KatiafricaThemenstarter11 Beiträge · seit 201316. Mai 2016 · #1
Hallo liebe Forenmitglieder, wir sind nun schon 3 Wochen zurück vom diesjährigen Bostwana/Namibia Urlaub und ich möchte jetzt noch die Gelegenheit nutzen, eine kleine Episode zu erzählen. Erstmals hatten wir in diesem Jahr ein Auto von Bushlore gemietet, einen Toyota Hilux Bushcamper. Die ersten Tage verbrachten wir in der CKGR, danach sind wir zur Third Bridge und weiter nach Linyanti. Das Auto lief wunderbar und wir hatten keinerlei Schwierigkeiten. Zwischen Savuti und Linyanti , bei einer kurzen Pause stellten wir zufällig fest, dass ein Dichtungsgummi zwischen dem Alurahmen der Kabine und dem Auto verdächtig weit rausschaute. Jetzt betrachteten wir das Auto genauer und wir stellten fest, dass der Rahmen der Kabine an einigen Stellen, da wo die Schraubverbindungen zum Auto sind, angebrochen und auch bereits durchgebrochen war. Die hinterste Schraube fehlte bereits ganz. Uns war klar, dass wir die Kabine verlieren, früher oder später. Aber bei den Tiefsandstrecken vor Linyanti - mit entsprechenden Schaukelbewegungen - war früher angesagt. Die Kabine war zwar noch auf dem Auto, aber total verschoben. Notdürftig haben wir ein Abschleppseil so befestigt (durch die hinteren Fenster), dass sie zumindest nicht weiter abrutschen konnten. So fuhren wir die letzten 20 km bis Linyanti mit 5 km/h. Dort angekommen verständigten wir sofort Bushlore (unseren Mann, der uns in Maun das Auto übergeben hatte - Amos ist sein Name). Er wollte gar nicht so richtig glauben, was passiert war. Wir machten ihm aber schon klar, dass wir mit dem Auto so auf keinen Fall weiterfahren können und ein anderes benötigten. Er teilte uns mit, dass er am nächsten Tag gegen Mittag zu uns kommt. Pünktlich war er da und stellte nun auch fest, dass wir ein anderes Auto brauchen. Er telefoniert mit Johannesburg, ich telefoniere mit seinem Chef usw. Nach fast 3 Stunden waren wir dann endlich soweit, dass wir eine Lösung hatten. Die dann so aussah: Unser Auto wurde mit Seilen und Strips total verschnürt und somit reisefertig gemacht. Das Auto mit dem Amos kam, ein Landcruiser sollte in Kasane noch ein Dachzelt bekommen und wir hätten sofort mit diesem weiterfahren können. Aber ich konnte nicht so richtig daran glauben .... Aber dennoch fuhren wir noch am Nachmittag los und waren gg. 19.00 Uhr in Kasane. Unterwegs sagte uns Amos noch, dass ein Auto von Johannesburg kommt. Aber ehrlich gesagt, habe ich nicht richtig hingehört, Wir übernachteten in der Thebe Safari Lodge und vereinbarten, dass Amos am nächsten Morgen gg. 8.00 Uhr kommen sollte. Und ihr werdet es nicht glauben, er kam mit einem neuen Toyota Hilux Bushcamper, sauber alles eingeräumt. Fantastisch . Und tatsächlich hatte Bushlore einen Fahrer von Johannesburg geschickt, der die ganze Nacht gefahren ist. Also ich fand das schon eine großartige Leistung. Und so konnten wir unseren Urlaub wir geplant fortsetzen. Zum Auto noch so viel: Wir haben im Nachhinein erfahren, dass das Auto bereits am Alurahmen repariert worden war. Aber leider sehr schlampig. Man hat einfach in den ohnehin schon dünnen Alurahmen noch eine paar Löcher mehr reingebohrt und mit Schrauben versehen und das ganze einfach zugekleistert. Nachdem wir vor 2 Jahren schon mal eine Panne hatten (ich glaube die haben es auf uns abgesehen :)), da aber 30 Stunden im Busch standen bis uns jemand abgeschleppt hat und dann noch 3 Tage in Kasane warten mussten ( der restlich Urlaub musste neu geplant werden) - hatten allerdings über einen deutschen Anbieter das Auto von Britz - war diesmal der Ausgang eine positive Überraschung.
Liebe Grüße Kati
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200616. Mai 2016 · #2
... freut mich immer, wenn ich mal Berichte zufriedener Reisender lese. Meist liest man ja nur Beschwerden, wenn mal etwas nicht klappt.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Hi BikeAfrica, OT hängt das vielleicht damit zusammen, dass die Erwartungshaltung von Kunden an ein vernünftiges Engineering und eine gute Verarbeitung schon eher bescheiden geworden ist, so freut man sich dann eben im Pannenfall, dass wenigstens der Kundendienst funktioniert. Grüße ...alleine auf dem begrenzten Bildausschnitt sieht man 3 Bruchstellen des Seitenrahmens....zum Kxxxxxx.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200616. Mai 2016 · #4
leser schrieb: ...alleine auf dem begrenzten Bildausschnitt sieht man 3 Bruchstellen des Seitenrahmens....zum Kxxxxxx.
... die Frage ist, ob man diese Stellen auch bereits zu Beginn der Reise sehen konnte. Ich vermute mal, dass es nicht so war.
Und wenn ich mir überlegen, welche Erfahrungen ich in deutschen Werkstätten schon machen durfte, dann würde ich in Afrika nicht mehr als hierzulande erwarten. Um so besser, dass dann im Pannenfall alles geklappt hat.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
......ich unterstelle ja gar nicht, dass das vorher sichtbar war. Ich meine nur, dass ein derart massiver Schaden, die Tauglichkeit des Konzepts anzweifeln lässt.....die Frage ist m. E. ob und wie der hintere Überstand abgestützt ist... Grüße
KatiafricaThemenstarter11 Beiträge · seit 201316. Mai 2016 · #6
Hallo Leser, Hallo Wolfgang,
also die Stellen waren zu Beginn der Reise für uns nicht ersichtlich. Es waren wohl einige Stellen mit sowas wie Silikon abgedichtet. Aber da haben wir uns wirklich nichts dabei gedacht. Es sah alles ganz normal aus. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn so etwas passiert und man wirklich nichts dafür kann. Und ich gebe Wolfgang recht, in deutschen Werkstätten passieren noch andere Sachen. Mir war es wirklich wichtig einfach mal zu sagen, dass Bushlore es in dieser kurzen Zeit (also von nachmittags 3 bis zum nächsten Morgen 8 Uhr ) möglich gemacht hat, dass wir unseren Urlaub wie geplant fortsetzen konnten. Wie schon geschrieben, haben wir ja vor 2 Jahren ganz andere Erfahrungen gemacht. Und das war ärgerlich und hat uns viele Nerven gekostet. Damals hatten wir extra einen deutschen Anbieter für den Fall der Fälle genommen (auch wenn das Auto dann auch nur von Britz war). Aber das hat uns überhaupt nichts genutzt. Wir hatten damals einen guten Geist in der Thebe Lodge, der uns dann zu einem anderen Auto verholfen hat. LG Kati
Hallo Kathi, Es freut mich, hier auch einmal ein positives Feedback ueber eine Autovermietung zu lesen. Schoen, dass der Zwischenfall Eure Reise nicht zu sehr durcheinander gebracht hat.
LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
kOa_Master391 Beiträge · seit 201517. Mai 2016 · #8
Eine äusserst erfreuliche und positive Erfahrung, Glück im Unglück und nicht selbstverständlich (leider). Die positiven Erfahrungen mit Bushlore können wir soweit bestätigen, auch wenn es bei uns nie kritisch war und dementsprechend wir auch auf keine spontanen Kraftakte wie diesen angewiesen waren.
Gratulation auch an euch für die gelungen Ferien und die Tatsache, dass ihr scheinbar die Situation richtig eingeschätzt habt und ruhig geblieben seid.
@Kati: Darf ich an dieser Stelle noch fragen, welches Auto (Nr.) davon betroffen war? Gerne auch per PN.
danke für den positiven Bericht bezüglich der guten Serviceleistung! Ich kann das Ganze nur bestätigen. Wir hatten 2014 privat ein Auto bei Bushlore gemietet, damals einen Landcruiser, und waren sehr angetan. Das Fahrzeug war in einem super Zustand (ich glaube Sie nutzen Fahrzeuge maximal für 2 Jahre bevor sie wieder verkauft werden) und die Werkstatt war sehr gut bestückt, sowohl technisch als auch vom Personal her. Auf vorherige Anfrage haben Sie extra für uns eine Seilwinde montiert (die wir auch brauchten), und bei einem kleinen Malheur während der Übergabe haben Sie sofort und unkompliziert geholfen. Zwei Probleme hatten wir dann trotz Allem doch mit dem Fahrzeug: Der Kühlschrank fiel nach 5 Tagen aus, schnell fanden wir heraus das eine Sicherung durchgebrannt war und konnten Sie selbst austauschen - da verschiedene Sicherungen von Bushlore mitgegeben wurden. Etwas schwerwiegender war es als unsere Lichtmaschine nicht mehr funktionierte, glücklicherweise erst am Ende unserer CKGR Durchquerung so dass wir Sie in Maun bei Toyota reparieren lassen konnten bevor die Batterie den Geist aufgab. Die angefallenen Kosten wurden ohne Diskussion von Bushlore übernommen. Das Fahrzeuge bei anspruchsvolleren Touren Probleme machen ist (leider) oft der Fall, dass können die Meisten schmerzlich bestätigen, die viel in Afrika unterwegs sind. Fakt ist das in unserem Fall nicht Bushlore für die Probleme verantwortlich war. Das Sie uns so unkompliziert und professionell unterstützt haben ist leider längst nicht bei allen Autovermietern der Fall.
Anbei ein Bild unseres Fahrzeugs bevor und nachdem wir den CKGR durchquerten. 😉
Topobär5'479 Beiträge · seit 200902. Juni 2016 · #10
Ich miete schon seit Jahren im südlichen Afrika ausschließlich bei Bushlore und kann die positiven Erfahrungen nur unterstützen. Wenn wir mal etwas hatten, wurde uns immer schnell und kompetent geholfen. Gerade Amos ist da echt ein Profi. Der ist fast täglich im Einsatz um Mieter nach einem Defekt oder Unfall zu helfen. Als wir vorgestern unseren Wagen in Kasane abgegeben haben, war er auch schon wieder auf Hilfseinsatz im Busch.
Negative Einschätzungen kommen oftmals aus einer Erwartungshaltung, die aus dem Verständnis europäischer Erfahrungen kommt. Da wird dann als selbstverständlich vorausgesetzt, dass ein Fahrzeug die Mietdauer pannenfrei übersteht. Das ist bei den Bedingungen im afrikanischen Busch unrealistisch. Bei den dortigen Belastungen für das Fahrzeug ist es unumgänglich, dass es hin und wieder auch zu Defekten an den Fahrzeugen kommt. Meine Erwartungshaltung in Afrika ist deshalb nicht, dass das Fahrzeug keinen Defekt hat (was ich mir natürlich trotzdem wünsche), sondern dass mir im Falle eines Defekts schnell und kompetent geholfen wird. Dies war bei mir bei Bushlore bislang immer der Fall.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200602. Juni 2016 · #11
Melanie Haape schrieb:
Das Fahrzeuge bei anspruchsvolleren Touren Probleme machen ist (leider) oft der Fall, dass können die Meisten schmerzlich bestätigen, die viel in Afrika unterwegs sind.
...wenn man so wie auf eurem Bild mit einem Fahrzeug umgeht ist dies auch wenig verwunderlich. Das Ganze sieht zwar "cool" und nach Abenteuer aus, zeugt aber nicht gerade von viel Kompetenz einen 4*4 durch schwieriges Gelände zu bewegen. Durch Pfützen zu brettern damit es bis zum Dachgepäckträger hochspritzt...
Du kannst dir so einen kapitalen Motorschaden holen, wenn es dumm läuft, gerade bei Autos ohne Schnorchel... lg tom
Ragnarson74 Beiträge · seit 201502. Juni 2016 · #12
... nicht einmal cool sieht es aus ! 🤢 🤢 🤢 .... sagt mal, habt Ihr das Auto mit einem U-Boot verwechselt ? 🤩 🤩 🤩 Gott bewahre die Autovermieter vor solchen Kunden .....
Ragnarson
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200902. Juni 2016 · #13
Hallo Melanie, würdet Ihr mit dem Wagen genauso umgehen wenn es Euer eigener wäre? Gruß Klaus
wenn man 14 Tage lang die komplette Zentralkalahari vom Khutse im Süden bis zum Matswere Gate im Norden durchquert dann muss und sollte ein Geländewagen keineswegs so aussehen. Wenn man aber so extreme Regenfälle hat wie wir 2014, und die Straßenverhältnisse damit einhergehen, dann lässt sich dies leider nicht vermeiden.
3 tage nach dem Regen sah nicht nur unser aus dem Süden kommendes Auto so aus, sondern selbst die Fahrzeuge der Gäste um Deception Valley die von Matswere aus kamen. Wer die Bodengegebenheiten in Teilen des CKGR kennt (Mischung aus Sand und Sedimentablagerungen der umliegenden Salzpfannen) der kann sich vielleicht vorstellen, wie dieser Boden in nassem Zustand aussieht und was für Bedingungen dieser für langsames Allrad fahren bietet - mit die schlechtesten überhaupt! Nachdem wir nördlich von Letiahau zu viert 25 Stunden brauchten um uns nach extremstem Steckenbleiben rauszukämpfen, sind wir natürlich lieber mal etwas zügiger über einen problematischen Bereich gefahren um ein erneutes steckenbleiben zu verhindern. Wo es möglich war haben wir natürlich auch besonders schwer betroffene Stellen umfahren, aber dies war nun mal bei weitem nicht überall möglich.
Natürlich ist langsames fahren besser für das Auto und vor allem auch für die Straßen, aber unter den gegebenen Bedingungen war es an einigen stellen leider schlichtweg nicht möglich. Wer ähnliches erlebt hat wird mich verstehen.
Wir haben das Auto so gut behandelt wie eben möglich, die Route war zudem mit dem Vermieter abgesprochen. Des weiteren haben wir das Auto natürlich vor der Abgabe nicht nur von außen, sondern auch bis zur letzen Fußmatte gereinigt. Das Auto war bei Abgabe in einem sehr guten Zustand, eben so, wie wir es entgegennahmen.
Ich kann eure Empörung nicht verstehen, da sie auf eine voreingenommene Haltung basiert. Ich bin schon etliche Male durch die verschiedensten Gegenden Afrikas gereist, schließlich bin ich in Afrika geboren und aufgewachsen. Egal ob das jeweilige Auto mir gehörte oder angemietet war, es wurde stets als Gebrauchsgegenstand gehandhabt ohne dabei den nötigen Respekt zu vernachlässigen.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200603. Juni 2016 · #15
Melanie Haape schrieb:
Natürlich ist langsames fahren besser für das Auto und vor allem auch für die Straßen, aber unter den gegebenen Bedingungen war es an einigen stellen leider schlichtweg nicht möglich. Wer ähnliches erlebt hat wird mich verstehen.
Hallo Melanie
Ok.. 2014 war extrem im März. Der CKGR hat ganz üble Schlammpassagen und 14 Tage sind lange, mit der Zeit geht einem der ganze Sumpf dort auf die Nerven. Vieleicht war mein Post in diesem Falle nicht ganz fair. Es gibt leider aber viele Turis die es toll finden ein Auto so herzurichten...Die schaffen das in einen halben Tag. 😮
Ich habe meinen Cruiser noch nie schmutziger gemacht als unten... war auch im März 2014 in Zimbabwe...und meine Erfahrung mit etwas "zügiger" fahren ist, dass du dich so auch zügiger und tiefer irgendwo eingräbst ...Zudem drückt es dann das ganze Wasser in den Motorraum, vieleicht war dies auch der Grund das sich der Alternator verabschiedet hat...ich bleibe bei meiner Strategie...langsam und 4L wenn es kritisch wird...lg tom