Reisebericht

Mit dem Bayernbus in Botswana-Sambia-Zimbabwe II

von Montango · begonnen 15. Juni 2016 · 16 Teile

Teil 115. Juni 2016
Teil II Sambia
Hier geht es weiter mit unserer Reise durch Botswana - Sambia - Zimbabwe.

Wer wissen möchte, wie wir durch Botswana gefahren sind, kann es hier nachlesen:

Teil I Botswana

8.5. Auf nach Sambia
Da wir ein wenig Sorge wegen der Grenze haben und auf alle Fälle nicht zu spät in Livingstone ankommen wollen, starten wir ohne Frühstück bereits um 6.20.
An der Grenze sind wir dann schon um 6.38 vorbei an der langen Schlange wartender LKW`s.

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In 10 Minuten sind wir dann auch schon aus Botswana ausgereist.
Wieder an allen vorbei fahren wir vor zum Fluss. Sofort werden wir auf die gerade angekommene Fähre gewunken. Es ist die botswanische Fähre. Ich muss zu Fuss gehen, Passagiere dürfen während der Auffahrt nicht im Auto bleiben. Der erste Schlepper hat uns natürlich schon entdeckt.

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Die Gebühr beträgt 200 Pula. Leider hatten wir aufgrund unserer Recherchen nur mit 150 Pula gerechnet, die wir vorsorglich noch behalten hatten. Alternativ kann man auch 220 Rand oder 30 US $ bezahlen. Wir haben noch ein paar Rand in der Tasche, aber eine Mixrechnung von Pula und Rand übersteigt die Möglichkeiten der Kassiererin. So müssen wir in aller Hektik aus unserem Versteck im Auto noch ein paar Rand suchen. Der Schlepper hofft bereits darauf für uns zu zahlen und uns damit gekauft zu haben. Kurz bevor die Fähre wieder anlegt, haben wir genügend Rand gefunden und bezahlt.
Auf sambischer Seite haben wir dann erst einmal das Problem einen Parkplatz zu finden. Man schickt uns mehrmals weiter.
Unseren anhänglichen Schlepper werden wir mit einiger Mühe los. Im ersten Gebäude zahlen wir 2x50 $ fürs Visum. Das ging schnell. Nun muss noch das CIP her.
Das Büro dafür befindet sich hinter der Immigration versteckt. Da der Beamte uns bittet, etwas zu warten, gehen wir zuerst zur Roadtax im ersten Gebäude neben der Police. Hier zahlen wir 20 $ Roadtax. Hinter der Police befindet sich eine kleine Bretterbude, dort zahlen wir 30 Kwacha Council Levy. Zuerst wollte man 60 Kwacha. Wir wußten aber, dass es nur 20-30 Kwacha sind.
Nun zurück zum Schalter bzw. direkt ins Büro dahinter, das CIP wird zügig ausgefüllt. Mittlerweile haben wir auch einen Versicherungsagenten an den Hacken. Das Versicherungsbüro ist jenseits des Grenzzaunes in Sambia. Wir erklären ihm, dass wir nicht gewillt sind, ohne unser Auto die Grenze zu überschreiten und erst später zu ihm kommen wegen der Versicherung. Beim CIP fragt der Beamte auch nach der Versicherungsnummer, ist aber zufrieden, als wir ihm erklären, dass wir diese ja erst nach Grenzübertritt abschliessen können.
Neben der Immigration zahlen wir dann noch 200 Kwacha Carbon Tax (ab 3 l Hubraum, sonst 150)
Vor dem Gate ist eine lange Schlange LKW`s, an der man nicht vorbei kommt. Ich gehe mit all den Papieren mal vor. Die Grenzbeamtin schaut das CIP an und fragt, wo das Auto steht. Hinter den Trucks ! Wir dürfen auf die Gegenfahrbahn fahren und ein bewaffneter Uniformierter wird angewiesen, uns das Tor auf der Einfahrtsseite aus Sambia zu öffnen. Super, wir sind durch. Das Ganze hat eine knappe Stunde gedauert. Nach der Grenze schliessen wir noch für 260 Kwacha eine Versicherung ab und fahren nach Livingstone.
Wir hatten zuvor von Fomis Kwacha bekommen, es gibt aber mittlerweile hinter der Immigration einen ATM ! Ob er funktioniert , haben wir allerdings nicht geprüft.
Hier mal eine Skizze der Grenzanlagen.

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Es ist wirklich ganz einfach ohne Hilfe zu schaffen. Das haben wir uns zuvor viel komplizierter vorgestellt.
An der Waterfront checken wir an der Campsite ein, die Plätze sind klein (12 $ / P), aber für eine Nacht in Ordnung.

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Neben uns stehen 2 Kanadier mit einem Bushlore Fahrzeug. Sie sind erst gestern früh in Dar es Salaam gestartet und bis spät in den Abend nach Lusaka gefahren.
Am Nachmittag besuchen wir die Fälle. Wir waren vor Jahren ebenfalls im Mai schon einmal auf der Zimbabwe Seite. Wir finden, dass um diese Jahreszeit die Sambiaseite schöner ist. Während man in Zimbabwe die Fälle vor lauter Gischt kaum sieht, hat man hier ein paar schöne Ausblicke.

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Allerdings gibt es auch hier die Volldusche.

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Zurück an der Waterfront gehen wir auf die Terrasse zum Sundowner und anschliessendem Pizzaessen. Die Pizza des Tages ist mit Krokodilfleisch belegt und sehr lecker.

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Teil 216. Juni 2016
9.5. Zum Zambesi
Nachdem man uns im Forum gewarnt hatte, dass die Strecke zur Mvuu Lodge etwas zu weit für einen Tag sei, haben wir uns entschlossen zuvor eine Nacht in Kiambi oder Gwabi zu bleiben.
Trotzdem fahren wir schon um 6.00 Uhr in der Dämmerung aus Livingstone hinaus.
Vorbei an vielen kleinen Dörfern geht die Fahrt zügig voran, erst ab der Abfahrt hinunter nach Chirundu wird die Straße schlechter. An allen Roadblocks werden wir durchgewunken.
Auf den Straßen im Bereich der Orte ist immer was zu sehen: viele Menschen, bunte Märkte und riesige Holzkohlesäcke.

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Auf der kurvenreichen Strecke runter zum Zambesi passieren sehr viele Unfälle. Überall liegen die LKW`s am Straßenrand, die Leitplanken sind zerstört, der Asphalt verkratzt.

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Allein auf dieser Fahrt sehen wir 2 LKW`s, die vor kurzer Zeit erst verunglückt sein müssen, die Fahrer des einen sitzen noch daneben im Gras.

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Wir sind froh, als wir in Chirundu auf die Piste abbiegen können. Diese ist kurz nach Regenzeit stellenweise in sehr schlechtem Zustand, so dass wir 1,5 h bis zur Kiambi Lodge brauchen. Obwohl es erst 13.30 Uhr ist, haben wir genug von der Fahrerei und entscheiden uns dort zu bleiben.
Wir bekommen die Site 7 und sind ganz alleine auf der Campsite (12 $ / P) und geniessen die Aussicht auf den Fluss.

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Zum Abendessen gibt es gegrillte Steaks und ein leckeres Ratatouille aus dem Potje.

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Teil 317. Juni 2016
10.5. Geruhsame Tage am Zambesi
Heute stehen wir etwas später auf und frühstücken zuerst einmal lange und gemütlich. Unsere heutige Fahrstrecke ist nicht weit.

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Nach 1,5 h haben wir bereits unser Ziel (die Campsite Elly der Mvuu Lodge ) erreicht.
Hier haben wir schon von zuhause 3 Nächte reserviert und bezahlt. (24,00 $ /P/N). Bereits unterwegs haben wir uns aufgrund der schlechten Pistenverhältnisse aber entschieden, am letzten Nachmittag schon zurück bis zur Gwabi Lodge zu fahren. Sonst würde uns die nächste Strecke bis zum Bridge Camp vielleicht zu lang. Im Camp werden wir super nett von den Managern empfangen. Wir geben kurz Bescheid, dass wir früher abfahren werden.
Die Campsite Elly gefällt uns ausgezeichnet. Riesig gross mit extra Terrasse am Fluss, Grill, Wasseranschluss, 2 Feuerstellen und eigener Dusche und WC. Feuerholz wird uns in grossen Mengen gebracht.

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Alle anderen Campsites sind noch nicht belegt, lediglich in der Lodge sind 3 Einheiten besetzt.
Kurz nachdem wir aufgebaut haben, kommt ein Angestellter vorbei und fragt, ob wir statt einer Erstattung für die letzte Nacht lieber die Sundowner Cruise hätten. Begeistert sagen wir zu. Damit hätten wir nun überhaupt nicht gerechnet, schliesslich hatten wir ja fest reserviert. Und nun bekommen wir sogar die teurere Cruise (38,00 $ /P) dafür angeboten.
Den Nachmittag verbringen wir mit Duschen, Wäsche waschen und Brot backen. Dann gehen wir auf die Terrasse der Lodge. Hier gibt es den ganzen Tag kostenlos Kaffee und Tee auch für Camper.
Bis zur Sundowner Cruise unterhalten wir uns mit den Managern der Lodge. Es sind Zimbabwer, die von Ihrer Farm vertrieben wurden und nun seit langem in Sambia leben. Sie erzählen uns, dass in der letzten Woche Löwen durch Camp gewandert sind.
Es sind noch 3 Personen für die Cruise angemeldet. Da das Pontoon Boot nicht anspringt bekommen die 3 und wir jeweils ein eigenes kleines Boot.

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Unterwegs sehen wir viele Elefanten und Vögel.

Höhlenweihe (African Harrier-Hawk)
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So sieht der Vogel in jung aus:

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Zurück im Camp grillen wir nochmal Steaks, die sehr zäh sind und dazu Salat und das frisch gebackene Brot. Sehr früh am Abend hören wir in der Nähe die Löwen brüllen.
Teil 420. Juni 2016
11.5. Lower Zambesi Park
Heute fahren wir in der Früh in den Park. Bis zum Gate sind es ca. 45 min Fahrzeit. Die Piste ist stellenweise sehr schlecht und es geht nur langsam voran.

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Kurz vorm Gate müssen wir den Chongwe crossen.

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Auch dieser ist fast ausgetrocknet, ein Zeichen der sehr schwachen Regenzeit in diesem Jahr. Laut Lodgemanager hat es zwar sehr früh einmal geregnet, dann aber lange fast nicht mehr und dann noch ein paarmal bis Ende April.
Im Park sehen wir wenig Tiere, alle sind sehr scheu.

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Auf einer freien Fläche frühstücken wir etwas und geniessen die Landschaft. Wir haben im Park kein weiteres Auto gesehen.

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Zurück am Gate erzählt uns der Ranger, dass es am Morgen eine Löwensichtung mit Riss gab und beschreibt uns auch genau wo. Da diese Stelle aber sehr weit weg im Park ist und die Orientierung im Park auch sehr schwierig ist, fahren wir nicht nochmal zurück.

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Malachiteisvogel (Malachite Kingfisher)

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Ausserhalb vom Gate stossen wir auf eine kleine Gruppe Elefanten. Wir beobachten sie und warten , dass sie den Weg überqueren. Die Elefanten machen anscheinend das Gleiche. Erst als wir uns in eine andere Richtung entfernen, überqueren sie den Weg und wir können unsere Fahrt fortsetzen.

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Wir geniessen den Nachmittag am Fluss auf unserer schönen Campsite.
Die zweite Portion der zähen Steaks wandert mit Bacon, Zwiebel, Aubergine, Süßkartoffel und einem guten Schluck Rotwein in den Potje. Lecker.
Auch heute Nacht brüllen wieder die Löwen. Nur zeigen wollen sie sich uns in diesem Urlaub bisher nicht.
Teil 521. Juni 2016
12.5. Gwabi Lodge
Wir fragen den Manager nach der Möglichkeit zur Fahrt über die Leopard Hill Road. Er erzählt uns, dass vor einer Woche ein Fahrzeug (allerdings ohne Dachlast) herunter gekommen sei. Es geht, ist aber in einem steilen Stück bergab wohl sehr schwierig zu befahren. Er könne uns seine Tel.Nr. für Notfälle geben, falls wir es versuchen wollen. Wir sind noch nicht sicher und wollen das erst in der Gwabi Lodge entscheiden. Von dort ist es nicht weit zum Einstieg, aber auch nicht weit zurück zur Teerstraße.
Wir bummeln noch ein wenig auf der Campsite herum und beobachten Vögel und ein Krokodil, dass in der Sonne liegt.

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Nach einem langen Frühstück fahren wir dann mittags wieder zurück Richtung Kafue Brücke.
Wieder kreuzen Elefanten unseren Weg.

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Im dichten Busch sind wir immer froh, wenn wir sie rechtzeitig entdeckt haben. Auch hier sind die Elefanten nicht so entspannt wie z.B. am Chobe. Häufig hören wir neben uns ein Trompeten, ohne das Geringste gesehen zu haben.

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Es geht durch viele kleine Dörfer auf schlechter Piste.

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Direkt vor der Brücke ist die Straße geteert mit großen Straßenlaternen, direkt danach geht es auf schlechter Piste weiter zur Gwabi Lodge.
Auch hier fragen wir nach der Leopard Hill Road. Man sagt uns, dass die Strecke nicht befahrbar sei. Nach langem Überlegen entscheiden wir uns, morgen doch die Teerstaße über Lusaka zu nehmen. Wir wollen auf alle Fälle bis zum Bridge Camp kommen.
Die Campsite liegt direkt am Fluss untergrossen Bäumen. Es gibt ein Restaurant und Bar mit kleinem Pool und toller Aussicht.

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In der Gwabi Lodge sind wir mal wieder die einzigen Campinggäste (90 Kwacha /P). Wir suchen uns einen schönen Platz am Ufer. Leider kommt später ein Overlander, der sich direkt neben uns aufbaut. Gut, dass das Zelt so schnell einzuklappen ist. Wir ergreifen die Flucht und stellen uns an das andere Ende des Platzes.
Heute grillen wir Boerewurst mit Tomatensalat und Kartoffelsalat.
Am Abend hören wir aus zwei Dörfern die Menschen singen.

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Teil 622. Juni 2016
13.5. Der lange Weg nach Osten Teil I
Schon um 6.00 Uhr sind wir wieder auf der Piste. Wir haben heute einen weiten Weg vor uns. Auf der Strecke hoch von der Chirundu sind so früh zum Glück noch nicht allzu viele LKW`s unterwegs.
Auch heute liegt wieder ein ausgebranntes Wrack auf der Straße.

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Da wundern wir uns nicht mehr, wenn uns die Kleinbusse samt Anhänger mit Gasflaschen wie wild überholen.
Überall wird Holzkohle verkauft und transportiert. Am häufigsten mit dem Fahrrad.

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Unterwegs kaufen wir noch eine große Menge Bananen für 5 Kwacha. Sobald man anhält, stehen die Frauen am Fenster, um ihre Ware zu verkaufen. So gibt es unterwegs gleich ein zweites Frühstück.
Schnell haben wir Lusaka erreicht und kaufen in der Makeni Mall noch etwas ein. Vor allem etwas Bier wollen wir noch kaufen, da wir die nächste Einkaufsmöglichkeit vorm Luangwa in Chipata wohl erst Samstags nachmittags erreichen werden. Pech gehabt: Alkohol gibt es in Sambia immer erst ab 10.00 Uhr ! Wieder was gelernt.
Wir hatten im Vorfeld immer vom Chaos in Lusaka gehört. Wir fanden den Verkehr eigentlich nicht schlimmer als in München. Nach einer ¾ h haben wir schon die Stadt durchquert.

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Vor der Brücke am Luangwa ist ein kleiner Markt. Hier kaufe ich für 30 Kwacha einen grossen Korb.

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Schon um 13.00 Uhr erreichen wir das Bridge Camp. Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet.
Da der nächste mögliche Übernachtungsstop noch ein ordentlicher Weg ist und die Straße ab der Luangwabrücke wohl schlechter sein soll, entscheiden wir uns im Bridge Camp zu bleiben. Im Nachhinein eine eher schlechte Entscheidung.
Wir sind zwar wieder einmal die einzigen Gäste, aber das Camp ist staubig, es wimmelt von kleinen Fliegen und obwohl der Pool sehr ungepflegt ist, springen wir hinein, da es sehr heiss ist.

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Die Straße von der Brücke zum Camp ist mittlerweile geteert und die ganze Nacht fahren LKW`s. Es gibt keinen Zaun und das Auto ist von der Straße gut zu sehen. Trotz Nachtwächter fühlen wir uns unwohl. Auf der Rückfahrt werden wir hier sicher nicht mehr übernachten.
Als es dunkel wird, verschwinden die Fliegen, dafür gibt es nun Motten. Zum Kochen haben wir deshalb nicht viel Lust, so wandern die letzten Stücke Rindfleisch und Wurst auf den Grill. Dazu Bohnensalat und der Rest vom Kartoffelsalat von gestern.
Teil 727. Juni 2016
14.5. Der lange Weg nach Osten Teil II
Auch heute geht es wieder um 6.00 Uhr los.

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Gleich an der Luangwa Brücke müssen wir warten, weil noch ein Auto aus der Gegenrichtung kommt. Die Brückenposten entdecken unseren Bayernwimpel und so unterhalten wir uns frühmorgens irgendwo in Sambia über Robben und Ribéry und die Trainerqualitäten von Pep Guardiola. Das uns dieses Gespräch nochmal nützlich werden würde, können wir nicht ahnen.
100 km hinter der Brücke beginnen dann die Baustellen, es geht teilweise nur einspurig auf Teer weiter. Einmal wird wechselweise angehalten. Es ist aber wenig Verkehr und so geht es gut voran.

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Nach Petauke gibt es dann noch zwei Umleitungen (1 km und 20 km) Da die Umleitungen gegelmäßig gewässert werden, staubt es nicht überall so wie hier.

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Dafür dreckt sich das Auto dann auf den nassen Abschnitten ordentlich ein.
In Chipata tanken wir nochmal auf. Immer wieder lustig finden wir in den Städten die Geschwindigkeitsbeschränkung von 65 km/h. Teilweise sind die Schilder sogar per Hand übermalt.

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Dann geht es auf guter Straße ins Luangwa Tal.

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Schon um 13.00 Uhr erreichen wir das Wildlife Camp. Auch an der Wildlife Kontrolle interessiert man sich nur für Fussball.
Am Camp bekommen wir eine schöne Campsite direkt am Ufer (10 $ / P). Wir hatten zuvor per Mail reserviert und um einen Uferplatz gebeten. Obwohl normalerweise keine speziellen Plätze reserviert werden, steht unser Name am letzten Platz in der ersten Reihe.

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Glück gehabt, denn das Camp ist ziemlich voll. Es ist langes Wochenende in Malawi und mehrere Familien mit ca 30 kleinen Kindern sind auf dem Platz. Zu unserem Platz gehört auch ein Haustier, das regelmäßig auftaucht.

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Man warnt uns vor den Affen und man solle nichts im Zelt lassen, da diese schon einmal aufgeschlitzt wurden.

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Die Aussicht von unserem Platz ist fantastisch. Hier könnte man es wochenlang aushalten. Genau das macht der Amerikaner neben uns. Das Ehepaar ist für 4 Wochen im Wildlife Camp , nur mit Zelt und ohne Auto.
Am Ufer liegen Krokodile und überall sind Hippos zu sehen.

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Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang geht der Tag zu Ende und wir grillen lecker marinierte Hühnerbeine und dazu Currynudelsalat.

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Leider schreien die Kinder der Nachbarn bis 23.00 Uhr, in der Nacht hören wir dann nur noch Löwen und Hyänen.
Teil 828. Juni 2016
15.5. Im South Luangwa
Wir stehen wieder früh auf, um zu einem Gamedrive in den Park zu starten. Vielleicht haben wir noch nicht den richtigen Überblick im Park, aber wir sehen heute früh nur wenig Tiere und fahren häufig durch verbuschtes Gebiet. Trotzdem sind einige schöne Landschaften und auch Tiersichtungen dabei.

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Puku, endemisch im Luangwa Tal

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Als wir am späten Vormittag ins Camp zurückkehren, hören wir, dass ein Rudel Wildhunde am Morgen um 7.00 Uhr durchs Camps gestreift ist. Vielleicht wären wir besser hier geblieben.
Stattdessen sehen wir wieder jede Menge Meerkatzen, die sich aber zum Glück weniger für uns als für das große Lager der malawischen Familien interessieren und dort Chaos stiften.
Über Mittag räumen wir ein wenig auf und waschen Wäsche. Hausarbeit muss beim Camping ja auch mal sein.
Eine kleine Störung ergibt sich , als eine Schlange unseren Grillplatz für sich beansprucht. Sie bewegt sich die ganze Zeit direkt an unserem Sitzplatz. Wir wissen nicht, ob sie giftig ist und sind nicht so recht entspannt. Die Malawier schauen in einem Buch nach und identifizieren die Schlange als ungefährliche Sand Snake, ein Angestellter meint, die Schlange sei giftig.
Vielleicht kennt jemand diese Schlange ?

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Zum Glück zieht sie sich irgendwann in das Gebüsch hinter unserem Platz zurück. Sie fand es bei uns wohl auch nicht so entspannt.
Nach dieser kleinen Aufregung erkunden wir das Gelände. Tagsüber kann man am Ufer entlang spazieren bis zur Lodge. Dort buchen wir gleich einen Nightdrive für den Abend. Die Zeit bis dahin vertreiben wir uns am Pool mit Baden und Lesen. Es ist wieder sehr heiss (bis 36 Grad)
Pünktlich um 16.00 Uhr werden wir zum Nightdrive abgeholt. Ausser uns ist nur ein weiteres Paar an Bord, so dass wir eine ganze Bank für uns haben.
Wir sehen ein paar Tiere und auf einer großen Grasfläche sollen Löwen im hohen Gras versteckt sein. Sie lassen sich jedoch nicht blicken.

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Unser Guide sucht einen schönen Platz für den Sundowner.

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Während wir auf den Fluss schauen und unser Savanna geniessen, schaut der Scout immer wieder über den Fluss. Irgendwann ruft er den Guide und dieser nimmt das Fernglas. Dort hinten ist ein Leopard. Haha, denken wir. Wie will denn der auf die Entfernung einen Leoparden sehen. Der Guide erklärt uns, dass sein Scout den Warnruf der Baboons gehört hat und das dort hinten alle Impalas in eine Richtung schauen. Wir können mit Mühe durch das Objektiv bzw. Fernglas die Impalas ausmachen. Let`s go. Schnell ist der Sundowner runter geschluckt und schon rasen bzw. hoppeln wir über die Pisten.
Nach ein paar Minuten geht es langsamer , beide Guides schauen und horchen. Wir biegen ab, Richtung Luangwa und tatsächlich sitzt im letzten Licht nach Sonnenuntergang eine Leopardin vor uns.

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Unsere Guides sind fast noch erfreuter als wir, dass sie diese Scene gefunden haben. Nun ist es endgültig dunkel und wir verfolgen die Leopardin noch ein Stück. Dank des großen Scheinwerfers finden wir sie ein paar Mal wieder.

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Was für ein Erlebnis.
Zufrieden und glücklich mit dieser tollen Sichtung kehren wir auf die große Grasfläche mit den Löwen zurück. Mittlerweile stehen hier mindestens 15 Autos. Alle warten. Tatsächlich erscheinen ein Löwe und eine Löwin aus dem Gras.
Wir sind sehr weit weg und dürfen uns noch nicht nähern, da nicht mehr als 4 Autos gleichzeitig an einer Sichtung stehen dürfen. Und es halten sich tatsächlich alle daran. Nach und nach räumt ein Auto nach dem anderen die Stellung und wir fahren vor. Es ist auch nur ein Scheinwerfer zur Zeit erlaubt.

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Als wir ganz vorne vor dem Löwen stehen und fast alle Fahrzeuge schon wieder gefahren sind, erscheint die Löwin aus dem Dunkel und die beiden paaren sich wenige Meter vor uns im Licht des Scheinwerfers.

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Dieser Nightdrive ist wirklich der Hammer. Wir fahren dann noch ein wenig herum, suchen auf vielen Bäumen nochmal nach Leoparden, aber zwei Leoparden an einem Abend wäre dann doch zu viel verlangt. Stattdessen sehen wir noch Elefantenmäuse und einige Genets.

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Den Nightdrive im Wildlife Camp können wir nur empfehlen.
Mehr als zufrieden kehren wir ins Camp zurück und beenden den Abend mit einem Indischen Curry mit Schwein und Kartoffel aus dem Potje. Dazu gegrilltes Naanbrot.
Die Nachbarn sind heute Abend zum Glück etwas ruhiger.
Teil 929. Juni 2016
16.5. Faulenzen am Luangwa
Heute gibt es mal wieder ein spätes Aufstehen mit ausgiebigem Frühstück . Ok, spät heißt ca. 7.00 Uhr 😄 . Ein fauler Tag steht an.
Gestern ist ein Slowene mit seinem Motorrad angekommen, er ist in Kapstadt gestartet und will in 2 Monaten wieder in Slowenien sein. Wir kommen ein wenig ins Gespräch. Überhaupt scheint es in Sambia auf den Campsites vor allem Langzeittouristen und Afrikadurchquerer zu geben . Ein paar Plätze weiter sind 2 junge Engländer eingetroffen, die auf dem Landweg über die Westroute gekommen sind und in insgesamt 7 Monaten nach Kapstadt wollen. Dabei sind wir schon froh, dass wir 5 Wochen Zeit haben.
Auch unser Haustier läßt sich wieder blicken.

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Und natürlich sind die Meerkatzen nun häufiger bei uns, da der Platz nicht mehr so voll ist. Eines hat nur noch einen Stummelschwanz.

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Mittags fahren wir nach Mfue und kaufen etwas Gemüse und ein paar Souvenirs unter anderem in der Batikfabrik.
Als wir zurück kommen, sind die Malawier abgereist und es ist ruhig geworden auf dem Platz.
Wir nutzen nochmal den Pool, es ist wieder sehr heiss.

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Am Nachmittag backen Kirschcrumble im Potje mit Vanillesausse.

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Den Rest des Tages verbringen wir mit glücklichem Nichtstun und Schauen auf den Fluss. Hier ist immer etwas los, in der Ferne kreuzen Elefanten und Giraffen den Fluss. Direkt vor uns bekämpfen sich zwei Hippos, es geht wohl um ein Weibchen.

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Lustig finde ich auch immer die gequirlte Sche...se der Hippos, macht aber vielleicht Sinn, wenn in den vollen Hippopools nicht überall die Böller schwimmen 😄 Der Luangwa hat eine der größten Hippopopulationen Afrikas.

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Ein Savanna zum Sundowner, was will man mehr ?

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Wieder geht die Sonne spektakulär unter und kurz bevor es ganz dunkel wird, kreuzt noch ein Elefant den Fluss.

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Den Abend beschliessen wir mit einem Savanna zum Sonnenuntergang und anschließend gibt es Hühnchen süss-sauer mit Reis.
Das sind die Abende, an die man an man sich verregneten Sommertagen erinnern kann 🙂
Teil 1030. Juni 2016
17.5. South Luangwa
Unser letzter Tag im Wildlife Camp bricht an. Mal sehen, was uns heute noch erwartet.
Wieder geht es ganz zeitig in den Park, am Gate kennt man uns schon.

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So viele Individualreisende gibt es hier nicht. Wir halten ein kleines Schwätzchen und man sagt uns, dass die Löwen gestern wieder bei der großen Grasfläche gesehen wurden. Mittlerweile kennen wir uns auch schon ein wenig aus und finden die Stelle sofort. Die Löwen lassen sich aber nicht blicken und bleiben im Gras verborgen.
Trotzdem wird es ein wunderschöner Morningdrive.

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Die Landschaft hier im Park ist wie aus dem Biderbuch und irgendwo sthet auch meistens ein Elefant dekorativ herum 😉

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Alternativ liegen Krokodile im Wasser.

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Zu Mittag im Camp gibt es die Reste vom Kuchen und bald schon fahren wir wieder los. Die Amerikaner neben uns haben uns erzählt, dass nahe des Main Gates ein Rudel Wildhunde einen Riss haben.
Die wollen wir natürlich nicht verpassen und nicht warten , bis die Hunde eventuell wieder aufstehen und wir sie nicht mehr finden.
Tatsächlich sehen wir das schlafende Rudel sofort. Ausser uns ist noch kein anderes Fahrzeug dort.
Zwei Hunde tragen ein Senderhalsband. Einige schlafen noch tief und fest, einige sind langsam dabei aufzuwachen, gähnen, räkeln und dann doch einen neuen Platz zum Schlafen suchen.

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Wir beobachten sie eine Weile und beschliessen dann nochmal zu den Löwen zu fahren. Wieder haben wir allerdings kein Glück, dafür sehen wir viele Elefanten, die uns zum Teil den Weg versperren und wir einen Umweg fahren müssen, um rechtzeitig wieder bei den Hunden zu sein.

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Rechtzeitig bevor das Gate schließt, fahren wir nochmal bei den Wildhunden vorbei. Einige Hunde stehen nun schon auf und laufen umher. Mittlerweile sind aber auch einige Fahrzeuge eingetroffen.

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So recht entschlossen sind die Tiere noch nicht und legen sich lieber wieder hin 🙂

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Kurz vor dem Gate gibt es dann noch eine richtige Afrika-Kitsch-Sichtung 😉

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Auch heute wieder überglücklich mit dieser schönen Sichtung geht es zurück ins Camp, wo es dann gegrillte Lammkoteletts mit Tsaziki und Tomaten-Bohnen-Olivensalat gibt. Super lecker.

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Die Tage hier im Camp haben sich wirklich gelohnt. Wir sind gespannt, ob das in Zikomo noch zu toppen ist.
Teil 1105. Juli 2016
18.5. Zikomo
Bei dieser Aussicht werden wir schon wehmütig, den Platz im Wildlife Camp zu verlassen.

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Wir fahren zur Rezeption und zahlen unseren Aufenthalt. Man ist hier wirklich sehr relaxt, weder für die Campsite noch für den Nightdrive mußten wir vorauszahlen. Unseren Pass hat niemand sehen wollen. Sogar die Gebühren am Gate könnte man aufs Camp buchen lassen (hat man uns zumindest erzählt) Wir fragen noch nach dem Weg ins Zikomo Camp. Da aufgrund der schwachen Regenzeit die Flüsse bereits ausgetrocknet sind, können wir den direkten Weg durch den Lupande fahren.

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Man warnt uns lediglich vor den kleinen Überfahrungen, wo die Zuflüsse verrohrt sind. Viele dieser Rohre sind eingebrochen, wenn man da mit dem Rad hinein fällt, wird es kompliziert.
Das letzte Stück geht über getrockneten und zerfurchten Black Cotton Soil. Wir können nur ganz langsam fahren und trotzdem haben wir Angst, dass sich das Auto zerlegt, weil es so stark rappelt.
In Zikomo sind wir die ersten Gäste in dieser Saison und zur Zeit auch die Einzigen. Die Lodge hat erst vor 3 Tagen wieder eröffnet. Man erklärt uns auch, dass der Park in dieser Sektion im Augenblick nur schwer zu befahren sei. Die Wege sind nach der Regenzeit bisher nur teilweise wieder gerichtet und man findet sich schlecht zurecht. So buchen wir für den Abend gleich nochmal einen Nightdrive.
Die Campsite liegt ebenfalls am Fluss, die Aussicht ist allerdings nicht ganz so schön wie im Wildlife Camp.

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Der Platz hat ca. 4 oder 5 Stellplätze und ist auf max. 20 Personen beschränkt. Wenn aber tatsächlich mehrere Parteien dort sind, wäre es mir zu eng und mit nur je einer Dusche und einem WC (ohne Tür bzw. Kette) auch nicht so toll. Dafür ist es mit 20 $ / P auch recht teuer.
Wir machen erst einmal ein ordentliches Frühstück und backen dann frisches Brot. Dies gelingt uns ganz prima.

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Um 16.00 Uhr werden wir zum Nightdrive abgeholt. Zuerst gibt es noch Kaffee und Kuchen in der Lodge, dann geht es mit dem Boot über einen Seitenarm des Luangwa und in das dort geparkte Safarifahrzeug.

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Zikomo hat zum einen die Möglichkeit über diesen Seitenarm sofort im Park zu sein oder über eine Gravelroad direkt im Park kurz hinter dem Gate anzukommen.

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Das Safariauto ist ein alter Hilux. Auf der Tour fällt uns nochmal auf, wie viel entspannter das Fahren mit dem Landcruiser ist. Wo wir einfach im Standgas hochkrappeln, muss der Hilux schon Schwung holen.
Das Gerappel ist im Safarifahrzeug , wo man ja quasi auf der Ladefläche sitzt, noch viel extremer. Wir sehen wenig Tiere, alle sind viel scheuer als am Maingate.

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Nach einem schönen Sonnenuntergang wird der Scheinwerfer angeschaltet und wir machen uns auf die Pirsch.
Gespannt blicken wir uns um, aber heute sehen wir einfach nichts.

Eine weglaufende Genet verständlicherweise ohne Foto

Ein Huhn mit einem Bodennest (Namen habe ich leider vergessen)

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Die Sichtung des Abends ist eine Pel`s Fishing Owl , die wohl hier endemisch sein soll

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Wir hatten nicht erwartet, dass unser letzter Nightdrive noch zu toppen wäre, aber trotzdem sind wir wenig enttäuscht und kehren mit Rückenschmerzen ins Camp zurück. Ausserdem ist das Display meiner kleinen Ixus gebrochen. Ist wohl bei der Rappeltour irgendwo angeschlagen.
Da die Wege zum größten Teil tatsächlich nicht zu erkennen waren, buchen wir einen weiteren geführten Drive für den nächsten Morgen. Wir können ja sicher sein, dass Fahrzeug für uns alleine zu haben.
Man hat auf unserem Platz schon das Feuer angezündet, so dass wir sofort unsere Steaks grillen können, dazu Gemüsepäckchen mit Zucchini, Tomaten und Schafskäse.
Teil 1206. Juli 2016
19.5. Zikomo
Es ist noch stockdunkel, als wir am Camp von einem Angestellten der Lodge abgeholt und zur Lodge begleitet werden. Dort gibt es erst einmal Kaffee und Toast bevor es wieder mit dem Boot zum Fahrzeug geht.

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Heute früh sehen wir deutlich mehr Tiere als gestern Abend. Vor allem ist es toll, die vielen Hippos zu beobachten, die allmählich wieder in den Luangwa zurückkehren.

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Wir sehen auch Spuren von Löwen und Leoparden, doch die lassen sich nicht blicken. Lediglich eine Hyäne in großer Entfernung können wir ausmachen.

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Dafür sehen wir eine Menge Vögel.
Kronenkranich:

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Schreiseeadler, der sein Nest auf einem Webernest errichtet hat:

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Gaukler:

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Das Huhn von letzter Nacht, nun auf dem Nest:

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Gabelracke:

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Neben den Crawshay-Zebras sehen wir auch ein Cookson Gnu. Beide Arten sind im Luangwatal endemisch.

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Pukus:

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Und natürlich immer wieder Elefanten:

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Kurz bevor wir den Park verlassen gibt es noch eine Straßensperre 🙂

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Leider gibt es in der Dusche kein warmes Wasser. Bis das repariert ist , ist es schon so spät, dass wir auf eine Dusche verzichten. Ist ja auch keiner da, dem es auffallen könnte.
Am Nachmittag starten wir nochmal zu einem Selfdrive in den Park. Wir wollen zu den heißen Quellen.

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Das hat sich allerdings als schlechte Entscheidung erwiesen. Entlang der Durchgangspiste ist überall das Gras abgebrannt bzw. brennt noch. Einige Feuer haben sich kräftig ausgebreitet. Wir haben teilweise schon Sorge, ob wir den Weg zurück durch die Flammen noch schaffen werden. Dementsprechend sehen wir fast keine Tiere.
Nur die Impalas kämpfen miteinander.

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Dieser Ausflug hat sich nicht gelohnt. Besser wäre es gewesen, nochmal die Pisten am Fluss entlang zu fahren.
Da wir noch ein paar Reste haben, gibt es heute Abend die letzten Stücke Rindfleisch und das restliche Gemüse wandert wieder in Alufolie auf den Grill.

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Morgen müssen wir in Chipata dringend einkaufen.
Unser letzter Sonnenuntergang am Luangwa, bevor es nach fast einer Woche wieder zurück geht.

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Teil 1306. Juli 2016
20.5. Auf nach Chipata
Am Morgen berichtet man uns, dass in der Nacht drei Löwinnen im Camp waren. Super, das haben wir mal wieder verschlafen. Die Löwen verstecken sich in diesem Urlaub recht erfolgreich vor uns.
Wir checken aus und zahlen unsere Campsite sowie die beiden Gamedrives (55,00 $ / P/ Drive) Die Überraschung ist, dass die beiden Savanna, die es zum Sundowner gab, nochmal 16,00 $ kosten. Auch zu dem fehlenden warmen Wasser gibt es kein Wort der Entschuldigung.
Irgendwie fühlen wir uns in Zikomo etwas abgezockt.
Um 8.00 Uhr sind wir auf der Piste und fahren anfänglich über ganz kleine Pisten und durch einige Dörfer, bis wir wieder auf die Hauptstraße nach Chipata stossen.

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Bereits um 11.00 Uhr treffen wir dort ein und tanken und gehen einkaufen.
Wir versuchen es zuerst im Spar, hier ist auf dem Parkplatz bereits ein riesen Gedränge. Viele Verkäufer wollen uns Malawische Kwacha verkaufen, da es an der Grenze keine Wechselstube gibt. Es ist schwierig überhaupt noch einen Parkplatz für den Landcruiser zu bekommen.
Der Spar ist mäßig sortiert, insbesondere Bier und Fleisch gibt es nur in bescheidener Auswahl.
Wir versuchen es danach noch im Shoprite, hier bekommen wir alles, was wir noch brauchen.
Da wir keine Lust haben weiter zu fahren, bleiben wir heute im Mama Rula (90 Kwacha / P) Hier ist es deutlich kühler als im tiefer gelegenen Luangwatal. Den kleinen Pool nutzen wir nicht.

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Bis der obligatorische Overlander eintrifft, sind wir allein. Zum Glück haben wir schon geduscht, bis die neuen Gäste die Sanitäranlagen stürmen.
Wir kochen uns am Abend Spaghetti Bolognese mit einem Tomaten-Mais-Salat. Nach ein paar Gläschen Rotwein sind wir die letzten auf dem Platz, die noch am Feuer sitzen. Bei Overlanders ist schon ganz früh Schlafenszeit. Morgen geht es dann die lange Strecke zurück Richtung Karibasee und dann weiter nach Zimbabwe.
Teil 1408. Juli 2016
21.5. Der Weg zurück
Vor 5.00 Uhr ist bei Overlanders schon was los, es wird mit den Töpfen geklappert. Das hat den Vorteil, dass wir bereits um 5.30 Uhr wieder auf der Piste sind.
Heute ist es kalt und windig. Auf der Strecke ist sehr wenig los und wir kommen gut voran.

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Leider verdunkelt sich der Himmel und das Wetter wird immer schlechter je weiter wir nach Westen fahren.
Ab und an kreuzen Ziegen oder Kühe die Straße.

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Auch die 20 km Umfahrung bei Petauke gehen heute schnell von der Hand. Vermutlich erscheint es uns nicht mehr so lang, da wir ja schon wußten, was uns erwartet.

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An der einspurigen Baustelle müssen wir ca. 15 min warten, umringt von vielen Frauen und Kindern, die Obst und Gemüse verkaufen. Da wir nur einen 10 Kwacha Schein haben und die Frauen kein Wechselgeld, bekommen wir eine riesige Menge Bananen. Davon essen wir noch ein paar Tage.

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Früh erreichen wir wieder die Luangwabrücke. Hier darf nur ein Fahrzeug zur Zeit auffahren. Wir warten, bis ein LKW die Brücke verlasen hat und fahren los.

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Auf der anderen Seite werden wir angehalten und ermahnt, dass wir zu früh gefahren seien. Es stand wohl noch ein Fahrzeug am Kontrollpunkt. Später sehe ich, dass dieses dort auch schon stand, als der LKW noch auf der Brücke war. Deshalb haben wir es auch übersehen.
Die Aktion soll 350 Kwacha Strafe kosten. Ich erkläre zuerst einmal, dass wir natürlich zahlen werden, aber nur auf der nächsten Polizeistation. Keine Ahnung, ob das in Sambia so korrekt ist.
Der Brückenposten läßt sich aber beeindrucken und erkennt uns wieder: wir sind die Bayernfans. Also wird noch ein wenig über Bayern München geplaudert und unsere Woche im South Luangwa. Dann bittet er um eine Flasche Wasser und wir dürfen fahren.
Heute fahren wir am Bridge Market nur durch, noch ein Korb passt sicher nicht mehr ins Gepäck 🙂

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Schon um 12.45 Uhr rollen wir durch das Tor vom Pioneer Camp (100 Kwacha / P). Hier ist es wirklich gut auszuhalten. Es gibt eine nette Bar mit Wlan, wo wir mal wieder ein Lebenszeichen heim senden und einen Pool, den wir nicht benutzen. Es ist ziemlich bewölkt und kalt in Lusaka.

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Zum Essen gibt es mal wieder Hühnerbeine und dazu gegrillten Butternut. Morgen ist dann unser letzter Tag in Sambia bevor es über die Grenze nach Kariba geht.
Teil 1511. Juli 2016
22.5. Siavonga am Karibasee
Um 7.30 Uhr fahren wir im Pioneer Camp ab und brauchen gerade mal eine halbe Stunde durch Lusaka. Es ist Sonntag und dadurch in der Stadt überhaupt nichts los.

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Wir müssen wieder die Strecke Richtung Chirundu runter fahren, doch heute liegen zum Glück keine neuen Wracks auf der Straße. Dafür zieht sich der Himmel bedenklich zu. Hoffentlich gibt es keinen Regen.

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Auf der Strecke ist viel weniger los, als bei den beiden letzten Malen. Wir kommen flott voran.

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Irgendwann geht es dann rechts weg Richtung Siavonga durch kleine Orte und es gibt die ersten Ausblicke auf den See.

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Hier wird auch die Bewölkung wieder lockerer. Insgesamt haben wir aber noch nie im Mai so viele Wolken gehabt und Regen wird es in den nächsten Tagen auch noch geben.
Wir haben uns für die Grenze Siavonga – Kariba entschieden, da es in Chirundu noch schwieriger und langwieriger sein soll.
Wir sind schon um 11.00 Uhr in Siavonga am See. Kurz überlegen wir, ob wir schon heute die Grenze überqueren sollen. Wir haben aber vom Eagles Rest so viel Gutes gelesen, dass wir gerne dort noch einen relaxten Nachmittag verbringen möchten
Im Eagles Rest haben wir freie Auswahl bei den Campsites , nur am Nachmittag kommt noch ein zweiter Landcruiser. Hier ist es trotz Bewölkung auch wieder sehr warm und wir springen in den Pool.
Vom Platz hat man eine tolle Aussicht auf den See und es gibt eine Strandbar und einen richtigen Sandstrand.

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Leider kann man nicht im See baden, Hippos und Krokodile haben etwas dagegen.

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Es ist Sonntag und viele Einheimische sitzen an der Bar und geniessen den freien Tag.
Am Abend wandern Rindfleisch, Aubergine und Kartoffel in den Potje und werden mit Schafskäse überbacken, die afrikanische Variante von Mousakka. Lecker.
Der Vollmond steht direkt über dem See, was für eine Aussicht.

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Wir sind gespannt, was uns morgen an der Grenze erwarten wird. Im Forum habe ich bisher nur gehört, dass an dieser Grenze meistens ein PCC verlangt wird (welches wir nicht haben) und dann gibt es ja auch noch die Sache mit der CVG (welche wir nicht bezahlen wollen).
Wir werden aber vermutlich morgen noch den Tag in Kariba bleiben, zumal wir uns im Forum mit Topobär lose verabredet haben. Es ist ja immer nett, unterwegs Fomis zutreffen und Erfahrungen auszutauschen. So werden wir beim Grenzübertritt nicht unter Zeitdruck stehen.

Weiter geht es nun im Zimbabwe-Teil.

Wen es interessiert:

Teil III Zimbabwe
Teil 1612. Juli 2016
Ab nun geht die Reise im Zimbabwe-Forum weiter.

Wer wissen möchte , was wir noch erlebt haben, kann hier weiterlesen:

Teil III Zimbabwe
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