Man muss immer etwas haben ...

8 Antworten · 2’279 Aufrufe · gestartet 25. Jan. 2016 von Rodrigo
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Themenstarter1’125 Beiträge · seit 200625. Jan. 2016 ·
…. worauf man sich freut, liebe Fomis, sagt schon Mörike. Er hat ja so recht! Ich freue mich auch schon, vor allem aufs Reisen: bald Sizilien und, schon fast ganz Afrika, die Kanaren. Aber der richtige Afrikastachel kitzelt noch, obwohl ich gedacht hatte, es sei vorbei. Nun denn: Ich will in diesem Jahr noch meine Leipziger Immobilie verkaufen. Und wenn mir das gelingt, dann will ich mir 2017 was gönnen. Das letzte Hemd … Ihr kennt diesen Spruch.
Ich bin immer sehr erdnah gefahren und habe auch so übernachtet. Außer auf wenigen Gästefarmen hatte ich nie ein Zimmer. Altersangemessen möchte ich eine Lodgetour machen. Es gab ja in der letzten Zeit in manchen Reiseberichten und Anfragen schon etliche Anregungen, die ich im Kopf gespeichert habe. Ich würde mich wohl auf den mittleren Teil Namibias beschränken. Ich muss nicht mehr den zahllosen Sehenswürdigkeiten hinterherjagen, wie ich das früher gemacht habe und viele Neulinge das verständlicherweise tun. Auch Tiermassen zu sehen – nett, aber nicht das Wichtigste – nach 30 Fahrten dorthin hat man das meiste gesehen. Nein, ich will genießen und mich wohlfühlen (nein, kein sog. ‚Wellness!‘).
Erste Idee: Ich komme 2017 in JNB an, bleibe ein bisschen bei meiner dortigen Verwandtschaft, fliege dann mit meiner s.a. Schwester nach WDH, hole den Mietwagen ab (4x2, kein Dachzelt) und los geht’s!
Zeit: Ich bin jetzt frei; nur zu heiß darf’s nicht werden. Dauer: muss ich noch mit meiner Begleitung und meinem Geldbeutel aushandeln. Überall will ich mind. zwei Nächte verbringen. Lockere Ziele bis jetzt: Bagatelle, Klein Aus Vista, Namtib, Sossus, Swakopmund, irgendwo im Erongo. Nichts davon ist zwingend.
Es kommt mir nicht auf Luxus an, sondern auf lokaltypischen Standard, touristisch trotzdem, ich weiß.
Ich bin viel zu früh dran, aber: siehe Mörike… ↑
Ich würde mich über Tipps freuen. Mit Lodges kenne ich mich halt nicht so gut aus.
Es grüßt Euch herzlich
Rodrigo
Omnia vincit amor
2’610 Beiträge · seit 200725. Jan. 2016 ·
Lieber Rodrigo,

leider kann ich dir nicht weiterhelfen, wie sind - noch? - mit Dachzelt unterwegs. Deine Einstellung finde ich klasse und ich wünsche dir schon jetzt viel Spaß bei der Planung!

Liebe Grüße
Jambotessy

P.S. Die schönste Freude ist die Vorfreude!
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
33,2k Beiträge · seit 200625. Jan. 2016 ·
Hi Rodrigo,

ich könnte Dir viele schöne Lodges/Gästefarmen empfehlen. Ist aber etwas "aus der Luft gegriffen", da Du kein ungefähres Budget (pro Tag für Unterkunft) angibst. Ehe ich jetzt die teuersten empfehle...

Zu meinen Lieblingsunterkünften gehörten u,a Surricate Tented Camp (Kalahar), Vreugde Gästefarm (Etosha), Camp Chobe (am Chobe), Sandfontein (Oranje) und natürlich der Hausbootaufenthalt aufm Chobe...

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2’060 Beiträge · seit 201325. Jan. 2016 ·
Hallo Rodrigo,

finde ich super, dass du dem Afrika-Virus wieder nachgeben willst. Schon die Planungen machen ja immer wahnsinnig viel Freude.

Von unserer letzten Reise kann ich Farm Wüstenquell empfehlen, Omandumba im Erongo und ganz speziell und interessant Camp Aussicht samt seinem Besitzer Marius Steiner - falls das nicht schon zu weit ab von deiner Route ist.

Jedenfalls wünsche ich dir eine schöne Zeit des Suchens und Planens und dann eine ganz tolle Reise!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1’483 Beiträge · seit 200925. Jan. 2016 ·
Hallo Rodrigo,
Zwei meiner drei persönlichen Favoriten (Wüstenquell und Vreugde) wurden schon genannt. Ich empfehle dir Kobo Kobo. Über die Suchfunktion wirst du Berichte genug finden. Dort kannst du relaxen (an der Lodge direkt ohne Handyempfang),und dich verwöhnen lassen ohne Massenbetrieb.

Gruß Piscator
P.s. schön,dass deine Stimmung sich aufhellt!!!
2’497 Beiträge · seit 201125. Jan. 2016 ·
Hallo Rodrigo,

Namtib hast Du schon erwähnt, das war eines unserer Highlights auf unserer ersten Reise, da möchte ich irgendwann noch mal hin.

Auch sehr gefallen als Unterkunft hat uns die Frans Indongo Lodge, nicht zu luxuriös, aber schon ein bisschen, leckeres Essen, Gamedrive bei Bedarf möglich, kleine Wanderungen möglich.

In der Nähe von Sesriem/Sossusvlei waren wir in der Hoodia Desert Lodge, ich glaube, die haben Specials für mehrere Nächte und hatten einen tollen Tagesausflug ins Vlei.

Alles von Onguma ist sehr schön, leider nicht ganz preisgünstig, aber hier (Bush Lodge kennen wir, ist noch das Günstigste ihrer Unterkünfte) kann man auch mal einfach sitzen und schauen, ohne zwangsläufig los zu müssen.

Bagatelle hat uns auch sehr gefallen, die hast Du ja auch schon selber erwähnt.

In Swakopmund waren wir zwei Mal im Sam´s Giardino, Sam ist sehr nett und hilfsbereit, es gibt leckeres Essen, wenn man abends nicht mehr los will. Sam gibt gerne Tips zu Ausflügen, hat Wanderkarten etc.

Das sind einige unserer persönlichen Vavourites, bunt gemischt, vielleicht kannst Du was damit anfangen. Wenn eine genauere Route angedacht ist, kommen bestimmt noch unmengen Vorschäge.

Liebe Grüße und viel Freude beim Planen. Mörike war ein kluger Mann.
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
5’538 Beiträge · seit 200825. Jan. 2016 ·
Lieber Rodrigo,

herzlich willkommen - zurück im Club der Verrückten und Kranken. Genau wie Du kann ich es auch nicht lassen, obwohl ich ja einige gesundheitliche Rücksichten nehmen muss. Aber was sind das für Kinkerlitzchen, wenn Afrika ruft.

Meine "Abschiedstour" 2017 oder 2018 stelle ich mir ungefähr so vor:

Kapstadt 4 Tage zum Ankommen und Genießen - den wunderbaren botanischen Garten in Kirstenbosch, in dem man stundenlang laufen kann, die Tour rund um die Kap-Halbinsel und natürlich Franschhoek, danach dann nach WDH fliegen und den Süden "abgrasen".

Wo ich anfangen soll? Wahrscheinlich in der Zebra Lodge von Intu Africa oder der Bagatelle oder preiswerter, aber gemütlich: Das Kalahari Farmhouse von Gondwana. Dann würde ich zum Mesosaurus Fossil Camp fahren. Das ist zwar sehr einfach, aber mitten in den Köcherbäumen und außerdem kann der Besitzer mit Dir die Fossilientour machen. Wo ich dann am Fischfluss wohnen würde, weiß ich noch nicht so genau - die Canon Lodge stünde auf meiner Wunschliste ganz oben, auch wenn da manchmal viele Menschen sind. Aber die Chalets sind einfach urig, die Landschaft grandios und der Sonnenuntergang unvergesslich. Da stört mich noch nicht einmal das abendliche Buffet - ich liebe mehr die servierten Mahlzeiten. Und da fällt mir das Canon Road House ein. Ganz anders, aber so was von schönem Haupthaus! Am Oranje entlang und Mittagspause in Rosh Pina und dann Eagles Nest in Aus. Von da natürlich nach Lüderitz - da habe ich zwei Favoriten: Das Nest Hotel und Kairos Cottage. Von Lüderitz aus musst Du dann unbedingt die Bogenfelstour machen, wenn Du noch nicht da warst.
Auf der D 707 die von Dir bereits erwähnte Namtib und dann vielleicht noch Gunsbewys, wenn ich das mit der Lauferei wieder hinkriege. Zur Zeit fehlt mir einfach die Luft.
Und dann - Sossusvlei Lodge, denn ich muss nicht vor allen Leuten ins Vlei - ich gehe viel lieber nachmittags zum Fotografieren. Und von da nur ein paar km weiter in das Dune Star Camp der Namib Desert Lodge.
Barchan's Dune Retreat - sehr nette Leute, gutes Essen, herrliche Zimmer, eine tolle Landschaft - Herz, was willst Du mehr?

Swakopmund empfehle ich nicht gerne, weil da die Auswahl (und die Preise) zu groß ist und weil ich die Hotels außer dem Hansa alle nicht von innen (übernachten) kenne. Aber ich könnte mir vorstellen, gar nicht in Swakop, sondern in der Oase Goanikontes zu wohnen. Die weit auseinander liegenden Chalets - besonders das mit dem großen Schwimmbecken davor - gefallen mir sehr gut.

Wüstenquell kennst Du besser als ich, kennst Du aber auch schon die Chalets? Jetzt habe ich schon so viele Unterkünfte genannt, dass die für mehr als einen Urlaub reichen. Wenn Du als Meeresküstenbewohner das Meer liebst, solltest Du auch mal über ein oder zwei Nächte in der Cape Cross Lodge nachdenken.

Jetzt mache ich einen Riesensprung: Palmwag liebe ich und nach der Rundumrenovierung dürften auch die Zimmer wieder wohnlicher sein. Die Etoscha überspringe ich einfach mal, obwohl ich da auch ein paar schöne Unterkünfte kenne. In Rundu die Hakusembe, am Okavango die Mahangu Lodge und in Kongola Lianshulu (das ist aber Luxus pur) und gegenüber von Kasane auf Impalila die Ichobezi River Lodge . Die Hausboote wurden schon genannt.

Natürlich habe ich auch ein paar Farmadressen, aber da sind nun mal überall Jäger und wenn Du "nur" zu Zweit bist, dann musst Du damit rechnen, dass Du auf einen triffst. Mich stören sie nicht, aber ich weiß, dass die meisten Fomis eine "Jäger-Allergie" haben.

Im sehr weiten Umkreis von Otjiwarongo kann ich Dir Erindi + Okonjima empfehlen, bei Okahandja das Elegant Farmstead und in WDH ist mein Abschluss seit einiger Zeit die Heinitzburg.

Viel Spaß beim Überlegen. Vielleicht können wir das ja mal bequatschen, wenn ich im Norden bin.

Liebe Grüße und viel Reisefieberspaß
Gerd
Themenstarter1’125 Beiträge · seit 200625. Jan. 2016 ·
Guten Abend!
Danke für Eure Rückmeldungen. Ich werde morgen alles - und vielleicht Künftiges - in eine schöne Liste schreiben, um Klarheit in meinen Kopf zu kriegen.
@ Christian: Nein, diesmal soll es andersrum gehen. Du sagst: Gib eine Route, dann geb ich weitere Tipps (obwohl ich für die bisherigen von Dir schon dankbar bin). Ich mach's andersrum. Ich sage mir: Welche Lodge will ich besuchen? Und dann erst stelle ich die Route zusammen. Ein bisschen spinnig, ich weiß. Aber schön ist's fast überall. Und ob ich die japanerbesetzten Dünenkämme bei Sossusvlei sehen will? Ein Erstbesucher nimmt es in Kauf, ich verlasse mich da eher auf meine Erinnerung. Die fernöstliche Invasion vergessend.
Budget: Weiß ich noch nicht. So supertolle Wellnessfarmen, wie sie mein Hausarzt zu besuchen pflegt, brauche ich nicht. Und ich muss auch nicht, metaphorisch gesprochen, von Kaviar ernährt werden. Mir kommt's auf anderes an.
Und Kapstadt (s. Gerd) ist auch toll. Da manches nicht heilbar ist, komm ich im Jahr darauf vielleicht auch dorthin. Zweimal war ich dort - aber alles hat sich wohl sehr geändert.
Drückt die Daumen, dass ich es gesundheitlich schaffe - da geht es mir ein bisschen wie Gerd.
Guat's Nächtle!
Rodrigo
Omnia vincit amor
2’060 Beiträge · seit 201325. Jan. 2016 ·
Hallo Rodrigo,

dich und Gerd kann ich sehr gut verstehen. Mein Mann und ich sind erst relativ spät im Leben nach Namibia gekommen, und das erst, nachdem bei mir eine unheilbare Krankheit ausgebrochen war.Inzwischen haben wir - was wir nie zu träumen gewagt hätten - vier unglaublich schöne Reisen dorthin machen können, haben uns von einer zur nächsten gehangelt, und planen vorsichtig eine weitere.

Wie du nach Mörike sagtest: Man muss immer etwas haben, ... Und wenn es einmal gar nicht mehr gehen wird, so bleiben die herrlichen Erinnerungen, die man im Herzen trägt, die weiten, stillen Landschaften, die Tiere, die menschlichen Begegnungen, ... das kann uns niemand mehr nehmen, damit kann man Krankheit und Alter ertragen, denn wir haben mehr gesehen und erlebt als mancher andere, der nur in All-Inclusive-Clubs Urlaub gemacht hat. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)