältlich- und damit machst Du ganz sicher keinen Fehler ! Sie macht auch im Automatikmodus schon sehr gute Bilder.
Bilder nachträglich "croppen", also den Ausschnitt vergrössern, setzt oft voraus, das das Ausgangsbild wirklich scharf und detailreich ist- sonst hast Du ein verschwommenes, unscharfes Endresultat.
Mein gebrauchtes Sigma 120-400für Canon hat in der Bucht 450 € gekostet, mit etwas Glück bekommt man ein Tamron 150-600 ab ca. 600 € gebraucht. Vor allem das letztere ist ein großes, schweres und unhandliches Riesen Gerät. Wer es mag....
Bei Tieren bin ich mit meinem 100-400 mm zufrieden. Gerechnet mit Crop-Faktor, sind das bis 600 mm. Das Ding wiegt allerdings knapp 1,5 kg und braucht einiges an Platz. handlich ist auch was anderes.
Die Bridge liegt unter 1 kg, ist handlich und kompakt....
Ich kenne auch Profis, die mit guten Bridge- oder Systemkameras arbeiten.
391 Beiträge · seit 201506. Juli 2016 · #17
leaalexandra schrieb:Einen UV-Filter als Schutz werde ich mir wohl noch kaufen, kann mir da jemand einen empfehlen?
Hi Lea,

Auch nochmals von mir: Ein UV-Filter als Schutz ist Blödsinn. Staub kommt nicht von vorne rein, sondern durch das Ein- und Ausfahren beim Zoomen ("Luftpumpen"). Als Schutz vor Schlägen etc. von vorne ist die Gegenlichtblende (also das tulpenförmige aufschraubbare Teil) besser geeignet und hat zusätzlich den Effekt, dass seitliche Sonneneinstrahlung verhindert wird, die sich sonst negativ auf das Bildergebnis auswirken würde.
(UV-)Filter sind extrem häufig das Problem von Unschärfe, Lichtspuren und anderen störenden Effekten in Bildern. Und ein UV-Filter bringt bei heutigen Objektiven quasi gar nichts. Deshalb: Wirf das Geld nicht aus dem Fenster.

Hennings letzter Hinweis ist auch korrekt - unabhängig davon wie stark man sich mit der Fotografie beschäftigen möchte, es ist wichtig zu wissen, wie man die eigene Kamera bedient und wie man die Fotos macht, die man sich vorstellt.
zuletzt bearbeitet 06. Juli 2016
938 Beiträge · seit 201306. Juli 2016 · #18
Hallo Lea,

auch von mir noch ein letzter Hinweis zu UV-Filtern (oder ganz modern Clear-irgendwas-Digital-sonstwas) Gute kosten da schnell 100€ und in einem Fotoblog habe ich gelessen, das Ersetzen einer Frontlinse (und nur die "schützt" der Filter) kostet selten mehr. Der Fotograf in dem Blog nutzt Nikon. Ich habe alle (UV-, Clear-) Filter, die ich hatte, abgeschraubt und kann nur sagen, die Bilder sind besser, die Objektive keinesfalls schlechter als vorher.

Für die Vic-Falls ist viel wichtiger, eine gute Verpackung (Gegen Tropische Regengüsse) zu haben, weil nicht jeder hat das Glück wie ich, dass die Kamera nach zwei Tagen wieder fehlerlos ging 😗

Auch ich kann nur wiederholen, gute Bildgestaltung lässt sich mit jeder Kamera machen.
Im Zweifel ist es, wie schon geschrieben, besser, Du kannst die "alte" Kamera im Schlaf bedienen, als dass Du mit Knöpfchen und Touchscreen rumfummelst, während der Leopard am Auto vorbeiläuft....

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
3'883 Beiträge · seit 201106. Juli 2016 · #19
Hallo Lea,
wie die Antworten erkennen lassen, gehen die Meinungen hinsichtlich Fotoausrüstung auf Safari sehr weit auseinander. Letztlich muss jede für sich entscheiden, wie viel Aufwand sie treiben will. Manches ist ja auch eine Frage der Zeit.

Vielleicht noch ein Aspekt, weil du schreibst, dass du mit DSLR und verschiedenen Objektiven fotografierst. Wir sind Hobbyfotografen, haben mit einer Panasonic angefangen und bei der Tierfotografie gemerkt, dass sie uns nicht reichte. Nächster Schritt war eine EOS 600D mit einem Tamron-Zoom-Objektiv 18 - 270 mm. Auf unserer Fahrt durch den KNP hatten wir häufig diesiges Wetter, außerdem hielten sich die Tiere in einiger Entfernung auf. Auf den Fotos machte sich die mangelnde Lichtempfindlichkeit des Objektivs bemerkbar. Gleichzeitig stiegen unsere Ansprüche an die Qualität, vor allem auch, weil wir für soziale Zwecke immer mal wieder Multimedia Shows veranstalten, um Spenden einzusammeln. Nun haben wir aufgestockt, besitzen 2 DSLR-Bodys, ein 17 -70 mm sowie ein lichtstarkes 70 - 300 mm Objektiv, um möglichst keinen Objektivwechsel vornehmen zu müssen. Zur Zeit üben wir damit 😉 . Und es macht Spaß zu sehen, dass uns vor allem in grenzwertigen Situationen bessere Fotos gelingen. Hinzufügen will ich noch, dass unsere Fotos im Nachhinein sämtlich ein Bearbeitungsprogramm durchlaufen - gehört zum Hobby dazu. (Wir sind im Ruhestand und haben Zeit dafür 🙂 .)

Meine Schwester hingegen ist jahrelang mit einer DSLR plus zusätzlichem Equipment gereist und verwendet jetzt nur noch eine Systemkamera mit 2 Objektiven. Sie ist begeistert, den Ballast losgeworden zu sein und schüttelt über unsere Ausrüstung den Kopf.

Meine 5ct zu diesem Thema,
lG freshy
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Themenstarter75 Beiträge · seit 201606. Juli 2016 · #20
Hallo zusammen,

Ok, dann werde ich das mit dem Filter nochmals überdenken. Gegenlichtblende habe ich eigentlich immer drauf.
Als Zweitboddy käme vom Budget her nur die D3300 in Frage oder auch die Panasonic FZ300.
Ich habe auch noch eine ganz normale Digicam von Sony, evtl. könnte ich auf Safari auch diese im "Nahbereich" einsetzen und auf der Nikon mit dem grösseren Objektiv hantieren.
Es kam nun schon mehrmals das Wort "Verpackung" für die VicFalls. Muss man tatsächlich auch im August "Angst" haben nass zu werden? Wenn ja, wie verpackt ihr eure Kameras?

Liebe Grüsse und nochmals danke 🙂
Lea
http://www.TickerFactory.com/